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One Night Stands und wahre Liebe


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SLITHIS


SLITHIS SLITHIS (DVD: Code Red, USA)
(OT: Spawn of the Slithis | USA 1978 | Regie: Stephen Traxler)


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In SPAWN OF THE SLITHIS begeben sich der Lehrer und der Wissenschaftler von nebenan - 2 Typen, aus denen nun wahrlich keine Helden geschnitzt sind - auf eine ziemlich aussichtslose Jagd nach einem atomverseuchten Ungeheuer, welches per Zeitmaschine direkt aus einem Monster-B-Movie aus den 50er Jahren ins Jahr 1978 geschickt worden zu sein scheint.
Natürlich könnte man SPAWN OF THE SLITHIS in allererster Linie als langweilig bezeichnen - man bekommt das Monster beispielsweise nicht allzu häufig zu Gesicht und weite Strecken des Films verbringen die Figuren weniger mit der Monsterjagd, sondern eher damit, die herrlich absurden Dialogzeilen, die ihnen Regisseur und Drehbuchautor Stephen Traxler in den Mund gelegt hat, in vollster Überzeugung und Inbrunst zum Besten zu geben -, bei einer auch nur halbwegs objektiven Bewertung vielleicht sogar als stinklangweilig, eine solche ist mir persönlich aber nicht wirklich möglich.
Einem Film, der ein Schildkrötenwettrennen als einen seiner Höhepunkte präsentiert, kann ich beim besten Willen nicht böse sein und spätestens nach dieser Schildkröten-Sequenz war ich SPAWN OF THE SLITHIS und seiner herrlichen Naivität gnadenlos verfallen. Aber es gibt natürlich noch viele andere Gründe, weswegen man als Freund des schlechten Geschmacks SPAWN OF THE SLITHIS einfach gern haben muss. Wegen des wunderschönen Latex-Anzugs des Monsters, wegen den schön blutigen Low-Budget-Effekten, wegen dem ekligen Polizisten, der mit schrägem Overacting überzeugt und aussieht, als ob er gerade von irgendeinem Pornoset geflohen wäre und natürlich wegen meiner persönlichen Lieblingssequenz, in der ein schmieriger Typ mit definitiv zu viel Brusthaar unter dem aufgeknöpften weißen Hemd und einer riesigen Muschibürste im Gesicht versucht, ein für ihn viel zu junges Mädchen auf seinem Boot zu verführen und dafür prompt vom titelgebenden Monster gekillt wird. Das Mädel hätte natürlich spätestens beim Anblick des Nachtkästchens dieses Typen - auf dem er ein gerahmtes Foto von sich selbst zwischen zwei brennenden Kerzen aufgestellt hat - die Flucht ergreifen sollen. Weil sie das nicht getan hat, muss sie für diese Dummheit ebenfalls mit ihrem Leben bezahlen. Der/die/das Slithis holt auch sie.
Auf seine ganz eigene Art ist SPAWN OF THE SLITHIS einfach nur wunderschön.

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Stephen Traxler 1970er female nudity


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RESIDENT EVIL: AFTERLIFE


RESIDENT EVIL: AFTERLIFE RESIDENT EVIL: AFTERLIFE (Blu-ray: Sony, Großbritannien)
(OT: Resident Evil: Afterlife | Deutschland/Frankreich/Kanada/USA 2010 | Regie: Paul W.S. Anderson)


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Für den vierten Teil der RESIDENT EVIL-Reihe kehrt Paul W.S. Anderson, Regisseur des Auftaktfilms, auf den Regiestuhl zurück und führt seine selbst begonnene und von Alexander Witt (Teil 2) und insbesondere Russell Mulcahy (Teil 3) durchaus beeindruckend fortgeführte Arbeit auf nahezu perfekte Art und Weise weiter. Bereits Mulcahy hatte sich im unmittelbaren Vorgänger RESIDENT EVIL: EXTINCTION von allen Fesseln, die ein herkömmlicher Plot so mit sich bringt, befreit und erzählte seine "Story" fast ausschließlich mit der Kraft seiner eindrucksvollen Bilder. Anderson scheint diese Art des Geschichtenerzählens mit Teil 4 nun perfektionieren zu wollen. RESIDENT EVIL: AFTERLIFE ist in visueller Hinsicht schlicht atemberaubend, die einzelnen Action-Sequenzen scheinen nicht von dieser Welt zu sein und der geschickte Einsatz der 3D-Technik ist tatsächlich nahe an der Perfektion. Die Ankunft des T-Virus in Japan, die Bilder des brennenden Los Angeles, der Kampf gegen den mutierten Riesenzombie, usw., usf. - RESIDENT EVIL: AFTERLIFE läuft vor denkwürdigen Sequenzen schier über und zieht über die komplette Laufzeit absolut in seinen Bann. Aber Andersons grandiose Bildsprache wäre wahrscheinlich nur halb so effektiv, wenn sie ohne das vorhandene Sound Design und dem fast schon hypnotisierend wirkenden Score von tomandandy daherkommen würde. Anderson und sein Team haben hier die perfekte Symbiose zwischen Bild und Ton gefunden. Herausgekommen ist ein Film, der auch komplett ohne Dialoge auskommen würde und der seine Geschichte allein durch seine audio-visuelle Kraft erzählt. Toll!

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Paul W.S. Anderson Milla Jovovich Ali Larter 2010er Sequel Dystopie Zombie Rache Los Angeles


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THE NIGHT EVELYN CAME OUT OF THE GRAVE


THE NIGHT EVELYN CAME OUT OF THE GRAVE THE NIGHT EVELYN CAME OUT OF THE GRAVE (DVD: NoShame Films, USA)
(OT: La notte che Evelyn uscì dalla tomba | Italien 1971 | Regie: Emilio Miraglia)


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Ausgesprochen gut gelungener Mix aus Giallo und Gruselfilm, in dem Regisseur Emilio Miraglia dem Zuschauer einen psychopathischen Killer als Identifikationsfigur vorsetzt.
Seit dem Tod seiner rothaarigen Ehefrau Evelyn hat der britische Adelige Lord Cunningham - großartig gespielt von Anthony Steffen - nämlich nicht mehr wirklich alle Tassen im Schrank, holt sich zur Trauerbewältigung rothaarige Stripperinnen und Prostituierte in sein halb verfallenes Schloss und bringt diese sodann um die Ecke. Erst als der Killer die blonde Gladys (Marina Malfatti) kennenlernt, sich in diese verliebt und sie schließlich heiratet, scheint er vom Ausüben seines speziellen Hobbys geheilt zu sein. Doch mit dem Einzug der neuen Frau in das Schloss scheint sich die verstorbene Ex-Gattin aus dem Jenseits zu Wort zu melden.
LA NOTTE CHE EVELYN USCÌ DALLA TOMBA beginnt als typsicher Giallo, der seine Spannung zunächst daraus zu ziehen scheint, wie und wann der verrückte Lord bei seinen Taten einen Fehler begeht und letztendlich geschnappt wird, verwandelt sich nach der Hochzeit von Cunningham und Gladys aber in einen waschechten Gruselfilm und endet durch diverse Plottwists schließlich als typischer Krimi. Regisseur Miraglia präsentiert dem Genrefan mit LA NOTTE CHE EVELYN USCÌ DALLA TOMBA einen echten Kessel Buntes. Der Streifen überzeugt durch eine gehörige Portion Sleaze, jede Menge Schauwerte (blutige Details, typische Gruselfilm-Trademarks wie wehende Vorhänge, spinnwebenverhangene Settings, nächtliche Friedhofbesuche, unheimliche Gruften und natürlich jede Menge nackter Haut), bleibt über die komplette Laufzeit spannend und begeistert das Ohr des Zuschauers auch noch mit einem dieser einfach nur faszinierenden Italo-Scores, hier aus der Feder von Komponist Bruno Nicolai stammend. Sehr schön.

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Emilio Miraglia Anthony Steffen 1970er female nudity Giallo


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FRANKENWEENIE


FRANKENWEENIE FRANKENWEENIE (Blu-ray: Disney, Großbritannien)
(OT: Frankenweenie | USA 2012 | Regie: Tim Burton)

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Regisseur Tim Burton beackert erneut sein Lieblingsthema und recycled sich dabei selbst. FRANKENWEENIE ist ein auf Spielfilmlänge gestrecktes Remake seines eigenen Realkurzfilms aus dem Jahr 1984 und so etwas wie die PET SEMATARY-Variante der klassischen FRANKENSTEIN-Geschichte. Burtons Handschrift ist in dem im Stop-Motion-Verfahren gedrehten Puppen-Animationsfilm dabei zu jeder Sekunde zu erkennen. Das fängt beim Design der Puppen an, geht weiter über die Art und Weise wie Burton seine ebenso skurrile wie komische und auch zu Herzen gehende Geschichte erzählt (nämlich mit viel schwarzem Humor und einer dichten Atmosphäre) und endet letztendlich bei den Referenzen an Burtons Vorbilder, die praktisch in jedem seiner Filme untergebracht sind. FRANKENWEENIE erweist sich einmal mehr als eindeutige Liebeserklärung an die klassischen Filmmonster der Universal- und Hammer-Studios sowie an die Monster-B-Movies der 50er und 60er Jahre aus den Staaten und aus Japan (insbesondere die GODZILLA-Referenz ist nicht zu übersehen). Nachdem ich bei Burtons letzten Filmen immer das Gefühl hatte, es würde einfach dieses gewisse Etwas fehlen, das Burton früher immer ausgezeichnet hatte, scheint er nun mit dem komplett in schwarz/weiß gedrehten FRANKENWEENIE - ein Stilmittel, das wirklich perfekt zu diesem Film passt - langsam aber sicher wieder zu alter Stärke zurückfinden. Toll!

