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Filmtagebücher


FTB [Abk. für] Filmtagebuch

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POMPEII (Paul W.S. Anderson/USA, CA, D 2014)


"They who are about to die salute you!"

Pompeii ~ USA/CA/D 2014
Directed By: Paul W.S. Anderson

Der Gladiator Milo (Kit Harrington) ist der letzte Überlebende eines von dem damaligen Feldherrn und jetzigem Senator Corvus (Kiefer Sutherland) gnadenlos niedergeschlagenen Kelten-Aufstands. Als Kind (Dylan Schombing) hatte Milo mit ansehen müssen, wie Corvus höchstpersönlich seine Eltern abschlachtete. Nunmehr steht er im Dienste des Gladiatorenbesitzers Graecus (Joe Pingue), der ihn nach Pompeii bringt, um dort die durch den reichen Patrizier Severus (Jared Harris) geplante Stadtrenovierung mittels seiner Spiele zu begleiten. Milo verliebt sich in Severus' Tochter Cassia (Emily Browning), auf die auch der sich ebenfalls vor Ort befindende Corvus ein Auge geworfen hat und schließt Freundschaft mit einem eigentlichen Todfeind, dem Gladiatoren Atticus (Adewale Akinnuoye-Agbaje). Bevor Corvus Severus nötigen kann, ihm Cassia zur Gemahlin zu geben, bricht der Vesuv aus und begräbt die Stadt unter sich - nicht ohne Milo Zeit für seine Rache zu lassen.

Dass derart reuelos gefertigter Camp wie "Pompeii" auch heute noch, da alles nach Perfektion und Reibungslosigkeit strebt, in die Kinos gelangt, mag nicht unbedingt als schlechtes Zeichen gelten. Ich kenne längst nicht alle seine Filme, aber ich schätze, Paul W.S. Anderson zählte und zählt kaum zu den filigraner vorgehenden Studio-Handwerkern. Hier aktualisiert er keinesfalls (und wie ich bis dato glaubte) die berühmte Geschichte von Bulwer-Lytton um Glaucus und Ione, sondern eine neu erfundene Story, die mehr oder minder grob die letzten fünfzehn Jahre popkultureller Aufbereitung des Römischen Reichs unter einen Hut zu bringen versucht. Ohne Gladiatoren geht es also schonmal nicht und weil "Game Of Thrones" momentan alle Welt umtreibt, holte man sich kurzerhand noch Jon Snow für die Hauptrolle hinzu. Das Script und auch seine Umsetzung nehmen sich in etwa so elegant aus wie ein Wikinger-Essen; im Grunde stimmt hier vorne nichts und hinten schon gar nichts. Man mag bei der Inszenierung beginnen, die sich nicht von gängigen TV-Formaten abgrenzen kann (oder will?), beim Script, das aber auch wirklich kein noch so offensichtliches Klischee-Fettnäpfchen auslässt fortfahren und von den Darstellern, von denen bestenfalls Kiefer Sutherland die Leinwand auszufüllen imstande wäre, der sich hier jedoch dem allgemeinen Niveau anpasst, zum Einsatz des audiovisuellen Effektefundus' gelangen, der sich ganz schamlos zum primären Entertainmentfaktor deklariert. Kurzum: "Pompeii" ist unverhohlen strunzdämlich, steht jedoch zu sich und seinem schlichten Geflecht in unerschütterlicher Selbstverleugnung und bereitet gerade deshalb schuldiges Vergnügen. Leider fällt er alles in allem ein wenig zu brav aus. Dennoch: ein glatter Anachronismus, der sicher noch in ein paar Jahrzehnten seine ihm kultisch ergebenen Anhänger haben wird.

5/10

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MICHAEL KOHLHAAS (Arnaud des Pallières, 2013)


Des Pallières "freie" Interpretation der berühmten Kleist-Novelle präsentiert sich audiovisuell durchaus ansprechend, hat aber neben dem schönen Schein wenig zu bieten. Eines der zentralen Motive von Kleists Vorlage, nämlich der Übergang vom mittelalterlichen Fehde-Recht zur "modernen" Rechtssprechung des Zeitalters der Aufklärung und die daraus resultierenden unterschiedlichen Rechtsauffassungen, kommt kaum zur Geltung. Im Film wirkt Kohlhaas wie der Anführer einer Horde von Banditen, die mordend und raubend durch die Gegend ziehen, auch wenn er zwischendurch einen seiner Gefolgsleute hängen lässt, weil dieser ein Haus geplündert hat. Dafür handelt er sich dann prompt den Tadel Martin Luthers ein. Die Figur des Protagonisten ist alles andere als stimmig. In den Szenen mit seiner Frau und seiner Tochter wird er als pflichtbewusster Familienmensch dargestellt und wirkt wie eine andere Person. Gerade in diesen Szenen fällt es schwer, die Motivation für sein Handeln nachzuvollziehen. Die eigenwillige Inszenierung, die sich immer wieder Zeit nimmt, endlos lange auf Gesichtern oder Landschaften zu verweilen, die eigentlichen Geschehnisse jedoch oft sprunghaft erzählt und es dem Zuschauer überlässt, sich die Details auszumalen, hat durchaus ihren Reiz, auch wenn man sich mitunter etwas mehr Dynamik wünscht. Das Resultat wirkte auf mich recht unausgegoren und mehr einem bestimmten audiovisuellen Stil verpflichtet als einer tiefgründigen Auseinandersetzung mit der Kern der Vorlage oder auch einfach nur der Erzählung einer spannenden Geschichte. Hervorzuheben ist in jedem Fall der tolle Score, der sich sehr zurückhaltend präsentiert und vorwiegend auf die gängigen mittelalterlichen Instrumente wie Laute, Geige oder Dudelsack stützt. Viele Szenen kommen völlig ohne Musik und Dialoge aus und überlassen alleine dem ständig blasenden Wind das Feld.

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DIVERGENT


DIVERGENT Divergent

Eine durchtriebene Vorstellung ragt empor, eine Fraktionsgesellschaft, die gleich einer amischen Haltung, eine Chance des „Herumspringens“ erteilt. Sie gleicht dem ebensolchen Prinzip: Man kann sich entscheiden- auch wenn die Doktrin bereits durch Erziehung ins Hirn gepflanzt. Dennoch wählen einige anders.
Die EINE vereint die Eigenschaften, ist mutig, ehrlich, selbstlos, hilfsbereit, freundlich ergo eine UNBESTIMMTE. Doch sie trifft die Wahl und zwängt sich in das Korsett der Freikämpfer, verstellt sich aus ihrer begabten Einkehr in eine unterwürfig Logische- immer eine Lösung parat haben- nachvollziehbar und klar.
Menschlichkeit wirkt und herzt sie- die Liebe zu den Geliebten- sie kämpft gegen die Verschwörer (selbsternannt Mächtige) und gewinnt Verbündete- manch einer ward vernünftig- Simulationen bestimmen viele Köpfe- Drogen wirken schnell-
Man unterschätzt sie, die Gutherzigkeit, denn sie wird zur Kämpferin, Mutigen und erkennt, dass es Opfer geben muss. Ihr Herz geht dabei nicht unter, aber wird stählern.

