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Mich dünkt, Sie sind ein Vollidiot


559 Antworten in diesem Thema

#151 Phibes

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Geschrieben 07. Januar 2006, 15:48

pasheko sagte am 07.01.2006, 03:38:

Der Visiak gibt auch eine zünftige Kaminfeuerlektüre ab. Diese "Bibliothek des Phantastischen" von DuMont war eh eine sehr ambitionierte Angelegenheit, die leider nach 12 Bänden abgewürgt wurde und Richtung Grabbeltisch wanderte. Aber da wurden feine Sachen zugänglich gemacht: Neben Maurice Sandoz' irrem "Labyrinth", aus dem William Cameron Menzies den nicht minder irren The Maze machte, auch zwei Sammlungen von Erzählungen des großartigen Robert Aickman. Und nicht zu vergessen, die erste deutsche Veröffentlichung von Thomas Ligotti, der ja mittlerweile so ziemlich jeden zeitgenössischen Horror-Autor in die Tasche steckt.

<{POST_SNAPBACK}>


Ligotti habe ich mir auch notiert. Recht ambitioniert ist ja sicherlich der Festa-Verlag, nur bringt der arg viel Lovecraft-Epigonen heraus. Aber ich denke, dass der Erfolg dieser Titel sicherlich auch ungewöhnlichere Projekte finanziert.

#152 Phibes

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Geschrieben 07. Januar 2006, 23:56

PS: Ich muss gestehen, dass Medusa durchaus auch einige gewaltige Längen aufzuweisen hatte. Das Ende war aber nett.

#153 Phibes

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Geschrieben 11. Januar 2006, 20:41

Verspätet, bezüglich Nightmare Alley:

Mit dem Film versuchte Power wohl seinem Image entkommen, aber dass wollte wohl die Fox nicht zulassen und hat den Film kaum beworben und brachte ihn schließlich als B-Movie herraus. Nun hat er einen gewissen Kultstatus und genießt damit eine späte Wiedergutmachung.

#154 Phibes

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Geschrieben 16. Januar 2006, 15:18

Ein feiner und sehr amüsanter Text für den Cardona-Schinken. :love:

#155 pasheko

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Geschrieben 16. Januar 2006, 18:14

Bedankt. :)
Wenn ich am nächsten Tag nüchtern noch mal drüber gucke, finde ich immer noch stilistische oder grammatische Unreinheiten, aber ist wohl immer so. :D

#156 Phibes

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Geschrieben 16. Januar 2006, 18:43

Ach, ich finde dich schon ziemlich stilsicher, da muss einermeiner erstmal hinkommen.

#157 pasheko

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Geschrieben 22. Januar 2006, 03:42

Och, da gibt es aber Schlimmere. ;)

#158 Phibes

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Geschrieben 22. Januar 2006, 16:01

Wieder mal bedankt:

Du hast recht mit Huppert. Eigentlich mag ich die, aber in den letzten Jahren ist sie recht penetrant. Vor allem seit sie mit Moralapostel Haneke (tut mir leid, ich kann ihn und seine Filme nicht leiden) arbeitet.

Argoman habe ich mal versucht zu schauen. Aber ich musste abbrechen, dass war dann doch erstmal zu viel. :))

#159 molotto

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Geschrieben 04. Februar 2006, 07:32

YESSS, Sir! WELTKATASTROPHE 1999? ist natürlich richtig Bombe! Den Film habe ich auch noch drigend auf dem Zettel, wobei es natürlich eine echte Schande ist, wie die Toho mit dem Werk umgegangen ist (bis hin zur Behauptung, dass der Film nicht existiere).
Würde mich deshalb interessieren, welche der vielen Schnittfassungen du von dem Streifen gesehen hast, weil die sich ja doch alle ganz erheblich unterscheiden. Oder doch gleich zum Zusammenschnitt gegriffen?

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#160 pasheko

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Geschrieben 04. Februar 2006, 13:41

Huhu, molotto!
Hab' den bei nem Freund gesehen, wo wir uns zunächst das alte VPS-Tape vorgeknöpft haben, um anschließend einzelne Szenen aus der 114-Minuten-Fassung dieser Firma zu sichten. Die bieten wohl mittlerweile auch ein 5-Disc-Set an mit vier verschiedenen Versionen...

