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Filmtagebücher


FTB [Abk. für] Filmtagebuch

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BABY BOY (John Singleton/USA 2001)


"I don't wanna reach the gates and Jesus be like: 'Turn yo ass around nigga.'"

Baby Boy ~ USA 2001
Directed By: John Singleton

Joseph (Tyrese Gibson) lebt in South Central L.A., ist um die 20, arbeitslos, bildungsarm, hat zwei kleine Kinder mit zwei verschiedenen Müttern, Yvette (Taraji P. Henson) und Peanut (Tamara LaSeon Bass) und lebt noch bei seiner Mutter Juanita (A.J. Johnson). Seine Beziehung zu leidet regelmäßig darunter, dass Joseph weder seine Ma loslassen noch ein eigenverantwortliches Leben führen kann. Die Situation spitzt sich für Josepoh gleich von zwei Seiten her zu, als Juanita mit dem bulligen Melvin (Ving Rhames) einen neuen Liebhaber mit nach Hause bringt und Yvettes extrem soziopathischer Exfreund Rodney (Snoop Dogg) aus dem Knast entlassen wird...

In streng objektiver Hinsicht ist "Baby Boy" vielleicht John Singletons reifster Film als Autor und zudem der bis dato letzte, den er nicht als Auftragsfilmer inszeniert hat. "Baby Boy" beschließt nach "Boyz N The Hood" und "Poetic Justice" ferner Singletons inoffizielle South-Central-Trilogie, in der er in einer jeweils spezifisch gewichteten Mischung aus biographischen Impressionen und pädagogischer Ambition das Leben der hiesigen Afroamerikaner abbildet. "Baby Boy" versteht sich in diesem Zusammenhang weniger als Lehrstunde in Sachen mentaler Renovierung, sondern zeigt mit gleichermaßen höchst subtiler Ironie und großartiger Wahrhaftigkeit die Unfähigkeit vieler junger Männer, sich trotz diverser guter Voraussetzungen von ihrer verquasten Imagepflege loszukommen und existenzielle Verantwortung zu übernehmen. Im Falles Josephs geht die (durch das rahmende, wunderbar illustrierte, symbolische Bild des erwachsenen Titelhelden in einem schützenden Uterus) Lebensinkompetenz sogar so weit, dass für ihn seine Mutter nach wie vor eine Art Schutzmatrone ist, zu der sich die - einseitig pathologische - Beziehung zeitlebens nicht gewandelt hat. Auch ist Joseph längst nicht der harte Knochen, der er gern wäre; er fährt die Kiste seiner Freundin und muss, selbige entzogen, mit einem Fahrrad durch die Straßen zockeln. Er lässt sich von ein paar Halbstarken abspeisen und hat seiner großen Klappe zum Trotze höllische Angst vor seinen beiden Widersachern. Die Art und Weise, wie Singleton hier nur allzu gut verständliche Dekonstruktion von fehlgeleiteten Männlichkeitsschemata betreibt und damit auch noch kostenlose Lektionen in Sachen Erweckungsbedarf liefert, muss man schon als grenzgenialisch bezeichnen.

8/10

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August 2014 Alle Filme


* = keine Erstsichtung
(DC) = Directors Cut
(3D) = Mit Brille


10/10 Große Liebe, Meisterwerk, mindblowing, Sternstunde
9/10 sehr, sehr gut, fabelhaft, exzellent
8/10 gut - richtig gut, nix zu meckern
7/10 gut, mit einigen Abstrichen
6/10 nja, ok, abgenickt, so lala
5/10 mittelmäßig mit einigen Momenten
4/10 mies mit wenigen Momenten
3/10 mies ohne Momente
2/10 Beschissen
1/10 Richtig beschissen
0/10 Sondermüll

Kein üppiger Filmmonat, aber der Vollständigkeit halber :

The young and prodigious T.S. Spivet (3D) (Kino) 2013 (Jean-Pierre Jeunet) 5-6/10
Holy Motors 2012 (Leos Carax) 8-9/10
Pierrot le fou (Elf Uhr Nachts) 1965 (Jean-Luc Godard) 10/10 *
Cléo de 5 á 7 (Cléo Mittwoch zwischen 5 und 7) 1962 (Agnès Varda) 10/10
The Ice Storm 1997 (Ang Lee) 7-8/10 *
Class of 1984 1982 (Mark L. Lester) 7/10
The Holy Mountain (Kino) 1973 (Alejandro Jodorowsky) 10/10
The Day of the Locust 1975 (John Schlesinger) 9/10
Sunset 1988 (Blake Edwards) 7/10
Death Wish 3 1985 (Michael Winner) 7/10
Road House 1989 (Rowdy Herrington) 4/10 *
Les lèvres Rouges (Blut an den Lippen) 1971 (Harry Kümel) 7/10
Amer 2009 (Hèléne Cattet & Bruno Forzani) 8/10
Death Wish 4 : The Crackdown 1987 (J. Lee Thompson) 6-7/10
The Star Chamber 1983 (Peter Hyams) 8/10
Thightrope 1984 (Richard Tuggle) 7/10
Death Wish 5 : The Face of Death 1994 (Allan A. Goldstein) 4/10
Le passage de la pluie (Der aus dem Regen kam) 1970 (René Clément) 8/10
Sei donne per l´assassino (Blutige Seide) 1964 (Mario Bava) 8/10
Rachel getting married 2008 (Jonathan Demme) 6/10
L´uccello dale piume di cristallo (Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe) 1970 (Dario Argento) 7/10
…più forte ragazzi (Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle) 1972 (Giuseppe Colizzi) 8/10 *
Le grand blond avec une chaussure noire (Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh) 1972 (Yves Robert) 5/10 *
I due superpiedi quasi piatti (Zwei außer Rand und Band) 1977 (Enzo Baboni) 6/10
Confessione di un commissario die polizia al procuratore della reppublica (Der Clan, der seine Feinde lebendig einmauert)
1971 (Damiano Damiani) 9/10
La sendrome di Stendhal (The Stendhal Syndrome) 1996 (Dario Argento) 8-9/10

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AUGUST 2014


Immer noch keine Zeit/Muse/usw. gefunden, um irgendwas Sinnvolles zu gesehenen Filmen zu schreiben. Deshalb nun wieder "nur" die Monatsliste. 33 Filme und ein paar TV-Episoden sind dann doch wieder zusammengekommen (*=keine Erstsichtung).