Einige Filmverbündete treffen sich hier in anderen Konstellationen wieder.
Geschichten ähneln sich, dehnen- es geht um alles, es wird dramatisch, aber das Gute siegt.

Da gehe ich mit.

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SLITHER (SCHLEUDERPARTIE) (Howard Zieff, USA 1973)


Ein Ex-Knacki (James Caan), ein Small-Time Bandleader (Peter Boyle), seine Frau und eine Hippie (Sally Kellerman) suchen nach einer sieben Jahre alten Raubbeute, die bei einem gewissen Vincent Palmer untergebracht ist. Dabei werden sie von mysteriösen schwarzen Vans verfolgt. Es entsteht ein Road Trip quer durch Kalifornien, der über Campingplätze, Bingohallen, Waschsalons und letztendlich zu einem Gemüsestand in der Walachei führt...

SLITHER ist ein 70er Filmjuwel, auf das ich rein zufällig gestoßen bin und im Nachhinein fehlt es mir an Verständnis wieso dieser Streifen so unbekannt ist. Von seiner Tonart erinnert er sehr stark an das Kino der Coen-Brüder - es kommt zu zahlreichen abstrus-witzigen Situationen, die die Figuren knochentrocken ausspielen. Hier regiert der berühmte Slogan anything goes. Zieff verbindet die US-amerikanischen Epochen des "American Dreams", des "Gutbürgertums" und des "free spirits" der frühen 70er Jahre - jeweils symbolisiert durch die vier Hauptfiguren, die sich einer undurchsichtigen "Bedrohung" gegenübersehen (der schwarze Mann in Form der Vans), was wiederum an die Paranoiaepoche der 50er erinnert. So entsteht eine Art Zeitreise, die SLITHER zu einem Erlebniskino zusammenführt, das gleichermaßen parodistisch wie liebevoll ausfällt. Es ist weniger das große Ganze, was wichtig ist, denn die vielen kleinen Episödchen, die sich auf der Reise zutragen. Der Weg ist das Ziel. Und dieser Weg ist beste Unterhaltung mit großer Nachhaltigkeit. Für mich neben dem zwei Jahre zuvor entstandenen VANISHING POINT vielleicht das ausdruckstärkste Werk der early seventies. Ich bin hin und weg. :love:

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Hände bitte oben lassen. :D

Make-or-Break-Scene: James Caans erste Begegnung mit Peter Boyle, die zu der witzigsten Schlägerei der Filmgeschichte führt :muhaha:

MVT: Das Drehbuch von W. D. Richter.

Score: 8.5/ 10

Final Thoughts: Ein Film der Hoffnung macht, dass trotz vieler vieler Filmsichtungen noch mehr Schätze da draußen sind. Es gilt nur, sie auszugraben.

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The Killing of a Chinese Bookie - John CASSAVETES, USA 1976


Endlich mal gesehen. Dem Titel nach immer schon einer der bekannten Filme, der aber bisher nie Vorrang hatte auf der Liste.

Cassavetes geht extrem subjektiv vor, die Kamera klebt geradezu an den Akteuren, ihren Gesichtern, allen voran an dem Protagonisten (kaum eine Szene, in der er nicht vorkommt), dem unglücklichen Nachtklubbesitzer, der ob seiner Schulden zum Auftragsmörder wird. Die Allerweltsgesichter der Gangster, mit denen er es zu tun hat, durchaus schon mit parodistischem Blick, hat wohl keiner so genial eingefangen wie Cassavetes hier, wie später Jarmusch´ Ghost Dog.

Die kranke Atmosphäre des Nachtclubs, mit drittklassigen Revuen, die Stadt, die spröde Action. Alles sehr nonchalant inszeniert, konsequent eine "normale" Erzählstrategie verweigernd. Aber der Blick immer auf die "kleinen" Menschen, die alle ganz einfach ihre Rollen spielen, und gegen Ende hin (es ist wohl auch das Ende des Protagonisten) der wohlwollende Blick, trotz des Fatalismus.

Seltsam, aber ziemlich stark.

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Magical History Tour: Storm Center (Daniel Taradash, USA 1956)


Politisch motiviertes und anti-McCarthy-positioniertes Gesellschaftsdrama, in dem die Leiterin einer Stadtbibliothek (Bette Davis) auf Drängen der Stadträte das Entfernen eines Buches mit dem Titel The Communist Wave ablehnt. Sie setzt darauf, dass sich das Buch - wie Mein Kampf - selbst entlarvt. Doch soviel will man den Leuten nicht zutrauen, außerdem versucht einer der Herren einen Skandal zu inszenieren, den er als Sprungbrett für seine Kampagne missbrauchen will - er möchte gerne Bürgermeister werden. Die sympathische Bibliothekarin bleibt dabei auf der Strecke.

Der Film würde sehr gut zu einem Double-Feature mit Truffauts dystopischem Fahrenheit 451 passen, wenngleich die US-Produktion weniger subtil vorgeht und am Ende unnötig moralisch belehrend endet. Hier hätte man seinem Zuschauer auch etwas mehr zutrauen können. Dennoch sehenswert.

Wenn Bücher für Kinder zum Alptraum werden:

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Lucy...


...gibt mir die seltene Möglichkeit, Choi Min-Sik auf Großleinwand sehen zu dürfen. Merke: ein Film, der mir die seltene Möglichkeit gibt, Choi Min-Sik auf Großleinwand sehen zu dürfen, hat bereits vor der Sichtung einen Stein bei mir im Brett.
Habe ansonsten keine Ahnung, warum ich diesen hanebüchenen Schund so mag. Vielleicht, weil er es irgendwie schafft, unendlich bescheuert und supercool zugleich zu sein. Oder weil er sich weder übertrieben ernst nimmt, noch versucht, krampfhaft auf Pointen zu setzen. Oder weil er seine immer gottgleicher werdende Hauptfigur immer problemloser und unbehelligter ihren Weg gehen lässt, und es trotzdem hinkriegt, den Spannungsbogen nicht fallen zu lassen. Oder weil Morgan Freeman so schön dozieren kann, dass es völlig wurschd ist, was für einen Käse er redet. Oder weil Scarlett Johansson den Flickenteppich, genannt Handlung, mit ihrer Präsenz mühellos zusammenhält. Oder weil am Ende, wenn dann endlich die Lucy abgeht (ja, der musste sein), ein Bilderreigen getanzt wird, der so abgefahren und bunt und idiotisch und klug ist, dass er auch am Morgen danach noch auf der Netzhaut eingebrannt ist. Oder weil Bessons kleine, lässige Fingerübung mit einer Lauflänge von 89 Minuten netto genau weiß, wann Schluss sein muss.
Wie auch immer: ich habe diesen Edeltrash irgendwie lieb.

D.C.L.

