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One Night Stands und wahre Liebe


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HERR LEHMANN [älterer Text]


HERR LEHMANN [älterer Text] :love: HERR LEHMANN :love: (DVD: Universal, Deutschland)
(OT: Herr Lehmann | Deutschland 2003 | Regie: Leander Haußmann)


Infos zum Film:
IMDB
OFDB


Frank Lehmann (Christian Ulmen) steht kurz vor seinem 30. Geburtstag, wird von allen seinen Freunden nur “Herr Lehmann“ genannt, arbeitet in einer Kreuzberger Kneipe hinterm Tresen und fühlt sich durchaus wohl in seinem kleinen Mikrokosmos, in dem es eigentlich nur zwei Sorgen gibt: Wie erobert er das Herz der Köchin Katrin (Katja Danowski) und wie gaukelt er seinen Eltern, die sich überraschend zu Besuch angekündigt haben, ein erfolgreiches Leben vor?
Regisseur Leander Haußmann, bekannt wegen seines außerordentlich erfolgreichen aber bestenfalls durchschnittlichen Films SONNENALLEE aus dem Jahr 1999, entführt seine Zuschauer mit HERR LEHMANN in die Berliner Kneipen(sub)kultur des Jahres 1989, präsentiert ihnen eine ganze Reihe von schrulligen und skurrilen Typen und lässt sie teilhaben an deren Leben und Tages- bzw. Nachtabläufen. Haußmann macht dabei glücklicherweise nicht den Fehler, sich über seine Charaktere lustig zu machen, sondern nimmt diese absolut ernst und überzeugt so durch liebevolle und realitätsnahe Figuren- und Charakterzeichnungen. Als Zuschauer vergisst man fast immer wieder, dass man auf dem heimischen Sofa sitzt. Es fühlt sich
streckenweise so an, als säße man mit diesen ganzen Typen zusammen am Tresen, mittendrin der titelgebende Herr Lehmann, der als eine Art Kneipenphilosoph das scheinbar sinnlose Gespräch zur Kunstform erhoben zu haben scheint.
HERR LEHMANN ist eine Hommage an den Kreuzberger Kiez und seine Bewohner, die nie auf die Idee kommen würden, ihren kleinen Mikrokosmos zu verlassen (herrlich illustriert in dieser Szene, in der Lehmanns bester Freund Karl (Detlev Buck), der sich als Hobbykünstler versucht, freudig mitteilt, dass er in Charlottenburg an einer Ausstellung teilnehmen kann und diese Mitteilung von seinen Freunden mit der Frage gekontert wird, ob sie denn da wirklich alle kommen müssen, da Charlottenburg doch so weit weg sei) und die in ihrer Kneipe sitzend sogar fast den Mauerfall verpassen. Er ist eine Liebeserklärung an die ganzen “verlorenen“ Seelen am Tresen, die sich am Ende, nach dem Mauerfall, dann doch mit einer neuen Lebenssituation auseinandersetzen müssen (“Die kommen jetzt alle rüber!“). Ihr Mikrokosmos existiert nicht mehr.
Leander Haußmann erzählt die Geschichte von Herrn Lehmann und seinen Freunden und Bekannten größtenteils auf urkomische, oft aber auch auf nachdenkliche, fast schon melancholische Art und Weise und macht damit alles richtig. HERR LEHMANN ist ganz tolles Kino aus Deutschland. Ein kleiner Film, den man wirklich nur als großartig bezeichnen kann. In all seiner Melancholie und in all seiner Tristesse (die er aufgrund seiner vielen verlorenen Figuren natürlich auch liefert) ist HERR LEHMANN einfach nur wunderschön. Und sowohl Christian Ulmen als auch Detlev Buck sind in ihren Rollen nicht weniger als überragend!

TRAILER:


Leander Haußmann Christian Ulmen Christoph Waltz Detlev Buck Berlin 80er Jahre female nudity 2000er


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FILMSICHTUNGEN - OKTOBER 2014


Nachdem ich mich in den letzten Monaten nur reine Listen gepostet habe, gibt es mal wieder ein paar Texte zu den von mir im Oktober gesehenen Filmen. Die Textreihenfolge entspricht der Sichtungsreihenfolge.

*=keine Erstsichtung


THE CAR (USA 1977, Regie: Elliot Silverstein)

In einer Kleinstadt in Utah treibt ein geheimnisvolles schwarzes Auto sein Unwesen und tötet jeden, der mit ihm in Kontakt gerät. Das etwas andere Monster Movie. Das Monster aus Blech und Stahl ist richtig schön stylish geraten, so wirklich bedrohlich wirkt die schwarze Karre allerdings nicht und echte Spannung kommt eher selten auf. Dafür punktet THE CAR mit einer durchaus kurzweiligen und unterhaltsamen Erzählweise und einem nett anzusehenden Finale.

Rein subjektives Geschmacksurteil: Unterhaltsam!


CHILD'S PLAY (USA 1988, Regie: Tom Holland)*

Der Auftakt zu einem der langlebigsten Horror-Franchises ist ziemlich gut gealtert und kann den Zuschauer auch nach über 25 Jahren noch richtig gut gruseln. Wer prinzipiell Probleme mit Puppen hat und diese creepy findet, dürfte nach Sichtung dieses Films vielleicht ein bisschen schlechter einschlafen als gewohnt.

Rein subjektives Geschmacksurteil: Gut!


CORRUPTION (Großbritannien 1968, Regie: Robert Hartford-Davis)

Peter Cushing spielt einen Chirurgen, der frische Haut junger Damen benötigt, um das aufgrund eines Brandschadens entstellte Gesicht seiner Geliebten wieder herzurichten. Schön schmieriger Grusler aus Großbritannien, der - gemessen an seinem Erscheinungsjahr - erstaunlich zeigefreudig ausgefallen ist. Wer auf britische Horrorkost aus dieser Zeit steht, macht mit CORRUPTION sicherlich nichts falsch. Und Filme aus den 60ern, die - wie dieser hier - mit einer ausgedehnten Partysequenz aufwarten, können gar nicht schlecht sein.

Rein subjektives Geschmacksurteil: Gut!


LÅT DEN RÄTTE KOMMA IN (Schweden 2008, Regie: Tomas Alfredson)

Originelle Mischung aus Coming-of-Age-Drama und Vampirfilm aus dem hohen Norden. Der Film ist zwar zeitweise etwas sperrig geraten, aber die Vielzahl an wunderschön fotografierten Bildern, die melancholische Grundstimmung und die poetische Erzählweise machen diesen kleinen Makel wieder wett. Und das Finale im Schwimmbad ist der Knaller.

Rein subjektives Geschmacksurteil: Gut!


LONG HU DOU (aka The Chinese Boxer) (Hongkong 1970, Regie: Jimmy Wang Yu)

Klassischer Stoff aus der Produktionsschmiede der Shaw Brothers. Ein aufrichtiger Kämpfer setzt sich gegen eine ganze Armee von Schurken zur Wehr damit wieder Ruhe und Frieden in sein Heimatdorf einkehren können. Es geht um Rache, Ehre, Gerechtigkeit und Kung Fu. Die Kampfchoreographien sind - wie man es von den Shaw Brothers gewohnt ist - perfekt in Szene gesetzt und überzeugen - man kennt das aus dem heutigen Kino ja gar nicht mehr so wirklich - insbesondere durch ihre Übersichtlichkeit. Vor allem die Kampfsequenz im Schnee war richtig toll anzusehen.

Rein subjektives Geschmacksurteil: Gut!


THE SAVAGE SEVEN (USA 1968, Regie: Richard Rush)

Arthouse Meets Grindhouse - oder so ähnlich. Eine Bande von Bikern fällt in ein Indianerreservat ein und scheint den Bewohnern zunächst im Kampf gegen einen skrupellosen weißen Geschäftsmann zu helfen. Zumindest so lange bis dieser es schafft, die Biker und die Indianer gegeneinander auszuspielen. Teils betörend schöne Bilder, ein toller Soundtrack und eine Atmosphäre, die irgendwo zwischen grenzenloser Freiheit und unendlicher Melancholie schwankt, scheinen den Zuschauer über weite Strecken des Films regelrecht einlullen zu wollen (das ist nicht negativ gemeint), jedoch nur, um ihn im Finale auf äußerst unsanfte Art wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen.

Rein subjektives Geschmacksurteil: Gut!


HARDBODIES (USA 1984, Regie: Mark Griffiths)

Typische US-Teenie-Komödie aus den 80ern. Regisseur Mark Griffiths bringt es fertig, über knapp 90 Minuten praktisch gar keine Geschichte zu erzählen. HARDBODIES kommt ohne Plot aus, stattdessen reiht Griffiths einen Kalauer an den nächsten und versorgt den Zuschauer mit Schauwerten ohne Ende. Kurzweiliger Unsinn, der zudem mit den absurdesten Mode- und Frisurverbrechen aufwarten kann, die die 80er so zu bieten hatten.

Rein subjektives Geschmackurteil: Spaßig!


LOVELACE (USA 2013, Regie: Rob Epstein/Jeffrey Friedman)

Biopic über DEEP THROAT-Hauptdarstellerin Linda Lovelace und gleichzeitig Portrait einer Zeit, in der Pornographie plötzlich zum Mainstream gehörte. Die Idee, die Geschichte aus zwei verschiedenen Perspektiven zu erzählen, fand ich zwar ganz gut, so etwas wie Tiefe oder Authentizität geht LOVELACE dennoch ab. Dann lieber BOOGIE NIGHTS oder INSIDE DEEP THROAT anschauen. Ach ja, Sharon Stone in der Rolle von Lindas Mutter hätte ich nie im Leben erkannt.

Rein subjektives Geschmackurteil: Ok!


ROLLING THUNDER (USA 1977, Regie: John Flynn)

Extrem ruhig inszeniertes Drama über einen Kriegsveteranen, der sich auf einen persönlichen Rachefeldzug begibt. Das typische Multiplex-Blockbuster-Publikum von heute dürfte von Flynns Film wohl sehr schnell in den Wahnsinn getrieben werden. Hier ist der Weg das Ziel. Es lohnt sich, ihn mitzugehen (und diese letzten 5 Minuten, in denen sich die zuvor angesammelte Spannung entlädt, sind an Intensität kaum zu überbieten). Toller Film!

Rein subjektives Geschmacksurteil: Sehr gut!


HARDBODIES 2 (USA 1986, Regie: Mark Griffiths)

Der Vorgänger war wohl so erfolgreich, dass Regisseur Mark Griffiths 2 Jahre später noch dieses Sequel nachschieben durfte. HARDBODIES 2 kann jedoch rein gar nichts. Hatte der erste Teil zumindest noch Charme und einen ausgesprochen hohen Unterhaltungswert zu bieten, so regieren hier 90 Minuten gepflegte Langeweile. Und die Film-im-Film-Handlung ist ebenso nervig wie bescheuert. Zeitverschwendung.

Rein subjektives Geschmacksurteil: Mies!


NEIGHBORS (USA 2014; Regie: Nicholas Stoller)

Die jungen Eltern Seth Rogen und Rose Byrne müssen sich mit ihren neuen Nachbarn herumschlagen. Eine feierwütige Studentenvereinigung unter der Leitung von Zac Efron. Schnell beginnt die Situation zu eskalieren. NEIGHBORS steht sicher nicht im Verdacht, je in einem Arthouse-Kino laufen zu wollen. Stollers Film ist laut, grell und der Humor definitiv einer der derberen Sorte. Ich liebe die Filme mit Seth Rogen und habe mich auch bei NEIGHBORS köstlich amüsiert. Unbedingt sehenswert, allein schon wegen dieser Sequenzen mit den Airbags. Einfach nur "fucking awesome"!

