Zum Inhalt wechseln


One Night Stands und wahre Liebe


Foto

CHANGELING


CHANGELING CHANGELING (Blu-ray: Universal, Großbritannien)
(OT: Changeling | USA 2008 | Regie: Clint Eastwood)

Infos zum Film:
IMDB
OFDB


Das Erstaunlichste an CHANGELING ist vielleicht die Tatsache, dass diese wirklich unglaubliche und auf einer wahren Begebenheit beruhende Geschichte nicht schon viel früher mal verfilmt worden ist. Und ein riesiges Plus von CHANGELING ist dann halt auch der Fakt, dass er auf dieser wahren Geschichte basiert, ansonsten würde Eastwoods Film Gefahr laufen, einfach nur als hanebüchen und unglaubwürdig abgestempelt zu werden. Aber so kommt man erst gar nicht in den Versuch, die Glaubwürdigkeit des Plots anzuzweifeln und kann sich vollkommen unvoreingenommen auf den Film einlassen.
Und Clint Eastwood - der ja in den letzten Jahren schon zur Genüge unter Beweis gestellt hat, dass er dramatische Stoffe perfekt beherrscht - hat hier wirklich einen richtig, richtig guten Film gedreht. CHANGELING ist großes Schauspielkino, präsentiert Angelina Jolie in einer ihrer besten und überzeugendsten Rollen ihrer Karriere und hat mit u.a. John Malkovich, Jeffrey Donovan, Michael Kelly und Colm Feore Co-Stars zu bieten, die hier allesamt mehr als überzeugend aufspielen. Und dann dieses grandiose Production Design, das dafür sorgt, dass man sich als Zuschauer tatsächlich ins Los Angeles der späten 20er und frühen 30er Jahre versetzt fühlt. Und natürlich die Art und Weise wie Eastwood seinen Film inszeniert. CHANGELING ist von der ersten Minute an fesselnd, zieht den Zuschauer in seinen Bann und kann in meinen Augen nur als absolut packend, extrem spannend und auch ausgesprochen berührend bezeichnet werden. Klasse!

TRAILER:


Clint Eastwood Angelina Jolie John Malkovich 2000er Oscar Nominee female nudity 20er Jahre 30er Jahre Los Angeles


Foto

NORDWAND


NORDWAND NORDWAND (Blu-ray: 20th Century Fox, Deutschland)
(OT: Nordwand | Deutschland/Österreich/Schweiz 2008 | Regie: Philipp Stölzl)

Infos zum Film:
IMDB
OFDB


Die beiden Freunde Toni (Benno Fürmann) und Andi (Florian Lukas) sind begeisterte Bergsteiger und wollen nach anfänglichem Zögern nun doch versuchen, die als unbezwingbar geltende Nordwand des Eiger als erste zu besteigen…

Regisseur Philipp Stölzl erzählt in Nordwand die Geschichte der beiden Bergsteiger Toni Kurz und Andi Hinterstoisser, die im Sommer 1936 den Versuch unternommen haben, als erste die berüchtigte Eiger-Nordwand zu bezwingen. Ein Versuch, der in einer Katastrophe enden sollte. Benno Fürmann und Florian Lukas haben sich mit intensivem Bergsteig-Training über 1 Jahr auf ihre Rollen vorbereitet, der Film wurde teilweise an Originalschauplätzen in 3.000 Meter Höhe gedreht. Und diesen großen Aufwand sieht man dem Streifen auch an. Nordwand ist in seinen Bergsteig-Sequenzen tatsächlich unglaublich fesselnd und visuell absolut beeindruckend geraten. Doch es ist nicht alles Gold was glänzt. Denn ausgerechnet in der Figurenzeichnung offenbart Nordwand deutliche Schwächen. Nicht nur, dass Benno Fürmann mit Johanna Wokalek ein doch ziemlich nerviges Love Interest zur Seite gestellt wurde, welches es in Wahrheit gar nicht gab und das die ganze Angelegenheit wohl noch ein bisschen dramatischer gestalten sollte, nein, der Film spielt aufgrund der zugrundeliegenden Ereignisse dummerweise zur Nazizeit und anscheinend fühlt sich jeder deutsche Filmemacher dazu berufen, einen solchen historischen Kontext unbedingt thematisieren zu müssen. Auch wenn das hier gar nicht notwendig gewesen wäre. So werden die von Fürmann und Lukas gespielten Kurz und Hinterstoisser als liebenswerte Rebellen gezeichnet, die den Militärdienst quittieren und beim Verlassen der Kaserne den Hitlergruß mit einem lässigen Servus erwidern. Und dann gibt es auch noch Ulrich Tukur in der Rolle eines schmierigen Sensationsjournalisten, der plant, die bevorstehende Besteigung durch die beiden ehemaligen Gebirgsjäger als Triumph des deutschen Volkes auszuschlachten und der darüberhinaus auch noch Fürmanns Love Interest anbaggert. Das alles ist unnötig, unglaubwürdig und klischeehaft und wirft doch einen ziemlichen Schatten auf diesen Film, der in seinem innersten Kern der Geschichte - nämlich des dramatischen Versuchs, mit menschlicher Kraft die Urgewalt der Natur zu überwinden - eigentlich absolut zu überzeugen weiß.

TRAILER:


Philipp Stölzl 2000er 30er Jahre


Foto

QUILLS - MACHT DER BESESSENHEIT


QUILLS - MACHT DER BESESSENHEIT QUILLS - MACHT DER BESESSENHEIT (DVD: 20th Century Fox, Deutschland)
(OT: Quills | Deutschland/Großbritannien/USA 2000 | Regie: Philip Kaufman)

Infos zum Film:
IMDB
OFDB


Wegen seiner obszönen Schriften wurde der Marquis de Sade (Geoffrey Rush) von der Obrigkeit einst in das Irrenhaus von Charleston gesteckt. Doch mit Hilfe der einfachen Magd Madeleine (Kate Winslet) gelingt es dem Marquis auch weiterhin, seine Schriften zu vertreiben. Als ein Verleger tatsächlich den vom Marquis geschriebenen Roman “Justine“ veröffentlicht, wird der Psychiater Dr. Royer-Collard (Michael Caine) nach Charleston geschickt, um den Willen des Marquis endgültig zu brechen und die Herstellung weiterer Schriften zu verhindern. Mit welchen Mitteln auch immer...

Hoppla, was war denn das? Auf den ersten Blick und oberflächlich betrachtet ist der im Jahr 2000 unter Mitwirkung eines der größten Hollywood-Studios in die Kinos gekommene, ein Jahr später mit 3 Oscar-Nominierungen bedachte und mit ausgesprochen prominenten Namen besetzte Quills wohl "nur" ein typisches Kostümdrama. Aber unter der Oberfläche brodelt es ganz gewaltig. Immerhin geht es hier um den Marquis de Sade, den wohl berühmtesten Schmuddelpoeten aller Zeiten. Und immerhin nahm hier Philip Kaufman auf dem Regiestuhl Platz. Ein Mann, der mit Streifen wie The Wanderers, Die Körperfresser kommen, Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins und Henry & June nicht nur einmal auf dem schmalen Grat zwischen Kunst und Exploitation wandelte. Ich bin mir sicher, wäre Quills 25 Jahre früher gedreht worden, er würde definitiv als das identifiziert werden, was er meines Erachtens auch ist: ein lupenreiner Exploiter in den sich ein paar richtig große Namen verirrt haben. Quills kam mir die ganze Zeit wie eine Mischung aus einem beliebigen Nunsploitation-Film und Hexen bis aufs Blut gequält vor. Hier gibt es eine ganz gehörige Portion Sleaze, so einige selbstzweckhafte Sequenzen, abartige Foltermethoden im Namen des Herrn, wirklich verstörend wirkende Insassen in der Irrenanstalt (dem Hauptsetting des Films), einen Michael Caine als schmierigen Arzt, einen Joaquin Phoenix als den fleischlichen Versuchungen nicht abgeneigten Priester, eine - in der wohl verstörendsten Sequenz zu Ende auch mal wieder ziemlich nackige - Kate Winslet, die in der Rolle als de Sades Muse vollkommen aufgeht und zu guter Letzt natürlich einen Geoffrey Rush in der Rolle des Marquis, der hier irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn aufspielt. Und in der letzten halben Stunde dreht Quills dann irgendwie vollkommen durch. Must be seen to be believed!

