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One Night Stands und wahre Liebe


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GRINDHOUSE


:love: GRINDHOUSE :love: (Blu-ray: Senator/Universum, Deutschland)
(OT: Grindhouse | USA 2007 | Regie: Robert Rodriguez/Quentin Tarantino/Rob Zombie/Edgar Wright/Eli Roth)

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Infos zum Film: IMDB | OFDB


"Willkommen im Drive-In- bzw. Grindhouse-Kino Ihrer Wahl. Nach einer kurzen Vorstellung einer bald in diesem Haus zu sehenden Attraktion, kommen wir zum ersten Höhepunkt des heutigen Abends. In Planet Terror muss sich eine Handvoll Überlebender gegen blutrünstige Untote zur Wehr setzen. Nach einer kurzen Pause, in der wir Ihnen weitere Attraktionen der nächsten Zeit ans Herz legen möchten, geht es mit Death Proof in die zweite Runde. Ein verrückter Serienkiller benutzt sein todsicheres Auto um junge Frauen um die Ecke zu bringen. Wir wünschen viel Spaß und gute Unterhaltung mit unserem heutigen Double Feature!"

Nach einer mittlerweile schon unglaublich hohen Anzahl von Sichtungen der beiden auch separat veröffentlichten Einzelfilme Death Proof und Planet Terror - zu denen ich hier, hier und hier ja schon was geschrieben habe - nun erstmals Grindhouse in seiner ursprünglich gedachten Fassung, mit allen Trailern und den verkürzten Versionen der beiden Hauptfilme. Schon die Idee, den Besuch eines Drive-In- oder Grindhouse-Kinos der 60er-, 70er- und frühen 80er-Jahre in Filmform nachzustellen, finde ich absolut grandios und das Ergebnis begeistert dann auch auf ganzer Linie. Bereits der geniale Fake-Trailer zum mittlerweile ja real gewordenen Machete erzeugt perfekte Schmuddel-Stimmung, dann Rodriguez' bestens bekanntes und spektakuläres Zombie-Gematsche, dem man eigentlich nur vorwerfen kann, dass die Effekte handwerklich zu gut und spektakulär für einen B-Film ausgefallen sind, und nach weiteren tollen Trailern zu (noch) nicht existierenden Filmen (die ich mir definitiv allesamt ansehen würde) schließlich Tarantinos Death Proof, der die Langsamkeit und Bedächtigkeit der Inszenierung vieler Exploiter aus den 70er Jahren geradezu zelebriert, als perfekt gelungener Rausschmeißer. Es ist vor allem auch die Wahl der Reihenfolge der beiden enthaltenen "Hauptfilme" die - wenn sie auch vielerorts und meist wohl aus fehlendem Verständnis heraus bemängelt wird - Grindhouse so perfekt macht. Erst das Spektakel, dann der offensichtliche "Langweiler" hinterher. Man denke beispielsweise nur mal an damalige Double-Feature-Vorstellungen wie die von I Drink Your Blood und I Eat Your Skin oder schaue sich nur mal alte Werbeanzeigen solcher Double-Feature-Programme an. Der zuerst gezeigte Film war die Schauwert-Attraktion und wurde meist groß beworben während der zweite Film nur als zusätzliches “Schmankerl“ und Bonusprogramm angesehen wurde und oft nur einen kleinen Teil der gesamten Werbefläche abbekam. Auch vor diesem Hintergrund ist Grindhouse für mich eine einfach nur perfekt gelungene Hommage an das von mir seit einigen Jahren so vergötterte Genrekino vergangener Tage, die allerdings auch einen kleinen Wermutstropfen bereit hält: während die Veränderungen bei Planet Terror im direkten Vergleich zur Einzelveröffentlichung nicht sonderlich auffallen, sind die bei Death Proof gemachten Einschnitte viel zahlreicher und auch - kennt man den Film bisher nur in der später veröffentlichten, längeren Variante - ziemlich schmerzhaft. Da fehlen doch einige Sequenzen - insbesondere der Lapdance und die Vorstellung der zweiten Frauengruppe - die ich sehr vermisst habe.

