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Watch Those Candles - Part 2


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Stoker/Drug War


Stoker (Park Chan-wook/GB/USA/2013)

Auch Park Chan-wook ist dem Ruf nach Hollywood gefolgt, ob es nur ein kleiner Ausflug war wird sich zeigen. Was man gleich feststellen kann ist das er sich jedenfalls nicht irgendwie verkauft hat und irgendne Seichte Brühe abgeliefert hat, das ist schön und ich hab mich gleich zuhause gefühlt. So erfolgreich und beliebt seine Filme auch sind, ein reinrassiger Mainstream-Regisseur war und ist Park Chan-wook einfach nicht, dafür sind seine Filme dann doch eine Spur zu speziell. Ja, ist jedenfalls schön zu sehen das man sich auch treu bleiben kann, trotz größerer Budgets, Stars und den Scott-Brüdern als Produzenten.

"Stoker" ist wieder mal ein absolut formvollendeter Film, in der Hinsicht hat mich Park Chan-wook immer schon überzeugt. Er zieht jedenfalls was Form und Technik angeht wie immer sämtliche Register um den Zuschauer an den Bildschirm zu fesseln. Das ist im Fall von "Stoker" auch wichtig, denn wäre die Präsentation nicht so hervorragend dann hätte der Film ein kleines Problem. Am Ende bleibt meiner Meinung nach nämlich storymäßig nicht soviel übrig an dem ich mich jetzt aufgeilen könnte. Das soll jetzt auch nicht zu negativ klingen, Park Chan-wook schafft es auch die Spannung bis zum Ende hochzuhalten und die Form ist wie gesagt genial, nur bleibt meiner Meinung nach außer einer klassichen Thriller-Story im Hitchcock-Stil nicht viel übrig. Was auch kein Problem ist, starke Genre-Filme sind bei mir immer gern gesehen. In inhaltlicher Hinsicht haben mich seine vergangenen Filme nur einfach mehr beeindruckt und gereizt. So ist "Stoker" trotz aller stärken auch Park Chan-wook's schwächster Film, allerdings kann das bei dieser Filmographie durchaus mal vorkommen. Das dabei immer noch ein toller und absolut sehenswerter Film herausspringt spricht für die Qualität dieses Regisseurs.



Drug War (Johnnie To /HK/China/2012)


Was soll ich sagen? Solche Filme kann einfach nur Johnnie To drehen und dafür liebe ich ihn auch. Er dreht ja auch zwischendurch auch mal ein paar kommerziellere Komödien aber es sind seine Gangster-Filme die immer wieder herausragend und für mich unkopierbar sind. "Drug War" ist dabei realistischer und weniger verspielt als ein paar seiner Vorgänger, trotzdem sind auch hier alle typischen Johnnie To Elemente und Momente zu finden. Der Film insgesamt ziemlich düster und stellenweise sehr hart und wenn es dann mal Action gibt dann gehts richtig ab. Das Finale kann man einfach nur als genial bezeichnen und es ist immer wieder atemberaubend diesen Action-Choreografien beizuwohnen. Es gibt sicherlich noch mehr das man über diesen tollen Film schreiben kann, das überlass ich aber mal anderen, ich bin noch am genießen. :D


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Ponyo/Intolerable Cruelty


Ponyo (Hayao Miyazaki/Japan/2008)


