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One Night Stands und wahre Liebe


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THE COOLER - ALLES AUF LIEBE


THE COOLER - ALLES AUF LIEBE THE COOLER - ALLES AUF LIEBE (DVD: McOne, Deutschland)
(OT: The Cooler | USA 2003 | Regie: Wayne Kramer)


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William H. Macy spielt Bernie Lootz, einen Loser, der in seinem Leben so viel Pech hat, dass sich dieses sogar auf die Menschen überträgt, die um ihn herumstehen. Mit dieser Eigenschaft ist er bestens geeignet für einen Job als "Cooler", einem Menschen, der in Casinos eingesetzt wird, um die Glückssträhnen der diversen Zocker zu beenden. Doch als sich Bernie in die attraktive Kellnerin Natalie (Maria Bello) verliebt und diese seine Liebe tatsächlich erwidert, wird aus dem notorischen Pechvogel ein echter Glückspilz und auch Bernies Glückssträhnen übertragen sich auf die Zocker an die Casinotischen. Natürlich sehr zum Leidwesen des skrupellosen Casinobesitzers Shelly Kaplow (Alec Baldwin).
THE COOLER ist eine faszinierende Mischung aus Drama, Liebesgeschichte und Märchen, präsentiert liebevoll gezeichnete Charaktere, die dem Zuschauer sofort ans Herz wachsen, ist gleichzeitig eine Hommage an die Stadt Las Vegas und versammelt einen wirklich tollen Cast vor der Kamera, der sich vornehmlich aus erstklassigen Schauspielern zusammensetzt, die sonst im Normalfall nicht unbedingt die erste Geige in Hollywood spielen und in größeren Blockbustern gerne mal als typische Nebendarsteller verheizt werden. Ein schöner, unkonventioneller Film über die Magie der Liebe und den Zauber der Glitzerwelt Las Vegas. Empfehlenswert!

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Wayne Kramer Alec Baldwin Maria Bello 2000er Oscar Nominee female nudity Las Vegas


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BETTY BLUE - 37,2 GRAD AM MORGEN (Director's Cut)


BETTY BLUE - 37,2 GRAD AM MORGEN (Director's Cut) BETTY BLUE - 37,2 GRAD AM MORGEN (Director's Cut) (DVD: Columbia TriStar, Deutschland)
(OT: 37°2 le matin | Frankreich 1986 | Regie: Jean-Jacques Beineix)


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37°2 LE MATIN erzählt die Geschichte der scheinbar grenzen- und bedingungslosen Liebe zwischen dem Gelegenheitsarbeiter Zorg (Jean-Hugues Anglade) und der Rumtreiberin Betty (Béatrice Dalle).
Regisseur Jean-Jacques Beineix wirft den Zuschauer mitten hinein in diese anfangs noch faszinierende, im weiteren Verlauf allerdings immer verstörender wirkende Liebesgeschichte seiner beiden Protagonisten. Während Zorg sich nämlich redlich bemüht, seiner großen Liebe - trotz aller widrigen Umstände (fehlende finanzielle Mittel, usw., usf.) - ein ansprechendes Leben zu bieten und ihr jeden Wunsch zu erfüllen, wird Betty im Verlauf der Geschichte immer unkontrollierbarer und nimmt letztendlich sogar selbstzerstörerische Züge an.
37°2 LE MATIN gilt als einer der großen Klassiker des französischen Kinos der 80er Jahre und war im Jahr 1987 sogar für den Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert. Irgendwas muss Beineix' Streifen also haben. Irgendwas, das mir persönlich leider verborgen geblieben ist. Sicher, 37°2 LE MATIN ist von Kameramann Jean-François Robin einfach nur atemberaubend schön fotografiert und diese tollen Bilder erzeugen gemeinsam mit dem Score von Gabriel Yared eine dichte und absolut faszinierende Atmosphäre. Und ja, auch die beiden Hauptdarsteller können in ihren Rollen durchaus überzeugen.
Aber auch die Schwächen des Films sind meines Erachtens nicht zu übersehen. Für die fast schon epische Laufzeit von gut 3 Stunden fehlt es 37°2 LE MATIN einfach an Substanz. Die Story des Films ist für so eine Laufzeit definitiv nicht ausgelegt und so kommt es immer wieder zu verschiedenen Längen und nicht selten scheint 37°2 LE MATIN etwas ziellos vor sich hinzuplätschern. Und auch die in einem Film dieser Art so wichtige Bindung zu den beiden Protagonisten mochte sich nie so wirklich einstellen. Zorg und Betty bleiben einem als Zuschauer - trotz der schon genannten guten Schauspielerleistungen - irgendwie fremd und es fällt schwer, so etwas wie Empathie für das junge Paar und ihr Schicksal aufzubringen.
Am Ende bleibt ein etwas komisches Filmerlebnis übrig. Vielleicht war 37°2 LE MATIN heute auch einfach der falsche Film für mich. Hätte den gerne mehr gemocht.

TRAILER:


Jean-Jacques Beineix 1980er Oscar Nominee female nudity


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DER PLAN


DER PLAN DER PLAN (Blu-ray: Universal, Deutschland)
(OT: The Adjustment Bureau | USA 2011 | Regie: George Nolfi)


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Wer kennt sie nicht, diese Theorie, dass einem sein Schicksal bereits in die Wiege gelegt wurde und man nicht wirklich etwas daran ändern kann? Regisseur und Drehbuchautor George Nolfi greift für THE ADJUSTMENT BUREAU - der lose auf einer Kurzgeschichte des Sci-Fi-Autoren Philip K. Dick basiert, von dem Vorlagen u.a. zu Filmen wie BLADE RUNNER, TOTAL RECALL und MINORITY REPORT führten - genau diese Theorie auf, reichert sie mit diversen Elementen aus Filmen wie THEY LIVE, THE MATRIX oder auch MEN IN BLACK an und präsentiert dem Zuschauer so eine durchaus faszinierende Mischung aus Fantasy, Science Fiction, Love Story und Thriller.
Als nämlich der junge Politiker David Norris (Matt Damon) die talentierte Tänzerin Elise (Emily Blunt) kennenlernt und sich in sie verliebt, gefährdet er durch diese Begegnung den großen Plan, den die titelgebende, übernatürliche Behörde für die beiden eigentlich vorgesehen hatte. Doch David pfeift auf den Plan und versucht alles in seiner Macht stehende zu tun, um vom vorgeschriebenen Pfad abzuweichen.
Nolfi lässt es in THE ADJUSTMENT BUREAU auffällig ruhig angehen, räumt der Entwicklung seiner beiden Hauptcharaktere viel Zeit ein und erzeugt durch diese ruhige Erzählweise eine ungemein dichte Atmosphäre. Matt Damon und Emily Blunt harmonieren hervorragend miteinander und Terence Stamp als mysteriöses Mastermind der höheren Macht kommt herrlich bedrohlich und zeitweise fast schon diabolisch rüber. Und auch die Stadt New York als heimlicher Hauptdarsteller des Films ist natürlich mal wieder unschlagbar.
THE ADJUSTMENT BUREAU ist auf jeden Fall ein Film, der mal nicht vom berühmt-berüchtigten Reißbrett zu stammen scheint und der dem Zuschauer mit seinem gut gelungenen Genremix tatsächlich so etwas wie Abwechslung vom typischen Hollywood-Einheitsbrei bieten kann. Sehens- und empfehlenswert!

TRAILER:


George Nolfi Matt Damon 2010er New York


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CHUNGKING EXPRESS


CHUNGKING EXPRESS CHUNGKING EXPRESS (DVD: Kinowelt/Arthaus, Deutschland)
(OT: Chung Hing sam lam | Hongkong 1994 | Regie: Wong Kar-Wai)


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Zwei Geschichten über zwei Polizisten, die jeweils von ihrer Partnerin verlassen wurden und nun ihren Liebeskummer verarbeiten müssen.
Konnte mich die erste, kürzere Episode noch nicht so wirklich fesseln, hat mich Episode Nr. 2 - der glücklicherweise der Großteil der Laufzeit eingeräumt wird - regelrecht weggeblasen. Ich habe selten einen Film erlebt, der dem Zuschauer eine so perfekte Mischung aus purer Melancholie und herzerfrischender Lebensfreude präsentiert wie in diesen letzten 70 Minuten von CHUNG HING SAM LAM. Regisseur Wong Kar-Wai ist dank Handkameraeinsatz hautnah an seinen Protagonisten dran, nimmt den Zuschauer durch Verwendung schneller Schnitte und dem Einsatz betörend schöner Farbpaletten regelrecht in Gefangenschaft und katapultiert ihn mitten hinein in das pulsierende Hongkong und in die Wohnung von Cop 663, die von der einfach nur zauberhaften Faye immer wieder in kleinen Nuancen verändert wird und die dem todtraurigen Polizisten so wieder einen Hauch an Hoffnung und Lebensfreude zurückgibt. Tony Leung Chiu-Wai als Polizist und Faye Wong als Faye spielen ihre Rollen einfach nur grandios und man möchte gar nicht mehr raus aus ihrer kleinen Welt inmitten der hektischen Großstadt. CHUNG HING SAM LAM ist richtig, richtig toll. Kino zum Wohlfühlen, das sich für immer im Gedächtnis einbrennen wird. Allein schon wegen der Tatsache, dass ich wohl nie mehr in meinem Leben "California Dreamin'" von The Mamas and the Papas hören kann, ohne vor meinem geistigen Auge die bezaubernde Faye Wong durch den Imbiss tanzen zu sehen.