TRAILER:


Robert Rodriguez Quentin Tarantino Rob Zombie Edgar Wright Eli Roth 2000er car chase female nudity Nick Frost Nicolas Cage Simon Pegg Sheri Moon Zombie Sybil Danning Kurt Russell Rosario Dawson Rose McGowan Bruce Willis Danny Trejo Freddy Rodríguez


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KWAIDAN


KWAIDAN (DVD: Eureka, Großbritannien)
(OT: Kaidan | Japan 1964 | Regie: Masaki Kobayashi)
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Infos zum Film: IMDB | OFDB


Ein Samurai, der seine Frau verlässt, um ein Leben in Wohlstand zu führen, zwei Holzfäller, die in einem Schneesturm stecken bleiben, ein blinder Bediensteter, der sein musikalisches Talent den Falschen zur Verfügung stellt und ein hochrangiger Soldat, der eigentlich nur einen Tee trinken wollte - sie alle machen Erfahrungen mit der Welt des Übernatürlichen und der Geister...

Regisseur Masaki Kobayashi hat sich vier traditionelle japanische Geistergeschichten vorgeknöpft und diese in einen gut 3-stündigen Episodenfilm eingebettet. Herausgekommen ist ein visuelles Glanzstück mit wirklich atemberaubenden Bildern in grandiosen Settings. Mir ist im Verlauf der 3 Stunden definitiv mehr als ein Mal die Kinnlade förmlich heruntergeklappt. Die vier Geschichten selbst sind - insgesamt betrachtet - eher durchwachsen geraten. Konnten mich die ersten beiden Episoden mit dem Samurai und dem Holzfäller mit ihrer gruseligen Atmosphäre noch absolut begeistern, herrschte gerade bei der dritten und auch längsten Episode des Films doch ziemlich große Langeweile. Mit dem blinden Musiker konnte ich nicht sonderlich viel anfangen und die unvollendete Episode zum Abschluss war zwar ganz nett, konnte mich für die schwache Geschichte vorher aber auch nicht wirklich entschädigen.

Oscar Nominee 1960er Masaki Kobayashi Toho


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ANIMATRIX


ANIMATRIX (DVD: Warner, Deutschland)
(OT: The Animatrix | USA 2003 | Regie: Andy Jones/Mahiro Maeda/Shinichirô Watanabe/Yoshiaki Kawajiri/Takeshi Koike/Kôji Morimoto/Peter Chung)

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Infos zum Film: IMDB | OFDB


Geschichten aus dem Matrix-Universum, die das Leben verschiedener Menschen innerhalb und außerhalb der Matrix beleuchten...

So, als Nachschlag zur Matrix-Trilogie noch die Kurzfilmsammlung Animatrix. Am interessantesten dabei sind sicherlich The Second Renaissance Part I & II, da diese die Entstehung der Matrix thematisieren. Am besten gefallen haben mir die beiden weiteren, direkt mit der Trilogie in Verbindung stehenden Kurzfilme Final Flight of the Osiris und Kid's Story, die beide ein Bindeglied zwischen Matrix und Matrix Reloaded darstellen, sowie Beyond, der in wunderschönen Bildern eine Geschichte zum Thema "Fehler in der Matrix" erzählt, und A Detective Story, der im klassischen Film-Noir-Stil daherkommt. Program, World Record und Matriculated haben mir dagegen nicht so gut gefallen und machten die knapp 90 Minuten teilweise zu einer recht zähen Angelegenheit. Insgesamt betrachtet eine ganz nette Ergänzung zu den Kinofilmen.