Meine zweite Sichtung dieses wundervollen Films, bei dem einem wirklich das Herz aufgeht. Im Gegensatz zu "Howl's Moving Castle" versucht Hayao Miyazaki hier nicht eine "epische" Geschichte zu erzählen und sie unnötig aufzublasen. "Ponyo" ist ganz simpel gehalten, dabei aber nicht weniger fantasievoll oder wundersam. Es wird nicht viel erklärt und das benötigt man auch nicht, man wird einfach mitgenommen in diese Geschichte. Egal ob es die wunderbar sympathischen und fantasievollen Figuren sind oder die fantastischen Zeichnungen oder Joe Hisaishi's fabelhafter Score, man wird einfach mitgenommen und verzaubert. Egal wie kitschig sich das auch anhören mag, so ist es eben. Der Film bietet viele magische Szenen bei denen es einem einfach nur warm ums Herz wird. Schön ist auch das "Ponyo" so ganz unverkrampft daher kommt, egal in welcher Hinsicht. Zwar gibt es hier auch wieder des ewige Ghibli-Thema von dem Mensch und der Natur aber das ganze wirkt keinesfalls zu forciert wie in manch anderen Ghibil-Produktionen, es gehört eben so nebenbei dazu. Es lässt sich auch sagen das "Ponyo" zusammen mit Filmen wie "My Neighbour Totoro" oder "Kiki's Delivery Service" einer der kindlichsten Filme aus dem Hause Ghibli ist. Das soll jetzt aber keinesfalls wertend gemeint sein, denn für mich ist der schönste Film des Studios immer noch eben dieser "My Neighbour Totoro", der gleichzeitig auch einer der schönsten Filme die es überhaupt gibt. "Ponyo" kommt da sicherlich nicht ganz heran, aber er kommt ihm doch schon ganz schön nahe und ist eben dabei auch anders. Man muss die beiden Filme auch nicht vergleichen, sondern einfach genießen. Es ist sehr bedauerlich das Hayao Miyazaki nach seinem letzten Film "The Wind Rises" wohl endgültig in Ruhestand gehen wird.


Intolerable Cruelty (Joel Coen/USA/2003)


"Intolerable Cruelty" ist ja scheinbar unter den Coen-Fans eher umstritten und gilt als einer ihrer schwächsten Filme. Das kann ich, trotz der viele Lücken die ich noch habe, durchaus verstehen. Ich finde aber es steckt immer noch genug vom Coen-Stil in dem Film und er ist meiner Meiung nach immer noch ein gutes Stück besser als die meisten anderen Komödien die in den letzten 10 Jahren aus Hollywood gekommen sind. Man kann vielleicht sagen das er für ein normales Publikum teilweise auch wieder zu abgehoben ist, für Coen-Fans aber nicht abgehoben und speziell genug. Ich muss sagen das ich trotzdem meinen Spaß an "Intolerable Cruelty" hatte, vor allem George Clooney zieht hier (wie auch schon in "O Brother, Where Art Thou?) wieder sämtliche Register. Es ist auffällig das mir Clooney in solch überdrehteren und seltsameren Rollen meistens am besten gefällt(als Beispiel kann man hier auch "The Men Who Stare At Goats" nehmen) und er bei mir durch solche Rollen ordentlich Sympathiepunkte gesammelt hat. Joa, insgesamt ist der Film jetzt kein Überflieger, das Ende ist etwas plump und ihm fehlt es an der Besonderheit anderer Coen-Filme aber meinen Spaß hatte ich definitiv.


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The Man Who Wasn't There


The Man Who Wasn't There (Joel Coen/USA/2001)


Heute schon wieder was von den Coen-Brüdern. Wiedermal handelt es sich hier um einen einzigartigen Film und etwas skurrilen Film, das habe ich aber schon erwartet. Trotzdem ist man irgendwie nie so richtig eingestellt auf das was dann kommt. Festhalten kann ich schon mal das mich "The Man Who Wasn´t There" jedenfall weniger vor den Kopf gestoßen hat als "Barton Fink". So ist der Film auch viel mehr auf das Erählen einer Geschichte ausgelegt und man kann ihm intellektuell einfacher folgen :D. Was aber nicht heißt das es hier sonst nichts mehr zu entdecken gibt, allein schon was Anspielungen angeht geizt der Film nicht. Mir hat auch die langsame Art sehr zugesagt und die Kamera ist einfach nur umwerfend und man kann sich an den tollen Bildern garnicht satt sehen. Dank der behäbigen Erzählweise hat man dann auch lange genug Zeit alle zu bestaunen. Man kann den Film denke ich gut als Tragikkomödie bezeichnen und vor allem die Comedy-Elemente haben mir besonders gefallen. Was die Tragik angeht ist das so ne Sache, ich hab sie natürlich wahrgenommen aber um in der Hinsicht wirklich was zu empfinden war mir das Ganze etwas zu unterkühlt. Da brauchen sich die Coens aber manchmal auch nicht zu wundern, denn wie sie ihre Filme gestalten ist sicherlich nicht jedermanns Sache und nicht jeder kann auf alles anspringen. Das ist aber auch gut so, es muss ja auch noch was Spezielles geben, denn Einheitsbrei gibt es genug. Jedenfalls ist "The Man Who Wasn´t There" ein guter Film der mir auf Anhieb gefallen hat, vielleicht aber noch Luft nach oben hat.


