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jackIIIs Filmtagebuch


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Septemberhälfte


Death Wish, 1974

Immer noch wirksam, allerdings inzwischen als Thriller und längst nicht mehr als Actionfilm.

Centurion, 2010

Hab ich nicht verstanden, nicht mal ansatzweise. Was will der Film mir überhaupt erzählen? Große Enttäuschung.

Dog Soldiers, 2002

Dass Marshall es kann, beweist er hier. Sehr effektiver, kleiner, gemeiner Film.

Funny Games U.S., 2007

Finde ich von der Besetzung her absolut ideal, bin ein großer Fan von Michael Pitt und finde es schade, dass der es noch nicht in die erste Liga Hollywoods geschafft hat. Als Einstimmung auf Hanekes AMOUR gesehen, bei dem ich mir aber gar nicht sicher bin, ob ich den überhaupt sehen möchte.

Clerks, 1994

Wunderbar als Zeitdokument zu betrachten. Sonst ein cleverer, angenehmer Zeitvertreib.

The Hunger Games, 2012

Jennifer Lawrence ist umwerfend, der Film selbst ganz nett zu schauen, die simple Gut/Böse Zeichnung nervt aber auf Dauer sehr.

The Dark Knight Rises, 2012

Wirkt nicht ganz fertig und vor allem in den großen Szenen nur angedeutet. Schade. Einstieg gefällt, Bane auch, Twist nicht.

Warrior, 2011

Verstehe nicht mal ansatzweise den Kritiker-Hype um diesen Film, die Darsteller sind ganz gut, na und. Klassische Aufsteigerstory ohne großen Tiefgang.

Elephant, 2003

Ist natürlich weiterhin der Hammer und zeigt van Sant on top of his game. Wahnsinn.


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Update im Juli


Cosmopolis, 2012

Ist für mich völlig ungreifbar und out of this world. Lange nicht mehr so beeindruckt gewesen. Bin froh, DeLillos Roman nicht zu kennen und auch nur den völlig irreführenden Teaser gesehen zu haben. Pattinson ist eine Wucht!
Wurde gestern gefragt, worum es denn geht in Cronenbergs Werk. Tja. Keine Ahnung. Theaterhafte Abhandlung über eine durch und durch verkommene Gesellschaft, in der nichts mehr wichtig ist, in der gar nichts zählt. Charakterstudie eines Mannes, der von Geld und Macht vollkommen abgestumpfte vor sich hin existiert? Ich weiß es wirklich nicht. Fand den Film nicht witzig, egal, ob er es manchmal sein wollte oder nicht, eher bedrückend, absurd (ja). Bin schwer beeindruckt. Wird noch sacken müssen.


Hick, 2011

Seltsames Südstaaten-Coming-of-Age-Drama, das nicht viel neues erzählt, das aber immerhin mit schöner Musik unterlegt. War lange Zeit völlig aufgeschmissen, was der Film denn überhaupt sein soll, bis mir ganz am Ende klar wurde, dass alles total ernst sein soll. Bin mir nicht sicher, ob das gelungen ist. Chloe Moretz spielt wirklich hervorragend, ansonsten ist der Film Durchschnittsware.


Jeff, Who Lives At Home, 2011

Wegen Jason Segel geschaut, auch hier: Relativ unausgegorene Mischung von Comedy und Drama, die mir langsam auf den Senkel geht. Ich wünschte, da würde man sich häufiger mal entscheiden. Aber mit Humor ist wohl jede Tragik leichter zu schlucken. Auch ein Phänomen unserer Zeit, beobachte das nun schon seit mehreren Jahren. Ist trotzdem ein nett anzusehender Film, der natürlich gar nicht richtig funktioniert, weil die Figuren völlig überzeichnet und unglaubwürdig sind.


21 Jump Street, 2012

Der Humor bleibt einfach derbe, völlig egal, in welcher aktuellen Hollywood-Komödie man gerade sitzt: Austauschbar ist das alles, wenn auch zumindest ein bisschen witzig: Ob jetzt Hangover, Bridesmaids, Superbad, Knocked Up, Get Him To The Greek, Bad Sitter, Due Date... blablabla - oder eben jetzt 21 Jump Street. Überall die gleichen Witzchen in anderer Form, oft dargeboten von denselben Schauspielern. Hat mich, wie all diese Filme, sowohl amüsiert als auch gelangweilt. Immer in die Fresse, immer peinlich, subtil wie eine Autobahn. Scheint das Publikum zu lieben.


