Der kleine Löwe Ryan (Greg Cipes) steht im New Yorker Zoo im Schatten seines übermächtig erscheinenden Vaters Samson (Kiefer Sutherland), welcher sämtliche Tiere durch Geschichten seiner vielen Abenteuer zu beeindrucken weiß. Ryan sehnt sich nach ähnlichen Erlebnissen und diese Sehnsucht scheint sich zu erfüllen, als er sich in einem Container versteckt und versehentlich nach Afrika verschifft wird...
Ein Jahr nach DreamWorks Madagascar schickte auch Disney eine Gruppe von Zootieren in Tierisch wild auf eine abenteuerliche Reise. Das Ergebnis ist ähnlich unterhaltsam ausgefallen wie in Madagascar. Die animierten Viecher sind zielpublikumgerecht absolut nett und knuffig anzusehen, die Gags sitzen und die jetzt nicht unbedingt komplett überzeugende Story ist durchaus rasant inszeniert. Ich hatte meinen Spaß und hin und wieder schaue ich mir Filme dieser Art ausgesprochen gerne an.
Weil er mit etwas zuviel Enthusiasmus im Rotlichtviertel von Paris aufräumen wollte, verliert der naive Polizist Nestor Patou (Jack Lemmon) erst seinen Job und wird danach eher unfreiwillig zum Zuhälter der Prostituierten Irma La Douce (Shirley MacLaine). Echte Gefühle für Irma entwickelnd, heckt Nestor schon bald einen ausgefeilten Plan aus, um seine Angebetete nicht mit den Freiern teilen zu müssen...
Ich hatte nun schon viel zu lange keinen Film von Billy Wilder mehr gesehen und das musste sich einfach ändern. Leider gehen mir langsam aber sicher die noch nicht gesichteten Wilder-Filme aus. Dieses Mal war Irma La Douce an der Reihe und eigentlich könnte ich fast per "Copy & Paste"-Verfahren eine meiner anderen Wilder-Lobeshymnen hierher kopieren. Denn auch Irma La Douce bot - wie praktisch jeder bisher von mir gesichtete Film von Billy Wilder - ganz vorzügliche Unterhaltung mit einem wieder mal herrlichen Jack Lemmon in der Hauptrolle. Es sitzt einfach jeder Dialog und den oft hintergründigen Humor Wilders lerne ich mit jedem seiner Filme mehr zu schätzen. Wenngleich ich auch sagen muss, dass dieser Streifen in meinen Augen nicht ganz an Filme wie Extrablatt, Manche mögen's heiß, Das verflixte 7. Jahr, Der Glückspilz oder Eins, zwei, drei heranreicht. Dafür macht sich in den knapp 140 Minuten Laufzeit doch die eine oder andere kleinere Länge bemerkbar. Aber das ist nun wirklich Jammern auf extrem hohem Niveau.
Eigentlich wollte Dr. David Huxley (Cary Grant) kurz vor seiner Hochzeit nur noch sein Dinosaurierskelett fertigstellen und einen wohlhabenden Investoren um eine stattliche Finanzspritze für sein Museum beknien. Doch dann trifft Huxley auf die leicht chaotische Susan Vance (Katharine Hepburn) und muss mit ansehen, wie diese sein ganzes Leben innerhalb kürzester Zeit auf den Kopf stellt...
Eine schmerzliche filmische Bildungslücke wurde nun endlich geschlossen. Meine Erstsichtung der Mutter aller Screwball-Komödien und ich bin restlos begeistert. Man darf wohl mit Fug und Recht behaupten, dass Regisseur Howard Hawks mit Leoparden küsst man nicht ein zeitloses Meisterwerk und gleichzeitig einen der in meinen Augen vielleicht lustigsten Filme aller Zeiten gedreht hat. Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wann ich zum letzten Mal bei einem Film so sehr lachen musste, wie bei diesem hier. Da passt wirklich jeder Dialog, da sitzt einfach jeder Gag und Katharine Hepburn und Cary Grant spielen im wahrsten Sinne des Wortes einfach nur großartig. Von 0 auf sicherer Lieblingsfilmkandidat in knapp 98 Minuten. Schade nur, dass die einfach nur schäbige DVD von Kinowelt dem Streifen in keinster Weise gerecht wird. Muss mich da mal im Ausland nach einer besseren Alternative umsehen.
NATIONAL LAMPOON'S ANIMAL HOUSE - ICH GLAUB, MICH TRITT EIN PFERD! (DVD: Universal, Deutschland)
(OT: National Lampoon's Animal House | USA 1978 | Regie: John Landis)
John Blutarsky (John Belushi) und seine Freunde (u.a. Tom Hulce, Stephen Furst und Tim Matheson) aus der "Delta Tau Chi"-Verbindung haben nichts als Unsinn im Kopf und sind dem College-Leiter Vernon Wormer (John Vernon) schon seit langer Zeit ein Dorn im Auge. Mit allen Mitteln versucht Wormer die Verbindung schließen zu lassen und die ungeliebten Studenten vom College zu verbannen...
Die Mutter aller Teenie-/Highschool-/College-/Gross-Out-Komödien, der Vorläufer von American Pie & Co. und wahrscheinlich der erste Film, in dem der bei vielen heutigen Genrebeiträgen fast schon übertrieben eingesetzte Brachialhumor regelrecht zelebriert wurde. Ich habe Animal House nun nach einer gefühlten halben Ewigkeit endlich mal wieder angesehen und war nicht weniger begeistert als ich es bei der Erstsichtung damals auf Video irgendwann in den 80er Jahren war. Ein Gag jagt den nächsten und praktisch jeder davon ist absolut gelungen. Der mit gerade mal 33 Jahren leider viel zu früh verstorbene John Belushi gibt hier vielleicht die Vorstellung seines kurzen Lebens und damals noch unbekannte Schauspieler/innen wie Kevin Bacon, Bruce McGill, Tom Hulce und Karen Allen starteten mit Animal House ihre teils mehr, teils weniger erfolgreich verlaufenden Karrieren. Wer tatsächlich American Pie als Startschuss des Teenie-Komödien-Genres halten sollte, hat Animal House definitiv nie gesehen und sollte dieses Versäumnis so schnell wie möglich nachholen.
Schade nur, dass man den Streifen nicht mehr in seiner ursprünglichen Fassung betrachten kann. Aus rechtlichen Gründen mussten leider einige Musikstücke des grandiosen Soundtracks in der Originalfassung ausgetauscht werden. Die deutsche Synchronfassung ist davon nicht betroffen. Ob man nun lieber verfälschte Musik oder verfälschte Stimmen haben will, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich persönlich habe mich für das für mich kleinere Übel entschieden, mir den Film im englischen O-Ton angesehen und kann so zumindest bestätigen, dass die teilweise neu eingesetzten Songs gut ausgewählt wurden.