TRAILER:


Melinda Clarke Andy Jones Mahiro Maeda Shinichirô Watanabe Yoshiaki Kawajiri Takeshi Koike Kôji Morimoto Peter Chung Keanu Reeves Carrie-Anne Moss 2000er


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EIN TOTAL VERSAUTES WOCHENENDE


EIN TOTAL VERSAUTES WOCHENENDE (DVD: MIG Filmgroup, Deutschland)
(OT: Sabato, domenica e venerdì | Italien/Spanien 1979 | Regie: Sergio Martino/Pasquale Festa Campanile/Franco Castellano/Giuseppe Moccia)

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Infos zum Film: IMDB | OFDB


Es ist Wochenende und drei Männer haben drei ganz verschiedene Probleme. Nicolo (Lino Banfi) wollte eigentlich mit seiner Verlobten in den Kurzurlaub starten, doch sein Chef verdonnert ihn dazu am Wochenende einen japanischen Ingenieur bei Laune zu halten. Dieser entpuppt sich entgegen allen Erwartungen als unglaublich attraktive Frau (Edwige Fenech). Lastwagenfahrer Mario (Michele Placido) steckt die letzte Langstrecke noch in den Knochen und sein größter Wunsch ist ein bisschen Schlaf. Doch daraus wird nichts, da sich die junge Frau (Barbara Bouchet) in der Wohnung über ihm das Leben nehmen will. Constantin (Adriano Celentano), Leiter eines Balletts hat Ärger mit seiner wichtigsten Tänzerin (Lova Moor). Die hat es sich in den Kopf gesetzt das Ensemble zu verlassen um einen Mafiosi zu heiraten.

Drei Episoden die mit Ausnahme der Schlussminute des Films rein gar nichts miteinander zu tun haben. Und so ist die Qualität des gesamten Films dann auch sehr schwankend. Das erste Segment von Sergio Martino ist definitiv am unterhaltsamsten, bietet typischen Italoklamauk mit einigen witzigen Slapstickeinlagen und einer wieder mal umwerfend schönen Edwige Fenech ( :love: ). Der zweiten Episode mit Michele Placido fehlte es ein bisschen an Spritzigkeit und das Finale des Films mit Adriano Celentano war mir stellenweise etwas zu albern. Insgesamt betrachtet also eher durchschnittliche Unterhaltung.

TRAILER:


Sergio Martino Pasquale Festa Campanile Franco Castellano Giuseppe Moccia Edwige Fenech Adriano Celentano Barbara Bouchet 1970er female nudity


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TWO EVIL EYES


TWO EVIL EYES (DVD: Blue Underground, USA)
(OT: Due occhi diabolici | Italien/USA 1990 | Regie: George A. Romero/Dario Argento)

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Infos zum Film: IMDB | OFDB


Zwei Geschichten, inspiriert von Edgar Allan Poe, zusammengefasst in einem Film:
In der ersten Geschichte versucht eine habgierige Frau (Adrienne Barbeau) das Vermögen ihres todkranken Mannes auf Seite zu schaffen und in Geschichte Nr. 2 wird ein Fotograph (Harvey Keitel) von einer schwarzen Katze in den Wahnsinn getrieben...

Zwei absolute Größen des phantastischen Films haben sich zusammengetan und präsentieren mit Two Evil Eyes einen relativ gelungenen Streifen. Bei beiden Geschichten herrscht eine schön gruselige Affäre, zum richtigen Schocker reicht es aber dann doch nicht. Romero bewegt sich mit seiner Untoten-Story auf bekanntem Terrain, bleibt aber aufgrund der extrem ruhigen Erzählweise, den nicht unbedingt überzeugenden schauspielerischen Leistungen und der etwas kargen Ausstattung qualitativ hinter Argentos Geschichte zurück. Dieser setzt beim Segment "The Black Cat" auf oppulente Optik und hat mit Harvey Keitel einen Schauspieler in der Hauptrolle, der seine Sache richtig gut macht. Die Make-Up-Effekte von Tom Savini sind übrigens bei beiden Stories erstklassig.

TRAILER:


George A. Romero Dario Argento Harvey Keitel Julie Benz Tom Savini 1990er female nudity Rache Zombie




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