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Dexter's Filmtagebuch


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Fuck you-List


Fuck you- List

Ich denke mal, wir alle haben sie. Diese bestimmten Darsteller, die möglicherweise ohne triftigen Grund Aggressionen, schlechte Laune, Brechreiz oder alles zusammen hervorrufen. Jeder hat da so seine rein subjektiven Gründe und es kann auch gut sein, dass man es nicht mal in Worte fassen kann, warum man den einen oder anderen Mimen einfach nicht ausstehen kann, sei es das Aussehen, die Art zu reden, Gestik, Mimik, das er atmet… :D
Ich habe diese Tatsache mal zum Anlass genommen, eine persönliche spontane Liste zu erstellen, auf der sämtliche Darsteller sind, die für mich das blanke Grauen bedeuten und deren Filme ich mir (zumeist) nur unter starken physischen und psychischen Schmerzen anschauen könnte.

Ashton Kutcher

Orlando Bloom

Shia Labeouf

Robert Pattinson

Michael Pitt

Casey Affleck

Matthew Broderick

Hugh Grant

Martin Short

Daniel Brühl

Elijah Wood

Bully Herbig

Kurz davor aufgenommen zu werden:
Daniel Craig

Rupert Grint

Patrick Dempsey

Es sei noch erwähnt, dass es sich selbstredend um eine Momentaufnahme handelt. Einige Herren haben mal drauf gestanden, haben aber irgendwann den Absprung geschafft aus verschiedenen Gründen. Als da wären beispielsweise:

Leonardo DiCaprio

Jude Law

Ben Affleck

Auch wenn es also möglich ist, die Liste zu verlassen, so bin ich mir ziemlich sicher, dass es die aktuellen Spackos niemals schaffen werden. Dafür finde ich sie zu schlimm und sehe keine Tendenz, dass es in naher bis sehr ferner Zukunft besser wird.

Wer mag, kann gerne seine "Fuck you-List" zum Besten geben. Mal sehen, wer für wen im Forum ein rotes Tuch ist und wo es Übereinstimmungen gibt.
Vielleicht habe ich ja auch jemanden vergessen, der es definitiv verdient hat, drauf zu stehen.


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Mein kleiner filmischer Jahresrückblick


Mein Filmjahr 2011 ist jobbedingt nicht annähernd so üppig ausgefallen, wie ich erhoffte. Ich konnte bei weitem nicht alle Filme sehen, die ich sehen wollte und habe sogar einige meiner Ende 2010 auserwählten "Must-see’s" verpasst.

So kommt für das Jahr 2011 eine Liste, mit der ich nicht wirklich zufrieden bin. Das Kinojahr war für meine Person generell eher mau hinsichtlich der Qualität. Wobei das auch wieder meiner unzureichenden Filmsicht zu schulden ist. Auch das ausländische Kino vom US Markt abgesehen, ist sträflichst zu kurz gekommen. Da waren so viele Filme, die ich mir ansehen wollte, nachdem ich von Ubaldo auf sie hingewiesen wurde. Aber die Zeit, die scheiß Zeit...

Es waren resümierend viele Filme dabei, die ich gut bis sehr gut fand, aber keiner, der mich wirklich umgehauen hat. Sei’s drum, ich habe mir das Schlamassel selber eingebrockt.

Die Zelluloidverschwender 2011 waren:

6. Just go with it
5. The Ledge
4. The Dilemma
3. Priest
2. Sucker Punch
1. Jonah Hex

Die größten Enttäuschungen 2011 waren:

5. The Way Back
4. Tron Legacy
3. 13 Assassins
2. Scream IV
1. Passion Play


Knapp an der Top Ten gescheitert sind nur:
  • The King‘ Speech
  • True Grit

Die Top 10 meines Filmjahres 2011 stellt sich zusammen aus

10. Limitless
9. Tucker & Dale vs Evil
8. Rien á delcarer
7. Red Riding Hood
6. X-Men: First Class
5. Captain America
4. Faster
3. Red, White and Blue
2. Black Swan
1. Hesher


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Faster


Weil ich Faster gestern mal wieder gesehen habe, hier meine Besprechung, die ja wie der Rest bei Kino.de über den Jordan ist. Da ich damals glaub ich nur mit Ubaldo regen Austausch über den Film hatte, wer weiß, vieleicht kommt ja noch die eine oder andere Meinung dazu.

Brauche fast keine Änderung vornehmen, da der Film in meiner Gunst kein bisschen gesunken ist.

