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One Night Stands und wahre Liebe


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THE ROCKER


THE ROCKER THE ROCKER (DVD: 20th Century Fox, Deutschland)
(OT: The Rocker | USA 2008 | Regie: Peter Cattaneo)


Infos zum Film:
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Nette Mischung aus Komödie und Musikfilm, in der ein Drummer - 20 Jahre nachdem er aus einer kurz vor dem großen Durchbruch stehenden Band geschmissen wurde - eine ungewöhnliche zweite Chance bekommt und diese beim Schopf packt.
Regisseur Peter Cattaneo orientiert sich mit THE ROCKER deutlich an Filmen wie ALMOST FAMOUS und THE SCHOOL OF ROCK und ist natürlich relativ weit davon entfernt, großartige Überraschungen oder Innovationen zu liefern. THE ROCKER funktioniert trotzdem ganz gut. Weil diese kleine Geschichte über das Leben von Träumen, über Freundschaft und über die Magie des Rock'n'Roll halt verdammt sympathisch und kurzweilig rüberkommt. Weil mit Rainn Wilson die optimale Besetzung für den alternden Drummer gefunden wurde und weil Regisseur Cattaneo das Glück hatte, Schauspieler wie Bradley Cooper, Christina Applegate, Jane Lynch und insbesondere Emma Stone ( :love: ) - mit der einfach jeder Film sehenswert ist - als Co-Stars vor der Kamera zu haben und es so auf schauspielerischer Seite rein gar nichts auszusetzen gibt. THE ROCKER ist sicher kein Film für die Geschichtsbücher, muss er auch gar nicht sein. In den meisten Fällen reicht es ja eh vollkommen aus, den Zuschauer einfach nur gut zu unterhalten. Und das gelingt THE ROCKER ganz vorzüglich.

TRAILER:


Peter Cattaneo Rainn Wilson Emma Stone Christina Applegate Bradley Cooper 2000er


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ES TANZT DIE GÖTTIN


ES TANZT DIE GÖTTIN ES TANZT DIE GÖTTIN (DVD: Sony, Deutschland)
(OT: Cover Girl | USA 1944 | Regie: Charles Vidor)

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COVER GIRL ist ein klassisches Hollywood-Musical aus den 40er Jahren, in dem 2 der größten Stars der damaligen Zeit, Rita Hayworth und Gene Kelly, zum ersten und einzigen Mal gemeinsam vor der Kamera standen.
COVER GIRL erzählt eine relativ einfach gestrickte, klassische Liebesgeschichte und dient in allererster Linie dazu, die Tanzkünste seiner beiden Stars in aufwändig choreographierten Musicaleinlagen auf die Leinwand zu zaubern. Die Chemie zwischen Hayworth und Kelly passt und Regisseur Charles Vidor gelingt es mit Hilfe seiner beiden Stars ohne große Probleme, den Zuschauer um seine Finger zu wickeln und mit auf eine kurzweilige Reise ins Land des kunterbunten Kitschs zu nehmen.
COVER GIRL startete Ende März 1944, zu Zeiten des 2. Weltkriegs, in den amerikanischen Kinos und Filme wie diese wollten im Endeffekt nicht viel mehr bewirken, als das Publikum in eine Welt zu entführen, in der es alle Sorgen für gut 2 Stunden vergessen konnte. COVER GIRL dürfte das damals definitiv gelungen sein. Natürlich ist COVER GIRL kitschig, aber er ist auf seine Art und Weise auch einfach nur wunderschön. Und Rita Hayworth ist auf ihre unnachahmliche Art und Weise in praktisch jeder ihrer Szenen einfach nur atemberaubend.

TRAILER:


Charles Vidor Rita Hayworth 1940er Oscar Winner Oscar Nominee New York


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ROCK OF AGES (Extended Cut)


ROCK OF AGES (Extended Cut) ROCK OF AGES (Extended Cut) (Blu-ray: Warner, Deutschland)
(OT: Rock of Ages | USA 2012 | Regie: Adam Shankman)

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Adam Shankmans Rock-Musical ist eine lupenreine Liebeserklärung an die 80er Jahre. Der Plot ist dabei extrem simpel gehalten und dürfte auf einen Bierdeckel passen. Es gibt typische Versatzstücke (eine Liebesgeschichte, eine fanatische Kämpferin gegen die "böse" Musik, ein angesagter Club, der vor der Pleite steht, und natürlich ein durchgeknallter Rockstar), die Shankman lose miteinander verbindet und so einen perfekten Film zum Wohlfühlen formt. ROCK OF AGES ist - insbesondere in den Nebenrollen - klasse besetzt. Da geben sich Stars wie Alec Baldwin, Paul Giamatti, Catherine Zeta-Jones und Tom Cruise (letzterer in einer grandiosen Rolle als Rockstar Stacee Jaxx) die Klinke in die Hand und sorgen dafür, dass Shankmans Film zu einem echten Erlebnis wird. Die Neuinterpretationen großer Rockklassiker aus den 80ern sind allesamt gelungen und selbst wenn man die Originale teilweise schon fast nicht mehr hören kann und Songs wie "Here I Go Again" oder "I Can't Fight This Feeling" - laufen sie mal wieder irgendwo im Radio - im Normalfall eher mit einem Stoßseufzer ins Nirvana schicken will, so ertappt man sich doch immer wieder dabei, die hier dargebotenenn Fassungen - und zwar selbst die größten Rockschnulzen - mit einem dicken Grinsen im Gesicht und einem leisen Mitsummen zu begleiten. ROCK OF AGES rockt. Ganz gewaltig sogar!

TRAILER:


Adam Shankman Alec Baldwin Tom Cruise Russell Brand Catherine Zeta-Jones Eli Roth 2010er 80er Jahre


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RIHANNA: LOUD TOUR LIVE AT THE O2


RIHANNA: LOUD TOUR LIVE AT THE O2 :love: RIHANNA: LOUD TOUR LIVE AT THE O2 :love: (Blu-ray: Universal, Deutschland)
(OT: Rihanna: Loud Tour Live at the O2 | USA 2012 | Regie: Nick Wickham)

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RIHANNA: LOUD TOUR LIVE AT THE O2 ist der Konzertfilm zur Tour zum fünften Studioalbum der Sängerin aus Barbados und stellt einen Zusammenschnitt der letzten drei (von insgesamt zehn) Konzerten dar, die Rihanna während der Tour in der ausverkauften O2-Arena in London gegeben hatte. Die Veröffentlichung des Zusammenschnitts erfolgte vergleichsweise spät im Dezember 2012, in der Zwischenzeit kamen bereits zwei weitere Alben von Rihanna auf den Markt.
Im Gegensatz zum unmittelbaren Vorgänger RIHANNA: GOOD GIRL GONE BAD LIVE ist hier alles deutlich größer und spektakulärer geraten. Konnte man im Konzertfilm zuvor noch eine Sängerin beobachten, die kurz davor stand, ein absoluter Superstar zu werden, gibt es nun eben diesen absoluten Superstar zu betrachten. Die Bühnenshow ist gigantisch, Rihanna selbst um einiges routinierter und abgeklärter als noch während des Konzertes zu ihrer dritten CD. Hit folgt auf Hit, alles ist perfekt getimet und der ganze Zusammenschnitt wirklich atemberaubend gut gelungen (wobei er noch besser gelungen wäre, wenn man die dokumentarischen Anteile, welche Rihannas Leben auf Tour beleuchten und den Konzertzusammenschnitt immer wieder unterbrechen, aus dem Konzertfilm ausgelagert und als eigene Kurz-Dokumentation auf der Blu-ray zur Verfügung gestellt hätte). Diese professionelle Souveränität, die Rihanna hier ausstrahlt, hat aber auch ihre Schattenseiten. In RIHANNA: GOOD GIRL GONE BAD LIVE kam die attraktive Sängerin weitaus sympathischer und authentischer rüber als hier. An der Qualität ihrer Musik ändert das selbstverständlich nichts.
Abschließend muss ich allerdings noch etwas zur Qualität der Blu-ray loswerden. Die ist leider unter aller Sau und trübt den Genuss des ansonsten über jeden Zweifel erhabenen Konzerterlebnisses doch deutlich. Die Bildqualität ist einer Blu-ray nicht würdig und die Soundqualität kann man nur als Frechheit bezeichnen. Hatte die Veröffentlichung von RIHANNA: GOOD GIRL GONE BAD LIVE gerade im Bereich des Sounds noch so etwas wie Referenzcharakter, muss man leider feststellen, dass die auf dieser Blu-ray gebotene Tonqualität nicht mal mit einer durchschnittlichen MP3-Aufnahme mithalten kann. Ein Armutszeugnis.