Der von den Kritikern verlachte Regisseur Able Whitman (David Hess) gerät gemeinsam mit der Stripperin Gigi (Jennilee Murray) in einen Autounfall bei dem Gigi ums Leben kommt. Der alkoholisierte Able versucht nun die Leiche möglichst unaufmerksam zu entsorgen und entscheidet sich dazu, einzelne Teile als Ausstattung für sein neuestes Projekt zu verwenden. Doch Able wird sehr schnell klar, dass die Körperteile einer einzigen toten Person nicht ausreichen um ein möglichst realistisches Setdesign zu erschaffen...
Quentin Tarantino, Robert Rodriguez, Rob Zombie und Eli Roth machen es vor und immer mehr - manchmal mehr, manchmal weniger talentierte - Nachwuchsregisseure machen es nach: Sie drehen Liebesbekundungen an das Genrekino vergangener Tage, Filme, die von Kritikern gern als Fanboy-Gewichse abgetan werden, bei Genrefans hin und wieder aber durchaus Begeisterung auslösen können. Smash Cut ist nun eine Verbeugung vor dem Kino von Herschell Gordon Lewis, dem Regisseur, der den Splatterfilm praktisch (mit-)erfunden hat und der sich nicht zu schade war, in seiner Hommage an ihn eine kleine Nebenrolle zu übernehmen. Überhaupt ist die Besetzung von Smash Cut eine richtiggehende Offenbarung für den geneigten Genrefreund. Neben dem schon genannten Herschell Gordon Lewis und Sasha Grey - der derzeit wohl angesagtesten Pornodarstellerin - in der weiblichen Hauptrolle geben sich keine geringeren Kultfilmhelden als David Hess aus The Last House on the Left, Michael Berryman aus The Hills Have Eyes und Ray Sager, der in insgesamt acht Filmen von Herschell Gordon Lewis mit von der Partie war, die Ehre. Gemessen an dieser Besetzung ist das Ergebnis allerdings ziemlich ernüchternd ausgefallen. Kommt Smash Cut als reine Hommage durchaus noch nett und sympathisch rüber, kann der Streifen als Genrefilm nicht wirklich überzeugen. Zu viel Leerlauf und zu wenig Spannung machen Smash Cut teilweise zu einer ziemlich zähen Angelegenheit. Da war beispielsweise eine absolute Trash-Granate wie Zombie Strippers deutlich unterhaltsamer.
Ein Date mit Tank Turner (Dane Cook) wird schon bald zum Albtraum einer jeden Frau, allerdings nur wenn Tank vom jeweiligen Ex-Partner engagiert wurde. Denn nachdem der Abend mit Tank vorüber ist, kehrt praktisch jedes weibliche Wesen in die Arme des zuvor verlassenen Partners zurück. Tank hat allerdings auch eine klare Regel: er nimmt keine Aufträge von Familienmitgliedern und Freunden entgegen. Doch ausgerechnet von seinem besten Freund Dustin (Jason Biggs) lässt sich Tank beknien und willigt ein ihm bei dessen Problemen mit seiner Angebeteten, der äußerst attraktiven Alexis (Kate Hudson), zu helfen...
Schon seltsam, dass es ausgerechnet My Best Friend's Girl von Howard Deutch immer noch nicht nach Deutschland geschafft hat. Dabei bietet der Streifen ausnahmsweise mal nicht eine schon von unzähligen anderen Filmen bekannte Rahmenhandlung für seine oft derben und größtenteils durchaus gelungenen Gags sowie seine romantische Love Story, welche sich in dem ganzen Klamauk langsam aber sicher entwickelt, sondern wartet tatsächlich mit einer - zumindest für mich - neuen Idee auf. Diese unverbrauchte Ausgangssituation (Typ lässt sich von verlassenen Männern engagieren, um deren Ex-Partnerinnen das schrecklichste Date ihres Lebens zu verpassen, so dass diese dann reumütig zu ihren Freunden/Verlobten/Männern zurückkehren) macht My Best Friend's Girl in meinen Augen zu einer Komödie, die deutlich über dem üblichen Durchschnitt ähnlicher Genrebeiträge zu unterhalten weiß. Ich hatte verdammt viel Spaß mit dem Film, der darüber hinaus auch noch richtig gut besetzt ist. Neben dem hierzulande wohl noch relativ unbekannten Hauptdarsteller Dane Cook geben sich beispielsweise Kate Hudson, Jason Biggs und Alec Baldwin die Ehre. Wer sich für leicht romantisch angehauchte Komödien mit einer gehörigen Portion Brachialhumor erwärmen kann, sollte diesem Film definitiv mal eine Chance geben. Wie schon gesagt, mir absolut unverständlich, dass dieser Film noch keinen deutschen Verleih gefunden zu haben scheint. Wird doch sonst wirklich jeder Mist hier veröffentlicht.
Darwin, Blaster und Juarez sind nur auf den ersten Blick niedliche Kleintiere. Tatsächlich arbeiten sie als Agenten in einem streng geheimen Programm für die amerikanische Regierung. Und ihr Auftrag ist kein geringerer als die Rettung der Welt...
Ein Muss für Kleintierfreunde. Mit praktisch gar keinen Erwartungen habe ich mir gemeinsam mit meiner Frau G-Force angesehen und wir waren beide vom Gebotenen absolut angetan. Die tierischen Helden sind einfach nur grandios animiert und sehen tatsächlich fast aus wie echt. Einfach knuffig. Und auch der Film selbst macht richtig viel Spaß. Die kindgerechte Story ist ausgesprochen kurzweilig und rasant ausgefallen und über fehlendes Tempo kann man sich genauso wenig beklagen wie über fehlende Gags (göttlich beispielsweise die Szene, in der eine Handvoll Mäuse laut "Jailbreak! Jailbreak!" rufend aus ihrem Käfig ausbrechen). Und auch wenn das hier der plumpste Werbespruch der Filmindustrie sein mag: In meinen Augen kann man G-Force tatsächlich als rundum gelungenen Film für die ganze Familie betrachten.
Nacho (Jack Black) ist Koch in einem Waisenhaus eines Klosters in Mexiko und dort immer wieder dem Gespött der Mönche ausgesetzt. Sein größter Traum ist es, eine Karriere als erfolgreicher Wrestler einzuschlagen und heimlich, still und leise beginnt Nacho damit, sich seinen Traum zu verwirklichen...
Für Wrestling habe ich mich noch nie im Leben interessiert und hätte Jack Black nicht die Hauptrolle in Nacho Libre übernommen, ich wäre wohl nie auf die Idee gekommen, mir den Streifen anzusehen. Was wahrscheinlich auch besser gewesen wäre. Die Geschichte - ein Außenseiter hält an seinem Traum fest und versucht mit allen Mitteln diesen zu verwirklichen - ist zwar sicher sympathisch, konnte mich persönlich aber zu keinem Zeitpunkt in ihren Bann ziehen. Im Gedächtnis bleiben somit ein paar wunderbar atmosphärische Szenen und der wirklich grandiose Song "Hombre Religioso" von Mr. Loco.
