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In meinem Herzen haben viele Filme Platz 2.0


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NIGHT OF THE DEMON (James C. Wasson/USA 1980)


"Feeling better now?"

Night Of The Demon (Der Teufel tanzt weiter) ~ USA 1980
Directed By: James C. Wasson

Als einziger Überlebender einer Gebirgsexkursion wird Professor Nugent (Michael Cutt) mit schweren Gesichtsverbrennungen ins Krankenhaus eingeliefert. Die Geschichte, die er den ermittelnden Polizisten und seinen Ärzten erzählt, ist haarsträubend: In den Bergen sind Nugent und seine Studenten angeblich auf einen Eremiten, einen Satanskult und eine die verwaiste, junge Einsiedlerin Wanda (Melanie Graham) getroffen sowie ein haariges Ungetüm, das die gesamte Gruppe dezimierte und mit Wanda offenbar in unheilvoller Verbindung steht...

Viel gibt es nicht zu berichten über diesen kleinen Monsterstreifen, der primär durch einige derbe Gekröseszenen im Gedächtnis bleibt, ansonsten jedoch minimal oberhalb der Amateurfilmgrenze entlangschrappt und dessen krude Story augenscheinlich täglich vor Ort weitergesponnen wurde. Der sich erst in den letzten Minuten (und in vollkommen unmotivierter Zeitlupe wütende) Bigfoot sieht denn auch eher aus wie ein hochgewachsener Troglodyt mit besonders starker Rückenbehaarung.
Immerhin ist "Night Of The Demon" von höchster unfreiwilliger Komik und nicht zuletzt eben auch einer jener kleinen Schätze, die ganz besonders durch ihre bunte, internationale Zensurgeschichte auf sich aufmerksam machen.

4/10

James C. Wasson Bigfoot Splatter Independent Trash Exploitation Monster Slasher


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THE COLLECTION (Marcus Dunstan/USA 2012)


"Are you here to kill me?"

The Collection ~ USA 2012
Directed By: Marcus Dunstan

Arkin O'Brien (Josh Stewart), der nach einem harten Duell doch noch vom Collector (Randall Archer) gefangen und verschleppt wurde, soll nun, wie es die Tradition vorgibt, Zeuge des neuesten Streichs des wahnsinnigen Killers werden. Diesmal hat jener sich eine komplette Underground-Disco als Wirkungsstätte ausgesucht, in der er ein umfangreiches Massaker anrichtet. Einzige Überlebende - und somit neuestes Sammlestück des Collector - ist die Millionärstochter Elena Peters (Emma Fitzpatrick). Arkin jedoch kann diesmal entkommen, nicht allerdings, ohne bald darauf eine perfide Genesungskarte des Collector zu erhalten. Grund genug für Arkin, sich einem Eliteteam anzuschließen, das Elenas Vater (Christopher McDonald) kurzerhand zusammengestellt hat. Dieses will sich von Arkin zum Versteck des Killers führen lassen, um diesen endlich dingfest zu machen und Elena zu befreien. Doch das Domizil des Collector ist eine Menagerie des Todes, aus der ohne Weiteres niemand mehr entkommen kann.