Coffy, 1973

Na also, geht doch. Blaxploitation-Kracher mit allem, was dazugehört. Furchtbare Synchro, übrigens, die dem Ganzen nochmal das gewisse Extra gibt. Man merkt, dass der Film einfach runtergedreht wurde, so schnell wie es geht, Sex und Violence werden aus völlig absurden Gründen immer wieder zum Mittelpunkt der Leinwand.. abgefahren. Will jetzt schnell mehr von der Sorte sehen!


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Mini-Statements


Slacker, 1991

Ziemlich interessante Studie. Wirkt dokumentarisch, auf seltsame Weise aber auch ironisch überhöht. Bin nicht sicher, ob ich genau verstanden habe, worum es Linklater überhaupt geht. Finde trotzdem, dass alle 5 Jahre genau dieser Film gedreht werden sollte, und man hätte wunderbare Momentaufnahmen der Jugend zur jeweiligen Zeit.


Rabid, 1977

Bin so gespannt auf Cosmopolis, dass ich mich dazu entschied, Cronenberg nochmal von Anfang an zu untersuchen, auch weil der Trend ja wieder dahin geht. Dieser hier ist von vorne bis hinten hervorragend und beginnt auch diese Body-Horror-Komponente. Finde auch Cronenbergs Interviews immer sehr erhellend und muss mir diesbezüglich unbedingt mal Literatur zulegen!




Mission Impossible 4: Ghost Protocol, 2011

Mir alles egal ob höher, schneller, größer, teurer, länger: Ich bin in so jungen Jahren ganz offensichtlich aus dem Alter raus, Hollywoods Unterhaltungs-Blockbuster irgendetwas abzugewinnen. Unterirdisch, in meinen Augen.


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Burn The Dead Avengers in New York


Burn After Reading, 2008

Skurrilitätenkabinett, für das man in der Stimmung sein sollte. Bin ich der einzige, dem diese ständigen Star-Anhäufungen total auf den Zeiger gehen? Kann im schlimmsten Fall viele Charaktere gar nicht mehr ernst nehmen (was hier sowieso nicht schwer ins Gewicht fällt). Die Coens waren auch schon mal einfallsreicher und cleverer, so ist das nicht mehr als eine Fingerübung, die davon lebt, dass sich Pitt, Clooney und Malkovich ein wenig zum Affen machen. Ein spaßiger Film, nicht mehr, nicht weniger.


The Dead, 2010

Zombies in Afrika, schönes Setting; krankt aber daran, dass vor allem die Idee den Film trägt. Damit habe ich per se nicht mal so ein großes Problem, es entwickelt sich hier aber sehr wenig: Schöne schreckliche Bilder, aber über 90 Minuten reicht das natürlich nicht. Dem Film fehlt der Subtext eines Romero. Ist dennoch ein spannendes Form-Experiment, das auch einigermaßen funktioniert und sowieso unterstützt werden sollte: Absolute Low-Budget-Produktion.


The Avengers, 2012

Ein großes Spektakel, im Grunde genommen aber einfach ein Trashfest: Superhelden schließen sich zusammen, um eine Alien-Invasion in New York zu stoppen. Genau das bekommen, was zu erwarten war, in angenehmer ironischer Distanz präsentiert. Was daran jetzt aber der ganz große Wurf sein soll, entzieht sich meiner Vorstellungskraft.


King Of New York, 1990

Hatte ich vorher noch nie gesehen, ist aber in vielerlei Hinsicht ein absolut lohnenswertes Filmerlebnis: Nicht mal unbedingt als Gangsterfilm (als solcher ist er gut, aber nie überragend), sondern als surreales, völlig entrücktes Porträt einer menschlich am Abgrund zur Hölle hangelnden Gruppe von Menschen. Das Licht! Das Licht in diesem Film ist überwältigend und erinnert beizeiten an Argento, zumindest aber ständig daran, dass das hier irgendwie einem parallelen Universum entstammt; nie war New York düsterer und gleichzeitig greller. Ein anstrengender Trip, der viele Fragen aufwirft, über die ich noch nachsinnen muss.


