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One Night Stands und wahre Liebe


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DIRNDLJAGD AM KILIMANDSCHARO


DIRNDLJAGD AM KILIMANDSCHARO DIRNDLJAGD AM KILIMANDSCHARO (DVD: Marketing, Deutschland)
(OT: Dirndljagd am Kilimandscharo | Deutschland 1983 | Regie: Franz Marischka)


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Nur wenige Monate bevor sich der österreichische Regisseur Franz Marischka - der seine Karriere in den 60er Jahren mit diversen Schlagerkomödien der Marke AM SONNTAG WILL MEIN SÜSSER MIT MIR SEGELN GEHN begann - mit einem auf den Titel SUNSHINE REGGAE AUF IBIZA hörenden Paukenschlag für immer als Regisseur aus dem Filmgeschäft verabschieden sollte, kam dieser an Originalschauplätzen in Kenia gedrehte Klamauk in die deutschen Lichtspielhäuser. DIRNDLJAGD AM KILIMANDSCHARO funktioniert vor allem als Vorbote für das, was da mit SUNSHINE REGGAE AUF IBIZA noch auf den Zuschauer zukommen sollte. Mit Karl Dall, Bea Fiedler, Isa Haller, Olli Maier und Angelica Böck sind hier bereits fünf "Schauspieler" mit von der Partie, die auch in Marischkas letztem Film für Blödsinn ohne Ende sorgen sollten. Doch im Gegensatz zu SUNSHINE REGGAE AUF IBIZA kommt DIRNDLJAGD AM KILIMANDSCHARO noch regelrecht gesittet daher. Zwar geht es auch in diesem Streifen in allererster Linie darum, so viele schlechte Kalauer ("Kann ich mal Ihre Muschi sehen?" - "Ja gerne, wenn sie derweil die Katze halten") und so viele nackte Brüste wie möglich in 80 Minuten zu packen, DIRNDLJAGD AM KILIMANDSCHARO hat aber - und da unterscheidet er sich vom inoffiziellen Nachfolger - dabei zumindest in Fragmenten noch so etwas wie einen Plot. Und das ist dann irgendwie auch die große Schwäche des Streifens. Konnten Dall & Co. in SUNSHINE REGGAE AUF IBIZA losgelöst von allen Zwängen, die eine Handlung mitunter so mit sich bringt, pure Anarchie verbreiten, ist DIRNDLJAGD AM KILIMANDSCHARO - trotz nicht wegzuleugnender Schauwerte und seinem herrlich infantilen Humor - bei Weitem nicht so durchgeknallt und abgefahren wie Marischkas auf Ibiza gedrehtes Vermächtnis. Schade, dass ich diesen Streifen nun so spät zum ersten Mal gesehen habe. Ich hätte ihn gerne schon vor SUNSHINE REGGAE AUF IBIZA gekannt. Er hätte mir wahrscheinlich noch ein gutes Stück besser gefallen.

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Franz Marischka Bea Fiedler 1980er female nudity Sexploitation Lisa Film Afrika


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DER MAFIABOSS - SIE TÖTEN WIE SCHAKALE


DER MAFIABOSS - SIE TÖTEN WIE SCHAKALE DER MAFIABOSS - SIE TÖTEN WIE SCHAKALE (DVD: NEW, Deutschland)
(OT: La mala ordina | Deutschland/Italien 1972 | Regie: Fernando Di Leo)


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In LA MALA ORDINA gerät ein kleiner Zuhälter mit großem Herz ins Kreuzfeuer der Mafia. Weil einem Gangsterboss in New York eine größere Ladung Heroin abhanden gekommen ist, schickt dieser zwei Killer nach Mailand um ein Exempel statuieren zu lassen und so entsprechende Signale an seine "Familien"-Mitglieder in Italien zu senden. Und während der arme Zuhälter gar nicht weiß, wie ihm geschieht, hat er plötzlich eine ganze Armada von Killern am Hals, die ihn aus dem Weg räumen soll.
LA MALA ORDINA ist der zweite Teil einer von Regisseur Fernando Di Leo gedrehten Trilogie - wobei jeder Film in sich abgeschlossen ist - über das organisierte Verbrechen in Mailand und überzeugt - neben der Tatsache, dass sich LA MALA ORDINA von Minute zu Minute mehr steigert und die erzeugte Spannung erstmals nach ca. 2/3 der Laufzeit in einer einfach nur atemberaubend zu nennenden Verfolgungsjagd für die Ewigkeit und kurze Zeit später nochmals in einem denkwürdigen Finale auf einem Schrottplatz entlädt - insbesondere durch die detailreiche und glaubwürdige Figurenzeichnung der kleineren und größeren Kriminellen innerhalb des einfach gestrickten Plots. Und natürlich lebt LA MALA ORDINA von seinem Hauptdarsteller. Wie Mario Adorf hier den kleinen Zuhälter Luca Canali interpretiert, spielt, ja fast schon lebt, ist einfach nur grandios und kann beinahe schon als Method Acting bezeichnet werden. Fast scheint es, als sei Mario Adorf tatsächlich dieser Luca Canali, der von allen gejagt wird und dessen anfängliche Angst sich langsam aber sicher in eine wahnwitzige Mischung aus Wut und Panik verwandelt. Und auch Adorfs Co-Stars können sich sehen lassen. Bond-Bösewicht Adolfo Celi spielt den Mailänder Mafiaboss, Woody Strode und Henry Silva das ungleiche Killerpaar aus Amerika (welches definitiv als Vorlage für die von Samuel L. Jackson und John Travolta gespielten Killer in Tarantinos PULP FICTION gedient haben dürfte) und fürs Auge des männlichen Zuschauers gibt es mit Luciana Paluzzi, Femi Benussi und Sylva Koscina drei ausgesprochen attraktive Damen in den weiblichen Haupt- und Nebenrollen zu bewundern.

TRAILER:


Fernando Di Leo Mario Adorf Henry Silva 1970er car chase female nudity Rache Poliziotteschi Sequel American International


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FLUCHTWEG ST. PAULI - GROSSALARM FÜR DIE DAVIDSWACHE


FLUCHTWEG ST. PAULI - GROSSALARM FÜR DIE DAVIDSWACHE FLUCHTWEG ST. PAULI - GROSSALARM FÜR DIE DAVIDSWACHE (DVD: FilmArt/Subkultur, Deutschland)
(OT: Fluchtweg St. Pauli - Großalarm für die Davidswache | Deutschland 1971 | Regie: Wolfgang Staudte)


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Noch einer dieser wunderbaren St.-Pauli-Exploiter aus längst vergangenen Tagen. Auch wenn dieser Film hier deutlich geerdeter daherkommt als beispielsweise der kurz zuvor gesehene WENN ES NACHT WIRD AUF DER REEPERBAHN oder der komplett durchgedrehte ZINKSÄRGE FÜR DIE GOLDJUNGEN, die ja auch beide die sündige Meile Hamburgs zum heimlichen Hauptdarsteller hatten und daraus ein buntes Potpourri herrlicher Unglaublichkeiten schufen.
Bei FLUCHTWEG ST. PAULI - GROSSALARM FÜR DIE DAVIDSWACHE handelt es sich dagegen um einen soliden, spannenden und gut gemachten Gangsterfilm, der auf extrem ausufernde Schauwerte verzichtet und dadurch um einiges glaubwürdiger wirkt als so manch anderer Genrevertreter aus der damaligen Zeit. Horst Frank und Heinz Reincke als Gegenspieler und ungleiches Brüderpaar überzeugen auf ganzer Linie und wie Regisseur Wolfgang Staudte hier insbesondere die Stadt Hamburg und ihren berühmt-berüchtigten Stadtteil in Szene setzt und durch diesen Lokalkolorit eine ganz eigene Stimmung erzeugt, ist einfach toll.
Es bleibt zu hoffen, dass noch mehr dieser ganz vorzüglichen Streifen eine Heimkinoauswertung erfahren. Sie hätten es verdient.

TRAILER:


Wolfgang Staudte 1970er car chase female nudity Hamburg Euro Crime


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WENN ES NACHT WIRD AUF DER REEPERBAHN


WENN ES NACHT WIRD AUF DER REEPERBAHN WENN ES NACHT WIRD AUF DER REEPERBAHN (DVD: FilmArt/Subkultur, Deutschland)
(OT: Wenn es Nacht wird auf der Reeperbahn | Deutschland 1967 | Regie: Rolf Olsen)


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Mitte/Ende der 60er Jahre begann man auch in Deutschland, echtes Genrekino zu produzieren. Die Zeit des typischen Heimatfilms neigte sich dem Ende entgegen, fortan stand u.a. harte Krimikost auf dem filmischen Speiseplan, garniert mit derben Sprüchen, nackten Leibern und viel Gewalt. WENN ES NACHT WIRD AUF DER REEPERBAHN ist einer der früheren Vertreter des deutschen Exploitationkinos und macht wahrlich keine Gefangenen. Durch einen Off-Kommentar (der teilweise ein bisschen an die sich in den Folgejahren immer größerer Beliebtheit erfreuenden Report-Filme erinnert) und eine entsprechende Hinweistafel als "Aufklärungsfilm" getarnt, "warnt" Regisseur Rolf Olsen sein Publikum vor den kriminellen Machenschaften der feinen Gesellschaft und zaubert dem heutigen Zuschauer damit ein fettes Grinsen ins Gesicht. So herrlich derb und erstaunlich zeigefreudig der Film für sein Erscheinungsjahr - 1967 - daherkommt, so sympathisch naiv ist auch diese wunderbare Schwarz/Weiß-Malerei, die Olsen mit seiner Geschichte betreibt und mit der er dem einfachen und rechtschaffenen St. Paulianer, der trotz mancher nicht ganz so legaler Machenschaften sein Herz auf dem rechten Fleck trägt, in Form des von Heinz Reincke wunderbar gespielten Kleinganoven Uwe ein kleines Denkmal setzt. WENN ES NACHT WIRD AUF DER REEPERBAHN ist Kino aus einer leider längst vergangenen Zeit. Einer Zeit, in der es auch in Deutschland noch möglich war, mit prominenten Namen (u.a. Fritz Wepper, Erik Schumann, Rudolf Schündler) besetzte Genrefilme zu drehen. Einer Zeit, in der Kino aus Deutschland noch aufregend, spannend und abwechslungsreich war. Zu schade, dass diese Zeit schon so verdammt lange vorbei ist!