TRAILER:


Nick Wickham Rihanna 2010er


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RIHANNA: GOOD GIRL GONE BAD LIVE


RIHANNA: GOOD GIRL GONE BAD LIVE :love: RIHANNA: GOOD GIRL GONE BAD LIVE :love: (DVD: Universal, Deutschland)
(OT: Rihanna: Good Girl Gone Bad Live | USA 2008 | Regie: Paul Caslin)

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Seit ihrem Megahit “Umbrella“ bin ich - obwohl prinzipiell eher im Metal-, Punk- und Alternative-Bereich zuhause - bekennender Rihanna-Fan. Aber dieser Song machte nicht nur mich zum Fan, sondern Rihanna selbst auch zum absoluten Superstar und gab den Startschuss zu einer wahrlich beeindruckenden Karriere. Rihanna: Good Girl Gone Bad Live zeigt den Mitschnitt eines Konzerts aus dem Dezember 2007 in der MEN-Arena in Manchester. Zu diesem Zeitpunkt war Rihanna noch relativ am Anfang ihrer “Good Girl Gone Bad“-Welttour (die im September 2007 startete und im Januar 2009 enden sollte) und der Mitschnitt zeigt eine Künstlerin, die gerade zu begreifen scheint, dass ihr eine große Karriere bevorstehen könnte. Rihanna scheint in nicht wenigen Momenten des Konzertes sichtlich überwältigt und fast schon gerührt von ihrem eigenen Erfolg zu sein und das führt dazu, dass die attraktive Sängerin ausgesprochen sympathisch und “ehrlich“ rüberkommt. Rihanna: Good Girl Gone Bad Live ist ein Konzertfilm, der Fans definitiv die eine oder andere Gänsehaut beschert und musikalisch eine perfekte Zusammenstellung aus den ersten drei Alben der Sängerin präsentiert. Vom Start des Konzerts mit “Pon de Replay“ bis zum Finale mit “Umbrella“ reiht sich tatsächlich Hit an Hit und es gibt während der kompletten Show keinen einzigen auch nur im Ansatz schwächeren Song zu hören.
Was die technische Seite angeht, ist die vorliegende DVD übrigens - insbesondere im Hinblick auf den Sound - einfach nur atemberaubend gut und bestens dafür geeignet, die Grenzen der heimischen 5.1-Anlage auszuloten. Großartig!

CLIP:


Paul Caslin Rihanna 2000er


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PINK FLOYD: BEHIND THE WALL - INSIDE THE MINDS OF PINK FLOYD


PINK FLOYD: BEHIND THE WALL - INSIDE THE MINDS OF PINK FLOYD PINK FLOYD: BEHIND THE WALL - INSIDE THE MINDS OF PINK FLOYD (DVD: I-On New Media, Deutschland)
(OT: Pink Floyd: Behind the Wall | Großbritannien 2011 | Regie: Sonia Anderson)

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Mit Hilfe der Bandmitglieder und verschiedener Weggefährten wirft die britische Regisseurin Sonia Anderson einen chronologischen Blick auf die Geschichte von Pink Floyd…

Es ist sicher keine Übertreibung, wenn man behauptet, dass Pink Floyd zu den wichtigsten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten gehören. Regisseurin Sonia Anderson wirft mit ihrer für das britische Fernsehen produzierten Dokumentation Pink Floyd: Behind the Wall - Inside the Minds of Pink Floyd einen Blick auf die Geschichte dieser faszinierenden Band. Echten Pink-Floyd-Enthusiasten dürfte Anderson dabei sicher nicht sonderlich viel Neues erzählen, aber insbesondere für Leute wie mich, welche die Musik der britischen Band zwar mögen, sich aber bisher noch nicht wirklich intensiv mit ihrer Geschichte auseinandergesetzt haben, ist diese knapp 80-minütige Dokumentation eine hochinteressante Angelegenheit. Sonia Anderson erzählt die Geschichte von Pink Floyd in chronologischer Reihenfolge, wobei insbesondere die Zeit der Kennenlern- und Gründungsphase der Urbesetzung bis zur Veröffentlichung der ersten Platte und der Trennung von dem vom Wahnsinn gezeichneten Syd Barrett knapp über die Hälfte der Laufzeit des Films ausmacht. Mit Hilfe von Statements der Bandmitglieder und verschiedener Wegbegleiter sowie zahlreicher Archivaufnahmen erhält man als Zuschauer so nicht nur einen Einblick in die ersten Jahre der langen Geschichte von Pink Floyd, sondern auch ein spannendes Zeitportrait der 60er Jahre. In der zweiten Filmhälfte widmet sich Sonia Anderson dann dem weiteren Erfolgsweg der Gruppe. Die Veröffentlichung solch zeitloser Meisterwerke wie “The Dark Side of the Moon“, “Wish You Were Here“ und “The Wall“, die Trennung von Roger Waters in den 80ern und die Ära David Gilmore stehen hier im Mittelpunkt, können aufgrund der nicht gerade üppigen Restlaufzeit des Films aber lange nicht so intensiv und ausführlich betrachtet werden wie die Jahre bis zur Trennung von Syd Barrett in der ersten Filmhälfte zuvor. Das ist dann auch ein kleiner Makel von Pink Floyd: Behind the Wall - Inside the Minds of Pink Floyd, denn in der zweiten Hälfte wirkt Andersons Dokumentation fast ein bisschen gehetzt und teilweise etwas oberflächlich. Wirklich negativ wirkt sich das auf den Gesamteindruck des Films jedoch nicht aus. Wenn der Abspann läuft, überkommt einen die große Lust, mal wieder seine Pink-Floyd-CDs aus dem Schrank zu holen und in den CD-Player zu legen.

Sonia Anderson 60er Jahre 70er Jahre 80er Jahre 90er Jahre London 2010er


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ISIS: CLEARING THE EYE (Live at Annandale Hotel, Sydney, Australia, 11 February 2005)


ISIS: CLEARING THE EYE (Live at Annandale Hotel, Sydney, Australia, 11 February 2005) ISIS: CLEARING THE EYE (Live at Annandale Hotel, Sydney, Australia, 11 February 2005) (DVD: Ipecac Recordings, USA)
(OT: Isis: Clearing the Eye | USA 2006 | Regie: unbekannt)


Ein Konzert der amerikanischen Band Isis im Annandale Hotel in Sydney, Australien…

Mal wieder einer dieser kleinen und viel zu seltenen von mir unternommenen Ausflüge in die Welt des Konzertfilms.
Die amerikanische Band Isis dürfte vielleicht nicht unbedingt einem breiteren Publikum bekannt sein. Isis, die sich im Sommer 2010 auflösten, spielten eine Mischung aus Post Metal, Doom Metal, Post Hardcore und Sludge und könnten vor allem für Fans von Bands wie Neurosis interessant sein.
Das Herzstück der vorliegenden Clearing the Eye-DVD besteht aus dem kompletten Mitschnitt eines gut 80 Minuten langen Clubauftritts der Band im australischen Sydney im Februar 2005, einem kleinen Konzert, mit dem man einen wunderbaren Einblick in das Schaffen der Mannen um Sänger Aaron Turner erhält. Isis stehen auf der Bühne - eingetaucht in meist sattgrünes Licht -, spielen ihr Set - ohne großes Spektakel, jegliche Ansagen oder auch nur den Hauch einer Bühnenshow - und nehmen ihr Publikum so mit auf eine Reise in andere Sphären. Die Musik von Isis zeichnet sich durch eine Mischung aus traumhafter Atmosphäre, tiefer Melancholie und brutaler Härte aus. Mit möglichst laut aufgedrehter Anlage kann man sich bestens von den meist überlangen Songs mitreißen und treiben lassen. Songs wie So Did We, der unten verlinkte The Beginning And The End, Wills Dissolve oder Grinning Mouths verschmelzen irgendwann zu einem großen Ganzen und sorgen dafür, dass man als Zuschauer bzw. Zuhörer für die Dauer des Konzerts alles um sich herum vergessen kann. Großartig!

CLIP:


2000er


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DIE GIRLS


DIE GIRLS DIE GIRLS (DVD: Warner, Deutschland)
(OT: Les Girls | USA 1957 | Regie: George Cukor)

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Die Biographie von Sybil Wren (Kay Kendall), einer ehemaligen Tänzerin einer berühmten Variéte-Gruppe, schlägt hohe Wellen und führt sogar dazu, dass Sybil von ihrer früheren Kollegin Angèle Ducros (Taina Elg) wegen Verleumdung verklagt wird. Vor Gericht soll geklärt werden, ob sich die in der Biographie veröffentlichten Details damals in Paris tatsächlich so ereignet haben…

Ab und an ist es sicher nicht die schlechteste Entscheidung, wenn man sich einfach auf die Couch zurückzieht, sich mit Hilfe seines DVD-Players auf eine filmische Zeitreise in die goldene Ära der großen Hollywood-Studios begibt und sich vom überbordenden Kitsch eines klassischen Musicals 2 Stunden lang gefangen nehmen lässt.
Die Girls von Meisterregisseur George Cukor greift die Ausgangssituation von Akira Kurosawas Rashômon auf - verschiedene Personen schildern ein Ereignis aus ihren eigenen Blickwinkeln und am Ende darf man sich die Wahrheit aus den verschiedenen Erzählungen zusammenreimen - und transportiert diese in die Welt einer Varieté-Gruppe.
Cukors Film gehört nun sicher nicht zu den ganz großen Meisterwerken des Musical-Genres - an Klassiker wie bspw. The Sound of Music, My Fair Lady oder West Side Story kommt er nicht wirklich heran -, kann aber vor allem aufgrund der unbekümmerten, federleichten und teils auch herrlich ironischen Inszenierung (wunderbar die für damalige Verhältnisse wohl ziemlich anzügliche Musiknummer "Ladies in Waiting" oder auch die kleine Parodie auf den Brando-Film Der Wilde) genügend Pluspunkte sammeln um positiv in Erinnerung zu bleiben. Ein wirklich ausgesprochen schönes Filmerlebnis.
Zum Schluss noch ein bisschen Trivia: Für zwei große Namen in Hollywood sollte Die Girls in gewisser Weise einen Endpunkt darstellen. Für Hauptdarsteller Gene Kelly war dies die (vorerst) letzte Arbeit für die glorreichen MGM-Studios und Cole Porter, einer der wichtigsten Komponisten des klassischen Hollywood, wirkte nach Die Girls an keinem weiteren Film mehr mit und starb sieben Jahre später an Nierenversagen.