TRAILER:


Philip Kaufman Kate Winslet Michael Caine Joaquin Phoenix 2000er Oscar Nominee female nudity 19. Jahrhundert


Foto

MÜNCHEN


MÜNCHEN (DVD: Universal, Deutschland)
(OT: Munich | Frankreich/Kanada/USA 2005 | Regie: Steven Spielberg)

Eingefügtes Bild

Infos zum Film: IMDB | OFDB


Nach den Terror-Anschlägen gegen israelische Sportler während der Olympischen Spiele 1972 in München wird der Mossad-Agent Avner (Eric Bana) damit beauftragt, die für die Anschläge verantwortlichen Hintermänner zu finden und auszuschalten...

So, auch endlich mal gesehen. Hänge mit den großen Kinofilmen der letzten 10 Jahre ja immer derbe hinterher. Zunächst muss ich sagen, dass mich München erst mal auf dem völlig falschen Fuß erwischt hat. Habe mich zuvor praktisch überhaupt nicht mit dem Film beschäftigt und fälschlicherweise angenommen, die Planung und die Durchführung des Attentats während der Olympischen Spiele 1972 in München wären zentraler Punkt der Handlung dieses Streifens. Stattdessen geht es vielmehr um die Nachwirkungen des Attentats und die durchgeführten Racheaktionen Israels. Sonderlich zugänglich ist München sicher nicht geraten und man muss sich schon auf diesen Film einlassen können, der einem als Zuschauer doch ziemlich viel abverlangt. Gelingt einem dies, wird man mit einem packenden, intelligenten, schockierenden und anspruchsvollen Polit-Thriller belohnt, dem es über weite Strecken gelingt, dem Zuschauer sein komplexes und schwieriges Thema näher zu bringen. Fesselndes Polit-Kino mit Anspruch, wer nur etwas zur Berieselung und reinen Unterhaltung sucht, ist mit anderen Produktionen aus dem Hause Spielberg sicherlich besser bedient.

TRAILER:


Steven Spielberg Eric Bana Daniel Craig Moritz Bleibtreu 2000er female nudity Oscar Nominee 70er Jahre Rache München


Foto

GANGS OF NEW YORK


GANGS OF NEW YORK (DVD: Splendid, Deutschland)
(OT: Gangs of New York | Italien/USA 2002 | Regie: Martin Scorsese)

Eingefügtes Bild

Infos zum Film: IMDB | OFDB


New York, Mitte des 19. Jahrhunderts. Das Viertel Five Points ist in fester Hand des skrupellosen Bill "The Butcher" Cutting (Daniel Day-Lewis), der einst seinen ärgsten Widersacher Vallon (Liam Neeson) in einem blutigen Zweikampf vor den Augen dessen kleinen Sohnes getötet hatte. Dieser tauchte zunächst unter und kehrt nun als junger Mann (Leonardo DiCaprio) nach Five Points zurück. Sein Ziel ist es, Cuttings Vertrauen zu gewinnen und sich für den Tod seines Vaters zu rächen…

Es gibt ja manchmal Filme, an die wagt man sich - aus eigentlich unerfindlichen Gründen - nie so richtig heran. Gangs of New York ist ein gutes Beispiel. Die DVD stand schon jahrelang ungesehen im Regal und ich konnte mich nie aufraffen, mir den Streifen anzusehen. Jetzt hab ich mir Scorseses Geschichtsstunde endlich mal zu Gemüte geführt und weiß gar nicht so recht, was ich zu diesem grandiosen Film überhaupt großartig schreiben soll. Gangs of New York hat mich ziemlich geplättet zurückgelassen. Scorsese erzählt seine Einwanderer-, Gangster- und Rachegeschichte ohne großartige Schnörkel und zieht den Zuschauer von Beginn an absolut in seinen Bann. Schon die Schlachtsequenz zu Beginn ist an Intensität kaum zu überbieten und diese Intensität lässt auch im weiteren Verlauf des Streifens nicht nach. Wahrlich fesselnd von der ersten bis zur letzten Minute. Und darüber hinaus ist der Streifen auch noch ganz grandios besetzt. Leonardo DiCaprio beweist einmal mehr, dass er ein richtig guter Schauspieler ist, Daniel Day-Lewis ist eh über jeden Zweifel erhaben und Cameron Diaz - die man in einem solchen Film vielleicht nicht unbedingt erwarten würde - hat mich mit ihrer Darbietung auch absolut positiv überrascht. Dazu gesellen sich dann noch Leute wie Liam Neeson, Brendan Gleeson und John C. Reilly. Da kann ja fast nichts schief gehen. Großes Kino!

TRAILER:


Oscar Nominee female nudity New York 2000er Liam Neeson Cameron Diaz Daniel Day-Lewis Leonardo DiCaprio Martin Scorsese Rache 19. Jahrhundert


Foto

FEARLESS (Director's Cut)


FEARLESS (Director's Cut) (DVD: Edko, Hongkong)
(OT: Huo Yuanjia | China/Hongkong/USA 2006 | Regie: Ronny Yu)

Eingefügtes Bild

Infos zum Film: IMDB | OFDB


Um für eine Aufnahme der chinesischen Kampfkünste in die Olympischen Disziplinen zu werben, hält die Wushu-Botschafterin Miss Yang (Michelle Yeoh) eine Rede vor dem IOC und bringt den Zuhörern dabei die Geschichte des Kampfkunst-Meisters und chinesischen Volkshelden Huo Yuanjia (Jet Li) näher...

Mit Fearless hat Ronny Yu ein wahrhaftiges Epos über das Leben des chinesischen Volkshelden Huo Yuanjia gedreht, der von Jet Li mehr als beeindruckend verkörpert wird. Der sowohl auf Tatsachen als auch auf Mythen und Legenden beruhende Film fesselt über seine komplette Laufzeit von gut 140 Minuten praktisch von der ersten bis zur letzten Sekunde. Die Geschichte ist spannend, dramatisch und berührend, die Kampfchoreographien atemberaubend und spektakulär und die von Kameramann Poon Hang-Sang eingefangenen Bilder einfach nur von einer unfassbaren Schönheit. Ein einfach nur großartiger Film, dem ich wirklich jedem auch nur halbwegs Interessierten dringend empfehlen möchte. Diese Empfehlung gilt allerdings nur für den von mir gesichteten Director's Cut, von dem ich wirklich keine einzige Sekunde missen möchte. Die internationale und somit auch in Deutschland erhältlich Version des Films ist ganze 40 (!) Minuten kürzer und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass der Streifen in der kürzeren Fassung eine ähnliche Magie ausüben kann wie im Director's Cut.

TRAILER:


Ronny Yu Jet Li Michelle Yeoh 2000er 19. Jahrhundert


Foto

DER LETZTE KÖNIG VON SCHOTTLAND - IN DEN FÄNGEN DER MACHT


DER LETZTE KÖNIG VON SCHOTTLAND - IN DEN FÄNGEN DER MACHT (DVD: 20th Century Fox, Deutschland)
(OT: The Last King of Scotland | Großbritannien 2006 | Regie: Kevin Macdonald)

Eingefügtes Bild

Infos zum Film: IMDB | OFDB


Der schottische Mediziner Nicholas Garrigan (James McAvoy) will sein Glück in Uganda versuchen und dort seinen Teil zur medizinischen Versorgung der Bevölkerung auf dem Land beisteuern. Durch eher zufällige Umstände wird das ugandische Staatsoberhaupt Idi Amin (Forest Whitaker) auf Garrigan aufmerksam und bietet diesem einen Job als sein persönlicher Leibarzt an...

Ohne Forest Whitaker wäre Kevin Macdonalds Politdrama bzw. Politthriller über den ugandischen Diktator Idi Amin wahrscheinlich nicht mal halb so sehenswert geworden. Denn wie Forest Whitaker seinen Part spielt ist wirklich atemberaubend und die ganzen Awards die er für diese Vorstellung eingesackt hat sind in meinen Augen absolut verdient. Der zweite Mann im Blickpunkt, nämlich James McAvoy in der Rolle des schottischen Leibarztes, geht neben Whitakers Präsenz fast schon ein bisschen unter. Zum Ende wird der britische Film zwar etwas sehr "hollywood"-mäßig, die 2/3 davor wissen aber durchaus zu fesseln und sorgen für größtenteils spannende und packende Unterhaltung. Ob Der letzte König von Schottland seinem Thema letztendlich gerecht wird muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Ich bin davon nicht wirklich überzeugt.