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Tim Burton Winona Ryder 2010er Oscar Nominee Remake


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PARANORMAN


PARANORMAN PARANORMAN (Blu-ray: Universal, Deutschland)
(OT: ParaNorman | USA 2012 | Regie: Chris Butler/Sam Fell)

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Der Animationsfilm hat nun schon seit ein paar Jahren den Genrefilmbereich als neue Heimat entdeckt und die Streifen, die in diesem Bereich gemacht werden, können sich fast immer sehen lassen. Was RANGO für den Italowestern und KUNG FU PANDA für den Eastern gewesen sind, ist PARANORMAN - ähnlich wie MONSTER HOUSE vor ein paar Jahren - für den Horrorfilm.
Die beiden Regisseure Chris Butler und Sam Fell haben mit PARANORMAN eine liebevolle und ausgesprochen gelungene Hommage an das Horrorgenre gedreht, mit einigen sofort auffälligen (das Titelthema aus HALLOWEEN als Klingelton, die Eishockey-Maske aus FRIDAY THE 13TH) und wahrscheinlich noch weitaus mehr versteckten (Neils toter Hund heißt "Bub") Referenzen an das Genre. Das Production Design ist klasse, die Charakterisierung der animierten Protagonisten absolut gelungen und der ganze Film präsentiert so verdammt viele kleine Details, dass es eine wahre Freude ist, das turbulente und zeitweise auch herrlich schwarzhumorige Treiben zu beobachten.
Schade, dass PARANORMAN trotz Nominierung keine Chance bei den diesjährigen Oscars hatte. Aber Pixars BRAVE stand wohl schon von vornherein als Sieger fest, wobei eine Nominierung ja auch schon einen gewissen Erfolg darstellt.

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Chris Butler Sam Fell John Goodman 2010er Oscar Nominee Zombie


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SAND SHARKS


SAND SHARKS SAND SHARKS (Blu-ray: Splendid, Deutschland)
(OT: Sand Sharks | USA 2011 | Regie: Mark Atkins)

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Pünktlich zum Start eines alljährlichen Festivals, zu dem feierwütige Teenager in einem kleinen Küstenkaff erwartet werden, tauchen dort Haie im Sand auf und stören die Festivitäten doch deutlich.
Wie, Haie im Sand? Ja, verdammte Haie im Sand. Wo sollten sie sich auch sonst rumtreiben, wenn ihnen das Wasser einfach zu nass wird. Regisseur Mark Atkins hat da einen Film gedreht, den man tatsächlich nur als komplette Granate bezeichnen kann. Denn SAND SHARKS schießt den absoluten Vogel ab und lässt das Herz eines jeden Trash-Liebhabers für gut 90 Minuten höher schlagen. Einer dieser Filme aus der "so bad it's fucking great"-Kategorie, mit einem Plot, der aus einer Vielzahl ähnlich gelagerter Streifen zusammengebastelt wurde, mit Effekten, die 5-jährige Kinder auf einem alten Commodore C64 besser programmieren könnten, mit Laiendarstellern, die man bei jedem GZSZ-Casting mit Schimpf und Schande vom Hof jagen würde, mit Dialogen, die einem die Fremdscham ins Gesicht jagen, usw., usf.
SAND SHARKS ist ein Fest für alle Liebhaber des schlechten Geschmacks und ich habe einfach eine absolut Schwäche für kompletten Schwachsinn dieser Art. I really just loved this flick! Und ich werde mir auch in Zukunft jedes Z-Movie, in dem Haie vorkommen, reinziehen. Bald gibt es ja mit BAIT - sogar in einer größeren Produktion - Haie im Supermarkt zu bewundern und irgendwann wird auch mal jemand kommen, der die Viecher in den Weltraum verfrachtet. Ich träume von einem Film mit dem Titel NAZI SHARKS FROM OUTER SPACE. :D
Wobei ich zukünftige Haifilm-Sichtungen vielleicht doch lieber ohne meine Frau vornehmen sollte. Ihr einziger Kommentar beim Einsetzen des Abspanns von SAND SHARKS: "Ich lass mich scheiden!". Das will ich dann doch nicht riskieren.

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Mark Atkins 2010er Tierhorror


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TRAGIC CEREMONY


TRAGIC CEREMONY TRAGIC CEREMONY (DVD: Dark Sky Films, USA)
(OT: Estratto dagli archivi segreti della polizia di una capitale europea | Italien/Spanien 1972 | Regie: Riccardo Freda)

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Akkuter Benzinmangel und ein aufziehendes Gewitter lassen vier Freunde (u.a. Camille Keaton, Tony Isbert), die sich auf der Rückfahrt von einem Strandaufenthalt befinden, an der Villa von Lord Alexander (Luigi Pistilli) und dessen Gattin (Luciana Paluzzi) Halt machen, wo ihnen auch prompt Unterschlupf gewährt wird. Die Freunde nehmen die Gastfreundschaft gerne an, nicht ahnend, dass sie geradewegs in die Hände einer Gruppe von Satansanbetern geraten sind, die im Keller der Villa dem Herrn der Finsternis ein Opfer darbringen will…

Tragic Ceremony ist eine auf den ersten Blick vielleicht etwas merkwürdig anmutende Mischung aus Backwoods-, Okkult- und Gothic-Hororfilm, die auf den zweiten Blick aber ganz vorzüglich funktioniert. Regisseur Riccardo Freda begeistert jetzt vielleicht nicht unbedingt mit einer ausgeklügelten Handlung - über weite Strecken des Films könnten sich im Genre nicht so erfahrene Zuschauer durchaus die Frage stellen, was das jetzt eigentlich alles soll -, sondern fesselt viel mehr mit dem, was die Italiener in der damaligen Zeit im Bereich des Genrefilms beherrscht haben wie keine andere Filmnation: dem Aufbau von Spannung durch das Erzeugen einer faszinierenden Stimmung und einer unheimlichen Atmosphäre. Tragic Ceremony ist zeitweise einfach nur verdammt "scary" und wirklich kreuzunheimlich geraten und hat mit der unfassbar bezaubernden Camille Keaton - die definitiv viel zu wenig Filme in ihrer Karriere gedreht hat - in der Hauptrolle eine Schauspielerin zu bieten, mit der man von der ersten bis zur letzten Sekunde ganz vorzüglich mitfiebern kann. Und dann sind auch noch Genreurgesteine wie Luigi Pistilli, Luciana Paluzzi und Paul Muller mit von der Partie. Richtig, richtig gut!

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Riccardo Freda Camille Keaton Luigi Pistilli 1970er female nudity


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THE FORSAKEN - DIE NACHT IST GIERIG


THE FORSAKEN - DIE NACHT IST GIERIG THE FORSAKEN - DIE NACHT IST GIERIG (DVD: Columbia TriStar, Deutschland)
(OT: The Forsaken | USA 2001 | Regie: J.S. Cardone)

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Eigentlich wollte Sean (Kerr Smith) lediglich zur Hochzeit seiner Schwester fahren. Doch als er unterwegs den Anhalter Nick (Brendan Fehr) mitnimmt verwandelt sich sein Road Trip in eine regelrechte Höllenfahrt. Denn Nick ist ein Vampirjäger auf der Jagd nach einer bestimmten Gruppe von Vampiren und Sean wird schon bald dazu gezwungen, Nick bei seiner Jagd behilflich zu sein…

Regisseur J.S. Cardone hat sich mit The Forsaken an einer Mischung aus Teenie-Horror, Vampirfilm und Road Movie versucht und das Ergebnis ist durchaus ansehnlich geraten. Denn The Forsaken ist exakt das, was man gemeinhin gerne als “sichere Bank“ für Genrefreunde bezeichnet. Wer auf der Suche nach grundsolider, kurzweiliger und spannender Genreunterhaltung ist, keine übermäßig hohen Ansprüche stellt und keine großartigen Innovationen erwartet, dürfte mit Cardones Film definitiv seinen Spaß haben. The Forsaken ist actionreich, rasant, spannend und - wie sich das für einen ordentlichen Horrorfilm ja doch irgendwie gehört - mit einigen deftigen Härten ausgestattet, die letztendlich auch dazu geführt haben, dass Cardones Streifen seinerzeit keine FSK-Freigabe erhalten hat. Und – auch wenn ich mich jetzt vielleicht ein bisschen weit aus dem Fenster lehne – in Sachen Atmosphäre erinnert The Forsaken in seinen besten Momenten durchaus an Filme wie Vampires von John Carpenter und Near Dark von Kathryn Bigelow. Hat mir gut gefallen!