Wer "Faster“ als simplen Actionfilm bezeichnet, tut dem Film schlicht unrecht. Dafür tanzt mir der Film zu sehr aus der Reihe.

Die Actionszenen sind sehr kurz, dafür aber nicht minder roh ausgefallen. Auf Effekthascherei wird nahezu gänzlich verzichtet. Ein großer Pluspunkt ist zudem, dass anders als momentan üblich, keine hektischen Kameraschnitte gemacht werden. Alles was passiert, ist zu jeder Zeit sehr gut zu erkennen und die Szenen werden ihrer eigenen Dynamik überlassen.

Ein weiterer positiver Aspekt ist in meinen Augen die Charakterzeichnung. Wo normalerweise strikt schwarz-weiß-Malerei betrieben wird, bewegt sich „Faster“ überraschenderweise in einigen Grautönen. So wird beispielsweise der Hitman, ein britischer Adrenalinjunkie, fast schon sympathisch dargestellt, der verliebt ist, seine Freundin heiraten will und den Job eigentlich mehr aus Langeweile ausübt. Über den von Johnson dargestellten "Driver“ erfährt man zunächst nur sehr wenig und erst nach und nach wird sein Wesen beleuchtet. Billy Bob Thornton spielt "Cop“, der zwei Wochen vor seiner Pensionierung steht, hier und da Drogen konsumiert und sein Leben überhaupt nicht im Griff hat. Das macht wirklich Spaß, zuzusehen, wie sich das Ganze entwickelt, wobei alles natürlich im Rahmen zu beurteilen ist. Nicht das jetzt jemand komplexe Charakterstudien und einen riesen Tiefgang erwartet. Aber für seine Verhältnisse doch lobenswert.

Die Musik vom überragenden Clint Mansell wird, wie auch das Drehbuch, sehr trist und schön melancholisch gehalten. Das Gesehene wird stets passend untermalt und ist zu keinem Zeitpunkt fehl am Platz oder störend.

Was man dem Drehbuch und der Inszenierung am meisten zu Gute halten muss, ist die komplette Gestaltung der Geschichte. Hier wird nichts was "Driver“ tut, verherrlicht oder die Gewalt glorifiziert. Auch irgendwelche coolen Sprüche sucht man vergebens, was nochmals die melancholische Ernsthaftigkeit unterstreicht. Es wird mit fortlaufender Dauer eher deutlich, dass "Driver“, je weiter er auf seiner Liste vorankommt, mehr und mehr von Hass und Trauer zerfressen wird.
Auch der Showdown ist ganz toll geworden, und wird viele, die sich wegen Action die DVD/BluRay holen, enttäuschen. Für mich aber echt sehr passend, werden auch hier eher leise Töne angeschlagen.


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El alegre divorciado


Ein sehr amüsanter Film, der ganz auf Hauptdarsteller Francisco (Paco) Martínez Soria zugeschnitten ist. Der Film spielt mit den Klischees der Mann-Frau Rollenbilder der spanischen Kultur. In Mexico zur Hochzeit des Sohnes mit der Tochter eines vermögenden Mannes angekommen, kommt Ramón auf die Idee sich scheiden zu lassen, die Vorzüge des Singledaseins auskosten zu wollen und dem herrischen Hausdrachen zu entfliehen. Wohl wissend, dass es eine spontane Schnapsidee ist spielen Frau und Vater der angehenden Schwiegertochter mit und täuschen dem nichtsahnenden Möchtegernlebemann eine Scheidung vor.

"El alegre divorciado" ist ein kurzweiliger Spaß, der mit sympathischen Darstellern zu überzeugen weiß und den Wunschgedanken vieler unzufrieden verheirateter Männer real werden lässt. Das diese Männer, hier am Beispiel von Ramón, dann auf sich allein gestellt an den simpelsten Dingen im Alltag scheitern und überhaupt nicht zurechtkommen, mag selbstredend übertrieben dargestellt sein, passt aber sehr wohl zu den Figuren im Film und ist sehr spaßig inszeniert. Das man das Ende erahnen kann, ist kein wirklich negativer Punkt, da es darauf auch gar nicht ankommt.