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Ariane - Liebe am Nachmittag


Paris ist die Traumstadt zahlreicher Hollywood-Regisseure von Ernst Lubitsch bis hin zu Woody Allen, und Billy Wilder stellt in dieser Beziehung keine Ausnahme dar: auch bei ihm erscheint die Seine-Metropole als Sehnsuchtsort, an dem romantische Gefühle gegen jede Wahrscheinlichkeit (Film-)Wirklichkeit werden können. Dies deutete sich bereits in Sabrina an, doch zu ihrem vollen Recht kommt die Filmtraumstadt Paris erst in Love in the Afternoon.
Nur an diesem imaginären Ort, der zu Beginn in einer hinreißenden Sequenz, in der Wilder eine Reihe von (Film)küssen aneinander montiert, vorgestellt wird, kann sich die Geschichte abspielen, die Wilders Film erzählt: dort, in Paris, kreuzen sich die Wege der jungen Cellistin Ariane (Audrey Hepburn) und des reichen Frauenhelden Frank Flannagan (Gary Cooper). Ausgerechnet in diesen skrupellosen Schürzenjäger verliebt sich die unschuldige Ariane, verfällt aber schließlich auf einen raffinierten Weg, den Herzensbrecher zu erobern, indem sie ihm vorgaukelt, schon zahlreiche Affären (deren Details sie dem Archiv ihres Vaters, der als Privatdetektiv tätig ist, entnimmt) gehabt zu haben...
Allein schon durch die Umkehrung des aus vielen Geschichten bekannten Prinzips, daß die Verruchtheit sich als Unschuld ausgibt, wird dieser Film zu einem besonderen Vergnügen. Trotzdem gilt Ariane - Liebe am Nachmittag vielfach als keines der stärksten Werke Wilders. Besonders oft bemängelt wird die Besetzung der männlichen Hauptrolle mit Gary Cooper; nun ist zwar einzuräumen, daß Wilders eigentliche Wunschbesetzung Cary Grant noch besser gewesen wäre (eine Vorstellung davon vermittelt Stanley Donens hinreißender Charade - übrigens auch ein toller Parisfilm - in dem Audrey Hepburn und Cary Grant gemeinsam zu erleben sind), aber immerhin war Cooper als Hauptdarsteller an zwei Klassikern von Wilders Vorbild Ernst Lubitsch beteiligt (und außerdem auch noch an dem von Lubitsch produzierten Desire), was eigentlich schon deutlich genug zeigt, daß er keineswegs die Fehlbesetzung war, als die er oft bezeichnet wird. Audrey Hepburn ist ihrerseits so bezaubernd wie immer, und auch Maurice Chevalier (während der 30er Jahre einer der Stammschauspieler Lubitschs) verkörpert Arianes Vater mit unwiderstehlichem Charme. Doch nicht nur durch seine Besetzung erinnert der Film stark an Lubitsch: auch stilistisch ist Wilder seinem Vorbild in Love in the Afternoon wohl besonders nahe gekommen und hat ein mit Wort- und Bildwitz (man denke nur an die Geigen im Dampfbad!) gleichermaßen gespicktes Meisterwerk geschaffen, das einerseits so frivol ist, wie ein Film in den prüden 50ern überhaupt sein konnte, und das trotzdem eine schwebende Eleganz und Leichtigkeit besitzt, die den romantischen Komödien unserer Tage vollkommen fehlt. Tatsächlich gehört Ariane - Liebe am Nachmittag zu meinen liebsten Filmen Billy Wilders und gefällt mir persönlich sogar besser als der viel berühmtere Manche mögen's heiß.

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Juli 2014 Alle Filme


ZACK.....und hier ist es wieder das monatliche Gedächtnis, frei nach Bastro und Pasheko, alle Filmsichtungen mit Bewertung.

* = keine Erstsichtung
(DC) = Directors Cut
(3D) = Mit Brille


10/10 Große Liebe, Meisterwerk, mindblowing, Sternstunde
9/10 sehr, sehr gut, fabelhaft, exzellent
8/10 gut - richtig gut, nix zu meckern
7/10 gut, mit einigen Abstrichen
6/10 nja, ok, abgenickt, so lala
5/10 mittelmäßig mit einigen Momenten
4/10 mies mit wenigen Momenten
3/10 mies ohne Momente
2/10 Beschissen
1/10 Richtig beschissen
0/10 Sondermüll


8 ½ 1963 (Federico Fellini) 10/10
Le notti di Cabiria (Die Nächte der Cabiria) 1957 (Federico Fellini) 9/10
Stardust Memories 1980 (Woody Allen) 8-9/10
Crimes and Misdemeanors 1989 (Woody Allen) 9/10 *
The Man who knew too much 1934 (Alfred Hitchcock) 7/10
The Man who knew too much 1956 (Alfred Hitchcock) 8/10 *
Obsession 1976 (Brian De Palma) 8-9/10
Femme Fatale 2002 (Brian De Palma) 9/10
Romeo is bleeding 1993 (Peter Medak) 7-8/10 *
Angustia (Im Augenblick der Angst) 1987 (Bigas Luna) 8/10 *
Kiss of the Damned 2012 (Xan Cassavetes) 6-7/10
Baise moi (Fick mich !) 2000 (Virgine Despentes & Coralie) 5/10
Perdita Durango 1997 (Álex de la Iglesia) 7/10
Gun Crazy 1950 (Joseph H. Lewis) 10/10
They Live by Night 1948 (Nicholas Ray) 9/10 *
The Left Handed Gun 1958 (Arthur Penn) 8/10
The Chase 1966 (Arthur Penn) 9/10
The Missouri Breaks 1976 (Arthur Penn) 7-8/10
The Crowd 1928 (King Vidor) 10/10 *
The Big Parade (Kino) 1925 (King Vidor) 10/10
Madame De… 1953 (Max Ophüls) 10/10
The Piano (Kino) 1992 (Jane Campion) 10/10 *
L´aveu (Das Geständnis) 1970 (Constantin Costa-Gavras) 9/10
Ascenseur pour l´échafaud (Fahrstuhl zum Schafott) 1958 (Louis Malle) 10/10 *
Le feu follet (Das Irrlicht) 1963 (Louis Malle) 9/10 *
Target 1985 (Arthur Penn) 6-7/10
The naked Kiss 1964 (Samuel Fuller) 9-10/10
The Man with the golden Arm 1955 (Otto Preminger) 8/10 *
Ansikte mot ansikte (Kinofassung) (Von Angesicht zu Angesicht) 1976 (Ingmar Bergman) 7/10
Midnight Cowboy 1969 (John Schlesinger) 10/10 *
I want to live 1958 (Robert Wise) 7-8/10

Jetzt erstmal ne Woche Inselurlaub im Norden :)

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JULI 2014


Da ich es leider nicht geschafft habe, in diesem Monat den einen oder anderen Text zu einem gesehen Film zu schreiben, poste ich zumindest wieder meine Monatsliste. Insgesamt betrachtet war das wieder ein ausgesprochen schöner Monat mit insgesamt 37 gesehenen Filmen (*=keine Erstsichtung).