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J.S. Cardone 2000er car chase female nudity Vampir


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FROM DUSK TILL DAWN 3 - THE HANGMAN'S DAUGHTER


FROM DUSK TILL DAWN 3 - THE HANGMAN'S DAUGHTER FROM DUSK TILL DAWN 3 - THE HANGMAN'S DAUGHTER (DVD: UFA/Universum, Deutschland)
(OT: From Dusk Till Dawn 3: The Hangman's Daughter | USA 1999 | Regie: P.J. Pesce)

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Mexiko, zur Zeit des Wilden Westens: In letzter Sekunde kann der gefürchtete Bandit Johnny Madrid (Marco Leonardi) dem Galgen entkommen und nimmt auf seiner spektakulären Flucht zusätzlich Esmeralda (Ara Celi), die Tochter des Henkers (Temuera Morrison), als Geisel. Vom Henker und seinen Männern verfolgt, flüchtet Madrid zunächst in die Wüste und trifft schon bald auf seine alte Gang, die gerade dabei ist, eine Kutsche zu überfallen, in der sich der Schriftsteller Ambrose Bierce (Michael Parks) und das frisch verheiratete Paar John (Lennie Loftin) und Mary Newlie (Rebecca Gayheart) befinden. Neben Esmeralda nehmen die Gangster nun auch die Kutscheninsassen als Geisel und landen auf ihrer weiteren Flucht vor den Verfolgern kurz vor Sonnenuntergang in einer mysteriösen Bar, dem Titty Twister, in der sie schon bald eine böse Überraschung erwarten soll…

Der dritte und letzte Teil der From Dusk Till Dawn-Reihe funktioniert als Prequel zum Original und erzählt die Vorgeschichte der im Auftaktfilm noch von Salma Hayek gespielten Santanico Pandemonium. Bereits Teil 2 von Regisseur Scott Spiegel war für eine Direct-to-Video-Produktion ganz nett anzusehen und dieser nun vorliegende dritte Teil ist qualitativ sogar noch ein gutes Stück besser geraten als der unmittelbare Vorgänger. Regisseur P.J. Pesce orientiert sich hinsichtlich des Aufbaus seines Films deutlich am Original von Robert Rodriguez und das tut dem Streifen richtig gut. Bevor sich From Dusk Till Dawn 3: The Hangman's Daughter in der zweiten Hälfte zum abgedrehten Vampir-Splatter verwandelt (in den Pesce einige schöne Zitate ans Original eingearbeitet hat), serviert P.J. Pesce dem Zuschauer einen lupenreinen Western mit gut getimeten Actioneinlagen und einigen gesunden Härten, die bereits als Vorbote für das dienen, was den Zuschauer in der zweiten Hälfte noch so alles erwarten wird. Natürlich sehen Direct-to-Video-Produktionen nie auch nur annähernd so gut aus wie Kinofilme und mit diesem "Manko" hat auch From Dusk Till Dawn 3: The Hangman's Daughter zu kämpfen, die Videooptik fällt hier allerdings nie so extrem auf wie in Spiegels direktem Vorgängerfilm. Und wer hier alles vor und hinter der Kamera tätig war, ist für einen Film dieser Art schon allererste Sahne. Die Story stammt aus der Feder von Robert Rodriguez, der gemeinsam mit seinem Kumpel Quentin Tarantino auch noch gleich als ausführender Produzent fungierte. Für die größtenteils richtig gut gelungenen Effekte zeichnete einmal mehr die KNB Effects Group verantwortlich und vor der Kamera tummelten sich mit Schauspielern wie Michael Parks, Rebecca Gayheart, Sonia Braga, Temuera Morrison und natürlich wieder Danny Trejo einige richtig bekannte Gesichter. Das alles ergibt einen Film, der weitaus besser gelungen ist als man eigentlich erwarten würde. Ich bin absolut positiv überrascht.

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P.J. Pesce Temuera Morrison Danny Trejo 1990er female nudity 19. Jahrhundert Prequel Vampir


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MY BLOODY VALENTINE


MY BLOODY VALENTINE MY BLOODY VALENTINE (Blu-ray: Kinowelt, Deutschland)
(OT: My Bloody Valentine | USA 2009 | Regie: Patrick Lussier)

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Zehn Jahre ist es nun her, dass nach einem folgenschweren Grubenunglück im kleinen Örtchen Harmony der einzige Überlebende der Katastrophe eine grauenvolle Mordserie verübte. Tom Hanniger (Jensen Ackles), am einstigen Unglück nicht ganz unschuldig, hatte seine Heimatstadt aus diesem Grund verlassen und kehrt nun nach einem Jahrzehnt pünktlich zum Valentinstag zurück, um diverse Angelegenheiten zu regeln. Eine Rückkehr, die Tom zielsicher in die eigene Vergangenheit katapultiert. Zum einen sind ihm die Einwohner wegen der damaligen Ereignisse alles andere als gut gewogen und zum anderen beginnt ausgerechnet mit Toms Erscheinen in Harmony eine neue Mordserie, die der damaligen erschreckend zu ähneln scheint…

It's Slasher Time! Patrick Lussier, von dem ja auch der extrem unterhaltsame Drive Angry stammt, hat sich mit My Bloody Valentine an ein Remake des gleichnamigen Slasher-Klassikers aus den frühen 80ern gewagt und damit einen ziemlichen Treffer gelandet. Lussier macht nicht den Fehler, die Geschichtes des Originals wiederzukäuen, sondern nimmt diese nur als Aufhänger für seine Story, die vom Vorbild dann doch deutlich abweicht. Damit wird zumindest ein kleines bisschen Spannung aufrechterhalten und man weiß nicht von der ersten Sekunde an, wer den nun der Killer hinter der Bergarbeitermaske ist. Wobei die Story bereits beim Original eher Nebensache gewesen ist und dies erwartungsgemäß auch beim Remake nicht groß anders ist. Man sollte also definitiv keinen ausgefeilten Film erwarten, sondern sich auf solide Slasher-Kost gefasst machen. Woran sich Lussier in seinem Remake deutlich orientiert hat, ist die Härte des Originals, welches damals mit einigen extrem deftigen Szenen aufwarten konnte und dadurch einen gewissen Kultstatus bei den Fans erreicht hat. Und Lussier macht diesem Aspekt der Vorlage alle Ehre. My Bloody Valentine begeistert den geneigten Slasher-Fan mit einem extrem hohen Bodycount, jeder Menge abweichslungsreicher "creative kills" und einer Vielzahl spektakulärer Splattereffekte (die allerdings ohne diesen übermäßigen CGI-Einsatz sicher noch besser hätten werden können). Ja, so machen Remakes durchaus Spaß!

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Patrick Lussier 2000er female nudity Remake Slasher


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PIRANHA 2 IN 3D


PIRANHA 2 IN 3D PIRANHA 2 IN 3D (Blu-ray: Sunfilm, Deutschland)
(OT: Piranha 3DD | USA 2012 | Regie: John Gulager)

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Mit viel nackter Haut und jeder Menge an schlüpfrigen Angeboten möchte der schmierige Seth (David Koechner) seinen neuen Wasserpark zu absoluten Attraktion machen. Dumm nur, dass sich pünktlich zur Eröffnung eine Horde gefräßiger Urzeit-Piranhas ihren Weg in den Park bahnt. Die vergnügungssüchtigen Teenager werden zu Fischfutter…

Piranha 2 in 3D ist die komplett behämmerte Fortsetzung von Alexandre Ajas Piranha-Remake, die tatsächlich exakt das einhält, was man aufgrund des Trailers von ihr erwarten kann. Piranha 2 in 3D von Regisseur John Gulager, der zuvor die Feast-Trilogie gedreht hat und sich mit Trash somit bestens auskennt, präsentiert eine wilde Mischung aus teils hochgradig bescheuerten Einfällen, sensationell hohlen Dialogen, extrem flachen Gags, verdammt viel nackter Haut und jeder Menge spaßigem Splattergematsche. Und ab und zu - man mag es kaum glauben - hat sich sogar der eine oder andere gelungene Schockeffekt eingeschlichen. Piranha 2 in 3D will ausschließlich auf möglichst anspruchslose Art und Weise unterhalten und meistert diese Aufgabe mit Bravour. Außerdem lohnt sich die Sichtung des Streifens allein wegen David Hasselhoff, der - schaut man sich so seine Filmographie der letzten Jahre an - mittlerweile endgültig am unteren Ende der Nahrungskette Hollywoods angekommen ist und hier in selbstironischer Verzweiflung versucht, die guten alten und insbesondere erfolgreichen Zeiten zu beschwören. Seine Darbietung ist auf jeden Fall das Salz in der Suppe und macht Piranha 2 in 3D zu einem echten Ereignis. Ob man nun "Mitleid" mit Hasselhoff haben muss, soll jeder für sich selbst entscheiden.