Rein subjektives Geschmacksurteil: Sehr gut!


CLERKS. (USA 1994, Regie: Kevin Smith)*

"'You hate people!' - 'But I love gatherings. Isn't it ironic?'" oder "'My question is, how did she come to have sex with a dead man?' - 'She thought it was me.' - 'What kind of convenience store do you run here?'" oder "'37! My girlfriend sucked 37 dicks!' - 'In a row?'" und natürlich "'I'm not even supposed to be here today!'"! In diesem Jahr hatte ich CLERKS. noch nicht gesehen. Es war mal wieder an der Zeit. Ich liebe diesen Film. Jede Sekunde, jede Einstellung, jeden Dialog. Einer der für mich wichtigsten Filme in meinen Leben. :love: :love: :love:

Rein subjektives Geschmacksurteil: Lieblingsfilm!


CLERKS II (USA 2006, Regie: Kevin Smith)*

Wenn Dante (Brian O’Halloran) und Randal (Jeff Anderson) in dieser letzten Szene hinter dem Tresen ihres nun eigenen Convenience Stores stehen, sich die Kamera langsam entfernt, das Bild von Farbe in s/w wechselt und die bereits aus dem ersten Clerks-Film bekannte Frau mit den Milchkanistern (Grace Smith, die Mutter von Regisseur Kevin Smith) zu sehen ist, dann schließt sich der Kreis zum ersten Teil aus dem Jahr 1994. Das Ende des insgesamt 6 Filme umfassenden View-Askew-Universums ist erreicht und es macht sich eine verdammt melancholische Stimmung breit. Die von Jason Mewes und Regisseur Kevin Smith gespielten Jay und Silent Bob haben dieses Universum über 12 Jahre zusammengehalten, waren in jedem Film dabei. Am Ende des Abspanns von CLERKS II steht geschrieben: "Jay and Silent Bob may return. As for now, they're taking it easy.". Kevin Smith hat sich damals schon die Hintertür offen gelassen, irgendwann in sein Universum zurückzukehren. Die Dreharbeiten zu CLERKS III sollen angeblich im Sommer 2015 starten. Ich freu mich drauf. :)

Rein subjektives Geschmacksurteil: Lieblingsfilm!


THE CONJURING (USA 2013, Regie: James Wan)

Haunted-House-Film, der logischerweise nicht ohne die typischen Klischees auskommt, dafür aber eine unheimliche Atmosphäre und eine ganze Reihe effektiv eingesetzter Schocksequenzen zu bieten hat. INSIDIOUS, der vorherigen Film von James Wan, fand ich ziemlich beschissen. THE CONJURING hat mich absolut positiv überrascht.

Rein subjektives Geschmacksurteil: Gut!


CHILD'S PLAY 2 (USA 1990, Regie: John Lafia)*

Das Sequel knüpft direkt an die Handlung des ersten Teils an. Chucky wird rekonstruiert und die immer noch vom Geist eines Serienmörders besessene Puppe macht sich sogleich auf die Suche nach dem kleinen Andy (erneut gespielt von Alex Vincent), der sich mittlerweile bei einer Pflegefamilie aufhält. CHILD'S PLAY 2 folgt den typischen Regeln einer Fortsetzung. Mehr Spektakel, mehr Puppenaction, dafür weniger Spannung und Atmosphäre. Letzteres ist gar nicht so tragisch, denn Regisseur John Lafia hat einen zwar spannungsarmen, aber dafür umso rasanteren Film gedreht, der den geneigten Zuschauer auf ausgesprochen kurzweilige Art und Weise zu unterhalten versteht. Die Puppeneffekte sind nett anzusehen, das Finale in der Puppenfabrik eine schöne Referenz an Camerons THE TERMINATOR und in dieser Szene in der Mitte des Film, in der der kleine Andy mit einem elektrischen Messer bewaffnet in den Keller geht um Chucky dort in die ewigen Puppenjagdgründe zu verbannen, kommt tatsächlich mal kurz so etwas wie echte Gruselstimmung auf.

Rein subjektives Geschmacksurteil: Unterhaltsam!


ATTACK OF THE 50 FOOT WOMAN (USA 1958, Regie: Nathan Juran)

Schwerenöter Harry Archer (William Hudson) wünscht sich nichts sehnlicher als den baldigen Tod seiner schwerreichen Gattin Nancy (Allison Hayes), um sich mit deren Vermögen und seiner Geliebten (Yvette Vickers) ein schönes Leben zu machen. Als Nancy mit einer außerirdischen Lebensform in Kontakt gerät (!!!), scheint sich dieser Wunsch tatsächlich zu erfüllen. Doch die Gattin tut Harry nicht wirklich den Gefallen, sondern wächst stattdessen auf eine mehr als beachtliche Größe an und lässt ihrer Wut freien Lauf.
Ich liebe Filme wie diesen hier. In 65 Minuten wird auf todernste Art und Weise eine komplett hanebüchene Story erzählt und die auf dem Filmplakat - und sicher auch im Trailer - groß angekündigte Attraktion des Films bekommt man in seiner ganzen Pracht erst am Ende (in diesem Fall genau 9 Minuten vor Ende) zu Gesicht. Böse sein kann ich einem Film wie diesem - der die gemachten Versprechungen natürlich nie und nimmer erfüllen kann - einfach nicht. Dafür ist das Gesehene viel zu sympathisch und charmant und dafür wickeln mich solche Filme einfach viel zu sehr um ihre sprichwörtlichen Finger. Jedes Mal, wenn ich mir B-Movies aus den 50er und 60er Jahren ansehe, trauere ich dieser Zeit hinterher. Als noch nichts ironisch gebrochen sein musste um sich ja nicht lächerlich zu machen, als man eine Story wie diese hier noch komplett ernst an den Mann bringen konnte. Irgendwie schade, dass das heutzutage einfach nicht mehr möglich ist.

Rein subjektives Geschmacksurteil: Gut!


DER TEPPICH DES GRAUENS (Deutschland/Italien/Spanien 1962, Regie: Harald Reinl)

Die erste von insgesamt 4 Verfilmungen des Groschenromanautors Louis Weinert-Wilton schwimmt überdeutlich im Fahrwasser der damals so erfolgreichen Wallace-Filme, erreicht trotz des Mitwirkens von Joachim Fuchsberger und Karin Dor jedoch nie die Qualität der richtig guten Wallace-Verfilmungen, sondern erinnert eher an die etwas schwächeren Filme dieser Reihe. In DER TEPPICH DES GRAUENS ist zwar ständig etwas los, worum es im Endeffekt in dem Film überhaupt geht, bleibt jedoch bis zum Schluss - Fuchsberger fasst in der letzten halben Minute des Films netterweise die Hintergründe des ganzen Treibens zuvor für den Zuschauer noch mal kurz zusammen - ein Rätsel. Reinls Film wirkt überladen und teilweise plan- und konzeptlos, wie ein einziges Mysterium im Raum-Zeit-Kontinuum der erzählten Handlung. Diese Schwäche macht ihn aus heutiger Sicht jedoch auch verdammt unterhaltsam. Man kommt nicht umhin, sich wieder und wieder zu fragen, was die sich damals beim Dreh so alles eingeschmissen haben, um einen Film wie diesen hier auf das Publikum loszulassen.

Rein subjektives Geschmacksurteil: Ok!


CHILD'S PLAY 3 (Großbritannien/USA 1991, Regie: Jack Bender)

Alles wie gehabt. Killerpuppe Chucky wird erneut zum Leben geweckt und mit ihr natürlich der in ihr hausende Geist des Serienkillers aus dem ersten Teil. Und natürlich macht sich Chucky abermals auf die Suche nach Andy (der zum ersten und auch einzigen Mal innerhalb der Reihe nicht von Alex Vincent sondern von Justin Whalin gespielt wird; aus gutem Grund: CHILD'S PLAY 3 ist nur ein Jahr nach dem zweiten Teil in die Kinos gekommen, spielt in der Timeline aber 8 Jahre später und Vincent wäre einfach zu jung für die Rolle gewesen), der sich mittlerweile in einer Militärakademie befindet und dort durchkämpfen muss. Mit Horror- oder Spannungskino hat dieser Film hier - so geht es früher oder später ja sehr vielen Fortsetzungen innerhalb bekannter und erfolgreicher Horror-Franchises - natürlich nicht mehr viel zu tun. Es regiert der Spaß- und Unterhaltungsfaktor und der ist leider nicht allzu hoch ausgefallen. Ein paar coole Oneliner aus dem Mund der Killerpuppe, ein paar blutige Effektszenen, sehr viel mehr hat Benders Film leider nicht zu bieten. Das ist zwar stellenweise immer noch ganz nett anzusehen, wirkt aber auch ziemlich schnell ziemlich ermüdend.

Rein subjektives Geschmacksurteil: Naja!


LIFEFORCE (Großbritannien/USA 1985, Regie: Tobe Hooper)*

Überzeugende Effekte, düstere Atmosphäre, Zombies, die frappierend an diejenigen aus THE RETURN OF THE LIVING DEAD erinnern (oder umgekehrt, beide Filme stammen aus dem Jahr 1985) und die blanken Brüste von Mathilda May (der guten Frau dürfte es damals am Set ziemlich kalt gewesen sein, sie hat in so gut wie keiner ihrer Szenen etwas an) - Zutaten, die dafür sorgen, dass man sich LIFEFORCE auch heute - fast 30 Jahre nach seinem Erscheinen - noch verdammt gut unterhalten lassen kann (auch wenn man natürlich zugeben muss, dass Hoopers Film mit gut 110 Minuten einen Tick zu lang geraten ist und man sich ab und an eine etwas straffere Erzählweise wünschen würde).

Rein subjektives Geschmacksurteil: Gut!


NIGHT OF THE COMET (USA 1984, Regie: Thom Eberhardt)

Nachdem die Strahlung eines vorbeiziehenden Kometen praktisch die komplette Menschheit entweder ausgelöscht oder in Zombies verwandelt hat, müssen sich zwei Schwestern im Teenie-Alter damit auseinandersetzen, dass sie die letzten Überlebenden sein dürften. NIGHT OF THE COMET schwankt irgendwo zwischen melancholischer Untergangsstimmung und bissiger Teenager-Komödie, ist mit einem 'cheezy' 80er-Jahre-Soundtrack ausgestattet und zitiert eifrig bekannte Vorbilder wie DAWN OF THE DEAD und THE OMEGA MAN. Und diese unzähligen Einstellungen des leergefegten und in rote Farben getauchten Los Angeles sind einfach nur unbeschreiblich schön.

Rein subjektives Geschmacksurteil: Gut!


THE OTHER WOMAN (USA 2014, Regie: Nick Cassavetes)

Der erfolgreiche Charmeur Mark King (Nikolaj Coster-Waldau) betrügt seine Ehefrau (Leslie Mann) gleich mit zwei verschiedenen Frauen (Cameron Diaz und Kate Upton). Als die drei Damen Wind voneinander bekommen, entschließen sie sich, den Spieß umzudrehen. Zwar vorhersehbare, aber stellenweise wirklich saukomische Komödie für zwischendurch. Einer dieser perfekten Filme, um abzuschalten und sich berieseln zu lassen. Mir persönlich machen Filme wie dieser hier immer wieder richtig viel Spaß.

Rein subjektives Geschmacksurteil: Gut!