TRAILER:


Rolf Olsen Rudolf Schündler 1960er female nudity Euro Crime Hamburg


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AL TROPICO DEL CANCRO


AL TROPICO DEL CANCRO AL TROPICO DEL CANCRO (DVD: Camera Obscura, Deutschland)
(OT: Al tropico del cancro | Italien 1972 | Regie: Giampaolo Lomi/Edoardo Mulargia)


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Ausgesprochen nett anzusehende Mischung aus Giallo und Abenteuerfilm, die dem Zuschauer das für einen Giallo so typische Verwirrspiel mit einer ganzen Armada zwielichtiger Typen aufbietet und dieses vor der exotischen Kulisse von Haiti ablaufen lässt. So wirklich spannend ist AL TROPICO DEL CANCRO leider nicht geraten, stattdessen verlassen sich die beiden Regisseure Giampaolo Lomi und Edoardo Mulargia lieber auf die Magie ihres Handlungsortes und die Souveränität ihrer Darstellerriege - schließlich befinden sich mit Anthony Steffen, Anita Strindberg, Gabriele Tinti, Umberto Raho und Stelio Candelli gleich fünf Schauspieler in der Besetzungsliste, die nicht gerade wenige Genrefilme aus "Bella Italia" mit ihrer Anwesenheit veredelt haben. So ist AL TROPICA DEL CANCRO dann auch eher ein Schaulaufen von insbesondere Steffen, Strindberg und Tinti geworden und bietet nicht viel mehr als eine Aneinanderreihung diverser Schauwerte, die hin und wieder auch die Grenzen des guten Geschmacks auszuloten versuchen. AL TROPICO DEL CANCRO ist sicher kein Highlight des Genres, ist für kurzweiligen Eskapismus aber dennoch richtig gut geeignet und punktet außerdem mit einem ausgesprochen schönen Score von Komponist Piero Umiliani und dieser einfach nur geilen Sequenz, in der die von Anita Strindberg gespielte Grace nach Drogeneinfluss zu halluzinieren beginnt.

TRAILER:


Giampaolo Lomi Edoardo Mulargia Anthony Steffen Anita Strindberg 1970er female nudity Giallo


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THE MAN WITH THE IRON FISTS (Extended Cut)


THE MAN WITH THE IRON FISTS (Extended Cut) THE MAN WITH THE IRON FISTS (Extended Cut) (Blu-ray: Universal, Deutschland)
(OT: The Man with the Iron Fists | Hongkong/USA 2012 | Regie: RZA)


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RZA, seines Zeichens Mastermind des legendären Wu-Tang Clan, ist - das dürfte jeder, der sich mit seiner Musik halbwegs auskennt - begeisterter Fan des Martial-Arts-Kinos und großer Verehrer der Kung-Fu-Filme der ruhmreichen Shaw-Brothers-Studios aus Hongkong. Mit THE MAN WITH THE IRON FISTS hat sich RZA einen Jugendtraum erfüllt und seinen eigenen Kung-Fu-Film verwirklicht. Und zwar als Regisseur, Hauptdarsteller, Drehbuchautor und Komponist in Personalunion. Und er hatte ausgesprochen prominente Mitstreiter vor und hinter der Kamera. Eli Roth werkelte am Drehbuch und gehörte zum Kreis der Produzenten, Quentin Tarantino fungierte als "Presenter" und mit u.a. Russell Crowe, Lucy Liu, Rick Yune, Gordon Liu und Pam Grier konnte RZA für sein Debüt als Regisseur echte (Genrefilm-)Starpower vor der Kamera versammeln.
Herausgekommen ist ein Film, dem man zu jeder Sekunde anmerkt, dass ihn ein Mann gedreht hat, der das Genre liebt, verehrt und respektiert. THE MAN WITH THE IRON FISTS durchweht ein Hauch der Nostalgie, der Film atmet regelrecht die Luft dieser alten Shaw-Brothers-Filme aus den 70ern und verneigt sich tief vor seinen Vorbildern. Die Story um verschiedene Clans, die um eine Goldlieferung kämpfen und den stillen Außenseiter, der zwischen die Fronten gerät, könnte man durchaus als Blaupause für das Genre bezeichnen. Die Kampfchoreographien sind atemberaubend, spektakulär, begeistern mit teils herrlich derben Splattereffekten, sind einfach nur perfekt getimet und glücklicherweise so in Szene gesetzt, dass man als Zuschauer nie den Überblick verliert. Der von RZA und Howard Drossin komponierte Score ist ein Traum und die Kameraarbeit von Chan Chi-Ying ist über jeden Zweifel erhaben. Da sind nicht wenige Einstellungen dabei, die man sich am liebsten als Standbild ausdrucken und gerahmt an die Wand hängen möchte. THE MAN WITH THE IRON FISTS rockt ganz gewaltig und zeigt dabei eindrucksvoll auf, wie gelungene Genrehommagen aussehen können, wenn sie von Leuten realisiert werden, die ihre Vorbilder lieben und ernst nehmen.

TRAILER:


RZA Lucy Liu Russell Crowe Pam Grier Gordon Liu Chia-Hui Eli Roth 2010er Rache Femme fatale


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THE NIGHT EVELYN CAME OUT OF THE GRAVE


THE NIGHT EVELYN CAME OUT OF THE GRAVE THE NIGHT EVELYN CAME OUT OF THE GRAVE (DVD: NoShame Films, USA)
(OT: La notte che Evelyn uscì dalla tomba | Italien 1971 | Regie: Emilio Miraglia)


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Ausgesprochen gut gelungener Mix aus Giallo und Gruselfilm, in dem Regisseur Emilio Miraglia dem Zuschauer einen psychopathischen Killer als Identifikationsfigur vorsetzt.
Seit dem Tod seiner rothaarigen Ehefrau Evelyn hat der britische Adelige Lord Cunningham - großartig gespielt von Anthony Steffen - nämlich nicht mehr wirklich alle Tassen im Schrank, holt sich zur Trauerbewältigung rothaarige Stripperinnen und Prostituierte in sein halb verfallenes Schloss und bringt diese sodann um die Ecke. Erst als der Killer die blonde Gladys (Marina Malfatti) kennenlernt, sich in diese verliebt und sie schließlich heiratet, scheint er vom Ausüben seines speziellen Hobbys geheilt zu sein. Doch mit dem Einzug der neuen Frau in das Schloss scheint sich die verstorbene Ex-Gattin aus dem Jenseits zu Wort zu melden.
LA NOTTE CHE EVELYN USCÌ DALLA TOMBA beginnt als typsicher Giallo, der seine Spannung zunächst daraus zu ziehen scheint, wie und wann der verrückte Lord bei seinen Taten einen Fehler begeht und letztendlich geschnappt wird, verwandelt sich nach der Hochzeit von Cunningham und Gladys aber in einen waschechten Gruselfilm und endet durch diverse Plottwists schließlich als typischer Krimi. Regisseur Miraglia präsentiert dem Genrefan mit LA NOTTE CHE EVELYN USCÌ DALLA TOMBA einen echten Kessel Buntes. Der Streifen überzeugt durch eine gehörige Portion Sleaze, jede Menge Schauwerte (blutige Details, typische Gruselfilm-Trademarks wie wehende Vorhänge, spinnwebenverhangene Settings, nächtliche Friedhofbesuche, unheimliche Gruften und natürlich jede Menge nackter Haut), bleibt über die komplette Laufzeit spannend und begeistert das Ohr des Zuschauers auch noch mit einem dieser einfach nur faszinierenden Italo-Scores, hier aus der Feder von Komponist Bruno Nicolai stammend. Sehr schön.