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Field of Dreams


Kevin Costner spielt in diesem Film, der ganz großes Gefühlskino ist, Ray Kinsella, einen Farmer in Iowa, der mit seiner Frau eine Farm hat und sich von dem Streß des Alltags zurückgezogen hat. Sie sitzen Abends auf der Veranda und hören dem Gras beim wachsen zu.
All diese Ruhe hat ein Ende, als Ray eines Abends in seinem Maisfeld stehend wiederholt eine Stimme hört:“ If you build it, he will come“. Ray ist vollkommen verwirrt und kann sich das Geschehene nicht erklären. Was soll er bauen? Wer hat da gesprochen? Wer soll kommen?
Diese Fragen scheinen sich teilweise zu beantworten, als er eine Vision hat und ein Baseball-Feld sieht, mitten in seinem Maisfeld. Nun meint Ray nach und nach, dass es einen Sinn machen würde. Wenn er ein Spielfeld baut, wird "Shoeless" Joe Jackson zurückkehren und auf ihm spielen. "Shoeless" Joe ist ein toter Spieler, welcher verwickelt war in einem Skandal von 1919, in dem sein damaliges Team, die Black Sox ein Spiel verkauften. Bis zu seinem Tod schwor "Shoeless" Joe, er habe nichts damit zu tun und so gut gespielt wie er konnte. Jedenfalls baut Ray tatsächlich das Spielfeld und opfert dafür einen großen Teil seines Maisfeldes. Seine Frau Annie unterstützt ihn ausnahmslos. Was passiert, als Ray das Feld fertig gebaut hat, überrascht dann nicht nur Ray (sofern man den Film nicht kennt).

Da der Film hier in Deutschland nicht so der Bringer war und auch schon in die Jahre gekommen ist, möchte ich hier nicht zu viel von dem weiteren Inhalt verraten, da ich hoffe, doch noch den Einen oder Anderen neugierig machen zu können. Denn all zu viele haben den Film denke ich noch nicht gesehen. Desto weniger man von dem Film weiß, bevor man ihn sieht, umso besser ist es. Der Film beginnt mit so was Einfachem wie einer Stimme, die einem Farmer sagt, er solle ein Spielfeld bauen und von dort an entwickelt sich eine tolle Geschichte, die noch sehr viel zu bieten hat. Ich habe den Film über die letzten fast zwanzig Jahre immer mal wieder in wohl dosierten Abständen gern gesehen.

Ich halte es dem Film zu Gute, dass er zu keinem Zeitpunkt versucht, das Geschehen zu erklären. Das würde der Wirkung des Films nur schaden. Phil Alden Robinson und W.P. Kinsella, der Verfasser des Romans, setzen sich mit Dingen auseinander, die ans Herz gehen und die mit der Fantasie des Menschen zu tun haben. Genauso geht es darum, seine Träume zu leben und sich selber zu verwirklichen, ohne sich von ungünstigen Rahmenbedingungen abbringen zu lassen.

James Earl Jones und Burt Lancaster spielen in "Field of Dreams“ tolle Nebenrollen, ohne die der Film niemals zu dem tollen Filmerlebnis geworden wäre, welcher er letztendlich ist. Der Score von James Horner ist mal wieder traumhaft sicher zum Erzählten komponiert.
Der Film ist nicht gemacht für fantasielose Realisten und Leute, die Träume für Schäume halten. Der Film lässt den Betrachter eintauchen in eine Welt, in der Träume wahr werden und in der Menschen eine zweite Chance erhalten. Ein Film mit durchgängig positiven Impulsen der einfach nur Spaß macht und die Laune hebt.

Romantik Fantasy Sport


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The Ledge


Ein junger Atheist steht an dem Absatz eines Hochhausdaches, verängstigt aber dennoch entschlossen. Der Cop Hollis, welcher am Morgen erfahren hat das er immer schon unfruchtbar war und sich nun fragt wessen Kinder er mit seiner Frau großzieht, stößt hinzu und soll Gavin (der Atheist) überzeugen nicht zu springen. In Rückblenden erzählt Gavin nun seine Geschichte und wie es dazu kam, dass er nun auf dem Dach steht. Alles beginnt damit, dass er sich in die Ehefrau seines Nachbarn (ein fundamentalistischer Christ) verliebt.

The ledge hat nette Ansätze, macht sich das Leben aber selber schwer. Der größte Kritikpunkt ist, dass quasi der ganze Film in Rückblenden erzählt wird. Das Problem hierbei ist, dass somit die ein Großteil der Spannung, die in manchen Szenen durchaus da gewesen wäre, verpufft. Auch von der Logik tut es letztendlich im Kopf weh, wenn Gavin zum Ende seiner Geschichte kommt und man erfährt, dass ihm hätte geholfen werden können, wenn er mal zügiger zum Ende gekommen wäre oder gespoilert hätte. Lustigerweise hält Hollis ihm genau das auch vor. Die Dialoge sind oftmals viel zu cheesy und wirken gekünstelt und nicht überzeugend. Die Diskussionen über den Glauben zwischen Atheist und Christ sind Klischee überladen und bringen keine Argumente, die neu sind.