Der Serienmörder als Massenmörder, auch das eine von vielen Parallelen zum "Saw"-Franchise, gibt sich zu Beginn des bereits titulär vielsagenden "Collector"-Sequels "The Collection" die blutrünstige Ehre. Eine riesige Dreschmaschine fährt auf Hüfthöhe mitten durch eine Gruppe ausgelassen feiernder, junger Menschen, um selbige in ihre Atome zu zerlegen. Diese, natürlich nicht bierernst zu nehmende, Ausgangssequenz gibt exakt die Richtung dieser doch um Einiges ungelenkeren Fortsetzung vor. Wie versprochen erhalten wir diesmal Einblick in die Sammlung des Sammlers, welche da multiple Psychosen vermuten, und, ein weiteres Sequel bereits antizipierend, eigentlich eine ganze Sammler-Schar hinter all den morbiden Kunstwerken vermuten lässt. Das, was der Geistesgestörte hier zusammenträgt, ist jedenfalls eine Art gesammelter Werke diverser Kino-Killer der letzten Dekaden - des Collectors Galerien wecken Erinnerungen an "Maniac", "Resurrection", "The Bone Collector" oder auch das "TCM"-Mobiliar und bestimmt noch zig andere, die mir gerade nicht einfallen oder die ich nicht kenne. Die Idee mit dem nach und nach dezimierten 'Platoon' war erst kürzlich noch im ersten "Hatchet"-Sequel nachzulesen. Man kann Marcus Dunstan angesichts soviel Reminiszenz-Gewese sicherlich vieles andichten - Innovativität zählt nicht dazu. Was bleibt, ist eine filmische Abrissbirne, ein großer, fetter Schaschlik-Spieß, der auf eher ungesunde Art völlt.

5/10

Marcus Dunstan torture porn Serienmord Splatter Nacht Sequel


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THE COLLECTOR (Marcus Dunstan/USA 2009)


"What's the time?"

The Collector ~ USA 2009
Directed By: Marcus Dunstan

Arkin O'Brien (Josh Stewart) renoviert als einer von vielen Handwerkern die rural gelegene Villa der Familie Chase. Was die Chases nicht ahnen: Der freundliche Arbeiter ist ein Ex-Knacki, dessen Frau Lisa (Daniella Alonso) einen riesigen Schuldenberg abzutragen hat. Also hat Arkin bereits den kompletten Hausgrundriss ausbaldowert, um in der folgenden Nacht - die Chases sind angeblich außer Haus - einen kleinen Bruch zu machen und den Tresor zu leeren. Leider jedoch ist Arkin nicht der einzige nächtliche Besucher. Zeitgleich mit ihm ist der 'Collector' zu Gast im Hause Chase - ein berüchtigter Serienmörder, der immer nur ein einziges Opfer am Leben lässt und dieses am Ende mit sich nimmt. Der Collector hat bereits das gesamte Haus mit tödlichen Fallen versehen und die Eltern Chase (Michael Reilly Burke, Andrea Roth) in seiner Gewalt. Nun ist der Einbrecher Arkin der einzige, unfreiwillige Verbündete der Chases. Ein tödliches Duell zwischen ihm und dem Collector entbrennt.

Marcus Dunstan, ein feister, freundlicher Herr Ende 30, der ein bisschen aussieht wie der dickere Zwillingsbuder von Eddie Vedder, hat bereits eifrig an den letzten vier "Saw"-Filmen mitgewerkelt, was bereits unzweideutige Hinweise auf seine Vorlieben offenbart. Tatsächlich schlummern fiesesete Ideen in dem Mann, der sich immer dann am wohlsten zu fühlen scheint, wenn er sich, stellvertretend für seine restlos abartig veranlagten Kinomörder, sadistische Fallen ausdenken kann, die ihre ahnungslosen Opfer in tausend Teile zerfetzen. Auch "The Collector" funktioniert nach diesem Schema: Ein verrückter Maskenmann (dessen Sackdesign ein wenig an das von Cronenberg in "Nightbreed" erinnert), der nicht nur über außerordentliche Intelligenz, sondern auch über eine extrem pathologische Kreativität verfügt, ver"mint" eine komplette Villa mit diversen Klingen, Bärenfallen und Spießen, um hernach die Einwohner mittendurch zu jagen. Wer sich am gescheitesten anstellt, wandert später in die Sammlung, denn natürlich hat der Collector, wie weiland sein literarischer Ahnherr Freddie Clegg, ein Faible für seltene Exemplare vom Schmetterling bis hin zum Zweibeiner.
Ähnlich sehenswert wie die meisten jüngeren "Home-Invasion"-Schocker zeugt auch Dunstans Werk von einigem Geschick und großer technischer Versiertheit, die sich im ziemlich ansehnlichen Stil des Films, der bei allem Herumgematsche höchsten ästhetischen Ansprüchen genügt, niederschlägt.