TRAILER:


Wong Kar-Wai Tony Leung Chiu-Wai 1990er Hongkong


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ES TANZT DIE GÖTTIN


ES TANZT DIE GÖTTIN ES TANZT DIE GÖTTIN (DVD: Sony, Deutschland)
(OT: Cover Girl | USA 1944 | Regie: Charles Vidor)

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COVER GIRL ist ein klassisches Hollywood-Musical aus den 40er Jahren, in dem 2 der größten Stars der damaligen Zeit, Rita Hayworth und Gene Kelly, zum ersten und einzigen Mal gemeinsam vor der Kamera standen.
COVER GIRL erzählt eine relativ einfach gestrickte, klassische Liebesgeschichte und dient in allererster Linie dazu, die Tanzkünste seiner beiden Stars in aufwändig choreographierten Musicaleinlagen auf die Leinwand zu zaubern. Die Chemie zwischen Hayworth und Kelly passt und Regisseur Charles Vidor gelingt es mit Hilfe seiner beiden Stars ohne große Probleme, den Zuschauer um seine Finger zu wickeln und mit auf eine kurzweilige Reise ins Land des kunterbunten Kitschs zu nehmen.
COVER GIRL startete Ende März 1944, zu Zeiten des 2. Weltkriegs, in den amerikanischen Kinos und Filme wie diese wollten im Endeffekt nicht viel mehr bewirken, als das Publikum in eine Welt zu entführen, in der es alle Sorgen für gut 2 Stunden vergessen konnte. COVER GIRL dürfte das damals definitiv gelungen sein. Natürlich ist COVER GIRL kitschig, aber er ist auf seine Art und Weise auch einfach nur wunderschön. Und Rita Hayworth ist auf ihre unnachahmliche Art und Weise in praktisch jeder ihrer Szenen einfach nur atemberaubend.

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Charles Vidor Rita Hayworth 1940er Oscar Winner Oscar Nominee New York


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TED (Extended Cut)


TED (Extended Cut) TED (Extended Cut) (Blu-ray: Universal, Großbritannien)
(OT: Ted | USA 2012 | Regie: Seth MacFarlane)

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In TED wünscht sich der kleine John, dass sein Teddy-Bär lebendig wird und staunt nicht schlecht, als dieser Wunsch tatsächlich in Erfüllung geht. Es entsteht eine Freundschaft, die auch knapp 30 Jahre später noch Bestand hat, sehr zum Leidwesen der hübschen Lori (Mila Kunis), die mit John (Mark Wahlberg) seit nunmehr 4 Jahren liiert ist und ihren Freund mit einem sprechenden, kiffenden und rüpelhaften Teddy-Bären teilen muss.
Hört sich albern und bescheuert an? Ja, ist es in gewisser Weise auch. Aber TED ist halt auch extrem lustig, reiht einen gelungenen Gag an den nächsten und begeistert mit seinem komplett ungezügelten und respektlosen Humor. Mark Wahlberg und Mila Kunis spielen souverän wie eh und je, Flash-Gordon-Darsteller Sam J. Jones hat einen einfach nur grandiosen Gastauftritt in einer ausufernden Party-Sequenz für die Ewigkeit und sogar die obligatorische Love Story wirkt hier nicht störend oder nervig, sondern hält TED vielmehr richtiggehend zusammen und sorgt dafür, dass der Streifen nicht zur reinen Nummernrevue verkommt. Autor und Regisseur Seth MacFarlane hat mit TED eigentlich alles richtig gemacht, was man mit einem solchen Film richtig machen kann. Geil!

TRAILER:


Seth MacFarlane Mark Wahlberg Mila Kunis Patrick Stewart 2010er Oscar Nominee car chase


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MOONTIDE


MOONTIDE MOONTIDE (DVD: 20th Century Fox, USA)
(OT: Moontide | USA 1942 | Regie: Archie Mayo/Fritz Lang)

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MOONTIDE erzählt die Geschichte des Tagelöhners Bobo (Jean Gabin), den sein bester und im Endeffekt einziger Freund Tiny (Thomas Mitchell) schon lange zum gemeinsamen Neuanfang in einer Großstadt bewegen will. Doch als Tinys Überredungsversuche endlich zu fruchten scheinen, kommt die schöne Anna (Ida Lupino) und durchkreuzt Tinys Pläne.
Regisseur Archie Mayo präsentiert mit MOONTIDE eine ungewöhnliche Mischung aus Romanze, Drama und Film Noir. Insbesondere die Figurenkonstellation - auf der einen Seite der rauhe Bobo, fast ein Einzelgänger mit harter Schale und weichem Kern, auf der anderen Seite sein vermeintlich bester Freund Tiny, der im Endeffekt nur auf seinen eigenen Vorteil aus ist und mittendrin eine schöne Frau, die es schafft, das Herz des Einzelgängers zu erobern und so die Wut von Tiny auf sich zieht - erinnert stark an einen Film Noir, der Rest des Films ist dann doch eher Drama und Romanze. Ida Lupino ist keine typische Femme fatale und auch die Atmosphäre von MOONTIDE ist nur selten als düster oder mysteriös zu bezeichnen. Als Drama bzw. Romanze funktioniert der Film aber richtig gut, was insbesondere daran liegen dürfte, dass die Schlüsselrollen von MOONTIDE einfach nur ganz vorzüglich besetzt sind. Jean Gabin - hier in seinem Debüt in einer US-Produktion - passt ganz wunderbar in die Rolle des Bobo, Ida Lupino überzeugt als verletztliche Anna und Thomas Mitchell gibt eine beeindruckende Darstellung als Unsympath ab.
Schade, dass MOONTIDE auch zu den Filmen gehört, die mittlerweile komplett in Vergessenheit geraten zu sein scheinen. Auf Youtube findet man nicht mal nen Trailer zu dem Streifen, sondern nur die unten verlinkte Sequenz, in der sich Gabin als Bobo komplett die Lichter ausschießt.

CLIP:


Archie Mayo Fritz Lang Ida Lupino Jean Gabin 1940er Oscar Nominee Femme fatale


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DIE SCHRECKLICHE WAHRHEIT


DIE SCHRECKLICHE WAHRHEIT DIE SCHRECKLICHE WAHRHEIT (DVD: Sony, Deutschland)
(OT: The Awful Truth | USA 1937 | Regie: Leo McCarey)

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In THE AWFUL TRUTH landen die Ehegatten Jerry (Cary Grant) und Lucy Warriner (Irene Dunne) wegen Eifersüchteleien vor dem Scheidungsrichter, müssen jedoch eine Frist von einigen Wochen abwarten, bevor das Scheidungsurteil rechtskräftig ist. Eine Zeit, in der jeder der beiden Streithähne versucht, dem anderen eins auszuwischen und keiner von ihnen wahrhaben will, dass ihm der Noch-Partner doch noch so einiges bedeutet.
Regisseur Leo McCarey hat mit THE AWFUL TRUTH eine klassische Screwball-Komödie gedreht, bei der wahrlich kein Auge trocken bleibt. Wie sich Cary Grant und Irene Dunne sowohl mit offenem Visier als auch mit Hinterlist und Tücke "bekämpfen", ist einfach nur köstlich und lässt einen als Zuschauer mit einem breiten Grinsen im Gesicht vor dem Fernseher sitzen. In herrlich geschliffenen Dialogen verpackter Wortwitz, die eine oder andere Slapstick-Einlage und ein wunderbar (dis-)harmonierendes Hauptdarstellergespann machen THE AWFUL TRUTH zu einer extrem kurzweiligen und absolut sehenswerten Angelegenheit. Schade, dass Filme wie dieser mittlerweile praktisch komplett in Vergessenheit geraten sind und den Großteil des heutigen Publikums einfach nicht mehr zu interessieren scheinen. Die Leute wissen gar nicht, was sie verpassen. THE AWFUL TRUTH ist einfach nur herrlich!

TRAILER:


Leo McCarey Cary Grant 1930er Oscar Winner Oscar Nominee New York Remake


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SHANGHAI EXPRESS


SHANGHAI EXPRESS SHANGHAI EXPRESS (DVD: SZ Cinemathek, Deutschland)
(OT: Shanghai Express | USA 1932 | Regie: Josef von Sternberg)

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Im titelgebenden Zug trifft die sagenumwobene Prostituierte Shanghai Lily (Marlene Dietrich) auf den Militärarzt Doc Harvey (Clive Brook), ihre große Liebe aus längst vergangenen Tagen. Als der Zug von Rebellen gestoppt und Harvey als Geisel genommen wird, muss die unterkühlte Schönheit eine Entscheidung treffen, die ihr und Harveys Leben für immer verändern kann.
SHANGHAI EXPRESS ist der vierte von insgesamt sieben Filmen, die der österreichische Regisseur Josef von Sternberg mit Marlene Dietrich in der Hauptrolle inszeniert hat. Und SHANGHAI EXPRESS ist in erster Linie eines: Eine Liebeserklärung an eine der größten Leinwanddiven, die Hollywood je hatte.
Die Story von SHANGHAI EXPRESS ist im Endeffekt purer Kitsch, eine klassische Romanze vor dem Hintergrund des chinesischen Bürgerkriegs und sicher keine Geschichte, die den Zuschauer großartig fesseln könnte. Es ist tatsächlich die Art der Inszenierung, die SHANGHAI EXPRESS zu etwas Besonderem macht. Von Kameramann Lee Garmes in teils atemberaubend schönen Bildern fotografiert, wickelt SHANGHAI EXPRESS den Zuschauer ebenso um seinen Finger, wie es die wunderschöne und - insbesondere zur damaligen Zeit - mit einem alles andere als moralisch einwandfreien Ruf ausgestattete Protagonistin mit ihren Mitreisenden tut. Marlene Dietrich umgibt in diesem Film eine Aura, eine fast mystische und auch ungemein erotische Ausstrahlung, der man sich als Zuschauer unmöglich entziehen kann. Nur knapp 80 Minuten dauert die Reise im Shanghai Express, die selbstverständlich in einem erlösenden Happy End endet. Man hätte sich als Zuschauer gerne noch weitaus länger mit Marlene Dietrich in dieses Zugabteil gesetzt.
Ob dieser Film übrigens wenige Jahre später noch so gedreht hätte werden können? Ich wage es zu bezweifeln. Der 1934 installierte Production Code hätte eine Prostituierte als Identifikationsfigur und Heldin in einem Spielfilm sicher nicht zugelassen.