Die besten 10:
01. The Fisher King (USA 1991, Terry Gilliam)*
02. The Last Boy Scout (USA 1991, Tony Scott)*
03. The Long Goodbye (USA 1973, Robert Altman)
04. Se sei vivo spara (Italien/Spanien 1967, Giulio Questi)
05. Nicht mein Tag (Deutschland/Niederlande 2014, Peter Thorwarth)
06. The Long Good Friday (Großbritannien 1980, John Mackenzie)
07. End of Watch (USA 2012, David Ayer)
08. The Raid 2: Berandal (Indonesien/USA 2014, Gareth Evans)
09. All About Eve (USA 1950, Joseph L. Mankiewicz)
10. Lone Survivor (USA 2013, Peter Berg)

Geil/Gut/Unterhaltsam:
11. Beverly Hills Cop (USA 1984, Martin Brest)*
12. Sorcerer (USA 1977, William Friedkin)
13. Breaking Point (Kanada/USA 1976, Bob Clark)
14. We Bought a Zoo (USA 2011, Cameron Crowe)*
15. Under the Skin (Großbritannien/Schweiz/USA 2013, Jonathan Glazer)
16. Beverly Hills Cop II (USA 1987, Tony Scott)*
17. The Transporter (Frankreich/USA 2002, Corey Yuen)*
18. Ha-Trempist (aka An American Hippie in Israel) (Israel 1972, Amos Sefer)
19. Thor: The Dark World (USA 2013, Alan Taylor)
20. That’s My Boy (USA 2012, Sean Anders)
21. Transporter 3 (Frankreich/Großbritannien/USA 2008, Olivier Megaton)*
22. Transporter 2 (Frankreich/USA 2005, Louis Leterrier)
23. Homefront (USA 2013, Gary Fleder)
24. The Chase (USA 1994, Adam Rifkin)
25. Ninja III: The Domination (USA 1984, Sam Firstenberg)
26. Fack ju Göhte (Deutschland 2013, Bora Dagtekin)
27. The Heat (USA 2013, Paul Feig)

Ok:
28. Sweet and Lowdown (USA 1999, Woody Allen)
29. Upperseven, l’uomo da uccidere (Deutschland/Italien 1966, Alberto De Martino)

Naja:
30. Anchorman 2: The Legend Continues (USA 2013, Adam McKay)
31. Abduction of an American Playgirl (USA 1975, Unknown Director)
32. Otto - Der neue Film (Deutschland 1987, Xaver Schwarzenberger/Otto Waalkes)*
33. Beverly Hills Cop III (USA 1994, John Landis)

TV-Serien:
Dexter: Season 4 (komplett)
Dexter: Season 5 (Episoden 1-2)
How I Met Your Mother: Season 1 (Episoden 9-16)

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THE WOLF OF WALL STREET (Martin Scorsese, 2013)


I want you to deal with your problems by becoming rich!

Faszinierendes Porträt, das vom steilen Aufstieg und tiefen Fall eines skrupellosen Finanzhais erzählt, und eine wahrhaft phantastische Lebensgeschichte zur Vorlage hat. Auf den Altmeister ist nach wie vor Verlass. 3 Stunden lang schildert er Jordan Belfort als ebenso schillernde wie gewinnende Persönlichkeit, die es mit nur wenigen Worten schafft, praktisch jeden um den Finger zu wickeln. Nur bei den gegen ihn ermittelnden FBI-Beamten funktioniert seine Masche nicht. Leonardo DiCaprio gibt den Verführer derart überzeugend, dass ich schon nach 20 Minuten auf seiner Seite stand und bereit war, jedes Wort zu glauben, das er von sich gab. Dabei findet Scorsese genau die richtige Mischung zwischen detailversessener Biographie und mitreißendem Drama, variiert das Erzähltempo gefühlvoll und mit jenem feinen Gespür, dass ihn seit vielen Jahren auszeichnet. Trotz der stattlichen Spieldauer wird der Film zu keiner Zeit langweilig, andererseits hat man am Ende das Gefühl, allen wesentlichen Ereignissen beigewohnt und nichts verpasst zu haben. Für den Schnitt zeichnet wieder einmal Scorseses langjährige Weggefährtin Thelma Schoonmaker verantwortlich, mit der er seit mehr als 30 Jahren zusammenarbeitet. Erstmals hingegen griff er auf die Dienste des Kameramanns Rodrigo Prieto zurück, dessen Bilder mich schon bei Filmen wie Frida, Alexander oder zuletzt Argo begeistern konnte. The Wolf of Wall Street ist ein weiterer großartiger Film des italo-amerikanischen Meisterregisseurs, der ganz in der Tradition seiner epischen Gangsterfilme wie GoodFellas und Casino steht.

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Guardians of the Galaxy (O-Ton)...


...ist Blockbusterkino von solcher Virtuosität, Perfektion und Lässigkeit, dass beim Verlassen des Kinos die Plakate anderer Filme ähnlichen Genres allesamt schamrot zu schimmern schienen. James Gunn kennt seine Lucas- und Spielberg-Pappenheimer auswendig, aber anders als beispielsweise JJ Abrams mit seinen zahnlosen Huldigungen nimmt sich dieser Ausnahmeregisseur von den großen Vorbildern (Han Solo und sein Falke waren schon lange nicht mehr derart auf der Leinwand präsent) nur die Elemente heraus, die wirklich gut sind, um dem ganzen Rest mit "loving disrespect" einen gehörigen Arschtritt zu verpassen. Spannend ist bei Gunns Feuerwerk an Action, Abenteuern und hemmungslosen Albernheiten auch die kleine traurige Rahmenhandlung, die wie schon bei seinem abartigen Meisterstück "Super" dem Ganzen eine heimliche Abgründigkeit verleiht, die man angesichts all der Buntheit übersehen kann, aber nicht muss. Ansonsten stimmt hier einfach alles, angefangen beim sehr stylischen Soundtrack, der ganz nebenbei auch noch stimmig ins Geschehen eingebaut wird, über den ersten "lustigen" CGI-Sidekick, der nicht nervt (weil der Waschbär eben nicht nur Sprüche klopft, sondern auch ein ernstzunehmendes Mitglied der Gruppe ist, das bisweilen an Raffinesse die anderen übertrifft), über die wunderwunderwunderschöne Optik, über die Tatsache, dass sich Harmlosigkeiten und Grausamkeiten sowie Ernst und Quatsch perfekt die Waage halten, bis hin zu den Figuren, die bis in die kleinsten Nebencharaktere unheimlich liebevoll und lebendig gezeichnet sind. Womit wir auch beim größten Pluspunkt dieses Werkes angelangt wären: ich kenne keinen einzigen Film, der Reales und CGI so dermaßen organisch und homogen zu verbinden weiß, und das eben nicht nur in visueller Hinsicht, sondern auch, was die Gewichtung beider Elemente angeht. Während beim letzten "Planet der Affen"-Theater die Animationen einmal zu oft wie Masturbationen anmuteten (welche zwar beeindruckend, aber eben nicht "echt" genug waren, um so viel Wichserei zu rechtfertigen) und die Menschen auf der anderen Seite komplett unter "ferner liefen" gehandelt wurden (was doch einen Oldman nicht erschüttern kann, andere hingegen schon), haben hier alle gleich viel Raum und Bedeutung, so dass der altmodische Wort- und Körperslapstick eines Chris Pratt mit den pixarigen Gags eines "Groot" nicht nur koexistieren, sondern sogar eine unerwartete Einheit bilden kann und man sich über den atemberaubend schönen Weltraum aus dem Rechner exakt genau so freut wie über die zahlreichen Gaststars, die mit großer Spiellust ihre bekannten Gesichter in die Kamera halten.
Hatte Marvel mit dem letzten "Captain America" schon gezeigt, dass es sich nicht scheut, genretechnisch andere Wege zu gehen und zumindest in der ersten Hälfte den Agententhriller der 70er zu reanimieren ("Kondor" Robert Redford inklusive), feiert hier das Science Fiction-Epos des selben Jahrzehnts sein ganz großes Comeback, wobei Gunn genau weiß, welche Aspekte ihn aus dieser Epoche interessieren und wo es vonnöten ist, klarzustellen, dass seitdem doch ein wenig Zeit vergangen ist.
Ich weiß nicht, ob dieser Unsinnstext es deutlich genug gemacht hat, aber: ich bin schwer begeistert!