PORNORAMA ODER DIE BEKENNTNISSE DER MANNSTOLLEN NÄHERIN RITA BRAUCHTS (DVD: Constantin/Highlight, Deutschland)
(OT: Pornorama oder Die Bekenntnisse der mannstollen Näherin Rita Brauchts | Deutschland 2007 | Regie: Marc Rothemund)
Um seinem Bruder Freddie (Benno Fürmann) aus ernsten finanziellen Problem zu helfen, lässt sich der junge Polizeianwärter Bennie (Tom Schilling) dazu überreden einen Sexfilm zu drehen. Davon darf natürlich Bennies Arbeitgeber, bei dem er schon Erfahrungen hinter der Kamera beim Filmen von Demos gemacht hat, genauso wenig wissen wie Bennies Angebetete Luzie (Karoline Herfurth) von Bennies tatsächlichem Job. Die ist nämlich Revoluzzerin durch und durch und würde sich nie im Leben auf einen angehenden Polizisten einlassen...
Wenn ein Regisseur eine Hommage an den deutschen Aufklärungs- und Sexfilm der späten 60er bzw. frühen 70er Jahre dreht muss ich mir den Streifen natürlich irgendwann ansehen und auch die überwiegend miesen Kritiken, die Pornorama erwartungsgemäß erhalten hat, konnten mich von diesem Vorhaben nicht abbringen. Und als Hommage an die damaligen Kinoerfolge ist Rothemunds Film in meinen Augen gut gelungen. Natürlich setzt sich Pornorama nicht groß mit der damaligen Zeit auseinander - die Vorkommnisse der späten 60er Jahre dienen ausschließlich als Kulisse für die Geschichte um die Filmcrew und die Romanze zwischen Bennie und Luzie -, gestört hat mich das aber nicht im Geringsten. Ich fand den Streifen witzig und kurzweilig und bin auch der Meinung, dass die überspitzte Darstellung der damaligen Sexfilmemacher sicher den einen oder anderen Funken Wahrheit in sich trägt. Ich habe nun wahrlich schon genug Streifen von damals gesehen und kann mir gut vorstellen, dass es bei den Dreharbeiten teilweise nicht viel anders zugegangen ist, als in Rothemunds Film. Und das Ende mit dem Gastauftritt von Heinz Badewitz, dem Gründer und auch noch heutigem Leiter der "Hofer Filmtage", hat mir als Wahl-Hofer (Oberfranken ist nun schon seit fast 10 Jahren meine neue Heimat geworden) natürlich besonders gut gefallen.
Der 16-jährige Phillip Fillmore (Eric Brown) und sein bester Freund Sherman (Patrick Piccininni) haben meistens nur Sex im Kopf, sind beim weiblichen Geschlecht aber alles andere als erfolgreich. Als Phillips steinreicher Vater (Ron Foster) seinen Sohn wegen einer Auslandsreise in der Obhut der attraktiven Haushälterin Nicole (Sylvia Kristel) und des Chauffeurs Lester (Howard Hesseman) lässt, hat Phillip nichts anderes zu tun als der hübschen Nicole heimlich hinterherzuspionieren um einen Blick auf die perfekten Rundungen der Haushälterin zu erhaschen. Als die ihn dabei erwischt, scheinen Phillips kühnste Träume wahr zu werden...
Wie schon in dem vor einigen Wochen gesehenen They're Playing with Fire wird auch in Private Lessons ein pubertierender Teenager von einer reiferen Frau verführt. Was diese beiden Filme außer dieser Ausgangsposition noch gemeinsam haben, ist der jeweilige männliche Hauptdarsteller Eric Brown. Bevor dieser im Jahr 1984 den Körper von Sybil Danning näher erkunden durfte, bekam er schon 3 Jahre zuvor in Private Lessons die Möglichkeit an den perfekten Rundungen von Emmanuelle-Darstellerin Sylvia Kristel herumzuspielen. Und das war es praktisch auch schon wieder mit der Karriere von Eric Brown, der in den darauffolgenden Jahren in Film und Fernsehen zwar noch ab und an aktiv war, aber nicht mehr sonderlich in Erscheinung getreten ist. Browns Debüt-Film Private Lessons ist eines dieser typischen Beispiele der amerikanischen Teenie-Komödie aus den 80er Jahren bzw. dem sogenannten Teensploitation-Film. Ein eingängiger Soundtrack, viel nackte Haut und - zumindest in diesem speziellen Fall - ein gar nicht mal so einfallsloser Plot mit der einen oder anderen Wendung machen Private Lessons zu einem ausgesprochen kurzweiligen Vergnügen. Zudem ist Sylvia Kristel einfach nur sexy wie Hölle und TV- und Kino-Veteran Ed Begley Jr. ist in einer wirklich fantastischen Nebenrolle zu bewundern.
Der wahnsinnige Dr. Goldfoot (Vincent Price) hat eine Maschine entwickelt mit der er attraktive Roboterdamen in goldenen Bikinis herstellen kann. Diese sollen reiche Männer erst verführen, dann heiraten und schließlich deren Vermögen auf sich übertragen lassen. Dr. Goldfoot hofft auf diese Art und Weise unermesslichen Reichtum zu erlangen, hat die Rechnung allerdings ohne den Geheimagenten Craig Gamble (Frankie Avalon) gemacht, der Dr. Goldfoot schon bald auf die Schliche kommt...
Mit Dr. Goldfoot and the Bikini Machine hat Regisseur Norman Taurog eine richtig nette Mischung aus Komödie, Agentenfilm und Science Fiction gedreht, die - auch wenn der Streifen streckenweise schon arg blödsinnig geraten ist - zur kurzweiligen Unterhaltung bestens geeignet ist. Hübsch anzusehende "Roboter" und Settings, ein Titelsong der absolut ins Ohr geht, einige wirklich gelungene Gags und ein wirklich spektakuläres Finale machen den Streifen zu einem dieser Guilty Pleasures, denen man trotz aller vorhandener Unzulänglichkeiten irgendwie gar nicht böse sein.
