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Ubaldo Terzanis Schreibstube Volume 2

Hier polemisiert der Meista!




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IRON LADY, THE



IRON LADY, THE Hört, hört. Die privatisierungswütige, gewerkschaftsbrechende, kriegstreibende gläubige Kapitalistin hat also auch menschliche Gefühle und seelische Wehwehchen und familiäre Probleme wie du und ich? Das hätte ja niemand für möglich gehalten. Wie bereichernd also dass der Film so ausgiebig die Leiden und seelischen Buhbuhs der Frau zur Schau stellt. Darauf hat die Welt gewartet: 100 Minuten senil-sentimentales Rumgemenschel mit M. Thatcher. Ach wie herrlich, sie ist auch nur ein Mensch mit Gefühlen. Mich deucht die Tränen kommen mir gleich. Und bei der nächsten Bundestagswahl wähle ich CDU.

Was will dieser Film von mir? Soll ich jetzt berührt sein, oder was? :immo:
Oder soll ich dieses arg einseitige und unvollständige Persönlichkeits-Porträt bereichernd finden? Soll ich es informativ finden wie der Film mehrere Jahrzehnte persönlicher und britischer Geschichte in 100 Minuten durch den Fleischwolf dreht, bis das Ganze so löchrig ist wie schweizer Käse und keine genügende Korrelation zwischen Protagonistin und gesellschaftlichem/historischen Kontext geschaffen wird, die ihr Handeln, ihren Antrieb nachvollziehbar machen würde?
Oder soll ich die Regisseurin loben, weil sie so strebsam ist und sich wirklich jeden einzelnen ihrer inszenatorischen Kniffe aus anderen Biopics und Historienfilmen abgeguckt hat?
Ehrlich: Was will dieses Filmchen von mir?


3/10 (kolossal gutes OSCAR-Material)

text nicht korrekturgelesen

Drama Biopic weinerliches Rumgemenschel



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Ubaldo Terzani

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