TRAILER:


Kevin Macdonald Forest Whitaker Gillian Anderson 2000er Oscar Winner female nudity Afrika 70er Jahre


Foto

ALEXANDER REVISITED: THE FINAL CUT


:love: ALEXANDER REVISITED: THE FINAL CUT :love: (DVD: Warner, USA)
(OT: Alexander | Deutschland/Frankreich/Großbritannien/Holland/Italien/USA 2004 | Regie: Oliver Stone)

Eingefügtes Bild

Infos zum Film: IMDB | OFDB


Die Geschichte des jungen Eroberers Alexander (Colin Farrell), der einst mit seinen Armeen in den Krieg zog, um möglichst die ganze Welt unter seiner Herrschaft zu vereinen...

Ich habe keine Ahnung, ob die ursprüngliche Kinofassung und der danach erschienene Director's Cut tatsächlich so durchschnittlich gewesen sind wie vielerorts zu lesen war. Ich habe diese Versionen nie zu Gesicht bekommen und mich nun sofort dem Final Cut von Oliver Stones Historienepos zugewandt. Über 200 Minuten dauert der Film nun und wenn man einem so langen Film seine Laufzeit praktisch überhaupt nicht anmerkt, kann man in meinen Augen nur von perfekter Unterhaltung sprechen. In Rückblenden wird der Weg Alexanders aufgezeigt, visueller Höhepunkt dabei sind natürlich die beiden atemberaubend inszenierten Schlachten. Aber auch in den vielen eher ruhigen Passagen bleibt Stones Film immer interessant und fesselnd. Colin Farrell in der Hauptrolle ist einfach nur großartig und auch die übrige und äußerst namhafte Besetzung (u.a. Angelina Jolie, Val Kilmer, Rosario Dawson und Christopher Plummer) kann vollends überzeugen. Mit dem Final Cut von Alexander hat Oliver Stone ein wahrhaft monumentales Epos hingelegt, welches den Vergleich mit ähnlich gelagerten Werken der jüngeren Vergangenheit - wie beispielsweise Gladiator, Königreich der Himmel oder Troja - nicht nur nicht zu scheuen braucht, sondern aus diesem in meinen Augen definitiv als klarer Sieger hervorgeht.

TRAILER:


Jonathan Rhys Meyers Oliver Stone Colin Farrell Angelina Jolie Rosario Dawson Anthony Hopkins 2000er Antike female nudity


Foto

DIE SCHWESTER DER KÖNIGIN


DIE SCHWESTER DER KÖNIGIN (DVD: Universal, Deutschland)
(OT: The Other Boleyn Girl | Großbritannien/USA 2008 | Regie: Justin Chadwick)

Eingefügtes Bild

Infos zum Film: IMDB | OFDB


Als Sir Thomas Boleyn (Mark Rylance) zugetragen wird, dass die Königin keinen männlichen Thronfolger mehr gebären kann, versucht er alles, um seine Tochter Anne (Natalie Portman) dem König (Eric Bana) schmackhaft zu machen. Doch der interessiert sich viel mehr für Annes Schwester Mary (Scarlett Johansson), was schon bald zu Intrigen zwischen den beiden Schwestern führt...

Die Schwester der Königin wandelt auf den Pfaden von Filmen wie Gefährliche Liebschaften und Elizabeth - ein moderner Kostümschinken voller Intrigen und Verschwörungen. Mittendrin zwei bezaubernde Hauptdarstellerinnen in Person von Natalie Portman und Scarlett Johanssen, welche mir als Zuschauer mindestens genauso den Kopf verdreht haben wie Eric Bana in der Rolle des Königs. Seit ich vor vielen Jahren den vorgenannten Gefährliche Liebschaften gesehen habe, habe ich ein kleines Faible für Filme dieser Art entwickelt, für die allerdings kein allzu großes Interesse zu bestehen scheint (auch im hiesigen Register existiert bislang erst ein Eintrag zu dem doch noch recht neuen und auch mit Sicherheit nicht schlecht besetzten Film) und die ja auch nicht allzu oft realisiert werden. Umso besser natürlich, wenn einer dieser eher selteneren Genrebeiträge dann so unterhaltsam und sehenswert geworden ist wie im vorliegenden Fall. Die Schwester der Königin bietet all das, was ich mir von einem Streifen dieses Genres erwarte: eine Handlung voller Intrigen, Verschwörungen und unerwarteter Wendungen, einen Hauch Erotik, überzeugende Darsteller und ein ansprechendes Set Design. Ich habe nichts auszusetzen an dem Film.

TRAILER:


Eric Bana Scarlett Johansson Natalie Portman Justin Chadwick 2000er 16. Jahrhundert


Foto

SPARTACUS


SPARTACUS (DVD: Universal, Deutschland)
(OT: Spartacus | USA 1960 | Regie: Stanley Kubrick)

Eingefügtes Bild

Infos zum Film: IMDB | OFDB


An den Händler Lentulus Batiatus (Peter Ustinov) verkauft um zum Gladiator ausgebildet zu werden, nutzt der stolze Sklave Spartacus (Kirk Douglas) am Ende seiner Ausbildungszeit eine Unachtsamkeit der Wachen um einen Aufstand anzuzetteln und gemeinsam mit seinen Leidensgenossen zu entfliehen. Um Spartacus formiert sich eine regelrechte Armee von Sklaven, die es sich zum Ziel gesetzt hat, alle Sklaven in ganz Italien zu befreien...

Auch das Schließen meiner filmischen Bildungslücken soll munter weitergehen. Kaum zu glauben, aber ich hatte Kubricks Spartacus tatsächlich noch nie zuvor gesehen. Nicht mal im Rahmen einer TV-Ausstrahlung an irgendwelchen Feiertagen (insbesondere Weihnachten und Ostern sind ja geradezu prädestiniert für solche Epen). Mit Spartacus habe ich nun einen Monumentalfilm zu Gesicht bekommen, der Lust auf mehr solcher Werke macht. Mit Kirk Douglas in der Titel- und bekannten Größen wie Laurence Olivier, Jean Simmons, Charles Laughton, Peter Ustinov, Herbert Lom und Tony Curtis in sonstigen Haupt- und Nebenrollen wirklich ganz großartig besetzt, konnte mich Kubricks Film vollauf begeistern. Die gut 3 Stunden Laufzeit vergingen praktisch wie im Fluge und mit seiner packenden Geschichte, seinen tollen Schauspielern und seinen beeindruckenden Aufnahmen (allein die ganzen Massenszenen) wird Spartacus bei mir sicher nicht so schnell in Vergessenheit geraten. Klasse!

TRAILER:


Stanley Kubrick Kirk Douglas Laurence Olivier Charles Laughton Herbert Lom Tony Curtis George Kennedy 1960er Oscar Winner Oscar Nominee Antike


Foto

THE NEW WORLD


THE NEW WORLD (DVD: Warner/New Line, Deutschland)
(OT: The New World | Großbritannien/USA 2005 | Regie: Terrence Malick)

Eingefügtes Bild

Infos zum Film: IMDB | OFDB


Anfang des 17. Jahrhunderts machen sich britische Entdecker auf den Weg nach Nordamerika und es kommt zu ersten Kontakten mit der indianischen Kultur. Als sich der britische Captain John Smith (Colin Farrell) in die indianische Prinzessin Pocahontas (Q'orianka Kilcher) verliebt, ist diese Liebe aufgrund der gegensätzlichen Kulturen praktisch zum Scheitern verurteilt...

Ich freue mich schon auf The Tree of Life, Malicks fünften Film, der sich derzeit in der Post-Production-Phase befindet. Denn ganz offensichtlich kann ich nur mit den "ungeraden" Filmen in Malicks überschaubarer Filmographie etwas anfangen. Badlands und Der schmale Grat - Film Nr. 1 und 3 - hatten mich ja seinerzeit ziemlich begeistert, während ich mit In der Glut des Südens, der zweiten Regiearbeit Malicks, nicht so richtig warm wurde. Ähnlich erging es mir nun auch mit Malicks viertem Film. Natürlich ist auch The New World ein Fest für die Sinne und schier unglaublich schön photographiert und auch hier ist wieder mal die Natur der eigentliche Hauptdarsteller. Der Film passt sich dahingehend also wunderbar in Malicks Gesamtwerk ein. Aber wie bei In der Glut des Südens habe ich auch bei The New World einfach keinen Zugang zur erzählten Geschichte gefunden und so hat mich der Film einfach nicht in seinen Bann ziehen können. Schade.