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Great Wedding With A Shotgun


Blind Wedding, 2006


Weil ich alles sehen wollte, in dem Isla Fisher die Finger im Spiel hatte, habe ich mich durchgequält, naja, nun wirklich mehr schlecht als recht. Die Madame Fisher ist aber weiterhin bezaubernd, vor allem in Hot Rod, die Geschichte funktioniert aber leider gar nicht. Der Film hangelt sich mühsam über eine alberne Prämisse hinweg zu romantischen Szenen, die im Keim erstickt werden, um bloß nicht ernsthaft zu klingen, ist zwischendurch ausschließlich schwach klamaukig. Unausgegorene Mischung.



The Great Outdoors, 1988


Ist ein amüsanter Spaß, mehr aber auch nicht, ein typischer Sonntags-nachmittags-Film, der an jedem anderen Tag der Woche wahrscheinlich deplatziert ist. Hat aber sehr viel angenehmes 80s-Feeling, was mir sehr gefällt. Interessant ist hier der Amerika-Aspekt: Der Film ist von vorne bis hinten ur-amerikanisch. Das fängt bei der Familienzeichnung an, über die Nachbarschaftsrivalität, die Zeichnung der Jugendliebe, die Wildnis, das Fischen, der familiäre Urlaub... da kann man viel amerikanisches Klischee-Denken ablesen.



Hobo With A Shotgun, 2011


Ist der bis jetzt brutalste Grindhouse-Fake, und ist, naja, ganz amüsant. Langweilt aber mit zunehmender Dauer und macht die gleichen Fehler, die auch Rodriguez gemacht hat, und Tarantino eben nicht. Tarantino ist auf einer Meta-Ebene, Hobo kopiert einfach in modernem Stil. Das macht Spaß, hat aber null Gehalt und interessiert mich somit nicht sonderlich.


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Terri, Stake Land, Cowboys & Aliens


Terri, 2011

Lahm, lahm, lahm. Ich bin ein Liebhaber des Coming-of-Age, aber das hab ich von vorne bis hinten nicht verstanden.
Uninteressante, weil überzeichnete Charaktere, seltsames Erzähltempo, und vor allem kein sichtbares Interesse am Innenleben der Protagonisten; so macht man's dann nicht...



Stake Land, 2010

Vampire Nation heißt er hier also, aha. Für mich ein ganz großer Wurf, sowohl erzählerisch als auch (vor allem) visuell. Konnte gar nicht glauben, dass Regisseur Mickle auch Mulberry Street verbrochen hat. Ich mag diesen ernsten Ton, ich mag den Roadmovie-Charakter. Ist das hier vielleicht so ein bisschen Zombieland in ernst?
Und kennt jemand überhaupt Filme, die "so sind"? Also Roadmovie-Horror.. da fiele mir der hervorragende Monsters ein, oder vielleicht nocht Dust Devil.. sonst was?
Stake Land jedenfalls gefällt extrem und erfindet das Genre nicht neu, genau das ist aber angenehm.



Cowboys & Aliens, 2011

So ein langweiliger Scheiß. Habe nicht folgen wollen, nicht folgen können, gar nicht verstanden was man mir da erzählen zu versucht hat. Uninspirierter Quark, der einzig von der Prämisse lebt.
Ein Verpackung ohne Inhalt.


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Young Adult, Marathon Man


Young Adult, 2011

Bin großer Reitman-Fan und finde nur Thank You For Smoking nicht ganz gelungen. Von daher natürlich gleich Young Adult gesehen, der überall ein wenig untergeht.
Und natürlich, wie soll es auch anders sein, zu Unrecht. Theron ist unfassbar gut und der Stil Reitmans gefällt mir immer noch sehr. Es ist immer so eine Mischung zwischen tiefer Melancholie, subtilem Humor und großem Ernst, und das über die gesamte Laufzeit (ähnlich auch bei Up In The Air) - schön. Vor allem meines Erachtens alles sehr nah an irgendeiner Realität.
Es gibt nur ein kleines Problem: Ich weiß bei Reitman nie, wie tiefgründig das Ganze denn jetzt wirklich ist.
Hm.