Was die Darsteller angeht, ist zu sagen dass einem Hunnam mit der Zeit ordentlich auf den Sack geht, Liv Tyler farb- und lustlos spielt und Wilson zwar nette Momente hat, sich ab und an jedoch ins Lächerliche chargiert. Einzig Terence Howard macht eine passable Figur, ist jedoch nicht mehr als ein Stichwortgeber. Seine eigene Geschichte wird nur am Rande behandelt und darf am Ende des Films die Message vermitteln.

The ledge ist vom Konzept schon zum Scheitern verurteilt, erzählt seine Geschichte nicht sonderlich interessant und das Drehbuch gehört in die Tonne gekloppt.



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Jûsan-nin no shikaku


Als großer Freund von Samurai-Filmen hatte ich mich im Vorfeld sehr auf "Jûsan-nin no shikaku“ gefreut. Was sich mir dann aber präsentierte, hat meine möglicherweise zu hohen Erwartungen nicht erfüllt. Zu viele Punkte kamen mir unausgegoren vor und nicht gut konzipiert. Fürst Naritsugu ist für mich einer der großen Minuspunkte. Gern hätte ich erfahren, warum er so ist, wie er ist. Er mordet willkürlich, foltert und verstümmelt, vergewaltigt, tötet Frauen und Kinder um seine Fertigkeiten mit Pfeil und Bogen zu trainieren und weiß Gott was noch. Bleibt ja nicht mehr viel übrig. Als Begründung gibt er wiederholt nur an, dass seine Untertanen ihm schließlich zu dienen hätten und sie ja eh nix wert sind. Das ist mir etwas zu wenig, was da geboten wird und zu oberflächlich.
Hinzu kommt, dass die meisten der 13 Auserwählten sehr unscheinbar und uncharismatisch daherkommen. Wenn von Hunderten die besten 13 ausgesucht werden, erwarte ich mir da doch andere Kaliber. Einer der Kerlchen wird gar gewählt, ohne je einen richtigen Kampf bestritten zu haben. Was die 13 angeht, überzeugten mich nur Anführer Shinzaemon Shimada und Elite-Fighter Hirayama.

Die Erzählweise ist sehr ruhig gehalten und nimmt sich viel Zeit, um zum großen Showdown in einem kleinen Städtchen zu gelangen. Mir um ehrlich zu sein etwas zu ruhig und zu uninteressant gestaltet. Der Endkampf selbst hat epische Ansätze, schöpft aber sein Potenzial nicht aus. Es wird nichts geboten, was man nicht vielleicht schon woanders besser gesehen hat. Auf keinen Fall schlecht, aber den Erwartungen nicht gerecht werdend.
Zudem gibt es am Ende noch einen Punkt, der mich sehr gestört hat, den ich aber jetzt nicht groß erklären kann, da ich dann ordentlich spoilern würde.

Alles in Allem nicht verkehrt, sofern man wie ich solche Filme mag, aber halt nicht das (von mir erwartete) Highlight.



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Captain America


Eingangs wollte ich einen Bogen um Captain America machen, da mich die Figur nie wirklich ansprach und von all den großen Helden im Marvel-Universum am wenigsten interessierte. Zudem empfand ich ihn als arrogant und mit einem gehörigen Leaderkomplex behaftet. Keine Ahnung woher sich diese Eindrücke bei mir festsetzten. Jedenfalls war es so. Als nächstes muss ich jetzt der Marketing- bzw. PR-Abteilung ein großes Lob aussprechen. Denn sie haben es tatsächlich geschafft, dass ich immer aufmerksamer wurde und letztendlich doch sehr gespannt war auf Captain America.