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Barton Fink/Cleopatra/Prince Of The City


Barton Fink (Joel Coen/USA/GB/1991)


Die Coen-Brüder mal wieder. Selbst für mich, der eigentlich kein Problem mit etwas skurrileren Filmen hat, ist es nicht immer ganz leicht mich in die Welt der Coens einzufinden. Obwohl ich den Film größtenteils genossen habe, vor allem die Szenen mit John Goodman und John Turturro sind einfach genial. Auch sonst befindet sich der Film natürlich auf hohem Niveau, die schöne Kamera und die toll gewählten Überblenden. Ansonsten hat mich der Film doch ein wenig vor den Kopf gestoßen und erst so langsam werde ich mir über einige Dinge und Details bewusst. Aber so ging es mir auch schon bei "The Big Lebowski" oder "No Country For Old Men", ich tu mir beim ersten Mal immer etwas schwer. Deswegen bedarf es auf jeden Fall einer weiteren Sichtung um zu sehen in welche Richtung das Ganze für mich geht. "O Brother, Where Art Thou?" ist bisher mein absoluter Favorit und ich bin mal gespannt ob es noch einen Film der Coen-Brüder gibt der mich genauso begeistern kann.


Cleopatra (Joseph L. Mankiewicz/USA/GB/Schweiz/1963)


Ach ja, hier kann ich eigentlich fast meinen Beitrag zu "Ben-Hur" übernehemen. Ich bin einfach nicht der größte Fan von solchen Filmen, wie gesagt Ausnahmen gibt es immer. So ist "Cleopatra" noch ein wenig pompöser und er ihm gelingt es mich über die ganze Laufzeit bei der Stange zu halten, auch wenn die Taylor für mich überbewertet ist was ihre Schönheit angeht. Aber das ist nicht weiter wichtig für die Qualität des Films. Wie akkurat der Film jetzt geschichtlich gesehen ist vermag ich leider auch nicht mehr zu beurteilen, das ist alles schon zu lange her, aber so ungefähr wirds wohl gewesen sein :D . Dennoch muss ich sagen das "Ben-Hur" für mich der weitaus bessere Film ist, allein schon weil die Story irgendwie mir irgendwie hochwertiger vorkommt. Wie immer halt, "Cleopatra" ist ein Film den man sich gut ansehen kann und vielleicht sollte man ihn sogar gesehen haben aber dann langt es auch für die nächsten Jahre.


Prince Of The City (Sidney Lumet/USA/1981)


Hier hat Sidney Lumet mal wieder ganz Arbeit geleistet. "Prince Of The City" ist mal wieder so ein Film bei dem ich einfach nicht die richtigen Worte finde um seine Qualitäten zu beschreiben. Was man vielleicht sagen kann ist das Sidney Lumet, soweit ich das einschätzen kann, ja nie ein großer Fan von Kitsch und großen aufgeblasenen Szenen war. So ist auch "Prince of The City" eher rau und schnörkellos, deshalb aber nicht weniger faszinierend. Wenn man einen Film zu dem Thema sucht wird man wohl an "Prince Of The City" nicht vorbeikommen und es wir wohl schwer werden überhaut noch was besseres zu finden.


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A Simple Life


A Simple Life (Ann Hui/HK/2011)

Ich nenne "A Simple Life" einfach mal das Ende von Ann Hui's Hong Kong-Trilogie. "Night And Fog" musste ich leider erst einmal überspringen aber der wird auf jeden Fall in den nächsten Tagen nachgeholt. Genau wie der tolle "The Way We Are" ist "A Simple Life" ein sehr ruhiger, einfacher und ehrlicher Film. Ann Hui hat einfach das besondere Talent solche Geschichten schnörkellos aber mit Wärme zu erzählen. Trotz der Schlichtheit, vielleicht auch gerade deswegen, findet die Kamera immer wieder wunderschöne Momente (manchmal auch mit Musik unterlegt) die einfach nicht mehr als ihre Schlichtheit und die tollen Darsteller benötigen um zu tränen zu rühren. Selbst ein Andy Lau, der ja eigentlich immer auffällig ist, fügt sich hier ganz natürlich in das Gesamtbild ein. Aber genug gesagt jetzt. Ann Hui gehört für mich zur Riege der letzten großen Filmemachern die noch aktiv sind in Hong Kong und ich hoffe das sie uns noch mit einigen Filmen beglückt. Mit "A Simple Life" ist es ihr jedenfalls wieder gelungen mich zu begeistern und zu berühren, das schaffen in dem Ausmaß nicht mehr viele heutzutage.