TRAILER:


George Cukor Gene Kelly 1950er Oscar Winner Oscar Nominee Paris


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REPO! THE GENETIC OPERA


REPO! THE GENETIC OPERA REPO! THE GENETIC OPERA (Blu-ray: Lionsgate, Großbritannien)
(OT: Repo! The Genetic Opera | USA 2008 | Regie: Darren Lynn Bousman)

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In nicht allzu ferner Zukunft ist ein großer Teil der Menschheit einer rätselhaften Epidemie zum Opfer gefallen. Rettung vor der tödlichen Krankheit verspricht ausschließlich der Austausch von Organen, auf den sich der mächtige Konzern GeneCo spezialisiert hat. Dessen Inhaber Rotti Largo (Paul Sorvino) lässt sich und seine Technologie als Retter der Menschheit feiern, betreibt sein Geschäft aber mit ausgesprochen skrupellosen Methoden. Wer sich kein Organ leisten kann, bekommt die Möglichkeit, dieses auf Raten abzuzahlen. Sobald der Schuldner jedoch mit seiner Ratenzahlung im Rückstand ist, wird ihm das Organ von einem von GeneCo beauftragten Repo Man wieder entfernt. In dieser Welt lebt auch die an einer seltenen Blutkrankheit leidende Shilo (Alexa Vega), die nicht ahnt, dass es sich bei dem sie umsorgenden Vater (Anthony Head) um den Repo Man von GeneCo handelt und die von ihrem Vater aus Angst, dass sich ihr Gesundheitszustand weiter verschlechtern könnte, regelrecht an ihr Krankenbett gefesselt wird. Shilo versucht dennoch regelmäßig, ihrem Krankenbett zu entfliehen und als bei einem ihrer Ausflüge in die Außenwelt GeneCo-Inhaber Largo auf sie aufmerksam wird, hat dies fatale Konsequenzen…

Ok, so sieht das also aus, wenn die Produzenten von Saw ein Musical verfilmen. Und wenn ich Musical schreibe, dann meine ich auch Musical. Hier gibt es tatsächlich so gut wie keine gesprochenen Dialoge, ca. 95% aller Dialogzeilen dürften gesungen sein. Repo! The Genetic Opera lebt neben seinem wirklich grandiosen Soundtrack vor allem von seiner ausgefeilten Optik und erschlägt den Zuschauer regelrecht mit einer visuellen Gewalt, die ihresgleichen sucht. Man stelle sich die irrsten Szenen aus den Musikvideos von Marilyn Manson vor, montiere diese wild zusammen und potenziere diesen Zusammenschnitt. Das Resultat dürfte nicht annähernd so abgefahren und durchgeknallt aussehen wie Repo! The Genetic Opera. Darren Lynn Bousmans Film ist eine Symphonie aus Blut und Gedärmen, ein Streifen, der dem Unterbewusstsein eines Wahnsinnigen entsprungen zu sein scheint. Natürlich kann man dem Streifen den berühmt-berüchtigten “Style Over Substance“-Vorwurf machen und natürlich geht die Story hier fast zwangsläufig unter und verkommt zur absoluten Nebensache. Wenn ein Film aber solche audio-visuellen Geschütze auffährt wie dieser hier, kann man ihm da in meinen Augen gar nicht großartig böse sein. Außerdem denke ich, dass die Geschichte des Streifens doch einiges an Potential zu bieten hat und man dieses wahrscheinlich erst bei weiteren Sichtungen erkennen kann, nämlich dann, wenn man schon weiß, was einen hier erwartet und man von dem Film nicht mehr komplett überrollt wird. Ich bin auf jeden Fall ziemlich beeindruckt von Repo! The Genetic Opera, empfehle den Film einfach mal wärmstens weiter und verspreche jedem, der Paris Hilton auf Anhieb erkennt, einen virtuellen Keks.

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Darren Lynn Bousman Paris Hilton 2000er Nahe Zukunft Dystopie female nudity Rache


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DER KLEINE HORRORLADEN


DER KLEINE HORRORLADEN DER KLEINE HORRORLADEN (DVD: Warner, Deutschland)
(OT: Little Shop of Horrors | USA 1986 | Regie: Frank Oz)

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Mr. Mushnik (Vincent Gardenia) ist Inhaber eines miserabel laufenden Blumenladens in einem heruntergekommenen Stadtviertel in New York. Als sein Angestellter Seymour (Rick Moranis) eines Tages jedoch eine außergewöhnliche Pflanze im Schaufenster ausstellt, scheint diese eine magische Anziehung auf die potentiellen Kunden auszuüben. Mushniks Laden erlebt durch sie einen regelrechten Boom und die Geschäfte laufen so gut wie nie zuvor. Doch die Pflanze entwickelt schon bald ein gefährliches Eigenleben...

Im Jahr 1960 drehte Roger Corman innerhalb von 2 Tagen und 1 Nacht den Film The Little Shop of Horrors, in dem u.a. ein gewisser Jack Nicholson einen seiner ersten Leinwandauftritte hatte. Der Film wurde zum absolut Kulthit und später als Musical für die Bühne adaptiert. Und dieses Bühnen-Musical nahm sich schließlich Muppets-Schöpfer Frank Oz zur Brust und verfilmte Cormans Streifen im Jahr 1986 als Musical-Version nochmals neu. Rick Moranis, bekannt vor allem wegen seiner Rolle in Ghostbusters, ist Seymour Krelborn, der in einem kleinen Blumenladen eine außergewöhnliche Pflanze hegt und pflegt, welche sich langsam aber sicher als blutdurstiges Monstrum entpuppt. Herrlich verschrobene Charaktere, jede Menge skurrile Einfälle, nett choreographierte Musical-Nummern, ein wunderbares Creature Design und nicht zuletzt tolle Gastauftritte von Stars wie Steve Martin, Bill Murray, James Belushi und John Candy machen Der kleine Horrorladen zu einem echten Genre-Highlight. Insbesondere Steve Martin in der Rolle des durchgeknallten Zahnarztes gibt hier eine seiner denkwürdigsten Vorstellungen ab. Oz’ Film, der gleichzeitig auch eine augenzwinkernde Hommage an die Monsterfilme der 50er Jahre darstellt, läuft vor erinnerungs- und zitierwürdigen Szenen praktisch über und verbreitet über seine komplette Laufzeit einfach nur richtig gute Laune. Klasse!

TRAILER:


Frank Oz Steve Martin Bill Murray James Belushi John Candy 1980er Oscar Nominee New York Alien Remake


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BERRY GORDY'S THE LAST DRAGON


BERRY GORDY'S THE LAST DRAGON BERRY GORDY'S THE LAST DRAGON (DVD: Sony, USA)
(OT: Berry Gordy's The Last Dragon | USA 1985 | Regie: Michael Schultz)

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Um die höchste Stufe seiner Kampfkünste zu erreichen, begibt sich der leicht naive Leroy Green (Taimak) auf die Suche nach dem Meister. Auf seinem Weg macht er Bekanntschaft mit dem fiesen Sho'nuff (Julius Carry) und rettet eher zufällig die attraktive Laura Charles (Vanity) vor einem skrupellosen Musikproduzenten…

Ein Schwarzer, der sich für einen Chinesen hält, macht sich auf die Suche nach dem wahren Meister der fernöstlichen Kampfkünste und stolpert dabei von einer Keilerei in die nächste. Der Tanz des Drachen ist ein kunterbunter, herrlich bescheuerter Film. Eine echte Wundertüte, bei der man sich nie sicher sein kann, welche Überraschung in der nächsten Sequenz aus dem Hut gezaubert wird. Ich liebe beispielsweise den ersten Auftritt des von Julius Carry wahnwitzig gespielten Sho'nuff im Kino. Sein Outfit hätte einen eigenen Credit im Abspann des Films verdient gehabt. Und natürlich liebe ich diese unglaubliche Naivität, mit der sich der von Taimak gespielte Leroy Green auf die Suche nach dem "Glow" macht, befürchte allerdings, dass diese Naivität keinesfalls gespielt ist. Außerdem ist es auch immer wieder spaßig, wen man in solchen Streifen entdeckt. Hier "blamieren" sich beispielsweise William H. Macy und Chazz Palminteri in kleineren Rollen. Und im Finale dreht Der Tanz des Drachen dann komplett hohl und verlässt die Grenzen jeder irdischen Logik. Must be seen to be believed! Und die Leute, die für Frisuren, Make-up und Kostüme verantwortlich waren, dürften ihre Arbeit damals definitiv unter extremen Drogeneinfluss verrichtet haben. Ein halbwegs nüchterner Mensch kann sich solche Designs nicht mal in den 80ern ausgedacht haben. Unfassbar!

TRAILER:


Michael Schultz Vanity 1980er New York


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NINE


NINE NINE (Blu-ray: Senator/Universum, Deutschland)
(OT: Nine | Italien/USA 2009 | Regie: Rob Marshall)

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Eigentlich sollte Regisseur Guido Contini (Daniel Day-Lewis) schon längst mit den Dreharbeiten zu seinem neuen Film begonnen haben. Doch der Autorenfilmer hat noch nicht einmal ein vorzeigbares Drehbuch und befindet sich in einer kreativen Sackgasse. Statt sich auf sein Projekt zu konzentrieren, schwelgt Contini lieber in ausladenden Fantasien, in denen die verschiedenen Frauen seines Lebens stets eine zentrale Rolle spielen...

