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FakeShemp's Blog

Buchstaben, Wörter und Sätze. Sogar Satzzeichen!

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Marx Brothers - Animal Crackers, USA 1930


Die beste Comedy-Truppe der Filmgeschichte in ihrem zweiten Tonfilm. Groucho als Captain Spaulding mit seinem Song „Hello, I must be going“ und die beiden anderen, Chico und Harpo, rocken das staubige Zelluloid in den Himmel. Schöner nostalgischer Romanzenkitsch, der immer wieder zerhäckselt wird vom anarchischen Frohsinn der Brüder, die jeder für etwas ganz anderes in Sachen Comedy stehen und doch harmonieren, wie kein anderes Ensemble. An jedem ist außerdem etwas falsch: Groucho hat keinen Bart, Chico ist kein Italiener und Harpo kann sprechen. Arme Mrs. Dumont, glücklicher Zuschauer.

Otto Waalkes klaut schlecht, aber tüchtig bei Groucho, nebenbei bemerkt. Die Familie der Marxens stammt ursprünglich aus Ostfriesland. Verdächtig… :haeh:

USA 1930 Marx Brothers - Animal Crackers


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Exit Wounds, USA 2001


Na Gott sei Dank, es geht auch noch anders. Kurzweilig und amüsant kam er daher. Musikwahl war ebenfalls okay. Mir ist aufgefallen, dass der Seagal in dem Film recht fit ausschaut und vor allem auch geistig wach wirkt, während er in „Ticker“ (aus dem gleichen Jahr) daher torkelt wie ein aufgedunsener Alki, den man mit Schnüren und Stöcken durchs Set dirigieren muss. Jetzt wäre interessant, welcher vorher gedreht wurde und wenn „Ticker“ danach kam, welcher Schicksalsschlag den Steven wohl so in Windeseile zerbröselt haben mag… :haeh:

Exit Wounds USA 2001 Steven Seagal


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Foreigner, USA 2003


Hm…, tut wie ein James Bond, aber eigentlich hinterlässt der Film nur Fragezeichen. Vor allem, was die Handlungsweisen der super duper gefährlichen Agenten angeht, denen das Killen am meisten Freude zu bereiten scheint. Der Auftrag kommt irgendwo an letzter Stelle…, wobei…, welcher Auftrag…? :haeh: Irgendwas mit einer Kiste und einem Flugschreiber…
„Foreigner“ ist bemühter, aber leider doch nur blasser Ringelreigen mit den üblichen Handgreiflichkeiten und Explosionen, würde ich mal sagen, die die magere Handlung irgendwie zusammenhalten sollen. Dann lieber den „Ticker“, weil der tut wenigstens nicht so hochwohlgeboren, bei ebenbürtiger Hirnverbranntheit.

Foreigner USA 2003 Steven Seagal


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Barfuss, Deutschland 2005


Da hat der Manta-Til aber mal nen richtig schönen Film abgeliefert. Ja ja, ich weiß, das darf nicht sein! Gut, es handelt sich um eine barfüßige Komödie so mit Herz und anderen plüschigen Teilen, aber sie versinkt eigentlich nie zu tief in drohendem Kitsch, noch gerät sie allzu ernst, um den märchenhaften Einschlag zu gefährden, den manch einer sicherlich ab und an vorschnell mit Kitsch verwechselt. Ein imho gelungener Balanceakt zwischen jenen beiden Schlagseiten, die ich sonst gar nicht abkann. Da verzeiht man gerne ein paar kleinere Taumeleinlagen, die es trotzdem gibt und wie immer hätten einige Stellen sicher Gelegenheit für noch mehr geboten, aber muss man denn immer das Haar in der Suppe suchen? Wer das muss, kann halt den Til nicht leiden...

Til Schweiger Hugo Stiglitz romatische Komödie


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La Comunidad, Spanien 2000


Bereits seinerzeit auf dem Fantasy Filmfest für fabulös befunden und auch jetzt reite ich wieder selig auf einer hohen Endorphin-Welle dahin, während der Abspann vor sich hin rumpelt…, "tamTAM tamTAM tamTAM TAMTAM…" :band:
Was der geniale Spanier Iglesia da zusammengerührt und mit Finesse und schwarzem Humor meisterlich abgeschmeckt hat, ist zum Niederknien! Genau mein Ding. Was treibt er eigentlich zurzeit? Ich hoffe er dreht Filme, wehe wenn nicht! :kill:

*Feuerwerk*

La Comunidad Allein unter Nachbarn Iglesia Spanien


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Hammer House Of Horror – The House That Bled To Death, England 1980


Lange habe ich den Moment hinausgezögert, weil TV-Serien nicht unbedingt mein Ding sind und Hammer für mich halt in erster Linie für Kinounterhaltung steht. Aber meine Bedenken sind wohl unberechtigt gewesen, zumindest was schon mal die erste Folge aus der Kollektion (von Carlton) anbelangt. „The House That Bled To Death“ wird dabei seinem Titel vollends gerecht, denn ich kann beinahe behaupten, dass hier mehr Blut fließt, als in den meisten Hammer-Kinofilmen. :o Auch dramaturgisch konnte diese erste Folge überzeugen, die einen mit einigen kühnen Kniffen bestens bei der Stange hält. Spannend und absolut Hammer-würdig. Hoffentlich geht’s so weiter!