Der schmierige Zuhälter Danny (Jacob Often) ist mit drei seiner Mädchen - Carol (Monica Gayle), Julie (Wendy Winders) und Brenda (Judy Angel) - auf dem Weg zu einem Schönheitswettbewerb als ihn eine Autopanne mitten im Nirgendwo aufhält. Auf der in der Nähe gelegenen Farm des Colonel (Jack Richesin) findet das Quartett Unterschlupf. Die geplante Teilnahme am Schönheitswettbewerb ist allerdings nicht mehr realisierbar. Stattdessen soll nun in der Scheune des Colonels ein entsprechender Wettbewerb organisiert werden und während sich Danny nach potentiellen Teilnehmerinnen (u.a. Debbie Osborne) umsieht, kümmern sich Carol, Julie und Brenda liebevoll um Junior (John Tull), den etwas vertrottelten Sohn des Colonels...
Nach Country Cuzzins und Midnight Plowboy war Southern Comforts nun der dritte Streifen, den ich von Regisseur Bethel Buckalew gesehen habe und auch dieser kann auf seine ganz eigene Art und Weise überzeugen. Natürlich ist auch hier die Handlung eher nebensächlich, im Zentrum des Streifens stehen nackte Tatsachen und alberne Gags (für die vor allem der wieder mal herrlich bescheuert aufspielende John Tull in der Rolle des Junior verantwortlich zeichnet). Ein typischer Sexploitation-Flick der frühen 70er Jahre, kurzweilig, spaßig und mit wirklich verdammt vielen Schauwerten ausgestattet.
Die beiden Cowboys Val (Kevin Bacon) und Earl (Fred Ward) sind in dem mitten in der Wüste gelegenen Nest Perfection die Mädchen für alles. Sie reparieren Zäune, kümmern sich um die Abwasserentsorgung und helfen wo Not am Mann ist. Beide träumen schon seit Ewigkeiten davon das verschlafene Örtchen für immer zu verlassen. Als sie sich nun endgültig dazu aufgerafft haben, kommen ihnen allerdings unter der Erde lebende Riesenwürmer dazwischen die dafür gesorgt haben, dass Perfection komplett von der Außenwelt abgeschnitten wurde. Gemeinsam mit den anderen Einwohnern (u.a. Michael Gross, Victor Wong) und der Studentin Rhonda (Finn Carter), die in der Gegend seismologische Messungen durchführt, nehmen Val und Earl den Kampf gegen die unangenehmen Viecher auf...
Nach Porn Horror Movie hatte ich irgendwie Lust auf Tremors bekommen. Auch hier geht es ja um Killerwürmer. :-D Ich habe Tremors seit seiner Veröffentlichung auf Video vor nun fast schon wieder 20 (!!!) Jahren nicht mehr gesehen und eine Wieder- bzw. Neuentdeckung war längst überfällig. Ich hatte den Film ja eh schon als äußerst positiv in Erinnerung, dass er aber tatsächlich so verdammt gut ist, hätte ich nicht zu träumen gewagt. Tremors macht einfach nur Spaß und ist in so gut wie jeder Hinsicht nahezu perfekt gelungen. Zum einen ist das eine einfach nur wunderbare Hommage an die B-Movies der 50er Jahre, zum anderen eine saukomische Komödie und zugleich auch ein richtig spannender Monster-Thriller, der den geneigten Genrefreund mit so einigen verdammt gelungenen Ekel-Effekten alter Schule verwöhnt. Und dann noch die grandiose Besetzung mit Fred Ward und Kevin Bacon als ständig "streitende" Freunde, mit Victor Wong als durchtriebener Ladenbesitzer oder mit Michael Gross als komplett durchgeknallter Waffennarr. Klasse, einfach nur klasse!
Gemeinsam mit einer Filmcrew begeben sich die Porno-Veteranen Ron (Ron Jeremy) und Veronica (Veronica Hart) sowie einige hoffnungsvolle Nachwuchsdarsteller (u.a. Carmen Hart) für ein Wochenende in eine abgelegene Berghütte um dort einen neuen Film zu drehen. Während einer Drehpause geschieht das Unfassbare: Ron wird von einer Art Blitz aus dem All getroffen woraufhin sich sein bestes Stück verselbstständigt und damit beginnt, Cast und Crew des Films zu dezimieren...
So trashig sich der Plot auch anhören mag und so peinlich der deutsche Verleihtitel auch gewählt sein mag - man sollte aus diesen Gründen vor einer Sichtung von Regisseur Adam Fields' One-Eyed Monster nicht zurückschrecken. Denn der Film kann sich in meinen Augen absolut sehen lassen. Fields hat da nicht nur eine höchst unterhaltsame Horrorkomödie abgeliefert, er hat mit der Besetzung von Ron Jeremy und Veronica Hart einen absoluten Glücksgriff getätigt und ganz nebenbei einen wunderbar melancholischen Abgesang auf das "Golden Age of Porn" gedreht (welcher durch das im Bonusmaterial vorhandene Gespräch zwischen Ron und Veronica - welches alleine schon die Anschaffung der DVD oder Blu-ray lohnt - sogar noch intensiviert wird). Sehr schön auch die - so hoffe ich zumindest - selbstironische Darstellung von Carmen Hart, die sich praktisch selbst spielt und eine herrlich klischeehafte Vorstellung eines jungen Porno-Starlets abliefert. Und Schauspielveteran Charles Napier - der seine Karriere einst in Streifen von Exploitation-Papst Russ Meyer startete und den meisten wohl als Marshall Murdock aus Rambo II - Der Auftrag bekannt sein dürfte - sieht man als Genrefreund ja auch immer wieder gerne.
Die USA haben sich in "Zombieland" verwandelt. Die Untoten beherrschen das Bild der Straßen. Städte und Highways sind verwüstet, Überlebende sind rar gesät. Der junge und unscheinbare Columbus (Jesse Eisenberg) hat es als einer der wenigen Menschen geschafft zu überleben und trifft eines Tages auf den wortkargen Tallahassee (Woody Harrelson) der mit dem Zombieproblem gänzlich anders umgeht als Columbus. Während Columbus sein Heil bisher immer in der Flucht gesucht hat, macht sich Tallahassee auf die Jagd nach den Untoten...
Bei manchen Filmen bin ich mir schon vor dem Ansehen relativ sicher, dass sie mir verdammt gut gefallen werden. Meine Vermutungen bewahrheiten sich zwar nicht immer, aber doch relativ häufig. Einer dieser fast todsicheren Kandidaten war - ungeachtet einiger auch eher negativer oder durchschnittlicher Stimmen zum Film - Ruben Fleischers Zombieland und meine große Vorfreude auf den Film war tatsächlich absolut begründet. Fleischer hat hier einen in meinen Augen ganz wunderbaren Genrebeitrag geschaffen, der nicht nur verdammt unterhaltsam geraten ist, sondern mich zudem auch noch mit seiner teils sehr melancholischen Stimmung absolut positiv überrascht hat. Die Protagonisten auf ihrer Fahrt durch das von Zombies bevölkerte Amerika zu begleiten machte mir von der ersten bis zur letzten Sekunde einfach nur verdammt viel Spaß. Woody Harrelson und Jesse Eisenberg passen ganz vorzüglich in ihre Rollen, der Gastauftritt von Bill Murray ist einfach nur göttlich und über einen Film, der mein absolutes Lieblingslied gleich im Vorspann so grandios einsetzt, kann ich sowieso nichts Negatives berichten.