Seit dem großen Erfolg von Luhrmanns Moulin Rouge! aus dem Jahr 2001 trauen sie sich in Hollywood in regelmäßigen Abständen immer mal wieder ein Musical zu. Regisseur Rob Marshall, der 2002 mit Chicago schon ein echtes Genre-Highlight abgeliefert hat, wagt sich mit Nine an eine moderne Version des Fellini-Klassikers (den ich mir unbedingt mal wieder ansehen muss) - eine Mission, die eigentlich schon von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Kein Wunder, dass die Kritik Nine regelrecht in der Luft zerrissen hat. Betrachtet man den Film allerdings losgelöst vom übermenschlich großen Vorbild und gibt ihm eine faire Chance, weiß der Streifen meines Erachtens durchaus zu unterhalten. Rob Marshall entführt den Zuschauer in seinem mit Stars nur so gespickten Film - rund um den 2-fachen Oscar-Gewinner Daniel Day-Lewis haben sich mit Marion Cotillard, Penélope Cruz, Nicole Kidman, Sophia Loren und Judi Dench nicht weniger als 5 Oscar-Preisträgerinnen und mit Kate Hudson eine weiter Oscar-Nominierte versammelt - ins Italien der 60er Jahre und erzählt die Geschichte des in einer kreativen Sackgasse steckenden Regisseurs in wirklich wunderschönen Bildern. Nine ist - dank Cruz, Hudson & Co. - verdammt sexy geraten und einfach nur herrlich fotografiert. Die Musical-Nummern sind zudem toll choreographiert (bei den Songs hätte allerdings der eine oder andere Ohrwurm mehr dabei sein können) und den ganzen Film umgibt eine herrlich melancholische, verträumte Grundstimmung. Den Vorwurf, den sich Marshall aber definitiv gefallen lassen muss, ist der, dass er sich einfach zu sehr auf sein Staraufgebot verlässt, sich zu wenig um seine Geschichte an sich kümmert und Nine dadurch eher den Anschein einer Nummernrevue hat als den eines stimmig erzählten Filmes. Da der Streifen aber visuell einfach nur großartig geworden ist, verzeihe ich diese offensichtliche Schwäche gerne. Ja, es hat mir durchaus Spaß gemacht, Guido Contini bei seinen wilden Fantasien zu begleiten.

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Rob Marshall Daniel Day-Lewis Penélope Cruz Kate Hudson Sophia Loren Nicole Kidman Ricky Tognazzi 2000er Oscar Nominee 60e Jahre Remake


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MOULIN ROUGE


MOULIN ROUGE :love: MOULIN ROUGE :love: (DVD: 20th Century Fox, Deutschland)
(OT: Moulin Rouge! | Australien/USA 2001 | Regie: Baz Luhrmann)

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Der junge Dichter Christian (Ewan McGregor) begibt sich im Jahr 1899 nach Paris um dort sein Glück zu versuchen. Eher zufällig wird er als Autor für eine geplante Theaterproduktion des berühmten Nachtclubs Moulin Rouge engagiert und lernt so die bezaubernde Kurtisane Satine (Nicole Kidman) kennen und verliebt sich Hals über Kopf in sie...

Regisseur Baz Luhrmann hat ja schon 5 Jahre vor dem Erscheinen von Moulin Rouge! mit seinem Romeo + Juliet unter Beweis gestellt, dass er es perfekt beherrscht, eine klassische Geschichte mit so einer visuellen Wucht zu erzählen, dass sie einem als Zuschauer gar nicht mehr klassisch und möglicherweise gar angestaubt vorkommt. Mit Moulin Rouge! setzt er noch locker einen drauf! Auch der im Paris des ausgehenden 19. Jahrhunderts angesiedelte Film erzählt eine einfach gestrickte, klassische Geschichte über die Kraft und die Tücken der Liebe. Durch eine zufällige Begegnung verlieben sich ein mittelloser Autor und ein gefeierter Bühnenstar ineinander, müssen ihre Gefühle aber geheim halten, da auch ein mächtiger Geldgeber des Nachtclubs ein Auge auf das attraktive Starlet geworfen hat und dieser möglichst bei Laune gehalten werden soll. Klar, die Story ist sicher nicht literaturpreisverdächtig, aber in Moulin Rouge! geht es auch gar nicht um die Geschichte die erzählt wird, sondern viel mehr um die Art und Weise wie dies passiert. Und das geschieht hier mit solch einer audio-visuellen Pracht, dass es schwer fällt, von dem Ergebnis nicht begeistert zu sein. Regisseur Baz Luhrmann, der mit Moulin Rouge! dem Musical, einem längst mausetoten Genre aus der goldenen Zeit Hollywoods, wieder für kurze Zeit neues Leben einhauchen konnte, hat mit seinem Film ein wahres Fest für die Sinne gedreht. Kostüm- und Set-Design sind der absolute Wahnsinn und die Choreographien der Musical-Nummern sind einfach perfekt gelungen. Und die Musik, natürlich das Kernstück eines jeden Musicals, verursacht eine Gänsehaut nach der anderen. Vor den Musik-Arrangements kann man sich eigentlich nur verbeugen. Wie hier Songs aus alten Hollywood-Klassikern wie The Sound of Music oder Gentlemen Prefer Blondes mit modernen Pop- und Rocksongs von u.a. Elton John, The Police, Madonna, KISS, Nirvana und U2 verschmelzen ist einfach nur großartig. Man möge mir den folgenden Superlativ verzeihen, aber mich hat dieser Streifen - den viele meinetwegen als unerträglichen Kitsch abtun mögen - jetzt schon zum wiederholten Male absolut begeistert zurückgelassen und für mich persönlich ist Moulin Rouge! ein absolutes Meisterwerk, ein Film für die Ewigkeit! :love:

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Baz Luhrmann Ewan McGregor Nicole Kidman 2000er Oscar Winner Oscar Nominee Paris 19. Jahrhundert


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TIM BURTON’S NIGHTMARE BEFORE CHRISTMAS


TIM BURTON’S NIGHTMARE BEFORE CHRISTMAS (DVD: Touchstone/Bunea Vista, Deutschland)
(OT: Tim Burton’s The Nightmare Before Christmas | USA 1993 | Regie: Henry Selick)

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Jack Skellington (Chris Sarandon) ist der wichtigste Mann in “Halloween Town“, ist aber von den alljährlichen Festivitäten rund um das gruselige Großereignis mittlerweile absolut gelangweilt. Als Jack eines Tages durch Zufall eine Tür entdeckt, die nach “Christmas Town“ führt, ist er von der bunten Welt so sehr angetan, dass er sich dazu entschließt, auch in “Halloween Town“ Weihnachten zu feiern...

Noch ein Film aus meinem diesjährigen Weihnachtsprogramm. Nightmare Before Christmas von Regisseur Henry Selick und Produzent Tim Burton ist ja dann doch einer dieser Filme, über die man gar nicht mehr viel sagen muss. Den dürfte wahrscheinlich eh schon jeder kennen und vielleicht auch schon mehrmals angesehen haben. Meine letzte Sichtung lag nun schon sicher ca. 6 Jahre zurück und es war mal wieder an der Zeit, Jack Skellington in seiner obskuren Halloween-Welt zu besuchen. Diese ganzen kleinen Details, die Selick, Burton & Co. da eingearbeitet haben sind einfach nur großartig und an diesen wunderbaren Set Pieces kann ich mich irgendwie gar nicht satt sehen. Gepaart mit diesem herrlich absurden Humor - der ja ein Wahrzeichen von Burton ist - und dieser unglaublichen Warmherzigkeit, mit der der Film auch in seinen obskursten Momenten zu punkten weiß, entwickelt sich da eine Art von Magie, die ich gar nicht richtig in Worte fassen kann und von der ich mich einfach immer wieder gefangen nehmen lasse. Mach’s gut Jack Skellington, bis zur nächsten Sichtung in ein paar Jahren, bei der ich persönlich es in “Halloween Town“ dann auch wieder weitaus cooler finden werde als in “Christmas Town“.

TRAILER:


Henry Selick 1990er Oscar Nominee


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MUSE: HAARP (Live at Wembley Stadium, London, 17 June 2007)


MUSE: HAARP (Live at Wembley Stadium, London, 17 June 2007) (DVD: Warner, Deutschland)
(OT: Muse: Haarp | Großbritannien 2007 | Regie: Matt Askem/Tom Kirk)

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Die britische Band Muse spielt ein Konzert im ausverkauften Londoner Wembley-Stadion...

Der Konzertfilm - ein hier im Filmtagebuch vollkommen zu Unrecht sehr vernachlässigtes Genre. Da sich im Regal die ungesehenen Konzert-DVDs meiner Lieblingsbands mittlerweile schon stapeln, hab ich mir vorgenommen, diesen Missstand zu beheben und mir nun ab und an mal das eine oder andere Konzert zu Gemüte zu führen. Mal schauen, was aus diesem Vorsatz wird.
Die britische Band Muse ist neben Placebo seit ein paar Jahren mein absoluter Favorit im Bereich Alternative Rock. Muse: Haarp ist der Mitschnitt eines von insgesamt zwei Konzerten, welche die Band im Juli 2007 im Londoner Wembley-Stadion absolviert haben. Ein wahres Fest für die Sinne. Die dreiköpfige Band um Frontmann Matthew Bellamy beginnt ihr visuell mehr als beeindruckendes Konzert gleich mal mit dem absoluten Überhit Knights of Cydonia - meinem persönlichen Lieblingssong der Band -, reiht danach Höhepunkt an Höhepunkt (u.a. Supermassive Black Hole, Invincible, Time Is Running Out und New Born) und beschließt das gut 100 Minuten lange Spektakel am Ende mit dem einfach nur grandiosen Take a Bow. Großartig! Punkt. Aus.

