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One Night Stands und wahre Liebe


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NUDE ON THE MOON


NUDE ON THE MOON (DVD: Something Weird Video, USA)
(OT: Nude on the Moon | USA 1961 | Regie: Raymond Phelan/Doris Wishman)

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Infos zum Film: IMDB | OFDB


Der ehrgeizige Wissenschaftler Dr. Jeff Huntley (Lester Brown) arbeitet gemeinsam mit seinem Mentor Professor Nichols (William Mayer) daran, eine Rakete zu entwickeln um damit zum Mond zu fliegen. Aufgrund einer unerwarteten Finanzspritze können die beiden ihr Werk tatsächlich vollenden und den Mondflug angehen. Auf dem Mond gelandet, entdecken sie nach kurzer Zeit eine Art Nudistencamp...

Willkommen in der Welt des Nudie-Films der frühen 60er Jahre und willkommen in der Welt der Unglaublichkeiten. Nude on the Moon ist wieder mal ein herrlich bescheuertes Beispiel für die Anstrengungen von Filmemachern, ein bisschen nackte Haut - an der Zensur vorbei - auf die Leinwände zu zaubern. Zwei Wissenschaftler organisieren praktisch im Alleingang in einer selbst gebauten Rakete einen Flug zum Mond und entdecken dort ein Nudistencamp. Ja, auf so einen Plot muss man erst mal kommen. Während die Vorbereitung und der Mondflug selbst herrlich bescheuert und einfach nur saukomisch ausgefallen sind (es sind Kleinigkeiten, die zwangsläufig zu einem fetten Grinsen beim Zuschauer führen müssen, wie z.B. die Tatsache, dass sich die beiden Wissenschaftler, nebeneinander in der Rakete sitzend, über Funkgeräte miteinander verständigen), wird es spätestens nach der Landung auf dem Mond einfach nur noch absurd und bedauerlicherweise nur noch schwer zu ertragen. Nackte Mondbewohner hüpfen planlos durch die Gegend und werden dabei von den beiden Forschern - natürlich unter streng wissenschaftlichen Gesichtspunkten - beobachtet. So geht das dann praktisch bis zum Filmende und dass sich dabei jede Menge Längen einschleichen, dürfte wohl niemanden verwundern. Nach einem sehr sympathischen und verdammt komischen ersten Drittel, wird es mit fortschreitender Laufzeit leider immer schwieriger, den Film durchzustehen. Aber da habe ich schon ganz andere Härtefälle in den letzten Jahren überstanden. Verantwortlich für den ganzen Blödsinn zeichnete sich übrigens Regisseurin Doris Wishman, die mit Nudie-Filmchen ihre Karriere startete und wenige Jahre später das Genrepublikum mit dem einen oder anderen Sexploitation-Kracher verwöhnen sollte.

CLIP:


Doris Wishman Raymond Phelan 1960er female nudity Sexploitation Nudie Cutie


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MODESTY BLAISE


MODESTY BLAISE (DVD: 20th Century Fox, USA)
(OT: Modesty Blaise | Großbritannien 1966 | Regie: Joseph Losey)

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Infos zum Film: IMDB | OFDB


Um Ölförderrechte zu verlängern ist die britische Regierung bereit, einem Scheich Diamanten im Wert von 50 Millionen Pfund zu überlassen. Doch die geplante Übergabe scheint unter keinem guten Stern zu stehen, denn Gerüchten zufolge hat der berüchtigte Diamantenräuber Gabriel (Dirk Bogarde) bereits seine Fühler nach den Diamanten ausgestreckt. Die mit allen Wassern gewaschene Superagentin Modesty Blaise (Monica Vitti) soll nun verhindern, dass Gabriel seinen Plan durchführen kann...

Irgendwo zwischen Agentenfilm, Abenteuerstreifen, Krimi, Komödie und Trash bewegt sich Modesty Blaise, eine weibliche James-Bond-Variante aus dem Jahr 1966. Der Streifen ist in allererster Linie ein Fest für die Augen, über die dürftige und auch nicht immer den Grenzen der Logik folgende Handlung muss und sollte man sich vielleicht auch besser keine großartigen Gedanken machen. Modesty Blaise ist bunt, kunterbunt sogar, und punktet mit tollen Settings, Kulissen und Kostümen, komplett überzeichneten Charakteren und einem namhaften Cast - Monica Vitti, Terence Stamp, Dirk Bogarde - der sich scheinbar komplett dazu verpflichtet hat, ein gnadenloses Overacting zu betreiben. Dazu gesellt sich noch ein herrlich grooviger Sixties-Score und fertig ist die Wundertüte. Lediglich ein bisschen arg lang geraten ist der mit einer stattlichen Laufzeit von gut 2 Stunden ausgestattete Streifen. Denn um diese adäquat zu füllen reichen die vorhandenen Schauwerte leider nicht wirklich aus und so machte sich doch zum einen oder anderen Zeitpunkt ein bisschen Langeweile breit. Ansonsten aber wirklich äußerst nett anzusehen und für Genrefreunde sicher einen Blick wert.

TRAILER:


Joseph Losey 1960er


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SUPERMEN DÖNÜYOR


SUPERMEN DÖNÜYOR (DVD: Onar Films, Griechenland)
(OT: Süpermen dönüyor | Türkei 1979 | Regie: Kunt Tulgar)

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Infos zum Film: IMDB | OFDB


Völlig unerwartet muss sich der unscheinbare Tayfun (Tayfun Demir) damit auseinandersetzen, dass er gar kein Mensch ist, sondern von einem fernen Planeten stammt und unter der Sonne der Erde über übermächtige Kräfte verfügt. Aus Tayfun wird Süpermen...

Wie kann man die Seherfahrung von Karate, Küsse, blonde Katzen noch toppen? Indem man gleich im Anschluss die türkische Variante von Superman einlegt. Was für ein Double Feature! Süpermen Dönüyor ist Guerilla-Filmmaking allererster Güte. Trash in Reinform, den man - ein entsprechendes Faible für Filme dieser Art vorausgesetzt - einfach in sein Herz schließen muss. Hier hatte wohl so gut wie keiner der Beteiligten einen wirklich Plan bzw. eine Strategie von dem, was da vor oder hinter der Kamera getan werden muss, dafür dürften aber alle der Beteiligten einen riesigen Spaß bei der Verwirklichung dieses filmischen Gesamtkunstwerks gehabt haben. Die Story wurde vom US-Vorbild geklaut, ebenso der Score, welcher aus Williams' original Superman-Score und verschiedenen anderen, insbesondere aus Bond-Filmen stammenden Musikstücken besteht, sämtliche Darsteller überzeugen durch ein absolut extremes Overacting und über Sets, Ausstattung oder Effekte legen wir lieber mal den Deckmantel des Schweigens. Muss man gesehen haben, um es zu glauben und wer nach der Sichtung diesen unglaublich sympathischen und kindlich-naiven Blödsinn nicht in sein Herz schließen kann, hat wohl ein Herz aus Stein.