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Emilio Miraglia Anthony Steffen 1970er female nudity Giallo


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CASUS KIRAN


CASUS KIRAN CASUS KIRAN (DVD: Onar Films, Griechenland)
(OT: Casus Kiran | Türkei 1968 | Regie: Yilmaz Atadeniz)


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So was nennt man dann wohl eine komplett irrsinnige Achterbahnfahrt. In CASUS KIRAN macht sich ein maskierter Superheld mit einem attraktiven weiblichen Sidekick auf Verbrecherjagd und versucht als titelgebender "Spy Smasher" eine gefährliche Gangsterorganisation zu zerstören, die vom mysteriösen "The Mask" geleitet wird, der sein Gesicht hinter einer Serviette verbirgt, in die er zwei Augenschlitze geschnitten hat (!!!).
Regisseur Yilmaz Atadeniz inszeniert die Jagd auf "The Mask" als wilde Abfolge von Schlägerein, Schießereien und Verfolgungsjagden. Der Begriff "Location Hopping" bekommt in CASUS KIRAN dabei eine komplett neue Bedeutung. Atadeniz hat in seine gut 67 Minuten, die CASUS KIRAN in der vorliegenden Version (noch) dauert, Action und Schauwerte am laufenden Band gepackt, die locker für drei oder vier Filme reichen könnten. Hier von einer rasanten Inszenierung zu sprechen wäre maßlos untertrieben. CASUS KIRAN raubt einem als Zuschauer regelrecht den Atem und ist ein Paradebeispiel für durchgedrehtes Exploitationkino aus der Türkei. Bei einem Film wie diesem schlägt das Herz des Trash-Liebhabers in mir nicht nur eine Stufe höher. Einfach herrlich! :love:
Wobei es natürlich nicht auszuschließen ist, dass die mir vorliegende Fassung nicht mehr ganz vollständig und ein Teil der vermittelten Rasanz auch darauf zurückzuführen ist. Zahlreiche Jump Cuts und teils auch zu abenteuerliche Szenenwechsel lassen definitiv darauf schließen. Da für die DVD-Veröffentlichung die letzten noch existierenden Elemente gerettet und halbwegs restauriert werden konnten, muss man allerdings froh sein, dass man diesen Film überhaupt noch zu Gesicht bekommen kann. Ohne den unermüdlichen Einsatz des leider viel zu jung verstorbenen Bill Barounis und seines nicht mehr existierenden Ein-Mann-Labels Onar Films wäre CASUS KIRAN - und wahrscheinlich auch eine Handvoll weiterer Exploitationfilme aus der Türkei - wohl für immer verloren gegangen.

TRAILER:


Yilmaz Atadeniz 1960er Turksploitation car chase


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CRIMINAL WOMAN: KILLING MELODY


CRIMINAL WOMAN: KILLING MELODY CRIMINAL WOMAN: KILLING MELODY (DVD: Panik House, USA)
(OT: Zenka onna: koroshi-bushi | Japan 1973 | Regie: Atsushi Mihori)


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Das Tōei-Logo, danach eine Nachtclubsequenz, in der extatische Leiber zu hypnotisch-psychedelischer Musik tanzen. Im Hintergrund eine junge Frau, die gleich für gehörige Aufruhr sorgen wird. So startet ZENKA ONNA: KOROSHI-BUSHI und Regisseur Atsushi Mihori hatte mich bereits nach diesem fulminanten Start vollkommen für sich und seinen Film gewonnen.
Mihori erzählt die Geschichte der jungen Maki (Reiko Ike), die den Tod ihres Vaters rächen will - koste es, was es wolle. Nach einem Gefängnisaufenthalt - eben wegen der Anfangssequenz im Nachtclub - tut sie sich mit drei Mitgefangenen zusammen und beginnt damit, zwei Yakuza-Clans gegeneinander auszuspielen um letztendlich an den Mann heranzukommen, der einst für den Tod ihres Vaters verantwortlich gewesen ist.
Regisseur Mihori inszeniert Makis Rachefeldzug als wilden Ritt, der dem Zuschauer kaum Zeit zum Verschnaufen lässt. In ZENKA ONNA: KOROSHI-BUSHI ist wirlich alles geboten, was man sich von komplett aus dem Ruder laufender Exploitation aus Japan so erwarten kann. Schießereien, Explosionen, Catfights, viel Blut, viel nackte Haut, usw., usf.; mit Reiko Ike in der Hauptrolle und der einfach nur betörend schönen Miki Sugimoto sind außerdem zwei der wichtigsten Darstellerinnen des "Pinky Violence"-Subgenres mit von der Partie und natürlich sind es neben den ganzen Schauwerten, die Mihori hier aufbietet insbesondere diese beiden Damen, die ganz entscheidend dafür sorgen, dass ZENKA ONNA: KOROSHI-BUSHI ein echtes Exploitation-Schmankerl geworden ist. Geil!

TRAILER:


Atsushi Mihori Reiko Ike Miki Sugimoto 1970er female nudity Toei Rache Pink Eiga


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FORCED VENGEANCE


FORCED VENGEANCE FORCED VENGEANCE (DVD: Warner, USA)
(OT: Forced Vengeance | USA 1982 | Regie: James Fargo)


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FORCED VENGEANCE ist der letzte Film aus Norris' früher Phase - bevor er schließlich seinen großen Durchbruch mit LONE WOLF MCQUADE schaffte - und erzählt auf irgendwie komische Art und Weise eine ziemlich geradlinige Rachegeschichte incl. Jagd/Flucht-Szenario, durch die sich Chuck Norris mit gefühlten 2,5 Gesichtsausdrücken "schauspielert" und prügelt. Komisch aus dem Grund, weil in FORCED VENGEANCE eigentlich immer etwas geboten ist, der Film aber dennoch - und insbesondere im Vergleich zu späteren Norris-Vehikeln wie INVASION U.S.A. oder MISSING IN ACTION - komplett unspektakulär und fast schon ruhig inszeniert wirkt. Vielleicht liegt das auch am Handlungsort Hongkong, der mit seinem fernöstlichen Flair, seiner Exotik und Romantik - auch in Verbindung mit William Goldsteins Score - eine gewisse beruhigende Wirkung auf den Zuschauer ausübt. Vielleicht liegt es aber auch einfach an der Tatsache, dass FORCED VENGEANCE noch nicht so "over the top" ist wie Norris' spätere Filme, die diversen Kampf- und Actionszenen - trotz einiger toller Einfälle von Regisseur James Fargo - oft nicht wirklich gut choreographiert wirken und die durchaus vorhandenen Härten durch den immer wieder vorhandenen Humor (auch wenn dieser - insbesondere in den Voice-Over-Sequenzen von Norris - manchmal etwas arg unfreiwillig zu sein scheint) nicht wirklich ihre volle Wirkung entfalten können. So wirkt FORCED VENGEANCE oft etwas unausgegoren, dem Unterhaltungswert des Streifens schadet das aber keineswegs. FORCED VENGEANCE ist sicher ziemlich weit davon entfernt, ein guter Film zu sein, macht aber verdammt viel Spaß und wird jedem Freund des 80er-Jahre-Actionfilms hiermit wärmstens empfohlen.

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James Fargo Chuck Norris Tony Leung Chiu-Wai 1980er Hongkong female nudity


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THE LAST CHASE


THE LAST CHASE THE LAST CHASE (DVD: Code Red, USA)
(OT: The Last Chase | Kanada/USA 1981 | Regie: Martyn Burke)


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In THE LAST CHASE versucht der ehemalige Rennfahrer Franklyn Hart (Lee Majors) gemeinsam mit einem Internatsschüler (Chris Makepeace) im letzten Fahrzeug, welches sich noch im Privateigentum befindet, in einer Fahrt quer durch Amerika in den freien Staat von Kalifornien zu gelangen und soll mit allen Mitteln daran gehindert werden, sein Ziel zu erreichen.
Entstanden zur Zeit der zweiten Ölkrise Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre ist THE LAST CHASE von Regisseur und Co-Autor Martyn Burke in allererster Linie natürlich eine dystopische Zukunftsvision einer Welt, in der der Rohstoff Öl nur noch der Regierung zur Verfügung steht und die Bevölkerung der "privaten" Mobilität vollends beraubt wurde. THE LAST CHASE ist aber auch ein Plädoyer für Freiheit, denn um nichts anderes geht es dem Hauptcharakter dieser Geschichte, die von Burke in einer Mischung aus Drama, Road Movie und Carsploitation erzählt wird. In seinen besten Momenten erinnert THE LAST CHASE dann auch ein kleines bisschen an eine post-apokalyptische Version des grandiosen VANISHING POINT.
Doch leider sind echte Highlights in Burkes Film ziemliche Mangelware und das ist für den Unterhaltungswert eines B-Movies, welches ja gerade von seinen Schauwerten zu leben hat, natürlich pures Gift. Die Handlung plätschert über die komplette Laufzeit nur so vor sich hin und dem ganzen Film fehlt es einfach an Dynamik und Rasanz. Die Tatsache, dass keinerlei Autos mehr existieren und Franklyn Hart in seinem Rennen mit dem Ziel Kalifornien so keine Gegner auf der Straße hat, sondern stattdessen von einem alten Kampfjet gestoppt werden soll, raubt THE LAST CHASE zusätzlich die Spannung und lässt den ganzen Verlauf der Flucht in die Freiheit doch ziemlich unglaubwürdig erscheinen. So bleibt am Ende lediglich eine interessante Idee übrig, die leider in einer absolut mittelmäßigen Genreproduktion verwurstet wurde.