Jeden Mittwoch begibt sich der erfolgreiche Unternehmer John Cleves (Jason Robards) auf eine Geschäftsreise. Das glaubt zumindest seine Frau Dorothy (Rosemary Murphy). Tatsächlich vertreibt sich Cleves seine Zeit mit seiner heimlichen Geliebten, der attraktiven Ellen Gordon (Jane Fonda). Die träumt von einem Leben ohne Geheimnisse. Ein Traum, der plötzlich wahr werden könnte. Denn an Ellens 30. Geburtstag überschlagen sich die Ereignisse...
Ich habe es ja schon desöfteren geschrieben: Auf Bühnenstücken passierende US-Filme aus den 60er Jahren funktionieren für mich praktisch immer hervorragend und da macht auch der scheinbar eher etwas unbekanntere Jeden Mittwoch von Regisseur Robert Ellis Miller keine Ausnahme. In den Haupt- und Nebenrollen mit Jane Fonda, Jason Robards, Dean Jones und Rosemary Murphy ganz hervorragend besetzt, überzeugt der Streifen nicht nur durch seine wirklich blendend aufgelegten Schauspieler sondern auch durch seine wunderbar luftig-leichte und ausgesprochen flotte Inszenierung und diese herrlich unbedarfte Wohlfühl-Atmosphäre der 60er Jahre. Sehr schöner Film.
Auf den Spuren seines alten Freundes Dr. Seymour Love (Fred J. Lincoln) wandelnd, entscheidet sich der gelangweilte Privatier Darren Daly (Randy Spears) gemeinsam mit seiner Assistentin Allison Craves (Chloe) dazu ein fast 30 Jahre zuückliegendes Experiment zu wiederholen. Dr. Love hatte einst eine unbeholfene Nutte in eine Edel-Prostituierte verwandelt und so macht sich Darren nun selbst auf die Suche nach einer jungen Prostituierten, aus der er ebenfalls eine Frau von Welt machen will. In einem schäbigen Nachtclub wird er fündig und seine Auserwählte (Sunset Thomas) hört doch tatsächlich ebenfalls auf den Namen Misty Beethoven...
Neben Ron Jeremy ist Veronica Hart eine der wenigen Stars des US-Hardcore-Films der 80er Jahre, die der Branche bis zum heutigen Tage treu geblieben sind. Ähnlich wie Ron übernimmt sie noch immer Nebenrollen in aktuellen Feature-Produktionen und nimmt auch hin und wieder auf dem Regiestuhl Platz. Mit Misty Beethoven, the Musical! hat sie als Regisseurin ein kleines Ausrufezeichen gesetzt. Denn das Remake, die Hommage bzw. die Fortsetzung - irgendwie trifft alles zu - von Radley Metzgers Klassiker The Opening of Misty Beethoven aus dem Jahr 1976 - dem vielleicht besten Pornospielfilm aller Zeiten - ist meines Erachtens rundherum geglückt. Die Geschichte von damals wird in Musicalform neu erzählt, wobei sowohl die schauspielerischen als auch die gesanglichen Leistungen der Darsteller und Darstellerinnen absolut überzeugen können. Gut, Sunset Thomas in der Rolle der Misty ist nun keine Constance Money und auch Randy Spears hat nicht die Präsenz und Ausstrahlung von Jamie Gillis im Original, aber das sind auch die einzigen kleinen Schwächen, die Harts Film aufzuweisen hat. Vom "Niveau" typischer HC-Filme der letzten Jahre hebt sich Misty Beethoven, the Musical! in so gut wie jeder Beziehung meilenweit ab - das fängt schon bei der Ausstattung des Streifens an und hört bei der Inszenierung der HC-Sequenzen auf - und kann so als absolutes Highlight des modernen Feature-Films bezeichnet werden.
Eigentlich sollte Professor Pollock (Gregory Peck) nur ein paar Hieroglyphen auf einem Zettel für den Ölmagnaten Beshraavi (Alan Badel) übersetzen. Doch ehe sich Pollock versieht befindet er sich gemeinsam mit Beshraavis attraktiver Freundin Yasmin (Sophia Loren) auf der Flucht vor seinem Auftraggeber und inmitten einer politischen Verschwörung...
Ein Film nach meinem Geschmack. Arabeske hat mich von der ersten bis zur letzten Minute ganz vorzüglich unterhalten. In einer wirklich herrlichen Mischung aus Hitchcock-Hommage, Agentenfilm und Komödie schickt Regisseur Stanley Donen sein bestens aufgelegtes Schauspielerpaar gemeinsam mit dem Zuschauer auf einen wilden Trip voll überraschender Wendungen. Der Weg ist dabei das Ziel, die eigentliche Auflösung verkommt fast schon zur Nebensache. Das wirkt sich aber keineswegs negativ auf die Spannung aus, denn die Puste geht dem Streifen nie aus, es ist ständig was geboten und irgendwelche Längen konnte ich beim besten Willen nicht ausmachen. Ich werde mir demnächst unbedingt mal den Quasi-Vorgänger Charade ansehen müssen. Könnte mir vorstellen, dass der - allein schon aufgrund der Besetzung (nichts gegen Gregory Peck und Sophia Loren, aber Cary Grant und Audrey Hepburn sind dann doch noch ein etwas größeres Kaliber) - sogar noch besser gelungen ist.
Der geniale PR-Mann Nick Naylor (Aaron Eckhart) hat es nicht gerade leicht im Leben. Durch seinen Job bei der Tabakindustrie ist die Anzahl seiner Freunde rar gesät und als richtiges Vorbild für seinen Sohn Joey (Cameron Bright) kann er aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit auch nicht gerade dienen. Und zu allem Übel muss er sich auch noch mit Senator Ortolan Finistirre (William H. Macy) herumschlagen, welcher der Tabakindustrie regelrecht den Krieg erklärt hat...
Nach einigen Kurzfilmen hat Ivan Reitmans Sohn Jason mit Thank You for Smoking ein sehenswertes Debüt hingelegt. Seine Satire über Lobbyismus im Allgemeinen und die Tabakindustrie im Speziellen ist nun zwar nicht ganz so bitterböse geraten, wie ich das aufgrund so mancher Stimmen zu dem Film erwartet hatte, gelungen ist diese herrlich schwarzhumorige Komödie aber allemal. Kurzweilig, pointenreich und vor allem hervorragend besetzt, fühlte ich mich von Reitmans Film bestens unterhalten. Höhepunkt des Streifens waren für mich persönlich dabei immer die Treffen der drei Lobbyisten. Einfach nur zum Brüllen komisch.