7/10

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TRAIN (Gideon Raff/USA 2008)


"If you do this, you're not better than us." - "Perhaps I'm not."

Train ~ USA 2008
Directed By: Gideon Raff

Sechs Mitglieder der in Russland antretenden US-Ringer-Mannschaft, darunter die eher mittelmäßig motivierte Alex (Thora Birch) und ihr Freund Todd (Derek Magyar), nehmen einen außerplanmäßigen Zug Richtung Odessa. Wie sich bald herausstellt, sind sie alle in die Fänge einer lokal operierenden Organmafia gegangen, die mit diesem Zug große Metropolen in Osteuropa anfährt und ahnungslose Touristen verschleppt, um ihnen im letzten Wagon bei lebendigem Leibe die benötigten Körperteile zu extrahieren. Als man sich sämtlicher von Alex' Freunden "angenommen" hat und nurmehr sie selbst übrig ist, entschließt sie sich endlich zu entschiedener Gegenwehr.

"Train" gehört zu jenen Filmen, auf ich im Prinzip lediglich deshalb mein gehobenes Augenmerk leg(t)e, weil sie (in ungekürzter Form) in Deutschland nach §131 StGb beschlagnahmt und damit für den Gore-Enthusiasten gewissermaßen geadelt sind. Nun, die Sadismen und fiesen Ideen, die Gideon Raff in seinem zweiten und bis dato letzten - mittlerweile scheint er sich nurmehr auf das etwas gewinnversprechendere Fernsehen zu kaprizieren - Langfilm vorlegt, entsprechen, zumal in ihrem stereotyp formulierten Kontext, sicherlich schon dem, was den einen oder anderen selbsternannten Sittenwächter auf die Protestbarrikaden treibt. Doch bei allem Brimborium: Unwesentlich anderes als eine "Hostel"-Variante im Zug bietet "Train" nicht. Das Organhandel-Motiv kennt man noch aus "Turistas", mit Thora Birch konnte immerhin eine vormals renommierte Aktrice als 'final girl' gewonnen werden. Und die Slawen, die, das weiß man aus anderen Genrevertretern, ihre neugewonnene Freiheit vor allem dazu nutzen, ahnungslose Westtouristen auszunehmen (im wahrsten Wortsinne), repräsentieren einmal mehr dankbare Feindbilder. An manchen Enden spürt man schon, dass "Train" formal gegen sein spekulatives Foltergewand zu arbeiten versucht; sich etwas mehr Würde und Eleganz verleihen möchte, als es seinem solchen Sujet gemeinhin zusteht. Das wirkt dann possierlich, jedoch zwecklos: Ich kann nicht allen Ernstes in einer Sekunde eine offene Wirbelsäule zermeißeln lassen, um dann in der nächsten auf der Soundspur zu klingen wie Hans Zimmer und von den Zuschauern erwarten, dass sie das kommentarlos fressen.
Wie gehabt also: Anschaulicher, nicht allzu inflationär vorgetragener Splatter für Zeitgenossen, die genau dies wünschen.

6/10

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HAUNTER (Vincenzo Natali/CAN, F 2013)


"How can sleep when we're... dead?"

Haunter ~ CAN/F 2013
Directed By: Vincenzo Natali

Die junge Lisa (Abigail Breslin) stellt nicht nur fest, dass sie den Tag vor ihrem 16. Geburtstag immer wieder erlebt; sie muss zugleich auch einsehen, dass sie und ihre Familie bereits lange tot und in einer zwischenweltlichen Spirale gefangen sind. Ihre nunmehr angestellten Nachforschungen zeigen Lisa, dass sie, ebenso wie viele andere Mädchen in ihrem Alter, Opfer eines diabolischen Serienkillers namens Edgar (Stephen McHattie) geworden sind, der auch noch nach seinem Tod sein Unwesen treibt, indem er eigentlich brave Familienväter als Wirt für sein böses Geschäft benutzt. Zusammen mit ihren Leidensgenossinnen aus einem halben Jahrhundert nimmt Lisa den Kampf gegen Edgar auf.