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John Gulager David Hasselhoff Ving Rhames 2010er female nudity Sequel Tierhorror


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X: THE MAN WITH THE X-RAY EYES


X: THE MAN WITH THE X-RAY EYES X: THE MAN WITH THE X-RAY EYES (DVD: MGM, USA)
(OT: X | USA 1963 | Regie: Roger Corman)

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Der Wissenschaftler Dr. James Xavier (Ray Milland) macht mit einem von ihm entwickelten Serum einen Selbstversuch und verbessert dadurch seine Sehstärke so drastisch, dass er die Fähigkeit erlangt, durch feste Objekte hindurchzusehen. Eine Fähigkeit, die Xavier schon bald regelrecht süchtig danach macht, das Serum immer wieder anzuwenden. Mit bald schon fatalen Folgen…

Bei X: The Man with the X-Ray Eyes handelt es sich um eine der zahlreichen Regiearbeiten von Roger Corman aus den 60er Jahren. Aufgrund der Tatsache, dass auch X: The Man with the X-Ray Eyes damals in relativ kurzer Zeit und mit relativ geringem Budget realisiert wurde, darf man von einem Film wie diesem natürlich keine großartigen Wunderdinge erwarten. Und so ist diese Mischung aus Sci-Fi, Drama und Gruselfilm um den in der Inhaltsangabe schon beschriebenen Wissenschaftler, der mit Hilfe eines Serums seine Sehstärke so stark verbessert, dass er letztendlich Röntgenaugen bekommt und süchtig danach wird immer mehr und immer besser zu sehen, sicherlich kein Streifen, der einem schlaflose Nächte bereiten könnte (heute schon gleich gar nicht und damals mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit wohl auch nicht). Nein, X: The Man with the X-Ray Eyes ist einfach ein netter, kleiner Streifen aus den 60er Jahren, der mit seinem unvergänglichen Charme punktet und tatsächlich ziemlich viel von dem bieten kann, was ich persönlich mir von einem Streifen dieser Art so erwarte. Es sind die Kleinigkeiten, die mir an solchen Filmen immer wieder unendlich viel Spaß bereiten. Herrlich beispielsweise die - für einen Film aus den 60er Jahren - fast obligatorische Partyszene, in der Ray Milland - der hier sicher einen der menschlichsten "mad scientists" der Filmgeschichte mimt - mit seinen neuen Fähigkeiten den Partygästen praktisch unter die Kleider schaut. Und Kleinigkeiten wie diese sind in X: The Man with the X-Ray Eyes zahlreich vorhanden. Schön!

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Roger Corman Dick Miller 1960er American International


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GATE - DIE UNTERIRDISCHEN


GATE - DIE UNTERIRDISCHEN GATE - DIE UNTERIRDISCHEN (DVD: Marketing, Deutschland)
(OT: The Gate | Kanada/USA 1987 | Regie: Tibor Takács)

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Glen (Stephen Dorff) und seine Schwester Al (Christa Denton) müssen das Wochenende alleine ohne ihre Eltern verbringen und sehen sich gemeinsam mit Glens bestem Freund Terry (Louis Tripp) urplötzlich einer übernatürlichen Gefahr ausgesetzt. Durch das kurz vor der Wegfahrt der Eltern durchgeführte Fällen eines uralten Baumes im Garten der Familie wurde ein Tor zu einer Unterwelt freigelegt und aus dem düsteren Loch im Garten steigt eine ganze Armada gefährlicher Dämonen hervor, der sich die Kids mit allen Mitteln versuchen entgegenzustellen…

The Gate vom ungarischen Regisseur Tibor Takács ist ein typisches Kind der 80er Jahre und steht in der Tradition von Filmen wie The Monster Squad, Gremlins oder Joey, allesamt Streifen mit Protagonisten im Kindes- bzw. Teeniealter und einer phantastischen Story, die nicht selten in Horrorgefilde abdriftet. Takács lässt sich zunächst viel Zeit, stellt seine Charaktere vor - die Hauptrolle spielt übrigens der damals 13 Jahre alte Stephen Dorff (als Erwachsener insbesondere bekannt als Deacon Frost aus Blade) - und baut langsam Spannung und Atmosphäre auf, bevor er nach ca. der Hälfte der Laufzeit die Dämonen von der Leine lässt. The Gate begeistert im wirklich rasanten Finale mit tollen Stop-Motion-Effekten und überrascht mit einigen derben Sequenzen, die einem jüngeren Publikum (für ein solches ist The Gate aufgrund seiner Hauptcharaktere natürlich hauptsächlich gemacht) sicher nicht nur das Gruseln lehren, sondern darüber hinaus durchaus dazu geeignet sein dürften, für die eine oder andere schlaflose Nacht zu sorgen. The Gate ist ein echter Volltreffer - und das sage ich defnitiv nicht nur aus nostalgischer Verklärtheit (Takács Streifen ist einer dieser Filme ist, mit denen ich einst aufgewachsen bin).

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Tibor Takács 1980er


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THE EVIL DEAD 3: ARMY OF DARKNESS (Director’s Cut)


THE EVIL DEAD 3: ARMY OF DARKNESS (Director’s Cut) THE EVIL DEAD 3: ARMY OF DARKNESS (Director’s Cut) (DVD: Anchor Bay, Großbritannien)
(OT: Army of Darkness | USA 1992 | Regie: Sam Raimi)

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Der durch einen Zeittunnel ins Mittelalter katapultierte Ash (Bruce Campbell) muss sich mit der Tatsache auseinandersetzen, dass er es mit einer kompletten Armee von Dämonen aufnehmen muss um eine Chance zu haben, wieder in seine eigene Zeit zurückzukehren…

Der Abschluss von Raimis Tanz der Teufel-Trilogie zelebriert den im ersten Teil noch etwas versteckten und im unmittelbaren Vorgänger dann schon weitaus deutlicher in den Vordergrund getretenen schwarzen Humor der Geschichte rund um Ash und das Necronomicon auf einfach nur noch herrliche Art und Weise. Army of Darkness ist ein mehr als krönender Abschluss der Reihe und dürfte hauptverantwortlich für den heutigen Kultstatus von Bruce Campbell sein. Campbells Ash darf sich im Mittelalter mit Rittern, Dämonen und seiner eigenen Tolpatschigkeit herumschlagen, hat immer einen coolen Oneliner auf den Lippen und rockt einfach nur das sprichwörtliche Haus. Wer auch immer allerdings auf Horror und Spannung hofft, kann lange warten und wird für seine aufgebrachte Geduld nicht wirklich belohnt. Lediglich die wieder mal hervorragenden Effekte der KNB-Group erinnern an die gruselige Vergangenheit der Reihe, ansonsten regiert der rabenschwarze Humor, der teilweise fast schon slapstickartige Züge annimmt (insbesondere in dieser grandiosen Sequenz in der Mühle, aber auch im absolut spektakulären Finale). Army of Darkness ist als lupenreine Komödie auszumachen und hat mit dem Horrorgenre nur noch die phantastische Ausgangssituation der Geschichte gemein. Wer sich daran nicht stört, dürfte in meinen Augen nur zu folgendem Urteil kommen: Grandios!

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Sam Raimi Bruce Campbell Bridget Fonda 1990er Sequel Mittelalter


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STEPHEN KING’S SCHLAFWANDLER


STEPHEN KING’S SCHLAFWANDLER STEPHEN KING’S SCHLAFWANDLER (DVD: Columbia TriStar, Deutschland)
(OT: Stephen King’s Sleepwalkers | USA 1992 | Regie: Mick Garris)

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Obwohl sie aussehen wie gewöhnliche Menschen handelt es sich bei Charles Brady (Brian Krause) und seiner Mutter Mary (Alice Krige) um dämonische Wesen, sogenannte Schlafwandler, die eigentlich unsterblich sind, sich von der Lebensenergie von Jungfrauen ernähren und denen nur Katzen gefährlich werden können. Die unschuldige Tanya Robertson (Mädchen Amick) soll nun das neueste Opfer der Bradys werden. Doch dieses Mal läuft es für Charles und seine Mutter alles andere als geplant…

Stephen King's Schlafwandler ist keine weitere Verfilmung eines Buches von Stephen King, sondern ein auf einem Originaldrehbuch von King basierender Streifen, der Elemente aus diversen Vampirfilmen und Lewtons bzw. Schraders Katzenmenschen miteinander verbindet. Kings Drehbuch ist zwar nicht sonderlich innovativ oder spannend, aber Regisseur Mick Garris holt dann doch noch so ziemlich das Maximum aus der eher durchschnittlichen Geschichte heraus. Mit am besten hat mir dabei die Atmosphäre des Films gefallen, die in Verbindung mit dem vorzüglich ausgewählten Soundtrack immer wieder schon fast melancholische Züge annimmt. Stephen King's Schlafwandler ist ziemlich kurzweilig inszeniert, weist praktisch keine größeren Längen auf, begeistert mit ein paar ausgesprochen gut gelungenen Splattereffekten und kann bei mir persönlich dann auch mit dem nicht wegzuleugnenden Nostalgiefaktor punkten (habe den Streifen damals im Kino gesehen und einfach nur gemocht). Und wer genau hinsieht, kann neben Stephen King auch noch John Landis, Joe Dante, Clive Barker und Tobe Hooper in Kurzauftritten entdecken. Runde Sache. Ach, und Mädchen Amick ist einfach nur :love: :love: :love: !