Nach der Sichtung lässt sich für mich nun feststellen, dass mich der Film tatsächlich sehr überrascht hat. Meine große Befürchtung der pausenlosen Beweihräucherung der USA ist glücklicherweise größtenteils vermieden worden. Klar sind noch immer patriotische USA-glorifizierende Szenen vorhanden, allerdings nicht in der Fülle wie befürchtet. Gleichzeitig wird die Propagandamaschinerie sogar hier und da aufs Korn genommen, wie beispielsweise zu Beginn, als auf der großen Leinwand verdeutlicht wird, dass wirklich jeder seinen Beitrag zum Erfolg im Krieg leisten kann, sogar der kleine Timmy oder etwas später Rogers‘ Propagandatour als Hampelmann der Streitkräfte . Im Ernst das hätte auch eine Verarsche bei den Simpsons sein können. Diese Selbstkritik gefiel mir.
Ein riesen Kompliment muss man dem Setdesign machen, dass wahrlich toll gestaltet und der damaligen Zeit nachempfunden wurde. Der Film hat generell eine sehr düstere Note und versteht sich sehr gut darin, ernst (mit dem einen oder anderen lockeren Spruch) und sehr viel trister – im positiven Sinne – zu bleiben.

Gar darstellerisch war ich sehr angenehm angetan. Chris Evans ist voll und ganz die richtige Wahl und gefällt mir persönlich in der Rolle des Steve Rogers sehr viel besser als in der der Human Torch. An seine anfängliche Gestalt musste ich mich aber doch gewöhnen. Was die CGI angeht, wurde hier doch ganz gut gearbeitet, sofern ich das beurteilen kann.
Tommy Lee Jones mimt den gefühlte Millionen Mal gesehenen, übel gelaunten, leicht sarkastischen Colonel, der erst durch Taten überzeugt werden muss, dass der Hauptprotagonist die richtige Wahl ist. Zwar hat man diese Figur schon oft gesehen, jedoch auch schon sehr viel öfter schlechter gespielt. Hugo Weaving ist Johann Schmidt bzw. Red Skull, der Bad Ass schlechthin in Form des cineastischen Parade-Feindes, eines Nazis, wenngleich man sagen muss, dass er sich von Hitler distanziert und eigene Ziele verfolgt. Sein Akzent hat sehr viel Spaß gemacht. Haley Atwell ist das Eye-Candy des Films und Love-Interest von Rogers. Eine für die damalige Zeit extremst emanzipierte Frau, wenn ich recht überlege glaube ich auch die einzige Frau im Film, die irgendeine tragendere Funktion in der US- Army ausübt. Sonst erwähnenswert erscheint mir noch Dominic Cooper als Howard Stark, sprich Tony Stark’s Vater, bei dem es mir Spaß machte zuzusehen. Er wurde gut dargestellt hinsichtlich der Tatsache, dass man starke Parallelen zu Tony sieht.

Was ich dem Film, oder viel Mehr dem Drehbuch sehr zu Gute halte ist, dass man große Aufmerksamkeit auf die Charakterentwicklung (im Rahmen einer Comicverfilmung nicht zu vergessen) gelegt hat. Die SFX, die selbstredend vorhanden sind, wurden nicht in den Vordergrund gestellt, sondern waren viel mehr Mittel zum Zweck, um die Geschichte zu erzählen. Es ist wirklich gelungen, dass man (ich) Interesse an der Figur Steve Rogers entwickelte. Die Geschichte hat einen Faden und wirkt nicht wie eine Aneinanderreihung von Actionszenen die durch unsinnige Dialoge verbunden werden mussten. Wirklich gut.

Captain America ist meine erste große Kinoüberraschung des Jahres. So freu ich mich noch mehr auf die Avengers nächstes Jahr.



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Red, White and Blue


Ein atmosphärisches Drama mit tollen Schauspielern. Die Erzählweise und der Aufbau der Geschichte gefallen mir sehr gut. Die Chemie zwischen Taylor und Fuller ist ganz toll und die Freundschaft der beiden wird sehr authentisch und zerbrechlich geschildert. Auch die anderen Charaktere rund um Franki und Konsorten werden gelungen in die Geschichte integriert. Die jeweiligen Schicksale der sehr verschiedenen Menschen werden behutsam und glaubhaft geschildert, so dass die Darsteller den Zuschauer durchaus berühren. Das Drehbuch schafft es, die Geschichte dieser vom Leben gebeutelten Menschen zu erzählen, ohne Gefühlsduselig oder theatralisch zu sein und ohne zu langweilen.
Das große Manko aber ist das Ende, dass für mich viel zu übertrieben ist. Hier wäre weniger absolut mehr gewesen und hievt den Film urplötzlich auf eine, wie ich finde, total unnötige Torture-Porneske Ebene. Die Message, zu was Liebe und Besessenheit einen Menschen treiben können, hätte man sehr viel weniger drastisch darstellen können. Das hätte sehr viel mehr Wirkung und Nachhaltigkeit gehabt.





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