D.C.L.

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Magical History Tour: The Tin Star (Anthony Mann, USA 1957)


Der ältere Mann, Lehrer des jüngeren, findet zu seiner Bestimmung zurück, der jüngere, der Schüler, findet überhaupt zum erstenmal zu ihr. Konsolidierung der Ordnung, positiver Ausblick, Hinwendung zur Zivilisiertheit und Zivilisation wie man sie als Rechtssytem heute kennt. Die Außenseiter und Querdenker sind es, die die Gesellschaft voranbringen; dies vielleicht die schönste Moral des Films. Ein vielschichtiger Western, wunderbar gedreht, der seine Moral nicht vor sich her trägt, immer fein ausbalanciert und keine Minute zu lang. Henry Fonda und Anthony Perkins machen ihre Sache - wie Bösewicht Neville Brand - toll. Den Film hatte ich immer irgendwie übersehen, die Frage ist, warum. Sehr schön.

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DURCHGEKNALLT


DURCHGEKNALLT Durchgeknallt


Eine Gang mit Abzweigungen -

Raue, vielgesehene gegen stumme, angstvolle Augen.

Sphärisch wird der Alltag begleitet- Wie verrückt ist Sie? Wie verrückt wird Sie hier drin?

Still wird zunächst ertragen- Alltag, Medikamente- Leiden wird hier akzeptiert- die ganze Welt scheint voll Tränen- zu viel oder gar zu wenig sah der Mensch bisweilen. Die Augen werden schwer und so springt Sie in Vergangenheiten, Wegbereitungen, die sie mutig verträumt hat, in einer aufgewühlten Zeit.

Geschichten über Verrücktheiten werden kundgetan- Atmosphäre, die deprimiert?

Es wird erträglich- wie immer, wenn Menschen Gemeinsamkeiten entdecken und Gefallen am eigenen Leid entfalten. Man zähmt einander- auch wenn jeder allein in sich.

Der Ausbruch wird geplant. Das Leben fühlt sich noch viel einsamer an.

Für mich scheint sich verzweifelte Unwissenheit, Unkenntnis über sich und Zeit, die man nicht füllen kann, hier verbunden zu haben – der Prozess: Zeit, die man mit sich verbringt- meist sinnvoll, ist man zu Zweien…Ma
nche bedürfen dem geschützten Rahmen, die Gewissheit zu erkennen: Hier werde ich gehört und gesehen.



Ich habe das Buch dazu gelesen…. scheint mir einfach nur leicht verwirrt zu sein, lasch geschrieben, verworren gegliedert und wenig ansprechend.

Der Film dazu funktioniert, hat dies strukturiert und in Form gebracht. Ein kleiner Einblick in bleiche Farben.

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SLITHER (SCHLEUDERPARTIE) (Howard Zieff, USA 1973)


Ein Ex-Knacki (James Caan), ein Small-Time Bandleader (Peter Boyle), seine Frau und eine Hippie (Sally Kellerman) suchen nach einer sieben Jahre alten Raubbeute, die bei einem gewissen Vincent Palmer untergebracht ist. Dabei werden sie von mysteriösen schwarzen Vans verfolgt. Es entsteht ein Road Trip quer durch Kalifornien, der über Campingplätze, Bingohallen, Waschsalons und letztendlich zu einem Gemüsestand in der Walachei führt...

SLITHER ist ein 70er Filmjuwel, auf das ich rein zufällig gestoßen bin und im Nachhinein fehlt es mir an Verständnis wieso dieser Streifen so unbekannt ist. Von seiner Tonart erinnert er sehr stark an das Kino der Coen-Brüder - es kommt zu zahlreichen abstrus-witzigen Situationen, die die Figuren knochentrocken ausspielen. Hier regiert der berühmte Slogan anything goes. Zieff verbindet die US-amerikanischen Epochen des "American Dreams", des "Gutbürgertums" und des "free spirits" der frühen 70er Jahre - jeweils symbolisiert durch die vier Hauptfiguren, die sich einer undurchsichtigen "Bedrohung" gegenübersehen (der schwarze Mann in Form der Vans), was wiederum an die Paranoiaepoche der 50er erinnert. So entsteht eine Art Zeitreise, die SLITHER zu einem Erlebniskino zusammenführt, das gleichermaßen parodistisch wie liebevoll ausfällt. Es ist weniger das große Ganze, was wichtig ist, denn die vielen kleinen Episödchen, die sich auf der Reise zutragen. Der Weg ist das Ziel. Und dieser Weg ist beste Unterhaltung mit großer Nachhaltigkeit. Für mich neben dem zwei Jahre zuvor entstandenen VANISHING POINT vielleicht das ausdruckstärkste Werk der early seventies. Ich bin hin und weg. :love:

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Hände bitte oben lassen. :D

Make-or-Break-Scene: James Caans erste Begegnung mit Peter Boyle, die zu der witzigsten Schlägerei der Filmgeschichte führt :muhaha:

MVT: Das Drehbuch von W. D. Richter.

Score: 8.5/ 10

Final Thoughts: Ein Film der Hoffnung macht, dass trotz vieler vieler Filmsichtungen noch mehr Schätze da draußen sind. Es gilt nur, sie auszugraben.

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The Killing of a Chinese Bookie - John CASSAVETES, USA 1976


Endlich mal gesehen. Dem Titel nach immer schon einer der bekannten Filme, der aber bisher nie Vorrang hatte auf der Liste.

Cassavetes geht extrem subjektiv vor, die Kamera klebt geradezu an den Akteuren, ihren Gesichtern, allen voran an dem Protagonisten (kaum eine Szene, in der er nicht vorkommt), dem unglücklichen Nachtklubbesitzer, der ob seiner Schulden zum Auftragsmörder wird. Die Allerweltsgesichter der Gangster, mit denen er es zu tun hat, durchaus schon mit parodistischem Blick, hat wohl keiner so genial eingefangen wie Cassavetes hier, wie später Jarmusch´ Ghost Dog.

Die kranke Atmosphäre des Nachtclubs, mit drittklassigen Revuen, die Stadt, die spröde Action. Alles sehr nonchalant inszeniert, konsequent eine "normale" Erzählstrategie verweigernd. Aber der Blick immer auf die "kleinen" Menschen, die alle ganz einfach ihre Rollen spielen, und gegen Ende hin (es ist wohl auch das Ende des Protagonisten) der wohlwollende Blick, trotz des Fatalismus.

Seltsam, aber ziemlich stark.