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Matt Askem Tom Kirk 2000er London


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TRICK OR TREAT


TRICK OR TREAT (DVD: Concorde, Deutschland)
(OT: Trick or Treat | USA 1986 | Regie: Charles Martin Smith)

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Infos zum Film: IMDB | OFDB


Als Hard-Rock- und Heavy-Metal-Fan Eddie (Marc Price) vom Tod seines großen Idols Sammi Curr (Tony Fields) erfährt, bricht für den jugendlichen Außenseiter eine Welt zusammen. In seinem Kummer wendet sich Eddie an den befreundeten Radio-DJ Nuke (Gene Simmons), der den Teenager mit einem Geschenk der besonderen Art aufzubauen versucht. Nuke übergibt Eddie das Vermächtnis von Curr, dessen letzte, noch unveröffentlichte Schallplatte, die der Radio-DJ erstmals in der Halloween-Nacht spielen sollte. Ein Geschenk mit fatalen Folgen...

Mal wieder ein Wiedersehen mit einem guten alten Bekannten. Ragman (so der alte deutsche Video-Titel) ist einer der Filme, mit denen ich praktisch aufgewachsen bin und bei dem aufgrund des nicht zu unterschätzenden Nostalgiefaktors eine einigermaßen objektive Bewertung fast nicht möglich ist.
Das Team um Regisseur Charles Martin Smith hat sich in diesem feinen, kleinen Grusler der damals bei religiösen Fanatikern vorherrschenden Paranoia bezüglich Hardrock- und Metal-Musik angenommen und die urbane Legende der satanischen Botschaften aufgegriffen, die - sofern man die Platten rückwärts laufen lässt - auf angeblich jeder Rockplatte enthalten waren und vor denen die Jugend unbedingt geschützt werden musste.
Smith stellt diesen kompletten Unsinn in Trick or Treat - in dem ein wie ein Aussätziger behandelter Metal-Fan mit Hilfe der letzten Platte seines kürzlich verstorbenen Idols unfreiwillig die Hölle auf Erden heraufbeschwört - herrlich überzeichnet dar und bereitet dem geneigten Genrefreund damit ein diebisches Vergnügen. Das Sahnehäubchen auf diesem wohlschmeckenden Film-Dessert sind dann noch die Auftritte von KISS-Mastermind Gene Simmons als vom Hardrock begeisterter Radio-DJ und von Ozzy Osbourne als fanatischer Priester, der vehement die Vernichtung dieser ganzen schrecklichen Musik fordert. Herrlich!

TRAILER:


Charles Martin Smith 1980er female nudity Rache


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RADIO ROCK REVOLUTION


RADIO ROCK REVOLUTION (Blu-ray: Universal, Deutschland)
(OT: The Boat That Rocked | Deutschland/Frankreich/Großbritannien 2009 | Regie: Richard Curtis)

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Infos zum Film: IMDB | OFDB


Aus Erziehungsgründen wird der 18jährige Carl (Tom Sturridge) von seiner Mutter (Emma Thompson) auf das Schiff seines Patenonkels Quentin (Bill Nighy) geschickt, der sich fortan um den aufmüpfigen jungen Mann kümmern soll. Doch das vor der britischen Küste ankernde Schiff von Quentin ist gleichzeitig Sendestation eines beliebten Piratensenders, welcher die Bevölkerung des britischen Festlandes - sehr zum Ärger der britischen Regierung - rund um die Uhr mit aktueller Rockmusik versorgt und so beginnt für Carl schon bald die bisher beste Zeit seines noch jungen Lebens...

Ist ja irgendwie dann doch schon ziemlich witzig, wenn einen ein Film mit Stars wie Philip Seymour Hoffman, Bill Nighy und Kenneth Branagh frappierend an den alten Gottschalk/Krüger-Kracher Piratensender Power Play erinnert. Aber die Parallelen sind einfach viel zu groß um sie nicht erkennen zu können. Radio Rock Revolution ist natürlich in allererster Linie ein filmische Liebeserklärung an die Rockmusik und mit einem entsprechenden Soundtrack ausgestattet, der wohl jeden Liebhaber von handgemachter Musik ein dickes Grinsen ins Gesicht treiben wird. Curtis’ Film ist aber auch eine Verbeugung vor Radio Caroline, dem ersten britischen Radiosender, der auf halblegalem Weg rund um die Uhr Rockmusik sendete und dessen Geschichte die Macher zu diesem Film inspirierte. Auch wenn der Streifen streckenweise vielleicht etwas zu kitschig und aufgesetzt wirkt und die Charaktere zum Teil etwas zu klischeehaft rüberkommen, so wirkliche Kritik kann ich an Radio Rock Revolution gar nicht üben. Das war wieder mal einer dieser Filme, mit denen ich mich von Anfang an einfach nur wohl gefühlt habe. In meinen Augen ein nahezu perfektes Feel-Good-Movie, großartig besetzt und - wie schon erwähnt - mit einem Soundtrack zum Niederknien ausgestattet. Das Finale des Streifens - ein einziger, magischer Moment. Die letzten Sequenzen mit den Plattencovern vor dem Abspann - Gänsehaut pur!

TRAILER:


Richard Curtis Philip Seymour Hoffman Kenneth Branagh Nick Frost 2000er 60er Jahre London


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MUSCLE BEACH PARTY


MUSCLE BEACH PARTY (DVD: MGM, USA)
(OT: Muscle Beach Party | USA 1964 | Regie: William Asher)

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Infos zum Film: IMDB | OFDB


Frankie (Frankie Avalon), seine Freundin Dee Dee (Annette Funicello) und deren Clique möchten eigentlich nur ein paar unbeschwerte Tage am Strand verbringen und ein bisschen Surfen gehen. Doch schon bald kommt es zu ersten Auseinandersetzungen mit einer Gruppe von Bodybuildern und auch zwischen Frankie und Dee Dee fängt es an zu kriseln. Eine wohlhabende Baronin (Luciana Paluzzi) hat ein Auge auf Frankie geworfen und der scheint den Avancen seiner Verehrerin alles andere als abgeneigt zu sein...

Muscle Beach Party ist der zweite Film der von American International Pictures in die Kinos gebrachten "Beach Party"-Streifen rund um die Hauptdarsteller Frankie Avalon und Annette Funicello und führt das Konzept des ersten Films unverändert weiter. Wieder gibt es die Freundesclique mit ihren Surfbrettern, jede Menge Parties, Strand, Meer und Bikinis. Wieder wird die Clique und insbesondere die Beziehung zwischen den von Frankie Avalon und Annette Funicello gespielten Frankie und Dee Dee von außen infiltriert - war es in Teil 1 noch ein Wissenschaftler, ist es hier nun eine Baronin, die Unfrieden stiftet - und wieder hat die Clique Ärger mit einer anderen Gang, die abermals als "comic relief" gezeichnet ist. Im Vorgänger waren eine Bande von Rockern die Deppen, hier sind es bescheuerte Bodybuilder, auf deren Kosten die meisten Gags gemacht werden. Irgendeinen Anspruch darf man von dieser Mischung aus Komödie, Love Story und Musikfilm natürlich nicht erwarten, für harmlose und kurzweilige Unterhaltung ist in meinen Augen aber dennoch gesorgt. Netter Streifen für B-Movie-Allesglotzer wie mich, alle anderen werden sich mit Grauen abwenden und dadurch einen coolen Gastauftritt des damals 2 Tage vor US-Kinostart verstorbenen Peter Lorre ebenso verpassen wie den des damals gerade mal 13-jährigen Stevie Wonder, der hier - in den Credits unter dem Namen Little Stevie Wonder gelistet - wohl einen seiner ersten größeren Auftritte hatte.

TRAILER:


William Asher Frankie Avalon Annette Funicello Peter Lorre 1960er American International Teensploitation Sequel


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BURLESQUE


BURLESQUE BURLESQUE (Blu-ray: Sony, Deutschland)
(OT: Burlesque | USA 2010 | Regie: Steve Antin)


Infos zum Film:
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Mit dem Traum einer großen Karriere im Showgeschäft begibt sich die talentierte Ali (Christina Aguilera) nach Los Angeles und ergattert mit Hilfe des Barmannes Jack (Cam Gigandet) einen Job als Bedienung im Revue-Theater von Tess (Cher). Und mit harter Arbeit und viel Überzeugungskraft gelingt es Ali tatsächlich, Tess davon zu überzeugen, ihr auf der Bühne eine Chance zu geben. Sehr zum Missfallen von Nikki (Kristen Bell), dem absoluten Star des Showprogramms, die nun um ihre Vormachtstellung bangt...