BLACK BELT JONES (USA 1974, Regie: Robert Clouse)

Blaxploitation Meets Shaw Brothers. Ein typischer Shaw-Brothers-Plot - der Besitzer einer Karate-Schule soll von einer Handvoll Fieslingen zum Verkauf gezwungen werden und am Ende rettet ein einsamer Held den Tag - wird von Regisseur Robert Clouse und seinen Drehbuchautoren nach South Central, LA, verlegt, mit so etwas wie Kampfchoreographien ausgestattet und mit jeder Menge Klamauk und Slapstick - zu Beginn einer Kampfsequenz landet ein Beteiligter bspw. auf einem Trampolin, fliegt bis an die Decke und bleibt mit dem Kopf schließlich in dieser stecken - angereichert. In BLACK BELT JONES ist ständig was los und es wird tatsächlich nie langweilig. Von der Qualität echter Klassiker des Black Cinema der damaligen Zeit wie SHAFT oder COFFY ist BLACK BELT JONES natürlich meilenweit entfernt. Dafür fehlt ihm einfach die Ernsthaftigkeit und Leading Man Jim Kelly - der sich wohl durch seinen Auftritt im Bruce-Lee-Klassiker ENTER THE DRAGON ein Jahr zuvor für diesen Part qualifiziert haben dürfte - auch die nötige Ausstrahlung und Präsenz, die Schauspieler/innen wie Richard Roundtree, Fred Williamson oder Pam Grier damals auf der Leinwand verstrahlten. Der Spaßfaktor ist dennoch ungemein hoch und das Finale in bzw. vor der Autowaschanlage ist besser als jede Schaumparty.

Rein subjektives Geschmacksurteil: Spaßig!


FROM BEYOND (USA 1986, Regie: Stuart Gordon)*

Kaum zu glauben, knapp 30 Jahre hat Gordons wunderbare Variation einer Kurzgeschichte von Lovecraft nun schon wieder auf dem Buckel. Und ich muss sagen, FROM BEYOND ist verdammt gut gealtert. Dürfte nun 20 Jahre her sein, dass ich den Film zum letzten Mal gesehen habe und er hat mich heute ähnlich begeistert zurückgelassen wie damals. Ein Glanzstück des Body-Horror-Genres, ausgestattet mit wahrlich eindrucksvollen Creature-, Ekel- und Splattereffekten (insbesondere im letzten Drittel dürfte es empfindlicheren Gemütern, die kurz zuvor etwas gegessen haben, ziemlich den Magen umdrehen) und einer herrlich unheimlichen Atmosphäre. Klasse!

Rein subjektives Geschmacksurteil: Großartig!


THE THING (USA 1982, Regie: John Carpenter)*

Zwischen 1976 und 1982 hatte John Carpenter einen Lauf. Insgesamt 5 Filme kamen von ihm ins Kino und wirklich jeder von ihnen gehört heute zum Kanon der unbestrittenen Klassiker des phantastischen Films. So auch THE THING, in dem einer Gruppe von Forschern in der Antarktis ein blutrünstiges Alien auf den Leib rückt. Eine bedrückende, fast schon klaustrophobisch zu nennende Atmosphäre, eine wahrlich unglaubliche Spannung, ein wieder mal betont minimalistisch gehaltener Score (der gerne noch etwas häufiger während des Films erklingen dürfte) und Creature-Effekte vom Allerfeinsten zeichnen THE THING aus und sorgen auch heute noch dafür, dass der geneigte Genrefreund mit großer Freude auf der heimischen Couch Platz nimmt und sich für knapp 105 Minuten in die eiskalte Antarktis begibt. Einen Film wie diesen darf man vollkommen zu Recht als zeitlosen Klassiker bezeichnen.

Rein subjektives Geschmacksurteil: Großartig!


AMORE E MORTE NEL GIARDINO DEGLI DEI (Italien 1972, Regie: Sauro Scavolini)

Regisseur und Drehbuchautor Sauro Scavolini erzählt - in diversen Rückblenden, mit Hilfe eines Tonbandes, welches ein Ornithologe zufällig im Garten einer alten Villa entdeckt hat - die Geschichte eines mysteriösen Familiendramas und nimmt den Zuschauer mit auf eine wahrlich außergewöhnliche Reise. Scavolini entwickelt seinen Plot behutsam und ausgesprochen langsam, setzt viel auf eine fast schon poetische und träumerische Atmosphäre und die toll fotografierten Bilder seines Bruders und Kameramannes Romano Scavolini. Als Zuschauer muss man durchaus Geduld aufbringen, denn so etwas wie eine Sogwirkung entwickelt AMORE E MORTE NEL GIARDINO DEGLI DEI erst in den letzten 20-25 Minuten. Mich selbst hat Scavolini mit seinem Film etwas ratlos zurückgelassen. Ich bin ohne jegliche Vorkenntnisse an AMORE E MORTE NEL GIARDINO DEGLI DEI herangegangen, habe eigentlich einen typischen Giallo erwartet und wurde dann von dieser Arthouse-Variante eines italienischen Kriminalfilms auf dem komplett falschen Fuß erwischt. Um Scavolinis Film wirklich einschätzen zu können, muss ich ihn mir irgendwann noch mal anschauen. Bei der jetzigen Sichtung war das definitiv der falsche Film zur falschen Zeit.

Rein subjektives Geschmacksurteil: Ok und interessant!


RE-ANIMATOR (USA 1985, Regie: Stuart Gordon)*

Das Regiedebüt von Stuart Gordon - dessen zweiten und auch ganz vorzüglichen Film FROM BEYOND ich mir ein paar Tage vorher angesehen hatte - ist für mich - neben BRAINDEAD von Peter Jackson - das Paradebeispiel für eine gelungene Horror- bzw. Splatterkomödie. Gordon präsentiert ein Sammelsurium grotesker Einfälle, schwarzen Humors und absurd-komischer Situationen, garniert seinen Film mit ziemlich derben Splattereffekten und schafft es ganz nebenbei auch noch, eine richtig spannende Geschichte zu erzählen. Und Jeffrey Combs in der Rolle des Herbert West ist einfach nur großartig.

Rein subjektives Geschmacksurteil: Großartig!


BRIDE OF CHUCKY (Kanada/USA 1998, Regie: Ronny Yu)

Die Reihe um Slasher-Puppe Chucky geht in die 4. Runde. Mit Horror hat dieser Film nur noch im Ansatz etwas zu tun, bei BRIDE OF CHUCKY handelt es sich um einen typischen Vertreter des Fun-Splatter- bzw. Fun-Slasher-Genres. Gleich zu Beginn gibt es Referenzen an Chuckys Brüder im Geiste, sprich Leatherface, Jason und Michael Myers - eine zusätzliche Referenz an Pinhead soll sich im weiteren Verlauf dazugesellen - und Regisseur Ronny Yu - der 5 Jahre später mit FREDDY VS. JASON einen weiteren Genreprototypen drehen sollte - kümmert sich nicht im Geringsten darum, so etwas wie Spannung zu erzeugen, sondern reiht stattdessen Gag an Grag und kreativen Kill an kreativen Kill. Unterlegt mit dem typischen Metal-Soundtrack - u.a. gibt es Songs von Rob Zombie, Coal Chamber, Static-X und Monster Magnet zu hören - entwickelt BRIDE OF CHUCKY so einen ziemlichen Drive und selbst wenn man wollte, einen gewissen Unterhaltungswert kann man diesem Film hier definitiv nicht absprechen. BRIDE OF CHUCKY hat auf seine eigene Art und Weise verdammt viel Spaß gemacht.

Rein subjektives Geschmacksurteil: Spaßig!


ZOMBEAVERS (USA 2014, Regie: Jordan Rubin)

Ein Film wie eine Naturkatastrophe. Man ist fassungslos und kann einfach nicht mehr wegschauen. ZOMBEAVERS ist gewollter Mega-Trash, mit miesen Schauspielern, bescheuerten Gags, extrem hohlen Dialogen und titelgebenden Monstern, die aussehen, als hätte sie irgendjemand aus dem Müllcontainer der Augsburger Puppenkiste mitgehen lassen. Überraschend ist lediglich, dass das “final girl“ (wenn man es als solches bezeichnen darf) genau das Mädel ist, welches in allen anderen Filmen dieser Art im Normalfall als erstes den Löffel abgeben darf. Einen Film wie ZOMBEAVERS darf man gerne scheiße finden, ich habe dafür jedes Verständnis. Ich fand ihn verdammt unterhaltsam. Alkoholkonsum während der Sichtung dürfte den Spaßfaktor zudem exorbitant erhöhen. Und diese letzte Szene nach dem Abspann schreit förmlich nach einer Fortsetzung, die dann mit ziemlich hoher Sicherheit den Titel “Zombees“ tragen dürfte.

Rein subjektives Geschmacksurteil: Spaßig!


BRIDE OF RE-ANIMATOR (USA 1989, Regie: Brian Yuzna)*

Regisseur Brian Yuzna erzählt die Geschichte von Herbert West (wieder großartig: Jeffrey Combs) und Konsorten konsequent weiter und entführt den Zuschauer endgültig nach Absurdistan. BRIDE OF RE-ANIMATOR steckt voller skurriler, grotesker und absurder Ideen, der Humor ist schwarz wie die Seele des Teufels und in Sachen Special Effects machen Yuzna und sein Team gleich gar keine Gefangenen. Gerade im Horrorbereich bekleckern sich Fortsetzungen ja nicht gerade oft mit sonderlich viel Ruhm. BRIDE OF RE-ANIMATOR ist eine dieser Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Eine mehr als würdige Fortsetzung eines großartigen Films.

Rein subjektives Geschmacksurteil: Sehr gut!


Und zur Vervollständigung der Sichtungen des Monats hier noch die Auflistung der TV-Serien:
The Big Bang Theory: Season 7 (Episoden 10-24)
Dexter: Season 6 (Episoden 3-12)
Dexter: Season 7 (komplett)
New Girl: Season 3 (Episoden 1-3)


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JUNEBUG


JUNEBUG JUNEBUG (DVD: Kinowelt/Arthaus, Deutschland)
(OT: Junebug | USA 2005 | Regie: Phil Morrison)


Infos zum Film:
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In JUNEBUG trifft die frisch verheiratete Madeleine (Embeth Davidtz), eine in Chicago lebende, weltoffene Kunsthändlerin, anlässlich einer Geschäftsreise in ein kleines Südstaatenkaff in North Carolina zum ersten Mal auf die Eltern ihres Ehemannes. Zwischen der Großstädterin und den streng gläubigen Südstaatlern kommt es zum regelrechten "Culture Clash".
JUNEBUG ist exakt das, was man sich gemeinhin unter typischem Independent-Kino so vorstellen dürfte. Regisseur Phil Morrison bemüht sich um eine möglichst glaubwürdige Zeichnung seiner Charaktere (was auch dazu führt, dass das eine oder andere Klischee einfach nicht vermieden werden kann), präsentiert tragische Wendungen ebenso wie komische Situationen und bastelt daraus einen Film, den man im besten Falle als "nett" und im schlechtesten Falle als "langweilig" bezeichnen kann. JUNEBUG fehlt es an echten Konflikten, die Protagonisten bleiben einem als Zuschauer praktisch allesamt fremd und wäre da nicht Amy Adams in der Rolle der leicht naiven und hochschwangeren Ashley (für die sie auch eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin einheimsein konnte), JUNEBUG würde ohne größere Höhepunkte bis zum Abspann einfach so vor sich hinplätschern. Bevor JUNEBUG zum Ende hin dann vollkommen die Luft auszugehen droht, zieht Morrison die Reißleine und löst das Familientreffen und somit auch seinen Film recht unspektakulär in Wohlgefallen auf. Klappe, Ende, aus.
Ein Film, von dem ich mir persönlich deutlich mehr versprochen hatte.