Erinnert hat mich das Szenario anfangs ein wenig an den hervorragenden „London Voodoo“, würde mich nicht wundern, wenn in den der eine oder andere Bluttropfen mit eingeflossen ist.

Außerdem, auch wenn’s langsam schmerzt…(aber mein Nickname verpflichtet eben ;) ), könnte ein besonders makaberer Moment direkt als Inspiration für meinen heiß geliebten „Evil Dead“ hergehalten haben, aber das ist natürlich eine eher gewagte Behauptung. Ich verrate nicht, um was es sich handelt. Selber angucken!

Hammer House Of Horror – The House That Bled To Death England 1980 TV Horror


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Constantine, USA 2005


Die Welt der Bibel und die Welt der Comics, es wächst einmal mehr zusammen, was zusammengehört. Oder aber man glaubt an eine der möglicherweise erfolgreichsten Fantasy-Epen der Menschheit, erfolgreicher noch als "Lord of the Rings", dann vergibt man womöglich nur einen bis drei Punkte auf IMDb, um die Lästerei mit Verachtung zu strafen. Und ich, der ich weiß, dass ich nicht viel weiß (was ja immerhin noch mehr ist als Sokrates), fühlte mich weder auf einen latent schwelenden katholischen Schlips getreten, noch kenne ich die Comics, die meine Erwartungen womöglich sonstwohin geschraubt hätten. Also durfte ich doch einen recht genehmen Kinoabend verleben, mit einem Lucifer und einem Gabriel, die zumindest einen Bruchteil des Eintrittsgeldes wert waren.

Reeves Bibel Religion


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Boogeyman, USA/Neuseeland/Deutschland 2005


Mit „Evil Dead“-Zitaten reich gespickter Grusel, dessen Handlung und Auflösung am Schluss leider ziemlich blass ausfallen, obgleich der Ansatz interessant bleibt. Und auch so fand ich ihn eigentlich gut gemacht und gespielt. Bis auf den Schluss fühlte ich mich pudelwohl, fast wie bei Muttern. ;) Wenn der vierte "Evil Dead" äußerlich ähnlich aufgezogen wird, also wenn die Produktion den Look in etwa beibehält, anderweitig aber natürlich noch ordentlich "Goodies" und vor allem richtigen Horror zuzulegen weiß, dann wäre das prächtig!

Horror Raimi


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Fire down below, USA 1997


Sehr sympathischer, beinahe schon familientauglicher Seagal-Film, mit guten Darstellern, netter Handlung und hübschen Kampfeinlagen, wie wohl meist beim Herrn Hauptdarsteller äußerst ökonomisch und effizient. Ja, so ein weltlicher Superhero mit Stil und Manieren wäre man doch auch mal gern. Der Film versteht es ganz gut, den “Showdown der Gerechtigkeit“ festlich zu zelebrieren und ich habe einige male fröhlich dabei in die Hände geklatscht, oder war ich nur generell gut drauf und erlag einer Fehlartribution meiner Laune auf den Film…? :haeh: Na, ich denke mal nicht. Harry Dean Stanton sorgt bei mir eh immer für gute Laune und auch die Musikauswahl schien mir nicht die schlechteste zu sein. Ich empfand alles als ausgesprochen rund.
Ich bin zwar kein Seagal-Experte, aber darf man diesen Film noch zu seinen besseren zählen? Früher dachte ich immer, Seagal wäre die C-Partitur der Action-Stars, noch hinter Norris und Van Damme oder so. Mittlerweile darf er auf dem Thron Platz nehmen. Irgendwie dachte ich auch bei mir, schon als ich vor ein paar Tagen „Alarmstufe Rot“ sah, dass ich mir den Typen ganz gut als James Bond vorstellen könnte. Aber dafür isser wohl dann doch zu “klobig“… (und mittlerweile zu alt)

Ich möchte die Forengemeinschaft mal um ein paar Tipps bitten. Taugen die neueren Werke auch noch etwas? Irgendwie schaut er da (auf den Covern) ja schon etwas abgewrackt aus. Ich habe Angst mir mein Bild zu zerstören… :huh:

Fire down below USA 1997 Steven Seagal


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Creep, England 2005


Irgendwie schön, dass es solche handfesten Stinker noch gibt. Tut nach so manchem überkandidelten Zeug, das den Kritikern mit angestrengtem Witz, Charme und Esprit Honig ums Maul schmieren will, auch mal wieder gut. Ein Film für reinrassige Fans, die sich dort unten im Londoner U-Bahnsystem sozusagen zuhause fühlen und solche Filme wegen der Vertrautheit dieser Szenarien halt lieben, weniger wohl für solche Zeitgenossen, die immer noch was zusätzlich brauchen, um sich beim "Gutfinden" keinen Zacken aus der Krone zu brechen. „Creep“ ist schnörkellose Horrorunterhaltung, die zwar null Überraschungen bietet, dem Fan ein Dejavu nach dem anderen vor den Latz knallt, und doch den Tisch mit der geliebten Hausmannskost anständig zu decken weiß. Ordentliche Hausmannskost, nix für Gourmets! Und zwischen den einfachen, aber herzhaften Gängen gibt es dann doch hie und da manch kleine Praline zu schlucken.

Franka Potente Creep





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