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Mick Garris Mädchen Amick Ron Perlman John Landis Joe Dante Clive Barker Tobe Hooper 1990er car chase


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STORM WARNING (Unrated)


STORM WARNING (Unrated) STORM WARNING (Unrated) (DVD: Dimension, USA)
(OT: Storm Warning | Australien 2007 | Regie: Jamie Blanks)

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Während eines Bootstrips entlang der australischen Küste geraten der Anwalt Rob (Robert Taylor) und seine Freundin Pia (Nadia Farès) in einen sich langsam nahenden Sturm. Während Pia dafür plädiert, zum Bootsverleih zurückzukehren bevor das Wetter richtig ungemütlich wird, will Rob, der die Situation maßlos unterschätzt, unbedingt noch einen Abstecher in die nahe liegenden Mangrovenwälder unternehmen. Rob setzt seinen Willen durch, was er und Pia schon sehr bald bereuen werden…

Von einer dysfunktionalen Familie zur nächsten. In Storm Warning gerät ein Pärchen in die Fänge gefährlicher Hinterwäldler und kämpft fortan ums nackte Überleben. Regisseur Jamie Blanks, der mit Düstere Legenden Ende der 90er Jahre einen der in meinen Augen besseren Vertreter der zweiten großen Slasher-Welle gedreht hat, serviert dem Zuschauer mit Storm Warning einen grimmigen Backwoods-Terror-Streifen erster Güteklasse. Storm Warning ist spannend, mitreißend und insbesondere im Finale mit so einigen derben Härten ausgestattet, die dem Streifen - in Verbindung mit dem komplett humorbefreiten Racheplot - das fragwürdige Gütesiegel "Banned in Germany" eingebracht haben. Interessant an Storm Warning ist insbesondere die Umkehr der typischen Geschlechterrollen. Sind Frauenfiguren in Horrorfilmen meist die sich unlogisch verhaltenden und laut herumkreischenden Opfer, die vom vermeintlich starken Geschlecht aus ihrer misslichen Lage befreit werden müssen, verhält sich das hier dann doch ein bisschen anders. In Storm Warning trägt der Mann die Hauptschuld daran, dass das Paar überhaupt erst in die aussichtslose Lage gerät und es ist die Frau, die letztendlich die Initiative ergreift und mit ausgesprochen drastischen Mitteln versucht, sich die drei Peiniger vom Hals zu schaffen und so den Tag zu retten. Klasse Film!

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Jamie Blanks 2000er female nudity Rache Torture Porn


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THE WOMAN


THE WOMAN THE WOMAN (Blu-ray: Capelight, Deutschland)
(OT: The Woman | USA 2011 | Regie: Lucky McKee)

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Als der auf den ersten Blick vollkommen normale Familienvater Chris Cleek (Sean Bridgers) im Wald eine vollkommen verwilderte Frau (Pollyanna McIntosh) entdeckt, entschließt er sich dazu, die Frau einzufangen und in die Gesellschaft zu überführen. Ein Entschluss mit drastischen Folgen…

The Woman walzt regelrecht über seine Zuschauer hinweg und hinterlässt nach gut 100 Minuten nur noch Schutt und Asche. Ich habe selten so einen unfassbar effektiven und gleichzeitig verstörenden Horrorfilm gesehen wie diesen hier. Wer immer der Meinung ist, dass die komplett überzeichneten und wahrlich nicht ernstzunehmenden Kids aus Eden Lake schon dazu geeignet sind, einem als Zuschauer die gute Laune zu verderben, sollte sich ruhig mal Lucky McKees The Woman ansehen. Er wird diese Meinung schleunigst überdenken. The Woman entführt den Zuschauer hinter die Fassaden einer auf den ersten Blick ganz normalen Familie und offenbart nach und nach, dass es sich bei dem scheinbar fürsorglichen Familienvater in Wirklichkeit um eine Bestie in Menschengestalt handelt und dass für die scheinbar gutbürgerliche Familie der Begriff dysfunktional noch eine harmlose Beschreibung darstellt. Sean Bridgers in der Rolle des Monsters im feinen Anzug gibt so eine unfassbar glaubwürdige Vorstellung ab, dass man diesen Typen wohl nie mehr wieder in irgendeinem Film zu Gesicht bekommen will. Der von ihm gespielte Chris Cleek ist vielleicht einer der hassens- und verachtenswertesten Bösewichte aller Zeiten und selten zuvor dürfte man sich als Zuschauer bei einem Film so sehr danach gesehnt haben, dass dem Bösewicht am Ende die gerechte Strafe ereilt. Holy Shit!

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Lucky McKee 2010er female nudity Rache Shocksploitation Torture Porn Sequel


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HOUSE


HOUSE HOUSE (DVD: Anchor Bay, Großbritannien)
(OT: House | USA 1986 | Regie: Steve Miner)

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Nach dem Tod seiner Tante (Susan French) kehrt Vietnamveteran und Horrorautor Roger Cobb (William Katt) in deren Haus zurück und muss sich dort seinen diversen Dämonen aus der Vergangenheit stellen. Sein kleiner Sohn verschwand einst spurlos während eines Besuchs bei der nun verstorbenen Tante. Ein Ereignis, welches nicht nur Rogers Ehe sondern auch auch seine Karriere als Schriftsteller ruinierte…

House ist eine wirklich extrem spaßige Mischung aus Fantasy, Horror und Komödie, die auch über ein Viertel Jahrhundert nach ihrem Erscheinen nichts an ihrer Faszination eingebüßt hat. House gehört zu diesen Filmen, die ich als Jugendlicher geliebt habe und die erfreulicherweise auch heute noch richtig gut funktionieren. Eine gesunde Portion schwarzer Humor, einige wirklich krude Einfälle, zahlreiche gelungene Gags, ein paar gute Schockeffekte und ein unwiderstehlich sympathisches Creature Design zeichnen House aus und verbreiten über die komplette Laufzeit jede Menge gute Laune. Und wenn man sich dann so anschaut, wer so alles bei diesem Film hinter der Kamera tätig gewesen ist, liest sich diese Liste fast wie ein "Who Is Who" diverser Genrespezialisten. In die Kinos gebracht wurde House seinerzeit von Roger Cormans New World Pictures, als Produzent fungierte Sean S. Cunningham (u.a. für Friday the 13th verantwortlich), Regie führte Steve Miner, der zuvor bei Friday the 13th Part 2 und Friday the 13th Part III auf dem Regiestuhl Platz genommen hatte, für den Score sorgte Harry Manfredini, die Kameraarbeit geht auf das Konto des Schweden Mac Ahlberg, der u.a. Filme wie From Beyond und Re-Animator fotografierte und die Story zu House stammt aus der Feder von Fred Dekker, der im selben Jahr mit Night of the Creeps bei einer der in meinen Augen besten Horrorkomödien aller Zeiten Regie führen sollte. Bei so viel Fachkompetenz konnte ja nicht viel schief gehen.

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Steve Miner 1980er Rache New World Pictures


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DAS DORF DER VERDAMMTEN


DAS DORF DER VERDAMMTEN DAS DORF DER VERDAMMTEN (DVD: Warner, Deutschland)
(OT: Village of the Damned | Großbritannien 1960 | Regie: Wolf Rilla)

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In einer Kleinstadt in England verfallen auf mysteriöse Art und Weise sämtliche Einwohner für ein paar Stunden in eine kollektive Ohnmacht. Der Vorfall bleibt ungeklärt und wird noch mysteriöser, als mehrere Frau wenige Monate später Kinder zur Welt bringen, die sich alle extrem ähnlich sehen und langsam aber sicher zu einer globalen Bedrohung heranzuwachsen scheinen...

Mal wieder das Schließen einer filmischen Bildungslücke. Für Zuschauer wie mich, die in Horrorfilmen nichts sonderlich viel gruseliger und erschreckender finden als sich mysteriös verhaltende Kinder, dürfte Rillas Das Dorf der Verdammten eine einzige Offenbarung darstellen. Denn die Kinder in diesem Film sind vielleicht die unheimlichsten und erschreckendsten Gören, die ich je in einem entsprechenden Genrefilm erlebt habe. Regisseur Wolf Rilla lässt die von den Kinder ausgehende Gefahr schleichend über die Erwachsenen im Film und seinen Zuschauer hereinbrechen und erzeugt insbesondere durch das Dilemma der Erwachsenen, die einen absoluten Tabubruch begehen müssten, um die mehr und mehr aufkommende Bedrohung zu bannen, ein Maximum an Spannung. Ohne großartige Effekte und mit einem wohl ziemlich überschaubaren Budget gedreht, holt Rilla in den knapp 75 Minuten Laufzeit wirklich alles aus seiner Geschichte heraus, erzeugt mit Hilfe seiner tatsächlich einfach nur unheimlich wirkenden Kinderdarsteller eine verdammt bedrohliche Atmosphäre und löst die sich stetig steigernde Spannung letztlich in einem ziemlich heftigen Finale auf. Das Dorf der Verdammten ist wahrscheinlich die Mutter aller "Killer Kid Movies" und gehört in meinen Augen definitiv zum Kanon der unbestrittenen Klassiker des Horrorfilms.