TRAILER:


Christian Bale Colin Farrell Terrence Malick 2000er Oscar Nominee 17. Jahrhundert


Foto

PAT GARRETT JAGT BILLY THE KID


PAT GARRETT JAGT BILLY THE KID (DVD: Warner, Deutschland)
(OT: Pat Garrett & Billy the Kid | USA 1973 | Regie: Sam Peckinpah)

Eingefügtes Bild

Infos zum Film: IMDB | OFDB


Einst waren sie die besten Freunde und ritten zusammen. Die Outlaws Pat Garrett (James Coburn) und Billy the Kid (Kris Kristofferson). Doch mittlerweile hat Pat die Seiten gewechselt und steht nun auf der Seite des Gesetzes. Aus den früheren Freunden werden dadurch erbitterte Feinde…

Manche Filme sieht man einfach viel zu spät zum erstem Mal. Das musste ich jetzt bei der Erstsichtung von Sam Peckinpahs herrlich melancholischer Westernballade Pat Garrett jagt Billy the Kid mal wieder am eigenen Leib erfahren. Obwohl die Sichtung nun schon einige Tage zurückliegt, bin ich noch immer ziemlich geplättet von dem Streifen. Ich bin mir sicher, da etwas richtig Großes gesehen zu haben und denke, dass dieser Film mit der Zeit und nach weiteren Sichtungen noch weiter wachsen wird und sich irgendwann zu einem absoluten Lieblingsfilm innerhalb des Genres und innerhalb der Arbeiten des Regisseurs entwickeln könnte. Momentan kommt er an meinen Genrelieblingen wie Spiel mir das Lied vom Tod, der Dollar-Trilogie oder The Wild Bunch bzw. anderen Peckinpah-Arbeiten, neben dem vorgenannten The Wild Bunch insbesondere The Getaway und Straw Dogs, im Bereich des persönlichen Gefallens zwar noch nicht vorbei, es ist aber wohl wirklich nur eine Frage der Zeit, bis er diese Filme einholen wird.
Um wenigstens noch ein klitzekleines bisschen zu den Qualitäten des Streifens selbst zu schreiben: Die ganze Atmosphäre des Films ist schier unbeschreiblich, der Soundtrack von Bob Dylan wirklich einzigartig gut (verdammt noch mal, bei "Knockin' On Heaven's Door" jagte eine Gänsehaut die nächste) und James Coburn in der Rolle des Pat Garrett und Kris Kristofferson in der Rolle des Billy the Kid hätten wohl nicht besser ausgewählt werden können.

TRAILER:


Kris Kristofferson James Coburn Sam Peckinpah 1970er female nudity 19. Jahrhundert


Foto

DIE ERMORDUNG DES JESSE JAMES DURCH DEN FEIGLING ROBERT FORD


DIE ERMORDUNG DES JESSE JAMES DURCH DEN FEIGLING ROBERT FORD DIE ERMORDUNG DES JESSE JAMES DURCH DEN FEIGLING ROBERT FORD (DVD: Warner, Deutschland)
(OT: The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford | Kanada/USA 2007 | Regie: Andrew Dominik)


Infos zum Film:
IMDB
OFDB


Schon seit seiner Kindheit bewundert Robert Ford (Casey Affleck) den Gangster Jesse James (Brad Pitt) und hat es im Alter von 19 Jahren tatsächlich geschafft gemeinsam mit seinem Bruder Charley (Sam Rockwell) zum Kreis der James-Gang zu gehören. Als sich Jesses älterer Bruder Frank (Sam Shepard) aus dem Geschäft als Gangster zurückzieht und sich die Gang immer weiter auflöst, bleiben Robert und Charley als zwei der wenigen Vertrauten von Jesse übrig. Doch Robert, mittlerweile selbst nach Ruhm und Anerkennung lechzend, geht hinter Jesses Rücken einen Deal mit der Staatsmacht ein...

Dem Western-Genre geht es ja ähnlich wie dem Musical-Genre. Eigentlich schon viele lange Jahre unter der Erde, wird es in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen durch Filme, denen es in gewisser Weise gelingt ein Ausrufezeichen zu setzen, kurzfristig wiederbelebt und begibt sich dann wieder in sein Grab hinab. Einer dieser Wiederbelebungsversuche ist Andrew Dominiks Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford, wobei dieser Film weniger ein Western, sondern eher eine Mischung aus Biopic und Charakterstudie geworden ist. Regisseur Andrew Dominik erzählt die letzten Jahre des Gangsters und Volkshelden Jesse James - beeindruckend gespielt von Brad Pitt -, der von Robert Ford - noch beeindruckender: Casey Affleck -, einem seiner Vertrauten, verraten und letztendlich ermordet wird, auf eine sehr ruhige Art und Weise und in teils atemberaubend schönen Bildern. Das ist schon ziemlich beeindruckendes Darstellerkino, mitunter aber auch etwas zu langatmig. Echte Höhepunkte sind rar gesät und so plätschert die Handlung in den ersten zwei Stunden für meinen Geschmack etwas zu sehr dahin. Echte Magie mag sich erst nach der Ermordung des Jesse James einstellen, nämlich dann, wenn sich die Folgen dieser Tat entwickeln und Robert Ford, der glaubt nun auch endlich den verdienten Ruhm zu erhalten, erkennen muss, dass die Stimmung des Volkes sich langsam aber sicher gegen ihn richtet und er letztendlich ein Opfer seines eigenen Strebens nach Anerkennung und Aufmerksamkeit wird. Auch er wird von einem bis dahin Namenlosen ermordet. Diese letzte halbe Stunde des Streifens ist wirklich ganz großes Kino und lässt so manche Länge in den zwei Stunden zuvor schnell in Vergessenheit geraten. Alles in allem also ein sehenswerter Wiederbelebungsversuch des Genres, von Höhepunkten des Spätwestern wie beispielsweise Erbarmungslos aber doch ein ganzes Stück entfernt.

TRAILER:


Sam Shepard Brad Pitt Andrew Dominik Zooey Deschanel 2000er Oscar Nominee 19. Jahrhundert Rache


Foto

PORNOGRAPHY: THE SECRET HISTORY OF CIVILISATION


PORNOGRAPHY: THE SECRET HISTORY OF CIVILISATION (DVD: Koch Vision, USA)
(OT: Pornography: The Secret History of Civilisation | Großbritannien 1999 | Regie: Chris Rodley/Dev Varma/Kate Williams)

Eingefügtes Bild

Infos zum Film: IMDB | OFDB


Von frühen Skulpturen bis zum Internet - die Geschichte der Pornographie ist wohl so alt wie die Geschichte der Menschheit. Unter anderem Wissenschaftler, Historiker und Künstler versuchen einen Einblick zu geben, wie sich diese Geschichte - insbesondere im Hinblick auf die fortschreitende technische Entwicklung - im Laufe der Jahrhunderte entwickelt hat...

Insgesamt 5 Stunden dauert diese für das britische TV produzierte Mini-Serie und in dieser Zeit wird auf äußerst interessante Art und Weise die Geschichte der Pornographie näher beleuchtet. Wissenschaftler und Historiker kommen genauso zu Wort wie Sammler und Künstler. In insgesamt 6 Episoden arbeiten sich die Filmemacher von altertümlichen Skulpturen bis zum Internet vor. Die ersten 3 Folgen beschäftigen sich dabei mit der Bildhauerei, dem Buchdruck und der Photographie. In der 4. Folge wird die goldene Ära des Hardcore-Films in den 70er Jahren unter die Lupe genommen und in Folge Nr. 5 geht es schließlich um den Videoboom, der Pornographie endgültig ins heimische Wohnzimmer brachte. Mit Ausnahme der letzten Episode, welche sich mit dem Internet und einem Ausblick in die Zukunft der Pornographie beschäftigt und die heute - gut 10 Jahre nach Produktion der Dokumentation - längst von der Realität eingeholt wurde, kann ich die Dokumentation nur als absolut gelungen bezeichnen. Wer sich für das Thema interessiert, sollte ruhig mal einen Blick riskieren.

Kate Williams Dev Varma Chris Rodley 1990er female nudity


Foto

DER BAADER MEINHOF KOMPLEX


DER BAADER MEINHOF KOMPLEX (Blu-ray: Constantin Film, Deutschland)
(OT: Der Baader Meinhof Komplex | Deutschland/Frankreich/Tschechien 2008 | Regie: Uli Edel)

Eingefügtes Bild

Infos zum Film: IMDB | OFDB


Ein Blick auf die ersten 10 Jahre der RAF, die mit ihren Köpfen und Gründern Andreas Baader (Moritz Bleibtreu), Ulrike Meinhof (Martina Gedeck) und Gudrun Ensslin (Johanna Wokalek) ab Ende der 60er Jahre mit ihren terroristischen Aktivitäten das Land in Angst und Schrecken versetzte...