Die besten 10:
01. Stand by Me (USA 1986, Rob Reiner)*
02. Lat sau san taam (aka Hard-Boiled) (Hongkong 1992, John Woo)*
03. The Seven-Ups (USA 1973, Philip D’Antoni)
04. Fort Apache the Bronx (USA 1981, Daniel Petrie)
05. Absolute Giganten (Deutschland 1999, Sebastian Schipper)
06. Walking the Edge (USA 1983, Norbert Meisel)
07. Cat People (USA 1982, Paul Schrader)
08. The Last Seduction (Großbritannien/USA 1994, John Dahl)
09. Bone (USA 1972, Larry Cohen)
10. Duel (USA 197l, Steven Spielberg)

Auch (sehr) gut und sehenswert:
11. Veronica Mars (USA 2014, Rob Thomas)
12. American Hustle (USA 2013, David O. Russell)
13. L.A. Story (USA 1991, Mick Jackson)
14. 2 Guns (USA 2013, Baltasar Kormákur)
15. Terminator Salvation (Deutschland/Großbritannien/Italien/USA 2009, McG)
16. Serbuan maut (aka The Raid) (Frankreich/Indonesien/USA 2011, Gareth Evans)
17. Nove ospiti per un delitto (Italien 1977, Ferdinando Baldi)
18. French Connection II (USA 1975, John Frankenheimer)
19. Scarecrow (USA 1973, Jerry Schatzberg)
20. The Challenge (Japan/USA 1982, John Frankenheimer)*
21. L’assassino ha riservato nove poltrone (Italien 1974, Giuseppe Bennati)
22. Maraschino Cherry (USA 1978, Radley Metzger)
23. Julie Darling (Deutschland/Kanada 1983, Paul Nicholas)
24. Gattaca (USA 1997, Andrew Niccol)
25. Killing Them Softly (USA 2012, Andrew Dominik)

Unterhaltsam/nett/ok:
26. The People vs. Larry Flynt (USA 1996, Milos Forman)
27. The Italian Job (Frankreich/Großbritannien/USA 2003, F. Gary Gray)
28. RED 2 (Frankreich/Kanada/USA 2013, Dean Parisot)
29. The Wolverine (Großbritannien/USA 2013, James Mangold)
30. French Postcards (Deutschland/Frankreich/USA 1979, Willard Huyck)
31. Hot Pursuit (Mexiko/USA 1987, Steven Lisberger)
32. Radioactive Dreams (Mexiko/USA 1985, Albert Pyun)
33. Predators (USA 2010, Nimród Antal)
34. The Sitter (USA 2011, David Gordon Green)

Naja:
35. Lost, Lonely and Vicious (USA 1958, Frank Myers)
36. Snow White and the Huntsman (USA 2012, Rupert Sanders)
37. Chronicle (USA 2012, Josh Trank)

TV-Serien:
Dexter: Season 3 (Episoden 5-12)
How I Met Your Mother: Season 1 (Episoden 1-8)

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Yôkihi (1955)


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Yôkihi
(Japan / Hong Kong 1955, Kenji Mizoguchi)

Im Bonusmaterial der Blu-Ray kritisiert Tony Rayns die schwache Dramaturgie des Films. Ich kenne wenig von Mizoguchi, aber vergleicht man den Film etwa mit dem zwei Jahre zuvor entstandenen A GEISHA, so kann man diese Kritik durchaus nachvollziehen. Ist A GEISHA ein realistisches und humanistisches Portrait von Figuren am Rand der Gesellschaft, so wirkt YÔKIHI dagegen schon überkandidelt, sowohl in der Figurenzeichnung als auch in der ostentativ künstlichen (wunderschönen) Farbphotographie und dem Bühnenbild. (Er sieht wirklich großartig aus!)
Andererseits passen sich hier eben auch die Figuren der Filmästhetik an. Die männliche Hauptfigur, der Kaiser, ist ein asexueller Schöngeist, der sich am liebsten ausschließlich der Kunst widmen würde und der auf die Mahnungen seiner Untergebenen, dass den höfischen Angelegenheiten Vorrang zu geben ist, mit fast kindischem Trotz reagiert. Das Machtgepoker und die politischen Umwälzungen, die der Film auch erzählt, interessieren ihn wenig. Die weibliche Hauptfigur, Kwei-fei, eine einfache Küchenhilfe, die zur einflussreichen Konkubine aufsteigt, ist dagegen viel nüchterner in der realen Welt verankert. Sie findet gerade gefallen am Kaiser, weil er nicht an materiellen Dingen interessiert ist (natürlich weil ihm diese unbegrenzt zur Verfügung stehen), und auch nicht daran, sie als Werkzeug für politische Zwecke einzusetzen, so wie es die anderen Männer im Film skrupellos tun.

Also, auch wenn der Film von Kennern nur als "zweitklassig" eingestuft wird, ich fand den ziemlich toll. Es sollte nochmal erwähnt werden: Der Film ist eine Augenweide. ;)

(Den Screenshot habe ich hier entlehnt)

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1 HJ 2014 Sämtliche Filme


Aus dem laufenden Kinoprogramm:

Le Passe' Ashgar Farhadi grandios bis meisterhaft
Das finstere Tal Andreas Prochaska sehenswert
Nymphomaniac I Lars von Trier hochinteressant
Nymphomaniac. II Lars von Trier hochinteressant
The Grand Budapest Hotel Wes Andersson grandios bis meisterhaft
Her Spike Jones mehr als sehenswert
Boyhood Richard Linklater grandios bis meisterhaft

Erstmals bei einem Festival

Il rosso e Il blu Gioseppe Piccione nicht sehenswert



Im österreichischen Filmmuseum

Wiedergesehen:

Rear Window Alfred Hitchcock meisterhaft Hilfsausdruck
Marnie Alfred Hitchcock trotz Mängel mehr als grandios
Otto e mezzo Federico Fellini meisterhaft
Il buono, il brutto, il cattivo Sergio Leone meisterhaft

Erstmals gesehen

Confessione di un comissario di polizia al procuratore della republicca Damiano Damiani grandios
Io ho paura Damiano Damiani enttäuschend
Z Costa Gavras sehenswert
Il gattopardo Luchino Visconti meisterhaft
Il deserto rosso Michelangelo Antonioni fordernd aber meisterhaft
Le journal d'une femme de chambre Luis Bunuel grandios bis meisterhaft
Le genou de Claire Eric Rohmer grandios



Bei der langen Nacht der Programmkinos

Wiedergesehen:

Paradies: Liebe Ulrich Seidl mehr als grandios

Erstmals gesehen

Paradies: Glaube Ulrich Seidl sehenswert
Paradies: Hoffnung Ulrich Seidl sehenswert


Volxkino, ein Freiluftkino dort erstmals gesehen

Monsieur Verdoux Charlie Chaplin trotz Staubschicht grandios
Nebraska Alexander Payne sehenswert


Abseits des Kinos

Wiedergesehen

Per qualche dollaro in piu' Sergio Leone mehr als grandios
Anatomy of a Murder Otto Preminger mehr als sehenswert

Erstmals gesehen

Per un pugno di dollari Sergio Leone ein wenig enttäuschend
Jagten Thomas Vinterberg aufwühlend, grandios
Die Wand Julian Pölsler sehenswert
Le deuxieme soufflé Jean-Pierre Melville meisterhaft


Nach dem Vorbild anderer (z.B. Short Cut) habe nun auch ich eine Gesamtliste hier reingestellt.
Sie dient primär mir selbst, damit ich die Übersicht behalte.