TRAILER:


Kunt Tulgar 1970er Turksploitation


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BOARDINGHOUSE


:deepshit: BOARDINGHOUSE :deepshit: (DVD: CMV Laservision, Deutschland)
(OT: Boardinghouse | USA 1982 | Regie: John Wintergate)

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Jim Royce (John Wintergate) erwirbt ein Haus, in dem schon immer unheimliche Kräfte gewirkt haben und sieht nach seinem Einzug diese finsteren Kräfte zu neuem Leben erweckt...

Ich schaue nun schon fast seit einem 1/4 Jahrhundert Filme. Ich hab in dieser Zeit wahrscheinlich schon Tausende gesehen und da war wirklich auch verdammt viel Müll dabei. BoardingHouse schlägt dem berühmten Fass allerdings tatsächlich den Boden aus. Ich habe noch nie so einen beschissenen Film gesehen wie diesen hier. Im Vergleich mit diesem Streifen werden Bethmann & Co. schon fast zu ernsthaften Oscar-Kandidaten. Ein Film, der sich nicht mal im Vollsuff ertragen lässt. Hier ist wirklich alles unterirdisch. Die komplett untalentierten Darsteller, die "Story", der ganze Look des Films (jeder auf Video gedrehte Hinterhofporno sieht wahrscheinlich ansprechender aus als dieser Streifen), die "Effekte", der einfach nur nervige Synthie-Score, usw. Da trifft auch der Spruch "so schlecht, dass er schon fast wieder gut ist" nicht zu. BoardingHouse ist das beschissenste Stück Film, welches ich je ertragen musste. Bevor ich mir diesen Streifen nochmals anschaue, lasse ich mich lieber einsperren und gebe mir Trash-TV der Marke Bauer sucht Frau 24 Stunden am Stück. Und wenn ich irgendwelche TV-Formate wirklich von ganzem Herzen hasse, dann sind es die, die RTL auf seine Zuschauer loslässt.

John Wintergate 1980er female nudity


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SHE-MAN


SHE-MAN (DVD: Something Weird Video, USA)
(OT: She-Man | USA 1967 | Regie: Bob Clark)

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Infos zum Film: IMDB | OFDB


Der Ex-Soldat Albert Rose (Leslie Marlowe) wird von der mysteriösen Dominita (Dorian Wayne) entführt, erpresst und dazu gezwungen, sein Leben fortan als Bediensteter seiner Kidnapperin zu verbringen - in Frauenkleidern…

Und wieder ein Ausflug ins Land der Obskuritäten. She-Man von Regisseur Bob Clark - übrigens ein Wunder, dass der nach diesem Streifen, bei dem er auch für das Drehbuch mitverantwortlich war, jemals wieder einen Job im Filmbusiness bekommen hat und dann doch noch den einen oder anderen "ansehnlichen" Film (Black Christmas, Porky's, Turk 182!) drehen konnte - ist so unglaublich schlecht, dass es schon wieder eine wahre Freude ist, sich diesen gerade mal gut 60 Minuten langen Streifen anzusehen. Schon die Story - ein Soldat wird von einem Transsexuellen entführt, erpresst und dazu gezwungen, diesem fortan in Frauenkleidern zu dienen - spottet jeder Beschreibung, ein Budget war ebenso wenig vorhanden wie auch nur ein einziger, halbwegs talentierter Schauspieler und über die lachhafte Auflösung dieses ganzen Blödsinns legen wir lieber den Deckmantel des Schweigens. Getarnt ist dieser komplett bescheuerte Exploiter übrigens als Aufklärungsfilm über sexuelle Störungen. Zu Beginn erscheint ein angeblicher Wissenschaftler im Bild, der den Zuschauern eine Geschichte über Transsexualität erzählen will.
Schön ist auf jeden Fall die Tatsache, dass dank Labels wie Something Weird Video auch solche filmischen Unglaublichkeiten für die Nachwelt erhalten bleiben. Auch wenn ich selbst wahrscheinlich zu einer absoluten Minderheit gehöre, die sich für so einen Unfug immer wieder begeistern kann.

Bob Clark 1960er Roughie Sexploitation


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INVASION OF THE STAR CREATURES


INVASION OF THE STAR CREATURES (DVD: MGM, USA)
(OT: Invasion of the Star Creatures | USA 1963 | Regie: Bruno VeSota)

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Die beiden tolpatschigen Soldaten Philbrick (Robert Ball) und Penn (Frankie Ray) stoßen bei der Untersuchung einer geheimnisvollen Höhle auf zwei wunderschöne und äußerst knapp bekleidete Frauen (Gloria Victor und Dolores Reed). Wie sich herausstellt, handelt es sich bei den Frauen um Forscher von einem fremden Planeten, welche sich ausgerechnet die Erde für eine Übernahme durch ihre außerirdische Rasse ausgesucht haben. Nun liegt es an Philbrick und Penn, die Menschheit zu retten...

Was für ein herrlich alberner Blödsinn. Im Gegensatz zu manch anderem Science-Fiction-Film aus der damaligen Zeit, nimmt sich Bruno VeSotas Invasion of the Star Creatures zu keinem Moment ernst und ist zu jedem Zeitpunkt als lupenreine Komödie zu erkennen. Slapstickeinlagen, bescheuerte Dialoge, abstruse Situationen - die knapp 70 Minuten haben so einiges an Heiterkeit zu bieten. Höhepunkt dieses teilweise schon fast debil anmutenden Kuriositätenkabinetts sind allerdings die von den beiden Außeriridischen gezüchteten Pflanzenmonster - Menschen in langen Unterhosen, mit seltsamen "Masken" auf dem Kopf und Tischtennisbällen, die als Augen dienen. Grandios!