CLIP:


Josef von Sternberg Marlene Dietrich 1930er Oscar Winner Oscar Nominee Femme fatale Rache Pre Code


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EHEMÄNNER UND EHEFRAUEN


EHEMÄNNER UND EHEFRAUEN EHEMÄNNER UND EHEFRAUEN (DVD: Columbia TriStar, Deutschland)
(OT: Husbands and Wives | USA 1992 | Regie: Woody Allen)

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Woody Allen wirft einen tragikomischen Blick auf Beziehungen im Allgemeinen und die Institution Ehe im Besonderen. Mit einmal mehr ausgesprochen geschliffenen und pointierten Dialogen konfrontiert Allen den Zuschauer dabei mit einem ziemlich ernüchternden Bild menschlichen Beziehungsverhaltens. HUSBANDS AND WIVES ist eine intensive und ernste Angelegenheit, der typische Allen-Humor tritt nur selten zu Tage und so wirklich etwas zu Lachen gibt es in HUSBANDS AND WIVES eigentlich zu keinem Zeitpunkt. Auch Allens Inszenierungsstil verstärkt die Ernsthaftigkeit des Themas. HUSBAND AND WIVES kommt fast halbdokumentarisch daher, Allen benutzt viele Jump Cuts, einen Erzähler aus dem Off und einen Interviewer, gegenüber dem die verschiedenen Protagonisten diverse Statements abgeben.
Ich persönlich habe mir ein bisschen schwer getan, einen richtigen Zugang zu HUSBAND AND WIVES zu finden. Mir fehlte wohl einfach die sonst - auch bei ernsteren Stoffen - so federleichte Inszenierung Allens. Was natürlich nicht heißen soll, dass HUSBAND AND WIVES ein durchschnittlicher oder gar schlechter Film gewesen ist. Einen solchen zu inszenieren, ist Allen glücklicherweise gar nicht in der Lage.

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Woody Allen Sydney Pollack Mia Farrow Juliette Lewis Liam Neeson 1990er Oscar Nominee New York


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GILDA


GILDA GILDA (DVD: Sony, Deutschland)
(OT: Gilda | USA 1946 | Regie: Charles Vidor)

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In GILDA - einer Mischung aus Drama, Thriller, Romanze und Film Noir - von Regisseur Charles Vidor wird ein kleiner Falschspieler zur rechten Hand eines Casinobosses. Es entwickelt sich eine Männerfreundschaft, die so lange hält, bis eine verführerische Femme Fatale auftaucht und Dinge anfangen, sich zu verkomplizieren.
Der mitunter etwas unlogisch anmutende und vertrackte Plot von GILDA - der sich zudem stellenweise deutlich bei dem wenige Jahre zuvor in die Kinos gekommenen CASABLANCA bedient - ist eher Nebensache und trägt nicht sonderlich viel zum Gelingen des Films bei. GILDA funktioniert praktisch ausschließlich aufgrund des Zusammenspiels seiner drei Hauptdarsteller, aufgrund der mysteriösen und verdammt erotisch aufgeladenen Atmosphäre, die Regisseur Charles Vidor immer wieder kreiert und aufgrund der Tatsache, dass Vidor mit Rita Hayworth eine Schauspielerin in der Rolle der Femme Fatale zur Verfügung hatte, die nicht umsonst zu den unsterblichen Filmgöttinnen Hollywoods gezählt wird. Die Präsenz von Rita Hayworth ist nicht in Worte zu beschreiben, bereits ihre allererste Szene raubt sowohl den Protagonisten des Films als auch dem Zuschauer regelrecht den Atem und ruft diesem überdeutlich und schmerzhaft in Erinnerung, dass es Stars von solchem Format schon viele Jahre einfach nicht mehr gibt. Ihr Gesangsauftritt im letzten Drittel mit dem Song "Put the Blame on Mame" ist legendär und gehört definitiv zu den magischsten Momenten der Filmgeschichte. Wow!

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Charles Vidor Rita Hayworth Glenn Ford 1940er Femme fatale Rache


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ROCK OF AGES (Extended Cut)


ROCK OF AGES (Extended Cut) ROCK OF AGES (Extended Cut) (Blu-ray: Warner, Deutschland)
(OT: Rock of Ages | USA 2012 | Regie: Adam Shankman)

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Adam Shankmans Rock-Musical ist eine lupenreine Liebeserklärung an die 80er Jahre. Der Plot ist dabei extrem simpel gehalten und dürfte auf einen Bierdeckel passen. Es gibt typische Versatzstücke (eine Liebesgeschichte, eine fanatische Kämpferin gegen die "böse" Musik, ein angesagter Club, der vor der Pleite steht, und natürlich ein durchgeknallter Rockstar), die Shankman lose miteinander verbindet und so einen perfekten Film zum Wohlfühlen formt. ROCK OF AGES ist - insbesondere in den Nebenrollen - klasse besetzt. Da geben sich Stars wie Alec Baldwin, Paul Giamatti, Catherine Zeta-Jones und Tom Cruise (letzterer in einer grandiosen Rolle als Rockstar Stacee Jaxx) die Klinke in die Hand und sorgen dafür, dass Shankmans Film zu einem echten Erlebnis wird. Die Neuinterpretationen großer Rockklassiker aus den 80ern sind allesamt gelungen und selbst wenn man die Originale teilweise schon fast nicht mehr hören kann und Songs wie "Here I Go Again" oder "I Can't Fight This Feeling" - laufen sie mal wieder irgendwo im Radio - im Normalfall eher mit einem Stoßseufzer ins Nirvana schicken will, so ertappt man sich doch immer wieder dabei, die hier dargebotenenn Fassungen - und zwar selbst die größten Rockschnulzen - mit einem dicken Grinsen im Gesicht und einem leisen Mitsummen zu begleiten. ROCK OF AGES rockt. Ganz gewaltig sogar!

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Adam Shankman Alec Baldwin Tom Cruise Russell Brand Catherine Zeta-Jones Eli Roth 2010er 80er Jahre


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DUE PER LA STRADA


DUE PER LA STRADA DUE PER LA STRADA (DVD: 20th Century Fox, Italien)
(OT: Two for the Road | Großbritannien 1967 | Regie: Stanley Donen)

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Regisseur Stanley Donen schickt Audrey Hepburn und Albert Finney als Ehepaar in der Krise auf einen Road Trip durch die eigene Vergangenheit. Eine Reise, aus der die beiden am Ende natürlich gestärkt hervorgehen werden.
TWO FOR THE ROAD lebt vor allem von seiner außergewöhnlichen Erzählweise. Donen springt in der Zeit ständig hin und her und zeigt dem Zuschauer so auf wunderbare Art und Weise, wie sich seine beiden Protagonisten über die Jahre verändert haben. Hepburn - die mal wieder absolut großartig ist - und Finney harmonieren bzw. disharmonieren dabei wirklich hervorragend miteinander und haben keinerlei Probleme, den Film praktisch vom Start weg zu zweit “alleine“ zu tragen. Einfach wunderschön fotografiert von Kameramann Charles Lang und mit einem tollen Score von Henry Mancini versehen, ist Donens Mischung aus Drama und Komödie ein echtes Erlebnis und exakt das, was man sich gemeinhin unter einem Feel-Good-Movie so vorstellt. Schade nur, dass TWO FOR THE ROAD relativ unbekannt zu sein scheint. In der IMDB hat der Film bis heute nicht mal 6.000 Bewertungen bekommen (Donens Klassiker CHARADE kommt im Vergleich dazu auf über 30.000 Votes). Der Streifen hätte es definitiv verdient, von einem größeren Publikum (wieder-)entdeckt zu werden. Es lohnt sich.

