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One Night Stands und wahre Liebe





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TERMINATOR 2: JUDGMENT DAY



TERMINATOR 2: JUDGMENT DAY TERMINATOR 2: JUDGMENT DAY (Blu-ray: Kinowelt, Deutschland)
(OT: Terminator 2: Judgment Day | Frankreich/USA 1991 | Regie: James Cameron)


Infos zum Film:
IMDB
OFDB


Vom Low-Budget-Film zum Mega-Blockbuster. 7 Jahre nach THE TERMINATOR kam mit TERMINATOR 2: JUDGMENT DAY diese hochbudgetierte Fortsetzung in die Kinos (wobei hochbudgetiert noch harmlos ausgedrückt ist, T2 war seinerzeit der erste Film, der die magische Marke von $ 100 Mio. Produktionskosten durchbrach) und ließ wohl nicht nur mich damals staunend und mit offenem Mund im Kinosaal sitzen. Sowohl die Actionsequenzen als auch die wegweisenden Effekte waren einfach nur spektakulär und atemberaubend. Ich war ziemlich begeistert, wenngleich ich schon damals feststellen musste, dass meine Liebe für diesen Film niemals so bedingungslos werden würde wie für den Vorgänger. James Cameron machte es mir damals schon nicht leicht und macht es mir auch heute noch nicht leicht, seinen Film so zu lieben wie den ersten Teil.
Mit der Tatsache, dass Arnold Schwarzenegger als Terminator nun plötzlich auf der Seite der Guten steht habe ich mich mittlerweile arrangiert, mit dem Maulkorb, den er von John Connor verpasst bekommt und mit diesen einzelnen, so zwanghaft auf witzig getrimmten Sequenzen (nach LETHAL WEAPON musste wohl jeder Actionfilm in gewisser Weise auch lustige und komische Elemente enthalten), in denen der Terminator fast schon der Lächerlichkeit preisgegeben wird, werde ich mich aber wohl nie anfreunden können.
Es gibt bzw. gab aber auch noch zwei weitere Dinge, die mich an diesem Film immer gestört haben.
Da wäre einmal die Tatsache, dass die prinzipiell sehr gut weitererzählte und weiterentwickelte Geschichte diesen bescheuerten Continuity-Fehler aufzuweisen hat, der in der Person des John Connor liegt. Die Handlung von T2 ist spätestens im Jahr 1994 (vielleicht sogar ein bisschen früher) angesiedelt, der im Jahr 1985 geborene John Connor dürfte also höchstens neun Jahre alt sein. Das Problem ist weniger, dass der im Jahr 1977 geborene und beim Dreh somit 13 Jahre alte Edward Furlong nun beim besten Willen nicht aussieht wie ein 9-jähriger Junge, sondern vielmehr, dass auch der von ihm gespielte Charakter des John Connor ganz offensichtlich älter als 9 Jahre alt ist und irgendwie auch sein muss. Ein ärgerlicher Fehler, der in meinen Augen in einem solchen Film nicht vorkommen sollte.
Störfaktor Nummer zwei war bisher der Fakt, dass durch den Seitenwechsel von Schwarzenegger ein adäquater Bösewicht gefehlt hat. Robert Patrick als T-1000 konnte nie dieses Bedrohungspotential entfalten, welches Schwarzenegger selbst im ersten Teil auf die Leinwand brachte.
Den Text zu Teil 1 hatte ich zuvor auch auf Facebook veröffentlicht, worauf sich eine kleine Diskussion in den Kommentaren entwickelte, die sich letztendlich vor allem um T2 dreht. Oliver Nöding (den hier ja alle noch gut kennen dürften) hatte dabei sinngemäß angemerkt, dass man T2 unter der Prämisse ansehen müsse, dass es sich beim Bösewicht nicht mehr um eine Maschine, sondern vielmehr um Sarah Connor handelt, die hier als fanatische Menschenhasserin agiert und Cameron in seinem Film unter der scheinbar familienfreundlichen Oberfläche eine doch ziemlich ernüchternde Welt zeichnet, in der die Maschinen die besseren Menschen sind.
Ich habe mir T2 nun am vergangenen Freitag bewusst mit Olivers Gedanken im Hinterkopf angesehen und muss tatsächlich sagen, dass T2 für mich dadurch weitaus besser funktioniert hat als bei der letzten Sichtung vor ein paar Jahren. Gerade in der zweiten Filmhälfte, spätestens ab dem Zeitpunkt, an dem Sarah Connor versucht, Dyson zu ermorden, entwickelt Cameron eine sehr melancholische Stimmung, die im starken Kontrast zum unbedarften und mit Onelinern gespickten Spektakel zuvor steht. T2 entwickelt zwar nie diese kalte Atmosphäre, die den Vorgänger noch auszeichnete, in kurzen Momenten kommt er dieser in der zweiten Hälfte aber zumindest ein bisschen nahe.
Dieser Störfaktor Nummer zwei ist zumindest für mich somit Geschichte. So langsam scheine ich meinen Frieden mit diesem Film zu schließen.
Ich persönlich bin nun vor allem gespannt, wie mir der 3. Teil nach dieser für mich neuen Sichtweise auf T2 gefallen wird. Bisher bin ich wohl einer der wenigen Menschen, die T3 nicht nur sehr mögen, sondern ihn auch deutlich besser finden als T2.

TRAILER:


James Cameron Arnold Schwarzenegger Michael Biehn 1990er Oscar Winner Oscar Nominee car chase Sequel Nahe Zukunft Dystopie



Zitat

Bisher bin ich wohl einer der wenigen Menschen, die T3 nicht nur sehr mögen, sondern ihn auch deutlich besser finden als T2.

Ich zähle mich auch zu dieser seltenen Spezies. ;)
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