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Martyn Burke Lee Majors 1980er car chase Dystopie Carsploitation Nahe Zukunft Crown International Pictures


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PROJECT X (Extended Cut)


PROJECT X (Extended Cut) :love: PROJECT X (Extended Cut) :love: (Blu-ray: Warner, Deutschland)
(OT: Project X | USA 2012 | Regie: Nima Nourizadeh)


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Von THE HANGOVER-Regisseur Todd Phillips produziert, ist PROJECT X vielleicht tatsächlich eine der besten Komödien die ich in den letzten Jahren gesehen habe. Ich habe zeitweise fast Tränen gelacht.
Praktisch komplett mit Handkamera im "Found Footage"-Stil gedreht (auch wenn dieser Stil nicht konsequent umgesetzt wird, da es insbesondere während des Verlaufs der Fete doch immer wieder Einstellungen zu sehen gibt, die zwar mit Handkamera gedreht sind, aber definitiv nicht zum "Found Footage"-Stil passen) und von der größten Haupt- bis zur kleinsten Nebenrolle ausschließlich mit unbekannten Gesichtern besetzt, ist man als Zuschauer in PROJECT X mittendrin statt nur dabei und wird Zeuge, wie eine als "normale" Geburtstagsparty geplante Fete langsam aber sicher vollkommen außer Kontrolle gerät. PROJECT X konfrontiert den Betrachter mit einer ganzen Armada von Unglaublichkeiten, steigert sich praktisch von Minute zu Minute mehr und mündet in einem schier unfassbaren Finale. Die größte Stärke des Films ist dabei die Tatsache, dass der Verlauf des Plots bzw. der Party - trotz aller Unglaublichkeiten - immer plausibel und glaubwürdig erscheint und aufgrund des halbdokumentarischen Stils, in dem PROJECT X gedreht ist, vollkommen selbstverständlich wirkt.
PROJECT X läuft vor denkwürdigen Szenen fast über und ist für mich persönlich die (Komödien-)Entdeckung des Jahres. Nur zwei meiner persönlichen Highlights des Films (ohne zu viel verraten zu wollen): der Hund in der Hüpfburg und der Kleinwüchsige im Ofen.
Fucking awesome!

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Nima Nourizadeh 2010er female nudity Teensploitation


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THE LITTLE GIRL WHO LIVES DOWN THE LANE


THE LITTLE GIRL WHO LIVES DOWN THE LANE THE LITTLE GIRL WHO LIVES DOWN THE LANE (DVD: MGM/Sony, USA)
(OT: The Little Girl Who Lives Down the Lane | Frankreich/Kanada 1976 | Regie: Nicolas Gessner)


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Faszinierende Mischung aus Drama, Liebesgeschichte, Horrorthriller und Psychogramm über ein junges Mädchen, welches - zumindest angeblich - allein mit ihrem Vater in einem großen Haus außerhalb einer Kleinstadt lebt und aufgrund der Tatsache, dass noch kein Mensch je ihren Vater zu Gesicht bekam, das Misstrauen der Bevölkerung der kleinen Stadt - in Gestalt ihrer neugierigen Vermieterin und deren schmierigen Sohnes - auf sich zieht und drastische Schritte unternimmt, um ihre Privatsphäre zu schützen.
Regisseur Nicolas Gessner vermischt gekonnt verschiedene Genreelemente zu einem großen Ganzen, verbindet schwarzen Humor mit einfühlsamen Sequenzen und überrascht im nächsten Augenblick wieder mit unheimlicher Gruselatmosphäre. Dass THE LITTLE GIRL WHO LIVES DOWN THE LANE so gut funktioniert liegt natürlich in erster Linie an Gessners wirklich großartig agierender Hauptdarstellerin - der zum Zeitpunkt des Filmdrehs gerade mal 13 Jahre alten Jodie Foster (die zuvor schon in Scorseses TAXI DRIVER brillierte und eine Oscar-Nominierung für ihre Leistung an der Seite von Robert De Niro einheimste) -, der es mit einer unfassbaren Leichtigkeit gelingt, praktisch den ganzen Film alleine zu tragen. Ich kann mich nicht erinnern, jemals einen Film gesehen zu haben, der von einer noch so jungen Schauspielerin dermaßen geprägt wurde. Ein weiterer Pluspunkt in dem fast schon kammerspielartig inszenierten Streifen ist Martin Sheen, der einen herrlich fiesen und schmierigen Bösewicht abgibt und der in jeder seiner Szenen eine fast schon Gänsehaut verursachende Bedrohung ausstrahlt. Ja, THE LITTLE GIRL WHO LIVES DOWN THE LANE ist schon ziemlich beeindruckend.

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Nicolas Gessner Jodie Foster Martin Sheen 1970er female nudity American International Canuxploitation


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HANNIBAL


HANNIBAL HANNIBAL (Blu-ray: Universum/Tobis, Deutschland)
(OT: Hannibal | Großbritannien/USA 2001 | Regie: Ridley Scott)

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10 Jahre nach dem riesigen Erfolg von THE SILENCE OF THE LAMBS kam mit HANNIBAL die Fortsetzung und Verfilmung des dritten Lecter-Romans von Thomas Harris in die Kinos. An Julianne Moore in der Rolle der Clarice Starling muss man sich als Zuschauer bei der Sichtung des Films ebenso gewöhnen wie an die Tatsache, dass HANNIBAL kein Thriller im herkömmlichen Sinne geworden ist. Regisseur Ridley Scott hat da eher eine Mischung aus Drama, Thriller und rabenschwarzer Komödie gedreht, die zwar mit einigen extrem deftigen Gewaltausbrüchen aufwarten kann, die ansonsten allerdings wenig spannend geraten ist. Ja, HANNIBAL läuft während der doch recht üppigen Laufzeit von über 130 Minuten ein ums andere Mal Gefahr, langweilig zu werden, und es ist vor allem Anthony Hopkins, der - mit einer erneut einfach nur denkwürdigen Darstellung des charismatischen Kannibalen - diesen Film trägt. Auf der Habenseite des Films tummeln sich außerdem das einfach nur als "creepy" zu bezeichnende Make-Up von Gary Oldman, den man als Mason Verger so extrem verunstaltet hat, dass man - außer in einer kurzen Rückblende - keine Chance hat, ihn überhaupt zu erkennen, sowie diese durch Scotts extrem ruhige Inszenierung hervorgerufene Atmosphäre eines steten Unbehagens, die bestens geeignet ist, dem Zuschauer den einen oder anderen kalten Schauer über den Rücken zu jagen. Und dann natürlich dieses denkwürdige Finale, in dem Ray Liotta einen Teil seines eigenen Gehirns verspeisen darf und in dem HANNIBAL endgültig wieder da angelangt ist, wo THE SILENCE OF THE LAMBS ursprünglich herkam: in den Tiefen des mit Schauwerten um sich werfenden Exploitationfilms.

TRAILER:


Ridley Scott Anthony Hopkins Gary Oldman Julianne Moore Ray Liotta 2000er Sequel Rache


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DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER


DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER :love: DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER :love: (DVD: MGM, Deutschland)
(OT: The Silence of the Lambs | USA 1991 | Regie: Jonathan Demme)

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Über THE SILENCE OF THE LAMBS zu schreiben, ist eigentlich wie Eulen nach Athen zu tragen. Ich mach es trotzdem. Denn schließlich ist das hier eine der wenigen waschechten Genreproduktionen die einst mit einem Oscar ausgezeichnet wurden. Und nicht nur in einer der kleinen Kategorien wie Sound oder Visual Effects, sondern gleich in den 5 (!!!) wichtigsten Kategorien der Academy. Regisseur Jonathan Demme, der aus der Schule des Roger Corman stammt und seine Karriere einst mit so wunderbaren Filmen wie CAGED HEAT, CRAZY MAMA und FIGHTING MAD startete, freut sich noch heute diebisch darüber, dass er - Originalzitat aus einer DVD-Featurette innerhalb der “Roger Corman’s Cult Classics“-Reihe des US-Labels Shout! Factory - damals den Regieoscar für einen lupenreinen Exploitation-Film einheimsen konnte.
Ja, ein Film über einen Serienkiller, der seine Opfer lebendig häutet, und eine junge FBI-Agentin in spe, die mit Hilfe eines charismatischen Kannibalen versucht, den Mörder dingfest zu machen, war zum damaligen Zeitpunkt sicher noch kein Blockbustermaterial, sondern ganz eindeutig als Stoff aus dem B-Movies gestrickt sind zu identifizieren. THE SILENCE OF THE LAMBS hat das nachhaltig geändert, ist ganz eindeutig als Vorläufer großer Hollywoodproduktionen wie SE7EN zu erkennen und machte Jodie Foster und Anthony Hopkins praktisch über Nacht zu Weltstars. Auch so ein Indiz, dass wir es hier eben nicht mit einer Produktion aus der 1. Liga Hollywoods zu tun haben. Denn Foster und Hopkins gehörten vor THE SILENCE OF THE LAMBS sicher nicht zu Hollywoods Superstars und auch sonst hat sich Jonathan Demme bei der Besetzung weiterer Rollen eher an seinen Wurzeln und weniger an großen Namen orientiert. Mit Scott Glenn besetzte er in der Rolle von Starlings Vorgesetzten beispielsweise einen Schauspieler, mit dem er schon in FIGHTING MAD zusammenarbeitete und auch Darsteller wie Charles Napier und Frankie Faison kommen eindeutig aus dem Bereich des Genrefilms. Und natürlich dürfen auch alte Weggefährten wie Harry Northup und Demmes Mentor Roger Corman in kleineren Rollen nicht fehlen und wer ganz genau hinschaut, dürfte auch DAWN OF THE DEAD-Regisseur George A. Romero als einen der FBI-Agenten identifizieren können.
THE SILENCE OF THE LAMBS ist der "lebende" Beweis dafür, dass auch Genreproduktionen wie diese richtig großes Kino mit relativ kleinem Budget (der Film kostete - für heutige und auch damalige Verhältnisse - lächerliche $ 19. Mio.) bieten können.
Die schauspielerischen Leistungen sind tatsächlich einfach nur grandios und insbesondere beim Zusammenspiel zwischen Jodie Foster und Anthony Hopkins bekommt man als Zuschauer mehr als nur eine Gänsehaut (und diese kurze Sequenz, wenn sich die Finger der beiden für einen Sekundenbruchteil berühren, ist eine dieser Szenen für die Ewigkeit). Und dann diese unglaubliche Spannung und Atmosphäre, die Demme hier von der ersten Sekunde an aufbaut. THE SILENCE OF THE LAMBS wird auch bei wiederholten Sichtungen einfach nicht langweilig und obwohl man mittlerweile ganz genau weiß, wie dieser Film ausgehen wird, fiebert man doch bis zum Ende mit der von Foster gespielten Clarice Starling mit. Das Finale im Haus des Killers ist noch heute der pure Wahnsinn und ein Paradebeispiel dafür, wie effektiv man mit gezielt gesetzten Schnitten die Wahrnehmung des Zuschauers täuschen kann.
Genug geschrieben, THE SILENCE OF THE LAMBS ist ein Meilenstein, ein Meisterwerk, ein Lieblingsfilm.