Marathon Man, 1976

Ist immer an mir vorbeigegangen, ist aber schon ziemlich interessant. Damals Skandalfilm, heute einfach ein handfest guter Thriller.
Hatte aber eine zeitlang gehofft, dass er noch mehr ist.


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Hugo, House Of The Devil


Hugo Cabret, 2012

Scorsese ist der Meister aller Genres, sowieso schon, nachdem er mit Shutter Island mal so eben einen der besten Horrorthriller der letzten Jahre hingelegt hat, jetzt also ganz klassisch der Familienfilm. Problematisch wirds trotz allem an ein paar Stellen:
Zunächst mal gibt es hier zwei Filme: Die Geschichte des jungen Hugo und dann eine kleine Einführung in die Anfangsjahre des Kinos. Während mir im letzteren Teil beinahe die Tränen kommen wegen der Aufrichtigkeit der Liebe zum Kino - meiner Liebe zum Kino und natürlich Scorseses Liebe zu Kino - ist die Geschichte Hugos irgendwie etwas profillos. Da erkennt man Scorsese nirgendwo, und vielleicht ist mir das zu glatt. Magisch wird erst der Hommage-Teil, das ganze Drumherum muss erstens nicht sein und ist zweitens auch bei weitem nicht so ergreifend, weil man das so irgendwie schon gesehen hat. Das hätte auch ein anderer Regisseur so drehen (sprich: so schreiben) können.
Viel Rumgerede: Letztendlich fehlt mir genau in der Kindergeschichte die persönliche Note Scorseses.
Wenn Kingsley seine Geschichte erzählt, dann öffnen sich ganz andere Türen.
Ich würde behaupten: Ein unheimlich wichtiger Film, der dem großen Publikum Dinge zeigt, die es längst vergessen hat.



The House Of The Devil, 2009


Endlich nachgeholt und jetzt besonders heiß auf The Innkeepers.

Schöner Look, andauernde Bedrohung, hervorragender Spannungsaufbau. Mir gefällt, wenn Horrorfilme ernst gehalten sind. Der plötzliche Ausbruch gegen Ende des Films ist so gewaltig (FSK 16, gewagt), dass man denkt, da sei ein erfahrener Horror-Regisseur am Werk gewesen. Sehr beeindruckend, sehr spannend, extrem gut gespielt und ziemlich düster. Gerne mehr davon!


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Drive, Halloween, Dr. No


DRIVE, 2011

Ob Neo-Noir, Neo-Western, Valhalla Rising in L.A., eigentlich völlig egal. Drive funktioniert höchstwahrscheinlich auch ohne Kenntnis der Vorbilder, schwebt nach grandioser Anfangssequenz leichtfüßig in den Abgrund, um dort zu bleiben, und verliert seinen Stil trotzdem nicht. Bislang der überragende Film dieses deutschen Kinojahres.
Für mich ganz klar ein Charakterportrait von großer Wucht, ein bisschen erinnernd an Cronenbergs History of Violence.
Und an alle, die sich noch ein Bild machen wollen: Der Trailer ist furchtbar. Ist aber egal, der Film ist es nicht.



Dr. No, 1962

Erstaunlich, wieviel Bond schon im ersten Bond steckt. Erstaunlich, wie stilsicher genreprägende Mittel eingeführt wurden. Sehr angenehm erzählt, trotzdem spannend. Bleibt für mich einer der besten Film dieser Agentenserie.
Und wie schön es ist, wenn man on location und nicht im Studio dreht. Sieht man diesem Film auch wieder an. Toll.



Halloween, 1978

Das ist auch alles extrem stilprägend. Überraschend ist, bei erneuter Ansicht, nachdem ich den Film mit 14 das erste Mal sah, dass der gar nicht sonderlich brutal ist. Slasher? Ja, aber beinahe subtil. Erinnert mich in der bedrohlichen Stimmung an Romeros Night Of The Living Dead, auch weil Myers irgendwie Zombie ist.. unaufhaltsam, unkaputtbar und extrem langsam. Über Inszenierung, Kamera und Musik brauchen wir gar nicht sprechen, für einen Film mit dem Budget ist das der Wahnsinn. Halloween funktioniert auch heute noch, und das ist doch bei all dem Tortureporn irgendwie eine gute Sache.




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