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Ariane - Liebe am Nachmittag


Paris ist die Traumstadt zahlreicher Hollywood-Regisseure von Ernst Lubitsch bis hin zu Woody Allen, und Billy Wilder stellt in dieser Beziehung keine Ausnahme dar: auch bei ihm erscheint die Seine-Metropole als Sehnsuchtsort, an dem romantische Gefühle gegen jede Wahrscheinlichkeit (Film-)Wirklichkeit werden können. Dies deutete sich bereits in Sabrina an, doch zu ihrem vollen Recht kommt die Filmtraumstadt Paris erst in Love in the Afternoon.
Nur an diesem imaginären Ort, der zu Beginn in einer hinreißenden Sequenz, in der Wilder eine Reihe von (Film)küssen aneinander montiert, vorgestellt wird, kann sich die Geschichte abspielen, die Wilders Film erzählt: dort, in Paris, kreuzen sich die Wege der jungen Cellistin Ariane (Audrey Hepburn) und des reichen Frauenhelden Frank Flannagan (Gary Cooper). Ausgerechnet in diesen skrupellosen Schürzenjäger verliebt sich die unschuldige Ariane, verfällt aber schließlich auf einen raffinierten Weg, den Herzensbrecher zu erobern, indem sie ihm vorgaukelt, schon zahlreiche Affären (deren Details sie dem Archiv ihres Vaters, der als Privatdetektiv tätig ist, entnimmt) gehabt zu haben...
Allein schon durch die Umkehrung des aus vielen Geschichten bekannten Prinzips, daß die Verruchtheit sich als Unschuld ausgibt, wird dieser Film zu einem besonderen Vergnügen. Trotzdem gilt Ariane - Liebe am Nachmittag vielfach als keines der stärksten Werke Wilders. Besonders oft bemängelt wird die Besetzung der männlichen Hauptrolle mit Gary Cooper; nun ist zwar einzuräumen, daß Wilders eigentliche Wunschbesetzung Cary Grant noch besser gewesen wäre (eine Vorstellung davon vermittelt Stanley Donens hinreißender Charade - übrigens auch ein toller Parisfilm - in dem Audrey Hepburn und Cary Grant gemeinsam zu erleben sind), aber immerhin war Cooper als Hauptdarsteller an zwei Klassikern von Wilders Vorbild Ernst Lubitsch beteiligt (und außerdem auch noch an dem von Lubitsch produzierten Desire), was eigentlich schon deutlich genug zeigt, daß er keineswegs die Fehlbesetzung war, als die er oft bezeichnet wird. Audrey Hepburn ist ihrerseits so bezaubernd wie immer, und auch Maurice Chevalier (während der 30er Jahre einer der Stammschauspieler Lubitschs) verkörpert Arianes Vater mit unwiderstehlichem Charme. Doch nicht nur durch seine Besetzung erinnert der Film stark an Lubitsch: auch stilistisch ist Wilder seinem Vorbild in Love in the Afternoon wohl besonders nahe gekommen und hat ein mit Wort- und Bildwitz (man denke nur an die Geigen im Dampfbad!) gleichermaßen gespicktes Meisterwerk geschaffen, das einerseits so frivol ist, wie ein Film in den prüden 50ern überhaupt sein konnte, und das trotzdem eine schwebende Eleganz und Leichtigkeit besitzt, die den romantischen Komödien unserer Tage vollkommen fehlt. Tatsächlich gehört Ariane - Liebe am Nachmittag zu meinen liebsten Filmen Billy Wilders und gefällt mir persönlich sogar besser als der viel berühmtere Manche mögen's heiß.

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Yôkihi (1955)


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Yôkihi
(Japan / Hong Kong 1955, Kenji Mizoguchi)

Im Bonusmaterial der Blu-Ray kritisiert Tony Rayns die schwache Dramaturgie des Films. Ich kenne wenig von Mizoguchi, aber vergleicht man den Film etwa mit dem zwei Jahre zuvor entstandenen A GEISHA, so kann man diese Kritik durchaus nachvollziehen. Ist A GEISHA ein realistisches und humanistisches Portrait von Figuren am Rand der Gesellschaft, so wirkt YÔKIHI dagegen schon überkandidelt, sowohl in der Figurenzeichnung als auch in der ostentativ künstlichen (wunderschönen) Farbphotographie und dem Bühnenbild. (Er sieht wirklich großartig aus!)
Andererseits passen sich hier eben auch die Figuren der Filmästhetik an. Die männliche Hauptfigur, der Kaiser, ist ein asexueller Schöngeist, der sich am liebsten ausschließlich der Kunst widmen würde und der auf die Mahnungen seiner Untergebenen, dass den höfischen Angelegenheiten Vorrang zu geben ist, mit fast kindischem Trotz reagiert. Das Machtgepoker und die politischen Umwälzungen, die der Film auch erzählt, interessieren ihn wenig. Die weibliche Hauptfigur, Kwei-fei, eine einfache Küchenhilfe, die zur einflussreichen Konkubine aufsteigt, ist dagegen viel nüchterner in der realen Welt verankert. Sie findet gerade gefallen am Kaiser, weil er nicht an materiellen Dingen interessiert ist (natürlich weil ihm diese unbegrenzt zur Verfügung stehen), und auch nicht daran, sie als Werkzeug für politische Zwecke einzusetzen, so wie es die anderen Männer im Film skrupellos tun.

Also, auch wenn der Film von Kennern nur als "zweitklassig" eingestuft wird, ich fand den ziemlich toll. Es sollte nochmal erwähnt werden: Der Film ist eine Augenweide. ;)

(Den Screenshot habe ich hier entlehnt)

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1 HJ 2014 Sämtliche Filme


Aus dem laufenden Kinoprogramm:

Le Passe' Ashgar Farhadi grandios bis meisterhaft
Das finstere Tal Andreas Prochaska sehenswert
Nymphomaniac I Lars von Trier hochinteressant
Nymphomaniac. II Lars von Trier hochinteressant
The Grand Budapest Hotel Wes Andersson grandios bis meisterhaft
Her Spike Jones mehr als sehenswert
Boyhood Richard Linklater grandios bis meisterhaft

Erstmals bei einem Festival

Il rosso e Il blu Gioseppe Piccione nicht sehenswert



Im österreichischen Filmmuseum

Wiedergesehen:

Rear Window Alfred Hitchcock meisterhaft Hilfsausdruck
Marnie Alfred Hitchcock trotz Mängel mehr als grandios
Otto e mezzo Federico Fellini meisterhaft
Il buono, il brutto, il cattivo Sergio Leone meisterhaft

Erstmals gesehen

Confessione di un comissario di polizia al procuratore della republicca Damiano Damiani grandios
Io ho paura Damiano Damiani enttäuschend
Z Costa Gavras sehenswert
Il gattopardo Luchino Visconti meisterhaft
Il deserto rosso Michelangelo Antonioni fordernd aber meisterhaft
Le journal d'une femme de chambre Luis Bunuel grandios bis meisterhaft
Le genou de Claire Eric Rohmer grandios



Bei der langen Nacht der Programmkinos

Wiedergesehen:

Paradies: Liebe Ulrich Seidl mehr als grandios

Erstmals gesehen

Paradies: Glaube Ulrich Seidl sehenswert
Paradies: Hoffnung Ulrich Seidl sehenswert


Volxkino, ein Freiluftkino dort erstmals gesehen

Monsieur Verdoux Charlie Chaplin trotz Staubschicht grandios
Nebraska Alexander Payne sehenswert


Abseits des Kinos

Wiedergesehen

Per qualche dollaro in piu' Sergio Leone mehr als grandios
Anatomy of a Murder Otto Preminger mehr als sehenswert

Erstmals gesehen

Per un pugno di dollari Sergio Leone ein wenig enttäuschend
Jagten Thomas Vinterberg aufwühlend, grandios
Die Wand Julian Pölsler sehenswert
Le deuxieme soufflé Jean-Pierre Melville meisterhaft


Nach dem Vorbild anderer (z.B. Short Cut) habe nun auch ich eine Gesamtliste hier reingestellt.
Sie dient primär mir selbst, damit ich die Übersicht behalte.