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Ben-Hur


Ben-Hur (William Wyler/USA/1959)

Als Filmfan schau ich mir eigentlich quer durch die Genres fast alles an, trotzdem habe auch ich bestimmte Vorlieben und diese monumentalen Historienfilme gehören jetzt nicht unbedingt dazu und das auch länderunabhängig, wenn ich aber erst mal drin bin dann ist es kein Problem. Wenn man denn schon mal dabei ist dann ist "Ben-Hur" natürlich ein Film, wenn nicht sogar DER Film, in dem Bereich den man unbedingt gesehen haben sollte. Es gibt viele Dinge zu bestaunen, die tolle Ausstattung, die Kulissen und Kostüme und alles was eben dazu gehört oder das geniale Wagenrennen. Auch die Story ist immer unterhaltsam, auch wenn sie mich nicht wirklich aus den Socken haut. Langweilig wird es aber eigentlich nie. Das Problem ist nicht das der Film nicht toll ist, denn das ist er natürlich. Ich kann nur einfach keine Leidenschaft für ihn entwickeln und bin nicht richtig mit Herzblut dabei. So geht es mir öfters mit Filmen dieses Genres, Ausnahmen gibt es immer aber insgesamt ist es eben nicht mein Lieblingsgenre. Egal, "Ben-Hur" ist ein toller Film! In den nächsten Tagen irgendwann, stehen dann auch noch "Quo Vadis" und "Cleopatra" an und dann ist es vorerst mal wieder genug.


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Cape Fear


Cape Fear (Martin Scorsese/USA/1991)


Ich hab so meine kleinen Probleme mit "Cape Fear"! Auf der einen Seite bekommt man die gewohnte Scorsese-Quaität: Tolle Kamera, toller Schnitt und exzellente Darsteller. Außerdem beweist der Film auch mal wieder die Vielseitigkeit des Regiesseurs und zeigt das Scorsese wirklich die verschiedensten Stoffe verwerten kann. "Cape Fear" ist ein spannender Thriller, der einem bis zum furiosen Finale in Atem hält, zudem spielt De Niro den Psycho mal wieder göttlich.

Auf der anderen Seite finde ich, schwächelt das Drehbuch aber auch ein wenig und mir trägt der Film teilweise etwas zu dick auf. Ich bin auch niemand der die Gewalt in dem Film jetzt abstoßend findet oder so, dennoch finde ich das sie dem Film teilweise mehr schadet als nützt. De Niro als Psycho-Superman ist mir teilweise als Figur ein wenig zu over-the-top (obwohl er natürlich grandios spielt) und meiner Meinung nach schadet es einfach ein wenig der Glaubwürdigkeit der Handlung. Ich weis ja im Endeffekt nicht was Scorsese sich bei all dem gedacht hat, aber für mich hat es nicht ganz funktioniert. Trotzdem gibt es natürlich mehr als genug Gründe sich den Film anzusehen, als Gesamtwerk hat er für mich aber nicht ganz funktioniert!


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Filme der letzten Tage


...and Justice for All (Norman Jewison/USA/1979)


Es gibt viele Gerichtsfilme, Anwaltsfilme oder Ähnliches aber Norman Jewison's Film gehört absolut zu den Besten. Sicherlich kann man den Film teilweise als Satire bezeichnen, aber er zeigt einfach auch die absurde Realität eines Rechtssystems das eigentlich nichts als eine Farce ist. Ein Rechtssystem das eingefahren ist und jeden Enthusiasmus ausbremst und zunichte macht. Zudem zeigt der Film auch die menschlichen Tragödien die hier entstehen und das nicht jeder Anwalt damit klarkommt. Auch darstellerisch ist der Film 1a besetzt, besonders der junge, energische Al Pacino hat mir wieder besonders gut gefallen. Norman Jewison hat ja so einige Kracher auf seinem Konto, dieser Film gehört ohne Zweifel zu den Besten davon!