Dafür, dass der kanadische Regisseur Vincenzo Natali nur so selten Neues von sich hören lässt, scheint mir sein jüngstes Werk "Haunter" etwas uninspiriert und außerdem recht ordinärgewachsen. Seine gewohnt elegante Form der Inszenierung pflegt Natali auch weiterhin, doch wo einst doppelbödige, innovativ ersonnene stories und settings sein filmisches Universum bestimmten, kommt er just mit einem doch eher konventionellen, an diversen, wohlbekannten Vorbildern orientierten, zudem nicht vorhandene Komplexität heuchelnden Geisterplot um die Ecke. Dies verwundert eben insbesondere angesichts dieses Filmemachers, den ich in "Haunter" niemal wiedererkannt, geschweige denn hinter dem Film vermutet hätte, die Mitwirkung seines standards David Thewlis einmal außen vor gelassen. Abseits dieses nicht unwesentlichen Dämpfers erhält man eine zumindest gepflegt unterhaltende Jenseitsgeschichte, die niemandem weh tun will. Brav, Vincenzo.

6/10

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FURANKENSHUTAIN NO KAIJÛ: SANDA TAI GAIRA (Ishirô Honda/J 1966)


Zitat entfällt.

Furankenshutain No Kaijû: Sanda Tai Gaira (Frankenstein - Zweikampf der Giganten) ~ J 1966
Directed By: Ishirô Honda

Ein grünes, menschenfressendes Riesenmonster erscheint vor der Küste Japans - für die beiden Wissenschaftler Dr. Kitai (Russ Tamblyn), Majida (Kenji Sahara) und ihre Assisatentin Akemi (Kumi Mizuno) ein Rätsel, scheint es sich doch um den einst von ihnen gehegten und später verschwundenen Frankenstein zu handeln, der jedoch Vegetarier ist und eigentlich versteckt in den Bergen hausen sollte. Das Militär fackelt nicht lang und greift den grünen Giganten an - da taucht der originale Frankenstein mit braunem Fell auf und hilft seinem Artgenossen zu fliehen. Man findet heraus, dass der grüne Frankenstein ein Zellableger des ursprünglichen, braunen Monsters ist - leider mit komplett anderen Verhaltensmustern ausgestattet. Als der Braune herausfindet, dass sein grüner Kumpel zutiefst vefressen und böse ist, geht er zum Angriff über. Ihr Zweikampf setzt sich bis in eine Bucht vor Tokio fort, wo urplötzlich ein unterseeischer Vulkan ausbricht und beide Monster vernichtet.

Diesen sehr schöne Monsterschinken, der ausnahmsweise mal weniger für ein Kinderpublikum geschaffen wurde, habe ich bereits als kleiner Steppke im TV schauen dürfen, wo er irgendwann im frühen Dienstagabend-Programm des ZDF ausgestrahlt wurde. Damals hat mich der Streifen durchaus fesseln können, da er ja zum einen einer überaus schlicht gestrickten Story folgt und zum anderen mit viel Fantasie und, was ihn für mich noch heute zur erfreulichen Ausnahme-Erscheinung macht, weder mit Gummiechsen- noch mit Roboteranzügen um die Ecke kommt. Stattdessen gibt es schön äffisch-humanoide Felldresses, was der Illusion von Riesenmonstern durchaus zu Gute kommt. Die Rückprojektionen sind zumeist ausnehmend gut gelungen wie auch die ein oder andere "King Kong"-Hommage von Reiz ist. Ich bin zwar kein ausgesprochener Kaijû-Experte, möchte aber behaupten, dass Honda mit dem zweiten "Furankenshutain"-Film einer seiner besseren Beiträge zum japanoschen Monsterkino geglückt ist.
Mit Russ Tamblyn tritt diesmal ein noch renommierterer US-Darsteller an, der in fünf Jahren Post - "West Side Story" allerdings sichtlich zugelegt hat und sichtlich erfreut war, ausnahmsweise einmal nicht in langweiligen Episoden x-beliebiger TV-Serials auftreten zu müssen.