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quarterly results 2 / 2014


die besten filme des zweiten quartals. wohlgemerkt nur des zweiten quartals. die des ersten sind im letzten ftb-eintrag

10.
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09.
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08.
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07.
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06.
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05.
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04.
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03.
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02.
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01.
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The Search


The Search (Die Gezeichneten)
Schweiz/USA 1948, Regie: Fred Zinnemann

Auf einem Bahnhof in der amerikanisch besetzten Zone trifft ein Güterzug voller Kinder ein. Diese wurden während des Nazi-Regimes und des Krieges von ihren Eltern getrennt, stammen aus Russland, Polen, Ungarn oder Frankreich und trauen auch den neuen Uniformen nicht. Manche weigern sich zu sprechen, wie ein kleiner blonder Junge mit Auschwitz-Tätowierung, der immer nur "Ich weiß nicht" stammelt. Seine Mutter hat jedoch das KZ überlebt und sucht zu Fuß in ganz Deutschland nach ihrem Kind...

Laut einigen Zusammenfassungen soll der Film in Berlin spielen, aber das wird weder im Film selbst erwähnt, noch gibt es andere Hinweise darauf, die Locations lagen wohl alle in zerbombten bayrischen Städten - und bereits die Verwendung dieser authentischen Hintergründe macht diesen Film schon zum wertvollen historischen Dokument, welches noch dadurch veredelt wird, daß Zinnemann und sein DOP Emil Berna genau wußten, wie sie ihre verlorenen Protagonisten in dieser Ruinenlandschaft optimal positionieren. Sicher, es ist alles etwas süßlich auf eine rührende Mutter-Kind-Geschichte ausgerichtet, und mittlerweile wurden die Greuel der Konzentrationslager in anderen Filmen konsequenter dargestellt, aber gegen die humanistische Botschaft des Films kann man nichts haben und ich brauchte auch mehrere Taschentücher. Ein wundervoller Film mit fantastischen Bildern, der mich noch mal darin bestärkt hat, auch Das Siebte Kreuz noch einmal anzuschauen, den ich zuletzt als Kind mit den Eltern im Fernsehen gesehen hatte und mich stark beeindrucken konnte. Von The Search läuft gerade das Remake von Michel "The Artist" Hazanavicius in Cannes, der die Geschichte in den Tschetschenien-Konflikt verlegt. Von dem sind in Zukunft wohl keine lustigen OSS 117-Filme mehr zu erwarten.

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Wu Ji


Wu Ji (Chen Kaige/China/Südkorea/USA/2005)


Mit gut 9 Jahren Verspätung habe ich nun endlich Chen Kaige's viel Gescholtenes Fantasy-"Epos" gesehen.
Zuerst möchte ich sagen das ich Leute die mit dem Film nichts anfängen können, ihn lächerlich und schlecht finden durchaus verstehen kann. Asiatisches Kino findet zwar in den letzten Jahren bei uns ein etwas breiteres Publikum und bekommt auch viele DVD-Veröffentlichungen, ein Werk wie "Wu Ji" ist dann trotz allem doch sehr speziell für westliche Gewohnheiten und kann nicht jedem gefallen(aber auch erfahreneren Asien-Fans muss der Film natürlich keinesfalls gefallen). Chen Kaige ist ja schon ein alter Haudegen und hat immerhin absolute Klassiker wie "Farewell My Concubine" auf dem Konto, trotzdem muss man sich fragen was ihn hier teilweise geritten hat. Auch ich hatte nach den ersten Minuten schon den Eindruck das meine schlimmsten Befürchtungen wahr werden. So wirkte alles auf mich sehr penetrant und etwas billig, die dramatische Geschichte, die Farben und auch die Kamera. Von den grottigen Computereffekten ganz zu schweigen (die werden auch nicht mehr viel besser im Laufe des Films). Wenn man dann auch eher mit einem Historien-Film rechnet ist man nach wenigen Minuten schon etwas am verzweifeln und kratzt sich am Kopf. Wenn man "Wu Ji" dann aber als das sieht was er ist, nämlich ein recht trashiger und durchgeknallter, mit Dramatik angereicherter Fantasy-Film, dann kann man durchaus seinen Spass haben. So steht der Film schon irgendwie ein wenig in der Tradition älterer und beliebter HK-Fantasy Klassiker. Da ich seit jeher solche Filme vergöttere hatte ich doch noch meine kleine Freude mit "Wu Ji", auch wenn er sicherlich nicht großartig ist.

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A stench from the trench


The return of the vampire (1944)

Ein Werwolf ist der Diener des titelgebenden Untoten, der sich später als Armand Tesla herausstellen soll. Der rumänische vampirgewordene Vampirforscher belästigt kurz nach dem 1. Weltkrieg die Familie Saunders, speziell deren kleine Tochter. Pädophilie, ick hör Dir trapsen. Glücklicherweise gibt es in London nicht so viele Friedhöfe, weshalb der Vampir schnell gefunden ist. Die Wissenschaftler wissen dank ihrer Mikroskope natürlich, daß man ihm einen Sporn ins Herz treiben muß, was auch den Werwolf von seinem Fluch erlöst und ihn zu einem guten Laborgehilfen umfunktioniert.
Bei DEM Titel ist das aber natürlich nicht alles. Zwanzig Jahre später wird bei einem Luftangriff London bombardiert. Dem exponierten Vampirleichnam wird unwissentlich von gutmeinenden Grabschauflern wieder Leben eingehaucht oder was Vampire dafür halten. Der auferstandene Jesus Vampir hat nichts anderes zu tun, als seinen alten Gehilfen Wulffi wieder unter seine Kontrolle zu bringen, um dem inzwischen nicht mehr ganz so blutjungen Mädel nachzustellen. Dafür gibt er sich als entflohener KZ-Häftling aus, denn die Wissenschaftler sind auch begeisterte Widerstandskämpfer. Gefahr droht, daß sich die Vampirseuche innerhalb von London ausbreiten wird; einige enge Freunde der Familie weisen bereits Bißspuren am Hals auf.

Der Film beginnt schon einigermaßen irrwitzig. Der aufbrausende Werwolf und der dunkelmunkelnde Vampir passen nur sehr bedingt zusammen in einen Film. Das Auftreten von niedlichen Kindern und Hunden in der Eröffnung läßt auch nichts Gutes vermuten. Und in der Tat ist die Präsentation der Filmkulissen zwar stimmungsvoll, aber das Handeln der Personen ist mehr als einmal augenbrauenhebend. In gewisser Weise imitiert der Film, obwohl von Columbia produziert, den Untergang der Universal-Monsterfilme, die zeitgleich versuchten, ihre Erfolgswelle mit Filmen der Marke Frankenstein's Sohn und der Unsichtbare treffen die Werwolfmumienfrau zu verlängern. Erfolglos, wie wir jetzt wissen.