Ha, ich sehe schon wieder wie sich die Mehrheit der Vertreter des männlichen Geschlechts mit Grausen abwendet (gell, mein lieber Funxton :D ). Wer mich kennt, der weiß, dass ich praktisch vor nichts zurückschrecke, auch nicht vor einem Film wie Burlesque und schon gar nicht, wenn die ganz wundervolle Kristen Bell in einer der größeren Nebenrollen zu sehen ist. Erwartet hatte ich mir eine Mischung aus Coyote Ugly und Moulin Rouge und die habe ich tatsächlich auch bekommen, wobei mir die beiden Vorbilder schon deutlich besser gefallen haben. Die Story von Burlesque ist größtenteils für den Allerwertesten, der Streifen lebt ausschließlich von seinen hübsch choreographierten Show-Nummern und seinen sexy Darstellerinnen - gut, Cher ist damit nicht wirklich gemeint - und den entsprechenden Schauwerten, die mit diesen verbunden sind. Erwartungshaltung erfüllt, mehr muss man zu einem solchen Film nicht wirklich sagen und schreiben.

TRAILER:


Steve Antin Cher Kristen Bell Peter Gallagher Stanley Tucci 2010er Los Angeles


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ALLY MCBEAL - STAFFEL 5


ALLY MCBEAL - STAFFEL 5 (DVD: 20th Century Fox, Deutschland)
(OT: Ally McBeal: Season 5 | USA 2001/2002 | Idee: David E. Kelley)

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Infos zur Serie: IMDB | OFDB


Nachdem sie von ihrem Traummann verlassen wurde, muss sich Ally (Calista Flockhart) nicht nur mit ihrem Liebeskummer auseinandersetzen, sondern auch mit anderen, weit reichenden Veränderung in ihrem beruflichen und privaten Leben. In der Kanzlei müssen verschiedene neue Mitarbeiter in das funktionierende Team integriert werden und privat wird Ally nach der Anschaffung eines eigenen Hauses mit der Erkenntnis überrascht, dass sie Mutter einer mittlerweile 10 Jahre alten Tochter (Hayden Panettiere) ist…

Bevor ich hier mit dem großen Wehklagen anfange: Nüchtern, einigermaßen objektiv und mittlerweile auch mit etwas Abstand betrachtet, ist fast jede einzelne Folge der fünften und letzten Staffel Ally McBeal auf gewisse Art und Weise einigermaßen unterhaltsam ausgefallen. Es plätscherte halt so vor sich hin. Aber diese fünfte und letzte Staffel ist auch ein grandioses Beispiel dafür, wie man eine - zumindest in den ersten drei Staffeln - überdurchschnittlich gute Serie komplett gegen die Wand fahren kann. Keine Ahnung, was die Macher sich dabei gedacht haben. Gut, für die Tatsache, dass Robert Downey Jr. zum Abschluss der letzten Staffel mal wieder im echten Leben ins Gefängnis musste und aus diesem Grund das eigentlich geplante Ende von Staffel 4 - Hochzeit zwischen Ally und Larry - in ein Trennungsende umgeschrieben werden musste, da Downey Jr. wegen seines Aufenthalts hinter schwedischen Gardinen nicht mehr zur Verfügung stand, können die Macher wahrlich nichts. Aber den sonstigen Quark in der Storyentwicklung kann man ihnen sehr wohl anlasten. Da verschwinden bereits zum Staffelauftakt diverse Hauptcharaktere spurlos vom Erdboden, ohne dass deren Verbleib und Schicksal in irgendeiner Art und Weise thematisiert wird. Da werden neue Charaktere eingeführt, die dann größtenteils auch wieder ohne weitere Erklärungen einfach so verschwinden. Eine Charakterentwicklung von Ally ist überhaupt nicht mehr zu erkennen, stattdessen nervt sie praktisch nur noch und bekommt auf hanebüchenste Art und Weise auch noch ein Kind verpasst. Die Gerichtsfälle treten immer mehr in den Hintergrund und die vorhandenen Fälle sind - da sind den Schreiberlingen wohl sämtliche Ideen ausgegangen - nicht mehr absurd-komisch sondern größtenteils einfach nur noch bescheuert (trauriger Höhepunkt dabei ein Fall, in dem eine schizophrene Frau ihre gespaltene Persönlichkeit verklagt - geht's noch (!?!)). Und dann haben auch noch die beiden besten Charaktere der ganzen Serie - Lucy Liu als Ling Woo und Peter MacNicol als John Cage - nur noch einzelne sporadische Auftritte in dieser Staffel. Diese Tatsache war für mich persönlich die größte Katastrophe von allen. Da auch das Serienfinale überhaupt nicht überzeugen konnte und mir doch sehr gehetzt vorkam - ganz offensichtlich sind zum Ende hin immer mehr Zuschauer weggebrochen und die Einstellung der Serie wurde beschlossen - war diese fünfte Staffel ein ausgesprochen armseliges Ende für eine am Anfang wirklich grandiose Serie. Wer sich jemals Ally McBeal anschauen will: Beendet die Sichtung spätestens nach Staffel 4 - vielleicht besser noch bereits nach der dritten Staffel - und verdrängt einfach, dass es eine fünfte Staffel gibt.

David E. Kelley Lucy Liu Jacqueline Bisset Tom Berenger Hayden Panettiere Robert Downey Jr. Matthew Perry Christina Ricci 2000er Boston


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COYOTE UGLY (Director's Cut)


COYOTE UGLY (Director's Cut) (DVD: Touchstone/Buena Vista, Deutschland)
(OT: Coyote Ugly | USA 2000 | Regie: David McNally)

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Infos zum Film: IMDB | OFDB


Den großen Traum von einer Karriere als Songwriterin im Gepäck, kommt die junge Violet (Piper Perabo) in New York an und muss schnell feststellen, dass die Verwirklichung dieses Traumes ein Ding der Unmöglichkeit zu sein scheint. Keine Plattenfirma will ihre Tapes Probe hören, geschweige denn sie unter Vertrag nehmen. So bleibt Violet nichts anderes übrig, als sich einen normalen Job zu suchen, um sich finanziell über Wasser zu halten. Durch Zufall landet sie dabei im "Coyote Ugly", einer angesagten Bar, und versucht sich dort als Bedienung durchzubeißen…

Muss einem das Gutfinden mancher Filme peinlich sein? Ich hoffe nicht, denn ich bekenne mich dazu, ein Fan von Coyote Ugly zu sein. Hab den Streifen seit seinem Erscheinen nun schon einige Male gesehen und kann mich immer wieder für ihn begeistern. Nach anstrengenden und nervigen Arbeitstagen tun solche Filme einfach nur gut. Zurücklehnen und sich berieseln lassen. Eine anspruchslose, simpel gestrickte Story "genießen"; mehr braucht es manchmal gar nicht. Und John Goodman spielt mit. Und der Soundtrack ist klasse. Und die weibliche Besetzung ist wirklich verdammt sexy. Und in dieser Bar würde ich durchaus auch mal einen Abend verbringen. Und ganz am Anfang ein zwar extrem kitschiger, aber auf seine ganz eigene Art und Weise auch irgendwie magischer Moment: wenn nämlich die von Piper Perabo gespielte Violet von ihren Freundinnen in die Großstadt verabschiedet wird und alle gemeinsam "I Will Survive" von Gloria Gaynor singen, dann hat das schon ein gewisses Gänsehautpotential.

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David McNally Maria Bello John Goodman female nudity New York 2000er


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ALLY MCBEAL - STAFFEL 4


ALLY MCBEAL - STAFFEL 4 (DVD: 20th Century Fox, Deutschland)
(OT: Ally McBeal: Season 4 | USA 2000/2001 | Idee: David E. Kelley)

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Infos zur Serie: IMDB | OFDB


Ally McBeal (Calista Flockhart) ist noch immer auf der Suche nach dem Mann fürs Leben. In der Praxis ihrer ehemaligen Psychiaterin trifft sie auf den Anwalt Larry Paul (Robert Downey Jr.), der die Räume für seine Kanzlei übernommen hat. Ein Zusammentreffen mit Folgen...

So langsam aber sicher droht Ally McBeal etwas die Luft auszugehen. Da können auch die in dieser Staffel als neue "regular cast member" hinzugestoßenen Robert Downey Jr. und James LeGros nicht sonderlich viel dran ändern. Die Episoden bewegen sich zwar durchweg noch auf einem soliden Unterhaltungslevel, echte Highlights wie in den vorherigen Staffeln sind allerdings rar gesät. Würde sich Peter MacNicol in der Rolle des John Cage nicht auch in Season 4 weiterhin in absoluter Höchstform präsentieren, Ally McBeal würde große Gefahr laufen, der Langeweile anheim zu fallen. Vor allem in der Entwicklung der Titelfigur drehen sich die Macher immer mehr im Kreis. Ihre ganzen Ticks - in den ersten 3 Staffeln noch durchaus unterhaltsam - fangen langsam an etwas zu nerven, insbesondere auch aufgrund der Tatsache, dass den Drehbuchschreibern beim Charakter der Ally einfach die Ideen auszugehen scheinen. Von einer großartigen Entwicklung, wie sie beispielsweise der von Peter MacNicol gespielte John durchmacht, ist bei dem von Calista Flockhart verkörperten Charakter der Ally nicht sonderlich viel zu merken. Mal schauen, was die fünfte und letzte Staffel noch zu bieten hat. Meine Erwartungen sind nicht sonderlich hoch.