Nachdem mir ja auch schon Jason Reitmans zweiter Film Juno ganz vorzüglich gefallen hat, bin ich nun schon sehr auf sein drittes Werk Up in the Air mit George Clooney gespannt, welcher bei der in diesem Jahr noch anstehenden Oscar-Verleihung immerhin für 6 Awards nominiert ist.
Cindy Campbell (Anna Faris) nimmt einen Job im Pflegebereich an und muss sich nun um die alte Mrs. Norris (Cloris Leachman) kümmern welche in einem Haus lebt, in dem der Geist eines Jungen sein Unwesen zu treiben scheint. Gleichzeitig nähert sich aber noch eine ganz andere Gefahr...
Man mag es kaum für möglich halten, aber es geht tatsächlich immer noch ein bisschen langweiliger und einfallsloser. Regisseur David Zucker liefert mit Scary Movie 4 einen Streifen ab, der mir persönlich schon fast Angst vor meiner eigentlich angedachten Neusichtung der alten ZAZ-Komödien aus den 80er Jahren macht. Das Plotgerüst von Scary Movie 4 besteht - wie bereits beim Vorgänger - aus 3 Filmen, nämlich The Grudge, Krieg der Welten und The Village, dazu gesellen sich Parodien auf Streifen wie Saw, Brokeback Mountain und Million Dollar Babby. So wirklich lustig ist das nur ganz ganz selten und es ist fast nicht zu glauben, wie lange 80 Minuten dauern können. Mit ganz viel Wohlwollen kann man dem Streifen vielleicht noch unterdurchschnittliche Qualität attestieren. Mehr aber beim besten Willen nicht. Die IMDB listet einen fünften Teil als "In Development"; haben denn die Weinsteins gar kein Einsehen?
Cindy Campbell (Anna Faris), mittlerweile als Nachrichtenreporterin tätig, arbeitet an einer Story über den Farmer Tom (Charlie Sheen), den ein gewisses Kornkreisproblem plagt. Abgelenkt wird Cindy bei ihren Recherchen unter anderem von einem mysteriösen Videotape...
Nachdem die Wayans-Brüder für die ersten beiden Teile verantwortlich zeichneten, legten die Weinsteins die Verantwortung für Teil 3 nun in die Hände von David Zucker, einem Teil des ZAZ-Trios, welches sich ja gerade im Bereich der Filmparodie einen Namen machen konnte. Mit Charlie Sheen wurde zudem ein Co-Star verpflichtet, der sich durch seine Mitwirkung in den beiden Hot Shots!-Filmen auch bestens mit dem Genre auskennen dürfte. Sonderlich viel gebracht hat das allerdings nicht. Scary Movie 3 ist der bisher schwächste Teil der Reihe. Die größte Schwäche ist meines Erachtens, dass sich die Rahmenhandlung nicht wie bei den beiden Vorgängern auf nur einen Film bezieht. Gleich drei Streifen, nämlich Signs, The Ring und 8 Mile wurden für die Rahmenhandlung verwurstet, in meinen Augen etwas zu viel des Guten. Regisseur Zucker hat zudem krampfhaft versucht, den Humor der 80er-Jahre-Parodien mit dem Brachialhumor der Wayans-Brüder zu kreuzen. Herausgekommen ist eine Mischung, die bei mir nur sehr selten ein Lächeln hervorgerufen hat. Mal schauen, ob der vierte Teil wieder besser gelungen ist.
Kleine Anmerkung am Rande: Die von Regina Hall gespielte Brenda musste nun schon wieder ihr Leben lassen. Mal schauen, ob sie im vierten Teil wieder mit von der Partie ist.
Cindy (Anna Faris) und ihre Freunde (u.a. Marlon Wayans, Shawn Wayans und Regina Hall) werden von einem ihrer Professoren (Tim Curry) unter dem Vorwand bei einer Studie über Schlafstörungen teilzunehmen, in ein altes Schloss gelockt. Die tatsächlichen Pläne des Professors sehen allerdings anders aus...
Nur ein Jahr nach Scary Movie kam die Fortsetzung in die Kinos und auch hier mussten sich wieder jede Menge bekannte Blockbuster durch den Kakao ziehen lassen. Als Rahmenhandlung wurde Das Geisterschloss adaptiert, ansonsten geht es querbeet durch die verschiedensten Genres. War schon im Vorgänger nicht ausschließlich das Horrorgenre Ziel der Blödelattacken, sind es im Nachfolger - zumindest gefühlt - sogar noch mehr genrefremde Filme, die entsprechend veräppelt werden. 3 Engel für Charlie, Mission: Impossible II, Wild Wild West, Twister und sogar Dirty Harry - sie alle müssen entsprechende Federn lassen. Der Humor selbst ist noch ein ganzes Stück brachialer ausgefallen als im ersten Teil und insgesamt betrachtet hat sich in meinen Augen die Fortsetzung ein kleines Stück besser gehalten als der Vorgänger. Ich musste doch etwas häufiger lachen und schmunzeln als beim relativ kurz vorher gesehenen ersten Teil. Witzig auch die Tatsache, dass auf Kontinuität innerhalb der Reihe komplett gepfiffen wird. So ist die von Regina Hall verkörperte Brenda, im ersten Teil noch im Kino ermordet, wieder quietschfidel mit von der Partie. Bin schon auf die beiden weiteren Fortsetzungen gespannt, die ich - im Gegensatz zu den ersten beiden Teilen - bis heute noch nicht gesehen habe.
Die beiden tolpatschigen Soldaten Philbrick (Robert Ball) und Penn (Frankie Ray) stoßen bei der Untersuchung einer geheimnisvollen Höhle auf zwei wunderschöne und äußerst knapp bekleidete Frauen (Gloria Victor und Dolores Reed). Wie sich herausstellt, handelt es sich bei den Frauen um Forscher von einem fremden Planeten, welche sich ausgerechnet die Erde für eine Übernahme durch ihre außerirdische Rasse ausgesucht haben. Nun liegt es an Philbrick und Penn, die Menschheit zu retten...
Was für ein herrlich alberner Blödsinn. Im Gegensatz zu manch anderem Science-Fiction-Film aus der damaligen Zeit, nimmt sich Bruno VeSotas Invasion of the Star Creatures zu keinem Moment ernst und ist zu jedem Zeitpunkt als lupenreine Komödie zu erkennen. Slapstickeinlagen, bescheuerte Dialoge, abstruse Situationen - die knapp 70 Minuten haben so einiges an Heiterkeit zu bieten. Höhepunkt dieses teilweise schon fast debil anmutenden Kuriositätenkabinetts sind allerdings die von den beiden Außeriridischen gezüchteten Pflanzenmonster - Menschen in langen Unterhosen, mit seltsamen "Masken" auf dem Kopf und Tischtennisbällen, die als Augen dienen. Grandios!