Es dürfte schon gut 20 Jahre her sein, dass ich Austs Buch über die RAF gelesen habe. Die Erinnerungen daran sind mittlerweile doch sehr verwischt. Nun also die Verfilmung von Regisseur Uli Edel und Produzent Bernd Eichinger. Was ich von dem Streifen halten soll weiß ich - obwohl nun schon gut drei paar Wochen seit der Sichtung vergangen sind (ich hänge mit dem FTB-Schreiben mal wieder gnadenlos hinterher) - noch nicht so genau. Auf der einen Seite hat er mir vom reinen Unterhaltungsaspekt ganz gut gefallen. Der Zeitgeist wurde meines Erachtens gut eingefangen und auch die Inszenierung ist ziemlich flott - vielleicht sogar etwas zu flott (manchmal wirkt der Film regelrecht gehetzt und es fällt gerade bei den Terroristen der späteren Generation teilweise schwer, den Überblick zu erhalten) - geraten. Auf der anderen Seite hat der Film aber auch durchaus dokumentarischen Charakter und geht damit für meine Begriffe etwas zu unbedarft mit seinem Thema um. Da werden mir die RAF und ihre Taten doch ein bisschen zu undifferenziert und verharmlost dargestellt. Insgesamt betrachtet ist Der Baader Meinhof Komplex also ein etwas zweischneidiges Schwert.

TRAILER:


Oscar Nominee female nudity Uli Edel 2000er Moritz Bleibtreu Martina Gedeck Alexandra Maria Lara 70er Jahre 60er Jahre


Foto

DIE UNBESTECHLICHEN


:love: DIE UNBESTECHLICHEN :love: (DVD: Warner, Deutschland)
(OT: All the President's Men | USA 1976 | Regie: Alan J. Pakula)

Eingefügtes Bild

Infos zum Film: IMDB | OFDB


Der Einbruch in das Hauptquartier der demokratischen Partei im Jahr 1972 ruft die beiden Reporter Carl Bernstein (Dustin Hoffman) und Bob Woodward (Robert Redford) auf den Plan. Sie entdecken Ungereimtheiten in der Abwicklung des Falles und decken durch penible Nachforschungen die Watergate-Affäre auf...

Genau so sollte ein Polit-Thriller aussehen. Pakulas Film über die beiden Reporter Carl Bernstein und Bob Woodward - einfach nur phantastisch gespielt von Dustin Hoffman und Robert Redford -, die seinerzeit durch nimmermüde Recherche und alles andere als ungefährliche Kleinstarbeit den Watergate-Skandal aufdeckten und so Präsident Nixon zum Rücktritt zwangen, fesselt mich immer und immer wieder. Der Streifen ist einfach nur packend von der ersten bis zur letzten Minute und wenn nach gut 130 Minuten die Schreibmaschinen ein letztes Mal rattern und die letzten Fakten präsentiert werden, kann man - so geht es zumindest mir bei wirklich jeder Sichtung - irgendwie gar nicht so richtig glauben, dass der Film tatsächlich schon vorbei sein soll. Den Nachforschungen von Bernstein und Woodward könnte ich wohl locker und leicht noch die eine oder andere Stunde länger zusehen und es würde mir mit Sicherheit zu keiner Sekunde langweilig dabei werden. Die Unbestechlichen ist definitiv einer der Filme, die man guten Gewissens als ganz großes Kino bezeichnen kann. Neben Oliver Stones JFK vielleicht sogar einer der besten Filme seiner Art.

TRAILER:


Alan J. Pakula Dustin Hoffman Robert Redford Martin Balsam 1970er Oscar Winner Oscar Nominee New Hollywood


Foto

KÖNIGREICH DER HIMMEL (Director's Cut)


KÖNIGREICH DER HIMMEL (Director's Cut) (DVD: 20th Century Fox, Deutschland)
(OT: Kingdom of Heaven | Deutschland/Großbritannien/Marokko/Spanien/USA 2005 | Regie: Ridley Scott)

Eingefügtes Bild

Infos zum Film: IMDB | OFDB


Es ist das Ende des 12. Jahrhunderts und die Zeit der Kreuzzüge. Kurz nach dem Selbstmord seiner Frau und dem damit einhergehenden Tod seines ungeborenen Kindes macht der einfache Schmied Balian (Orlando Bloom) erstmals in seinem Leben Bekanntschaft mit dem Kreuzritter Godfrey de Ibelin (Liam Neeson), seinem Vater wie sich bald herausstellen soll, und schließt sich diesem auf einer gefährlichen Reise nach Jerusalem an, in deren Verlauf Godfrey jedoch zu Tode kommt. Nun liegt es an Balian, den Traum seines Vaters vom Frieden zwischen den Religionen in Jerusalem in die Tat umzusetzen...

In letzter Zeit hatte ich das Glück über relativ viel Zeit zu verfügen um meiner Filmleidenschaft nachzugehen und so konnte ich mir auch endlich mal einige längere Streifen zu Gemüte führen. Auf die Erstsichtung von Königreich der Himmel freute ich mich schon seit dem Kauf der DVD und nun war es soweit. Scotts Film über die Glaubenskriege zwischen Christen und Muslimen landete im Player und zog mich 3 Stunden lang in seinen Bann. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass im Kino damals eine um 40 Minuten kürzere Fassung gelaufen ist. Ich möchte keine Minute an dem Streifen missen. Scotts Film passt in meinen Augen vorzüglich in die Reihe modernerer Monumental-Epen der Marke Braveheart oder Gladiator. Da ist vielleicht nicht immer alles ganz schlüssig, da wird vielleicht auch etwas zu viel Pathos aufgetragen und da wird die Botschaft vielleicht oft mit dem Holzhammer serviert - rein unterhaltungstechnisch macht diesen Filmen so schnell kein anderer Streifen Konkurrenz. Und fast allein darum geht es mir persönlich bei Filmen dieser Art. Königreich der Himmel bietet bestes und visuell absolut beeindruckendes Blockbuster-Kino in dem sogar noch genug Zeit bleibt, sich um die Charakterisierung der Figuren zu kümmern und den Versuch zu starten, sich dem heiklen Thema möglichst feinfühlig zu nähern. Und Eva Green - die mich rein optisch in Casino Royale nicht unbedingt vom Hocker gehauen hat - ist in Königreich der Himmel ja wohl einfach nur traumhaft schön. Gerne mehr davon, von Eva und Filmen dieser Art!

TRAILER:


Edward Norton Jeremy Irons Liam Neeson Eva Green Orlando Bloom Ridley Scott 2000er Mittelalter


Foto

A BRIDGE TOO FAR


A BRIDGE TOO FAR (DVD: MGM, Großbritannien)
(OT: A Bridge Too Far | Großbritannien/USA 1977 | Regie: Richard Attenborough)

Eingefügtes Bild

Infos zum Film: IMDB | OFDB


Mit der "Operation Market Garden" wollten die Alliierten im September 1944 eigentlich einen weiteren, wichtig Schritt zur Beendigung des 2. Weltkriegs machen. Doch bei der überhastet geplanten Operation kam es schon nach kurzer Zeit zu erheblichen und nicht vorhergesehenen Schwierigkeiten...

A Bridge Too Far von Richard Attenborough ist einer dieser großen, fast schon epischen Kriegsfilme, gespickt mit Weltstars (u.a. Sean Connery, Dirk Bogarde, James Caan, Michael Caine, Gene Hackman, Anthony Hopkins, Laurence Oliver und Maximilian Schell) und wahrlich beeindruckend photographiert. Es geht um eine Aktion der Alliierten im 2. Weltkrieg, mit der strategisch wichtige Brücken erobert und so ein überraschendes Vorstoßen in das geschwächte Deutsche Reich ermöglicht werden sollte. Mit für einen Film dieser Art erstaunlich wenig Pathos und relativ nüchtern erzählt Regisseur Attenborough dieses Kapitel der Kriegsgeschichte und genau diese nüchterne Erzählweise und die eindringlichen Bilder sind die große Stärke des Streifens. Da findet kein Abfeiern der einen und kein Verdammen der anderen Seite statt, da wird vielmehr der Finger in die Wunde einer überhastet geplanten Aktion gelegt, die im Endeffekt in einem regelrechten Desaster endete. Aber so authentisch und intensiv der Film einerseits auch ist, er kam mir andererseits doch ziemlich sperrig vor. Die fast 3 Stunden vergingen alles andere als im Flug und streckenweise hatte A Bridge Too Far schon mit deutlichen Längen zu kämpfen. Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass es sich bei Attenboroughs Film um einen absolut sehenswerten Genrevertreter handelt.