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Stanley Donen Audrey Hepburn Jacqueline Bisset 1960er Oscar Nominee


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PARIS - WHEN IT SIZZLES


PARIS - WHEN IT SIZZLES PARIS - WHEN IT SIZZLES (DVD: Paramount, USA)
(OT: Paris - When It Sizzles | USA 1964 | Regie: Richard Quine)

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Regisseur Richard Quine hat mit PARIS - WHEN IT SIZZLES eine ausgesprochen nette Film-im-Film-Komödie gedreht, die auf amüsante Art und Weise die Traumfabrik Hollywood parodiert. Ein Autor mit Schreibblockade muss gemeinsam mit seiner neuen Assistentin innerhalb von 3 Tagen das Drehbuch zu einem Film fertigstellen. Die beiden ungleichen Charaktere schwelgen dabei in den wildesten Fantasien und kommen sich langsam aber sicher näher.
Richard Quine und sein Drehbuchautor George Axelrod zitieren und parodieren in PARIS - WHEN IT SIZZLES eifrig Klassiker (CASABLANCA, DRACULA, THE WOLF MAN u.a.) und versuchen gleichzeitig mit ihren geschliffenen Dialogen und einigen - für eine große Studioproduktion der damaligen Zeit durchaus gewagten - Szenen den Anfang der 60er Jahre immer noch bestehenden Hays Code zu torpedieren. William Holden und Audrey Hepburn harmonieren dabei ganz vorzüglich, Paris ist als Schauplatz ideal gewählt und für Cameo-Auftritte und kleinere Nebenrollen konnten Quine und Axelrod, die den Film auch gemeinsam produzierten, Stars wie Marlene Dietrich und Tony Curtis verpflichten.
Eigentlich alles im grünen Bereich und doch fehlt PARIS - WHEN IT SIZZLES dieses gewisse Etwas, das aus einem guten Film am Ende des Tages einen sehr guten Film macht. Den Zauber manch anderer Hepburn-Klassiker wie insbesondere CHARADE oder BREAKFAST AT TIFFANY'S kann PARIS - WHEN IT SIZZLES leider nicht wirklich versprühen (was vielleicht auch einfach daran liegen mag, dass William Holden halt doch kein Cary Grant ist) und so ist Quines Streifen letztendlich "nur" gute und solide Unterhaltung, die dem Zuschauer 2 kurzweilige Stunden beschert.

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Richard Quine Audrey Hepburn William Holden Tony Curtis Marlene Dietrich Frank Sinatra 1960er Paris


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HABEN SIE DAS VON DEN MORGANS GEHÖRT?


HABEN SIE DAS VON DEN MORGANS GEHÖRT? HABEN SIE DAS VON DEN MORGANS GEHÖRT? (Blu-ray: Sony, Deutschland)
(OT: Did You Hear About the Morgans? | USA 2009 | Regie: Marc Lawrence)

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3 Monate ist es nun her, dass die erfolgreiche Maklerin Meryl Morgan (Sarah Jessica Parker) ihren Ehemann, den Anwalt Paul (Hugh Grant), wegen eines Seitensprungs verlassen hat. Als die beiden Streithähne jedoch zufällig Zeuge eines Mordes werden, gehört die Trennungsphase ganz schnell der Vergangenheit an. Die Morgans werden ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen und von New York in die Pampa verfrachtet. Meryl und Paul bleibt nichts anderes übrig, als miteinander auszukommen und so langsam aber sicher, kommt sich das Paar tatsächlich wieder näher…

Ich mag das Genre der “Romantic Comedy“ immer mehr. Weil es einfach wie kein anderes Genre zur harmlosen Berieselung geeignet ist. Und da mir nach stressigen Arbeitstagen - die sich im letzten halben Jahr leider extrem gehäuft haben und die über kurz oder lang leider auch dazu führen werden, dass ich dieses kleine Filmtagebuch, dessen Aktualiät nun schon mehrere Monate hinterherhinkt, leider Gottes aufgeben muss - der Sinn nach leichter Unterhaltung steht und ich mich standhaft weigere, mich den Programmformaten des deutschen Privatfernsehens hinzugeben, lege ich immer häufiger einen Film wie Haben Sie das von den Morgans gehört? in den Player und kann tatsächlich meinen Spaß mit Streifen dieser Art haben.
Auch wenn Haben Sie das von den Morgans gehört? mit seiner absolut hanebüchenen, an den Haaren herbeigezogenen und extrem konstruiert wirkenden Geschichte natürlich meilenweit davon entfernt ist, ein guter Film zu sein, fühlte ich mich von Regisseur Marc Lawrence und seinem Film doch einigermaßen gut unterhalten. Und irgendwie macht dieser bescheuerte Plot Haben Sie das von den Morgans gehört? auch schon wieder sympathisch. Denn zumindest hat Lawrence versucht, seinen den Genrekonventionen folgenden Storyverlauf zum sicheren Happy End mal mit einem anderen Weg zu gehen. Außerdem haben sich auch einige nette Gags in dem Streifen versteckt und die Tatsache, dass der großartige Sam Elliott hier mitspielt, rechtfertigt allein die Sichtung des Films.

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Marc Lawrence Sarah Jessica Parker Hugh Grant Sam Elliott 2000er New York


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KISSING GIRLS


KISSING GIRLS KISSING GIRLS (DVD: Wicked Pictures, USA)
(OT: Kissing Girls | USA 2008 | Regie: Michael Raven)

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Werbetexterin Zoe (Jessica Drake) ist nach diversen Beziehungsenttäuschungen einfach nur noch frustriert und sehnt sich nach dem Partner fürs Leben. Angestachelt von ihrer Kollegin Becky (August) antwortet sie auf eine Internetanzeige und trifft so auf die faszinierende Moonbeam (Dana DeArmond). Und obwohl sich Zoe nie ernsthaft mit dem Gedanken einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft beschäftigt hat, muss sie schon bald erkennen, dass sie in Moonbeam tatsächlich eine Art Seelenverwandte gefunden zu haben scheint…

Regisseur Michael Raven hat sich für Kissing Girls deutlich von der Indie-Produktion Kissing Jessica von Regisseur Charles Herman-Wurmfeld aus dem Jahr 2001 inspirieren lassen, dabei jedoch versucht, einen eigenen Film zu drehen und nicht nur ein typisches Porno-Rip-Off. Und das ist ihm tatsächlich ziemlich gut gelungen. Bedenkt man insbesondere die Tatsache, dass Kissing Girls nicht zu den hoch budgetierten Feature-Produktionen aus dem Hause Wicked Pictures gehört, sondern ganz offensichtlich mit einem extrem schmalen Budget auskommen musste, ist diese Mischung aus Drama, Romanze und Komödie sogar überraschend gut gelungen. Kissing Girls würde durchaus auch ohne die Sexszenen als “normaler“ Film funktionieren und genau das ist es ja, was ich persönlich mir von Feature-Produktionen dieser Art erwarte. Die Handlung des Films dient nicht nur als reines Füllmaterial zwischen den HC-Sequenzen, die darstellerischen Leistungen sind für eine HC-Produktion absolut in Ordnung und die eingestreuten Gags sind tatsächlich auch als solche zu identifizieren. Wer seinen Schweinskram gerne in einer Geschichte eingebettet hat und vom simplen Gonzo-Film genauso angeödet ist wie ich, macht mit einer Produktion wie Kissing Girls sicher nichts falsch.

Michael Raven Jessica Drake 2000er female nudity


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WHATEVER WORKS - LIEBE SICH WER KANN


WHATEVER WORKS - LIEBE SICH WER KANN WHATEVER WORKS - LIEBE SICH WER KANN (Blu-ray: Universum/Senator, Deutschland)
(OT: Whatever Works | Frankreich/USA 2009 | Regie: Woody Allen)

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Als das gealterte und ausgesprochen zynische Physiker-Genie Boris Yellnikoff (Larry David) eines Abends vor seiner New Yorker Wohnung von der jungen Ausreißerin Melody (Evan Rachel Wood) angesprochen und gebeten wird, der jungen Frau für eine Nacht Obdach zu gewähren, sagt Boris widerwärtig zu, nicht ahnend, dass es nicht bei dieser einen Nacht bleiben wird und erst recht nicht ahnend, dass Melody schon bald sein ganzes Leben gehörig umkrempeln wird…

Nach einigen Filmen in Europa macht Woody Allen mit Whatever Works einen Abstecher zurück in seine Heimatstadt und große Liebe New York und fügt seiner an Höhepunkten nun wahrlich nicht armen Filmographie ein weiteres Highlight hinzu. In Whatever Works dreht sich mal wieder alles - wie bei so vielen anderen Filmen von Allen - um die Irrungen und Wirrungen der Liebe, die Beziehung eines älteren Mannes zu einer weitaus jüngeren Frau und den Zufall des Augenblicks. Im Mittelpunkt dieser herrlich komischen Geschichte steht ein typischer Allen-Charakter, nämlich der gealterte Physiker Boris Yellnikoff - eine doch irgendwie liebenswerte Mischung aus Genie, Zyniker, Pessimist, Hypochonder und Misanthrop - in dessen Leben eine junge und naive Ausreißerin tritt und dieses gehörig auf den Kopf stellt. Allen, der diese Rolle in der Vergangenheit selbst schon unzählige Male gespielt hat, steht in Whatever Works ausnahmsweise mal nicht selbst vor der Kamera, die männliche Hauptrolle hat Seinfeld-Erfinder Larry David übernommen und der macht seine Sache richtig gut. David feuert die pointierten, sarkastischen und herrlich schwarzhumorigen Dialogzeilen aus Allens Feder gnadenlos ab und im wunderbaren Zusammenspiel mit seinen bestens aufgelegten Co-Stars wie Evan Rachel Wood, Patricia Clarkson und Ed Begley Jr. entsteht so ein Film, der beim geneigten Allen-Aficionado über die komplette Laufzeit des Streifens ein fettes Grinsen ins Gesicht zaubert. Grandios!