Nachdem die hübsche Drew Decker (Carmen Electra) von einem Killer im schwarzen Umhang verfolgt wurde und aufgrund dessen unter unglücklichen Umständen ihr Leben lassen musste, ist ihre Heimatstadt in heller Aufregung. Überall wimmelt es von Reportern und die Polizei scheint ratlos zu sein. Nur Cindy (Anna Faris) hat eine Ahnung, bei wem es sich um den Täter handeln könnte. Vor Jahresfrist hatten sie und ihre Freunde (u.a. Jon Abrahams, Regina Hall und Shawn Wayans) versehentlich einen Mann überfahren und die vermeintliche Leiche im Hafen versenkt. War das Opfer am Ende gar nicht tot und beginnt sich nun zu rächen? ...
Meine Frau und ich haben eine dumme Angewohnheit. Bevor wir uns irgendwelche Fortsetzungen erstmalig ansehen, wollen wir fast immer die bereits bekannten Vorgänger noch mal schauen. Das führt zwangsläufig dazu, dass sich mittlerweile schon unzählige Sequels ungesehen im Regal stapeln, weil man oft einfach keine Lust auf die wohlbekannten ersten Teile verspürt. Diese Versäumnisse sollen jetzt mal nach und nach aufgeholt werden. Die Rush Hour-Reihe war praktisch der erste Schritt. Nun geht es mit Scary Movie weiter. Der erste Teil ist ja auch einer dieser Filme, die ein praktisch totes Genre wiederbelebt haben. Nämlich die Filmparodie. Diverse Fortsetzungen und Streifen wie Date Movie, Fantastic Movie und Superhero Movie sollten folgen. Eine Ende ist genauso wenig in Sicht wie bei den von Scream und American Pie wiedererweckten Slasher- bzw. Teeniekomödien-Genres. Der Auftakt der Scary Movie-Reihe hat sich dann auch insbesondere die Handlung des ersten Teils der Scream-Trilogie vorgeknöpft, welche praktisch von Anfang bis Ende auf komödiantische Art und Weise nacherzählt wird. Ergänzt wird sie durch Sequenzen, die andere Horror-Streifen und auch Filme außerhalb des Horrorgenres parodieren (beispielsweise Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast, Blair Witch Project oder Matrix). Ein ganzes Jahrzehnt hat der erste Teil der Scary Movie-Reihe nun schon auf dem Buckel und der Streifen ist doch ziemlich in die Jahre gekommen. So wirklich zünden tun die altbekannten Gags nicht mehr und mittlerweile reicht es nur noch für zwar kurzweilige und nette, aber halt auch nur relativ durchschnittliche Unterhaltung.
Es sollte ein ganz normaler Junggesellenabschied in Vegas werden. Doch am Morgen danach können sich Phil (Bradley Cooper) und seine beiden Freunde (Ed Helms und Zach Galifianakis) an nichts mehr erinnern. Das allein wäre nicht weiter tragisch, wenn nicht Doug (Justin Bartha), der Bräutigam, spurlos verschwunden wäre...
Noch ein Film von Regisseur Todd Phillips. Aufgrund des nicht allzu überzeugenden School for Scoundrels wurde meine - durch die durchweg positiven, ja fast schon euphorischen Stimmen zum Film geschürte - Erwartungshaltung wieder etwas zurückgeschraubt. Wäre gar nicht nötig gewesen, denn Hangover - da bin ich mir sicher - hätte mich auch mit einer übergroßen Erwartungshaltung absolut begeistert. Todd Phillips schickt relativ unverbrauchte Gesichter in einen wahnwitzigen Wettlauf gegen die Zeit und hat mich mit seiner Mischung aus Komödie, Action und Thriller auf ganzer Linie überzeugt. Die drei Protagonisten sind ständig in Bewegung, stolpern von einer prekären Situation in die nächste und ziehen den Zuschauer förmlich in ihre Suche nach dem abhanden gekommenen Bräutigam mit hinein. Da darf mitgelacht, mitgebangt, mitgefiebert und mitgerätselt werden. Klasse!
Sehr zum Unwillen seiner hübschen Tochter Nicole (Audrey Hepburn) führt Charles Bonnet (Hugh Griffith) die Familientradition als Kunstfälscher fort und verdient sich mit seinen gefälschten Gemälden eine goldene Nase. Als er eines Tages eine von seinem eigenen Vater erstellte Skulptur als die berühmte Venus des Bildhauers Benvenuto Cellini dem Pariser Kunstmuseum unterjubelt, droht die Fälschertradition der Bonnets aufzufliegen. Denn das Museum versichert die Venus für eine Million und ein Spezialist soll aus diesem Grund die Echtheit des Werkes bestätigen. Nicole sieht nur einen Ausweg um ihren Vater zu helfen. Die Venus muss aus dem praktisch diebstahlsicheren Museum entwendet werden und der vermeintliche Einbrecher Simon Dermott (Peter O'Toole) soll ihr dabei helfen...
Regisseur William Wyler hat mit Wie klaut man eine Million? eine nette Mischung aus Komödie, Romanze und Heist Movie abgeliefert. Es dauert zwar ein bisschen bis der Film so richtig in Fahrt kommt, bringt man aber die nötige Geduld auf (vor allem die ersten 45 Minuten sind doch etwas schleppend), wird man auch entsprechend belohnt. Die Gags fangen an zu zünden, durch den Heist-Plot fehlt es dem Streifen auch nicht an Spannung und die Chemie zwischen der einfach nur zuckersüßen Audrey Hepburn und Peter O'Toole passt einfach hervorragend. Aber nicht nur die beiden Hauptdarsteller wissen zu überzeugen, auch der Rest der Besetzung - allen voran Hugh Griffith und Eli Wallach - liefert eine wirklich tolle Vorstellung ab und trägt viel dazu bei, dass ich Wie klaut man eine Million? letztendlich als rundum unterhaltsamen Streifen in Erinnerung behalten werde.
Gemeinsam mit dem zuvor gesehenen Wie angelt man sich einen Millionär? hat Wie klaut man eine Million? auf jeden Fall ein wunderbares Double Feature für einen trüben Sonntag nachmittag ergeben.
Und in meiner persönlichen Liste der schönsten Schauspielerinnen aller Zeiten rangiert definitiv keine andere als Audrey Hepburn gleich nach Marilyn Monroe auf dem zweiten Platz.
Schatze (Lauren Bacall) und ihre beiden Freundinnen Pola (Marilyn Monroe) und Loco (Betty Grable) haben ein Problem: sie sind chronisch pleite. Ein Millionär würde den Frauen und ihrer unbefriedigenden finanziellen Situation gut zu Gesicht stehen und so beschließt das Trio, sich auf die Jagd nach reichen Männern zu begeben, die verführt und möglichst schnell geheiratet werden sollen...