TRAILER:


Jonathan Demme Anthony Hopkins Jodie Foster Roger Corman George A. Romero 1990er Oscar Winner Oscar Nominee


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SUPERVAN


SUPERVAN SUPERVAN (DVD: Code Red, USA)
(OT: Supervan | USA 1977 | Regie: Lamar Card)

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Zum Abschluss meines kleinen Exploitation-Marathons geht es zurück in die 70er und in eine Zeit, in der für praktisch jede noch so absurde Idee ein Geldgeber gefunden werden konnte. Ein Film wie SUPERVAN hätte wahrscheinlich schon 10 Jahre später nicht mehr gedreht werden können und wäre in der heutigen Zeit absolut unvorstellbar.
Es geht um ein Van-Treffen, bei dem der Besitzer des abgefahrensten Vans ein Preisgeld von $ 5.000,00 einheimsen kann. Und es geht um Clint Morgan, der schon lange von dem Sieg bei diesem Treffen träumt und dessen Van auf dem Weg dahin durch dumme Umstände zerstört wird.
Auftritt des titelgebenden Supervans, ein futuristisch wirkendes Automobil mit Solarantrieb und eingebauter Laserkanone, der sich ausgerechnet Clint als neuen Besitzer "aussucht". Natürlich gibt es noch allerlei Verwicklungen um den Supervan, eine kleine Liebesgeschichte usw.; faktisch ist der Plot von SUPERVAN aber komplett egal. Was Regisseur Lamar Card (dessen Namen ich wirlich noch nie zuvor gehört habe) mit SUPERVAN allerdings ganz vortrefflich gelingt, ist die Erschaffung eines authentisch wirkenden Zeitportraits mit verdammt viel Charme. Ein Großteil der Aufnahmen vom Treffen und den diversen Wettbewerben dürfte wohl von einem echten Van-Treffen stammen (ich kann mir nicht vorstellen, wo die sonst so viele Vans und Statisten herbekommen haben sollten) und SUPERVAN hat so stellenweise schon fast dokumentarischen Charakter. Auf jeden Fall stellte Cards Film einen netten Abschluss meiner Wanderung durch filmische Kloaken dar.
Würde ich mir nun allerdings noch einen weiteren Film ähnlichen Kalibers ansehen, hätte ich große Angst, dass mein Gehirn langsam aber sicher zu schmelzen anfängt.

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Lamar Card 1970er car chase female nudity Carsploitation New World Pictures


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ASSASSIN OF YOUTH


ASSASSIN OF YOUTH ASSASSIN OF YOUTH (DVD: Something Weird Video, USA)
(OT: Assassin of Youth | USA 1937 | Regie: Elmer Clifton)

Infos zum Film:
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Der dritte Exploiter hintereinander führt mich in die 30er Jahre und lässt die nächste kleine Obskurität über den heimischen Bildschirm flimmern.
ASSASSIN OF YOUTH gehört zu den "Drug Scare"-Filmen aus den 30er Jahren, die das Publikum durch drastische Geschichten vor dem Konsum von Marihuana warnen sollten und für findige Filmemacher gleichzeitig die große Chance darstellten unter dem Deckmantel der Aufklärung den Zuschauer genau die Attraktionen zu bieten, die der kurz zuvor in Kraft getretene Hays Code eigentlich verhindern sollte.
ASSASSIN OF YOUTH geizt dann auch nicht mit Bildern von Pot-rauchenden Jugendlichen, ausgelassenen Partys und teilweise durchaus leicht bekleideten jungen Damen. Der Plot von Elmer Cliftons Film ist dabei erwartungsgemäß nicht der Rede wert. Er dreht sich um ein junges Mädchen, welches dem Marihuana-Konsum verfällt und einen Reporter, der sich in eine Marihuana-Clique einschmuggelt um an eine Story zu kommen.
ASSASSIN OF YOUTH ist dabei zwar nicht ganz so unterhaltsam und abgedreht wie der ähnlich gelagerte MARIHUANA, im Vergleich zu den beiden davor gesehen Filmen ist er allerdings schon fast so etwas wie cineastisches Gold.

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Elmer Clifton 1930er female nudity Drugsploitation


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THE HELLCATS


THE HELLCATS THE HELLCATS (DVD: BCI Eclipse, USA)
(OT: The Hellcats | USA 1968 | Regie: Robert F. Slatzer)

Infos zum Film:
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Im Vergleich zu dem zuvor gesehenen CHAING GANG WOMEN bietet THE HELLCATS leider nur eine minimale Steigerung. Was insbesondere daran liegt, dass der Film von Regisseur Robert F. Slatzer über ein paar ausgesprochen hübsche Einstellungen von Kameramann Gil Hubbs verfügt und im Gegensatz zu CHAIN GANG WOMEN zumindest ein kleines bisschen wie ein Film aussieht. Und absurder als der zuvor gesehene Blödsinn ist er auch geraten.
In THE HELLCATS geht es um einen Soldaten, der sich auf die Suche nach den Mördern seines Bruders macht. Unterstützt wird er dabei von der Verlobten des Verstorbenen und die Ermittlungen führt das Paar zu einer Motorradgang, den titelgebenden "Hellcats". Die Mitglieder der Gang könnten durchaus auch einer Hippie-Kommune entsprungen sein und erinnern nur ansatzweise an harte Biker. Um die Suche nach den Mördern kümmert sich Regisseur Slatzer nach Einführung seiner Titelattraktion nicht mehr wirklich, stattdessen findet er es interessanter, den Tagesablauf seiner Hippie-Rocker zu dokumentieren, der vor allem aus Drogen, Alkohol, Raufereien, Off-Screen-Sex und skurrilen Tanzeinlagen zu grooviger Musik besteht. Bis Slatzer dann tatsächlich irgendwann wieder zum Mörderplot zurückkehrt, hat man sich als Zuschauer schon so extrem einlullen lassen, dass man eh nicht mehr durchblickt. Zelluloid gewordener Wahnsinn!

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Robert F. Slatzer 1960er car chase female nudity Rache Crown International Pictures Biker Movie


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CHAIN GANG WOMEN


CHAIN GANG WOMEN CHAIN GANG WOMEN (DVD: BCI Eclipse, USA)
(OT: Chain Gang Women | USA 1971 | Regie: Lee Frost)

Infos zum Film:
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In CHAING GANG WOMEN wird ein harmloser Häftling, der lediglich noch 6 Monate abzusitzen hat, zuerst in ein Arbeitslager verlegt und dann von dem an ihn festgeketteten Schwerverbrecher zur Flucht gezwungen. Was folgt ist die wohl unspektakulärste und langweiligste Flucht vor der Staatsgewalt, die man sich nur vorstellen kann.
Damit die Macher auch ihren Filmtitel rechtfertigen können, trifft die titelgebende "Chain Gang" unterwegs auf insgesamt 2 (!) Frauen, die beide kurz ihre blanken Brüste in die Kamera halten dürfen und sonst keine großartige Funktion innerhalb des eigentlich nicht existenten Plots haben. Lee Frost, der hier Regie führte, für das Drehbuch verantwortlich zeigte und außerdem auch noch die Kameraarbeit und den Schnitt erledigte, verlangt selbst erfahrenen Trash-Liebhabern wie mir mit seinem CHAIN GANG WOMEN einiges ab, denn außer gähnender Langeweile und extrem hölzern agierenden Darstellern hat er leider nicht wirklich viel zu bieten. Eigentlich verwunderlich, denn mit Filmen wie THE DEFILERS oder POLICEWOMEN hat Frost ja durchaus den einen oder anderen richtig guten Exploitation-Streifen innerhalb seiner Filmographie aufzuweisen. Aber CHAIN GANG WOMEN ist einfach kein Film, der für Legenden reicht, den man sich mit dem "Grindhouse"-Gütesiegel schönreden könnte oder der auch nur die geringste Chance hätte, auf irgendeine Art und Weise im Gedächtnis zu bleiben. CHAIN GANG WOMEN ist einfach nur mies und stinklangweilig. Schade drum.