TRAILER:


Ryan ONeal Robert Redford 2. Weltkrieg 1970er Richard Attenborough Sean Connery James Caan Gene Hackman Michael Caine Anthony Hopkins Laurence Oliver


Foto

SCHLACHT UM MIDWAY


SCHLACHT UM MIDWAY (DVD: Universal, Deutschland)
(OT: Midway | USA 1976 | Regie: Jack Smight)

Eingefügtes Bild

Infos zum Film: IMDB | OFDB


Nur wenige Wochen nach dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbour gelingt es den amerikanischen Sicherheitskräften, Informationen abzufangen, nach denen die japanische Armee einen Angriff auf die strategisch wichtig gelegene Pazifikinsel Midway plant. Während die Japaner sich vollkommen sicher sind, den Feind auf dem falschen Fuß zu erwischen, mobilisieren die amerikanischen Streitkräfte ihr letztes Aufgebot...

Die titelgebende Schlacht um Midway ist das Thema dieses, mit Superstars nur so gespickten Kriegsdramas von Regisseur Jack Smight. Die Besetzungsliste liest sich mit Namen wie Charlton Heston, Henry Fonda, James Coburn, Glenn Ford, Hal Holbrook, Toshirô Mifune, Robert Mitchum und Robert Wagner natürlich ganz vorzüglich, aber trotz aller Stars konnte mich der Film nicht wirklich überzeugen. Der Streifen weist in meinen Augen viel zu viele Schwächen auf. Da wäre beispielsweise die absolute Überbesetzung mit Stars, mit deren Namen zwar geworben wird, die größtenteils aber nur kleine Kurzauftritte haben und dann wieder von der Bildschwäche verschwinden. Dann hat der Subplot mit dem in eine Japanerin verliebten Soldaten komplett genervt und die Tatsache, dass auch die Japaner im Film nur Englisch gesprochen haben - wahrscheinlich um den Publikum keinen O-Ton mit UT zumuten zu müssen - fand ich alles andere als positiv und der Glaubwürdigkeit des Streifens eher abträglich. Und letztendlich muss ich auch noch die Unübersichtlichkeit der Seeschlacht bemängeln; hier wurde wohl auf Archiv- und echtes Dokumentations-Material zurückgegriffen, was schließlich dazu führte, dass ich zeitweise komplett den Überblick über das Geschehen verloren habe. Den ganzen Streifen empfand ich so als ziemlich durchschnittliche Angelegenheit.

TRAILER:


Robert Mitchum Toshirô Mifune Glenn Ford James Coburn Henry Fonda Charlton Heston Jack Smight Tom Selleck 1970er 2. Weltkrieg


Foto

DIE NACKTE UND DER KARDINAL


DIE NACKTE UND DER KARDINAL (DVD: NEW, Deutschland)
(OT: Beatrice Cenci | Italien 1969 | Regie: Lucio Fulci)

Eingefügtes Bild

Infos zum Film: IMDB | OFDB


Rom, Ende des 16. Jahrhunderts: Beatrice Cenci (Adrienne Larussa) und ihre komplette Familie sollen hingerichtet werden. Sie alle wurden zum Tode verurteilt wegen des Mordes an Beatrices tyrannischen Vater Francesco (Georges Wilson)...

Wer seine Erwartungen an diesen Film nach dem vollkommen idiotischen deutschen Titel, nach der Person des Regisseurs oder nach der - knapp 40 (!!!) Jahre nach Entstehung des Films - noch immer bestehenden und in meinen Augen absolut nicht nachvollziehbaren Indizierung des Streifens ausrichtet, könnte von Beatrice Cenci sicher bitter enttäuscht werden. Denn Lucio Fulci hat hier ein auf wahren Begebenheiten beruhendes und verdammt intensives Historiendrama gedreht, welches ich persönlich dem Splatter-Papst nicht wirklich zugetraut hätte. Keine plakative Exploitation, sondern - zumindest in meinen Augen - anspruchsvolles Kino. In Rückblenden erzählt, ist dieser Film vor allem eine gnadenlose Abrechnung mit der katholischen Kirche, die - aus Gier nach Macht, Reichtum und Ländereien - die Gerechtigkeit mit Füßen tritt und im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen geht. Beatrice Cenci hat mich auf ganzer Linie überzeugt. Die Erzählstruktur, die Ausstattung, die Kameraarbeit und die wirklich tollen Schauspieler - allen voran natürlich die atemberaubend schöne Adrienne Larussa ( :love: ) in der Rolle der Beatrice, Tomas Milian in der Rolle des in Beatrice verliebten Dieners Olimpo und Georges Wilson als tyrannischer Vater - machen Fulcis Film zu einer rundum gelungenen Angelegenheit. Toller Film auf einer auch durchaus annehmbaren DVD vom Nischenlabel NEW.

TRAILER:


Lucio Fulci Tomas Milian 1960er female nudity Rache 16. Jahrhundert Sexploitation


Foto

TROJA (Director's Cut)


TROJA (Director's Cut) TROJA (Director's Cut) (DVD: Warner, Deutschland)
(OT: Troy | Großbritannien/Malta/USA 2004 | Regie: Wolfgang Petersen)


Infos zum Film:
IMDB
OFDB


Eigentlich sind die trojanischen Prinzen Hektor (Eric Bana) und Paris (Orlando Bloom) nach Sparta gekommen, um mit den Spartanern Frieden zu schließen. Doch als sich Paris in die Königsgemahlin Helena (Diane Kruger) verliebt und diese zur Flucht nach Troja überredet, zieht er dadurch den Zorn des spartanischen Königs Menelaos (Brendan Gleeson) auf sich. Der sinnt auf Rache und zieht gemeinsamen mit den Heeren seines Bruders Agamemnon (Brian Cox), dem mächtigsten aller griechischen Könige, und mit Unterstützung des berühmten und als unbesiegbar geltenden Kriegers Achilles (Brad Pitt) in den Krieg gegen Troja...

Troja ist sicher einer der verschmähtesten Filme der letzten Jahre. Ähnliche Kritik hagelt es sonst nur für Werke von Michael Bay oder für Filme mit Vin Diesel in der Hauptrolle. Ob diese Kritik für die Kinofassung gerechtfertigt sein mag, kann ich nicht beurteilen. Die habe ich mir nie angesehen. Den 40 Minuten längeren Director's Cut fand ich allen Unkenrufen zum Trotz verdammt unterhaltsam und sehenswert. Natürlich kann man über die nicht gerade werkgetreue Umsetzung von Homers Sage diskutieren und ob Diane Kruger als Schönheitsideal Helena und Brad Pitt als unbesiegbarer Krieger Achilles die allerbeste Wahl gewesen sind, darf auch gerne angezweifelt werden. Das ändert in meinen Augen aber nichts an der Tatsache, dass Petersen hier einen kurzweiligen und nett anzusehenden Blockbuster abgeliefert hat, der vor allem mit seinen gut choreographierten und teilweise ziemlich blutigen Schlachtenszenen punkten kann. Viel mehr erwarte ich von einem Film dieser Art eigentlich auch gar nicht.

TRAILER:


Wolfgang Petersen Brad Pitt Diane Kruger Eric Bana Orlando Bloom Peter OToole Rose Byrne Julie Christie 2000er Oscar Nominee female nudity Antike Rache


Foto

WORLD TRADE CENTER


WORLD TRADE CENTER (DVD: Paramount, Deutschland)
(OT: World Trade Center | USA 2006 | Regie: Oliver Stone)

Eingefügtes Bild

Infos zum Film: IMDB | OFDB


Unmittelbar nach den Terroranschlägen am 11.09.2001, als noch keiner so richtig erfassen kann, was eigentlich passiert ist, wird eine Einheit von New Yorker Cops unter der Leitung von John McLoughlin (Nicolas Cage) zu Rettungs- und Evakuierungsmaßnahmen zum World Trade Center geschickt. Doch kurz nachdem die Polizisten (u.a. Michael Peña) in der U-Bahnstation unter dem Südturm ankommen, stürzt dieser zusammen und die Helfer werden unter den Trümmern begraben. Für die Verschütteten und ihre Familienmitglieder (u.a. Maria Bello) beginnt eine schreckliche Zeit der Ungewissheit...