7/10

Ishirô Honda Frankenstein Duell Japan Tokio Monster Sequel


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FURANKENSHUTAIN TAI CHITEI KAIJÛ BARAGON (Ishirô Honda/J 1965)


Zitat entfällt.

Furankenshutain Tai Chitei Kaijû Baragon (Frankenstein - Der Schrecken mit dem Affengesicht) ~ J 1965
Directed By: Ishirô Honda

In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs gelingt es der kaiserlich-japanischen Flotte, das unsterbliche Herz des Frankenstein-Monsters zu bergen. Dieses gelangt bis nach Hiroshima, wo nach dem Atombomben-Abwurf neues Leben aus ihm ersteht in Form eines verwegen aussehenden Jungen, der unerkannt auf der Straße lebt. Die drei Wissenschaftler Bowen (Nick Adams), Kawaji (Tadao Takashima) und Togami (Kumi Mizuno) nehmen sich der Kreatur an und entschlüsseln ihr Geheimnis. Binnen kürzester Zeit wächst das Kind zu einem haushohen Giganten (Kôji Furuhata) mit monströsen Manieren heran, dem bald die Flucht in die Wildnis gelingt. Dort trifft es auf die riesige Urweltechse Baragon, mit der es sich ein Duell auf Leben und Tod liefert.

Der erste von zwei namentlich "echten" Frankenstein-Filmen der Toho, die diese in Kooperation mit der US-Produktionsfirma UPA herstellte. Hier beging man den schon als 'klassisch' zu bezeichnenden Faux-pas, dem Monster den Namen seines Schöpfers angedeihen zu lassen, was im Sequel zu noch lustigeren Kapriolen führen sollte. Der Riese mit Wasserkopf und Überbiss heißt also kurzerhand 'Frankenstein' und legte, neben der Tatsache, dass er infolge der radioaktiven Strahlung das Zehnfache seiner ursprünglichen Größe erreichte, urplötzlich auch ein orientalisches Aussehen an den Tag. Die berühmten Elektroden und Nähte allerdings waren nunmehr, bei aller übrigen Ähnlichkeit, verschwunden. Da den Japanern (und in diesem Fall auch den Amerikanern) ein Monster selten genügte, holte man kurzerhand noch den schildkrötenartigen Baragon dazu, der wie Godzilla Strahlen speien kann und putzige Kulleraugen hat. Müßig zu erwähnen, dass Frankenstein den Kampf gegen Baragon für sich entscheidet, am Ende jedoch gemeinsam mit dem Besiegten in einer Erdspalte verschwindet. "Für die Welt ist es das Beste", wie uns etwas traurigen Monsterliebhabern das tapfere Wissenschaftlertrio tröstend versichert.
In der ursprünglichen, japanischen Fassung hat Frankenstein nach dem Sieg über Baragon auch noch gegen einen Riesenkraken anzutreten, der urplötzlich hinter einem Felsen hervorgekrabbelt kommt und seinen Gegner schließlich mit ins Meer zieht. Bleibt finalerweise nur die Frage zu beantworten, wer den nun eigentlich "Der Schrecken mit dem Affengesicht" sein mag - der US-Schauspieler Nick Adams möglicherweise? Man wird es nie erfahren...

6/10

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SORORITY BABES IN THE SLIMEBALL BOWL-O-RAMA (David DeCocteau/USA 1988)


"This is the most stupid, sappiest story I ever heard!"