TRAILER:


Phil Morrison 2000er Oscar Nominee


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VINCENT WILL MEER


VINCENT WILL MEER VINCENT WILL MEER (Blu-ray: Constantin, Deutschland)
(OT: Vincent will Meer | Deutschland 2010 | Regie: Ralf Huettner)


Infos zum Film:
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Regisseur Ralf Huettner schickt in VINCENT WILL MEER ein ungleiches Trio auf einen außergewöhnlichen Road Trip. Der am Tourette-Syndrom leidende Vincent (Florian David Fitz), die magersüchtige Marie (Karoline Herfurth) und der zwangsneurotische Alexander (Johannes Allmayer) hauen gemeinsam aus ihrer Klinik ab und versuchen mit dem Wagen ihrer behandelnden Ärztin (Katharina Müller-Elmau) nach Italien ans Meer zu kommen. Gemeinsam mit Vincents Vater (Heino Ferch) heftet sich die Ärztin an die Fersen des flüchtigen Trios.
VINCENT WILL MEER ist Kino zum Wohlfühlen (auch wenn die überwiegend positive Stimmung des Films im Finale durch eine - in meinen Augen relativ unnötige - allzu dramatische Storyentwicklung ein bisschen getrübt wird) und erzählt die Geschichte von drei Außenseitern, die es trotz ihrer persönlichen Probleme irgendwie schaffen müssen, miteinander auszukommen. Ralf Huettner inszeniert seinen Film über den Großteil der Laufzeit wirklich federleicht, findet immer das richtige Maß zwischen urkomischen Momenten und ernsteren Zwischentönen und erschafft so eine ganz wunderbare Mischung aus Drama, Komödie und Road Movie. Die größte Stärke des Films ist dabei die glaubwürdige und feinfühlige Zeichnung der drei Hauptcharaktere. Huettner nimmt seine Figuren ernst und lässt sein Publikum immer gemeinsam mit seinen drei Protagonisten lachen und nie über diese. Sehr schöner Film, der zudem noch mit einem tollen Soundtrack und teils wunderschön fotografierten Bildern von Kameramann Andreas Berger - allein die Sequenz mit dem Gipfelkreuz kann man ohne Übertreibung in die Kategorie "Filmszenen für die Ewigkeit" einordnen - überzeugen kann.

TRAILER:


Ralf Huettner Karoline Herfurth 2010er


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CALIFORNICATION - STAFFEL 5


CALIFORNICATION - STAFFEL 5 CALIFORNICATION - STAFFEL 5 (DVD: Paramount, Deutschland)
(OT: Californication: Season 5 | USA 2012 | Idee: Tom Kapinos)


Infos zur Serie:
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Bestimmte Schauspieler definieren sich fast ihre ganze Karriere lang über eine bestimmte Rolle. Eine Rolle, die sie über Jahre hinweg in diversen Film- und TV-Serien mehr als überzeugend gespielt haben (Horst Tappert war sein Leben lang Derrick, Anthony Hopkins wird wohl für immer Hannibal Lecter bleiben, William Shatner ist Captain Kirk) und die - auch in anderen Rollen, die sie spielen - immer wieder durchscheint. Auch David Duchovny war so ein Kandidat. Für jeder, der THE X FILES irgendwann mal in seinem Leben gesehen, war David Duchovny Fox Mulder. In einer anderen Rolle konnte man ihn sich nur schwer vorstellen.
Doch spätestens mit dieser 5. Staffel dieser einfach nur grandiosen TV-Serie, die auf den kleinen Namen CALIFORNICATION hört, hat Duchovny seine frühere Identität abgelegt bzw. gewechselt. Hat man CALIFORNICATION von Anfang an verfolgt, ist es mittlerweile nicht mehr vorstellbar, dass der Hauptdarsteller mal als FBI-Agent unterwegs gewesen sein könnte. David Duchovny ist mittlerweile Hank Moody - und nur Hank Moody. Und CALIFORNICATION erlaubt sich auch in der 5. Runde keinerlei Schwäche und legt einen kompletten Start-Ziel-Sieg aufs Parkett. Ich liebe diese komplett durchgeknallten und abgedrehten Abenteuer von Hank und seinem besten Kumpel Charlie (einmal mehr einfach nur genial gespielt von Evan Handler), die – wie in den vier Staffeln zuvor – trotz aller Absurdität immer glaubwürdig und nachvollziehbar bleiben. In der Welt von CALIFORNICATION scheint tatsächlich alles möglich und alles erlaubt und einfach gar nichts weit hergeholt, konstruiert oder an den Haaren herbeigezogen zu sein. CALIFORNICATION rockt, macht einfach Spaß ohne Ende und bietet von der ersten bis zur letzten Sekunde, von der ersten bis zur letzten Einstellung einfach nur großartige Unterhaltung.
Wenn es überhaupt etwas an der Serie auszusetzen gibt, dann lediglich die Tatsache, dass die einzelnen Staffen mit nur 12 Episoden und die einzelnen Episodenlaufzeiten mir nur knapp 30 Minuten definitiv viel zu langsam ausgefallen sind. Die Sichtung dieser Staffel verging wie im Flug und die Wartezeit auf Season 6 wird wieder unerträglich lang ausfallen.

TRAILER:


Tom Kapinos David Duchovny RZA Peter Berg Rob Lowe 2010er Los Angeles female nudity


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THE ROCKER


THE ROCKER THE ROCKER (DVD: 20th Century Fox, Deutschland)
(OT: The Rocker | USA 2008 | Regie: Peter Cattaneo)


Infos zum Film:
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Nette Mischung aus Komödie und Musikfilm, in der ein Drummer - 20 Jahre nachdem er aus einer kurz vor dem großen Durchbruch stehenden Band geschmissen wurde - eine ungewöhnliche zweite Chance bekommt und diese beim Schopf packt.
Regisseur Peter Cattaneo orientiert sich mit THE ROCKER deutlich an Filmen wie ALMOST FAMOUS und THE SCHOOL OF ROCK und ist natürlich relativ weit davon entfernt, großartige Überraschungen oder Innovationen zu liefern. THE ROCKER funktioniert trotzdem ganz gut. Weil diese kleine Geschichte über das Leben von Träumen, über Freundschaft und über die Magie des Rock'n'Roll halt verdammt sympathisch und kurzweilig rüberkommt. Weil mit Rainn Wilson die optimale Besetzung für den alternden Drummer gefunden wurde und weil Regisseur Cattaneo das Glück hatte, Schauspieler wie Bradley Cooper, Christina Applegate, Jane Lynch und insbesondere Emma Stone ( :love: ) - mit der einfach jeder Film sehenswert ist - als Co-Stars vor der Kamera zu haben und es so auf schauspielerischer Seite rein gar nichts auszusetzen gibt. THE ROCKER ist sicher kein Film für die Geschichtsbücher, muss er auch gar nicht sein. In den meisten Fällen reicht es ja eh vollkommen aus, den Zuschauer einfach nur gut zu unterhalten. Und das gelingt THE ROCKER ganz vorzüglich.

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Peter Cattaneo Rainn Wilson Emma Stone Christina Applegate Bradley Cooper 2000er


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SEX DRIVE (Unrated Cut)


SEX DRIVE (Unrated Cut) SEX DRIVE (Unrated Cut) (Blu-ray: E1 Entertainment, Großbritannien)
(OT: Sex Drive | USA 2008 | Regie: Sean Anders)


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SEX DRIVE ist eine dieser unzähligen Teenie-Komödien im Fahrwasser von AMERICAN PIE. Die Flut dieser Filme scheint einfach nicht abebben zu wollen.
SEX DRIVE von Regisseur Sean Anders greift dabei die Story des 80er-Jahre-Klassikers THE SURE THING auf, verbindet diese insbesondere mit Elementen von Todd Phillips ROAD TRIP und versucht gleichzeitig - ganz, wie es sich für das Genre gehört - die Grenzen des guten Geschmacks neu auszuloten. Herausgekommen ist ein - auch über die in der komplett chaotischen Unrated-Version (die Kinofassung wurde mit diversen Outtakes, "Random Nudity Shots" und diversen anderen Blödeleien angereichert, eine halbwegs objektive "Bewertung" des Films kann man wohl nur abgeben, wenn man auch die Kinofassung kennt) von knapp 130 Minuten - nie langweilig werdender Film, der zwar das Genre definitiv nicht neu erfindet, aber immerhin mit einigen herrlich derben Gags aufwarten kann und so konstant gute Laune zu verbreiten mag. Es gibt sicher viele bessere, aber auch jede Menge weitaus schlechtere Streifen in diesem Bereich. There’s nothing more to say…

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Sean Anders 2000er female nudity Teensploitation


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DIRNDLJAGD AM KILIMANDSCHARO


DIRNDLJAGD AM KILIMANDSCHARO DIRNDLJAGD AM KILIMANDSCHARO (DVD: Marketing, Deutschland)
(OT: Dirndljagd am Kilimandscharo | Deutschland 1983 | Regie: Franz Marischka)


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Nur wenige Monate bevor sich der österreichische Regisseur Franz Marischka - der seine Karriere in den 60er Jahren mit diversen Schlagerkomödien der Marke AM SONNTAG WILL MEIN SÜSSER MIT MIR SEGELN GEHN begann - mit einem auf den Titel SUNSHINE REGGAE AUF IBIZA hörenden Paukenschlag für immer als Regisseur aus dem Filmgeschäft verabschieden sollte, kam dieser an Originalschauplätzen in Kenia gedrehte Klamauk in die deutschen Lichtspielhäuser. DIRNDLJAGD AM KILIMANDSCHARO funktioniert vor allem als Vorbote für das, was da mit SUNSHINE REGGAE AUF IBIZA noch auf den Zuschauer zukommen sollte. Mit Karl Dall, Bea Fiedler, Isa Haller, Olli Maier und Angelica Böck sind hier bereits fünf "Schauspieler" mit von der Partie, die auch in Marischkas letztem Film für Blödsinn ohne Ende sorgen sollten. Doch im Gegensatz zu SUNSHINE REGGAE AUF IBIZA kommt DIRNDLJAGD AM KILIMANDSCHARO noch regelrecht gesittet daher. Zwar geht es auch in diesem Streifen in allererster Linie darum, so viele schlechte Kalauer ("Kann ich mal Ihre Muschi sehen?" - "Ja gerne, wenn sie derweil die Katze halten") und so viele nackte Brüste wie möglich in 80 Minuten zu packen, DIRNDLJAGD AM KILIMANDSCHARO hat aber - und da unterscheidet er sich vom inoffiziellen Nachfolger - dabei zumindest in Fragmenten noch so etwas wie einen Plot. Und das ist dann irgendwie auch die große Schwäche des Streifens. Konnten Dall & Co. in SUNSHINE REGGAE AUF IBIZA losgelöst von allen Zwängen, die eine Handlung mitunter so mit sich bringt, pure Anarchie verbreiten, ist DIRNDLJAGD AM KILIMANDSCHARO - trotz nicht wegzuleugnender Schauwerte und seinem herrlich infantilen Humor - bei Weitem nicht so durchgeknallt und abgefahren wie Marischkas auf Ibiza gedrehtes Vermächtnis. Schade, dass ich diesen Streifen nun so spät zum ersten Mal gesehen habe. Ich hätte ihn gerne schon vor SUNSHINE REGGAE AUF IBIZA gekannt. Er hätte mir wahrscheinlich noch ein gutes Stück besser gefallen.