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Lee Frost Wes Bishop 1970er female nudity Sexploitation Crown International Pictures


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TRAGIC CEREMONY


TRAGIC CEREMONY TRAGIC CEREMONY (DVD: Dark Sky Films, USA)
(OT: Estratto dagli archivi segreti della polizia di una capitale europea | Italien/Spanien 1972 | Regie: Riccardo Freda)

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Akkuter Benzinmangel und ein aufziehendes Gewitter lassen vier Freunde (u.a. Camille Keaton, Tony Isbert), die sich auf der Rückfahrt von einem Strandaufenthalt befinden, an der Villa von Lord Alexander (Luigi Pistilli) und dessen Gattin (Luciana Paluzzi) Halt machen, wo ihnen auch prompt Unterschlupf gewährt wird. Die Freunde nehmen die Gastfreundschaft gerne an, nicht ahnend, dass sie geradewegs in die Hände einer Gruppe von Satansanbetern geraten sind, die im Keller der Villa dem Herrn der Finsternis ein Opfer darbringen will…

Tragic Ceremony ist eine auf den ersten Blick vielleicht etwas merkwürdig anmutende Mischung aus Backwoods-, Okkult- und Gothic-Hororfilm, die auf den zweiten Blick aber ganz vorzüglich funktioniert. Regisseur Riccardo Freda begeistert jetzt vielleicht nicht unbedingt mit einer ausgeklügelten Handlung - über weite Strecken des Films könnten sich im Genre nicht so erfahrene Zuschauer durchaus die Frage stellen, was das jetzt eigentlich alles soll -, sondern fesselt viel mehr mit dem, was die Italiener in der damaligen Zeit im Bereich des Genrefilms beherrscht haben wie keine andere Filmnation: dem Aufbau von Spannung durch das Erzeugen einer faszinierenden Stimmung und einer unheimlichen Atmosphäre. Tragic Ceremony ist zeitweise einfach nur verdammt "scary" und wirklich kreuzunheimlich geraten und hat mit der unfassbar bezaubernden Camille Keaton - die definitiv viel zu wenig Filme in ihrer Karriere gedreht hat - in der Hauptrolle eine Schauspielerin zu bieten, mit der man von der ersten bis zur letzten Sekunde ganz vorzüglich mitfiebern kann. Und dann sind auch noch Genreurgesteine wie Luigi Pistilli, Luciana Paluzzi und Paul Muller mit von der Partie. Richtig, richtig gut!

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Riccardo Freda Camille Keaton Luigi Pistilli 1970er female nudity


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ZINKSÄRGE FÜR DIE GOLDJUNGEN


ZINKSÄRGE FÜR DIE GOLDJUNGEN ZINKSÄRGE FÜR DIE GOLDJUNGEN (DVD: FilmArt/Kinowelt, Deutschland)
(OT: Zinksärge für die Goldjungen | Deutschland/Italien 1973 | Regie: Jürgen Roland)

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Um sich in nicht allzu ferner Zukunft in Sizilien endgültig zur Ruhe setzen zu können, möchte sich der italo-amerikanische Gangster Luca Messina (Henry Silva) gerne noch ein stattliches Vermögen anhäufen und plant dies dadurch zu bewerkstelligen, die Unterwelt Hamburgs zu übernehmen. Bei seinem ambitionierten Vorhaben, Hamburgs Gangsterboss Nr. 1 zu werden, kommt er allerdings dem aktuellen Branchenführer Otto Westermann (Herbert Fleischmann) in die Quere, der seine illegalen Tätigkeiten hinter einem scheinbar harmlosen Kegelclub verbirgt. Schon bald entbrennt zwischen Messina und Westermann ein echter Krieg um die Vorherrschaft in der Hansestadt und während es auf beiden Seiten die ersten Opfer zu beklagen gibt, lernen sich Messina Tochter Sylvia (Patrizia Gori) und Westermanns Sohn Erik (Horst Janson) - die beide nichts von der wahren Einnahmequelle ihrer Väter ahnen - eher zufällig kennen und verlieben sich ineinander…

Ein Hoch auf das deutsche Kino der 70er Jahre. Praktisch das letzte Jahrzehnt, in dem auch in Deutschland noch echtes Genrekino produziert worden ist. Egal ob bayerische Sex-Klamotten, journalistisch fragwürdige Report-Filmchen, schmierige Dramen wie die Simmel-Verfilmungen oder geradlinige und harte Gangster-, Milieu- und Kriminalfilme. Exploitation Made in Germany war einst ein echtes Gütesiegel für alle Freunde des unterschlagenen Films. Zinksärge für die Goldjungen stammt aus genau dieser Zeit und kann wirklich alles. Von Wolf C. Hartwig produziert und von Jürgen Roland inszeniert, dreht sich Zinksärge für die Goldjungen um einen sizilianischen Gangsterboss, der sich in Hamburg niederlassen will und dem dort regierenden König der Kriminellen den Kampf ansagt. In Rolands Film geht es von der ersten Minute an richtig zur Sache und der Streifen überschlägt sich regelrecht vor lauter Schauwerten. Schmierige Typen in fragwürdigen Etablissements, Dialoge zum Niederknien, ein komplett verrückter Henry Silva in der Rolle des Sizilianers, verrauchte Hinterzimmer, harte Drinks zum Frühstück, Schlägerein, Schießereien, nackte Haut, Explosionen, Verfolgungsjagden und als Sahnehäubchen obendrauf noch diese einfach nur unfassbare Mode und diese schweinegeilen Inneneinrichtungen der 70er Jahre. Und im Finale gibt's dann auch noch eine spektakuläre Verfolgungsjagd zu Wasser durch den Hamburger Hafen und die Speicherstadt. Ich muss es mal wieder loswerden: They just don't make 'em like this anymore!

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Jürgen Roland Henry Silva 1970er car chase female nudity Hamburg Rache Euro Crime


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FOOTPRINTS ON THE MOON


FOOTPRINTS ON THE MOON FOOTPRINTS ON THE MOON (DVD: Shameless, Großbritannien)
(OT: Le orme | Italien 1975 | Regie: Luigi Bazzoni/Mario Fanelli)

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Drei Tage war die Dolmetscherin Alice Cespi (Florinda Bolkan) wie vom Erdboden verschwunden. Als sie wieder auftaucht, hat sie keinerlei Erinnerung daran, was in diesen drei Tagen passiert ist und wird stattdessen von seltsamen Träumen heimgesucht, denen sie schließlich auf den Grund gehen will. Alice reist, ihren Träumen folgend, in ein ihr unbekanntes, kleines Städtchen um herauszufinden, was in diesen drei Tagen mit ihr passiert ist, und muss erstaunt feststellen, dass sie in dem kleinen Küstenort wirklich jeder zu (er)kennen scheint…

Footprints on the Moon von Regisseur Luigi Bazzoni - der, darf man der IMDB Glauben schenken, sich den Regieposten mit Drehbuchautor Mario Fanelli teilte - ist ein ausgesprochen ungewöhnlicher Giallo (wenn man ihn überhaupt als solchen bezeichnen kann), der komplett ohne Mörder auskommt und dem Zuschauer stattdessen eine reichlich surreale und faszinierende Geschichte präsentiert, in der eine Dolmetscherin ihre Erinnerung an die letzten drei Tage verloren hat und verzweifelt versucht herauszufinden, was in diesen Tagen mit ihr passiert ist. Regisseur Luigi Bazzoni und Drehbuchautor/Co-Regisseur Mario Fanelli gönnen dem Zuschauer keinerlei Wissensvorsprung vor der Hauptfigur - überzeugend gespielt von der bezaubernden Florina Bolkan - und so tappt man über die komlette Laufzeit ebenso im Dunkeln wie diese. Unterstützt von der einfach nur wunderschönen Fotografie von Kameramann Vittorio Storaro (der im weiteren Verlauf seiner Karriere insgesamt drei Oscars abräumen sollte, den ersten für seinen Kamerajob bei keinem geringeren Film als Apocalypse Now) und dem tieftraurigen, herrlich melancholischen Score von Komponist Nicola Piovani entwickelt Regisseur Bazzoni eine ungemein intensive und verdammt unheimliche Atmosphäre, der man sich unmöglich entziehen kann und die über die gut 90 Minuten, die Footprints on the Moon den Zuschauer in seinen Bann zieht, mehrere Gänsehäute verursacht. Klasse!

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Luigi Bazzoni Mario Fanelli Florinda Bolkan Klaus Kinski 1970er Giallo female nudity


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PIRANHA 2 IN 3D


PIRANHA 2 IN 3D PIRANHA 2 IN 3D (Blu-ray: Sunfilm, Deutschland)
(OT: Piranha 3DD | USA 2012 | Regie: John Gulager)

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Mit viel nackter Haut und jeder Menge an schlüpfrigen Angeboten möchte der schmierige Seth (David Koechner) seinen neuen Wasserpark zu absoluten Attraktion machen. Dumm nur, dass sich pünktlich zur Eröffnung eine Horde gefräßiger Urzeit-Piranhas ihren Weg in den Park bahnt. Die vergnügungssüchtigen Teenager werden zu Fischfutter…

Piranha 2 in 3D ist die komplett behämmerte Fortsetzung von Alexandre Ajas Piranha-Remake, die tatsächlich exakt das einhält, was man aufgrund des Trailers von ihr erwarten kann. Piranha 2 in 3D von Regisseur John Gulager, der zuvor die Feast-Trilogie gedreht hat und sich mit Trash somit bestens auskennt, präsentiert eine wilde Mischung aus teils hochgradig bescheuerten Einfällen, sensationell hohlen Dialogen, extrem flachen Gags, verdammt viel nackter Haut und jeder Menge spaßigem Splattergematsche. Und ab und zu - man mag es kaum glauben - hat sich sogar der eine oder andere gelungene Schockeffekt eingeschlichen. Piranha 2 in 3D will ausschließlich auf möglichst anspruchslose Art und Weise unterhalten und meistert diese Aufgabe mit Bravour. Außerdem lohnt sich die Sichtung des Streifens allein wegen David Hasselhoff, der - schaut man sich so seine Filmographie der letzten Jahre an - mittlerweile endgültig am unteren Ende der Nahrungskette Hollywoods angekommen ist und hier in selbstironischer Verzweiflung versucht, die guten alten und insbesondere erfolgreichen Zeiten zu beschwören. Seine Darbietung ist auf jeden Fall das Salz in der Suppe und macht Piranha 2 in 3D zu einem echten Ereignis. Ob man nun "Mitleid" mit Hasselhoff haben muss, soll jeder für sich selbst entscheiden.