Dieses Schicksal hätte auch The return of the vampire blühen können. Glücklicherweise hat der Exil-Deutsche Kurt Neumann am Drehbuch mitgearbeitet und so wird, wie schon in Invisible Agent, recht geglückt der Weltkrieg eingeflochten, der gerade am anderen Ende der Welt tobte. In der Tat ist die Figur des Dracula hier als Kriegssymbol lesbar. Er ängstigt die Familie am Ende des ersten Weltkrieges, ist 20 Jahre abwesend, um dann nach einem Nazi-Bombenangriff aufzuerstehen. Nicht nur daß: er unterwandert auch die englische Bevölkerung inmitten von London, indem er sich als geflohener KZ-Häftling ausgibt, den er zuvor beseitigen ließ. Die Angst vor der verführerischen Macht der Nazi-Spione; aus heutiger Sicht schwer nachvollziehbar, aber zumindest in Zeitdokumenten häufig virulent.
Wir wissen leider nicht, was aus diesem Film geworden wäre, wenn Neumann, dem wir The Fly und Rocketship-XM verdanken, die Regie geführt hätte. Vermutlich hätte er die Geschichte straffer erzählen können, mit weniger hirnverbiegenden Schlenkern. Aber auch so lohnt sich ein Blick auf den Film allemal.

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Geburtenhelfer


Lärmend zu Tode gedacht dem beliebigen Schicksal verschwatzten Suizids erlegen.

"Odd Thomas"

Fußnote:
Jeff & Jenny ergehen sich darin, unablässig, geradezu redundant das Immergleiche in Worthülsen zu kleiden, obschon es zu Anfang noch Worte waren, die sie benutzten, aber letztlich doch nur zur schattenhaften Bemäntelung irgendeines Zwecks sich erniedrigen konnten, angesichts des nicht enden wollenden Rekapitulierens ein und der selben Vorstellung, die, gedreht und gewendet, wahlweise um ein Gramm Wahrheit erleichtert und durch ein trügerisches Kilo beschwerend ergänzt lediglich geringfügig Korrekturen im Satzbau nachträglich notwendig erscheinen ließ.


FRANCES HA
Zwischen Bildern durchgelatschter Sohlen, an den Rändern festgehalten, in einem zitternden Moment, flattern ihre Lippen. Ein wenig unpassend, weil nicht präzise austariert, zertritt sie den Zweifel. Ihr argloses Wesen - entfärbt und aufgesetzt. Das Leben vor ihr....lasziv entblättert sich's, ungeschickt. Hie und da, knotig verbunden, ein brüchiger Huf, fuchtelnder Ärmel zzgl. Arm. Nicht sie bestimmt das Ende, ein Anderer tut es.

BROKEN CIRCLE
Dem Vergessen abhold. Eingraviert in tiefere Schichten der Haut. Wiedergeburten flammen darin auf. Zu spät? Zu keiner Zeit.

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Jahresrückblick 2013


Nun liegt mein letzter Tagebucheintrag auch schon wieder fast ein halbes Jahr zurück, und so schließt sich an die Halbjahresbilanz auch gleich mein Jahresrückblick 2013 an. Derzeit bleibt mir wenig Zeit für eine umfangreichere Forumsaktivität. Filme sehe ich nach wie vor recht viele, und bin seit geraumer Zeit ehrenamtlich selbst zu einem Kino-Mitgestalter geworden (was viel Zeit bindet aber auch Spaß bereitet). Der Austausch über gesehene Filme geschieht dabei stärker denn je im Kreise Gleichgesinnter vor Ort. Dennoch herzliche Grüße meinerseits hier in die Runde.


Mein Jahresrückblick 2013


Mein beeindruckendstes FILMERLEBNIS 2013:
  • Die Nibelungen (Fritz Lang)
Ein wahrlich „großer“ DVD-Abend im Freundeskreis bescherte mir mit dem monumentalen Stummfilm-Zweiteiler von Fritz Lang mein stärkstes Filmerlebnis 2013. Schon lange vor mir hergeschoben kamen „Die Nibelungen“ durch Anregung eines Freundes ganz unverhofft auf das österliche Festtagsfilmprogramm. Ein großes Epos in ausdrucksstarken sepiagefärbten Bildern unglaublicher Tiefenschärfe, unentrinnbar erzählt und inszenatorisch aufgetafelt. Die theatralisch agierenden Schauspieler der ganz simpel reduzierten Figuren steigerten die epische Wirkung ebenso wie die Kulissen und Kostüme sowie die eindringliche Filmmusik, der beim Stummfilm standesgemäß eine große Rolle zukommt, aber hier für mich einen der wichtigsten Bausteine für das Gelingen von „Die Nibelungen“ darstellt. Die hin und wieder sehr charmant eingefügten „kleinen“ Trickeffekte ordneten sich ganz selbstverständlich der Geschichte unter (umso erbärmlicher wirken dagegen die meisten der heutigen Effekt-Filmmonster) und eine tolle Entdeckung auf den zweiten Blick sind die kunstvoll verzierten und figurenzugeordneten Initialen der Zwischentitel. Alles in allem ein wahrhaft großartiger Film.



10 weitere ältere ENTDECKUNGEN
(alphabetisch)
  • 12 Uhr Mittags (Fred Zinnemann)*
  • Bändigung des Feuers (Daniil Jakowlewitsch Chrabrowizki)
  • Calendar (Atom Egoyan)
  • Extrablatt (Billy Wilder)
  • The Haunting – Bis das Blut gefriert (Robert Wise)
  • My Son, My Son, what have you done (Werner Herzog)
  • Roter Psalm (Miklos Jancso)
  • Shoah (Claude Lanzmann)
  • Tanz der Vampire (Roman Polanski)
  • Wenn der Klempner kommt (Peter Weir)
* Wiederentdeckung des Jahres



