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The Motorcycle Boy: Even the most primitive of societies have an innate respect for the insane.

Hauptsächlich im Kino gesehene Filme, Schwerpunkt non-mainstream, aber auch....




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DRIVE (2011)



DRIVE (2011) Gestern im Spätprogramm im Cinemaxx.
Der namenlose Driver (das erinnerte mich daran, unbedingt diesen Film noch mal zu sehen: Asphaltrennen, bei den alle drei Hauptpersonen keine Namen haben, sondern nur ihre Funktionsbezeichnungen: Driver, Mechaniker, Anhalterin) arbeitet in einer Autowerkstatt, als Stuntfahrer und als Fluchtfahrer für Überfälle. Durch die Annäherung zu seiner Nachbarin und den windigen, aber auch romantischen Geschäften seines Chefs gerät er in Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Interessengruppen der Mafia.
Von Anfang an sehr sehr 80er. Die pinke Pseudo-Schreibschrift, die synthetische Musik, zT die Kostüme, das ganze Neonlicht. Das alles aber nicht nur Retro, sondern sehr stimmig zusammen mit der Erzählung. Auch die Autofahrten wurden dann nicht wie 80er Auto-Actioner gefilmt, sondern eher ruhig, mit neuen Kameraeinstellungen, bezugnehmend meist auf den Driver. Es ging um ihn, nicht um das coole Auto und die Action des Unfalls; diese werden allerdings auch nicht völlig ausgespart. Mehr erinnert die Erzählweise ans europäische, vielleicht mittlere Wenders-Filme, auch an John Dahl fühlte ich mich erinnert, an diesen wohl aber, weil er ähnliche Inspirationsquellen hat.
Die Musik ist sehr stimmig, keine HIts, aber meist songorientierter Synthiekram, 80er zwar, aber das wäre wohl kein Chart-Stuff gewesen, sondern eher das Zeug, was man jetzt teuer auf Börsen sucht.
Hervorzuheben noch mal die Kameraarbeit des erfahrenen Newton Sigel, der uns ja schon seit den üblichen Verdächtigen begeistert.
Schauspieler: Ryan Gosling ist es ja sowieso zu verdanken, das es den FIlm in dieser Form gibt und er macht den Driver hervorragend, eher schweigsam, oft sein Gesicht in Großaufnahme, und er drückt mit sehr wenig hier viel aus. Auch in seinen kurzen heftigen Gewaltausbrüchen wird er nciht zum Klischee, sondern bleibt sozusagen der Skorpion.
Ron Perlman und Albert Brooks hier zusamen als Mafiosi natürlich großartig, eher zurückgenommen beide, Brooks hab ich ja in einer solchen Rolle noch nie gesehen.
Carey Mulligan spielt auch sehr glaubhaft den love interest mit Mann und Kind, für mich eine Entdeckung. Ebenso Oscar Isaac hier in der Rolle zwischen Tommy Lee Johns und Harvey Keitel (falls die nochmal Nebenrollen spielen müßten).
Also: ein hervorragend getting worse and worse Neon Noir Film. Passt alles!

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