TRAILER:


Bruno VeSota 1960er American International Alien


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3 DEV ADAM


3 DEV ADAM (DVD: Onar Films, Griechenland)
(OT: 3 dev adam | Türkei 1973 | Regie: T. Fikret Uçak)

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Captain America (Aytekin Akkaya) und Santo (Yavuz Selekman) begeben sich nach Istanbul um die dortige Polizei auf der Jagd nach einer gefährlichen Gangsterbande zu unterstützen…

Meine erste Begegnung mit dem türkischen Exploitation-Kino. Und was für eine! 3 dev adam ist eine Wundertüte allererster Kajüte. Über die Handlung sollte man zwar lieber den Deckmantel des Schweigens legen, aber die ist in diesem wirklich unglaublichen Sammelsurium voller Kuriositäten sowieso zweitrangig. Ein noch höherer Trash-Faktor ist wohl fast nicht mehr möglich. Die Kostüme, die Settings, die "Schauspieler", die Story, die Kampf- und Actioneinlagen - das ist alles so komplett überdreht, dass wirklich jedem Trash- und Exploitation-Liebhaber das Herz aufgehen dürfte. Meine Kinnlade ist noch immer heruntergeklappt. Unglaublich, wirklich einfach unglaublich!

TRAILER:


1970er T. Fikret Uçak Turksploitation


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PLEASE DON'T EAT MY MOTHER!


PLEASE DON'T EAT MY MOTHER (DVD: Something Weird Video, USA)
(OT: Please Don't Eat My Mother | USA 1973 | Regie: Carl Monson)

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Infos zum Film: IMDB | OFDB


Henry Fudd (Buck Kartalian) wohnt auch im mittleren Alter noch immer bei seiner Mutter und vertreibt sich seine Freizeit in erster Linie damit, Pärchen im öffentlichen Park mit seinem Fernglas beim Liebesspiel zu beobachten. Als sich Henry eines Tages eine kleine, fleischfressende Topfpflanze zulegt, stellt sich diese als äußerst gesprächig und extrem gefräßig heraus und wächst zudem in einem rasanten Tempo. Insekten und Kleintiere reichen schon bald nicht mehr als Futter aus und so beginnt Henry schließlich damit, die Paare im Park nicht nur zu beobachten, sondern ihnen aufzulauern und sie an seine Pflanze zu verfüttern...

Herrlich, wieder einer dieser Filme aus dem Sexploitation-Kuriositätenkabinett, den man mit eigenen Augen gesehen haben muss um es wirklich fassen zu können was einem hier präsentiert wird. Regisseur Carl Monson liefert hier puren Trash ab und für eine Double-Feature-Vorstellung mit beispielsweise Hollywood Chainsaw Hookers wäre Please Don't Eat My Mother bestens geeignet. Der absolute Knaller ist die Monsterpflanze. Die hätte wohl eine Handvoll Kindergartenkinder besser modellieren können als die Verantwortlichen dieses Films. Je mehr sie wächst, desto lächerlicher sieht sie aus. Großartig auch die Tatsache, dass der Topf, in dem sie sich befindet, bei jedem Wachsen der Pflanze automatisch mitwächst. In die Handlung integriert wurden zahlreiche, teils recht explizite Sexszenen. Irgendwoher muss das Futter für das posierliche Pflänzchen ja schließlich kommen und was eignet sich dafür besser, als junge, nackte Frauen, die den Händen ihrer Liebhaber entrissen wurden. Sieht man mal von den objektiv festzustellenden Schwächen dieses unglaublichen Blödsinns ab, ist die einzige echte und den Spaßfaktor beeinträchtigende Schwäche des Films seine Laufzeit von knapp unter 100 Minuten. Da schleicht sich dann doch immer mal wieder ein bisschen Langeweile ein. 20 Minuten weniger hätten dem Streifen gut getan.

CLIP:


Carl Monson Rene Bond 1970er female nudity Sexploitation


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DON'T GO NEAR THE PARK


DON'T GO NEAR THE PARK DON'T GO NEAR THE PARK (DVD: Dark Sky Films, USA)
(OT: Don't Go Near the Park | USA 1981 | Regie: Lawrence D. Foldes)


Infos zum Film:
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Vor 12.000 Jahren erlangte ein Stamm das Geheimnis des ewigen Lebens durch den Verzehr bestimmter Pflanzen und der Eingeweide junger Menschen. Als die Geschwister Gar (Robert Gribbin) und Tar (Barbara Bain) damit anfangen, auch eigene Stammesabkömmlinge zu töten und deren Eingeweide zu verzehren, werden sie vom Stammesoberhaupt zu ewigem Leben als alte Menschen verflucht. Nur die Tötung eines eigenen, jungfräulichen Abkömmlings während einer ganz bestimmten Mond-Sterne-Konstellation kann diesen Fluch beenden und den Geschwistern ein ewiges Leben als Jünglinge schenken. Im Jahr 1980 soll es soweit sein, doch zuvor muss Gar eine Frau (Linnea Quigley) ehelichen und mit dieser ein Kind zeugen...

Das war eine ziemliche Gurke. Weswegen dieser Langweiler tatsächlich mal auf der Liste der Video Nasties in Großbritannien stand, wird wohl auf alle Ewigkeiten ein Rätsel bleiben. Wahrscheinlich wegen des Kannibalismus-Themas. Gut, ein paar vereinzelte, derbe Goreeffekte sind schon vorhanden, aber ansonsten hat dieser Streifen wirklich so gut wie gar nichts zu bieten. Die Story ist komplett hanebüchener Schwachsinn (nicht nur die phantastische Ausgangssituation, sondern der ganze Verlauf), die Schauspieler durch die Bank mies und Spannung vermisst man über weiteste Strecken genauso wie Atmosphäre. Irgendwann in der Mitte kommt mal für ca. 15 Minuten echte Spannung auf und da hatte ich schon die Hoffnung, dass der Streifen nach sehr mühsamen und zähen Beginn vielleicht doch noch die Kurve kriegen könnte. Aber weit gefehlt, denn nach diesem kurzen Höhepunkt geht es genauso öde und langweilig weiter, wie es ursprünglich angefangen hatte. Don't Go Near the Park ist wirklich unterste Durchschnittsware und keinesfalls weiterzuempfehlen.

TRAILER:


female nudity 1980er Lawrence D. Foldes Linnea Quigley


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HOLLYWOOD CHAINSAW HOOKERS


HOLLYWOOD CHAINSAW HOOKERS (DVD: CMV, Deutschland)
(OT: Hollywood Chainsaw Hookers | USA 1988 | Regie: Fred Olen Ray)

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Infos zum Film: IMDB | OFDB


Der abgehalfterte Privatdetektiv Jack Chandler (Jay Richardson) soll die verschwundene Samantha (Linnea Quigley) finden und stößt dabei auf einen regelrechten Ring von Prostituierten, die ihre Freier mit einer Kettensäge zerteilen...