Zu erwarten war es ja schon, dass die Anschläge vom 11.09.2001 früher oder später zum Hollywood-Thema werden würden. Wie schnell das allerdings passierte, hat mich doch ein bisschen verwundert. Bereits fünf Jahre später kam Oliver Stones World Trade Center in die Kinos und das Ergebnis ist irgendwie ein ziemlich zweischneidiges Schwert. Dieses geschichtsträchtige Ereignis in einem abendfüllenden Spielfilm aufzuarbeiten scheint mir eigentlich fast unmöglich zu sein und auch Oliver Stone hat sich in seinem Film lieber auf Einzelschicksale beschränkt ohne den Anschlag selbst großartig zu thematisieren. Und das ist auch das Problem des Films. Als hochemotionales und packendes Katastrophen- und Familiendrama funktioniert der Streifen in meinen Augen vorzüglich, als Auseinandersetzung mit diesem geschichtsträchtigen Datum scheitert er dafür auf ganzer Linie. Mit Ausnahme der Anfangsminuten, in denen die Ungewissheit der Menschen nach dem Anschlag meines Erachtens ganz gut eingefangen wurde, werden die Ereignisse des Tages nicht weiter thematisiert und bleiben nur der Aufhänger für eine Geschichte, die sich auch nach einem beliebigen Unglück oder einer beliebigen Naturkatastrophe hätte zutragen können. Die Tatsache, dass die Geschichte das wahre Schicksal zweier Familien an diesem Tag erzählt, ändert daran in meinen Augen auch nichts.

TRAILER:


Maria Bello Nicolas Cage Oliver Stone Maggie Gyllenhaal 2000er New York


Foto

DER PATRIOT


DER PATRIOT (DVD: Columbia TriStar, Deutschland)
(OT: The Patriot | Deutschland/USA 2000 | Regie: Roland Emmerich)

Eingefügtes Bild

Infos zum Film: IMDB | OFDB


Der ehemalige Kriegsheld Benjamin Martin (Mel Gibson) führt ein friedliches Leben als Farmer und will von dem aufkommenden amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gegen die englischen Besatzer nichts wissen. Doch als sein ältester Sohn Gabriel (Heath Ledger) sich gegen seinen Willen zum Militärdienst meldet und eines Tages schwer verwundet nach Hause zurückkehrt, muss Benjamin erkennen, dass sich das Kriegsgeschehen mittlerweile unmittelbar vor seiner Haustür abspielt. Nachdem seine Farm niedergebrannt und eines seiner Kinder von dem rücksichtslosen Colonel Tavington (Jason Isaacs) kaltblütig ermordet wurde, greift Benjamin zu den Waffen...

Manche Filme rutschen mir über die Jahre einfach immer wieder durch. Der Patriot ist so ein Fall. Obwohl ich sicher keine Abneigung gegen Streifen von Roland Emmerich habe und diese größtenteils als extrem unterhaltsam empfinde, war das nun die Erstsichtung seines Historienschinkens. Über 7 Jahre stand die DVD nun schon im Regal und dürfte somit die älteste, ungesehene Scheibe in der Sammlung gewesen sein. Der Film selbst hat dann genau das geboten, was ich erwartet hatte. Eine Kriegsgeschichte voller - teilweise wieder mal extrem übertriebenem - Pathos, ein überzeugend spielendes Staraufgebot, imposante Schlachtszenen und eine kurzweilige und spannende Geschichte. Die lange Laufzeit von über 2,5 Stunden war verdammt schnell vorüber und irgendwie hab ich jetzt wieder ein bisschen Lust auf mehr Filme dieser Art bekommen.

TRAILER:


Heath Ledger Mel Gibson Roland Emmerich 2000er Oscar Nominee Rache 18. Jahrhundert


Foto

KING ARTHUR (Director's Cut)


KING ARTHUR (Director's Cut) (DVD: Touchstone, Deutschland)
(OT: King Arthur | Großbritannien/Irland/USA 2004 | Regie: Antoine Fuqua)

Eingefügtes Bild

Infos zum Film: IMDB | OFDB


Viele Jahre haben der Ritter Arthur (Clive Owen) und seine Gefolgsleute in Britannien dem römischen Reich gedient. Nun, da die Sachsen nach und nach im Land einfallen und sich die Römer langsam von der Insel zurückziehen, stehen die Ritter kurz vor ihrer Entlassung in die Freiheit. Doch vorher bekommen sie noch einen letzten Auftrag zugeteilt. Eine für das römische Reich sehr wichtige Familie soll evakuiert und vor den Sachsenhorden unter der Leitung des grausamen Cerdic (Stellan Skarsgård) beschützt werden. Eine Mission, die einem Selbstmordkommando gleich kommt...

Auch wieder einer dieser Filme, bei denen ich die vielen negativen Kritiken nicht wirklich nachvollziehen kann. Antoine Fuquas Historien-Action-Abenteuer liefert in meinen Augen vorzügliche Mainstream-Blockbuster-Unterhaltung. Der Film ist kurzweilig und spannend, die teils ziemlich blutigen Schlachten sind toll inszeniert und auch die Besetzung kann sich, vielleicht mit Ausnahme von Til Schweiger, der hier meines Erachtens nicht wirklich reinpasst, durchaus sehen lassen. Einen anspruchsvollen Historienfilm wird hier doch wohl niemand ernsthaft erwartet haben, oder? Ich fühlte mich auf jeden Fall sehr gut unterhalten und muss jetzt irgendwann auch mal die anderen Filme dieser Art sichten. Da stehen noch einige Exemplare seit teilweise sehr langer Zeit ungesehen im Regal.

TRAILER:


2000er Antoine Fuqua Clive Owen Keira Knightley Til Schweiger Antike


Foto

JFK - JOHN F. KENNEDY - TATORT DALLAS (Director's Cut)


JFK - JOHN F. KENNEDY - TATORT DALLAS (Director's Cut) JFK - JOHN F. KENNEDY - TATORT DALLAS (Director's Cut) (DVD: Warner, Deutschland)
(OT: JFK | Frankreich/USA 1991 | Regie: Oliver Stone)


Infos zum Film:
IMDB
OFDB


Am 22.11.1963 wird Präsident John F. Kennedy in Dallas ermordert. Mit Lee Harvey Oswald (Gary Oldman) wird unmittelbar nach dem Attentat ein Schuldiger gefunden. Doch bereits zwei Tage später wird der vermeintliche Täter erschossen und der Fall zu den Akten gelegt. 3 Jahre später nimmt Bezirksstaatsanwalt Jim Garrison (Kevin Costner) den Fall auf eigene Faust wieder auf. Er ist davon überzeugt, dass Kennedy Opfer einer Verschwörung wurde und versucht, seine Theorie zu beweisen...

JFK hab ich seit dem Kinobesuch damals nicht mehr gesehen und durch Finchers Zodiac bekam ich mal wieder Lust auf den Film. Mit einem riesigen Staraufgebot in Haupt- und Nebenrollen (u.a. Tommy Lee Jones, Walter Matthau, Sissy Spacek, Kevin Bacon) schuf Oliver Stone einen packenden und unglaublich spannenden Politthriller über die Verschwörungstheorien im Fall John F. Kennedy und die Ermittlungen des Staatsanwaltes Jim Garrison (Costner finde ich in dieser Rolle großartig und sein Schlussplädoyer vor Gericht kann man guten Gewissens als magischen Moment bezeichnen). Schonungslos legt Stone seinen Finger in eine der größten Wunden der amerikanischen Nation und zeigt dem Zuschauer im halbdokumentarischen Stil auf, wie wenig glaubwürdig das Vorgehen der Regierung im Mordfall Kennedy damals gewesen ist. Die Antworten auf die vielen ungeklärten Fragen bleiben derweil weiterhin unter Verschluss und ob diese jemals das Licht der Öffentlichkeit erblicken werden, wage ich zu bezweifeln.

TRAILER:


Oliver Stone Donald Sutherland Kevin Costner Gary Oldman Jack Lemmon Joe Pesci John Candy Kevin Bacon Sissy Spacek Tomas Milian Tommy Lee Jones Walter Matthau 1990er Oscar Winner Oscar Nominee


Foto

MARIE ANTOINETTE


MARIE ANTOINETTE MARIE ANTOINETTE (DVD: Sony, Deutschland)
(OT: Marie Antoinette | Frankreich/Japan/USA 2006 | Regie: Sofia Coppola)


Infos zum Film:
IMDB
OFDB


Aus politischen Gründen wird Marie Antoinette (Kirsten Dunst), Tochter der österreichischen Kaiserin, bereits in sehr jungen Jahren mit dem fränzösischen Dauphin Ludwig XVI. (Jason Schwartzman) verheiratet. Am französischen Hof wird Marie Antoinette mit einer vollkommen neuen Welt konfrontiert in der sie sich - insbesondere aufgrund der anderen Sitten und des strengen Protokolls - nur schwer zurechtfindet. Da auch ihr Ehemann lieber auf die Jagd geht als sich um seine Frau zu kümmern und seinen ehelichen Pflichten nachzukommen, entwickelt die gelangweilte Marie Antoinette schnell einen verschwenderischen und von pompösen Festen geprägten Lebensstil...

