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In meinem Herzen haben viele Filme Platz 2.0





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RUNNING ON EMPTY (John Clark/AU 1982)



"I've got some nitrous oxide injection 'round that's a sweet sensation."

Running On Empty (Mike in 3,8 auf 100) ~ AU 1982
Directed By: John Clark

Autos und Geschwindigkeit sind ihr einziger Lebenszweck: Eine Gruppe illegale Rennen veranstaltender Kids praktiziert in den Vororten von Sidney alle Nase lang harte Raserduelle, bei denen es auch oft und gern einmal zu tödlichen Unfällen kommt. Ungeschlagener König der Beschleunigung ist der kriminelle Fox (Richard Moir). Für Mike (Terry Serio) gibt es indes noch Fox' exaltierte Freundin Julie (Deborah Conway), mit der ihn bald eine stümische Romanze verbindet. Von Fox zum Rennen herausgefordert, wagt Mike zunächst einen kopfklärenden Ausflug aufs Land, wo er dem blinden Autofreak Rebel (Max Cullen) begegnet. Dieser bietet Mike an, seinen Wagen hochzutunen, was dem jungen Mann und vor allem seiner Karosse jedoch überhaupt nicht bekommt - das nächste Rennen gegen Fox endet in einem gigantischen Crash. Doch Rebel besitzt noch einen kraftvollen Chevy...

Ein seltsamer, um nicht zu sagen "spezieller" Film, irgendwo zwischen Cox' "Repo Man" und Hills "Streets Of Fire", der seine porträtierte Jugendkultur wie ein unirdisches, hyperreales Fanal dastehen lässt, in das Außenstehende kaum vorzudringen mögen. Dass viele Australier schon aufgrund der lokalen Ausdehnung und der sich teils im Nirgendwo verlierenden Bevölkerungsdichte eine besondere Beziehung zu Autos hegen, spiegelte die höchst eigenständige Filmkultur des Landes bereits mehrfach wieder: "The Cars That Ate Paris" und die ersten beiden "Mad Max"-Filme sprechen diesbezüglich Bände. In "Running On Empty" überträgt sich die südliche Saga von Blut und Blech auf eine jugendliche Subkultur, in der, ganz wie man es noch aus den frühesten "Juvenile Delinquent Movies" der Fünfziger kennt, der Sieg und die höchstmögliche Geschwindigkeit alles sind. Wer verliert, ist nichts wert, der Ehrenkodex unter den Rasern zwingt ihn sogar, sich mit dem Auto nicht mehr auf die Straße zu wagen. Vor der kargen Kulisse des hierzulande stets ausgetrocknet wirkenden Kontinents entspinnen sich so intra- und interfigurale Dramen, deren Sinn, daran lässt Clarks Film schonmal keinen Zweifel, sich uns Außenstehenden weder erschließen muss noch soll. Umso faszinierter und losgelöster schaut man zu, wenngleich der emotionale Zugang eingangs praktisch verwehrt bleibt. Hier kommt man vielleicht wirklich nur als Aussi rein.

7/10

John Clark Australien Sidney Autorennen Subkultur



Freu mich schon, den mal wiederzusehen. Seit sich mein letzter Video-2000-Rekorder verabschiedet hat, steht der nämlich seit Jahren nutzlos rum. :(
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Ist ja recht günstig zu haben :)
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Funxton

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