Regisseur Fred Olen Ray hat mit Hollywood Chainsaw Hookers einen ultimativen Partyfilm gedreht. Mit reichlich Bier und Knabberein dürfte dieser Streifen in illustrer Runde fast unschlagbar sein. Die Mischung aus Film-Noir-Parodie, Komödie und Splatterfilm ist einfach nur herrlich abgedreht, wartet mit einer Vielzahl von verrückten Ideen auf, zeigt ordentlich Haut und auch der Härtefaktor dieses Klamauks ist nicht von schlechten Eltern. Definitiv kein Film für den guten Geschmack und unbedarfte Zuschauer dürften sich wohl ziemlich schnell mit Grauen abwenden. Für mich ist das extrem unterhaltsamer Trash der ersten Güteklasse und Gleichgesinnten möchte ich den Streifen unbedingt ans Herz legen.
Die deutsche DVD von CMV ist übrigens durchaus gelungen und mit dem Film hätte sich das Label fast keinen besseren Auftakt für seine mittlerweile schon ordentliche gewachsene Trash Collection aussuchen können.

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Linnea Quigley Fred Olen Ray 1980er female nudity Los Angeles


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COUNTRY HOOKER


COUNTRY HOOKER (DVD: Something Weird Video, USA)
(OT: Country Hooker | USA 1970 | Regie: Lew Guinn)

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Infos zum Film: IMDB | OFDB


Der singende Zuhälter Mike (Louis Ojena) soll seinen festen, allabendlichen Auftritt in der örtlichen Bar an zwei neue Musiker (Ric Lutze und John Paul Jones) verlieren. Die befinden sich mit ihrem Wohnmobil schon auf dem Weg in die Stadt. Mike setzt kurzerhand zwei seiner Prostituierten (Rene Bond und Sandy Dempsey) auf die beiden Musiker an und hofft, dass diese dadurch nicht pünktlich am Veranstaltungsort erscheinen und der Barbetreiber ihn somit auch weiterhin das Abendprogramm absolvieren lässt. Das Vorhaben gestaltet sich erfolgreich, doch dummerweise verliebt sich eine der Frauen in ihr Opfer und will Mike ihre Dienste fortan nicht mehr zur Verfügung stellen...

Wie wohl Filme dieser Art entstanden sind? Ich stelle mir das in etwa so vor:
Anruf des Drive-In-Betreibers X bei Exploitation-Produzent Harry H. Novak. Es entwickelt sich folgendes Gespräch:
X: "Hi Harry, ich bräuchte mal wieder nen neuen Rausschmeißer für mein Spätprogramm. Handlung ist nicht so wichtig. Vielleicht ein bisschen Gewalt und jede Menge Titten. Das reicht vollkommen. Länger als 70 oder 75 Minuten muss er auch nicht dauern. Hast Du da was für mich?"
Novak: "Gerade nichts auf Halde, aber das lässt sich schnell erledigen. Mehr als sechs Darsteller brauchen wir da sowieso nicht und ein guter Kumpel von mir hatte da vor einiger Zeit eine Idee für einen Film mit einem singenden Zuhälter. Den ruf ich gleich an, dass er ein Drehbuch schreiben soll und frag ihn, ob er nicht auch gleich Regie führen könnte. Der schuldet mir sowieso noch einen Gefallen und so sparen wir uns schon die Gage für einen richtigen Regisseur. An einem Filmset war der glaube ich auch schon mal. Und ein paar Laien-Darsteller sind auch schnell zusammengetrommelt. Wie schnell brauchst Du den fertigen Film?"
X: "In 3 bis 4 Wochen wäre nicht schlecht."
Novak: "Kein Problem, in 14 Tagen hast Du ihn vorliegen. Bis dann."
Ende des Gesprächs.
Ja, so könnte das wohl abgelaufen sein. Country Hooker ist einer dieser typischen kleinen Sexploiter aus dem schier unerschöpflichen Kuriositätenkabinett des amerikanischen Exploitation-, Grindhouse- und Drive-In-Kinos. Der Streifen besteht aus einer Aneinanderreihung ziemlich graphischer Sexszenen, die von dümmlichen Dialogen und schrecklichen Gesangseinlagen unterbrochen werden. Mehr gibt es nicht zu sehen. Eine Handlung ist zwar in gewisser Weise existent, entbehrt aber jeder Logik und Glaubwürdigkeit. Das Finale des Films, in dem ein zuvor geschehener Mord aufgeklärt und bestraft wird, dauert nicht mal eine Minute. Das ist alles so unglaublich, dass man es wirklich selbst gesehen haben muss um es fassen zu können. Unterhaltsam ist das alles zwar weniger, aber mit gerade mal 70 Minuten Laufzeit stellt Country Hooker eine noch hinzunehmende Zeitverschwendung dar. Und irgendwie ist es doch auch schön, dass solche Kuriositäten überhaupt in irgendeiner Form überlebt haben und auch heute noch gesichtet werden können.

Rene Bond Lew Guinn 1970er Hixploitation Sexploitation female nudity


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THE MONSTER OF CAMP SUNSHINE


THE MONSTER OF CAMP SUNSHINE (DVD: Something Weird Video, USA)
(OT: The Monster of Camp Sunshine or How I Learned to Stop Worrying and Love Nature | USA 1964 | Regie: Ferenc Leroget)

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Infos zum Film: IMDB | OFDB


Über Umwege gerät eine Chemikalie, die in der Laborabteilung eines Krankenhauses dafür gesorgt hatte, dass Ratten, die mit ihr in Berührung gekommen waren, eine Krankenschwester angriffen, in einen Fluss in der Nähe eines Nudistencamps. Als der Gärtner des Camps aus dem Fluss einen Schluck Wasser trinkt, wird aus dem zuvor friedliebenden Mann ein mordlustiges Monster. Und ausgerechnet die kurze Zeit zuvor von den Ratten angegriffene Krankenschwester macht sich gemeinsam mit ihrer Freundin auf den Weg in das Camp, um dort ein bisschen auszuspannen...