The Karate Kid 1+2 (John G. Avildsen/USA/1984/1986)



"The Karate Kid" ist für mich ein Film der einfach unverzichtbar ist als Filmfan der in den 80er Jahren geboren ist. Damals wie heute gehört der Film immer noch zu meinen Lieblingen, auch wenn dafür sicherlich eine große Portion Nostalgie mit dran hängt. Das soll die Qualität des Films aber nicht kleinreden, denn "The Karate Kid" ist halt auch wirklich toll. Ich glaube das sich Liebhaber des Films nicht an den Klischees die der Film zelebriert stören werden und allen anderen ist eh nicht zu helfen. Avildsen wiederholt in etwas abgeänderter Weise einfach seine "Rocky"-Formel und das gelingt ihm auch hier. Hinzu kommt das die beiden Hauptcharaktere Daniel und Mr. Miyagi einfach sehr sympathisch sind und verdammt gut miteinander harmonieren. Dank der beiden hat der Film einfach die nötige Portion Humor und Herz. Ein Film den ich mir immer wieder gerne ansehen werde!

Teil 2 ist etwas anders ausgefallen als man erwarten konnte. Statt mehr Action und Fights, geht es in diesem Film eher um die Geschichte von Mr. Miyagi. Ich würde den Film schon als ruhig bezeichnen. Durch den Location-Wechsel nach Japan gibt es natürlich wieder Platz für einigen Kitsch und Klischees, das kümmert mich aber auch in diesem Fall wenig. Irgendwie gehört das zu einer solchen Produktion einfach dazu! Wieder einmal kann der Film vor allem durch seine Charaktere punkten. Man hätte sich zwar vielleicht ein paar mehr Fights wünschen können aber mir gefällts auch so. Am Ende bleibt ein nett anzusehender und angenehmer Film, der zwar mit dem Vorgänger nicht ganz mithalten kann, mir aber dennoch gut gefällt!


Men Of Honor (George Tillman Jr./USA/2000)

Die wahre Geschichte die hier verfilmt wurde kenn ich nicht wirklich. Trotzdem würde ich sagen das es sich bei "Men of Honor" um einen typischen Vertreter dieser Art von Filmen handelt. Das bedeutet er ist durchaus kompetent inszeniert und nett anzusehen, hat aber einfach keine besonderen Ambitionen etwas Besonderes zu sein. Ich finde es ja toll das man solche Geschichten verfilmt aber "Men of Honor" hat bis auf Kitsch (auch viel Militär-Kitsch) und etwas Standart-Dramatik nicht viel über das man reden könnte. Trotzdem gefallen natürlich die Leistungen von Cuba Gooding Jr und Robert De Niro die den Film auf jeden Fall aufwerten. So ist aus dieser außergewöhnlichen Geschichte ein durchschnittlicher Standart-Film geworden, den man sich aber dennoch mal ansehen kann, vor allem wenn man Fan der Darsteller ist!


The Fly (David Cronenberg/USA/1986)

Auch wenn es manchem in Bezug auf den Film etwas simpel vorkommen mag aber "The Fly" ist einer der besten Horrorfilme die es gibt. Nach all den Jahren schafft der es der Film, wie kaum ein Zweiter, mich zu schockieren. Es gibt kaum einen Film der mir ähnlich auf den Magen schlägt und mich mit solchem Unwohlsein zurück lässt als Cronenberg's Meisterstück. Was ich ausßerdem immer wieder erwähnen muss sind die sensationellen Effekte, die mich auch heute immer noch begeistern. Ich ziehe sie jedenfalls jeder Computertechnik vor, da wiederhole ich mich sehr gerne. Mehr gibt's nicht zu sagen, "The Fly" ist immer wieder sensationell und für mich eine der "härtesten" Filme die es gibt.


The Mission (Roland Joffè/UK/1986)

"The Mission" ist ein Film den man auf jeden Fall mal gesehen haben sollte. Allein die beeindruckenden Kulissen, die unglaublich geniale Bilder liefern, und der Aufwand der für diesen Film betrieben wurde sind sehenswert. Auch inhaltlich weis der Film zu fesseln auch wenn er thematisch vielleicht bekannte Themen lediglich in ein anderes Szenario überträgt. Was jetzt aber nicht als negative Bewertung gemeint ist.
Auch Morricone's Musik hat mich wieder einmal begeistert. Mit "The Mission" haben Joffe und alle Beteiligten wirklich in unvergessliches Highlight erschaffen!


