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One Night Stands und wahre Liebe





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DJANGO UNCHAINED [älterer Text]



DJANGO UNCHAINED [älterer Text] :love: DJANGO UNCHAINED :love: (Blu-ray: Sony, Deutschland)
(OT: Django Unchained | USA 2012 | Regie: Quentin Tarantino)


Infos zum Film:
IMDB
OFDB


Nach der kleinen Italowestern-Hommage in KILL BILL: VOL. 2 nun also Tarantinos hochoffizielle Verbeugung vor Leone, Corbucci, Barboni & Co.
Und wenn Tarantino einen Italowestern dreht, dann macht er es richtig. DJANGO UNCHAINED ist - auch wenn es sich hier natürlich um ein Hochglanzprodukt handelt - irgendwie schon roh, dreckig und insbesondere im letzten Drittel auch schier unfassbar brutal ausgefallen. Bevor es aber zu diesem ersten großen Shootout im "Candyland" kommt, lässt sich Tarantino viel Zeit seine Story zu entwickeln, seine Figuren einzuführen und seine Charaktere reifen zu lassen. Wie praktisch allen Filmen Tarantinos könnte man auch DJANGO UNCHAINED eine gewisse Selbstverliebtheit und Geschwätzigkeit vorwerfen, wären da nicht wieder diese einfach nur grandiosen Dialogzeilen, die Tarantino seinen Schauspielern in den Mund legt und die DJANGO UNCHAINED auch in den vielen ruhigen Momenten während der ersten 120 Minuten zu einem echten Erlebnis machen.
Als Fan von Tarantinos Filmen fühlt man sich bei DJANGO UNCHAINED gleich heimisch, freut sich typische Tarantino-Darsteller wie Michael Parks, Michael Bowen, Tom Savini und Zoe Bell in kleineren Rollen auch hier wiederzusehen, genießt das durch die Bank großartige Schauspiel von Christoph Waltz (tatsächlich erneut in absoluter Oscar-Form), Jamie Foxx, Leonardo DiCaprio und Samuel L. Jackson in deren größer angelegten Rollen und hat Spaß daran, die diversen Referenzen an Filme verschiedenster Genres zu entdecken, die sich erneut durch den ganzen Film bis in den Abspann hinein ziehen. Angefangen bei der Wahl diverser Rollennamen ("Django", "Shaft", "Sheba"), über den Einsatz der Musik (die wieder mal einfach nur grandios ausgesucht ist) bis hin zu diversen Einstellungen, die an Genreklassiker wie IL MERCENARIO oder IL GRANDE SILENZIO erinnern.
Darüber hinaus läuft DJANGO UNCHAINED vor denkwürdigen Szenen fast über. Herrlich die Sequenz mit Ur-Django-Darsteller Franco Nero an der Bar, zum Schreien komisch die Ku-Klux-Klan-Szene, dann Don Johnson als Big Daddy, die Saloon-Szene ziemlich am Anfang, natürlich der erste Auftritt von Waltz als Dr. King Schultz, usw., usf., von der Vielzahl einfach nur wunderschöner Einstellungen, mit der Kameramann Robert Richardson das Auge des Betrachters verwöhnt, ganz zu schweigen.
DJANGO UNCHAINED ist ein weiteres Highlight im Tarantino-Universum, ein mehr als würdiger Nachfolger von INGLOURIOUS BASTERDS. Großartig!

Trailer:


Christoph Waltz Leonardo Di Caprio Samuel L. Jackson Jamie Foxx Franco Nero 2010er Don Johnson Jonah Hill Oscar Winner Oscar Nominee 19. Jahrhundert Rache Spaghetti Western Quentin Tarantino



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