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quarterly results 2 / 2014


die besten filme des zweiten quartals. wohlgemerkt nur des zweiten quartals. die des ersten sind im letzten ftb-eintrag

10.
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09.
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08.
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07.
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06.
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05.
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04.
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03.
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02.
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01.
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The Search


The Search (Die Gezeichneten)
Schweiz/USA 1948, Regie: Fred Zinnemann

Auf einem Bahnhof in der amerikanisch besetzten Zone trifft ein Güterzug voller Kinder ein. Diese wurden während des Nazi-Regimes und des Krieges von ihren Eltern getrennt, stammen aus Russland, Polen, Ungarn oder Frankreich und trauen auch den neuen Uniformen nicht. Manche weigern sich zu sprechen, wie ein kleiner blonder Junge mit Auschwitz-Tätowierung, der immer nur "Ich weiß nicht" stammelt. Seine Mutter hat jedoch das KZ überlebt und sucht zu Fuß in ganz Deutschland nach ihrem Kind...

Laut einigen Zusammenfassungen soll der Film in Berlin spielen, aber das wird weder im Film selbst erwähnt, noch gibt es andere Hinweise darauf, die Locations lagen wohl alle in zerbombten bayrischen Städten - und bereits die Verwendung dieser authentischen Hintergründe macht diesen Film schon zum wertvollen historischen Dokument, welches noch dadurch veredelt wird, daß Zinnemann und sein DOP Emil Berna genau wußten, wie sie ihre verlorenen Protagonisten in dieser Ruinenlandschaft optimal positionieren. Sicher, es ist alles etwas süßlich auf eine rührende Mutter-Kind-Geschichte ausgerichtet, und mittlerweile wurden die Greuel der Konzentrationslager in anderen Filmen konsequenter dargestellt, aber gegen die humanistische Botschaft des Films kann man nichts haben und ich brauchte auch mehrere Taschentücher. Ein wundervoller Film mit fantastischen Bildern, der mich noch mal darin bestärkt hat, auch Das Siebte Kreuz noch einmal anzuschauen, den ich zuletzt als Kind mit den Eltern im Fernsehen gesehen hatte und mich stark beeindrucken konnte. Von The Search läuft gerade das Remake von Michel "The Artist" Hazanavicius in Cannes, der die Geschichte in den Tschetschenien-Konflikt verlegt. Von dem sind in Zukunft wohl keine lustigen OSS 117-Filme mehr zu erwarten.

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Wu Ji


Wu Ji (Chen Kaige/China/Südkorea/USA/2005)


Mit gut 9 Jahren Verspätung habe ich nun endlich Chen Kaige's viel Gescholtenes Fantasy-"Epos" gesehen.
Zuerst möchte ich sagen das ich Leute die mit dem Film nichts anfängen können, ihn lächerlich und schlecht finden durchaus verstehen kann. Asiatisches Kino findet zwar in den letzten Jahren bei uns ein etwas breiteres Publikum und bekommt auch viele DVD-Veröffentlichungen, ein Werk wie "Wu Ji" ist dann trotz allem doch sehr speziell für westliche Gewohnheiten und kann nicht jedem gefallen(aber auch erfahreneren Asien-Fans muss der Film natürlich keinesfalls gefallen). Chen Kaige ist ja schon ein alter Haudegen und hat immerhin absolute Klassiker wie "Farewell My Concubine" auf dem Konto, trotzdem muss man sich fragen was ihn hier teilweise geritten hat. Auch ich hatte nach den ersten Minuten schon den Eindruck das meine schlimmsten Befürchtungen wahr werden. So wirkte alles auf mich sehr penetrant und etwas billig, die dramatische Geschichte, die Farben und auch die Kamera. Von den grottigen Computereffekten ganz zu schweigen (die werden auch nicht mehr viel besser im Laufe des Films). Wenn man dann auch eher mit einem Historien-Film rechnet ist man nach wenigen Minuten schon etwas am verzweifeln und kratzt sich am Kopf. Wenn man "Wu Ji" dann aber als das sieht was er ist, nämlich ein recht trashiger und durchgeknallter, mit Dramatik angereicherter Fantasy-Film, dann kann man durchaus seinen Spass haben. So steht der Film schon irgendwie ein wenig in der Tradition älterer und beliebter HK-Fantasy Klassiker. Da ich seit jeher solche Filme vergöttere hatte ich doch noch meine kleine Freude mit "Wu Ji", auch wenn er sicherlich nicht großartig ist.

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A stench from the trench


The return of the vampire (1944)

Ein Werwolf ist der Diener des titelgebenden Untoten, der sich später als Armand Tesla herausstellen soll. Der rumänische vampirgewordene Vampirforscher belästigt kurz nach dem 1. Weltkrieg die Familie Saunders, speziell deren kleine Tochter. Pädophilie, ick hör Dir trapsen. Glücklicherweise gibt es in London nicht so viele Friedhöfe, weshalb der Vampir schnell gefunden ist. Die Wissenschaftler wissen dank ihrer Mikroskope natürlich, daß man ihm einen Sporn ins Herz treiben muß, was auch den Werwolf von seinem Fluch erlöst und ihn zu einem guten Laborgehilfen umfunktioniert.
Bei DEM Titel ist das aber natürlich nicht alles. Zwanzig Jahre später wird bei einem Luftangriff London bombardiert. Dem exponierten Vampirleichnam wird unwissentlich von gutmeinenden Grabschauflern wieder Leben eingehaucht oder was Vampire dafür halten. Der auferstandene Jesus Vampir hat nichts anderes zu tun, als seinen alten Gehilfen Wulffi wieder unter seine Kontrolle zu bringen, um dem inzwischen nicht mehr ganz so blutjungen Mädel nachzustellen. Dafür gibt er sich als entflohener KZ-Häftling aus, denn die Wissenschaftler sind auch begeisterte Widerstandskämpfer. Gefahr droht, daß sich die Vampirseuche innerhalb von London ausbreiten wird; einige enge Freunde der Familie weisen bereits Bißspuren am Hals auf.

Der Film beginnt schon einigermaßen irrwitzig. Der aufbrausende Werwolf und der dunkelmunkelnde Vampir passen nur sehr bedingt zusammen in einen Film. Das Auftreten von niedlichen Kindern und Hunden in der Eröffnung läßt auch nichts Gutes vermuten. Und in der Tat ist die Präsentation der Filmkulissen zwar stimmungsvoll, aber das Handeln der Personen ist mehr als einmal augenbrauenhebend. In gewisser Weise imitiert der Film, obwohl von Columbia produziert, den Untergang der Universal-Monsterfilme, die zeitgleich versuchten, ihre Erfolgswelle mit Filmen der Marke Frankenstein's Sohn und der Unsichtbare treffen die Werwolfmumienfrau zu verlängern. Erfolglos, wie wir jetzt wissen.