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Franz Marischka Bea Fiedler 1980er female nudity Sexploitation Lisa Film Afrika


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BALLERMANN 6


BALLERMANN 6 BALLERMANN 6 (DVD: Constantin, Deutschland)
(OT: Ballermann 6 | Deutschland 1997 | Regie: Gernot Roll/Tom Gerhardt)


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3 Jahre nach VOLL NORMAAAL kam die Fortsetzung BALLERMANN 6 in die deutschen Kinos, bei der Hauptdarsteller Tom Gerhardt neben Regisseur Gernot Roll die Co-Regie übernahm.
BALLERMANN 6, der im Endeffekt eine ähnliche Grundstory erzählt wie der Vorgänger - Tommie (Tom Gerhardt) zieht mal wieder den Zorn zwielichtiger Typen auf sich (war es im Vorgänger noch der Klau eines Auspuffes, ist es nun das Erschwindeln extrem günstiger Flugtickets nach Mallorca) und muss fortan versuchen mit seinem besten Kumpel Mario (Hilmi Sözer) seinen wütenden Verfolgern zu entkommen -, funktioniert nach der für Fortsetzungen fast schon obligatorischen "Höher, schneller, weiter"-Regel und versucht über die komplette Laufzeit, seinen Vorgänger in jeder Hinsicht zu übertrumpfen. Die Gags sind teilweise noch derber, noch absurder und noch bescheuerter ausgefallen, Mallorca ist als Schauplatz für das gebotene Chaos eine ganz vorzügliche Wahl und wer sich schon für VOLL NORMAAAL begeistern konnte, dürfte auch hier durchaus seinen Spaß haben. An die Klasse - wenn ich das jetzt einfach mal so nennen darf - kommt BALLERMANN 6 trotzdem nie heran. Es fehlen einfach so genial-debile Gags wie das Kommando-Spiel aus dem Vorgänger und über weite Strecken wirkt BALLERMANN 6 regelrecht konstruiert. Während VOLL NORMAAAL über 90 Minuten unbeschwerte Anarchie zelebrierte, kommt BALLERMANN 6 irgendwie bemüht und teilweise wie gewollt und nicht wirklich gekonnt rüber. Erst im Finale mit dem riesigen Sangria-Fass scheint BALLERMANN 6 wieder ganz bei sich zu sein und versprüht genau die Unbeschwertheit, die er in den Minuten zuvor leider oft hat vermissen lassen.
Vielleicht ist diese Art von Humor aber auch nicht wirklich dafür ausgelegt über 2 Filme - die ich mir noch dazu direkt hintereinander angeschaut habe - zu funktionieren.

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Gernot Roll Tom Gerhardt Uwe Ochsenknecht 1990er Sequel Rache


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VOLL NORMAAAL


VOLL NORMAAAL VOLL NORMAAAL (DVD: VCL/Warner, Deutschland)
(OT: Voll normaaal | Deutschland 1994 | Regie: Ralf Huettner)


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VOLL NORMAAAL ist - und das sage bzw. schreibe ich mit voller Überzeugung und im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte - eine der besten Komödien, die das deutsche Kino je hervorgebracht hat. Natürlich sollte man einem gewissen Maß an Brachialhumor nicht abgeneigt sein, um diese Meinung teilen oder nachvollziehen zu können. Andernfalls dürfte man sich bei Sichtung von VOLL NORMAAAL wohl eher kopfschüttelnd und mit Grauen und Ekel abwenden.
Denn was Regisseur Ralf Huettner und seine beiden Hauptdarsteller Tom Gerhardt (in gleich drei verschiedenen Rollen) und Hilmi Sözer hier vom Stapel lassen, ist eine echte Sternstunde des Gross-Out- und Fäkal-Humors (so beginnt VOLL NORMAAAL bspw. gleich mit der Großaufnahme eines Trittes in einen riesigen Hundehaufen und zeigt sofort an, wohin die Reise in den nächsten gut 90 Minuten gehen wird), ein regelrechtes Fest des schlechten Geschmacks.
Aber selbst die derbsten Gags nutzen nichts, wenn sie nicht zünden. Ein Problem, welches Huettners Film glücklicherweise nie hat. In VOLL NORMAAAL sitzt wirklich fast jeder Gag, so doof und derb er auch sein mag, und ich konnte mich auch bei der jetzigen Sichtung (habe den Film nun nach gut 10 Jahren mal wieder gesehen) sprichwörtlich kaputtlachen. VOLL NORMAAAL ist wahrlich nicht arm an Highlights - der Auspuffklau, der Hund in der Autowerkstatt, das Crashen der Party incl. Kotzeinlage am Buffet, das Kommando-Spiel, Köln-Kalk-Verbot, usw., usf. - und Huettner gelingt es während der kompletten Laufzeit bis zum grandiosen Ende immer noch einen drauf zu setzen. Einfach herrlich!
Die spannende Frage: Was wohl Veronica Ferres heute von einem ihrer ersten Leinwandauftritte hält? Wahrscheinlich schämt sie sich in Grund und Boden. Unberechtigt, ist VOLL NORMAAAL doch insbesondere auch einer der wenigen guten Filme, in denen sie je mitgespielt hat. :D

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Ralf Huettner Tom Gerhardt 1990er female nudity Rache


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HOTEL TRANSSILVANIEN


HOTEL TRANSSILVANIEN HOTEL TRANSSILVANIEN (Blu-ray: Sony, Deutschland)
(OT: Hotel Transylvania | USA 2012 | Regie: Genndy Tartakovsky)


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Das titelgebende Hotel, geführt von Graf Dracula persönlich, ist der einzige Ort, an dem die Monster dieser Welt vor den ihnen feindlichen gesinnten Menschen sicher sind. Als sich alle Monster zur Feier des 118. Geburtstages von Draculas Tochter Mavis einfinden, verläuft sich zufällig auch der Teenager Jonathan in das Hotel und Dracula hat fortan alle Hände voll zu tun, um zu vertuschen, dass es tatsächlich einem Menschen gelungen ist, den Standort des Hotels herauszufinden.
HOTEL TRANSYLVANIA von Regisseur Genndy Tartakovsky steht in der Tradition ähnlicher Animationsfilme wie MONSTER HOUSE oder PARANORMAN, legt im Gegensatz zu diesen beiden "Seelenverwandten", die ja auch die eine oder andere gruselige Sequenz beherbergten, sein Hauptaugenmerk allerdings ausschließlich auf den Humor und trifft mit dieser Taktik voll ins Schwarze. HOTEL TRANSYLVANIA ist ein riesengroßer Spaß für Jung und Alt und dürfte mit seinen unzähligen Gags, seiner liebevollen Figurenzeichnung und dem immensen Detailreichtum, mit dem der Film aufwartet, das kindliche Zielpublikum ebenso begeistern wie horroraffine Erwachsene, für die es hier wirklich verdammt viel zu entdecken gibt (incl. eines herrlichen Seitenhiebs auf die TWILIGHT-Reihe). In HOTEL TRANSYLVANIA scheint sogar so viel versteckt zu sein, dass es wohl mehrere Sichtung benötigen dürfte, um wirklich alle kleinen Details aufzufinden. Toll!

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Genndy Tartakovsky Adam Sandler Kevin James Steve Buscemi 2010er Vampir Werwolf Zombie


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PROJECT X (Extended Cut)


PROJECT X (Extended Cut) :love: PROJECT X (Extended Cut) :love: (Blu-ray: Warner, Deutschland)
(OT: Project X | USA 2012 | Regie: Nima Nourizadeh)


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Von THE HANGOVER-Regisseur Todd Phillips produziert, ist PROJECT X vielleicht tatsächlich eine der besten Komödien die ich in den letzten Jahren gesehen habe. Ich habe zeitweise fast Tränen gelacht.
Praktisch komplett mit Handkamera im "Found Footage"-Stil gedreht (auch wenn dieser Stil nicht konsequent umgesetzt wird, da es insbesondere während des Verlaufs der Fete doch immer wieder Einstellungen zu sehen gibt, die zwar mit Handkamera gedreht sind, aber definitiv nicht zum "Found Footage"-Stil passen) und von der größten Haupt- bis zur kleinsten Nebenrolle ausschließlich mit unbekannten Gesichtern besetzt, ist man als Zuschauer in PROJECT X mittendrin statt nur dabei und wird Zeuge, wie eine als "normale" Geburtstagsparty geplante Fete langsam aber sicher vollkommen außer Kontrolle gerät. PROJECT X konfrontiert den Betrachter mit einer ganzen Armada von Unglaublichkeiten, steigert sich praktisch von Minute zu Minute mehr und mündet in einem schier unfassbaren Finale. Die größte Stärke des Films ist dabei die Tatsache, dass der Verlauf des Plots bzw. der Party - trotz aller Unglaublichkeiten - immer plausibel und glaubwürdig erscheint und aufgrund des halbdokumentarischen Stils, in dem PROJECT X gedreht ist, vollkommen selbstverständlich wirkt.
PROJECT X läuft vor denkwürdigen Szenen fast über und ist für mich persönlich die (Komödien-)Entdeckung des Jahres. Nur zwei meiner persönlichen Highlights des Films (ohne zu viel verraten zu wollen): der Hund in der Hüpfburg und der Kleinwüchsige im Ofen.
Fucking awesome!

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Nima Nourizadeh 2010er female nudity Teensploitation


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DIE SCHLÜMPFE


DIE SCHLÜMPFE DIE SCHLÜMPFE (Blu-ray: Sony, Deutschland)
(OT: The Smurfs | USA 2011 | Regie: Raja Gosnell)


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35 Jahre nach ihrem ersten Leinwandabenteuer und 30 Jahre nach dem Start der Serie bekommen die Schlümpfe ihren zweiten Kinofilm spendiert in dem sie sich nicht nur wagemutig durch New York kämpfen, sondern auch noch das Leben von Hauptdarsteller Neil Patrick Harris gehörig auf den Kopf stellen.
THE SMURFS von Regisseur Raja Gosnell bietet kindgerechte Unterhaltung, die bei der anvisierten Zielgruppe definitiv für große Augen sorgen dürfte. In dem ziemlich rasant inszenierten Film ist eigentlich immer was geboten - über die für einen Kinderfilm fast schon episch zu nennende Laufzeit von gut 100 Minuten schleichen sich praktisch keine Längen ein -, die Gags dürften für die anvisierte Zielgruppe richtig gut funktionieren und lassen ab und an auch das erwachsene Publikum ein bisschen schmunzeln. Anders als bei einer Vielzahl der Animationsfilme aus den letzten Jahren, die eigentlich immer auch eine erwachsene Zielgruppe ansprechen, gibt es bei THE SMURFS jedoch nicht sonderlich viel für ein erwachsenes Publikum zu entdecken. Ein paar Filmzitate (beispielsweise eine nette Hommage an Wilders THE SEVEN YEAR ITCH) und Neil Patrick Harris, den man sich eigentlich immer anschauen kann. Das war es dann auch schon. Hätte mir da schon ein bisschen mehr erhofft. Allerdings relativiert sich diese Erwartungshaltung nach einem kurzen Blick auf die Filmographie des Regisseurs. Schaut man sich nämlich die bisherigen Regie-Credits von Gosnell mit Filmen wie HOME ALONE 3, BIG MOMMA’S HOUSE oder BEVERLY HILLS CHIHUAHUA an, dürfte einem sehr schnell klar sein, dass THE SMURFS nicht viel mehr als kindgerechte Unterhaltung bieten kann.