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Woody Allen Evan Rachel Wood 2000er New York


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LOVE & OTHER DRUGS - NEBENWIRKUNGEN INKLUSIVE


LOVE & OTHER DRUGS - NEBENWIRKUNGEN INKLUSIVE LOVE & OTHER DRUGS - NEBENWIRKUNGEN INKLUSIVE (Blu-ray: 20th Century Fox, Deutschland)
(OT: Love and Other Drugs | USA 2010 | Regie: Edward Zwick)

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Pharmavertreter Jamie Randall (Jake Gyllenhaal) ist ein Frauenheld wie er im Buche steht. Die Damenwelt liegt ihm zu Füßen, Jamie versteht es ausnahmslos jede Frau um den Finger zu wickeln und ein One Night Stand reiht sich an den nächsten. Doch sein Lotterleben ändert sich schlagartig, als er die attraktive Maggie (Anne Hathaway) kennenlernt, eine junge Parkinson-Patientin, für die Jamie echte Gefühle entwickelt, die an ihm jedoch offensichtlich nur in sexueller Hinsicht interessiert ist und keinerlei Interesse an einer Beziehung zu haben scheint…

Was einem der Verleih als weitere, romantische Komödie verkaufen will, entpuppt sich dann doch als eher ernstere Angelegenheit. Love and Other Drugs ist zwar sicher romantisch, so wirklich komisch ist Zwicks Drama rund um den charismatischen Frauenhelden und Pharmavertreter Jamie Randall (Jake Gyllenhaal) und dessen Beziehung zur jungen Parkinsonpatientin Maggie (Anne Hathaway) allerdings nicht geraten. Stoffe wie dieser neigen ja durchaus dazu, im Kitsch zu versinken und beim Zuschauer auf die Tränendrüse zu drücken. Regisseur Edward Zwick lässt es glücklicherweise nie so weit kommen. Das liegt zum einen am wirklich überzeugenden und glaubwürdigen Schauspiel von Jake Gyllenhaal und Anne Hathaway, zum anderen auch an der Tatsache, dass Edward Zwick seinen Zuschauer eher zum Nachdenken und weniger zum Heulen animieren will und Love and Other Drugs dabei trotz aller Ernsthaftigkeit über die komplette Laufzeit eigentlich mit einer gewissen Leichtigkeit und Gelassenheit in der Inszenierung daherkommt. Nur selten merkt man dem Film an, dass er vielleicht doch darauf abzielen könnte, einer Jury zu gefallen um den einen oder anderen Filmpreis abzräumen. Dann wirkt Love and Other Drugs mitunter etwas konstruiert, verliert für kurze Zeit seine Leichtigkeit und wirkt unglaubwürdig. Ein Makel, über den man in meinen Augen aber hinweg sehen kann. Geklappt hat es mit den größeren Preisen am Ende dann ja auch nicht, wobei Gyllenhaal und Hathaway zumindest Nominierungen bei den Golden Globes einheimsen konnten.

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Edward Zwick Anne Hathaway Jake Gyllenhall 2010er female nudity 90er Jahre


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FREMD FISCHEN


FREMD FISCHEN FREMD FISCHEN (Blu-ray: Tobis/Universal, Deutschland)
(OT: Something Borrowed | USA 2011 | Regie: Luke Greenfield)

Infos zum Film:
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Während ihres Studiums war die jetzige Rechtsanwältin Rachel (Ginnifer Goodwin) unsterblich in den attraktiven Dex (Colin Egglesfield) verliebt, traute sich aber nie, ihm ihre Liebe zu gestehen. Nun, Jahre später, tritt Dex erneut in Rachels Leben - dummerweise in der Rolle des Verlobten ihrer besten Freundin Darcy (Kate Hudson) - und Rachel muss erkennen, dass sich an ihren Gefühlen zu Dex bis heute nichts geändert hat…

Ich stehe dem Genre der “Romantic Comedy“ - kurz RomCom - ja schon immer recht wohlwollend gegenüber, doch was Regisseur Luke Greenfield mit Fremd fischen verzapft hat, war dann sogar mir zuviel des Guten. Der Streifen bestätigt wirklich jedes Vorurteil, das man gegenüber Filmen dieser Art so haben kann, reiht Klischee an Klischee und verbreitet über die komplette Laufzeit ausschließlich gähnende Langeweile. Nicht einmal die von mir eigentlich immer gern gesehene Kate Hudson kann hier groß was retten. Fremd fischen ist biederster Durchschnitt, ohne jeglichen Drive und ohne auch nur im Ansatz interessante Figuren. Die Story ist schon fast zum Davonlaufen egal und der vorhandene Humor - wenn man ihn denn überhaupt so bezeichnen will - ruft nicht mal das eine oder andere Schmunzeln hervor. Fremd fischen ist so belanglos, dass man sich nicht mal mehr über ihn aufregen mag. Ein Film zum Vergessen. Jedes weitere Wort erübrigt sich.

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Luke Greenfield Kate Hudson 2010er New York


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CRAZY, STUPID, LOVE.


CRAZY, STUPID, LOVE. CRAZY, STUPID, LOVE. (Blu-ray: Warner, Deutschland)
(OT: Crazy, Stupid, Love. | USA 2011 | Regie: Glenn Ficarra/John Requa)

Infos zum Film:
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Als Cal Weaver (Steve Carell) nach vielen Ehejahren von seiner Frau Emily (Julianne Moore) mit der Tatsache konfrontiert wird, dass sie ihn betrogen hat und sich von ihm scheiden lassen will, bricht für den gehörnten Ehemann eine Welt zusammen. Um sich seine Männlichkeit zu beweisen, beschließt Cal letztendlich, ein neues Leben zu beginnen und startet klägliche Versuche, in Bars Frauen anzusprechen. Dabei lernt er eines Tages den Frauenhelden Jacob Palmer (Ryan Gosling) kennen und der fast den Entschluss, Cal unter seine Fittiche zu nehmen und aus ihm einen neuen und insbesondere bei Frauen erfolgreichen Menschen zu machen…

Je älter ich werde, desto mehr liebe ich Filme wie Crazy, Stupid, Love., romantische Komödien - die ja bei vielen gerne als Hassobjekt Nr. 1 dienen -, die es verstehen, den Zuschauer auf ungemein erfrischende und charmante Art und Weise zwei schöne Stunden zu bescheren. Und Crazy, Stupid, Love. von den beiden Regisseuren Glenn Ficarra und John Requa kann man getrost als absolutes Highlight innerhalb des Genres betrachten. Natürlich gibt es auch hier wieder das obligatorische Happy Ending am Schluss und in dieser Hinsicht bietet Crazy, Stupid, Love. - wie fast alle seiner Genrekollegen - keinerlei Überraschungen. Aber darum geht es in meinen Augen auch gar nicht. Viel wichtiger bei solchen Filmen ist für mich persönlich der Weg, der zum Happy End führt und der ist hier verdammt abwechslungsreich geraten, mit einigen netten Wendungen ausgestattet und zu keiner Zeit in irgendeiner Weise langweilig. Crazy, Stupid, Love. bietet eine Vielzahl interessanter und insbesondere auch glaubwürdiger Charaktere, intelligenten Humor und einige unvergessliche Szenen. Allein diese einfach nur saukomische Sequenz im Garten im letzten Drittel des Films ist einer dieser Momente für die Ewigkeit. Besetzt ist der Streifen mit Schauspielern wie Steve Carell, Ryan Gosling, Emma Stone ( :love: ), Julianne Moore, Kevin Bacon und Marisa Tomei einfach nur großartig und der Soundtrack des Films ist wirklich allererste Sahne und hat einen großen Anteil daran, dass man Crazy, Stupid, Love. einfach nur als rundum gelungen bezeichnen kann. Klasse!

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Glenn Ficarra John Requa Steve Carell Julianne Moore Ryan Gosling Emma Stone Kevin Bacon 2010er Los Angeles


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TRUE BLOOD: SEASON 4


TRUE BLOOD: SEASON 4 TRUE BLOOD: SEASON 4 (Blu-ray: HBO/Warner, Deutschland)
(OT: True Blood: Season 4 | USA 2011 | Idee: Alan Ball)

Infos zur Serie:
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Während Sookie Stackhouse (Anna Paquin) gefühlsmäßig zwischen den beiden Vampiren Bill Compton (Stephen Moyer) und Eric Northman (Alexander Skarsgård) hin- und hergerissen ist, muss sich Bill in seiner Eigenschaft als neuer Vampirkönig mit einem gefährlichen Gegner auseinandersetzen, der eine große Gefahr für alle Vampire darstellt. Denn die vom Geist einer vor vielen Jahrhunderten durch Vampire zu Tode gekommenen Hexe besessenen Marnie Stonebrook (Fiona Shaw) scheint eine Möglichkeit gefunden zu haben, sämtliche Vampire auszurotten…

In der vierten Staffel nimmt sich True Blood eine kleine Auszeit. An die hohe Qualität der ersten drei Staffeln kommt Season Nr. 4 leider nie heran. Das liegt zum einen an der Tatsache, dass die Hexen als Gegner für die Vampire bei weitem nicht so interessant rüberkommen wie es die Widersacher in den Staffeln zuvor waren, zum anderen an dem Fakt, dass es dem Team rund um Macher Alan Ball leider nicht gelungen ist, die ganz große Stärke der Vorgängerstaffeln - nämlich keinerlei uninteressanten Charaktere oder Subplots in die große Rahmenhandlung einzubetten - auch in diese vierte Season herüberzuretten. Hier gibt es leider einige Nebenhandlungen, die einem als Zuschauer ziemlich am Allerwertesten vorbeigehen und bei denen man froh ist, wenn sie möglichst wenig Screentime abbekommen. Und wenn dann auch noch die Haupthandlung etwas schwächer ausgefallen ist, wirkt sich das nicht gerade positiv auf das Sehvergnügen aus. Außerdem muss ich leider feststellen, dass sich True Blood langsam aber sicher immer mehr zu einer Twilight-Variante mit Blut und Titten - der Härtegrad ist auch in Staffel Nr. 4 wieder recht ordentlich (auch wenn die vorherigen Staffeln in dieser Hinsicht fast noch etwas mehr Schauwerte geboten haben) und in splitternackten Frauenkörpern scheint diese Season fast zu versinken - zu entwickeln scheint. Das ständige Rumgeeiere zwischen Sookie, Bill und Eric birgt extrem hohes Nervpotential und ich kann nur hoffen, dass dieser Twilight-Einschlag in den noch folgenden Staffeln nicht noch mehr überhand nimmt.

