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One Night Stands und wahre Liebe





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BURN AFTER READING - WER VERBRENNT SICH HIER DIE FINGER?



BURN AFTER READING - WER VERBRENNT SICH HIER DIE FINGER? BURN AFTER READING - WER VERBRENNT SICH HIER DIE FINGER? (Blu-ray: Tobis/UFA/Universum, Deutschland)
(OT: Burn After Reading | Frankreich/Großbritannien/USA 2008 | Regie: Ethan Coen/Joel Coen)

Infos zum Film:
IMDB
OFDB


Als den beiden etwas einfältigen Fitnessclubangestellten Linda Litzke (Frances McDormand) und Chad Feldheimer (Brad Pitt) eine CD mit den Memoiren des gefeuerten CIA-Agenten Osborne Cox (John Malkovich) in die Hände fällt, erhoffen sie sich von dem brisanten Material das schnelle Geld und versuchen umgehend, die CD an den Mann zu bringen. Doch das in der Theorie so einfach Verkaufsmanöver gestaltet sich in der Praxis weitaus schwieriger als erwartet…

Ok, als weiteres Highlight innerhalb der Filmographie der Coen-Brüder kann man Burn After Reading nun nicht unbedingt betrachten. Was aber nicht heißen soll, dass das hier ein mittelmäßiger oder gar schlechter Film ist. Er ist sogar ziemlich gut und das liegt in erster Linie an der grandiosen Besetzung - u.a. George Clooney, Brad Pitt, Frances McDormand, Tilda Swinton, Richard Jenkins und insbesondere John Malkovich, der einfach mal wieder unfassbar gut aufspielt - die hier am Start ist und die Burn After Reading zu einem sehenswerten Streifen macht. Was dieser schwarzhumorigen Agentenkomödie allerdings fehlt, ist diese gewisse Leichtigkeit und die "Selbstverständlichkeit des Irrsinnigen", die andere Filme der Coens zu absoluten Klassikern hat werden lassen. Den Charakteren in Filmen wie Fargo und The Big Lebowski hat man ihre Durchgeknalltheit einfach abgenommen, man hätte sie sich gar nicht anders vorstellen können und wären sie "normaler" gewesen, hätte man das als unglaubwürdig empfunden. Das ist hier leider nicht der Fall. In Burn After Reading wirkt die Skurrilität der Charaktere größtenteils konstruiert und bemüht, sie kommt einfach nicht echt und glaubwürdig rüber und diesen Makel muss der Film über die komplette Laufzeit mit sich herumschleppen. Sehenswert ist Burn After Reading - wie oben schon erwähnt - dennoch, allein schon wegen dieser unglaublich geilen Sequenz mit Brad Pitt im Kleiderschrank.

TRAILER:


Ethan Coen Joel Coen Brad Pitt John Malkovich George Clooney 2000er



Ist nicht die größte Leistung von Burn After Reading, daß er die ubiquitäre Geheimdienstparanoia en passant thematisiert und sie dann an die selbst/zerstörerische Gewinnsucht jedes einzelnen Beteiligten knüpft? Man mag das wegen der Leichtigkeit der Inszenierung übersehen, aber hier findet eine Bestandsaufnahme der amerikanischen Post-9/11-Gesellschaft statt, wie ich sie sonst kaum in der amerikanischen FilmKulturproduktion gefunden habe. Ich vermute, den Film wird man deshalb später mehr schätzen als es die jetzigen Zeitgenossen tun.
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Keine Ahnung, ich hatte einfach meine Probleme mit der Figurenzeichnung und der Entwicklung der Charaktere. Die empfand ich einfach als zu bemüht und zu unglaubwürdig.
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