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Wolf Rilla 1960er Alien


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DEMONS 2


DEMONS 2 DEMONS 2 (Blu-ray: Arrow, Großbritannien)
(OT: Dèmoni 2 | Italien 1986 | Regie: Lamberto Bava)

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Mit Hilfe eines Fernsehers platzt ein Dämon in die sich in einem Hochhaus befindliche Wohnung der Familie von Sally (Coralina Cataldi-Tassoni), die eigenlich ausgelassen ihren Geburtstag feiern wollte. Doch Sally, ihren Gästen und allen weiteren Bewohnern und Besuchern des Hochhauses bleibt fortan nur der Kampf ums nackte Überleben als Abendbeschäftigung…

Ein Jahr nach Demons legte Regisseur Lamberto Bava diese Fortsetzung nach, die praktisch das letzte Aufbäumen im Todeskampf des italienischen Horrorfilms darstellte. Hatte der Vorgänger in meinen Augen schon nicht wirklich mit einer ausgefeilten Handlung und einem ordentlichen Spannungsaufbau überzeugt, gelingt Bava dies in seiner Fortsetzung tatsächlich noch weniger. Während Demons aber noch durch eine gewisse Dynamik begeistern und den Zuschauer so relativ leicht für sich gewinnen konnte, wirkt Demons 2 nur noch zerfahren und fast schon planlos. Anstatt eines Kinos mit relativ begrenztem Raum wird hier ein riesiges Hochhaus von den Dämonen angegriffen. Demons 2 ist in gewisser Weise episodenhaft erzählt, Bava wechselt ständig zwischen verschiedenen Schauplätzen im Hochhaus hin und her (Fitnessraum, diverse Wohnungen, Tiefgarage, Fahrstuhl) und nimmt seinem Film so jeglichen Drive und jegliche Dynamik. Die Special Effects und die Masken sind zwar ähnlich wie im Vorgänger richtig gut gelungen, können aber aufgrund der Erzählstruktur nie eine so intensive Wirkung entfalten wie in Demons und wirken irgendwann sogar fast schon ermüdend.

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Lamberto Bava Asia Argento 1980er female nudity Sequel


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TÖDLICHER ANRUF


TÖDLICHER ANRUF TÖDLICHER ANRUF (DVD: Warner, Deutschland)
(OT: One Missed Call | Deutschland/Japan/USA 2008 | Regie: Eric Valette)

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Im Umfeld von Beth (Shannyn Sossamon) häufen sich unerklärliche Todesfälle. Alle Opfer hatten kurz zuvor einen mysteriösen Anruf erhalten, in dem ihnen der Tag und die Uhrzeit ihres baldigen Todes mitgeteilt wurde. Gemeinsam mit Detective Andrews (Edward Burns) versucht Beth den unheimlichen Todesfällen auf den Grund zu gehen…

One Missed Call ist in allererster Linie ein weiteres Paradebeispiel für die Einfallslosigkeit Hollywoods. Wenn schon - glaubt man den allgemeinen Kritiken, ich selbst habe das Original von Takashi Miike noch nicht gesehen - eher durchschnittliche Horrorfilme aus Japan als Vorlage für aktuellere Genreware dienen müssen, ist das der eigentliche Horror an einem Film wie One Missed Call. Aber in Zeiten, in denen selbst jeder drittklassige Slasher aus den 80er Jahren ein Remake spendiert bekommt, sollte man sich über die Existenz eines Films wie One Missed Call wohl sowieso nicht wundern. Und man sollte sich noch weniger darüber wundern, dass ein Film wie One Missed Call - fast logischerweise - nicht wirklich funktioniert. Der Plot scheint planlos zusammengeschustert und richtige Spannung kommt nur selten auf. Was der französische Regisseur Eric Valette aber dann doch hinbekommen hat und was den Streifen am Ende des Tages tatsächlich davor rettet, ein kompletter Totalausfall zu sein, ist eine unheimliche und teilweise richtig gruselige Atmosphäre, die den Film durchzieht und die den Zuschauer - gepaart mit ein paar netten Schockeffekten und einem Handyklingelton der einfach nur "creepy" geraten ist - über die relativ kurze Nettolaufzeit von knapp 80 Minuten gerade noch so bei Laune hält. Viel länger hätte der Streifen allerdings nicht dauern dürfen.

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Eric Valette Shannyn Sossamon 2000er Remake


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DEMONS


DEMONS DEMONS (Blu-ray: Arrow, Großbritannien)
(OT: Dèmoni | Italien 1985 | Regie: Lamberto Bava)

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Anlässlich der Neueröffnung eines Kinos in Berlin finden sich diverse Zuschauer ein, um sich einen Horrorfilm auf der großen Leinwand anzusehen. Als sich jedoch plötzlich eine der Zuschauerinnen, die sich zuvor im Foyer des Kinos an einem Filmutensil geschnitten hatte, in ein blutrünstiges Monster verwandelt, wird das Kino zur tödlichen Falle. Wer auch immer von der Infizierten gebissen wird, verwandelt sich ebenfalls in einen Dämon und für die wenigen, noch nicht infizierten Besucher, kommt es zum scheinbar aussichtslosen Kampf ums Überleben…

Old-School-Horror aus den 80ern mit einer extrem einfach gestrickten Handlung. In Demons geht es ohne große Umschweife relativ schnell zur Sache, Regisseur Lamberto Bava kümmert sich einen feuchten Dreck um so etwas wie Charakterentwicklung oder echten Spannungsaufbau, sondern zelebriert lieber die Arbeit seiner Make-Up-Abteilung in tollen, handgemachten Splatter- und Gore-Effekten. Unterlegt von einem treibenden Score von Komponist Claudio Simonetti und garniert mit einigen Rock- und Metal-Songs machen die titelgebenden Dämonen Jagd auf ihre menschlichen Opfer, die verzweifelt versuchen, aus dem einer Festung gleichenden Kino in der Mitte von Berlin zu entkommen. Durch einen Deus ex machina soll am Ende dann doch zwei Überlebenden die Flucht aus dem Kino gelingen, eine Flucht, die sie allerdings in einen noch größeren Albtraum entlässt. Die Apokalypse hat bereits begonnen, sowohl hier im Film als auch für das italienische Horrorkino. Denn Demons war einer dieser letzten, großen Horrorfilme des italienischen Kinos. Nach diesem Streifen kam nicht mehr viel nach. Die Zeiten von Fulci & Co. waren endgültig vorbei. Jammerschade.

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Lamberto Bava 1980er female nudity Berlin


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MY NAME IS BRUCE


MY NAME IS BRUCE MY NAME IS BRUCE (Blu-ray: Capelight, Deutschland)
(OT: My Name Is Bruce | USA 2007 | Regie: Bruce Campbell)

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Jeff (Taylor Sharpe) ist ein riesengroßer Fan von Schauspieler Bruce Campbell (Bruce Campbell) und sieht, nachdem er versehentlich einen chinesischen Rachedämon freigesetzt hat, nur eine Chance, den Dämon zu besiegen. Und diese Chance besteht darin, den Dämon gemeinsam mit seinem großen Idol Bruce Campbell zu bekämpfen und wieder zurück in die Hölle zu schicken…

My Name Is Bruce ist etwas zu arg konstruiert und bemüht wirkender Trash rund um Kultschauspieler Bruce Campbell, der sich hier selbst inszeniert (und zwar in zweierlei Hinsicht, nämlich als Regisseur hinter und als "Kotzbrocken" vor der Kamera) und in gewisser Weise auch selbst demontiert hat. Als - wie oben schon kurz skizziert - ein jugendlicher Fan von Campbell nämlich durch einen dummen Zufall einen chinesischen Rachedämon freisetzt und dieser fortan die Dorfgemeinschaft mit einer scharfen Sense um einige Köpfe erleichtert, sieht der Verursacher dieses Übels nur eine Lösung: sein großes Idol Bruce Campbell zu kidnappen und mit diesem gemeinsam das Böse zu bannen. Doch er entführt keinen Superhelden, sondern einen arroganten, selbstherrlichen, alkoholsüchtigen und jämmerlich feigen Möchtegernstar. Ich bin mir nicht sicher, ob es tatsächlich augenzwinkernde Selbstironie ist, wie Campbell sich hier selbst inszeniert, oder vielleicht doch nur überhebliche Arroganz, mit der Campbell seine treue Fanschar letztendlich dann ziemlich verarschen würde. Im Endeffekt ist es auch relativ egal. My Name Is Bruce ist bei Weitem nicht der Kultfilm, der er gerne sein würde, hat zwar einige richtig tolle Momente (z.B. die Szene mit dem vor dem Dämon fliehenden und planlos umherschießenden Campbell) und macht über weite Strecken Spaß, wird aber wohl auch relativ schnell wieder aus dem Gedächtnis verschwunden sein. Nett, mehr aber auch nicht.