#161 Phibes

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Geschrieben 04. Februar 2006, 16:09

Mutantenkinder haben also keine Lobby? Und wie erklärst du dir das?


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#162 pasheko

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Geschrieben 05. Februar 2006, 18:34

:muhaha:

#163 molotto

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Geschrieben 06. Februar 2006, 17:14

@Pasheko:
Die VPS ist natürlich klasse, keine Frage! Die Langfassung habe ich auch noch hier liegen, muss ich aber noch einmal in einer ruhigen Minute durchgucken. (Also nix verraten!)
Vier Fassungen des Films?? O weh, das ist mir dann bei aller Liebe wohl doch ein wenig zuviel.

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#164 Michael

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Geschrieben 04. Mai 2006, 12:20

Den wunderschönen "Blood Spattered Bride" gesehen und Texte im Netz gesucht, bis ich über deinen treffenden Eintrag gestolpert bin. Das führte dazu, dass ich mich das erste Mal richtig mit deinem Tagebuch auseinandergesetzt habe, heißt: habe es mal aufmerksamer von vorne bis hinten gelesen. Und abgesehen von einer festzustellenden generellen Aversion gegen die meisten neueren Hollywood-Filme, mag ich deine unaufgeregten Beiträge doch sehr. Sogar "Nightfall" findet sich in deiner Tourneur-Reihe wieder, was mir sehr gefallen hat. Will nur sagen, hast einen Stammleser mehr.

Bearbeitet von Michael, 04. Mai 2006, 12:39.


#165 pasheko

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Geschrieben 04. Mai 2006, 17:17

Hallo Michael,

vielen Dank für deine netten Worte. Die "generelle Aversion" gegen neuere Hollywood-Produktionen ist allerdings nicht kategorischer Natur, ich versuch ja immer wieder, denen eine Chance zu geben. Zuletzt waren's V for Vendetta, Final Destination 3 und Hostel, aber mittlerweile ist es schon soweit, daß mir dazu gar nichts mehr vernünftiges einfällt, bzw. ich langweilige und nichtssagende Einträge wie z.B. den zu Terminator 3 dann gleich bleiben lasse. Aber so hast du das vermutlich auch gar nicht gemeint, sondern eher als Unterschied zu deiner eigenen Einschätzung, die dir freilich gestattet sein soll. :)

#166 Michael

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Geschrieben 04. Mai 2006, 18:06

Hatte erst "allgemein neuere Filme" in meinem Beitrag an dich stehen, was bei einem nochmals genaueren Blick so gar nicht stimmte. Selbst die neueren Hollywoodfilme sind jetzt mehr ein Zuspitzung. Aufgefallen ist es mir natürlich, weil ich ein paar mehr der "neueren Hollywoodfilme" gegenüber den anderen schmackhaften Eintragungen in deinem Tagebuch kenne, und ich die teilweise (auch nicht immer) viel, viel besser sehe als du.

"Hostel" war aber doch sehr in Ordnung, oder? Jedenfalls wird er bei mir mit jedem Durchgang schöner, weil er so schön gegen die Erwartungshaltung gedreht ist und sich so weit von der aktuellen Horror-Remake-Welle abhebt.

#167 pasheko

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Geschrieben 04. Mai 2006, 18:25

@Hostel:
Ich persönlich fand ja die Sneaker Pimps-Coverversion eines Songs aus The Wicker Man am Bemerkenswertesten, die ja Amenabar auch schon in Abre los ojos verwendet hatte, aber möglicherweise bin in ich in dieser Beziehung auch sehr aufnahmefreudig. :D
Die Erwartungshaltung war bei mir nicht sonderlich düpiert, da ich wohl vorher schon zuviel von dem Film wußte, aber ich kann auch nicht sagen, mich durch die zweigeteilte Struktur gelangweilt zu haben. Indes habe ich die drei Protagonisten so gehasst, daß ich keinem ein Überleben gegönnt und mir ein anderes Ende gewünscht hätte...ja, mit den derzeitigen Remakes hat er so viel nicht zu tun, aber ich sehe ihn auch ein wenig als Teil der Welle, die ja scheinbar mit dem Erfolg von Saw losgetreten wurde. Mein Fazit läuft dann eher auf ein "ganz nett" heraus...