Ein in den 50er Jahren in New York gefälltes Gerichtsurteil war wohl Auslöser eines in den darauffolgenden Jahren sehr beliebten Untergenres des Exploitation-Films, dem Nudie-Film. Danach durften nackte Menschen nur dann auf der Leinwand präsentiert werden, wenn diese Nacktheit nicht in einem sexuellen Kontext stand. Findige Exploitation-Regisseure begannen damit, Filme in und um Nudistencamps mit größtenteils haarsträubenden Geschichten zu drehen. The Monster of Camp Sunshine ist ein Vertreter genau dieser Welle und wieder mal ein Film aus der Kategorie "Muss man selbst gesehen zu haben um es glauben zu können"! Was Regisseur und Drehbuchautor Ferenc Leroget und seine Darstellerriege hier mit minimalstem Aufwand abliefern ist nichts anderes als purer Trash. Der Film ist wirklich und wahrhaftig so unglaublich schlecht, dass man ihn schon fast wieder als genial bezeichnen kann. Der Unterhaltungswert ist enorm hoch und neben der vollkommen abstrusen Handlung mit einem mehr als lächerlichen Monster, den nett anzusehenden Brüsten der durchaus attraktiven Darstellerinnen und dem naiv-charmanten Versuch in dem ganzen Gedöns noch so etwas wie Gesellschaftskritik (Stichworte: Tierversuche, Umweltverschmutzung) unterzubringen, ist es vor allem das wirklich unglaubliche Finale im Nudistencamp, dass den Film verdammt sehenswert macht. Um die Nudisten vor dem Monster zu retten, springt nämlich nicht nur der verantwortliche Wissenschaftler mit Fallschirm und dem Antiserum im Gepäck aus einem Flugzeug, nein, es wird auch gleich noch das Militär eingeschaltet, was zu ausgiebigen Kampfhandlungen führt, die wohl aus diversen Kriegsfilmen in den Streifen geschnitten wurden. Als das Monster letztendlich besiegt ist und die Darsteller wohl zum Ende einen möglichst betroffenen und schockierten Gesichtsausdruck aufsetzen sollten, tun diese sich ganz offensichtlich extrem schwer damit, ihr Lachen zu unterdrücken. Die hatten beim Dreh sicher genau so großen Spaß wie ich bei der Sichtung des Knallers.

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Ferenc Leroget 1960er female nudity Nudie Cutie


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DOOMSDAY


DOOMSDAY (DVD: Universal, USA)
(OT: Doomsday | Deutschland/Großbritannien/Südafrika/USA 2008 | Regie: Neil Marshall)

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Infos zum Film: IMDB | OFDB


Ein tödlicher und unheilbarer Virus führt dazu, dass Schottland im Jahr 2008 hermetisch abgeriegelt wird. Für die Infizierten gibt es kein Entkommen mehr. Als 25 Jahre später der Virus im überbevölkerten London wieder auftaucht und die Regierung zur gleichen Zeit feststellt, dass in Schottland noch immer Überlebende zu existieren scheinen, wird eine Spezialeinheit um Major Eden Sinclair (Rhona Mitra) nach Schottland geschickt, um einen etwaigen Impfstoff sicherzustellen. Dazu bleiben allerdings nur 48 Stunden Zeit...

Heilige Scheiße, was war das denn bitte? Von Regisseur Neil Marshall hätte ich mir nach dem in meinen Augen richtig guten The Descent doch deutlich mehr erwartet. Ich habe ja beim besten Willen nichts gegen eingebaute Filmzitate und Hommagen an alte Genrebeiträge, aber was sich Marshall hier geleistet hat geht in meinen Augen definitiv nicht mehr als Hommage durch. Sowohl die Handlung als auch einzelne Einstellungen wurden da ungehemmt aus unzähligen Vertretern des phantastischen Films geklaut. Eigenständigkeit ist da nicht mehr wirklich gegeben. Man könnte den Streifen auch Escape from New York Meets Mad Max Meets Lord of the Rings Meets Resident Evil Meets Underworld Meets etc. pp. nennen. Teilweise war ich mir nicht mehr sicher, ob es sich bei Doomsday überhaupt um einen Spielfilm handelt oder ob das nicht vielleicht doch nur das Bewerbungs-Video von Rhona Mitra für Underworld: Rise of the Lycants gewesen ist. Und wie man es im Jahr 2008 immer noch schafft, in eine einzige Verfolgungsjagd so viele Anschlussfehler zu packen, ist auf seine ganze eigene Art und Weise schon irgendwie bemerkenswert. Und dennoch: Einen gewissen Unterhaltungswert kann ich diesem unsäglichen Blödsinn nicht absprechen und im Gegensatz zu ähnlichem filmischen Sondermüll wie 300 möchte ich bei Doomsday weitere Sichtungen in der Zukunft nicht kategorisch ausschließen.

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Malcolm McDowell Rhona Mitra Neil Marshall 2000er female nudity Nahe Zukunft London car chase Dystopie


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THE DEVIL'S SWORD


THE DEVIL'S SWORD (DVD: Mondo Macabro, USA)
(OT: Golok setan | Indonesien 1984 | Regie: Ratno Timoer)

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Infos zum Film: IMDB | OFDB


Ein magisches Schwert soll der abgrundtief bösen Krokodilkönigin zur Weltherrschaft verhelfen. Einzig der ehrenwerte Krieger Mandala (Barry Prima) hat es in der Hand, dieses Schwert vor den Männern der Königin zu bergen und so eine Schreckensherrschaft zu verhindern...

Mir ist während der knapp 100 Minuten dieses Streifens mehr als einmal die Kinnlade sprichwörtlich runtergeklappt. Ratno Timoers wilde Mischung aus Fantasy und Martial Arts ist so unglaublich, man muss es mit eigenen Augen gesehen haben. Die Schauwerte sind exorbitant hoch, die Handlung ist absoluter Blödsinn. Da fungiert ein Felsbrocken als fliegender Teppich, Laserstrahlen schießen aus Handflächen und das titelgebende Schwert funkelt wie eine Discokugel. Da wechseln sich billigste Effekte, lächerliche Masken und Pappkulissen mit verdammt gelungenen und teilweise auch wirklich atmosphärischen Außenaufnahmen ab. Da ist man ständig dem unfassbaren Over-Acting aller Beteiligten ausgesetzt und bekommt plötzlich richtig gut choreographierte Kampfszenen und Splattereffekte der derberen Art geboten. Der Film ist eine einzige Wundertüte und wer auch nur eine klitzekleine Vorliebe für Trash der etwas abstruseren Art hat, muss sich The Devil's Sword einfach ansehen.