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Alan Ball Anna Paquin Evan Rachel Wood 2010er female nudity Vampir Rache


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CAN'T HARDLY WAIT


CAN'T HARDLY WAIT CAN'T HARDLY WAIT (Blu-ray: Sony, USA)
(OT: Can't Hardly Wait | USA 1998 | Regie: Harry Elfont/Deborah Kaplan)

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Nach dem letzten Schultag und dem Überreichen der Abschlusszeugnisse wartet auf die Schüler der Abschlussklasse von 1998 eine riesige Party, die so manche große Hoffnung erfüllen soll. Preston (Ethan Embry) hat beispielsweise erfahren, dass Amanda (Jennifer Love Hewitt), das Mädchen seiner Träume, endlich wieder solo ist und setzt alles daran, bei ihr zu landen. Kenny (Seth Green) rückt mit einem riesigen Kondomvorrat an und hofft, auf der Party endlich seine Jungfräulichkeit zu verlieren und der Streber William (Charlie Korsmo) möchte sich bei der Sportskanone Mike (Peter Facinelli) für alle Demütigungen der letzten Jahre rächen…

Der große Erfolg, den American Pie im Jahr 1999 hatte, blieb dem ziemlich genau 1 Jahr zuvor in den Kinos gestarteten Can't Hardly Wait seltsamerweise verwehrt. Sonst würde man heute wohl von diesem Film als den Auslöser der neuen Teenie-Film-Welle sprechen. In Can't Hardly Wait dreht sich alles um einen Jahrgang von Highschool-Absolventen, die nun kurz vor dem Eintritt ins College stehen und es auf einer riesigen Fete noch mal so richtig krachen lassen wollen. Natürlich ist hier praktisch jedes Klischee des Teenie-Films vertreten - egal ob es sich nun um die handelnden Charaktere oder die Entwicklung des Plots handelt - und umso schöner ist es zu sehen, dass es den beiden Regisseuren und Drehbuchautoren Harry Elfont und Deborah Kaplan trotz all dieser Klischees dennoch gelungen ist, dem Zuschauer interessante Figuren zu präsentieren. In Can't Hardly Wait stapfen keine seelenlosen Hüllen durch die Gegend, Elfont und Kaplan nehmen ihre Protagonisten ernst und finden in der ganzen Partystimmung, die in Can't Hardly Wait den Ton angibt, immer wieder Platz für ruhigere und nachdenklichere Zwischentöne. Can't Hardly Wait ist mit seiner gelungenen Mischung aus Ernst und Komik und seiner wundervollen Atmosphäre, die er über weite Strecken seiner Laufzeit verbreitet, praktisch so etwas wie die definitive Hommage an das Kino des John Hughes aus den 80er Jahren. Der Soundtrack des Streifens ist allererste Sahne und die Besetzungsliste ist ein "Who Is Who" der zum damaligen Zeitpunkt aufstrebenden Jungstars. In größeren und kleineren Rollen tummeln sich Schauspieler/innen wie Jennifer Love Hewitt, Ethan Embry, Seth Green, Lauren Ambrose, Chris Owen, Breckin Meyer, Eric Balfour, Clea DuVall, Selma Blair, Freddy Rodríguez, Jaime Pressly und viele andere mehr.

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Harry Elfont Deborah Kaplan Jennifer Love Hewitt Freddy Rodríguez Jason Segel Selma Blair 1990er Rache


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MIGHTY APHRODITE


MIGHTY APHRODITE MIGHTY APHRODITE (DVD: Miramax/Buena Vista, Großbritannien)
(OT: Mighty Aphrodite | USA 1995 | Regie: Woody Allen)

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Max (Jimmy McQuaid), der Adoptivsohn von Sportjournalist Lenny (Woody Allen) und dessen Ehefrau Amanda (Helena Bonham Carter), stellt sich als kleines Genie heraus und Lenny spürt in sich langsam das dringende Bedürfnis aufkommen, nach der leiblichen Mutter seines Sohnes zu suchen. Und diese Suche ist auch relativ schnell von Erfolg gekrönt und führt zu dem zunächst ausgesprochen ernüchternden Ergebnis, dass es sich bei der leiblichen Mutter um die Prostituierte Linda Ash (Mira Sorvino) handelt. Doch Lenny möchte die junge Frau dennoch näher kennenlernen und stellt dadurch sein Leben komplett auf den Kopf...

Woody Allen, der hier mal wieder als Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller zu Gange war, ist als hibbeliger Neurotiker zum wiederholten Male absolut in seinem Element. Mighty Aphrodite bietet all das, was man sich von einem Allen-Film erwarten kann. Der in New York spielende Streifen ist federleicht inszeniert, bei den herrlichen Dialogen regieren der Wortwitz und die Ironie und Woody Allen und Mira Sorvino - die für ihre Darbietung übrigens mit einem Oscar ausgezeichnet wurde - ergänzen sich als komplett ungleiches Paar wirklich hervorragend und harmonieren ganz vorzüglich miteinander. Und auch diese Inszenierung in Form einer griechischen Tragödie incl. dem dazugehörigem Chor hat mir wirklich ausgesprochen gut gefallen. Mighty Aphrodite macht über die komplette Laufzeit einen riesigen Spaß und sorgt einmal mehr für dieses wohlige Gefühl in der Magengegend. Aber irgendwie bin ich das von Woody Allen ja mittlerweile schon gewohnt. Ich habe noch keinen wirklich schlechten Film von ihm gesehen.

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Woody Allen Helena Bonham Carter Peter Weller 1990er Oscar Winner Oscar Nominee New York


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SPETTERS


SPETTERS SPETTERS (DVD: MGM, Großbritannien)
(OT: Spetters | Niederlande 1980 | Regie: Paul Verhoeven)

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Motocross-Rennen sind die große Leidenschaft der drei Freunde Rien (Hans van Tongeren), Eef (Toon Agterberg) und Hans (Maarten Spanjer), die in den trostlosen Außenbezirken von Rotterdam aufgewachsen sind und davon träumen, eine ähnliche Karriere im Motocross-Sport hinzulegen wie ihr großes Idol Gerrit Witkamp (Rutger Hauer). Als eines Tages die verführerische Fientje (Renée Soutendijk) mit ihrer mobilen Imbissbude in das Leben der drei Freunde tritt und jedem von ihnen gehörig den Kopf verdreht, wird dadurch auch die Freundschaft von Rien, Eef und Hans auf harte Proben gestellt...

Spetters ist einer der letzten Filme, die Paul Verhoeven in seiner niederländischen Heimat gedreht hat, und erzählt die Geschichte von drei in den Außenbezirken von Rotterdam lebenden Freunden, die von einer Karriere im Motocross-Sport träumen. Diese Träume werden allerdings relativ schnell von der knallharten Realität eingeholt und so hat jeder von ihnen mit gewissen Schicksalsschlägen zum kämpfen. Und obwohl weder die drei männlichen Hauptcharaktere noch die von Renée Soutendijk gespielte Fientje aufgrund ihrer Taten und ihres Verhaltens so wirklich als Identifikationsfiguren taugen mögen, schafft es Verhoeven doch, beim Zuschauer Mitgefühl für seine Figuren zu wecken. Man leidet - insbesondere mit Rien und Hans, aber auch mit dem kriminellen Eef und der durchtriebenen Fientje - regelrecht mit und würde sich wünschen, dass wirklich jeder von ihnen ein Happy End spendiert bekommt. Dass dem nicht so sein wird, ist jedoch relativ schnell klar. Der Ton in Verhoevens Coming-of-Age-Drama ist relativ rauh und die Atmosphäre doch ziemlich unterkühlt. Verhoeven wählt drastische Bilder um dem Zuschauer seine Geschichte zu erzählen und insbesondere die expliziten Sexszenen dürften damals sicher für den einen oder anderen Skandal gesorgt haben. Spetters verlangt dem Zuschauer einiges ab und ist definitiv kein Film, bei dem sich während der Sichtung ein Gefühl des Wohlfühlens einstellen kann. Sehenswert!