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John Gulager David Hasselhoff Ving Rhames 2010er female nudity Sequel Tierhorror


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X: THE MAN WITH THE X-RAY EYES


X: THE MAN WITH THE X-RAY EYES X: THE MAN WITH THE X-RAY EYES (DVD: MGM, USA)
(OT: X | USA 1963 | Regie: Roger Corman)

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Der Wissenschaftler Dr. James Xavier (Ray Milland) macht mit einem von ihm entwickelten Serum einen Selbstversuch und verbessert dadurch seine Sehstärke so drastisch, dass er die Fähigkeit erlangt, durch feste Objekte hindurchzusehen. Eine Fähigkeit, die Xavier schon bald regelrecht süchtig danach macht, das Serum immer wieder anzuwenden. Mit bald schon fatalen Folgen…

Bei X: The Man with the X-Ray Eyes handelt es sich um eine der zahlreichen Regiearbeiten von Roger Corman aus den 60er Jahren. Aufgrund der Tatsache, dass auch X: The Man with the X-Ray Eyes damals in relativ kurzer Zeit und mit relativ geringem Budget realisiert wurde, darf man von einem Film wie diesem natürlich keine großartigen Wunderdinge erwarten. Und so ist diese Mischung aus Sci-Fi, Drama und Gruselfilm um den in der Inhaltsangabe schon beschriebenen Wissenschaftler, der mit Hilfe eines Serums seine Sehstärke so stark verbessert, dass er letztendlich Röntgenaugen bekommt und süchtig danach wird immer mehr und immer besser zu sehen, sicherlich kein Streifen, der einem schlaflose Nächte bereiten könnte (heute schon gleich gar nicht und damals mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit wohl auch nicht). Nein, X: The Man with the X-Ray Eyes ist einfach ein netter, kleiner Streifen aus den 60er Jahren, der mit seinem unvergänglichen Charme punktet und tatsächlich ziemlich viel von dem bieten kann, was ich persönlich mir von einem Streifen dieser Art so erwarte. Es sind die Kleinigkeiten, die mir an solchen Filmen immer wieder unendlich viel Spaß bereiten. Herrlich beispielsweise die - für einen Film aus den 60er Jahren - fast obligatorische Partyszene, in der Ray Milland - der hier sicher einen der menschlichsten "mad scientists" der Filmgeschichte mimt - mit seinen neuen Fähigkeiten den Partygästen praktisch unter die Kleider schaut. Und Kleinigkeiten wie diese sind in X: The Man with the X-Ray Eyes zahlreich vorhanden. Schön!

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Roger Corman Dick Miller 1960er American International


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HOUSE


HOUSE HOUSE (DVD: Anchor Bay, Großbritannien)
(OT: House | USA 1986 | Regie: Steve Miner)

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Nach dem Tod seiner Tante (Susan French) kehrt Vietnamveteran und Horrorautor Roger Cobb (William Katt) in deren Haus zurück und muss sich dort seinen diversen Dämonen aus der Vergangenheit stellen. Sein kleiner Sohn verschwand einst spurlos während eines Besuchs bei der nun verstorbenen Tante. Ein Ereignis, welches nicht nur Rogers Ehe sondern auch auch seine Karriere als Schriftsteller ruinierte…

House ist eine wirklich extrem spaßige Mischung aus Fantasy, Horror und Komödie, die auch über ein Viertel Jahrhundert nach ihrem Erscheinen nichts an ihrer Faszination eingebüßt hat. House gehört zu diesen Filmen, die ich als Jugendlicher geliebt habe und die erfreulicherweise auch heute noch richtig gut funktionieren. Eine gesunde Portion schwarzer Humor, einige wirklich krude Einfälle, zahlreiche gelungene Gags, ein paar gute Schockeffekte und ein unwiderstehlich sympathisches Creature Design zeichnen House aus und verbreiten über die komplette Laufzeit jede Menge gute Laune. Und wenn man sich dann so anschaut, wer so alles bei diesem Film hinter der Kamera tätig gewesen ist, liest sich diese Liste fast wie ein "Who Is Who" diverser Genrespezialisten. In die Kinos gebracht wurde House seinerzeit von Roger Cormans New World Pictures, als Produzent fungierte Sean S. Cunningham (u.a. für Friday the 13th verantwortlich), Regie führte Steve Miner, der zuvor bei Friday the 13th Part 2 und Friday the 13th Part III auf dem Regiestuhl Platz genommen hatte, für den Score sorgte Harry Manfredini, die Kameraarbeit geht auf das Konto des Schweden Mac Ahlberg, der u.a. Filme wie From Beyond und Re-Animator fotografierte und die Story zu House stammt aus der Feder von Fred Dekker, der im selben Jahr mit Night of the Creeps bei einer der in meinen Augen besten Horrorkomödien aller Zeiten Regie führen sollte. Bei so viel Fachkompetenz konnte ja nicht viel schief gehen.

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Steve Miner 1980er Rache New World Pictures


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DEMONS 2


DEMONS 2 DEMONS 2 (Blu-ray: Arrow, Großbritannien)
(OT: Dèmoni 2 | Italien 1986 | Regie: Lamberto Bava)

Infos zum Film:
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Mit Hilfe eines Fernsehers platzt ein Dämon in die sich in einem Hochhaus befindliche Wohnung der Familie von Sally (Coralina Cataldi-Tassoni), die eigenlich ausgelassen ihren Geburtstag feiern wollte. Doch Sally, ihren Gästen und allen weiteren Bewohnern und Besuchern des Hochhauses bleibt fortan nur der Kampf ums nackte Überleben als Abendbeschäftigung…

Ein Jahr nach Demons legte Regisseur Lamberto Bava diese Fortsetzung nach, die praktisch das letzte Aufbäumen im Todeskampf des italienischen Horrorfilms darstellte. Hatte der Vorgänger in meinen Augen schon nicht wirklich mit einer ausgefeilten Handlung und einem ordentlichen Spannungsaufbau überzeugt, gelingt Bava dies in seiner Fortsetzung tatsächlich noch weniger. Während Demons aber noch durch eine gewisse Dynamik begeistern und den Zuschauer so relativ leicht für sich gewinnen konnte, wirkt Demons 2 nur noch zerfahren und fast schon planlos. Anstatt eines Kinos mit relativ begrenztem Raum wird hier ein riesiges Hochhaus von den Dämonen angegriffen. Demons 2 ist in gewisser Weise episodenhaft erzählt, Bava wechselt ständig zwischen verschiedenen Schauplätzen im Hochhaus hin und her (Fitnessraum, diverse Wohnungen, Tiefgarage, Fahrstuhl) und nimmt seinem Film so jeglichen Drive und jegliche Dynamik. Die Special Effects und die Masken sind zwar ähnlich wie im Vorgänger richtig gut gelungen, können aber aufgrund der Erzählstruktur nie eine so intensive Wirkung entfalten wie in Demons und wirken irgendwann sogar fast schon ermüdend.

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Lamberto Bava Asia Argento 1980er female nudity Sequel


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DEMONS


DEMONS DEMONS (Blu-ray: Arrow, Großbritannien)
(OT: Dèmoni | Italien 1985 | Regie: Lamberto Bava)

Infos zum Film:
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Anlässlich der Neueröffnung eines Kinos in Berlin finden sich diverse Zuschauer ein, um sich einen Horrorfilm auf der großen Leinwand anzusehen. Als sich jedoch plötzlich eine der Zuschauerinnen, die sich zuvor im Foyer des Kinos an einem Filmutensil geschnitten hatte, in ein blutrünstiges Monster verwandelt, wird das Kino zur tödlichen Falle. Wer auch immer von der Infizierten gebissen wird, verwandelt sich ebenfalls in einen Dämon und für die wenigen, noch nicht infizierten Besucher, kommt es zum scheinbar aussichtslosen Kampf ums Überleben…

Old-School-Horror aus den 80ern mit einer extrem einfach gestrickten Handlung. In Demons geht es ohne große Umschweife relativ schnell zur Sache, Regisseur Lamberto Bava kümmert sich einen feuchten Dreck um so etwas wie Charakterentwicklung oder echten Spannungsaufbau, sondern zelebriert lieber die Arbeit seiner Make-Up-Abteilung in tollen, handgemachten Splatter- und Gore-Effekten. Unterlegt von einem treibenden Score von Komponist Claudio Simonetti und garniert mit einigen Rock- und Metal-Songs machen die titelgebenden Dämonen Jagd auf ihre menschlichen Opfer, die verzweifelt versuchen, aus dem einer Festung gleichenden Kino in der Mitte von Berlin zu entkommen. Durch einen Deus ex machina soll am Ende dann doch zwei Überlebenden die Flucht aus dem Kino gelingen, eine Flucht, die sie allerdings in einen noch größeren Albtraum entlässt. Die Apokalypse hat bereits begonnen, sowohl hier im Film als auch für das italienische Horrorkino. Denn Demons war einer dieser letzten, großen Horrorfilme des italienischen Kinos. Nach diesem Streifen kam nicht mehr viel nach. Die Zeiten von Fulci & Co. waren endgültig vorbei. Jammerschade.