#168 Michael

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Geschrieben 05. Mai 2006, 16:27

Beitrag anzeigenpasheko sagte am 04.05.2006, 19:25:

@Hostel:
Ich persönlich fand ja die Sneaker Pimps-Coverversion eines Songs aus The Wicker Man am Bemerkenswertesten, die ja Amenabar auch schon in Abre los ojos verwendet hatte, aber möglicherweise bin in ich in dieser Beziehung auch sehr aufnahmefreudig. :D
Die Erwartungshaltung war bei mir nicht sonderlich düpiert, da ich wohl vorher schon zuviel von dem Film wußte, aber ich kann auch nicht sagen, mich durch die zweigeteilte Struktur gelangweilt zu haben. Indes habe ich die drei Protagonisten so gehasst, daß ich keinem ein Überleben gegönnt und mir ein anderes Ende gewünscht hätte...ja, mit den derzeitigen Remakes hat er so viel nicht zu tun, aber ich sehe ihn auch ein wenig als Teil der Welle, die ja scheinbar mit dem Erfolg von Saw losgetreten wurde. Mein Fazit läuft dann eher auf ein "ganz nett" heraus...

Welcher Song war das denn bzw. wann wurde der gespielt?

Meine Erwartungshaltung war stark von den eigenen Aussagen der Macher geprägt, die ja nicht müde wurden, zu betonen, wie unglaublich brutal der Film geworden wäre. Berichte ala jene oder diese Großmutter wäre aus dem Kino gestürmt. Die Krone setzte dem Fabses Kritik auf, die den Film wie einen Schlachtporno aussehen ließ. "Hostel" ist bis zum Schlussdrittel das totale Gegenteil und selbst dann ist er mehr effektiv als verschwenderisch in den Gewaltszenen. Das mit den Sympathien für die drei Protagonisten ist ganz interessant: da gibt's ja den beabsichtigten "Psycho"-Effekt, der so durch ist, dass man ihn fast gar nicht mehr erwähnen brauch, bei mir aber hervorragend funktioniert hat. Im ersten Durchgang mochte ich keinen der drei, hatte aber die Angst, dass der Schüchterne am Ende übrig bleibt. In guten Filmen kommt's natürlich anders als man denkt. Und obwohl Jay Hernandez lange Zeit das Ober-Arschloch des Films ist, zittert man im Schlussdrittel mit ihm. Bei mir ging das soweit darüber hinaus, dass ich Hernandez im Schlussabschnitt mit Oliver Reed verglichen habe, womit ich in meinen Rankings für solche Rollen kein Stück weiter nach oben greifen könnte.

Bearbeitet von Michael, 05. Mai 2006, 16:28.


#169 pasheko

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Geschrieben 06. Mai 2006, 01:24

Beitrag anzeigenMichael sagte am 05.05.2006, 17:27:

Welcher Song war das denn bzw. wann wurde der gespielt?
Findet sich auf diesem Album unter dem Namen "How do", auf dem Wicker Man-Soundtrack nennt er sich "Willow's song" und wird von der nackten Britt Ekland gesungen. Kommt in Hostel an der Stelle, wo die Mitbewohnerinnen im Hotel gefickt werden. Hübsche Brüste haben die ja schon.

Beitrag anzeigenMichael sagte am 05.05.2006, 17:27:

Meine Erwartungshaltung war stark von den eigenen Aussagen der Macher geprägt, die ja nicht müde wurden, zu betonen, wie unglaublich brutal der Film geworden wäre. Berichte ala jene oder diese Großmutter wäre aus dem Kino gestürmt.
Wobei das für mich eher unter die Kategorie "Klappern gehört zum Geschäft" fallen würde - gut, die Sache mit dem Auge war schon extremer als vieles, was in letzter Zeit seinen Weg in die Multiplexe geschafft hat, aber keineswegs härter als das, was man aus italienischen und japanischen Filmen gewohnt ist.

Beitrag anzeigenMichael sagte am 05.05.2006, 17:27:

Im ersten Durchgang mochte ich keinen der drei, hatte aber die Angst, dass der Schüchterne am Ende übrig bleibt. In guten Filmen kommt's natürlich anders als man denkt.
Da muß ich auch zugestehen, daß der Film in dieser Beziehung bei mir Pluspunkte gesammelt hat. Andererseits war diese Figur (ah, er will Schriftsteller werden, ah, bei Prag fällt im Kafka ein, ah, er will nicht zu den Nutten gehen) hoffnungslos übertrieben und unglaubwürdig.