TRAILER:


Barry Prima Ratno Timoer 1980er


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DEATH MACHINES


DEATH MACHINES (DVD: Marketing, Deutschland)
(OT: Death Machines | USA 1976 | Regie: Paul Kyriazi)

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Mit Hilfe eines Serums hat die geheimnisvolle Madame Lee (Mari Honjo) drei Männer (Ronald L. Marchini, Michael Chong und Joshua Johnson) in willenlose und fast unverwundbaren Killer verwandelt, mit deren Hilfe sie die Vorherrschaft im Bereich des Auftragsmordes erlangen will. Doch nach einem regelrechten Massaker in einer Karateschule bleibt ein Zeuge (John Lowe) übrig dessen Beseitigung nicht gerade einfach zu sein scheint...

Nach Sichtung dieses Werks bin ich mir sicher, dass der Begriff "Trash" vielerorts - und auch von mir - viel zu inflationär verwendet wird. Denn im Vergleich zu Death Machines haben manch andere Titel, die oft als Trash bezeichnet werden, sicher das Zeug zum Oscar-Kandidaten. Death Machines ist wirklich in eigentlich allen Belangen so unfassbar schlecht, dass man es mit eigenen Augen gesehen haben muss, um es glauben zu können. Das waren so ziemlich die hanebüchenste Story, die miesesten Schauspieler und die am schlechtesten in Szene gesetzten Actionsequenzen, die ich bisher zu Gesicht bekommen habe. Ja, Death Machines ist einer der Filme, die sich die Bezeichnung "Trash" wirklich von der ersten bis zur letzten Sekunde redlich verdient haben. Der Spaßfaktor ist bei diesem Blödsinn natürlich unglaublich hoch und genau aus diesem Grund möchte ich diesen Film auch gerne weiterempfehlen. Ich habe stellenweise Tränen gelacht. Wer ein Herz für filmischen Sondermüll hat, kommt an Death Machines fast nicht vorbei.

TRAILER:


Paul Kyriazi 1970er Crown International Pictures


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STEALTH - UNTER DEM RADAR


STEALTH - UNTER DEM RADAR (DVD: Sony, Deutschland)
(OT: Stealth | USA 2005 | Regie: Rob Cohen)

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Lt. Ben Gannon (Josh Lucas), Lt. Kara Wade (Jessica Biel) und Lt. Henry Purcell (Jamie Foxx) sind die drei fähigsten Piloten der Navy und wurden augewählt, die Tarnkappen-Bomber der nächsten Generation zu fliegen. In vielen Trainingseinheiten zu einer Einheit geformt, muss sich das Trio plötzlich mit einem neuen Partner auseinandersetzen. EDI, ein lernfähiges Computerprogramm, fliegt ein unbemanntes viertes Tarnkappenflugzeug und soll künftig mit dem Trio gemeinsam abheben. Doch nach einem Blitzschlag entwickelt der Neuzugang ein gefährliches Eigenleben und beginnt damit, potentielle Ziele anzugreifen. Nun liegt es an Gannon, Wade und Purcell, den amoklaufenden Computer im Cockpit des High-Tech-Flugzeugs zu stoppen…

Spätestens seit The Fast and the Furious und xXx sollte klar sein, dass man von Regisseur Rob Cohen sicher keine Wunderdinge erwarten darf und man sich eher auf einen weitestgehend sinnfreien Krawall-Streifen einstellen sollte, wenn man eine DVD mit einem Cohen-Film in den Player schiebt. Mit Stealth schießt Cohen aber sprichwörtlich den Vogel ab. Das Subgenre der "Flieger-Action" - wenn ich es mal so bezeichnen darf - lag ja nun doch einige Jahre brach. Seit Top Gun und Der stählerne Adler hat sich nicht mehr wirklich viel getan und Cohen dachte sich wohl, dass man diesem Genre mit einem entsprechenden Werbefilm für das Militär neues Leben einhauchen könnte. Herausgekommen ist ein schier unglaublicher Blödsinn mit einer Story, bei der sich ein Logikfehler an den nächsten reiht und bei dem man sein Gehirn wirklich komplett auf Durchzug schalten muss, um sich nicht komplett verarscht vorzukommen. Natürlich ist auch hier ein gewisser Unterhaltungswert vorhanden und auch die Action-Szenen fand ich - CGI-Einsatz hin oder her - größtenteils durchaus gelungen; wirklich sehenswert macht das den ganzen Käse aber trotzdem nicht.

TRAILER:


Rob Cohen Jessica Biel Jamie Foxx Sam Shepard 2000er


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HUSTLER SQUAD


HUSTLER SQUAD (DVD: BCI/Eclipse, USA)
(OT: Hustler Squad | Philippinen 1976 | Regie: Cesar Gallardo)

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Eine von den Japanern besetzte, philippinische Insel, soll mit Hilfe der US Armee befreit werden. Der Stützpunkt der Japaner ist allerdings so extrem gut bewacht, dass es einfach keine Möglichkeit zu geben scheint, unbemerkt auch nur in die Nähe zu gelangen. Die Ausbildung junger Frauen zu Killern, die dann gemeinsam mit Prostituierten in den japanischen Stützpunkt geschmuggelt werden sollen, scheint der einzige Weg zu sein, die Festung auf der Insel einzunehmen…

Was für eine Story und was für ein Film. Schon klar, dass bei so einer Geschichte fast nur eine absolute Trash-Granate herauskommen kann. Und das ist Hustler Squad wirklich in allen Belangen. Hier ist wirklich alles billig und richtig schön trashig. Der Storyverlauf ist eigentlich ein schlechter Witz, die Schauspieler sind durch die Bank einfach nur grottenschlecht und die vorhandenen Actionszenen entbehren nicht einer gewissen unfreiwilligen Komik. Der Unterhaltungswert ist unter diesen Voraussetzungen natürlich enorm hoch - auch wenn ich mir bei einer solchen Geschichte ein bisschen mehr Schauwerte (d.h. etwas mehr leicht bis gar nicht bekleidete hübsche Damen) gewünscht hätte - und das Finale des Films, in dem mit fast allen potentiellen Sympathieträgern ziemlich rigoros und kompromisslos umgesprungen wird, ist sogar einigermaßen spektakulär geraten. Hartgesottenen Schundliebhabern möchte ich Hustler Squad wirklich gerne ans Herz legen.