TRAILER:


Lamberto Bava 1980er female nudity Berlin


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DRACULAS HEXENJAGD


DRACULAS HEXENJAGD DRACULAS HEXENJAGD (DVD: Koch Media, Deutschland)
(OT: Twins of Evil | Großbritannien 1971 | Regie: John Hough)

Infos zum Film:
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Nach dem Tod ihrer Eltern kommen die beiden Zwillinge Frieda (Madeleine Collinson) und Maria (Mary Collinson) in die Obhut ihres Onkels, des skrupellosen Hexenjägers Gustav Weil (Peter Cushing). Der ist allerdings so damit beschäftigt, den offensichtlichen Sündern und Sünderinnen um ihn herum den Teufel sprichwörtlich aus dem Leib zu treiben, dass er zunächst nicht merkt, dass seine beiden Nichten, insbesondere die leicht rebellische Frieda, in den Bann des Grafen Karnstein (Damien Thomas) geraten, der nach Durchführung eines satanischen Rituals von der mächtigen Vampirin Mircalla (Katya Wyeth) in einen Vampir verwandelt wurde…

Der Abschluss der Karnstein-Trilogie der britischen Hammer Studios ist als Prequel zu den beiden Vorgängerfilmen angelegt. Die in Gruft der Vampire und Nur Vampire küssen blutig noch als Hauptfigur agierende Vampirin Mircalla absolviert hier nur einen Kurzauftritt, bei dem sie den den Teufel anbetenden Grafen Karnstein in einen Vampir verwandelt, welcher fortan eine der beiden Nichten des fanatischen Hexenjägers Gustav Weil in seinen Bann zieht.
Regisseur John Hough verzichtet in Draculas Hexenjagd zwar auf diese typische Grusel-Atmosphäre, die so viele Hammer-Produktionen auszeichnete und insbesondere auch Gruft der Vampire zu einem absoluten Erlebnis machte, präsentiert davon abgesehen mit seinem Beitrag zur Karnstein-Trilogie aber einen absoluten Gewinner. Insbesondere das Setting im alten Schloss wurde hier optimal genutzt und dieser Crossover aus Vampir- und Hexenjagdfilm ist wirklich richtig gut gelungen. Im Vergleich mit den beiden ersten Filmen ist Draculas Hexenjagd übrigens extrem rasant inszeniert (deswegen auch diese fehlende Gruselstimmung), was dem Spannungsaufbau aber keineswegs Schaden zufügt. Darüber hinaus bietet Hough seinem Publikum - insbesondere im Finale - einige richtig derbe Härten, die man in solcher Intensität in einem Hammer-Film wohl nicht unbedingt erwartet hätte und auch die Besetzung des Streifens ist allererste Sahne. Die Zwillinge Mary und Madeleine Collinson machen ihre Sache als zurückhaltende und schüchterne Maria bzw. als durchtriebene und vom Bösen faszinierte Frieda richtig gut, Damien Thomas gibt als Graf Karnstein einen charismatischen und herrlich diabolischen Bösewicht und der im Vergleich zum nur ein Jahr früher gestarteten Nur Vampire küssen blutig von Trauer gezeichnete und scheinbar um viele Jahre gealterte Peter Cushing - Cushing hatte nur zwei Monate vor Drehstart seine Frau verloren, ein Schicksalsschlag, von dem er sich nie mehr richtig erholen sollte - gibt hier in der Rolle des fanatischen und verbitterten Hexenjägers Gustav Weil vielleicht eine der besten Vorstellungen seiner (Genrefilm-)Karriere ab. Klasse Film!

TRAILER:


John Hough Peter Cushing 1970er female nudity Prequel 17. Jahrhundert Vampir Hammer Film


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FINAL EXAM


FINAL EXAM FINAL EXAM (DVD: BCI Eclipse, USA)
(OT: Final Exam | USA 1981 | Regie: Jimmy Huston)

Infos zum Film:
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In einem kleinen College in North Carolina müssen sich die Studenten plötzlich mit der Tatsache auseinandersetzen, dass sich ein irrer Killer in die Provinz verirrt zu haben scheint…

Einer dieser längst in Vergessenheit geratenen Slasher aus den frühen 80er Jahren, der einst von allen Beteiligten mit großem Dilettantismus und noch größerem Enthusiasmus und ganz offensichtlich ohne nennenswerte finanzielle Mittel gedreht worden sein dürfte und der dem geneigten B- und C-Movie-Fan heute vor allem durch seinen herrlich naiven Charme ein dickes Grinsen ins Gesicht zaubert. Final Exam ist purer Trash, die Tatsache, dass sich Regisseur Jimmy Huston im Vorspann auch noch den Drehbuch-Credit unter den Nagel gerissen hat, grenzt schon fast an Hochstapelei. Denn so etwas wie ein Drehbuch dürfte damals definitiv nicht vorhanden gewesen sein. Die ersten 50 Minuten seines Films verplempert Huston damit, seine "Charaktere" - für die sich im Endeffekt eh kein Schwein interessiert - einzuführen und als ihm schließlich einfällt, dass ein Killer einem Slasher vielleicht ganz gut zu Gesicht stehen würde, lässt er einen solchen auf seine Handvoll Laiendarsteller los und bringt sie der Reihe nach um die Ecke. Für die im Slasher so wichtigen "creative kills" hat das Geld wohl nicht gereicht, die meisten Morde geschehen im Off und so ist Final Exam für einen Slasher wirklich extrem blutarm geraten. Das Motiv des Killers bleibt übrigens relativ unklar und ist nur aus einem in der Mitte des Films beiläufig von einem der potentiellen Opfer eingeworfenen Halbsatz zu erahnen. Huston macht mit Final Exam eigentlich alles falsch, was man in einem Slasher so alles falsch machen. Es gibt keine Spannung, kein typisches "Final Girl", mit dem man Mitfiebern könnte, keine blutigen Morde und auch keine sonstigen Schauwerte. Und doch kann man diesem Streifen irgendwie nicht böse sein. Denn sein komplettes Unvermögen, gepaart mit dem offensichtlichen Enthusiasmus, mit dem die diversen Darsteller hier zu Werke gehen, macht Final Exam einfach nur verdammt sympathisch und liebenswert.

TRAILER:


Jimmy Huston 1980er female nudity Slasher


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NUR VAMPIRE KÜSSEN BLUTIG


NUR VAMPIRE KÜSSEN BLUTIG NUR VAMPIRE KÜSSEN BLUTIG (DVD: Kinowelt, Deutschland)
(OT: Lust for a Vampire | Großbritannien 1971 | Regie: Jimmy Sangster)

Infos zum Film:
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Mit Hilfe eines satanischen Rituals gelingt es Nachfahren der Karnsteins die Vampirin Mircalla (Yutte Stensgaard) erneut zum Leben zu erwecken. Eine nahegelegenes Mädcheninternat bietet reichlich Frischblut für Mircalla, die als neue Schülerin in das Internat aufgenommen wird und gleich bei ihrer Ankunft auf den Schriftsteller Lestrange (Michael Johnson) trifft, der sich - ohne zu ahnen, mit wem er es tatsächlich zu tun hat - Hals über Kopf in die attraktive Frau verliebt…

Im zweiten Teil der Karnstein-Trilogie der britischen Hammer Studios wird Mircalla Karnstein mit einem hübsch gruseligen Ritual von den Toten erweckt und treibt fortan in einem in der Nähe des Karnstein-Schlosses gelegenen Mädcheninternat ihr Unwesen. Nur Vampire küssen blutig erreicht zwar nicht ganz die Qualitäten des Vorgängers - insbesondere die schaurige Atmosphäre geht Sangsters Film etwas ab - kann den geneigten Hammer-Freund aber durch ein abermals tolles Set Design, ein paar nette Schauwerte und ein paar wirklich witzige Einfälle überzeugen. Toll beispielsweise der von Mike Raven gespielte Graf Karnstein, dessen Make-Up stark an Christopher Lee in der Dracula-Rolle erinnerte und der ein paar herrlich schräge Auftritte als "Arzt" abbekommen hat. Oder das Finale, wenn die zuvor relativ gemächliche Erzählweise von einer Sekunde auf die andere über den Haufen geworfen wird und die wutentbrannten Dorfbewohner sich des Vampirproblems selbst annehmen. Auch wenn mir persönlich Gruft der Vampire einen Tick besser gefallen hat, Nur Vampire küssen blutig ist ebenfalls ein toller Beitrag aus der etwas späteren Phase der Hammer Studios, einer Phase, in der die britische Produktionsschmiede ja wahrlich nicht nur Highlights abgeliefert hat.

TRAILER:


Jimmy Sangster 1970er female nudity 19. Jahrhundert Sequel Hammer Film Vampir





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