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Paul Verhoeven Rutger Hauer 1980er female nudity Femme fatale


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ROOM IN ROME


ROOM IN ROME ROOM IN ROME (Blu-ray: Capelight, Deutschland)
(OT: Habitación en Roma | Spanien 2010 | Regie: Julio Medem)

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Die selbstbewusste Spanierin Alba (Elena Anaya) und die etwas zurückhaltende Russin Natasha (Natasha Yarovenko) haben sich gerade erst an ihrem jeweils letzten Abend in Rom kennengelernt, einen gemeinsamen Abend in einer Bar verbracht und befinden sich nun leicht alkoholisiert auf dem Rückweg in ihr jeweiliges Hotel. Doch bevor sich ihre Wege endgültig trennen, gelingt es der lesbischen Alba die kurz vor ihrer Hochzeit stehende Natasha zu überreden, mit ihr eine gemeinsame Nacht zu verbringen. Unsicher folgt Natasha Alba in ihr Zimmer und lässt sich auf ein Abenteuer ein, welches das Leben beider Frauen für immer verändern wird…

Das Genre des erotischen Films ist ja auch irgendwie nicht totzukriegen. Alle heilige Zeit kommt dann doch immer mal wieder ein neuer Streifen heraus, der zumindest auf den ersten Blick einigermaßen interessant und vielversprechend aussieht. So auch Room in Rome vom spanischen Regisseur Julio Medem, der sich zielsicher in der Ecke der anspruchsvolleren Filme des Genres platzieren will. Wobei sich der erotische Film aus der Schmuddelecke ja ohnehin schon längst verabschiedet - da finden sich nur noch schnell gedrehte Billigproduktionen für das Spätprogramm der Privatsender - und eher das Arthouse-Publikum als sein neues Zielpublikum ins Auge gefasst hat. So entledigen sich in Room in Rome die beiden Protagonistinnen dann auch nicht nur ihrer Kleider, sondern insbesondere auch ihrer Sorgen und Ängste und lassen in ihren ausführlichen Gesprächen einen tiefen Einblick in ihr Seelenleben zu. Dem herkömmlichen Striptease folgt sozusagen der Seelenstriptease. So wirklich gelungen ist Regisseur Julio Medem dieser anspruchsvolle Teil des Films jedoch nicht. Und das liegt vor allem daran, dass Medem es in meinen Augen nicht geschafft hat, beim Zuschauer echtes Interesse für seine beiden Figuren zu wecken. Es ist sowieso immer ziemlich problematisch, wenn ein Film nur von ganz wenigen Figuren getragen werden soll und wenn man als Zuschauer dann keinerlei Zugang zu diesen Figuren findet, wirkt sich das nicht unbedingt positiv auf das Seherlebnis aus. Dieser offensichtlichen Schwäche steht die visuelle Kraft von Room in Rome glücklicherweise gegenüber. Medems Film sieht einfach atemberaubend gut aus. Die vorhandenen Erotikszenen sind wirklich ausgesprochen ansprechend und erotisch umgesetzt und überhaupt verwöhnt Kameramann Alex Catalán das Auge des Zuschauers mit so einigen wunderschönen Einstellungen. Insbesondere an dieser letzten Kamerafahrt - nachdem die beiden Hauptfiguren das Hotelzimmer am Morgen verlassen, fährt die Kamera langsam durch das leere Zimmer über den Balkon hinaus und verharrt dort in Vogelperspektive mit dem Blick auf die Straße bis die beiden Protagonistinnen diese betreten - habe ich regelrecht meinen Narren gefressen. Eine dieser Szenen für die Ewigkeit. Und solche Szenen sind es dann halt am Ende auch, die die Schwächen in der Figurenzeichnung und Charakterentwicklung fast vergessen machen und dafür sorgen, dass Room in Rome am Ende des Tages dann doch positiv in Erinnerung bleibt.

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Julio Medem 2010er female nudity Rom


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FREUNDE MIT GEWISSEN VORZÜGEN


FREUNDE MIT GEWISSEN VORZÜGEN FREUNDE MIT GEWISSEN VORZÜGEN (Blu-ray: Sony, Deutschland)
(OT: Friends with Benefits | USA 2011 | Regie: Will Gluck)

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Der aus Kalifornien stammende Dylan Harper (Justin Timberlake) schaut sich auf Initiative der Headhunterin Jamie Rellis (Mila Kunis) einen ausgesprochen attraktiven Job in New York etwas näher an. Als Dylan das Jobangebot letztlich annimmt und sich in New York niederlässt, entwickelt sich zwischen ihm und Jamie relativ schnell eine sexuelle Beziehung auf rein freundschaftlicher Basis und ohne weitere Verpflichtungen eingehen zu müssen. Darüber sind sich beide absolut einig, zumindest zunächst...

Vor dem Hintergrund, dass Regisseur Will Gluck ein Jahr zuvor den grandiosen Einfach zu haben gemacht hat, ist Freunde mit gewissen Vorzügen ziemlich "gewöhnlich" ausgefallen. Vom hintergründigen Witz eines Einfach zu haben ist hier leider nicht sonderlich viel übrig geblieben. Allzu tragisch ist das jedoch nicht, denn auch Freunde mit gewissen Vorzügen hat seine Stärken. Die liegen zwar sicher nicht in einer überraschenden Story mit einem unvorhersehbaren Ende - schließlich handelt es sich hier um eine waschechte RomCom und da sollte man schon während der Credits wissen, wie die Geschichte verlaufen und auch letztendlich enden wird -, dafür aber definitiv im Zusammenspiel der beiden Hauptdarsteller, die wirklich ganz wunderbar miteinander harmonieren. Mila Kunis ist einfach unglaublich süß und warum Justin Timberlake vielerorts zu extrem negativ gesehen wird, kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Ich mochte ihn in Alpha Dog, ich mochte ihn in The Social Network, ich mochte ihn in In Time und ich mochte ihn auch in diesem Film. Es macht einfach Spaß, die von Mila Kunis und Justin Timberlake gespielten Charaktere in ihrem Beziehungschaos zu begleiten. Bei Filmen wie diesem hier ist im Endeffekt der Weg das Ziel und dieser Weg ist hier ausgesprochen witzig und verdammt sexy ausgefallen, kurzweilig inszeniert und sogar mit dem einen oder anderen erinnerungswürdigen Moment ausgestattet. Toll die Flash-Mob-Sequenzen, ganz vorzüglich die Musikauswahl des Soundtracks und Fernweh verursachend der Handlungsort New York. Kino zum Wohlfühlen. Nicht mehr und auch nicht weniger. Und im Vergleich mit dem thematisch sehr ähnlichem und auch ziemlich unterhaltsamen Freundschaft Plus von Regisseur Ivan Reitman, in dem sich Natalie Portman und Ashton Kutcher auf das Experiment “Sex ohne Verpflichtungen“ eingelassen haben, hat Freunde mit gewissen Vorzügen eindeutig die Nase vorn.

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Will Gluck Justin Timberlake Mila Kunis Emma Stone Woody Harrelson Jason Segel 2010er New York Los Angeles


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THE LAST AMERICAN VIRGIN


THE LAST AMERICAN VIRGIN THE LAST AMERICAN VIRGIN (DVD: MGM, USA)
(OT: The Last American Virgin | USA 1982 | Regie: Boaz Davidson)

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Gary (Lawrence Monoson), Rick (Steve Antin) und David (Joe Rubbo) sind beste Freunde und haben insbesondere Frauen und sexuelle Abenteuer im Kopf. Während insbesondere Rick immer wieder bei den Mädchen landen kann, hat der schüchterne Gary kein großes Glück im Umgang mit dem weiblichen Geschlecht. Als Rick schließlich mit der hübschen Karen (Diane Franklin) seine neueste Eroberung präsentiert, wird die Freundschaft zwischen Gary und Rick auf eine harte Probe gestellt. Denn Gary ist schon seit längerer Zeit heimlich in Karen verliebt...

Benny, Momo und Johnny heißen jetzt Gary, Rick und David, die Handlung wurde aus dem Israel der 50er Jahre in die USA der 80er Jahre verlegt und anstelle eines 50er-Jahre-Rock’n’Roll-Soundtracks von Little Richard, Paul Anka, Jerry Lee Lewis & Co. gibt es nun Hits der 80er von The Police, The Cars, REO Speedwagon, Blondie, Journey & Co. als musikalische Untermalung. Ansonsten hält sich Regisseur Boaz Davidson mit seinem Eis am Stiel-Remake fast schon penibel genau an seine eigene Vorlage. Eine großartige Eigenständigkeit ist praktisch nicht erkennbar, die Ereignisse des Originals wurden - wenn überhaupt - dann nur ganz leicht abgeändert. Aufgrund dieser Tatsache drängt sich ein Vergleich mit dem Original natürlich noch mehr auf als es sich ohnehin schon aufgrund der Remake-Problematik aufdrängen würde und aus diesem Vergleich geht The Last American Virgin dann doch sehr eindeutig als zweiter Sieger hervor. Dem Film fehlt vor allem die Ernsthaftigkeit, die sich in Eis am Stiel - trotz allen Klamauks - durch den ganzen Film gezogen hatte und so wirkt insbesondere das dramatische Schlussdrittel nach dem bunten Treiben zuvor fast wie ein Fremdkörper. Außerdem halten die drei Hauptdarsteller Lawrence Monoson, Steve Antin und Joe Rubbo einen Vergleich mit Yftach Katzur, Jonathan Sagall und Zachi Noy einfach nicht stand und Hauptdarstellerin Diane Franklin in der Rolle der von Gary und Rick gleichermaßen begehrten Karen hat zwar ein hübsches Gesicht und schöne Brüste, trägt aber halt leider auch eine dieser extrem schrecklichen Frisurverbrechen aus den 80ern spazieren und erreicht in ihrem Spiel nie die Intensität von Anat Atzmon aus dem Originalfilm.
Es lohnt sich allerdings, The Last American Virgin losgelöst vom Original als komplett eigenständigen Film zu betrachten. Denn dann wird man mit einem kurzweiligen und ausgesprochen sehenswerten Prototyp der US-Teenager-Sexkomödie aus den 80ern belohnt. Ähnlich wie der zuvor gesehene Tomboy läuft auch The Last American Virgin vor Schauwerten fast über und verwöhnt den Genrefreund mit einer Vielzahl an gelungenen Gags und jeder Menge nackter Tatsachen. Der oben schon angesprochene Soundtrack ist zudem pures Gold und trägt viel zum Gelingen des Films bei. Ja, The Last American Virgin rockt ganz gewaltig. Man muss halt einfach nur verdrängen, dass man es mit einem Remake von Eis am Stiel zu tun hat.