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Bruce Campbell 2000er


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EDEN LAKE


EDEN LAKE EDEN LAKE (DVD: UFA/Universum, Deutschland)
(OT: Eden Lake | Großbritannien 2008 | Regie: James Watkins)

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Für Jenny (Kelly Reilly) und ihren Freund Steve (Michael Fassbender) sollte es eigentlich ein ruhiges und romantisches Wochenende an einem See werden. Doch mit der Ruhe ist es schnell vorbei, als ein paar Jugendliche (u.a. Jack O’Connell) ganz in der Nähe des Paares ihr Quartier aufschlagen und mit lauter Musik die Idylle stören. Nach einer kurzen verbalen Auseinandersetzung ziehen die Kids zunächst weiter, doch für Jenny und Steve soll es nicht bei dieser einen Konfrontation mit den jugendlichen Rowdys bleiben. Als beim nächsten Aufeinandertreffen durch ein Versehen der Hund des Anführers getötet wird, eskaliert die Situation und für Jenny und Steve wird das Wochenende zum Kampf ums Überleben…

Eden Lake von Regisseur James Watkins ist ein ziemlicher Hassbatzen von einem Film, der alles daran setzt, dem Zuschauer die gute Laune zu verderben und - zumindest zum Anschein - versucht, mit erhobenem Zeigefinger auf gewisse soziale Missstände hinzuweisen. So wirklich gelingen mag dieser Versuch allerdings nicht. Das liegt zum einen an der Figurenentwicklung der beiden Protagonisten, die sich in verschiedenen Situationen einfach nur hochgradig bescheuert verhalten und so nicht sonderlich glaubwürdig erscheinen. Zum anderen liegt das aber auch an der Tatsache, dass die bösen Kinder und Jugendlichen so gnadenlos überzeichnet sind, dass man den Film beim besten Willen nicht mehr wirklich ernst nehmen kann. Aber Eden Lake ist natürlich in erster Linie Genrekino und keine anspruchsvolle Gesellschaftsstudie und als Genrefilm funktioniert Watkins britischer Backwoods-Streifen richtig gut. Eden Lake ist Terrorkino in Reinform, sauspannend, verdammt hart und mit einem dieser einfach nur unfassbar derben Enden gesegnet, die den Zuschauer mit einem mehr als deftigen Hieb in die sprichwörtliche Magengrube in den Abspann entlassen.

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James Watkins 2000er Rache Torture Porn


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RINGS


RINGS RINGS (DVD: DreamWorks, Kanada)
(OT: Rings | USA 2005 | Regie: Jonathan Liebesman)

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Nachdem bekannt wurde, wie man nach Sichtung des mysteriösen Videobands den eigentlich sicheren Tod verhindern kann - nämlich indem man eine Kopie erstellt und diese einem Dritten zeigt-, wird das Ansehen des Videos für Jugendliche zu einer Art Mutprobe. Auch Jake (Ryan Merriman) stellt sich dieser Herausforderung und muss sich kurze Zeit später mit der Tatsache konfrontiert sehen, dass der Freund, der ihm ursprünglich zugesichert hatte, sich eine Kopie anzusehen, nichts mehr von seinem Versprechen wissen will. Verzweifelt sucht Jake nach einer Person, der er das unheimliche Video zeigen kann…

Jonathan Liebesmans Kurzfilm Rings funktioniert als Prequel zu The Ring Two und stellt somit das Bindeglied zwischen The Ring und The Ring Two dar. Rings erzählt dabei in gut 15 Minuten die Geschichte des zu Beginn von The Ring Two durch das Video getöteten Teenagers, der sich das Video wegen des Kicks angesehen hat und danach niemanden mehr finden konnte, dem er eine Kopie zeigen konnte. Im Stil der diversen Found-Footage-Filme der letzten Jahre gedreht, erzeugt Liebesman in seinen gut 15 Minuten eine ungemein intensive Atmosphäre und zeigt in schaurigen Bildern, wie der Teenager immer mehr dem sicheren Tod entgegengleitet und dabei fast wahnsinnig wird. Die Kamera ist immer nah an der Hauptfigur dran, die Schockeffekte sind teilweise exzellent und die Spannung wird über die komplette Laufzeit extrem hoch gehalten. Richtig gut!

Jonathan Liebesman 2000er Prequel Sequel


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THE RING TWO


THE RING TWO THE RING TWO (DVD: DreamWorks, Kanada)
(OT: The Ring Two | USA 2005 | Regie: Hideo Nakata)

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Sechs Monate nachdem die Reporterin Rachel Keller (Naomi Watts) sich selbst und ihren Sohn Aidan (David Dorfman) vor dem Fluch des unheimlichen Videos retten konnte, sieht sie sich mit der Tatsache konfrontiert, dass sie in der kleinen Küstenstadt in Oregon, in die sie sich zurückgezogen hat, schon bald von den Geistern der Vergangenheit eingeholt wird…

Für die Fortsetzung von The Ring verpflichteten die Produzenten Laurie MacDonald und Walter F. Parkes Regisseur Hideo Nakata, der bei den ersten beiden Teilen der japanischen Original-Reihe Regie führte und dem die Thematik somit bestens vertraut gewesen ist. In The Ring Two sieht sich die abermals von Naomi Watts gespielte Journalistin Rachel mit der Tatsache konfrontiert, dass der Geist von Samara mit ihr und ihrem Sohn Aidan - erneut von David Dorfman verkörpert, der hier eine Vorstellung abliefert, die man einfach nur als "creepy" bezeichnen kann - noch eine Rechnung zu begleichen hat. Wer von dieser Fortsetzung allerdings einen ähnlich innovativen Film erwartet wie es Ringu bzw. The Ring gewesen ist/sind, dürfte enttäuscht werden. Denn The Ring Two geht eher den Weg altbekannter Horrorpfade. Filme von besessenen Kindern und unheimlichen Häusern gibt es wahrlich schon zur Genüge. Das Video selbst wird - bis auf die Anfangsminuten, in denen ein weiterer Teenager dem 7-Tages-Fluch zum Opfer fällt - praktisch nur noch am Rande thematisiert, Regisseur Nakata weiht den Zuschauer in The Ring Two in die mysteriösen Hintergründe um die geheimnisvolle Samara ein und tut das, wie ich finde - und allen miesen Kritiken zum Trotz, die der Film seinerzeit einstecken musste - auf außerordentlich gruselige Art und Weise. Vielleicht liegt es auch daran, dass meine Erwartungshaltung nicht sonderlich hoch gewesen ist und ich jetzt einfach nur positiv überrascht bin, aber ich bin der Ansicht, dass diese Fortsetzung insbesondere im Hinblick auf den reinen "Scare"-Faktor dem Vorgänger locker das Wasser reichen kann. Ja, das mögen größtenteils typische "Jahrmarktsattraktionen" sein, mit denen Nakata sein Publikum hier erschrecken will, aber das gelingt ihm doch ziemlich gut. Die Atmosphäre des Films ist unheimlich und bedrohlich geraten und die vereinzelten Schocksequenzen sind effektiv und gut platziert. Hat mir gut gefallen.

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Hideo Nakata Naomi Watts Mary Elizabeth Winstead Sissy Spacek 2000er Sequel


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RING


RING RING (DVD: DreamWorks, Deutschland)
(OT: The Ring | Japan/USA 2002 | Regie: Gore Verbinski)

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Nach dem plötzlichen und unerklärlichen Tod ihrer Nichte ermittelt Reporterin Rachel Keller (Naomi Watts) auf eigene Faust und stößt dabei auf ein mysteriöses Videoband. Jeder, der sich dieses Band ansieht, soll angeblich nach sieben Tagen versterben. Rachel selbst glaubt nicht an solchen Humbug und sieht sich das Band an. Als kurz danach ihr Telefon klingelt und eine unheimliche Stimme am anderen Ende Rachels baldigen Tod verkündet, beginnt für Rachel ein Wettlauf gegen die Zeit…

Mit Ringu hat Regisseur Hideo Nakata im Jahr 1998 einen der einflussreichsten Horrorfilme der jüngeren Vergangenheit erschaffen. Klar, dass da ein Remake aus Hollywood nachgeschoben werden musste. Im Jahr 2002 erzählte Regisseur Gore Verbinski die Geschichte vom unheimlichen und den Tod bringenden Video neu und stellte damit insbesondere eines unter Beweis: Remakes sind nicht per se zu verurteilen. Denn The Ring ist ein echter Volltreffer. Verbinski und sein Drehbuchautor Ehren Kruger begehen nicht den Fehler, das japanische Original eins zu eins zu kopieren, sondern übernehmen nur die wichtigsten Eckpunkte und bauen um diese eine vom Original doch teils deutliche abweichende Geschichte. The Ring verbreitet zwar nicht die extrem intensive und bedrohliche Atmosphäre von Ringu, ist aber mit seinen Mitteln ähnlich effektiv wie dieser. Verbinskis Film ist spannend, furchteinflößend, unheimlich, mysteriös und mit einigen richtig guten Schockeffekten ausgestattet. Einer dieser Filme, nach deren Sichtung man nur noch mit einem mulmigen Gefühl die dunklen Kellertreppen hinabsteigt - und viel mehr muss ein Horrorfilm in meinen Augen auch gar nicht leisten.