Der Film ist mit seiner tollen Ausstattung und der Mischung aus klassischem und modernem Soundtrack auf jeden Fall ein Fest für die Sinne. Leider konzentriert sich der Streifen fast ausschließlich auf das Leben von Marie Antoinette am französischen Hof und weniger auf ihre Wirkung auf das französische Volk. Zu Beginn die Probleme, sich in dieser fremden Welt zurechtzufinden, danach dann der ausschweifende und verschwenderische Lebensstil um gegen die Langeweile anzukämpfen. Das ist am Anfang auch durchaus noch interessant und unterhaltsam, wird aber mit zunehmender Laufzeit leider immer langweiliger. Insbesondere die Verschwendungssucht von Marie Antoinette und ihre Ignoranz gegenüber dem Volk wird meines Erachtens viel zu harmlos dargestellt. Die Revolution wird zwar ganz am Ende noch thematisiert, da hat man aber schon irgendwie das Interesse an dem Streifen verloren. Irgendwie schade.

TRAILER:


Asia Argento Kirsten Dunst Sofia Coppola 2000er Oscar Winner female nudity 18. Jahrhundert


Foto

300


300 (DVD: Warner, Deutschland)
(OT: 300 | USA 2007 | Regie: Zack Snyder)

Eingefügtes Bild

Infos zum Film: IMDB | OFDB


Um das Volk von Sparta vor der Sklaverei zu bewahren, stellt sich König Leonidas (Gerard Butler) mit nur 300 Kriegern dem übermächtigen persischen Heer von Xerxes (Rodrigo Santoro) entgegen...

Viel Lärm um Nichts. Jetzt hab ich mich auch mal aufgerafft, den vielgeliebten und vielgehassten 300 anzusehen und muss sagen, dass ich weder den Hype noch die erhobenen Zeigefinger so wirklich verstehen kann. Diesen unglaublichen Blödsinn kann man doch beim besten Willen nicht für voll nehmen. Das war purer Trash, verpackt in Hochglanzoptik. Am Anfang konnte ich über den ganzen Schmarrn sogar noch lachen, aber irgendwann stellten sich wegen dieses überstylisierten Looks doch Ermüdungserscheinungen ein. Zudem war der Streifen viel zu langweilig um auf dem Sektor der anspruchslosen Unterhaltung großartig punkten zu können.

TRAILER:


Gerard Butler female nudity Zack Snyder 2000er Antike


Foto

PLUNKETT & MACLEANE


PLUNKETT & MACLEANE (DVD: Universal, Deutschland)
(OT: Plunkett & Macleane | Großbritannien 1999 | Regie: Jake Scott)

Eingefügtes Bild

Infos zum Film: IMDB | OFDB


London, 18. Jahrhundert. Die beiden gerissenen Gauner Plunkett (Robert Carlyle) und Macleane (Johnny Lee Miller) haben es geschafft, sich in die wohlhabende Gesellschaft einzuschleusen. Auf entsprechenden Parties sammeln sie Informationen über das Vermögen ihrer potentiellen Opfer und schlagen danach unerkannt zu. Als sich Macleane jedoch in die wunderschöne Lady Rebecca (Liv Tyler) verliebt, droht die Maskerade aufzufliegen...

Die letzte halbe Stunde des Films ist verdammt atmosphärisch und schön spannend. Davor plätschert die Handlung leider größtenteils vor sich hin und der - meines Erachtens toll ausgestattete - Film wirkte auf mich etwas zu belanglos. Schade, dass das Niveau des letzten Drittels nicht über den gesamten Film hinweg vorhanden war. So bleibt dann doch ein eher durchschnittlicher Streifen übrig.

TRAILER:


Liv Tyler Jake Scott 1990er London 18. Jahrhundert


Foto

CAROLINE CHERIE


CAROLINE CHERIE CAROLINE CHERIE (DVD: NEW, Deutschland)
(OT: Caroline chérie | Deutschland/Frankreich/Italien 1968 | Regie: Denys de La Patellière)


Infos zum Film:
IMDB
OFDB


Die Adelstochter Caroline (France Anglade) heiratet auf Wunsch ihres Vaters den bürgerlichen Anwalt Georges Berthier (Bernard Blier). Eigentlich liebt Caroline den Frauenhelden Gaston (François Guérin), aber die Revolution ist im vollen Gange und für Caroline scheint die Vernunftehe die einzige Rettung vor der drohenden Exekution zu sein. Doch als Berthier selbst ins Kreuzfeuer der Revolutionäre gerät und auch der Kopf von Caroline gefordert wird, bleibt ihr nur die Flucht...

Von der Story darf man nicht sehr viel erwarten. Die Geschichte ist ziemlich banal und recht einfach gestrickt. Caroline flieht vor ihren Verfolgern und hüpft dabei von einem Bett ins nächste. Dabei will sie doch eigentlich nur ihrem heimlichen Geliebten Gaston treu bleiben. Doch den dringend benötigten Unterschlupf vor ihren Verfolgern muss sie sich immer wieder mit höchstem "Körpereinsatz" verdienen. Die zuckersüße France Anglade macht in der Rolle der Caroline dabei eine richtig gute Figur. Verwunderlich, dass bei der Thematik des Films so gut wie keine Nacktszene vorkommt. Wer auf kurzweilige und leicht frivole Unterhaltung steht, kann bei dem Streifen sicher nicht viel verkehrt machen. Die Nebenrollen sind - mit u.a. Gert Fröbe und Karin Dor - sehr gut besetzt, Ausstattung und Kostüme sind größtenteils ein wahrer Augenschmaus und es gibt jede Menge toll gefilmte Szenen (ich denke jetzt mal z.B. an die fast surreal wirkenden Einstellungen von der französischen Revolution) zu bewundern. Mir hat Caroline Chérie verdammt viel Spaß gemacht.

Denys de La Patellière Karin Dor Gert Fröbe 1960er female nudity 18. Jahrhundert


Foto

CALIGULA


CALIGULA (DVD: Metropolitan Film, Frankreich)
(OT: Caligola | Italien/USA 1979 | Regie: Tinto Brass/Bob Guccione/Giancarlo Lui)

Eingefügtes Bild

Infos zum Film: IMDB | OFDB


Nach dem Mord an Kaiser Tiberius (Peter O'Toole) besteigt Caligula (Malcolm McDowell) den Thron. Der neue Kaiser entwickelt sich schon sehr schnell zum absoluten Tyrannen und verfällt langsam aber sicher dem Größenwahn...

Noch ein Film von Tinto Brass. Dieses Mal geht es um Aufstieg und Fall des römischen Kaisers Caligula. Auch hier gibt es wieder reichlich Sex und Gewalt und bedauerlicherweise hat der Film sonst fast nichts zu bieten. Über die Ausstattung gibt es auch hier nicht viel zu meckern, teilweise erinnert der Streifen fast an ein Theaterstück. Es gibt - gerade in der ersten halben Stunde - auch eine Reihe verstörender Bilder, danach wird die fast 150 Minuten andauernde Orgie aus Sex und Gewalt aber von Minute zu Minute langweiliger. Der Film verkommt zur Ein-Mann-Show von Malcom McDowell in der Rolle des wahnsinnigen Kaisers und irgendwie war ich schon ein bisschen froh, als dieser absolut durchschnittliche Streifen endlich vorbei war. Eine kürzere Laufzeit hätte dem Film wahrlich gut getan (wobei die wenigen, erst nachträglich gedrehten und relativ geschickt eingefügten Hardcore-Sequenzen den Film mit Sicherheit nicht verschlechtert haben; der wäre mir auch ohne die paar expliziten Einstellungen noch viel zu lang).

TRAILER:


Tinto Brass Bob Guccione Giancarlo Lui Peter OToole Malcolm McDowell Helen Mirren 1970er female nudity Sexploitation Antike




Filmtagebuch von...

Splatter-Fanatic
  • Senior-Member
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 1.576 Beiträge

Letzte Besucher

Neuste Einträge

Neuste Kommentare

Tags

Aktuelle Besucher

Mitglieder: 0, Gäste: 3, unsichtbare Mitglieder: 0

Filmtagebuch durchsuchen