GROSSE RETROSPEKTIVE:
Alfred Hitchcock

Schon lange stand Meister Hitchcock in meiner Warteschlange umfangreich aufzuarbeitender Filmemacher, dieses Jahr schlug nun seine große Stunde. Ausschlaggebend war übrigens der Film „Hitchcock“ mit Anthony Hopkins Anfang des Jahres. 45 Filme von Alfred Hitchcock konnte ich von Frühjahr bis Herbst 2013 sehen und kenne damit nun insgesamt 46 seiner Filme (einzig „Der Mieter“ hatte ich von den zuvor schon bekannten Filmen nicht wiederholt). Nur 7 Filme aus seiner britischen Phase sind mir nun noch unbekannt (und vermutlich meist auch vernachlässigbar). Unerwarteter Weise ist Hitchcock doch ein Filmemacher der mir insgesamt sehr liegt, das war mir anfangs gar nicht so klar. Nur selten konnte er mich mit seinen Filmen nicht wenigstens im Grundsatz gewinnen (Sklavin des Herzens, Der zerrissene Vorhang, Marnie) und gar nur einen einzigen Film halte ich für richtig misslungen (Nummer Siebzehn). Aus seiner Stummfilmzeit schätze ich vor allem „The Ring – Der Weltmeister“ (den „Blancanieves“ dieses Jahr ironisch zitiert), „The Lodger – Der Mieter“ und „Blackmail – Erpressung“. Letzteren rechne ich persönlich noch den Stummfilmen zu (ich habe auch zuerst die Stummfilmfassung geschaut), Truffaut zählt ihn bereits zu den Tonfilmen, da Hitchcock durch den Nachdreh einiger Szenen ein zweite Fassung mit Ton schuf. Bei den Tonfilmen aus Hitchcocks britischem Schaffen sind meine Favoriten „Eine Dame verschwindet“, „Mord – Sir John greift ein“ und „Jung und unschuldig“.
Wie für viele andere auch stellt die „amerikanische Ära“ für mich die Zeit von Hitchcocks größtem filmischen Schaffen dar, und da besonders die Periode von „Der Fremde im Zug“ (1951) bis „Psycho“ (1960), aus der dann auch meine am meisten geschätzten Hitchcock-Filme stammen, ohne die vielen anderen tollen Filme schmälern zu wollen.
Schönstes Sichtungserlebnis in meiner Hitchcock-Retrospektive war ohne Zweifel die Wiederaufführung von „Die Vögel“ im Kino anlässlich des 50. Jahrestages seiner deutschen Kinoerstaufführung im September, eine Veranstaltung an der ich letztlich selbst aktiv beteiligt war.
Und endlich hab ich „Vertigo“ vollständig sehen können. Vor mehr als 10 Jahren war ich schon einmal zu diesem Film im Kino, nur leider war da die zerschlissene Kopie kurz vor Ende unreparabel gerissen und blieb mir die finale Auflösung schuldig. Ein echtes Trauma, das ich nun überwunden habe. ;-)

Meine Hitchcock Top 5 (ungeordnet):
  • Das Fenster zum Hof
  • Psycho
  • Immer Ärger mit Harry
  • Vertigo
  • Der unsichtbare Dritte


KLEINE RETROSPEKTIVE:
Apichatpong Weerasethakul

Neben Hitchcock gab es nur noch Platz für eine weitere kleine Retrospektive, in der ich mich mit Sichtung von 5 Langfilmen an den geheimnisvollen Magier Apichatpong Weerasethakul und seine meditativen Erzählungen, Geister und Seelenwanderungen näher herangetastet und vor allem (die zuvor schon bekannten) „Uncle Boonmee“ und „Tropical Maladay“ gemocht habe.



Anregende TRIPLE FEATURES:
Fett markiert ist mein jeweiliger Favorit, bis auf die Dolan-Reihe ist das immer der älteste/erste der drei Filme.


Margarethe von Trotta & Barbara Sukowa
Die bleierne Zeit | Rosa Luxemburg | Hannah Arendt

Reha Erdem
Bes Vakit - Times and Winds | Hayat Var - My only Sunshine | Jin

Nikita Michalkow
Die Sonne, die uns täuscht | Die Sonne, die uns täuscht - Der Exodus | Die Sonne, die uns täuscht - Die Zitadelle

Ulrich Seidl
Paradies: Liebe | Paradies: Glaube | Paradies: Hoffnung

Richard Linklater & Julie Delpy & Ethan Hawke
Before Sunrise | Before Sunset | Before Midnight

Xavier Dolan
I Killed my Mother | Herzensbrecher | Laurence Anyways

Bela Tarr (Frühwerk)
Csaladi Tyzfeszek - Family Nest | Szabadgyalog - The Outsider | Panelkapcsolat - The Prefab People



FESTIVALFILME 2013 & PREVIEWS 2014

Starke Eindrücke, mit zeitlichem Abstand Gewachsenes, formal Bestaunenswertes, lobenswert Gewagtes, im Festivalstress Festgebissenes, Sympathisches, …

Warm up:
  • Chemi sabnis naketsi - A Fold in my Blanket (Zaza Rusadze, Georgien)
  • Geograf globus propil - Der Geograf, der den Globus austrank (Aleksandr Veledinsky, Russland)
  • Imagine (Andrzej Jakimowski, Polen)
  • Jin (Reha Erdem, Türkei)
  • Mandariinid - Mandarinen (Zaza Urushadze, Georgien/Estland)
  • Soguk - Cold (Ugur Yücel, Türkei)
Die Warm Ups ließen sich noch um einige weitere von mir sehenswert eingeschätzte Filme erweitern, müssen an dieser Stelle aber genügen, um die Aufzählung nicht beliebig lang werden zu lassen. Festivalfilme, die 2013 auch einen offiziellen deutschen Kinostart hatten, finden sich hier nicht wieder, sondern in der Rubrik „Kinostarts“. Über die Platzierungen in der Top 10 bin ich mir noch nicht ganz sicher, sollte aber den aktuellen Moment gut genug widerspiegeln. Der Platz 1 steht recht sicher, das „Kätzchen“ habe ich im Anflug einer noch recht nachhaltigen Sympathie gerade bis auf die 2 vorgeschoben, „Fynbos“ aus den Warm ups hervorgeholt und gegen den guten aber noch recht frischen Eindruck von „Imagine“ getauscht.

10. Fynbos (Harry Patramanis, Südafrika)
09. El Ultimo Elvis (Armando Bo, Argentinien)
08. Soshite chichi ni naru - Like Father, Like Son (Hirokazu Kore-eda, Japan)
07. Kinderwald (Lise Raven, USA)
06. Papusza (Joanna Kos-Krauze, Polen)
05. Tian zhu ding - A Touch of Sin (Jia Zhang-Ke, China/Japan)
04. Salvo (Fabio Grassadonia, Italien)
03. Uroki Garmonii - Harmony Lessons (Emir Baigazin, Kasachstan/BRD)
02. Das merkwürdige Kätzchen (Ramon Zürcher, BRD)
01. W Imie ... - Im Namen des (Malgorzata Szumowska, Polen)



KINOSTARTS 2013

Warm up:
  • La Grande Bellezza (Paolo Sorrentino, Italien)
  • Gravity (Alfonso Cuaron, USA)
  • Io sono Li - Venezianische Freundschaft (Andrea Serge, Italien)
  • Shadow Dancer (James Marsh, Großbritannien/Irland)
  • Sightseers (Ben Wheatley, Großbritannien)
  • La vie d’Adèle - Blau ist eine warme Farbe (Abdellatif Kechiche, Frankreich)
Ich bin positiv von „La Grande Bellezza“ und „Gravity“ überrascht worden. Hätte letzterer die selbstgefällige Quasselstrippe George Cloney eher rausgekickt, hätte der Top10-Potential. „Sightseers“ besitzt den größten Sympathie-Bonus, ich fand den ungemein schön böse und musste den einfach unter den Warm ups würdigen. „La vie d’Adèle“ könnte auf lange Sicht noch am meisten wachsen, im Vergleich fand ich Kechiches „Couscous mit Fisch“ noch stärker, der damals zudem das Kunststück vollbracht hatte, mich in einen Film dermaßen stark zu involvieren, bei dem ich nach einem Drittel Spielzeit schon beinahe entnervt gegangen wäre. Das deutsche Kino findet sich dieses Jahr nicht wieder, sehr gefallen haben mir aber Thalheims „Eltern“ oder auch „Finsterworld“.