Cesar Gallardo 1970er Sexploitation female nudity Crown International Pictures


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TARZAN - HERR DES URWALDS


TARZAN - HERR DES URWALDS (DVD: Warner, Deutschland)
(OT: Tarzan, the Ape Man | USA 1981 | Regie: John Derek)

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Nach dem Tod ihrer Mutter reist Jane Parker (Bo Derek) nach Afrika um dort ihren Vater (Richard Harris), zu dem sie seit ihrer Kindheit keinen Kontakt mehr hatte, aufzusuchen. James Parker ist vom Besuch seiner Tochter und der Tatsache, dass diese ihn auf einer gefährlichen Expedition ins Landesinnere begleiten will, nicht gerade begeistert…

Einem Film, der mit solchen Bildern verzückt, kann man doch gar nicht böse sein:
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Und so muss ich offen zugeben, dass mir diese absolute Trash-Granate aufgrund der nicht wegzudiskutierenden optischen Reize der Hauptdarstellerin verdammt viel Spaß gemacht hat. Über den Rest legen wir lieber den Mantel des Schweigens. Neben dem nahezu perfekten Körper von Bo Derek hat der Film nämlich nicht viel zu bieten. Einzig erwähnenswert ist da noch das herrliche Over-Acting von Richard Harris und die Tatsache, dass Miles O'Keeffe die wohl lächerlichste Tarzan-Besetzung aller Zeiten ist. In seinem Filmdebüt erinnert O'Keeffe mit seinem gestählten Körper eher an ein Mitglied der Chippendales als an einen Urwald-Bewohner und wenn sich bei irgendeiner Verfilmung des Tarzan-Stoffes die Frage stellt, ob der Herr des Urwalds im Besitz eines Rasierapparates ist oder einfach keinen Bartwuchs hat, dann bei dieser hier.

TRAILER:


Bo Derek John Phillip Law John Derek 1980er female nudity Afrika Sexploitation


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DER TEMPEL DES BLUTIGEN GOLDES


DER TEMPEL DES BLUTIGEN GOLDES (DVD: Marketing, Deutschland)
(OT: Yellow Hair and the Fortress of Gold | Spanien/USA 1984 | Regie: Matt Cimber)

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Infos zum Film: IMDB | OFDB


Der Abenteurer Pecos Kid (Ken Roberson) und die Halbindianerin Yellow Hair (Laurene Landon) sind gemeinsam bei Apachen aufgewachsen und haben von ihrer Ziehmutter, einer alten Apachin (Claudia Gravy), vom sagenumwobenen Tempel der Tulapan-Indianer erfahren. Im Inneren des Tempels soll sich ein Goldschatz unfassbaren Ausmaßes befinden. Durch das lose Mundwerk von Pecos Kid bekommt der gierige Colonel Torres (Luis Lorenzo) Wind von dem Gold und versucht mit allen Mitteln, Zugang zu dem Schatz zu bekommen. Dabei schreckt er auch nicht vor Mord zurück wie Pecos Kid und Yellow Hair feststellen müssen, als sie die Leiche ihrer Ziehmutter entdecken...

Erfolgreiche Blockbuster ziehen Plagiate nach sich. Nach dem großen Erfolg des ersten Indiana Jones-Films stand das Abenteuer-Genre hoch im Kurs und im Sog dieser Welle entstand auch diese Trash-Granate von Matt Cimber. Bei dieser kruden Mischung aus Western, Abenteuer, Komödie und Action will aber irgendwie so gar nichts zusammenpassen. Der Storyverlauf ist fern jeder Logik und das Finale - welches sich wohl nur dadurch erklären lässt, dass den Machern das Geld ausgegangen ist - muss man wirklich gesehen haben, um es glauben zu können. Das ist Trash pur und auch die wirklich miesen Darsteller passen wunderbar in dieses ganze Chaos. Ken Roberson als Pecos Kid rennt beispielsweise mit einem ständigen Dauergrinsen durch die Landschaft und die gänzlich untalentierte, dafür aber umso üppiger ausgestattete Laurene Landon in der Rolle der Yellow Hair, die wohl so etwas wie den erotischen Part übernehmen sollte, wurde so ungeschickt eingekleidet und frisiert, dass dieses Ziel vollkommen verfehlt wurde. Der Höhepunkt der Fehlbesetzungen ist jedoch die damals knapp 39-jährige Claudia Gravy in der Rolle der alten Apachin. Da wurde nämlich sogar an der Maske gespart und nicht einmal der Versuch unternommen, die Schauspielerin durch entsprechende Schminke ein bisschen älter aussehen zu lassen. Irgendwie ist das alles ziemlich unglaublich. Ein Film, der so schlecht ist, dass er - und da muss ich ein altes Klischee bemühen - tatsächlich schon irgendwie wieder gut ist. Denn bei allen Mängeln und bei allen Unzulänglichkeiten ist der Streifen aufgrund der unfreiwilligen Komik erstaunlich kurzweilig geraten und hat - das eine oder andere kalte Bier im Kühlschrank vorausgesetzt - einen ziemlich hohen Unterhaltungsfaktor. Man könnte auch sagen: Den sauf ich mir gut! :D

Matt Cimber Aldo Sambrell 1980er Crown International Pictures


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300


300 (DVD: Warner, Deutschland)
(OT: 300 | USA 2007 | Regie: Zack Snyder)

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Infos zum Film: IMDB | OFDB


Um das Volk von Sparta vor der Sklaverei zu bewahren, stellt sich König Leonidas (Gerard Butler) mit nur 300 Kriegern dem übermächtigen persischen Heer von Xerxes (Rodrigo Santoro) entgegen...

Viel Lärm um Nichts. Jetzt hab ich mich auch mal aufgerafft, den vielgeliebten und vielgehassten 300 anzusehen und muss sagen, dass ich weder den Hype noch die erhobenen Zeigefinger so wirklich verstehen kann. Diesen unglaublichen Blödsinn kann man doch beim besten Willen nicht für voll nehmen. Das war purer Trash, verpackt in Hochglanzoptik. Am Anfang konnte ich über den ganzen Schmarrn sogar noch lachen, aber irgendwann stellten sich wegen dieses überstylisierten Looks doch Ermüdungserscheinungen ein. Zudem war der Streifen viel zu langweilig um auf dem Sektor der anspruchslosen Unterhaltung großartig punkten zu können.