TRAILER:


2000er Sting Famke Janssen Robert Downey Jr. Lucy Liu David E. Kelley Boston


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GIRLS JUST WANT TO HAVE FUN


GIRLS JUST WANT TO HAVE FUN (DVD: Starz/Anchor Bay, USA)
(OT: Girls Just Want to Have Fun | USA 1985 | Regie: Alan Metter)

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Die schüchterne Janey (Sarah Jessica Parker) kommt an eine neue Schule und freundet sich dort ziemlich schnell mit der etwas chaotischen Lynne (Helen Hunt) an. Die beiden Mädchen verbindet vor allem ihre Begeisterung für das Tanzen und die TV-Sendung "Dance TV". Als für die Sendung ein neues Tanzpaar gesucht wird, entscheiden sich Janey und Lynne am entsprechenden Ausscheidungswettbewerb teilzunehmen. Doch diese Teilnahme muss möglichst geheim bleiben, denn Janeys strenger Vater (Ed Lauter) ist von solchen "Spinnereien" seiner Tochter alles andere als angetan...

Man nehme die Ausgangssituation von John Waters' Hairspray und vermische diese mit einer gehörigen Portion des Tanzfilms der späten 70er bzw. frühen 80er Jahre sowie einer mindestens ebenso großen Portion des 80er-Jahre-Teenie-Films und als Ergebnis erhält man Girls Just Want to Have Fun, ein typisches Produkt seiner Zeit. So wirklich überzeugen kann der Streifen - insbesondere storytechnisch - zwar zu praktisch keiner Sekunde, wenn man aber nach der vollen 80er-Jahre-Dröhnung sucht, kann man mit diesem Film nicht sonderlich viel falsch machen. Ein herrliches Relikt aus der Vergangenheit, mit der teils wirklich fantastischen Musik von damals und mit praktisch allen Frisur- und Modeverbrechen ausgestattet die man sich nur vorstellen kann. Sollte man irgendwann mal in die Situation kommen, jemandem die modischen Geschmacklosigkeiten der 80er Jahre in geballter Form präsentieren zu wollen - hier ist der Film, mit dem das ohne Probleme möglich ist. Besetzt ist der Streifen mit einer jungen Sarah Jessica Parker und einer jungen Helen Hunt - im Nachhinein betrachtet - ziemlich prominent und mit u.a. Ed Lauter, Lee Montgomery und Morgan Woodward sind weitere bekannte Gesichter mit von der Partie. Und dann spielt auch noch die zum damaligen Zeitpunkt gerade mal 14 Jahre alte Shannen Doherty mit - und was soll ich sagen, die gute Frau war als Teenager schon genauso nervig wie sie es 13 Jahre später als Hexe in Charmed sein sollte.
Fazit: Durchaus goutierbares "guilty pleasure" für Retro-Fans.

TRAILER:


Alan Metter Sarah Jessica Parker Helen Hunt Ed Lauter 1980er Chicago


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SCOTT PILGRIM GEGEN DEN REST DER WELT


SCOTT PILGRIM GEGEN DEN REST DER WELT SCOTT PILGRIM GEGEN DEN REST DER WELT (Blu-ray: Universal, Deutschland)
(OT: Scott Pilgrim vs. the World | Großbritannien/Kanada/USA 2010 | Regie: Edgar Wright)


Infos zum Film:
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Als er die Paketbotin Ramona Flowers (Mary Elizabeth Winstead) zum ersten Mal sieht, ist es für den in einer WG mit seinem schwulen Kumpel Wallace (Kieran Culkin) lebenden Twen und Bassisten einer Nachwuchs-Rockband Scott Pilgrim (Michael Cera) Liebe auf den ersten Blick. Doch der Weg zum Herzen seiner Angebeteten führt nur über sieben mysteriöse Ex-Partner derselben, die Scott nacheinander in Kämpfen besiegen muss...

Filme zu beurteilen, die auf mir gänzlich unbekanntem Ausgangsmaterial basieren, fällt meines Erachtens immer etwas schwer. Ich habe keine Ahnung, ob Shaun of the Dead- und Hot Fuzz-Regisseur Edgar Wright mit Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt der Vorlage gerecht wird. Das sollen andere beurteilen. Ich bin mir allerdings sicher, dass ich hier einen ganz außergewöhnlichen Film gesehen habe. Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt ist eine komplett wilde Mischung aus Liebesgeschichte, Fantasy, Action und Komödie, die man nur schwerlich beschreiben kann. Mit audio-visuellen Spielereien en masse ausgestattet, setzt Wrights Film immer wieder wie selbstverständlich praktisch alle Gesetze menschlicher Logik außer Kraft, hebt Naturgesetze auf als sei es das normalste der Welt und erzählt dabei eigentlich nichts anderes als eine wunderschöne Geschichte über die Kraft der Liebe. Um alle Infos erfassen zu können, die da teilweise im Sekundentakt auf den Zuschauer niederprasseln, bedarf es eindeutig mehr als eine Sichtung und ich freue mich schon jetzt auf ein baldiges Wiederholen dieses einzigartigen Filmerlebnisses. Ganz dicke Empfehlung von meiner Seite, auch wenn ich viele selbsternannte Kritiker schon wieder laut "Nerd-Gewichse" oder ähnliches schreien höre.

TRAILER:


Michael Cera Edgar Wright Mary Elizabeth Winstead 2010er


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BEACH PARTY


BEACH PARTY (DVD: MGM/20th Century Fox, USA)
(OT: Beach Party | USA 1963 | Regie: William Asher)

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Infos zum Film: IMDB | OFDB


Um das Sexualverhalten junger Menschen zu erforschen hat sich Anthropologie-Professor Sutwell (Robert Cummings) gemeinsam mit seiner Assistentin Marianne (Dorothy Malone) in einem Apartment am Strand eingerichtet und beobachtet dort heimlich durch sein Fernglas eine Clique junger Leute rund um das Pärchen Frankie (Frankie Avalon) und Dolores (Annette Funicello). Doch damit seine Forschungen auch wirklich von Erfolg gekrönt werden, stellt Sutwell schon bald fest, dass es mit der Beobachtung allein nicht getan ist und so versucht sich der stocksteife Professor unbemerkt und praktisch "undercover" unter die junge Partygesellschaft zu mischen...

Nach dem doch ausgesprochen garstigen The Defilers war mir nach etwas leichterer Drive-In-Kost. Die Wahl fiel auf Beach Party, dem Auftakt zu einer Reihe von insgesamt 8 Filmen, die zwischen 1963 und 1966 von American International Pictures produziert worden sind - damals wohl als Konkurrenz-Produkte zu den zahlreichen Elvis-Vehikeln konzipiert - und die man in meinen Augen durchaus als Vorläufer der zahlreichen Teensploitation-Filme der 70er Jahre ansehen kann. Viele hübsche Damen in sexy Bikinis, ein nicht wirklich anspruchsvoller Plot, Partystimmung und jede Menge Albernheiten - Beach Party unterscheidet sich (bis auf die fehlenden nackten Tatsachen) letztendlich nicht großartig von Filmen wie The Van oder The Beach Girls, um nur mal zwei typische Teensploiter zu nennen. Habe mir vor gut einem halben Jahr mit Beach Blanket Bingo ja schon mal einen der späteren Filme dieser "Beach"-Reihe angesehen und meine damaligen Eindrücke lassen sich ziemlich gut auf diesen Streifen übertragen. Beach Party bietet unbeschwerte, kurzweilige und leicht verdauliche Unterhaltung, die große Lust auf die anderen, mir noch nicht bekannten Nachfolgefilme macht.

TRAILER:


Frankie Avalon William Asher Annette Funicello Vincent Price 1960er Teensploitation American International


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ALLY MCBEAL - STAFFEL 3


ALLY MCBEAL - STAFFEL 3 (DVD: 20th Century Fox, Deutschland)
(OT: Ally McBeal: Season 3 | USA 1999/2000 | Idee: David E. Kelley)

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Infos zur Serie: IMDB | OFDB


Zwischen all ihren seltsamen und teils ausgesprochen skurrilen Fällen ist die junge Anwältin Ally McBeal (Calista Flockhart) noch immer auf der Suche nach ihrem Traummann. Eine Suche, die sich weiterhin ausgesprochen problematisch gestaltet. Doch auch ihre Anwaltskollegen und Freunde haben mit so einigen Problemen zu kämpfen. Insbesondere die Beziehung zwischen John (Peter MacNicol) und Nelle (Portia de Rossi) läuft alles andere als einfach ab...

In Staffel 3 erlaubt sich Ally McBeal erste kleine Schwächephasen. Das liegt vor allem an der Tatsache, dass die grandiosen Gerichtssequenzen für meinen Geschmack etwas zu sehr in den Hintergrund gedrückt werden und vielleicht - auch wenn sich das jetzt blöd anhören mag - ein kleines bisschen zu viel Augenmerk auf die persönlichen Problemchen der verschiedenen Charaktere gelegt wird. Ein Peter MacNicol kommt einfach nicht mehr so zur Geltung wie in den beiden Staffeln zuvor und die von Gil Bellows und Courtney Thorne-Smith gespielten Charaktere nerven ab einem gewissen Zeitpunkt einfach nur noch. Aber trotz dieser kleineren Schwächen hat auch die dritte Staffel extrem viel Spaß gemacht und das Suchtpotential der Serie ist noch immer extrem hoch, wenn auch nicht mehr ganz so hoch wie bei den ersten beiden Staffeln. Die Vorfreude auf die nächste Staffel ist auf jeden Fall schon groß, insbesondere da gewisse Entwicklungen am Ende dieser Season durchaus darauf hoffen lassen, dass in Staffel 4 gewisse Schwachstellen von Staffel 3 nicht mehr vorhanden sein werden. Ich bin gespannt.