Wie angelt man sich einen Millionär? hat mich doch stark an dem im selben Jahr gestarteten Blondinen bevorzugt erinnert. Auch hier geht es um Frauen, die mit ihren Reizen versuchen, die Männerwelt um ihre Finger zu wickeln. Vor allem Marilyn Monroe ist in ihrer Parade-Rolle der sympathisch-naiven, einfach unwiderstehlichen Blondine einmal mehr in ihrem Element. Selbst mit auf den ersten Blick unattraktiver Brille ist sie einfach nur zuckersüß und sexy wie Hölle und je mehr Filme ich mit ihr sehe, desto überzeugter bin ich persönlich davon, dass sie wohl wirklich die mit Abstand schönste Schauspielerin war, die je das Licht der Leinwand erblickt hat. Marilyn Monroe steht allerdings in diesem Film nicht komplett im Mittelpunkt, diese Rolle steht Lauren Bacall zu, die es mit ihrer kühl-erotischen Ausstrahlung auch locker schafft, der Männerwelt im Film und vor dem Bildschirm bzw. der Leinwand den Kopf zu verdrehen. Die Dritte im Bunde ist die sicher auch nicht wirklich unattraktive Betty Grable - gegen die erotische Power der Monroe und der Bacall kommt sie allerdings nicht an und geht so zwischen diesen beiden Traumfrauen fast ein bisschen unter. Ansonsten steht Wie angelt man sich einen Millionär? - übrigens der erste Film in Cinemascope - in meinen Augen für typisches Hollywoodkino der damaligen Zeit. Ein kurzweiliges Vergnügen zum Wohlfühlen und Dahinschmelzen - einfach schön!
Event-Manager Ingo Schmitz (Wotan Wilke Möhring) soll ein Benefizturnier für den örtlichen Golfclub organisieren, bei dem als Stargast der bekannte US-Serien-Darsteller Douglas Burnett auftreten soll. Um sich selbst von der Gage einen Teil abzuzwacken, hat Ingo allerdings den unbekannten Schauspieler Horst Müller (Dirk Benedict) verpflichtet, der die Rolle des US-Stars übernehmen soll. Aber Ingo ist nicht der einzige, der falsch spielt. Auch Jürgen Matthies (Wolf Roth), der Präsident des Golfclubs, hat die erhofften Einnahmen bereits für alles andere als wohltätige Zwecke verplant...
Bang Boom Bang und Was nicht passt, wird passend gemacht fand ich beide grandios, nun hab ich mir mit Goldene Zeiten auch den dritten Kinofilm von Regisseur Peter Thorwarth zu Gemüte geführt und meine Erwartungen waren aufgrund der ersten beiden Streifen wohl etwas zu groß. Gut gefallen hat mir zwar auch Goldene Zeiten, die Begeisterung, welche die beiden Vorgänger einst ausgelöst hatten, blieb aber leider aus. Woran das nun gelegen hat? Keine Ahnung. Vielleicht waren das einfach zu viele skurrile Figuren und Situationen in einem etwas zu dünnen Plot in einem etwas zu langen Film. Werde irgendwann mal einen zweiten Versuch starten.
Roger (Jon Heder) ist ein Loser wie er im Buche steht. Von seinen Arbeitskollegen wird er nur veräppelt und bei Frauen hat er sowieso keine Chance. Ein Seminar bei Dr. P (Billy Bob Thornton) soll aus Roger einen echten Mann machen. Und Roger lernt erstaunlich schnell, zu schnell in den Augen von Dr. P...
Mit Todd Phillips auf dem Regiestuhl und Billy Bob Thornton in der Hauptrolle waren meine Erwartungen an School for Scoundrels doch einigermaßen hoch. Und wie so oft - wann lerne ich es einfach mal, möglichst ohne jegliche Erwartungshaltung an einen Film ranzugehen - konnte der Streifen dann die Erwartungen nicht erfüllen. School for Scoundrels ist eine kleine, unspektakuläre Komödie über einen typischen Verlierer (überzeugend: Jon Heder) und dessen Verwandlung zum Gewinnertypen. Der Weg dorthin ist beschwerlich und steinig und mit Billy Bob Thornton in der Rolle des Dr. P und dem bestens aufgelegten Michael Clarke Duncan als dessen Assistent hat der von Jon Heder gespielte Roger es nicht gerade mit angenehmen Gegenspielern zu tun. Weil Roger in Dr. Ps Kurs etwas zu vorlaut war, wollen die beiden ihn nämlich nun zum Verlierer auf Lebenszeit machen. Alles nett anzusehen, einigermaßen kurzweilig, aber insgesamt betrachtet einfach zu wenig um richtig begeistern zu können. Absolutes Highlight des Films: Ben Stiller in der Rolle des Lonnie, eines der früheren Opfer von Dr. Ps Intrigen.
Peter (John Heard) und Kate McCallister (Catherin O'Hara) sind auf dem Weg in die Weihnachtsferien als sie im Flugzeug feststellen, dass sie etwas zu Hause vergessen haben: ihren jüngsten Sohn Kevin (Macaulay Culkin). Der genießt in der Zwischenzeit seine neu gewonnene Freiheit, muss sich aber auch bald mit zwei Einbrechern (Joe Pesci und Daniel Stern) herumschlagen, die das scheinbar leerstehende Haus ausrauben wollen...
Ich hänge momentan mit meinen Einträgen wieder mal ziemlich hinterher. Noch immer befinde ich mich bei Filmsichtungen aus dem letzten Jahr und erreiche mit diesem Eintrag die Weihnachtsfeiertage (danach war für Filme wegen einem Umzug ins neue Haus leider so gut wie keine Zeit mehr). Mindestens ein Film mit Weihnachts-Thema muss über Weihnachten drin sein und meine Wahl fiel dieses Mal auf Kevin - Allein zu Haus, ein Film, den ich schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr gesehen hatte und der - wie ich zu meinem Erstaunen zugeben muss - immer noch hervorragend funktioniert. Mit Regisseur Chris Columbus und Drehbuchautor und Produzent John Hughes (leider im letzten Jahr viel zu jung verstorben) übernahm für diese familienfreundliche Komödie allerdings auch ein Duo die Verantwortung, welches für Filme dieser Art geradezu prädestiniert ist. Ein paar anrührende Momente, verdammt viel Witz, ein rasantes Finale und eigentlich durch die Bank überzeugende Schauspieler (allein Joe Pesci und Daniel Stern als tolpatschiges Einbrecherpaar machen den Streifen sehenswert) - die Mischung bei Kevin - Allein zu Haus passt einfach wie die Faust aufs Auge bzw. das Bügeleisen ins Gesicht.