Sorority Babes In The Slimeball Bowl-O-Rama (Beast You!) ~ USA 1988
Directed By: David DeCocteau

Die drei College-Nerds Calvin (Andras Jones), Jimmie (Hal Havins) und Keith (John Stuart Wildman) platzen mitten in die Aufnahmezeremonie zweier Mädels (Brinkie Stevens, Michelle Bauer) in die Schwesternschaft "Triple-Delta". Zur Strafe müssen nun alle Fünf nächtens eine Trophäe aus der hauseigenen Bowlingbahn des nahegelegenen Einkaufszentrums klauen. Dort begegnet man jedoch nicht nur der knallharten Einbrecherin Spider (Linnea Quigley), in die Calvin sich prompt verkuckt, sondern auch dem dreißig Jahre lang in einem Pokal eingesperrten 'Imp', einem Wunsch-Dämon mit schwarzmagischen Kräften, welcher sich mit den armen Studies gar finstere Scherze erlaubt...

C-Horror-Comedy typischer Achtziger-Manufaktur von dem bis heute unermüdlich-(über-)eifrigen Trash- und Porno-Regisseur David DeCocteau - daher garantiert spaßig und geprägt von geradezu leidenschaftlich vorgetragenem Untalent. Natürlich sorgen nicht die (durchweg mies gescripteten) Gags für Humor, sondern die Zwischenzeilen voller einfältiger Ideen. Letzten Endes ging es wohl vornehmlich darum, die beiden überaus ansehnlichen Damen Stevens und Bauer textilfrei vor die Linse bekommen und ein paar Spanking-Sequenzen (Gruß an Kollege Hoolio) einflechten zu können. Der zwergenhafte Imp, eine Art Vorläufer vom "Leprechaun", besteht lediglich aus einem unbeweglichen Torso und einem quasselnden Dämonenkopf, der unentwegt stupide Zeilen absondert und erst recht die hanebüchene, bodenlose Dämlichkeit von DeCocteaus Film unterstreicht. Da gerinnen selbst außerordentlich kurze 76 Minuten Erzählzeit zu Kaugummi. Ein Streifen der beliebten Kategorie "So schlecht, dass er schon wieder gut ist".

4/10

David DeCocteau Trash Monster Bowling Mall Exploitation Dämon Nacht


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SPONTANEOUS COMBUSTION (Tobe Hooper/ USA 1990)


"Burn, motherfuckers!"

Spontaneous Combustion (Fire Syndrome) ~ USA 1990
Directed By: Tobe Hooper

Erst als gesetzter Erwachsener findet Sam (Brad Dourif) heraus, dass sein ganzes Leben eine wohlfeil konstruierte Lüge ist. Tatsächlich waren seine Eltern (Stacy Edwards, Brian Bremer) vor 35 Jahren als Versuchskaninchen bei einer Atombombenzündung anwesend, die Mutter bereits hochschwanger. Kurz nach Sams Geburt kamen dann beide durch spontane Selbstentzündung ums Leben. Nun, als etablierter Hochschullehrer tätig und in einer scheinbar gesunden Beziehung lebend, muss Sam feststellen, dass er ein Mutant ist, der nicht nur selbst aus seinem Körper heraus Flammen schießen lassen kann, sondern der darüber hinaus auch pyrokinetische Kräfte besitzt, also weit entfernte Objekte durch reine Gedankenkraft in Brand zu setzen vermag. Für die Wissenschaftler-Clique, die Sam seit seiner Geburt beobachtet und lenkt, ein bedauerliches Faktum, denn Sam ist über diese Erkenntnisse alles andere als glücklich...

