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Ubaldo Terzanis Schreibstube Volume 2

Hier polemisiert der Meista!




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PRENOM, LE



PRENOM, LE Revolutionär ist das Konzept nicht (Familienabendessen in Echtzeit, Konflikte treten auf, Geheimnisse werden volens nolens gelüftet, alle sehen sich gegenseitig plötzlich mit anderen Augen, schmerzhafte Wahrheiten werden dem Gegenüber kommuniziert). Ebenfalls die Inszenierung dieses örtlich und zeitlich komprimierten Films mutet bei weitem nicht so präzise und minimalistisch-virtuos an wie bei Roman Polanskis - zumindest unter gewissen Aspekten mit LE PRENOM vergleichbarem - CARNAGE. Die auf critic.de geschollten Ausbrüche aus dem komprimierten Setting in Form von Rückblenden stören tatsächlich: Es scheint so, als trauten die Filmemacher der Konzentrationsfähigkeit des Publikums nicht. Warum sonst werden Monologe mit Rückblende-Bildern versehen, die auch noch exakt das zeigen, was im Monolog eh schon verbal kommuniziert wird?

Rein inhaltlich und darstellerisch ist LE PRENOM aber ein unterhaltsamer und recht empfehlenswerter Film, der diverse Elemente des menschlichen Lebens und menschlicher Beziehungen sowie der Schwierigkeiten des Zusammenseins thematisiert. Dies macht dieser auf einem Bühnendrama basierende Film in meist cleveren und hintergründigen Dialogen. Auch wenn bisweilen harter Tobak aufgetischt wird, ist der Film aber nie wirklich schwer verdaulich, weil ständig für comic relief gesorgt wird. Es wird sich Mühe gegeben, den Grundton des Films eher leicht und humorbetont zu halten, um das Mainstreampublikum nicht zu verschrecken. Ich finde das nicht wirklich schlimm, und es ändert letzlich nichts daran dass diese Bühnendrama-Adaption interessant, clever und gedankenanregend ist. Nur die filmische Umsetzung lässt wie oben beschrieben etwas zu wüschen übrig.

Summa Summarum ein angenehmer Kinobesuch. Nur die vier circa 12-14 jährigen Gören im Publikum, denen der Film nicht zugänglich genug war, weshalb sie im Kinosaal allen Ernstes Fangen und Verstecken gespielt (!) haben, weshalb Ubaldo sich an der Kasse beschweren musste und so 5 Minuten in der Mitte des Films verpasst hat, siktir lan, waren nervig. :frenzy:

6,5/10

hirnfurz nicht korrekturgelesen

Drama Komödie Familie komprimiertes Setting




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Filmtagebuch von...

Ubaldo Terzani

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