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Gore Verbinski Naomi Watts Adam Brody 2000er Remake Rache


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DRACULAS HEXENJAGD


DRACULAS HEXENJAGD DRACULAS HEXENJAGD (DVD: Koch Media, Deutschland)
(OT: Twins of Evil | Großbritannien 1971 | Regie: John Hough)

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Nach dem Tod ihrer Eltern kommen die beiden Zwillinge Frieda (Madeleine Collinson) und Maria (Mary Collinson) in die Obhut ihres Onkels, des skrupellosen Hexenjägers Gustav Weil (Peter Cushing). Der ist allerdings so damit beschäftigt, den offensichtlichen Sündern und Sünderinnen um ihn herum den Teufel sprichwörtlich aus dem Leib zu treiben, dass er zunächst nicht merkt, dass seine beiden Nichten, insbesondere die leicht rebellische Frieda, in den Bann des Grafen Karnstein (Damien Thomas) geraten, der nach Durchführung eines satanischen Rituals von der mächtigen Vampirin Mircalla (Katya Wyeth) in einen Vampir verwandelt wurde…

Der Abschluss der Karnstein-Trilogie der britischen Hammer Studios ist als Prequel zu den beiden Vorgängerfilmen angelegt. Die in Gruft der Vampire und Nur Vampire küssen blutig noch als Hauptfigur agierende Vampirin Mircalla absolviert hier nur einen Kurzauftritt, bei dem sie den den Teufel anbetenden Grafen Karnstein in einen Vampir verwandelt, welcher fortan eine der beiden Nichten des fanatischen Hexenjägers Gustav Weil in seinen Bann zieht.
Regisseur John Hough verzichtet in Draculas Hexenjagd zwar auf diese typische Grusel-Atmosphäre, die so viele Hammer-Produktionen auszeichnete und insbesondere auch Gruft der Vampire zu einem absoluten Erlebnis machte, präsentiert davon abgesehen mit seinem Beitrag zur Karnstein-Trilogie aber einen absoluten Gewinner. Insbesondere das Setting im alten Schloss wurde hier optimal genutzt und dieser Crossover aus Vampir- und Hexenjagdfilm ist wirklich richtig gut gelungen. Im Vergleich mit den beiden ersten Filmen ist Draculas Hexenjagd übrigens extrem rasant inszeniert (deswegen auch diese fehlende Gruselstimmung), was dem Spannungsaufbau aber keineswegs Schaden zufügt. Darüber hinaus bietet Hough seinem Publikum - insbesondere im Finale - einige richtig derbe Härten, die man in solcher Intensität in einem Hammer-Film wohl nicht unbedingt erwartet hätte und auch die Besetzung des Streifens ist allererste Sahne. Die Zwillinge Mary und Madeleine Collinson machen ihre Sache als zurückhaltende und schüchterne Maria bzw. als durchtriebene und vom Bösen faszinierte Frieda richtig gut, Damien Thomas gibt als Graf Karnstein einen charismatischen und herrlich diabolischen Bösewicht und der im Vergleich zum nur ein Jahr früher gestarteten Nur Vampire küssen blutig von Trauer gezeichnete und scheinbar um viele Jahre gealterte Peter Cushing - Cushing hatte nur zwei Monate vor Drehstart seine Frau verloren, ein Schicksalsschlag, von dem er sich nie mehr richtig erholen sollte - gibt hier in der Rolle des fanatischen und verbitterten Hexenjägers Gustav Weil vielleicht eine der besten Vorstellungen seiner (Genrefilm-)Karriere ab. Klasse Film!

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John Hough Peter Cushing 1970er female nudity Prequel 17. Jahrhundert Vampir Hammer Film


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FINAL EXAM


FINAL EXAM FINAL EXAM (DVD: BCI Eclipse, USA)
(OT: Final Exam | USA 1981 | Regie: Jimmy Huston)

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In einem kleinen College in North Carolina müssen sich die Studenten plötzlich mit der Tatsache auseinandersetzen, dass sich ein irrer Killer in die Provinz verirrt zu haben scheint…

Einer dieser längst in Vergessenheit geratenen Slasher aus den frühen 80er Jahren, der einst von allen Beteiligten mit großem Dilettantismus und noch größerem Enthusiasmus und ganz offensichtlich ohne nennenswerte finanzielle Mittel gedreht worden sein dürfte und der dem geneigten B- und C-Movie-Fan heute vor allem durch seinen herrlich naiven Charme ein dickes Grinsen ins Gesicht zaubert. Final Exam ist purer Trash, die Tatsache, dass sich Regisseur Jimmy Huston im Vorspann auch noch den Drehbuch-Credit unter den Nagel gerissen hat, grenzt schon fast an Hochstapelei. Denn so etwas wie ein Drehbuch dürfte damals definitiv nicht vorhanden gewesen sein. Die ersten 50 Minuten seines Films verplempert Huston damit, seine "Charaktere" - für die sich im Endeffekt eh kein Schwein interessiert - einzuführen und als ihm schließlich einfällt, dass ein Killer einem Slasher vielleicht ganz gut zu Gesicht stehen würde, lässt er einen solchen auf seine Handvoll Laiendarsteller los und bringt sie der Reihe nach um die Ecke. Für die im Slasher so wichtigen "creative kills" hat das Geld wohl nicht gereicht, die meisten Morde geschehen im Off und so ist Final Exam für einen Slasher wirklich extrem blutarm geraten. Das Motiv des Killers bleibt übrigens relativ unklar und ist nur aus einem in der Mitte des Films beiläufig von einem der potentiellen Opfer eingeworfenen Halbsatz zu erahnen. Huston macht mit Final Exam eigentlich alles falsch, was man in einem Slasher so alles falsch machen. Es gibt keine Spannung, kein typisches "Final Girl", mit dem man Mitfiebern könnte, keine blutigen Morde und auch keine sonstigen Schauwerte. Und doch kann man diesem Streifen irgendwie nicht böse sein. Denn sein komplettes Unvermögen, gepaart mit dem offensichtlichen Enthusiasmus, mit dem die diversen Darsteller hier zu Werke gehen, macht Final Exam einfach nur verdammt sympathisch und liebenswert.

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Jimmy Huston 1980er female nudity Slasher


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NUR VAMPIRE KÜSSEN BLUTIG


NUR VAMPIRE KÜSSEN BLUTIG NUR VAMPIRE KÜSSEN BLUTIG (DVD: Kinowelt, Deutschland)
(OT: Lust for a Vampire | Großbritannien 1971 | Regie: Jimmy Sangster)

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Mit Hilfe eines satanischen Rituals gelingt es Nachfahren der Karnsteins die Vampirin Mircalla (Yutte Stensgaard) erneut zum Leben zu erwecken. Eine nahegelegenes Mädcheninternat bietet reichlich Frischblut für Mircalla, die als neue Schülerin in das Internat aufgenommen wird und gleich bei ihrer Ankunft auf den Schriftsteller Lestrange (Michael Johnson) trifft, der sich - ohne zu ahnen, mit wem er es tatsächlich zu tun hat - Hals über Kopf in die attraktive Frau verliebt…

Im zweiten Teil der Karnstein-Trilogie der britischen Hammer Studios wird Mircalla Karnstein mit einem hübsch gruseligen Ritual von den Toten erweckt und treibt fortan in einem in der Nähe des Karnstein-Schlosses gelegenen Mädcheninternat ihr Unwesen. Nur Vampire küssen blutig erreicht zwar nicht ganz die Qualitäten des Vorgängers - insbesondere die schaurige Atmosphäre geht Sangsters Film etwas ab - kann den geneigten Hammer-Freund aber durch ein abermals tolles Set Design, ein paar nette Schauwerte und ein paar wirklich witzige Einfälle überzeugen. Toll beispielsweise der von Mike Raven gespielte Graf Karnstein, dessen Make-Up stark an Christopher Lee in der Dracula-Rolle erinnerte und der ein paar herrlich schräge Auftritte als "Arzt" abbekommen hat. Oder das Finale, wenn die zuvor relativ gemächliche Erzählweise von einer Sekunde auf die andere über den Haufen geworfen wird und die wutentbrannten Dorfbewohner sich des Vampirproblems selbst annehmen. Auch wenn mir persönlich Gruft der Vampire einen Tick besser gefallen hat, Nur Vampire küssen blutig ist ebenfalls ein toller Beitrag aus der etwas späteren Phase der Hammer Studios, einer Phase, in der die britische Produktionsschmiede ja wahrlich nicht nur Highlights abgeliefert hat.

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Jimmy Sangster 1970er female nudity 19. Jahrhundert Sequel Hammer Film Vampir





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