Lucy Liu Farrah Fawcett Dakota Fanning 1990er 2000er David E. Kelley Boston Scout Taylor-Compton


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ALLY MCBEAL - STAFFEL 2


ALLY MCBEAL - STAFFEL 2 (DVD: 20th Century Fox, Deutschland)
(OT: Ally McBeal: Season 2 | USA 1998/1999 | Idee: David E. Kelley)

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Infos zur Serie: IMDB | OFDB


Mit der eiskalten Anwältin Nelle Porter (Portia de Rossi) erhält die Kanzlei von Richard Fish (Greg Germann) und John Cage (Peter MacNicol) Verstärkung. Ally (Calista Flockhart) ist von dem aalglatten Neuzugang nicht sonderlich begeistert, vor allem wegen dem damit zusammenhängenden "Anhängsel", Nelles bester Freundin Ling (Lucy Liu), einer gelangweilten Karrierefrau, die Ally und ihre Kollegen mit Klagen gegen Gott und die Welt einzudecken droht...

Ally McBeal geht in die zweite Season und der Suchtfaktor steigt enorm an. Zur weiteren Verstärkung der sowieso schon tollen Besetzung geben sich nun Portia de Rossi als eiskalte Anwältin und Lucy Liu als deren klagewütige Freundin die Ehre und tragen einen großen Teil dazu bei, dass die zweite Staffel praktisch ohne nennenswerte Schwächen daherkommt. Viel Situationskomik, viel Dramatik, tolle Musik, wunderbare Dialoge und spannende Gerichtsszenen - Ally McBeal macht Spaß von der ersten bis zur letzten Folge. Und natürlich muss ich wieder Peter MacNicol in der Rolle des John Cage hervorheben. Gibt in ja praktisch in jeder Serie ein oder zwei Charaktere, die man als Zuschauer besonders gerne mag und hier ist es ohne Frage der von MacNicol einfach nur grandios gespielte Anwalt mit dieser Unmenge an Spleens und Eigenheiten, die wohl locker für eine ganze Armada von Charakteren gereicht hätte. Season 3 kann kommen.

1990er Bruce Willis Lucy Liu David E. Kelley Boston


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ALLY MCBEAL - STAFFEL 1


ALLY MCBEAL - STAFFEL 1 (DVD: 20th Century Fox, Deutschland)
(OT: Ally McBeal: Season 1 | USA 1997/1998 | Idee: David E. Kelley)

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Infos zur Serie: IMDB | OFDB


Die junge Anwältin Ally McBeal (Calista Flockhart) hat gerade ihren Job verloren und trifft auf der Straße zufällig auf ihren ehemaligen Mitkommilitonen Richard Fish (Greg Germann), der gemeinsam mit seinem Freund John Cage (Peter MacNicol) eine eigene Kanzlei betreibt und Ally kurzerhand einstellt. An ihrer neuen Arbeitsstelle trifft Ally nicht nur auf viele skurrile Fälle, eine Unisex-Toilette und eine überaus neugierige Sekretärin (Jane Krakowski), sondern auch auf ihre alte Jugendliebe Billy Thomas (Gil Bellows)...

Nach einigen Wochen Serienpause gibt es mit Ally McBeal nun auch wieder TV-Kost im Heimkino. Und die Serie über die chaotische Anwältin in der ebenso chaotischen Anwaltskanzlei könnte sich durchaus zu einem neuen Serien-Liebling von mir entwickeln. Es hat zwar einige Episoden gedauert bis ich mich mit den ganzen Charakteren anfreunden konnte, aber seitdem es "Klick" gemacht hat, komme ich von dieser Serie gar nicht mehr los. Die Abenteuer der durchgeknallten Ally und ihrer Freunde in dieser wilden Mischung aus Drama, Komödie, Fantasy und Musik begleiten meine Frau und mich mittlerweile fast jeden Abend und machen einfach nur Spaß. Mein Lieblingscharakter ist dabei der von Peter MacNicol verkörperte Anwalt John Cage, bei dessen grandiosen Auftritten wahrlich kein Auge trocken bleibt und der schon für so einige Lachanfälle sorgen konnte. Ich freue mich schon auf die zweite Staffel.
Ach ja, netter kleiner Nebeneffekt für mein Filmtagebuch: Durch die vielen Ally McBeal-Abende komme ich seltener zum Anschauen von Filmen und habe aus diesem Grund eine gewisse Hoffnung, mit dem Filmtagebuch in wenigen Wochen wieder auf dem Laufenden zu sein.

Dina Meyer Boston 1990er David E. Kelley


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ZWEI BLAUE VERGISSMEINNICHT


ZWEI BLAUE VERGISSMEINNICHT (DVD: DeAgostini, Deutschland)
(OT: Zwei blaue Vergissmeinnicht | Deutschland 1963 | Regie: Helmuth M. Backhaus)

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Infos zum Film: IMDB | OFDB


Um mal ein bisschen auszuspannen werden der Privatdetektiv Charly Biff (Chris Howland) und seine Sekretärin Ingrid (Dagmar Hank) von ihrem Chef auf eine Urlaubsreise auf einem Kreuzfahrtschiff geschickt. Doch dort kommt der übereifrige Charly inmitten von normalen Urlaubsgästen (u.a. Rex Gildo, Gitta Winter) einem gefährlichen Rauschgiftschmugglerring auf die Spur...

So, die nächste deutsche Musikkomödie aus den 60er Jahren und das nächste Schlagerstar-Vehikel. Zwei blaue Vergissmeinnicht von Regisseur Helmuth M. Backhaus präsentiert den singenden Rex Gildo auf einem Kreuzfahrtschiff in einem romantischen Techtelmechtel. Aber eigentlich ist das nur der Nebenplot des Streifens. Prinzipiell geht es nämlich um den übereifrigen Detektiv Charly Biff - gespielt von Chris Howland -, der gemeinsam mit seiner Sekretärin von seinem Chef auf eine Urlaubsreise geschickt wurde um einfach mal auszuspannen und dabei natürlich gefährlichen Gaunern auf die Schliche kommt. Mit diesem Plot startet der Film zumindest. Als jedoch nach einiger Zeit Rex Gildo das Singen anfängt, scheint sich Backhaus nicht mehr wirklich für seine ursprüngliche Geschichte zu interessieren und konzentriert sich lieber auf das nicht wirklich interessante Liebesleben des von Rex Gildo gespielten Charakters. So passiert dann eine verdammt lange Zeit praktisch überhaupt nichts und erst am Ende scheint Backhaus wieder eingefallen zu sein, dass es ja auch noch eine Krimihandlung aufzulösen gibt. Zu diesem Zeitpunkt hat man als Zuschauer aber schon längst das Interesse an dem Streifen verloren. Zwei blaue Vergissmeinnicht ist eine extrem durchschnittliche Angelegenheit und im direkten Vergleich mit beispielsweise den Filmen eines Franz Marischka - wie Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln gehn, um nur einen zu nennen - eine echte Enttäuschung.

CLIP:


Helmuth M. Backhaus 1960er


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ZWEI IM SIEBTEN HIMMEL


ZWEI IM SIEBTEN HIMMEL (Pay-TV: Heimatkanal, Deutschland)
(OT: Zwei im 7. Himmel | Deutschland 1974 | Regie: Sigi Rothemund)

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Infos zum Film: IMDB | OFDB


Für ein Münchner Reisebüro ist die Betreuung des berühmten Ellert Trios aus Rio de Janeiro bei den Salzburger Festspielen ein äußerst wichtiger Auftrag. Doch Alex (Alexander Grill), Angestellter des Reisebüros, hat ausgerechnet diesen Auftrag verbockt und nun sitzen die Musiker in Rio fest. Mit Hilfe seiner Freunde Bernd (Bernd Clüver), Peter (Peter Orloff) und Marcello (Rinaldo Talamonti) versucht er nun, seinen Fehler zu vertuschen und zu verhindern, dass sein Chef von dem Missgeschick erfährt...

In den 60er und 70er Jahren hat wohl so gut wie jeder Schlagerstar seinen eigenen Film spendiert bekommen. In Zwei im siebten Himmel gibt sich Bernd Clüver die Ehre und trällert "Hits" wie Der Junge mit der Mundharmonika. Regie bei diesem Verwechslungsklamauk führte Sigi Rothemund - unter seinem Pseudonym Siggi Götz - und der zeichnete ja für so einige Heuler in den 70er und 80er Jahren verantwortlich. Qualitativ hochwertiges darf man von Filmen dieser Art ja sowieso nicht erwarten, aber Zwei im siebten Film ist selbst für diese Art von Unterhaltung erstaunlich schwach geraten. Die Gags zünden nur selten und die komplett hanebüchene Story zieht sich zeitweise wie Kaugummi. Trotz einiger bekannter Gesichter wie Jutta Speidel, Gunther Philipp, Rinaldo Talamonti und Rainer Basedow war das ganz biedere Durchschnittsware, bei der im Endeffekt nur die optischen Reize der schnuckeligen Barbara Nielsen und der einfach nur bezaubernden Ute Kittelberger - von der ich gerne noch weitere Filme sehen würde, aber bedauerlicherweise hat sie gerade mal in insgesamt 4 Streifen mitgespielt - im Gedächtnis bleiben werden.

Sigi Rothemund 1970er Lisa Film





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