Dieses Schicksal hätte auch The return of the vampire blühen können. Glücklicherweise hat der Exil-Deutsche Kurt Neumann am Drehbuch mitgearbeitet und so wird, wie schon in Invisible Agent, recht geglückt der Weltkrieg eingeflochten, der gerade am anderen Ende der Welt tobte. In der Tat ist die Figur des Dracula hier als Kriegssymbol lesbar. Er ängstigt die Familie am Ende des ersten Weltkrieges, ist 20 Jahre abwesend, um dann nach einem Nazi-Bombenangriff aufzuerstehen. Nicht nur daß: er unterwandert auch die englische Bevölkerung inmitten von London, indem er sich als geflohener KZ-Häftling ausgibt, den er zuvor beseitigen ließ. Die Angst vor der verführerischen Macht der Nazi-Spione; aus heutiger Sicht schwer nachvollziehbar, aber zumindest in Zeitdokumenten häufig virulent.
Wir wissen leider nicht, was aus diesem Film geworden wäre, wenn Neumann, dem wir The Fly und Rocketship-XM verdanken, die Regie geführt hätte. Vermutlich hätte er die Geschichte straffer erzählen können, mit weniger hirnverbiegenden Schlenkern. Aber auch so lohnt sich ein Blick auf den Film allemal.

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Geburtenhelfer


Lärmend zu Tode gedacht dem beliebigen Schicksal verschwatzten Suizids erlegen.

"Odd Thomas"

Fußnote:
Jeff & Jenny ergehen sich darin, unablässig, geradezu redundant das Immergleiche in Worthülsen zu kleiden, obschon es zu Anfang noch Worte waren, die sie benutzten, aber letztlich doch nur zur schattenhaften Bemäntelung irgendeines Zwecks sich erniedrigen konnten, angesichts des nicht enden wollenden Rekapitulierens ein und der selben Vorstellung, die, gedreht und gewendet, wahlweise um ein Gramm Wahrheit erleichtert und durch ein trügerisches Kilo beschwerend ergänzt lediglich geringfügig Korrekturen im Satzbau nachträglich notwendig erscheinen ließ.


FRANCES HA
Zwischen Bildern durchgelatschter Sohlen, an den Rändern festgehalten, in einem zitternden Moment, flattern ihre Lippen. Ein wenig unpassend, weil nicht präzise austariert, zertritt sie den Zweifel. Ihr argloses Wesen - entfärbt und aufgesetzt. Das Leben vor ihr....lasziv entblättert sich's, ungeschickt. Hie und da, knotig verbunden, ein brüchiger Huf, fuchtelnder Ärmel zzgl. Arm. Nicht sie bestimmt das Ende, ein Anderer tut es.

BROKEN CIRCLE
Dem Vergessen abhold. Eingraviert in tiefere Schichten der Haut. Wiedergeburten flammen darin auf. Zu spät? Zu keiner Zeit.

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Jahresrückblick 2013


Nun liegt mein letzter Tagebucheintrag auch schon wieder fast ein halbes Jahr zurück, und so schließt sich an die Halbjahresbilanz auch gleich mein Jahresrückblick 2013 an. Derzeit bleibt mir wenig Zeit für eine umfangreichere Forumsaktivität. Filme sehe ich nach wie vor recht viele, und bin seit geraumer Zeit ehrenamtlich selbst zu einem Kino-Mitgestalter geworden (was viel Zeit bindet aber auch Spaß bereitet). Der Austausch über gesehene Filme geschieht dabei stärker denn je im Kreise Gleichgesinnter vor Ort. Dennoch herzliche Grüße meinerseits hier in die Runde.


Mein Jahresrückblick 2013


Mein beeindruckendstes FILMERLEBNIS 2013:
  • Die Nibelungen (Fritz Lang)
Ein wahrlich „großer“ DVD-Abend im Freundeskreis bescherte mir mit dem monumentalen Stummfilm-Zweiteiler von Fritz Lang mein stärkstes Filmerlebnis 2013. Schon lange vor mir hergeschoben kamen „Die Nibelungen“ durch Anregung eines Freundes ganz unverhofft auf das österliche Festtagsfilmprogramm. Ein großes Epos in ausdrucksstarken sepiagefärbten Bildern unglaublicher Tiefenschärfe, unentrinnbar erzählt und inszenatorisch aufgetafelt. Die theatralisch agierenden Schauspieler der ganz simpel reduzierten Figuren steigerten die epische Wirkung ebenso wie die Kulissen und Kostüme sowie die eindringliche Filmmusik, der beim Stummfilm standesgemäß eine große Rolle zukommt, aber hier für mich einen der wichtigsten Bausteine für das Gelingen von „Die Nibelungen“ darstellt. Die hin und wieder sehr charmant eingefügten „kleinen“ Trickeffekte ordneten sich ganz selbstverständlich der Geschichte unter (umso erbärmlicher wirken dagegen die meisten der heutigen Effekt-Filmmonster) und eine tolle Entdeckung auf den zweiten Blick sind die kunstvoll verzierten und figurenzugeordneten Initialen der Zwischentitel. Alles in allem ein wahrhaft großartiger Film.



10 weitere ältere ENTDECKUNGEN
(alphabetisch)
  • 12 Uhr Mittags (Fred Zinnemann)*
  • Bändigung des Feuers (Daniil Jakowlewitsch Chrabrowizki)
  • Calendar (Atom Egoyan)
  • Extrablatt (Billy Wilder)
  • The Haunting – Bis das Blut gefriert (Robert Wise)
  • My Son, My Son, what have you done (Werner Herzog)
  • Roter Psalm (Miklos Jancso)
  • Shoah (Claude Lanzmann)
  • Tanz der Vampire (Roman Polanski)
  • Wenn der Klempner kommt (Peter Weir)
* Wiederentdeckung des Jahres