Was einem typischen Cronenberg-Stoff auf den ersten Blick sicherlich nicht unähnlich ist, entpuppt sich zumindest teilweise als idiosynkratisch inkompatibel mit den Filmen des Kanadiers. Immerhin ist Sam bzw. David, wie sein richtiger Name lautet, kein Resultat fehlgeleiteter chirurgischer oder pharmakologischer Experimente, sondern eine Art verfemte Superhelden-Antwort auf das Atomzeitalter, ein "X-Man" ohne die für die persönliche Stabilität notwendige peer group, sozusagen. Auch ein gutes inhaltliches Maß von Stephen Kings "Firestarter", respektive dessen Adaption durch Mark L. Lester hat Tobe Hooper für sein Script verwursten können, zumal ja auch die kleine Charlie gewissermaßen als Spielball für skrupellose Autoritäten herhalten muss und sich dafür grausam rächt. Im Gegensatz zu jenen popkulturellen Vorläufern verkraftet Sam selbst den Einsatz seiner Fähigkeiten jedoch weniger gut und verbrutzelt sich mit jedem weiteren Pyro-Akt stets ein bisschen mehr, bis hin zum Unausweichlichen. John Landis hat eine guest appearance erster Klasse bekommen, wenn er als genervter Radiotechniker als Erster die furchtbare Macht Sams zu spüren bekommt. Somit ist auch "Spontaneous Combustion" vielleicht am ehesten als spaßiger Schnack zu verstehen und weniger als bierenst zu nehmender Genrevertreter. Insofern kommt man sicherlich zumindest besser klar mit ihm.

5/10

Tobe Hooper Pyrokinese Atombombe Verschwörung


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INVADERS FROM MARS (Tobe Hooper/USA 1986)


"Don't worry, Son! We Marines have no qualms about killing Martians!"

Invaders From Mars (Invasion vom Mars) ~ USA 1986
Directed By: Tobe Hooper

Der kleine David Gardner (Hunter Carson) wird Zeuge einer nächtlichen Raumschifflandung hinter dem heimischen Grundstück. Nachdem sein bei der NASA tätiger Vater (Timothy Bottoms) am nächsten Morgen nach dem Rechten sieht, kommt er später seltsam verändert zurück und hat außerdem eine merkwürdige Wunde im Nacken. Als wäre dies nicht genug, nehmen immer mehr Personen in Davids Umfeld seltsame Verhaltensweisen an und weisen jene Nackenwunde auf; selbst seine ohnehin schreckliche Lehrerin Mrs. McKeltch (Louise Fletcher) gibt sich plötzlich noch viel schrecklicher als gewohnt. Nur die etwas einfältige Schulkrankenschwester Linda (Karen Black) steht David bald noch zur Seite. Der Junge findet bald heraus, was hinter dem häuslichen Sandhügel vor sich geht: Potthässliche Aliens vom Mars sind dort gelandet und treiben allerlei sinistres Zeug.

Dass Tobe Hooper ein glänzender Satiriker ist, der vielleicht nicht ganz das Kaliber eines Joe Dante oder John Landis erreicht, zumindest aber einen vortrefflich-speziellen Sinn für Humor besitzt, wird mir immer bewusster. Sein Remake des hübsch naiven Kalter-Kriegs-Klassikers "Invaders From Mars", das er zu deren Hochphase für die Cannon inszenierte, geht jedenfalls als ziemlich wilde Humoreske durch, die neben der a priori betont kindlichen Perspektive betreffs der geschilderten Ereignisse - (prä-)pubertäre Kids waren damals ohnehin die Abenteurer der Stunde, wie man sich erinnern wird - ein bisschen was von grimm'schen Märchenwelten mit sich führt und diese lustvoll mit modischem Horrortrash verbindet. So steckt "Invaders From Mars" voller Reminiszenzen nicht nur an die eigene Urquelle. Zudem standen Hooper einige hervorragende Spezialisten zur Seite, die ergänzend die audiovisuellen Aspekte überaus ansehnlich zu gestalten wussten: John Dykstra, Stan Winston und, wenn schon nicht Jerry Goldsmith, so zumindest mit Christopher Young dessen perfekter Kopist. Purstes Gold natürlich die Szene, in der Hunter Carson Louise Fletcher beim heimlichen Vertilgen eines Frosches erwischt und fast noch mehr deren entsprechende Reprise, wenn Louise Fletcher auf dieselbe Weise von einem Marsmenschen verschlungen wird (derweil dessen Gegenüber sich totlacht). Doch doch, den kann man schon liebhaben.

7/10

Tobe Hooper Cannon Remake Aliens Invasion Kind Militär