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Raja Gosnell 2010er New York Remake


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SCUOLA GUIDA


SCUOLA GUIDA SCUOLA GUIDA (DVD: Koch Media, Italien)
(OT: Moving Violations | USA 1985 | Regie: Neal Israel)


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MOVING VIOLATIONS ist nicht mehr und nicht weniger als purer Eskapismus aus den 80er Jahren. Neal Israels Komödie schwimmt ganz eindeutig im Fahrwasser von POLICE ACADEMY und präsentiert eine Horde von Verkehrssündern, die bei fiesen Ausbildern versuchen müssen, ihre Führerscheine und Fahrzeuge wieder zu erlangen. Die Parallelen zu POLICE ACADEMY sind wirklich überdeutlich und nicht von der Hand zu weisen. Und auch wenig verwunderlich, wenn man einen Blick auf die Credits wirft. Regisseur und Drehbuchautor Neal Israel war ein Jahr vor diesem Film nämlich nicht nur für Regie und Drehbuch des grandiosen BACHELOR PARTY verantwortlich, sondern verfasste auch das Skript zum Auftakt der Reihe um die chaotischen Polizisten. Die Gagdichte in MOVING VIOLATIONS ist zwar nicht ganz so hoch wie im Auftaktfilm der POLICE ACADEMY-Reihe, kann sich aber immer noch sehen lassen und bietet vor allem einige grandiose Slapsticksequenzen, bei denen man auch heute noch Gefahr läuft, vor lauter Lachen von der heimischen Couch zu kugeln. Insbesondere die Szenen mit der fast blinden älteren Dame sind einfach nur zum Schreien komisch. Ansonsten ist das hier natürlich alles andere als anspruchsvolle Unterhaltung und ausschließlich dazu geeignet, für gut 90 Minuten in eine infantile Welt diverser Albernheiten abzutauchen und einfach mal den Alltagsstress hinter sich zu lassen.

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Neal Israel 1980er car chase Los Angeles


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FRANKENWEENIE


FRANKENWEENIE FRANKENWEENIE (Blu-ray: Disney, Großbritannien)
(OT: Frankenweenie | USA 2012 | Regie: Tim Burton)

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Regisseur Tim Burton beackert erneut sein Lieblingsthema und recycled sich dabei selbst. FRANKENWEENIE ist ein auf Spielfilmlänge gestrecktes Remake seines eigenen Realkurzfilms aus dem Jahr 1984 und so etwas wie die PET SEMATARY-Variante der klassischen FRANKENSTEIN-Geschichte. Burtons Handschrift ist in dem im Stop-Motion-Verfahren gedrehten Puppen-Animationsfilm dabei zu jeder Sekunde zu erkennen. Das fängt beim Design der Puppen an, geht weiter über die Art und Weise wie Burton seine ebenso skurrile wie komische und auch zu Herzen gehende Geschichte erzählt (nämlich mit viel schwarzem Humor und einer dichten Atmosphäre) und endet letztendlich bei den Referenzen an Burtons Vorbilder, die praktisch in jedem seiner Filme untergebracht sind. FRANKENWEENIE erweist sich einmal mehr als eindeutige Liebeserklärung an die klassischen Filmmonster der Universal- und Hammer-Studios sowie an die Monster-B-Movies der 50er und 60er Jahre aus den Staaten und aus Japan (insbesondere die GODZILLA-Referenz ist nicht zu übersehen). Nachdem ich bei Burtons letzten Filmen immer das Gefühl hatte, es würde einfach dieses gewisse Etwas fehlen, das Burton früher immer ausgezeichnet hatte, scheint er nun mit dem komplett in schwarz/weiß gedrehten FRANKENWEENIE - ein Stilmittel, das wirklich perfekt zu diesem Film passt - langsam aber sicher wieder zu alter Stärke zurückfinden. Toll!

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Tim Burton Winona Ryder 2010er Oscar Nominee Remake


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KUFFS


KUFFS KUFFS (DVD: Universal, USA)
(OT: Kuffs | USA 1991 | Regie: Bruce A. Evans)

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Regisseur und Drehbuchautor Bruce A. Evans präsentiert mit KUFFS - dem ersten von bis heute gerade mal 2 Filmen, die Evans selbst inszeniert hat - eine nette Mischung aus Action, Krimi und Komödie, die von Stimmung und Atmosphäre an die BEVERLY HILLS COP- und LETHAL WEAPON-Reihen erinnert. KUFFS kann man nun sicher nicht als Genrehighlight bezeichnen, aber Evans überrascht seine Zuschauer mit einigen so nicht zu erwartenden Elementen und für einen Film dieser Art ungewöhnlichen Stilmitteln. So durchbricht Evans ständig die "Vierte Wand" und lässt seine titelgebende Hauptfigur immer wieder direkt zum Zuschauer sprechen. Die in weiten Teilen gelungenen Gags tragen oft fast schon slapstickartige Züge und die dazu im krassen Widerspruch stehende Action ist teils ausgesprochen hart und für einen Film, der in den USA eine PG-13-Freigabe erhalten hat, extrem blutig ausgefallen (in Deutschland wurde KUFFS damals für eine FSK 12 um knapp 5 Minuten gekürzt). Und auch die Besetzung von KUFFS kann sich sehen lassen. Mit Christian Slater stand damals einer der aufstrebendsten Jungstars der späten 80er und frühen 90er Jahre für die Hauptrolle zur Verfügung (ich finde es immer noch jammerschade, dass Slaters Karriere Ende der 90er irgendwo im Sand verlaufen ist und von Uwe Boll mit ALONE IN THE DARK endgültig begraben wurde), als Love Interest fungierte die damals noch ziemlich am Anfang ihrer Karriere stehende Milla Jovovich und in weiteren Rollen gaben sich bekannte Gesichter wie Leon Rippy, Bruce Boxleitner, Don A. Davis, Mary Ellen Trainor und Ashley Judd die Ehre. Runde Sache.

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Bruce A. Evans Christian Slater Milla Jovovich 1990er San Francisco


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BROADWAY DANNY ROSE


BROADWAY DANNY ROSE BROADWAY DANNY ROSE (DVD: MGM/20th Century Fox, Deutschland)
(OT: Broadway Danny Rose | USA 1984 | Regie: Woody Allen)

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In BROADWAY DANNY ROSE versucht ein leidenschaftlichter Agent alles, um seinem größten Star, dem Sänger Lou Canova, jeden auch nur erdenklichen Wunsch zu erfüllen und gerät dabei ins Fadenkreuz des organisierten Verbrechens.
Woody Allen, hier mal wieder in Personalunion als Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller tätig, verwöhnt sein Publikum einmal mehr mit einer urkomischen Komödie rund um einen sympathischen Intelektuellen und dessen Ticks. Der immer leicht vorhandene Zynismus der von Allen gespielten Charaktere tritt hier im Vergleich zu manch anderen Film jedoch eher in den Hintergrund. Allens Danny Rose ist ein herzensguter und einfach viel zu gutmütiger Mensch um großartig zynisch zu sein. Ein Mensch, der in all seinem Engagement und in all seiner Euphorie für seine oft nicht sonderlich begabten Künstler leider häufig übersieht, dass die Talentierteren unter seinen Klienten durchaus dazu neigen, ihn auszunutzen und eiskalt abzuservieren wenn der nächste und im Normalfall erstmals richtig lukrative Schritt auf der Karriereleiter ansteht. So umgibt den mit - wie man das von Allen gewohnt ist - Dialogen zum Niederknien gespickten und eigentlich federleicht inszenierten Film ein ständiger Hauch von Melancholie und auch eine gewisse Traurigkeit, die durch die wunderschöne Schwarz/Weiß-Fotografie von Kameramann Gordon Willis noch intensiviert wird. Natürlich fügt BROADWAY DANNY ROSE keine großartigen Neuerungen zu Allens Kosmos hinzu, als Fan bekommt man im Endeffekt genau das, was man sich von Allen erwartet und erhofft und das ist weitaus mehr, als einem die meisten aktiven Filmemacher bieten können. Großes Kino!

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Woody Allen Mia Farrow 1980er Oscar Nominee New York


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ES TANZT DIE GÖTTIN


ES TANZT DIE GÖTTIN ES TANZT DIE GÖTTIN (DVD: Sony, Deutschland)
(OT: Cover Girl | USA 1944 | Regie: Charles Vidor)

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COVER GIRL ist ein klassisches Hollywood-Musical aus den 40er Jahren, in dem 2 der größten Stars der damaligen Zeit, Rita Hayworth und Gene Kelly, zum ersten und einzigen Mal gemeinsam vor der Kamera standen.
COVER GIRL erzählt eine relativ einfach gestrickte, klassische Liebesgeschichte und dient in allererster Linie dazu, die Tanzkünste seiner beiden Stars in aufwändig choreographierten Musicaleinlagen auf die Leinwand zu zaubern. Die Chemie zwischen Hayworth und Kelly passt und Regisseur Charles Vidor gelingt es mit Hilfe seiner beiden Stars ohne große Probleme, den Zuschauer um seine Finger zu wickeln und mit auf eine kurzweilige Reise ins Land des kunterbunten Kitschs zu nehmen.
COVER GIRL startete Ende März 1944, zu Zeiten des 2. Weltkriegs, in den amerikanischen Kinos und Filme wie diese wollten im Endeffekt nicht viel mehr bewirken, als das Publikum in eine Welt zu entführen, in der es alle Sorgen für gut 2 Stunden vergessen konnte. COVER GIRL dürfte das damals definitiv gelungen sein. Natürlich ist COVER GIRL kitschig, aber er ist auf seine Art und Weise auch einfach nur wunderschön. Und Rita Hayworth ist auf ihre unnachahmliche Art und Weise in praktisch jeder ihrer Szenen einfach nur atemberaubend.

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Charles Vidor Rita Hayworth 1940er Oscar Winner Oscar Nominee New York


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TED (Extended Cut)


TED (Extended Cut) TED (Extended Cut) (Blu-ray: Universal, Großbritannien)
(OT: Ted | USA 2012 | Regie: Seth MacFarlane)

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In TED wünscht sich der kleine John, dass sein Teddy-Bär lebendig wird und staunt nicht schlecht, als dieser Wunsch tatsächlich in Erfüllung geht. Es entsteht eine Freundschaft, die auch knapp 30 Jahre später noch Bestand hat, sehr zum Leidwesen der hübschen Lori (Mila Kunis), die mit John (Mark Wahlberg) seit nunmehr 4 Jahren liiert ist und ihren Freund mit einem sprechenden, kiffenden und rüpelhaften Teddy-Bären teilen muss.
Hört sich albern und bescheuert an? Ja, ist es in gewisser Weise auch. Aber TED ist halt auch extrem lustig, reiht einen gelungenen Gag an den nächsten und begeistert mit seinem komplett ungezügelten und respektlosen Humor. Mark Wahlberg und Mila Kunis spielen souverän wie eh und je, Flash-Gordon-Darsteller Sam J. Jones hat einen einfach nur grandiosen Gastauftritt in einer ausufernden Party-Sequenz für die Ewigkeit und sogar die obligatorische Love Story wirkt hier nicht störend oder nervig, sondern hält TED vielmehr richtiggehend zusammen und sorgt dafür, dass der Streifen nicht zur reinen Nummernrevue verkommt. Autor und Regisseur Seth MacFarlane hat mit TED eigentlich alles richtig gemacht, was man mit einem solchen Film richtig machen kann. Geil!