Beitrag anzeigenMichael sagte am 05.05.2006, 17:27:

Und obwohl Jay Hernandez lange Zeit das Ober-Arschloch des Films ist, zittert man im Schlussdrittel mit ihm. Bei mir ging das soweit darüber hinaus, dass ich Hernandez im Schlussabschnitt mit Oliver Reed verglichen habe, womit ich in meinen Rankings für solche Rollen kein Stück weiter nach oben greifen könnte.
Das kann ich jetzt nicht ganz nachvollziehen, ich fand Oliver Reed immer am Besten, wenn er mehr oder weniger schizoide Figuren wie in Curse of the Werewolf oder Paranoiac gegeben hat, wobei seine straighteren Performances etwa in The Damned oder Revolver freilich auch nicht zu verachten sind. Diese Gebrochenheit kann ich bei der Hernandez-Figur nicht wirklich wiederfinden, er ist anfangs ein oberflächlicher Pimmel, der später ein ebenso stereotyper Rächer wird.

#170 Michael

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Geschrieben 06. Mai 2006, 16:35

Zitat

Findet sich auf diesem Album unter dem Namen "How do", auf dem Wicker Man-Soundtrack nennt er sich "Willow's song" und wird von der nackten Britt Ekland gesungen. Kommt in Hostel an der Stelle, wo die Mitbewohnerinnen im Hotel gefickt werden. Hübsche Brüste haben die ja schon.
Ich würde eher sagen, wo die Mitbewohnerinnen sie ficken, oder? :rolleyes: Der "How do"-Song ist neben "Treti galaxie" wirklich einer der einprägsamsten und du erinnerst mich daran, dass ich "Wicker Man" endlich sehen sollte.

Zitat

Wobei das für mich eher unter die Kategorie "Klappern gehört zum Geschäft" fallen würde - gut, die Sache mit dem Auge war schon extremer als vieles, was in letzter Zeit seinen Weg in die Multiplexe geschafft hat, aber keineswegs härter als das, was man aus italienischen und japanischen Filmen gewohnt ist.
Gut, aber hatte Tarantino zumindest in meiner Erinnerung noch nie so irreführend geklappert. Finde den Begriff "Hardcore Horror" für "Hostel" auch eher daneben, passt beispielsweise bei "The Devil's Rejects" besser.

Zitat

Da muß ich auch zugestehen, daß der Film in dieser Beziehung bei mir Pluspunkte gesammelt hat. Andererseits war diese Figur (ah, er will Schriftsteller werden, ah, bei Prag fällt ihm Kafka ein, ah, er will nicht zu den Nutten gehen) hoffnungslos übertrieben und unglaubwürdig.
Ich fand die Figur des Josh glaubwürdig. Na ja, sein Kumpel sagt über ihn, dass er Schrifsteller werden will. Das ist nochmal was anderes. Kafka und Prag fand ich eher witzig, weil die Jungs versuchen, mit den Mädels ins Gespräch zu kommen und Kafka da nicht die optimale Basis für entspannten Small Talk ist. Und dass er freiwilligen gegenüber bezahltem Sex vorzieht, finde ich eher nachvollziehbar als übertrieben oder unglaubwürdig. Fand auch die Kombination des amerikanischen Duos durch den älteren Isländer ("Ofcourse, my horse") viel reizvoller als die ansonsten gebotenen homogeneren Teenie-Gruppen in ähnlichen Horrofilmen.


Zitat

Das kann ich jetzt nicht ganz nachvollziehen, ich fand Oliver Reed immer am Besten, wenn er mehr oder weniger schizoide Figuren wie in Curse of the Werewolf oder Paranoiac gegeben hat, wobei seine straighteren Performances etwa in The Damned oder Revolver freilich auch nicht zu verachten sind. Diese Gebrochenheit kann ich bei der Hernandez-Figur nicht wirklich wiederfinden, er ist anfangs ein oberflächlicher Pimmel, der später ein ebenso stereotyper Rächer wird.
Ich ziehe meine Oliver Reed Parallele, was Präsenz und Power (darauf und nicht auf ähnliche Rollenprofile war mein Vergleich bezogen) angeht, zurück. Wenn er in der Umkleidekabine der Folterfabrik den Mantel anzieht, sieht er doch einfach nur aus wie ein junger Oliver Reed, ist aber eher meilenweit davon entfernt, die Leinwand so zu bestimmen, wie es Oliver Reed in den 70ern vermochte.