TRAILER:


Boaz Davidson 1980er female nudity Cannon Films Remake Teensploitation Sexploitation


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TOMBOY


TOMBOY TOMBOY (DVD: BCI Eclipse, USA)
(OT: Tomboy | USA 1985 | Regie: Herb Freed)

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Sehr zum Leidwesen ihrer besten Freundin Seville (Kristi Somers) interessiert sich die attraktive Tommie (Betsy Russell) nicht im geringsten für Jungs und Klamotten, sondern jobt lieber in einer Kfz-Werkstatt als Automechanikerin. Dies ändert sich jedoch als Tommie den Rennfahrer Randy Starr (Gerard Christopher) kennenlernt und dieser sich tatsächlich für sie zu interessieren scheint...

Ich hab mir schon viel zu lange keinen Film aus der “Crown International“-Library mehr angesehen und es wurde höchste Zeit, dieses Versäumnis nachzuholen. Die Wahl fiel auf Tomboy mit der süßen Betsy Russell - die ja in den letzten Jahren mit ihrer Rolle in den Saw-Filmen ein kleines Comeback feiern konnte - in der Hauptrolle. Und auch Tomboy ist eindeutig als Crown-Film zu identifizieren. Die Handlung in Herb Freeds Mischung aus Komödie und Love Story ist komplett zu vernachlässigen und plätschert im Endeffekt nur so vor sich hin. Das einzige Ziel von Herb Freed dürfte es gewesen sein, in Tomboy möglichst viele entblößte Damenbrüste unterzubringen und so in diesem immer wieder nett anzusehenden Wettstreit mit ähnlichen Konkurrenzprodukten einen der vorderen Plätze zu belegen. Und dieses Ziel darf man definitiv als erreicht betrachten. Tomboy bombardiert den Zuschauer mit Schauwerten und nackten Tatsachen am laufenden Band und hat sich so seinen Platz in der “Nudity Hall of Fame“ definitiv gesichert. Freunde des Teensploitation-Films der 80er Jahre können hier ohne großes Zögern zugreifen. Es lohnt sich. :D

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Herb Freed Betsy Russell 1980er female nudity car chase Crown International Pictures Teensploitation


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DATE NIGHT - GANGSTER FÜR EINE NACHT (Extended Cut)


DATE NIGHT - GANGSTER FÜR EINE NACHT (Extended Cut) DATE NIGHT - GANGSTER FÜR EINE NACHT (Extended Cut) (Blu-ray: 20th Century Fox, Deutschland)
(OT: Date Night | USA 2010 | Regie: Shawn Levy)

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Eigentlich wollten die in New Jersey lebenden Ehegatten Phil (Steve Carell) und Claire Foster (Tina Fey) nur einen Abend in einem der angesagtesten Lokale in New York verbringen. Doch endlich dort angekommen, stellt sich heraus, dass es ohne wochenlange Vorausreservierung keine Möglichkeit zu geben scheint, einen Tisch zu bekommen. Die Fosters werden an die Bar vertröstet und als Phil dort mitbekommt, wie ein Paar mit dem Nachnamen Tripplehorn wegen seines reservierten Tisches ausgerufen wird und sich nicht meldet, greift er zu einer Notlüge. Phil gibt sich und Claire kurzerhand als die Tripplehorns aus und nun scheint dem gelungenen Abend tatsächlich nichts mehr im Wege zu stehen. Doch die kleine Notlüge erweist sich als fataler Fehler und für Phil und Claire beginnt schon kurz nachdem sie an ihrem Tisch Platz genommen haben eine Nacht, die sie nicht mehr so schnell vergessen werden...

Date Night hatte bei mir allein schon wegen seiner Ausgangssituation von vornherein einen sprichwörtlichen Stein im Brett. Seit ich in den 80ern Kopfüber in die Nacht von Regisseur John Landis gesehen habe, liebe ich Filme, in denen sich die Charaktere durch eine nächtliche Metropole schlagen müssen und dabei von einer Katastrophe in die nächste schlittern. Glücklicherweise werden Streifen dieser Art in schöner Regelmäßigkeit immer wieder gedreht und bis jetzt hat mich selten einer enttäuscht.
Auch Date Night stellt da keine Ausnahme dar. In Shawn Levys unterhaltsamer Mischung aus Action, Krimi, Komödie und Love Story geraten Steve Carell und Tina Fey als gelangweiltes Ehepaar wegen einer kleinen Schwindelei in das Abenteuer ihres Lebens und bringen so die etwas eingeschlafene Beziehung wieder in Schwung. Carell und Fey harmonieren dabei ganz vorzüglich miteinander und machen Date Night zu einem echten Erlebnis. Die Balance zwischen komischen und spannenden Sequenzen passt perfekt, Date Night ist wirklich verdammt lustig ausgefallen, besticht durch jede Menge Wortwitz, erzählt eine durchaus spannende Geschichte und hat nebenbei noch eine der coolsten Autoverfolgungsjagden der jüngeren Kinovergangenheit zu bieten. Und wer sich hier alles in kleineren und größeren Nebenrollen tummelt ist der absolute Hammer. So sind beispielsweise Mark Wahlberg, Mark Ruffalo, James Franco, Mila Kunis, Ray Liotta und William Fichtner mit von der Partie. Das nächtliche New York ist als Schauplatz natürlich perfekt geeignet und in seinen besten Momenten wandelt Date Night mit seinem gelungenen Genremix sogar fast auf den Spuren von Filmen wie den oben schon genannten Kopfüber in die Nacht von John Landis oder Die Zeit nach Mitternacht von Martin Scorsese. Klasse!

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Shawn Levy Steve Carell Mark Wahlberg Mark Ruffalo Mila Kunis Ray Liotta 2010er car chase New York


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ALLES ERLAUBT - EINE WOCHE OHNE REGLEN (Extended Cut)


ALLES ERLAUBT - EINE WOCHE OHNE REGLEN (Extended Cut) ALLES ERLAUBT - EINE WOCHE OHNE REGLEN (Extended Cut) (Blu-ray: Warner, Deutschland)
(OT: Hall Pass | USA 2011 | Regie: Bobby Farrelly/Peter Farrelly)

Infos zum Film:
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Um ihre Eheprobleme zu lösen greifen die beiden Freundinnen Maggie (Jenna Fischer) und Grace (Christina Applegate) zu drastischen Maßnahmen. Sie geben ihren Männern Rick (Owen Wilson) und Fred (Jason Sudeikis), die sich ständig nach jedem Rockzipfel umdrehen und - sobald sie meinen, sie seien unbeobachtet - über Sex mit anderen Frauen fantasieren, eine Woche Urlaub von der Ehe. Während Maggie und Grace mit den Kindern wegfahren sollen sich Rick und Fred ohne jegliche Konsequenzen eine Woche lang komplett austoben. Doch die theoretischen Möglichkeiten, die sich den beiden Schwerenötern somit offenbaren, lassen sich in der Praxis nur schwer umsetzen...

Die Zeit, in der mir die Farrelly-Brüder mit Filmen wie Dumm und dümmer oder Verrückt nach Mary noch Magenkrämpfe vor lauter Lachanfällen verursacht haben, ist wohl definitiv vorbei. Wenn man es nicht wüsste, dass auch Alles erlaubt - Eine Woche ohne Regeln von den Farrellys stammt, man würde es nicht wirklich merken. Nur in wenigen vereinzelten Szenen lugt der derbe Gross-Out-Humor früherer Filme noch um die Ecke, ansonsten ist Alles erlaubt - Eine Woche ohne Regeln nicht mehr und nicht weniger als eine weitere, nett anzusehende und kurzweilige Komödie. Ein Film aus einer mittlerweile schon fast unüberschaubaren Masse an ähnlich gestrickten Streifen der letzten Jahre. Ein paar hübsche Gags, eine harmlose Story, ein paar bekannte Gesichter, ein eingängiger Soundtrack, ein bisschen nackte Haut und eine positive Botschaft am Ende. Cineastisches Fast Food, perfekt geeignet um sich einfach nur unbeschwert unterhalten und berieseln zu lassen. Tut niemandem weh und verschwindet garantiert nach kurzer Zeit wieder aus dem Gedächtnis. Ich lass mich von solchen Filmen ja immer wieder gerne einlullen und scheine - insbesondere nach nervigen und stressigen Arbeitstagen - wirklich ein besonderes Faible für so seelenlosen Kram zu haben.

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Bobby Farrelly Peter Farrelly Owen Wilson Christina Applegate Alyssa Milano 2010er female nudity





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