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Seth MacFarlane Mark Wahlberg Mila Kunis Patrick Stewart 2010er Oscar Nominee car chase


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PARANORMAN


PARANORMAN PARANORMAN (Blu-ray: Universal, Deutschland)
(OT: ParaNorman | USA 2012 | Regie: Chris Butler/Sam Fell)

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Der Animationsfilm hat nun schon seit ein paar Jahren den Genrefilmbereich als neue Heimat entdeckt und die Streifen, die in diesem Bereich gemacht werden, können sich fast immer sehen lassen. Was RANGO für den Italowestern und KUNG FU PANDA für den Eastern gewesen sind, ist PARANORMAN - ähnlich wie MONSTER HOUSE vor ein paar Jahren - für den Horrorfilm.
Die beiden Regisseure Chris Butler und Sam Fell haben mit PARANORMAN eine liebevolle und ausgesprochen gelungene Hommage an das Horrorgenre gedreht, mit einigen sofort auffälligen (das Titelthema aus HALLOWEEN als Klingelton, die Eishockey-Maske aus FRIDAY THE 13TH) und wahrscheinlich noch weitaus mehr versteckten (Neils toter Hund heißt "Bub") Referenzen an das Genre. Das Production Design ist klasse, die Charakterisierung der animierten Protagonisten absolut gelungen und der ganze Film präsentiert so verdammt viele kleine Details, dass es eine wahre Freude ist, das turbulente und zeitweise auch herrlich schwarzhumorige Treiben zu beobachten.
Schade, dass PARANORMAN trotz Nominierung keine Chance bei den diesjährigen Oscars hatte. Aber Pixars BRAVE stand wohl schon von vornherein als Sieger fest, wobei eine Nominierung ja auch schon einen gewissen Erfolg darstellt.

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Chris Butler Sam Fell John Goodman 2010er Oscar Nominee Zombie


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DIE SCHRECKLICHE WAHRHEIT


DIE SCHRECKLICHE WAHRHEIT DIE SCHRECKLICHE WAHRHEIT (DVD: Sony, Deutschland)
(OT: The Awful Truth | USA 1937 | Regie: Leo McCarey)

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In THE AWFUL TRUTH landen die Ehegatten Jerry (Cary Grant) und Lucy Warriner (Irene Dunne) wegen Eifersüchteleien vor dem Scheidungsrichter, müssen jedoch eine Frist von einigen Wochen abwarten, bevor das Scheidungsurteil rechtskräftig ist. Eine Zeit, in der jeder der beiden Streithähne versucht, dem anderen eins auszuwischen und keiner von ihnen wahrhaben will, dass ihm der Noch-Partner doch noch so einiges bedeutet.
Regisseur Leo McCarey hat mit THE AWFUL TRUTH eine klassische Screwball-Komödie gedreht, bei der wahrlich kein Auge trocken bleibt. Wie sich Cary Grant und Irene Dunne sowohl mit offenem Visier als auch mit Hinterlist und Tücke "bekämpfen", ist einfach nur köstlich und lässt einen als Zuschauer mit einem breiten Grinsen im Gesicht vor dem Fernseher sitzen. In herrlich geschliffenen Dialogen verpackter Wortwitz, die eine oder andere Slapstick-Einlage und ein wunderbar (dis-)harmonierendes Hauptdarstellergespann machen THE AWFUL TRUTH zu einer extrem kurzweiligen und absolut sehenswerten Angelegenheit. Schade, dass Filme wie dieser mittlerweile praktisch komplett in Vergessenheit geraten sind und den Großteil des heutigen Publikums einfach nicht mehr zu interessieren scheinen. Die Leute wissen gar nicht, was sie verpassen. THE AWFUL TRUTH ist einfach nur herrlich!

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Leo McCarey Cary Grant 1930er Oscar Winner Oscar Nominee New York Remake


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MASH


MASH MASH (DVD: 20th Century Fox, Deutschland)
(OT: MASH | USA 1970 | Regie: Robert Altman)

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In MASH begleitet Regisseur Robert Altman eine Truppe von Ärzten und Sanitätern, die während des Koreakrieges in einem Lazarett mit Hilfe von chaotischem Humor versuchen, ihren Verstand zu behalten.
Auf einen typischen Plot mit großartigem Spannungsbogen verzichtet Altman dabei ebenso wie auf das Zeigen von kriegerischen Aktivitäten. MASH kommt episodenhaft daher und zeigt statt diverser Kampfhandlungen in einzelnen Sequenzen lieber verschiedenste Vorkommnisse rund um die Arbeit im Lazarett. Und dieser Job, den die Ärzte und Krankenschwestern hier erbringen, reicht auch vollkommen aus, um den Zuschauern den Wahnsinn des Krieges in teils drastischen Bilder zu vermitteln.
MASH bekämpft diesen Wahnsinn mit rabenschwarzem und teils bitterbösem Humor und zeigt so überdeutlich die komplette Absurdität des Krieges auf. Altmans faszinierende Kriegssatire genießt vollkommen zu Recht Kultstatus und gehört zu einem der wichtigsten Filme des "New Hollywood". Ein echter Meilenstein!

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Robert Altman Donald Sutherland Fred Williamson Robert Duvall 1970er Oscar Winner Oscar Nominee female nudity 50er Jahre Koreakrieg New Hollywood


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SUPERVAN


SUPERVAN SUPERVAN (DVD: Code Red, USA)
(OT: Supervan | USA 1977 | Regie: Lamar Card)

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Zum Abschluss meines kleinen Exploitation-Marathons geht es zurück in die 70er und in eine Zeit, in der für praktisch jede noch so absurde Idee ein Geldgeber gefunden werden konnte. Ein Film wie SUPERVAN hätte wahrscheinlich schon 10 Jahre später nicht mehr gedreht werden können und wäre in der heutigen Zeit absolut unvorstellbar.
Es geht um ein Van-Treffen, bei dem der Besitzer des abgefahrensten Vans ein Preisgeld von $ 5.000,00 einheimsen kann. Und es geht um Clint Morgan, der schon lange von dem Sieg bei diesem Treffen träumt und dessen Van auf dem Weg dahin durch dumme Umstände zerstört wird.
Auftritt des titelgebenden Supervans, ein futuristisch wirkendes Automobil mit Solarantrieb und eingebauter Laserkanone, der sich ausgerechnet Clint als neuen Besitzer "aussucht". Natürlich gibt es noch allerlei Verwicklungen um den Supervan, eine kleine Liebesgeschichte usw.; faktisch ist der Plot von SUPERVAN aber komplett egal. Was Regisseur Lamar Card (dessen Namen ich wirlich noch nie zuvor gehört habe) mit SUPERVAN allerdings ganz vortrefflich gelingt, ist die Erschaffung eines authentisch wirkenden Zeitportraits mit verdammt viel Charme. Ein Großteil der Aufnahmen vom Treffen und den diversen Wettbewerben dürfte wohl von einem echten Van-Treffen stammen (ich kann mir nicht vorstellen, wo die sonst so viele Vans und Statisten herbekommen haben sollten) und SUPERVAN hat so stellenweise schon fast dokumentarischen Charakter. Auf jeden Fall stellte Cards Film einen netten Abschluss meiner Wanderung durch filmische Kloaken dar.
Würde ich mir nun allerdings noch einen weiteren Film ähnlichen Kalibers ansehen, hätte ich große Angst, dass mein Gehirn langsam aber sicher zu schmelzen anfängt.

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Lamar Card 1970er car chase female nudity Carsploitation New World Pictures


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ANCHORMAN: THE LEGEND OF RON BURGUNDY (Extended Cut)


ANCHORMAN: THE LEGEND OF RON BURGUNDY (Extended Cut) ANCHORMAN: THE LEGEND OF RON BURGUNDY (Extended Cut) (Blu-ray: Paramount, Großbritannien)
(OT: Anchorman: The Legend of Ron Burgundy | USA 2004 | Regie: Adam McKay)

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Der Startschuss für das Apatow-Universum, aus dem in den Folgejahren Filme wie THE 40 YEAR OLD VIRGIN, KNOCKED UP, SUPERBAD und FORGETTING SARAH MARSHALL entstehen sollten. Judd Apatow war hier "nur" als Produzent tätig, das Drehbuch stammte aus der Feder von Hauptdarsteller Will Ferrell und Adam McKay, der mit diesem Film seine erste Regiearbeit ablieferte. ANCHORMAN: THE LEGEND OF RUN BURGUNDY ist eine zum Schreien komische Mediensatire, in der Newsformate der Kategorie RTL und Konsorten, in denen die Geburt eines Pandababys eine wichtigere Meldung darstellt als das aktuelle Weltgeschehen, eine volle Breitseite abbekommen. Will Ferrell ist in der Hauptrolle des Ron Burgundy einfach nur grandios und stellt mit seiner Leistung einmal mehr unter Beweis, dass er ein absolut begnadeter Komiker ist. Aber Ferrell ist nicht das einzige (komödiantische) Schwergewicht, das Regisseur McKay und Produzent Apatow hier auffahren. In weiteren Haupt- und Nebenrollen sind Christina Applegate, Paul Rudd, Steve Carell, David Koechner, Fred Willard, Seth Rogen, Danny Trejo, Luke Wilson, Ben Stiller, Jack Black, Tim Robbins und Vince Vaughn zu sehen. Die Besetzung dieses Streifens ist wirklich der absolute Wahnsinn.
ANCHORMAN: THE LEGEND OF RUN BURGUNDY ist ein echtes Highlight, was bei so viel Kompetenz vor und hinter der Kamera aber auch kein großes Wunder darstellt.

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Adam McKay Will Ferrell Christina Applegate Steve Carell Seth Rogen Danny Trejo Judd Apatow Ben Stiller Jack Black Tim Robbins Vince Vaughn 2000er 70er Jahre


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DARK SHADOWS


DARK SHADOWS DARK SHADOWS (Blu-ray: Warner, Deutschland)
(OT: Dark Shadows | USA 2012 | Regie: Tim Burton)

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Auf Tim Burton ist Verlass. Man bekommt eigentlich immer exakt das, was man sich erwarten kann. Auch DARK SHADOWS, die Kinovariante einer von 1966-1971 im US-TV laufenden Gothic-Soap gleichen Namens, überzeugt den Fan mit einer Mischung aus schwarzem Humor und morbider Schönheit. Kostüme, Ausstattung und Schauplätze sind wieder mal erste Sahne und auch die Besetzung des Streifens kann sich mit den Burton-Regulars Johnny Depp, Helena Bonham Carter und Christopher Lee sowie u.a. Michelle Pfeiffer, Eva Green, Jackie Earle Haley, Chloë Grace Moretz und Alice Cooper (!) absolut sehen lassen. Kameramann Bruno Delbonnel verwöhnt das Auge mit einigen wirklich wunderschönen Aufnahmen und Einstellungen und Burtons Stammkomponist Danny Elfman liefert einen Score, der diese Mischung aus kühler Gothic-Atmosphäre und gelungenem Seventies-Flair absolut passend begleitet.
Allerdings bekommt man von Burton nun schon seit Jahren tatsächlich nur noch das, was man von ihm erwarten kann und nur in Ausnahmefällen ein bisschen mehr. Burton scheint mittlerweile etwas auf der Stelle zu treten und ich bin gespannt, ob der mir noch nicht bekannte FRANKENWEENIE mal wieder ein echtes Highlight darstellen wird. Der letzte richtig großartige Burton-Film war für mich BIG FISH aus dem Jahr 2003. Alle späteren Streifen konnten in keinster Weise an Meisterwerke wie ED WOOD, SLEEPY HOLLOW oder eben BIG FISH anknüpfen, lieferten zwar durchweg gute und solide Unterhaltung und waren allesamt weit davon entfernt, durchschnittlich oder gar schlecht zu sein, ihnen fehlte aber durchweg dieses gewisse Etwas, dass praktisch alle seine Filme bis BIG FISH (über das PLANET OF THE APES-Remake legen wir mal den Deckmantel des Schweigens) auszeichnete. Und leider bildet auch DARK SHADOWS da keine Ausnahme. DARK SHADOWS ist gut, aber nicht überragend.