GROSSE RETROSPEKTIVE:
Alfred Hitchcock

Schon lange stand Meister Hitchcock in meiner Warteschlange umfangreich aufzuarbeitender Filmemacher, dieses Jahr schlug nun seine große Stunde. Ausschlaggebend war übrigens der Film „Hitchcock“ mit Anthony Hopkins Anfang des Jahres. 45 Filme von Alfred Hitchcock konnte ich von Frühjahr bis Herbst 2013 sehen und kenne damit nun insgesamt 46 seiner Filme (einzig „Der Mieter“ hatte ich von den zuvor schon bekannten Filmen nicht wiederholt). Nur 7 Filme aus seiner britischen Phase sind mir nun noch unbekannt (und vermutlich meist auch vernachlässigbar). Unerwarteter Weise ist Hitchcock doch ein Filmemacher der mir insgesamt sehr liegt, das war mir anfangs gar nicht so klar. Nur selten konnte er mich mit seinen Filmen nicht wenigstens im Grundsatz gewinnen (Sklavin des Herzens, Der zerrissene Vorhang, Marnie) und gar nur einen einzigen Film halte ich für richtig misslungen (Nummer Siebzehn). Aus seiner Stummfilmzeit schätze ich vor allem „The Ring – Der Weltmeister“ (den „Blancanieves“ dieses Jahr ironisch zitiert), „The Lodger – Der Mieter“ und „Blackmail – Erpressung“. Letzteren rechne ich persönlich noch den Stummfilmen zu (ich habe auch zuerst die Stummfilmfassung geschaut), Truffaut zählt ihn bereits zu den Tonfilmen, da Hitchcock durch den Nachdreh einiger Szenen ein zweite Fassung mit Ton schuf. Bei den Tonfilmen aus Hitchcocks britischem Schaffen sind meine Favoriten „Eine Dame verschwindet“, „Mord – Sir John greift ein“ und „Jung und unschuldig“.
Wie für viele andere auch stellt die „amerikanische Ära“ für mich die Zeit von Hitchcocks größtem filmischen Schaffen dar, und da besonders die Periode von „Der Fremde im Zug“ (1951) bis „Psycho“ (1960), aus der dann auch meine am meisten geschätzten Hitchcock-Filme stammen, ohne die vielen anderen tollen Filme schmälern zu wollen.
Schönstes Sichtungserlebnis in meiner Hitchcock-Retrospektive war ohne Zweifel die Wiederaufführung von „Die Vögel“ im Kino anlässlich des 50. Jahrestages seiner deutschen Kinoerstaufführung im September, eine Veranstaltung an der ich letztlich selbst aktiv beteiligt war.
Und endlich hab ich „Vertigo“ vollständig sehen können. Vor mehr als 10 Jahren war ich schon einmal zu diesem Film im Kino, nur leider war da die zerschlissene Kopie kurz vor Ende unreparabel gerissen und blieb mir die finale Auflösung schuldig. Ein echtes Trauma, das ich nun überwunden habe. ;-)

Meine Hitchcock Top 5 (ungeordnet):
  • Das Fenster zum Hof
  • Psycho
  • Immer Ärger mit Harry
  • Vertigo
  • Der unsichtbare Dritte


KLEINE RETROSPEKTIVE:
Apichatpong Weerasethakul

Neben Hitchcock gab es nur noch Platz für eine weitere kleine Retrospektive, in der ich mich mit Sichtung von 5 Langfilmen an den geheimnisvollen Magier Apichatpong Weerasethakul und seine meditativen Erzählungen, Geister und Seelenwanderungen näher herangetastet und vor allem (die zuvor schon bekannten) „Uncle Boonmee“ und „Tropical Maladay“ gemocht habe.



Anregende TRIPLE FEATURES:
Fett markiert ist mein jeweiliger Favorit, bis auf die Dolan-Reihe ist das immer der älteste/erste der drei Filme.


Margarethe von Trotta & Barbara Sukowa
Die bleierne Zeit | Rosa Luxemburg | Hannah Arendt

Reha Erdem
Bes Vakit - Times and Winds | Hayat Var - My only Sunshine | Jin

Nikita Michalkow
Die Sonne, die uns täuscht | Die Sonne, die uns täuscht - Der Exodus | Die Sonne, die uns täuscht - Die Zitadelle

Ulrich Seidl
Paradies: Liebe | Paradies: Glaube | Paradies: Hoffnung

Richard Linklater & Julie Delpy & Ethan Hawke
Before Sunrise | Before Sunset | Before Midnight

Xavier Dolan
I Killed my Mother | Herzensbrecher | Laurence Anyways

Bela Tarr (Frühwerk)
Csaladi Tyzfeszek - Family Nest | Szabadgyalog - The Outsider | Panelkapcsolat - The Prefab People



FESTIVALFILME 2013 & PREVIEWS 2014

Starke Eindrücke, mit zeitlichem Abstand Gewachsenes, formal Bestaunenswertes, lobenswert Gewagtes, im Festivalstress Festgebissenes, Sympathisches, …

Warm up:
  • Chemi sabnis naketsi - A Fold in my Blanket (Zaza Rusadze, Georgien)
  • Geograf globus propil - Der Geograf, der den Globus austrank (Aleksandr Veledinsky, Russland)
  • Imagine (Andrzej Jakimowski, Polen)
  • Jin (Reha Erdem, Türkei)
  • Mandariinid - Mandarinen (Zaza Urushadze, Georgien/Estland)
  • Soguk - Cold (Ugur Yücel, Türkei)
Die Warm Ups ließen sich noch um einige weitere von mir sehenswert eingeschätzte Filme erweitern, müssen an dieser Stelle aber genügen, um die Aufzählung nicht beliebig lang werden zu lassen. Festivalfilme, die 2013 auch einen offiziellen deutschen Kinostart hatten, finden sich hier nicht wieder, sondern in der Rubrik „Kinostarts“. Über die Platzierungen in der Top 10 bin ich mir noch nicht ganz sicher, sollte aber den aktuellen Moment gut genug widerspiegeln. Der Platz 1 steht recht sicher, das „Kätzchen“ habe ich im Anflug einer noch recht nachhaltigen Sympathie gerade bis auf die 2 vorgeschoben, „Fynbos“ aus den Warm ups hervorgeholt und gegen den guten aber noch recht frischen Eindruck von „Imagine“ getauscht.

10. Fynbos (Harry Patramanis, Südafrika)
09. El Ultimo Elvis (Armando Bo, Argentinien)
08. Soshite chichi ni naru - Like Father, Like Son (Hirokazu Kore-eda, Japan)
07. Kinderwald (Lise Raven, USA)
06. Papusza (Joanna Kos-Krauze, Polen)
05. Tian zhu ding - A Touch of Sin (Jia Zhang-Ke, China/Japan)
04. Salvo (Fabio Grassadonia, Italien)
03. Uroki Garmonii - Harmony Lessons (Emir Baigazin, Kasachstan/BRD)
02. Das merkwürdige Kätzchen (Ramon Zürcher, BRD)
01. W Imie ... - Im Namen des (Malgorzata Szumowska, Polen)



KINOSTARTS 2013

Warm up:
  • La Grande Bellezza (Paolo Sorrentino, Italien)
  • Gravity (Alfonso Cuaron, USA)
  • Io sono Li - Venezianische Freundschaft (Andrea Serge, Italien)
  • Shadow Dancer (James Marsh, Großbritannien/Irland)
  • Sightseers (Ben Wheatley, Großbritannien)
  • La vie d’Adèle - Blau ist eine warme Farbe (Abdellatif Kechiche, Frankreich)
Ich bin positiv von „La Grande Bellezza“ und „Gravity“ überrascht worden. Hätte letzterer die selbstgefällige Quasselstrippe George Cloney eher rausgekickt, hätte der Top10-Potential. „Sightseers“ besitzt den größten Sympathie-Bonus, ich fand den ungemein schön böse und musste den einfach unter den Warm ups würdigen. „La vie d’Adèle“ könnte auf lange Sicht noch am meisten wachsen, im Vergleich fand ich Kechiches „Couscous mit Fisch“ noch stärker, der damals zudem das Kunststück vollbracht hatte, mich in einen Film dermaßen stark zu involvieren, bei dem ich nach einem Drittel Spielzeit schon beinahe entnervt gegangen wäre. Das deutsche Kino findet sich dieses Jahr nicht wieder, sehr gefallen haben mir aber Thalheims „Eltern“ oder auch „Finsterworld“.