10. The Broken Circle Breakdown (Felix van Groeningen, Belgien)
09. Pozitia copilului - Mutter und Sohn (Calin Peter Netzer, Rumänien)
08. Dupa dealuri - Jenseits der Hügel (Cristian Mungiu, Rumänien)
07. Csak a szél - Just the Wind (Benedek Fliegauf, Ungarn)
06. Take this Waltz (Sarah Polley, Kanada)
05. Blancanieves (Pablo Berger, Spanien)
04. Alois Nebel (Tomas Lunak, Tschechien/BRD)
03. The Congress (Ari Folman, Israel)
02. Laurence Anyways (Xavier Dolan, Kanada)
01. Paradies: Liebe, Glaube, Hoffnung (Ulrich Seidl, Österreich)

Größtes Highlight 2013 war für mich Ulrich Seidls „Paradies“-Trilogie als Gesamtwerk, als Einzelfilm gefiel mit der eröffnende „Liebe“ am meisten, gefolgt von „Hoffnung“ und mit etwas Abstand dann „Glaube“. Ich habe Ulrichs demontierenden, schonungslosen Blick auf eine Art Menschenzoo sehr fasziniert verfolgt. Als Einzelfilme betrachtet hätten sie sich nicht ganz an der Spitze wiedergefunden.
Da wäre dann „Laurence Anyways“ mein Jahresfavorit geworden - ein großer Film über eine große Beziehung. Zwei unglaublich gute Darsteller (großartig: Melvil Poupaud, noch großartiger: Suzanne Clement) ringen mit- und umeinander. Intensität die schmerzt, oder in unvergessliche Szenen gipfelt (Stichwort: Filmball). Xavier Dolan feiert das Kino, wie nur wenige es dieses Jahr zu feiern wussten. Er ist Epigone von Pedro Almodovar und Wong Kar-Wai zugleich.
„The Congress“ ist nicht ganz so stark wie „Waltz with Bashir“, aber mich hat der anregende kreative Trip sehr berührt, so dass mir das mitunter bemängelte Zuviel an Spielerei nicht negativ auffiel. Ausgehend von einer wehmütig stimmenden Betrachtung über den Niedergang der Filmindustrie, in der echte Darsteller und echtes Handwerk durch die Digitalisierung ersetzt werden, weitet Folman den Blick auf die Gegenwart/Zukunft der Menschheit, die immer fremdgesteuerter irgendwelchen flüchtigen Idealen folgt und das reale Umfeld weder wahrnehmen noch werten kann/will. Wie schon in „Waltz with Bashir“ ist der Wechsel von Real- und Animationsszenen sehr gelungen kombiniert und eröffnet eine weitere Ebene für den Film.
„Alois Nebel“ war im vergangenen Jahr mein Festival-Favorit, den ich vor wenigen Tag noch gleich zwei weitere Male im Kino sah. Der per Rotoskopie-Verfahren entstandene kontrastreiche Schwarzweiß-Animationsfilm faszinierte mich jedes Mal aufs Neue mit seinen kleinen nicht „drüberanimierten“ sondern kaum wahrnehmbaren noch realen Details.
Die kleine Renaissance des Stummfilmes geht mit dem bezaubernden „Blancanieves“ weiter, eine spanische Schneewittchen-Hommage, die ihre Heldin in der Stierkampfarena der bösen Stiefmutter aussetzt. Ich habe dieses ironiebewusste Spielen mit dem Grimmschen Märchenstoff sehr in seiner Erzählung als auch seiner Form sehr genossen.
Sehr gemocht habe ich auch Sarah Polleys zweiten Film „Take this Waltz“, erneut ein sehr reifes Werk mit viel Gespür für Rhythmus, Musik und Gefühle, ein bittersüßer melancholischer Liebesfilm, sehr fein in warmen und lichtdurchfluteten Bildern und mit einem starken Soundtrack eingefangen. Michelle Williams ist wieder einmal richtig großartig.


Abschließend meine FLOPS 2013:
05. Der Schaum der Tage
04. Papadopoulos & Söhne
03. Der Tag wird kommen
02. Nachtzug nach Lissabon
01. Fliegende Liebende (Ohje, Pedro!)

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MHT: The Hound of the Baskervilles


Magical History Tour - 1939

The Hound of the Baskervilles
[USA 1939 - Regie: Sidney Lanfield - DT: Der Hund von Baskerville]

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THE HOUND OF THE BASKERVILLES war der Startschuss für eine Reihe von Holmes-Verfilmungen, die mit Basil Ruthbone in der Rolle des Meisterdetektivs und mit Nigel Bruce in der Rolle dessen Partners Dr. Watson besetzt wurden. Vordergründig ist das Werk ein Krimi, bleibt aber ohne Anleihen aus dem Horrorfilm nicht aus, was bei der Handlung auch sehr richtig ist, dreht sich diese doch um eine Familiensaga, in der ein großer, blutrünstiger Hund für mehrere Morde an Erben der Baskerville-Familie verantwortlich gemacht wird. Lanfields Film hält sich nicht sklavisch an die Vorlage von Conan Doyle, womit nicht nur die kaum unvermeidbaren Kürzungen gemeint sind, sondern auch gewisse kleine Abänderungen, die in den meisten Fällen aber nur Unwichtigkeiten betreffen. Viele der B-Film-hafteren späteren Werke der vierzehnteiligen Reihe, die vornehmlich von Roy William Neill realisiert wurden, haben mir zwar besser gefallen, als diese etwas glatt geschliffene Fassung, doch Spaß gemacht hat es trotzdem, endlich einmal einen Abstecher per Filmbild nach Dartmoor zu machen, diesem düsteren Fleck, welcher Geheimnisse hortet und von verdächtigen Personen bevölkert wird, die das gesamte kombinatorische Können Sherlock Holmes' herausfordern. Kein unentbehrliches Stück zwar, gerade dann, wenn einem das Buch bereits bekannt ist, doch ebenso wenig schadet es, sich die 1939er Version anzuschauen.

B

A Hervorragend
B Gut
C Für Fans

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Mal wieder Zeit für Filme... Fortsetzung


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Unter einer Fortsetzung stelle ich mir ehrlich gesagt was anderes vor. Warum hat man nicht erzählt, wie es mit der guten Dame aus Teil I weitergeht? Da wären so manche Punkte, die man sehr gut hätte aufgreifen können, Stichworte Jagd nach ihr wegen einem Polizistenmord oder Fortsetzung von Männermorden aus Hass auf das Geschlecht á la "Baise Moi" oder was weiß ich...

Aber das hier ist einfach eine "Neu"-auflage, wo die Geschichte nur nochmal mit einer anderen Frau, anderen Männern, einer neuen Location und mit neuen Tötungsvarianten erzählt wird. Hat für mich null Reiz einer Fortsetzung.


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Einer der besten Filme die ich dieses Jahr gesehen habe. Passt von vorne bis hinten, hat eine starke Dramaturgie und ist erstaunlich spannend, obwohl der Augang für niemanden neu sein dürfte. Die Frau kann einfach gute Filme drehen und einen an den Sessel (oder die Couch) fesseln.
Eine große Sehempfehlung meinerseits an alle die ihn noch nicht gesehen haben.



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