The Rainmaker (Francis Ford Coppola/USA/1997)

Ich habe in letzter Zeit einige John Grisham-Verfilmungen gesehen, recht spannend und unterhaltsam find ich sie eigentlich alle. Coppola's Film ist für mich aber die Beste, die alten Meister können es eben immer noch am besten. Der Film hat für mich sehr viel Emotionalität ohne dabei allzu kitschig oder irgendwie zu laut zu sein. Große Effekthascherei hat Coppola nicht nötig, er geht hier alles schnörkellos an und kann sich dabei auch voll auf seinen genialen Cast verlassen. Da ergeben sich so einige magische Szenen, die mir selten bei anderen Grisham-Verfilmungen untergekommen sind. Auserdem ist das Gespann Damon/DeVito einfach köstlich. Neben aller Spannung, Emotionalität, dem leisen Humor und der Klasse die von dem Film ausgehen ist es auch einfach ein Genuss all dem zu folgen. Volle Punktzahl ;).


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True Confessions


True Confessions (Ulu Grosbard/USA/1981)


Wow! Was für eine tolle Entdeckung! Die Existenz des Films war mir schon länger bekannt und die DVD liegt auch schon fast über 1 Jahr hier rum. Irgendwie hab ich den immer wieder vor mir her geschoben! Ein großer Fehler wie sich jetzt herausgestellt hat! "True Confessions" ist nämlich ein absolut herausragender und großartiger Film, den ich mir eigentlich besser nicht wünschen könnte. Die Stimmung ist perfekt, der Film ist perfekt gefilmt, hat das richtige Tempo und allein durch die Figuren, verkörpert von grandiosen Darstellern wie De Niro und Robert Duvall, wird eine unglaubliche Spannung erzeugt. Ich weis nicht so richtig wie ich das erklären soll, zwar ist die Geschichte allein gesehen auch nicht schlecht aber die Spannung entsteht eben auch zum großen Teil aus anderen Dingen.
Vielleicht hilft es wenn ich sage das mich der Film sofort an Polanski's "Chinatown" und an das grandiose Game "L.A. Noir"(falls es jemand kennt) erinnert hat. Ich würde sogar behaupten das "True Confessions" auch Polanski's Film ziemlich ebenbürtig ist und vielleicht sogar inhaltlich etwas breiter gefächert ist. Was aber jetzt nicht heißen soll das er besser als "Chinatown" ist, er befindet sich für mich aber halt so ziemlich auf gleicher Höhe! Im Endeffekt sind "Chinatown" und auch "True Confessions" sicherlich nicht jedermanns Sache, aber ich bin begeistert und kann den Film nur weiter empfehlen!


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Dog Day Afternoon


Dog Day Afternoon (Sidney Lumet/USA/1975)


Und gleich der nächste Film von Sidney Lumet und das wieder mal mit, dem auch hier genialen, Al Pacino. Sidney Lumet fackelt nicht lange und wirft uns, nach ein paar Aufnahmen von Stadt und Leuten, direkt ins Geschehen. Ich hatte den Film vor ein paar Jahren schon mal gesehen und fand ihn gut aber etwas langatmig. Dieses Mal hatte ich einen komplett anderen Eindruck! Sidney Lumet hält die Spannung bis zum Schluss und ich fand keine Minute unnötig oder zu lange. Auch dieses Mal, ich wiederhole mich da gerne, ist es vor allem Al Pacino der einem permanent vorm Bildschirm hält und mal wieder ne faszinierende Vorstellung gibt. Damit will ich keinesfalls den Rest des Films schmälern, denn meiner Meinung nach stimmt auch beim Rest alles. Ich bin halt nur immer wieder begeistert von Al Pacino und bin mittlerweile etwas schockiert über seine Anzahl an Oscars (was natürlich im Endeffekt nichts über seine Qualität aussagt, da gibt's ja auch genügend andere Darsteller die oft genug übergangen wurde).

Egal jetzt, jedenfalls hat Sidney Lumet alles richtig gemacht. Der Film ist wenn man Länge, Ausführung und Situation betrachtet sehr dynamisch und zudem emotional und spannend und auch nicht ganz frei von Humor. Wenn ich ihn jetzt z.B. mit dem gestern gesehenen "Serpico" vergleichen müsste (soweit das möglich ist) würde ich "Dog Day Afternoon" sogar noch bevorzugen!