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FakeShemp's Blog

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Die Dämonischen, USA 1956



Diese alten Paranoia-Filme sind immer wieder schön anzusehen und es ist auch faszinierend, wie gut man damals gerade mit einfachen Mitteln Schrecken, sowie Unbehagen erzeugen konnte. Der unheimliche Höhepunkt ist der letzte Kuss der beiden Hauptdarsteller, wenn Bennell (Kevin McCarthy) entsetzt feststellt, dass Becky (Dana Wynter) nun auch eine von “denen“ ist. Die Effekte sind für ihre Zeit schon relativ offenherzig, man zeigt ein wenig blubbernden Schleim und das Heranwachsen des Unbegreiflichen. Ein Klassiker mit einer sehr modernen Story, ähnlich wie Hawks „The Thing“. Carpenter scheint bei seinem „The Thing“-Remake kurzerhand diese beiden Klassiker zu einem Film verschmolzen zu haben.
Hinter den “Dämonischen“ verbirgt sich, wie sich das für einen gescheiten Paranoia-Schinken gehört, die damalige Angst vor einer kommunistischen "Seuche", vor einem schleichenden Gesinnungswandel in der Bevölkerung, die sich in der Realität bis zur Kommunistenhatz hochschaukelte. Wem kann man noch trauen…? Wer ist schon einer von “denen“…? Wollen wir in einer Welt leben, in der alle gleich sind, fragt sich Bennell („McCarthy“ passt ja wie die Faust aufs Auge!) an einer Stelle. Wenn man sich diese Filme heute anschaut, kann man nur erahnen, wie paranoid diese Zeit gewesen sein muss… :eek:

Invasion of the Body Snatchers Don Siegel Die Dämonischen USA 1956 Paranoia



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