10. The Broken Circle Breakdown (Felix van Groeningen, Belgien)
09. Pozitia copilului - Mutter und Sohn (Calin Peter Netzer, Rumänien)
08. Dupa dealuri - Jenseits der Hügel (Cristian Mungiu, Rumänien)
07. Csak a szél - Just the Wind (Benedek Fliegauf, Ungarn)
06. Take this Waltz (Sarah Polley, Kanada)
05. Blancanieves (Pablo Berger, Spanien)
04. Alois Nebel (Tomas Lunak, Tschechien/BRD)
03. The Congress (Ari Folman, Israel)
02. Laurence Anyways (Xavier Dolan, Kanada)
01. Paradies: Liebe, Glaube, Hoffnung (Ulrich Seidl, Österreich)

Größtes Highlight 2013 war für mich Ulrich Seidls „Paradies“-Trilogie als Gesamtwerk, als Einzelfilm gefiel mit der eröffnende „Liebe“ am meisten, gefolgt von „Hoffnung“ und mit etwas Abstand dann „Glaube“. Ich habe Ulrichs demontierenden, schonungslosen Blick auf eine Art Menschenzoo sehr fasziniert verfolgt. Als Einzelfilme betrachtet hätten sie sich nicht ganz an der Spitze wiedergefunden.
Da wäre dann „Laurence Anyways“ mein Jahresfavorit geworden - ein großer Film über eine große Beziehung. Zwei unglaublich gute Darsteller (großartig: Melvil Poupaud, noch großartiger: Suzanne Clement) ringen mit- und umeinander. Intensität die schmerzt, oder in unvergessliche Szenen gipfelt (Stichwort: Filmball). Xavier Dolan feiert das Kino, wie nur wenige es dieses Jahr zu feiern wussten. Er ist Epigone von Pedro Almodovar und Wong Kar-Wai zugleich.
„The Congress“ ist nicht ganz so stark wie „Waltz with Bashir“, aber mich hat der anregende kreative Trip sehr berührt, so dass mir das mitunter bemängelte Zuviel an Spielerei nicht negativ auffiel. Ausgehend von einer wehmütig stimmenden Betrachtung über den Niedergang der Filmindustrie, in der echte Darsteller und echtes Handwerk durch die Digitalisierung ersetzt werden, weitet Folman den Blick auf die Gegenwart/Zukunft der Menschheit, die immer fremdgesteuerter irgendwelchen flüchtigen Idealen folgt und das reale Umfeld weder wahrnehmen noch werten kann/will. Wie schon in „Waltz with Bashir“ ist der Wechsel von Real- und Animationsszenen sehr gelungen kombiniert und eröffnet eine weitere Ebene für den Film.
„Alois Nebel“ war im vergangenen Jahr mein Festival-Favorit, den ich vor wenigen Tag noch gleich zwei weitere Male im Kino sah. Der per Rotoskopie-Verfahren entstandene kontrastreiche Schwarzweiß-Animationsfilm faszinierte mich jedes Mal aufs Neue mit seinen kleinen nicht „drüberanimierten“ sondern kaum wahrnehmbaren noch realen Details.
Die kleine Renaissance des Stummfilmes geht mit dem bezaubernden „Blancanieves“ weiter, eine spanische Schneewittchen-Hommage, die ihre Heldin in der Stierkampfarena der bösen Stiefmutter aussetzt. Ich habe dieses ironiebewusste Spielen mit dem Grimmschen Märchenstoff sehr in seiner Erzählung als auch seiner Form sehr genossen.
Sehr gemocht habe ich auch Sarah Polleys zweiten Film „Take this Waltz“, erneut ein sehr reifes Werk mit viel Gespür für Rhythmus, Musik und Gefühle, ein bittersüßer melancholischer Liebesfilm, sehr fein in warmen und lichtdurchfluteten Bildern und mit einem starken Soundtrack eingefangen. Michelle Williams ist wieder einmal richtig großartig.


Abschließend meine FLOPS 2013:
05. Der Schaum der Tage
04. Papadopoulos & Söhne
03. Der Tag wird kommen
02. Nachtzug nach Lissabon
01. Fliegende Liebende (Ohje, Pedro!)

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MHT: The Hound of the Baskervilles


Magical History Tour - 1939

The Hound of the Baskervilles
[USA 1939 - Regie: Sidney Lanfield - DT: Der Hund von Baskerville]

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THE HOUND OF THE BASKERVILLES war der Startschuss für eine Reihe von Holmes-Verfilmungen, die mit Basil Ruthbone in der Rolle des Meisterdetektivs und mit Nigel Bruce in der Rolle dessen Partners Dr. Watson besetzt wurden. Vordergründig ist das Werk ein Krimi, bleibt aber ohne Anleihen aus dem Horrorfilm nicht aus, was bei der Handlung auch sehr richtig ist, dreht sich diese doch um eine Familiensaga, in der ein großer, blutrünstiger Hund für mehrere Morde an Erben der Baskerville-Familie verantwortlich gemacht wird. Lanfields Film hält sich nicht sklavisch an die Vorlage von Conan Doyle, womit nicht nur die kaum unvermeidbaren Kürzungen gemeint sind, sondern auch gewisse kleine Abänderungen, die in den meisten Fällen aber nur Unwichtigkeiten betreffen. Viele der B-Film-hafteren späteren Werke der vierzehnteiligen Reihe, die vornehmlich von Roy William Neill realisiert wurden, haben mir zwar besser gefallen, als diese etwas glatt geschliffene Fassung, doch Spaß gemacht hat es trotzdem, endlich einmal einen Abstecher per Filmbild nach Dartmoor zu machen, diesem düsteren Fleck, welcher Geheimnisse hortet und von verdächtigen Personen bevölkert wird, die das gesamte kombinatorische Können Sherlock Holmes' herausfordern. Kein unentbehrliches Stück zwar, gerade dann, wenn einem das Buch bereits bekannt ist, doch ebenso wenig schadet es, sich die 1939er Version anzuschauen.

B

A Hervorragend
B Gut
C Für Fans

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Mal wieder Zeit für Filme... Fortsetzung


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Unter einer Fortsetzung stelle ich mir ehrlich gesagt was anderes vor. Warum hat man nicht erzählt, wie es mit der guten Dame aus Teil I weitergeht? Da wären so manche Punkte, die man sehr gut hätte aufgreifen können, Stichworte Jagd nach ihr wegen einem Polizistenmord oder Fortsetzung von Männermorden aus Hass auf das Geschlecht á la "Baise Moi" oder was weiß ich...

Aber das hier ist einfach eine "Neu"-auflage, wo die Geschichte nur nochmal mit einer anderen Frau, anderen Männern, einer neuen Location und mit neuen Tötungsvarianten erzählt wird. Hat für mich null Reiz einer Fortsetzung.


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Einer der besten Filme die ich dieses Jahr gesehen habe. Passt von vorne bis hinten, hat eine starke Dramaturgie und ist erstaunlich spannend, obwohl der Augang für niemanden neu sein dürfte. Die Frau kann einfach gute Filme drehen und einen an den Sessel (oder die Couch) fesseln.
Eine große Sehempfehlung meinerseits an alle die ihn noch nicht gesehen haben.



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