TRAILER:


Gerard Butler female nudity Zack Snyder 2000er Antike


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ALPHA CITY


ALPHA CITY (DVD: Marketing, Deutschland)
(OT: Alpha City | Deutschland 1985 | Regie: Eckhart Schmidt)

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Infos zum Film: IMDB | OFDB


Nach einer heißen Liebesnacht mit der schönen Raphaela (Isabelle Willer) reagiert der Klavierspieler Frank (Claude-Oliver Rudolph) extrem eifersüchtig als diese wieder ihrem nächtlichen Job nachgehen will. Raphaela versucht wohlhabende Männer zu verführen und zu einer Teilnahme an illegalen Glücksspielen zu überreden. Während Frank seiner Angebeteten im Berliner Nachtleben auf Schritt und Tritt folgt und ständig für Ärger sorgt, fühlt sich Raphaela immer mehr zu einem geheimnisvollen Fremden (Al Corley) hingezogen...

Mit Der Fan hat Regisseur Schmidt im Jahr 1982 einen ganz passablen Streifen gedreht. Der drei Jahre später entstandene Alpha City erweist sich allerdings als absoluter Rohrkrepierer. Das Machwerk soll wohl so etwas wie einen extrem kühl inszenierten Erotikthriller darstellen, versagt aber auf ganzer Linie. Holprige Inszenierung, uninteressante Story, miserable darstellerische Leistungen und unglaublich bescheuerte Dialoge. Das einzig sehenswerte sind die Titten von Isabelle Willer. Unfassbare Höhepunkte der Peinlichkeiten: Die Knastszene von Claude-Oliver Rudolph und ein Kurzauftritt von Sibylle Rauch (die Älteren werden sich an die Dame erinnern :D ), die - im Hinterzimmer eines Striplokals sitzend - ständig die Worte "Alles was ich wollte ist Liebe" vor sich hinstammelt. :lol:

Sibylle Rauch female nudity Berlin 1980er Eckhart Schmidt


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OPERATION DANCE SENSATION


OPERATION DANCE SENSATION (DVD: Legend/Universum, Deutschland)
(OT: Operation Dance Sensation | Deutschland 2003 | Regie: Thilo Gosejohann)

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Infos zum Film: IMDB | OFDB


Der Kriegsheld, Patriot und Kopfgeldjäger Jackson (Thilo Gosejohann) traut seinen Augen nicht. 20 Jahre nach dem Vietnamkrieg steht er seinem ehemaligen Erzfeind, dem Verräter Atlas (Simon Gosejohann) wieder gegenüber. Der hat mit dem zwielichtigen Zorc (Oliver Piper) eine Discothek in Jacksons Heimatort eröffnet und zieht mit dieser Aktion berechtigterweise das Misstrauen von Jackson auf sich...

Endlich mal ein Amateur-Film der durchaus zu gefallen weiß. Normalerweise haben solche Filme außer einem gewissen Charme, hölzernen Darstellerleistungen und jeder Menge Splattereinlagen nicht viel zu bieten. Hier ist das doch ein bisschen anders. ODS ist nämlich ne wunderbare Persiflage auf die von mir so innig geliebten Actionkracher aus den 80er Jahren. Der Film steckt voller Zitate, unglaublich verrückter Ideen (z.B. die Geburtstagsfeier von Jacksons kleiner Tochter) und unzähligen Albernheiten. Die schauspielerischen Leistungen können sich sehen lassen und einige prominente Gaststars (Anke Engelke, Jasmin Wagner und Bela B., letzterer in einer genialen Parodie auf Rudolf Stefen, den ehemaligen Leiter der BPjS) gibt es auch zu bewundern. Ein Partyfilm der trotz einiger Längen ziemlich viel Laune macht. Und das Finale mit den übergroßen Wummen ist wirklich der absolute Knaller.

TRAILER:


Thilo Gosejohann 2000er


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DIE TODESGÖTTIN DES LIEBESCAMPS


DIE TODESGÖTTIN DES LIEBESCAMPS (DVD: X-Gabu, Deutschland)
(OT: Die Todesgöttin des Liebescamps | Deutschland/Griechenland 1981 | Regie: Christian Anders)

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Infos zum Film: IMDB | OFDB


"Die Göttliche" (Laura Gemser) ist die Anführerin einer religiösen Sekte, welche die freie Liebe propagiert und ständig auf der Suche nach neuen Mitgliedern und großzügigen Spenden ist...

Dieser Film ist so unglaublich, dass man ihn einfach gesehen haben muss. Ich habe mich köstlich amüsiert und zeitweise Tränen gelacht. Selten so etwas absurdes gesehen wie diesen Streifen. Laura Gemser ( :love: ) sitzt nackt auf einem Thron und zitiert Gandhi, ein Muskelprotz mit den schauspielerischen Fähigkeiten eines Fahrrads entsorgt Abtrünnige in einem Felsenloch und der Rest der Camp-Insassen verbringt den größten Teil der Laufzeit damit entweder wild in der Gegend herumzuvögeln oder nackt durchs Bild zu hüpfen und lustige Liebeslieder zu singen. Das ist alles irgendwie unglaublich schlecht und genau aus diesem Grund auch wieder unglaublich gut. Freunde von Trash und Exploitation dürfen sich diese "Perle" des peinlichen Kinos einfach nicht entgehen lassen. Vielleicht einfach ein paar Bierchen dazu trinken und fröhlich mitsingen: "Give Up Your Soul to an Everlasting Love - Love, Love, Love..." :D :P :lol:

CLIP:


Christian Anders Laura Gemser 1980er female nudity Sexploitation


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CONTAMINATION


CONTAMINATION (DVD: Blue Underground, USA)
(OT: Contamination | Deutschland/Italien 1980 | Regie: Luigi Cozzi)

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Infos zum Film: IMDB | OFDB


Im New Yorker Hafen läuft ein verlassenes Schiff mit einer tödlichen Fracht an Bord ein. Große grüne Eier verspritzen Säure und lassen die Brustkörbe ihrer Opfer explodieren. Eine Einheit der Regierung soll mit Unterstützung eines ehemaligen Astronauten das Geheimnis der seltsamen Eier ergründen.

Bei Contamination handelt es sich um einen der vielen italienischen Horrorfilme aus den 70er/80er-Jahren. Bei diesem doch teilweise äußerst unterhaltsamen Exemplar stand augenscheinlich Ridley Scotts Alien Pate. Die grünen Eier erinnern doch sehr an die Kokons aus Alien und auch die platzenden Brustkörbe dürften hinlänglich bekannt sein. Wenn man darüber hinwegsehen kann, dass sich der Handlungsverlauf auf sehr niedrigem Niveau bewegt und sich einfach auf den Film einlässt, erwartet einen ein relativ kurzweiliges Trash-Spektakel mit einigen netten Spezialeffekten.

TRAILER:


Luigi Cozzi 1980er New York Alien




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