TRAILER:


Tim Burton Johnny Deep Helena Bonham Carter Michelle Pfeiffer Christopher Lee Eva Green Jackie Earle Haley 2010er Vampir Rache Werwolf Femme fatale 70er Jahre 18. Jahrhundert Remake


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BOB & CAROL & TED & ALICE


BOB & CAROL & TED & ALICE BOB & CAROL & TED & ALICE (DVD: Sony, Deutschland)
(OT: Bob & Carol & Ted & Alice | USA 1969 | Regie: Paul Mazursky)

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In BOB & CAROL & TED & ALICE ändert sich das Leben des titelgebenden Ehepaares Bob und Carol nach einem Selbstfindungswochenende in einer Art Hippie-Kommune grundlegend. Eine Tatsache, mit der die besten Freunde der beiden, nämlich die ebenfalls titelgebenden Ted und Alice, nur schwer zurechtkommen.
Entstanden Ende der 60er Jahre, versucht Regisseur und Drehbuchautor Paul Mazursky die allgemeine Aufbruchstimmung der jungen Generation auf selbstironische Art und Weise - und mit einem sicher nicht immer ernst gemeinten Blick auf die sexuelle Revolution der "Love Generation" - einzufangen und angestaubten Moralvorstellungen mit dem Mittel der Satire die rote Karte zu zeigen. So richtig gelingen mag ihm dieser Versuch leider nicht immer. Das liegt zum einen an der Tatsache, dass sich BOB & CAROL & TED & ALICE einer eher episodenhaften Erzählweise bedient und ein herkömmlicher Plot mit typischen Spannungskurven nur in Ansätzen vorhanden ist, und zum anderen an dem Fakt, dass die vier Hauptdarsteller - obwohl zwei von ihnen für ihr Spiel sogar mit einer Oscarnominierung belohnt wurden - es in meinen Augen nicht wirklich schaffen, dieses "Fehlen" einer echten Handlung mit schauspielerischer Klasse auszugleichen. Die vier Protagonisten bleiben einem als Zuschauer eigentlich über weite Strecken relativ egal und so plätschert BOB & CAROL & TED & ALICE über die fast komplette Laufzeit einfach nur so vor sich hin. Das ist alles durchaus nett anzusehen, ist aber wohl kein Film, der sich nachhaltig im Gedächtnis festsetzen wird. Obwohl da schon einige Szenen dabei waren, die einfach nur richtig gut gelungen sind und für die man sich einen "besseren" Film gewünscht hätte. Die Sequenz im Restaurant beispielsweise, in der Bob und Carol auf unnachahmliche Weise ihren beiden Freunden von ihrem Wochenende erzählen und diese davon einfach nur peinlich berührt sind. Oder diese hammergeile Nachtclub-Szene in der Mitte des Films. Einfach nur grandios. Ach, je länger ich drüber nachdenke: irgendwie war Mazurskys Streifen dann doch ziemlich geil.

CLIP:


Paul Mazursky Natalie Wood 1960er Oscar Nominee female nudity Las Vegas Miami New Hollywood


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ROCK OF AGES (Extended Cut)


ROCK OF AGES (Extended Cut) ROCK OF AGES (Extended Cut) (Blu-ray: Warner, Deutschland)
(OT: Rock of Ages | USA 2012 | Regie: Adam Shankman)

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Adam Shankmans Rock-Musical ist eine lupenreine Liebeserklärung an die 80er Jahre. Der Plot ist dabei extrem simpel gehalten und dürfte auf einen Bierdeckel passen. Es gibt typische Versatzstücke (eine Liebesgeschichte, eine fanatische Kämpferin gegen die "böse" Musik, ein angesagter Club, der vor der Pleite steht, und natürlich ein durchgeknallter Rockstar), die Shankman lose miteinander verbindet und so einen perfekten Film zum Wohlfühlen formt. ROCK OF AGES ist - insbesondere in den Nebenrollen - klasse besetzt. Da geben sich Stars wie Alec Baldwin, Paul Giamatti, Catherine Zeta-Jones und Tom Cruise (letzterer in einer grandiosen Rolle als Rockstar Stacee Jaxx) die Klinke in die Hand und sorgen dafür, dass Shankmans Film zu einem echten Erlebnis wird. Die Neuinterpretationen großer Rockklassiker aus den 80ern sind allesamt gelungen und selbst wenn man die Originale teilweise schon fast nicht mehr hören kann und Songs wie "Here I Go Again" oder "I Can't Fight This Feeling" - laufen sie mal wieder irgendwo im Radio - im Normalfall eher mit einem Stoßseufzer ins Nirvana schicken will, so ertappt man sich doch immer wieder dabei, die hier dargebotenenn Fassungen - und zwar selbst die größten Rockschnulzen - mit einem dicken Grinsen im Gesicht und einem leisen Mitsummen zu begleiten. ROCK OF AGES rockt. Ganz gewaltig sogar!

TRAILER:


Adam Shankman Alec Baldwin Tom Cruise Russell Brand Catherine Zeta-Jones Eli Roth 2010er 80er Jahre


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HAROLD & KUMAR - ALLE JAHRE WIEDER IN 3D


HAROLD & KUMAR - ALLE JAHRE WIEDER IN 3D HAROLD & KUMAR - ALLE JAHRE WIEDER IN 3D (Blu-ray: Warner, Deutschland)
(OT: A Very Harold & Kumar 3D Christmas | USA 2011 | Regie: Todd Strauss-Schulson)

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Noch ein Text zu einem Weihnachtsfilm. Das dritte Abenteuer von Harold und Kumar hatte ich mir Ende letzten Jahres zum Abschluss der Feiertage angesehen und mit diesem Streifen die besinnliche Zeit mit dem ultimativen Chaos-Weihnachtsfilm beendet.
Nachdem die beiden Freunde Harold und Kumar in den beiden Filmen zuvor bereits wilde Abenteuer auf der Suche nach einem bestimmten Fast-Food-Restaurant und ihrer Flucht aus Guantanamo Bay erlebt haben, machen sie sich im nunmehr dritten Film auf den Weg um den perfekten Weihnachtsbaum zu finden. Ein Weg, der mal wieder mit allerlei verrückten Erlebnissen gepflastert ist. A VERY HAROLD & KUMAR 3D CHRISTMAS macht - ähnlich wie seine beiden Vorgänger - keinerlei Gefangene wenn es darum geht, dem Zuschauer derbe und politisch höchst unkorrekte Gags um die Ohren zu hauen. Allein die grandiose Knetfiguren-Sequenz dürfte wunderbar dazu geeignet sein, unbedarfte Zuschauer gehörig vor den Kopf zu stoßen. Oder die Sache mit der kleinen Tochter von Harolds Kumpel, oder die Sache mit dem echten Weihnachtsmann und der Schrotflinte, oder Danny Trejo, der als furchteinflößender Schwiegervater in spe mit kitschigen Weihnachtspullovern Angst und Schrecken verbreitet, oder mal wieder Neil Patrick Harris, der sich erneut selbst spielt und Massagen der besonderen Art anbietet. Oder, oder, oder... A VERY HAROLD & KUMAR 3D CHRISTMAS rockt ganz gewaltig das Haus und bietet zudem noch 3D-Effekte, die wirklich allererste Sahne sind. Grandios!

TRAILER:


Todd Strauss-Schulson Danny Trejo RZA 2010er New York female nudity Sequel


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DIE GEISTER, DIE ICH RIEF


DIE GEISTER, DIE ICH RIEF DIE GEISTER, DIE ICH RIEF (DVD: Paramount, Deutschland)
(OT: Scrooged | USA 1988 | Regie: Richard Donner)

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Es ist Mitte Mai und ich veröffentliche hier einen Text zu einem Weihnachtsfilm. Das hat nun weniger damit zu tun, dass ich plötzlich - da das Wetter sich ja nun endlich zu bessern scheint - Sehnsucht nach der Kälte des Winters verspüren würde, sondern zeigt deutlich auf, dass ich mit diesem Blog hier so hoffnungslos hinterherhinke wie schon Ewigkeiten nicht mehr. Da mir dieses Tagebuch aber wirklich am Herzen liegt und ich mich einfach nicht dazu durchringen kann, es einfach aufzugeben, komme ich meiner Chronistenpflicht nach und veröffentliche weiter Texte, die sich schon lange bruchstückhaft in einem Word-Dokument befinden und nur darauf warten, halbwegs zusammengefügt und wenigstens ein bisschen ausformuliert zu werden. Und da sich im Mai wahrscheinlich eh keiner für einen Text zu einem Film wie SCROOGED interessiert, mache ich es mir einfach und fasse mich kurz:
In Donners Variation von Dickens klassischer Weihnachtsgeschichte darf sich Bill Murray als tyrannischer TV-Produzent mit den drei Geistern der Weihnacht herumschlagen und wird dadurch am Ende des Tages ein besserer Mensch. SCROOGED ist einer der absoluten Klassikers des Weihnachtsfilms und gehört gleich nach CHRISTMAS VACATION zu meinen persönlichen Favoriten in diesem Subgenre. Regisseur Richard Donner präsentiert eine ausgewogene Mischung aus Ernsthaftigkeit, Kitsch und purem Klamauk und hat das große Glück, mit Bill Murray einen Hauptdarsteller zu haben, der praktisch den kompletten Film von der ersten bis zur letzten Sekunde trägt. Murray ist in der Rolle des Ekelpakets absolut in seinem Element und liefert hier einen seiner besten Auftritte ab. Klasse!

TRAILER:


Richard Donner Bill Murray Lee Majors Robert Mitchum 1980er Oscar Nominee 50er Jahre 60er Jahre 70er Jahre


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SAND SHARKS


SAND SHARKS SAND SHARKS (Blu-ray: Splendid, Deutschland)
(OT: Sand Sharks | USA 2011 | Regie: Mark Atkins)

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Pünktlich zum Start eines alljährlichen Festivals, zu dem feierwütige Teenager in einem kleinen Küstenkaff erwartet werden, tauchen dort Haie im Sand auf und stören die Festivitäten doch deutlich.
Wie, Haie im Sand? Ja, verdammte Haie im Sand. Wo sollten sie sich auch sonst rumtreiben, wenn ihnen das Wasser einfach zu nass wird. Regisseur Mark Atkins hat da einen Film gedreht, den man tatsächlich nur als komplette Granate bezeichnen kann. Denn SAND SHARKS schießt den absoluten Vogel ab und lässt das Herz eines jeden Trash-Liebhabers für gut 90 Minuten höher schlagen. Einer dieser Filme aus der "so bad it's fucking great"-Kategorie, mit einem Plot, der aus einer Vielzahl ähnlich gelagerter Streifen zusammengebastelt wurde, mit Effekten, die 5-jährige Kinder auf einem alten Commodore C64 besser programmieren könnten, mit Laiendarstellern, die man bei jedem GZSZ-Casting mit Schimpf und Schande vom Hof jagen würde, mit Dialogen, die einem die Fremdscham ins Gesicht jagen, usw., usf.
SAND SHARKS ist ein Fest für alle Liebhaber des schlechten Geschmacks und ich habe einfach eine absolut Schwäche für kompletten Schwachsinn dieser Art. I really just loved this flick! Und ich werde mir auch in Zukunft jedes Z-Movie, in dem Haie vorkommen, reinziehen. Bald gibt es ja mit BAIT - sogar in einer größeren Produktion - Haie im Supermarkt zu bewundern und irgendwann wird auch mal jemand kommen, der die Viecher in den Weltraum verfrachtet. Ich träume von einem Film mit dem Titel NAZI SHARKS FROM OUTER SPACE. :D
Wobei ich zukünftige Haifilm-Sichtungen vielleicht doch lieber ohne meine Frau vornehmen sollte. Ihr einziger Kommentar beim Einsetzen des Abspanns von SAND SHARKS: "Ich lass mich scheiden!". Das will ich dann doch nicht riskieren.

TRAILER:


Mark Atkins 2010er Tierhorror





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