Bearbeitet von Michael, 06. Mai 2006, 17:15.


#171 pasheko

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Geschrieben 06. Mai 2006, 19:24

Beitrag anzeigenMichael sagte am 06.05.2006, 17:35:

Ich würde eher sagen, wo die Mitbewohnerinnen sie ficken, oder?
Stimmt, da hast du wohl recht... :D

Zitat

und du erinnerst mich daran, dass ich "Wicker Man" endlich sehen sollte.
Das ist bestimmt nicht verkehrt. Leider ist die amtliche UK-Doppel-DVD mittlerweile wieder im Preis gestiegen, wurde einem vor einiger Zeit noch hinterhergeschmissen...hängt möglicherweise mit dem bevorstehenden Remake zusammen.

Zitat

Ich fand die Figur des Josh glaubwürdig. Na ja, sein Kumpel sagt über ihn, dass er Schrifsteller werden will. Das ist nochmal was anderes. Kafka und Prag fand ich eher witzig, weil die Jungs versuchen, mit den Mädels ins Gespräch zu kommen und Kafka da nicht die optimale Basis für entspannten Small Talk ist. Und dass er freiwilligen gegenüber bezahltem Sex vorzieht, finde ich eher nachvollziehbar als übertrieben oder unglaubwürdig. Fand auch die Kombination des amerikanischen Duos durch den älteren Isländer ("Ofcourse, my horse") viel reizvoller als die ansonsten gebotenen homogeneren Teenie-Gruppen in ähnlichen Horrofilmen.
OK, da hat man definitiv schlimmeres gesehen...aber ein bißchen zu stereotyp war es mir persönlich immer noch...

Zitat

Ich ziehe meine Oliver Reed Parallele, was Präsenz und Power (darauf und nicht auf ähnliche Rollenprofile war mein Vergleich bezogen) angeht, zurück. Wenn er in der Umkleidekabine der Folterfabrik den Mantel anzieht, sieht er doch einfach nur aus wie ein junger Oliver Reed, ist aber eher meilenweit davon entfernt, die Leinwand so zu bestimmen, wie es Oliver Reed in den 70ern vermochte.
Wenn's so formuliert ist, habe ich auch weniger Einwände. :)

#172 Michael

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Geschrieben 07. Mai 2006, 17:45

Zitat

Das ist bestimmt nicht verkehrt. Leider ist die amtliche UK-Doppel-DVD mittlerweile wieder im Preis gestiegen, wurde einem vor einiger Zeit noch hinterhergeschmissen...hängt möglicherweise mit dem bevorstehenden Remake zusammen.

Danke für den Hinweis. "Wicker Man" habe ich zu Hause, nur eben noch nicht gesehen (wie so vieles).

#173 molotto

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Geschrieben 07. Mai 2006, 18:34

Wow, Pasheko, mit LAND gehst du aber ganz schön hart ins Gericht!

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#174 pasheko

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Geschrieben 07. Mai 2006, 19:36

Naja, vielleicht hätte ich den Eintrag mit weniger Promille... ;)
Aber, nuja, ich habe zwar keinesfalls eine Seherfahrung ala das erste Mal Dawn of the Dead erwartet (wäre auch ein Ding der Unmöglichkeit), aber neben dem Gekröse fand ich bei den Romero-Filmen auch die umherschwingende Atmosphäre mit einem Hauch von Apokalypse recht reizvoll und auch die Entscheidung, viele Szenen bei hellem Tageslicht spielen zu lassen. Davon gibt es hier fast nix, stattdessen einen Plot um ein dämliches Super-Panzer-Gefährt, den ich ja in einem italienischen Endzeit-Film aus den 80ern begrüßt hätte, aber hier...ich fürchte auch, die Herren Untoten wurden schon zu oft durchgekaut. Nichtsdestotrotz wird da wohl noch einiges kommen, was auch nichts Neues zu bieten hat - das Dawn-Remake hat mich wenigstens noch gut unterhalten können, wenn's auch in Sachen Gekröse weniger reinhaut.

#175 molotto

    Weiße Haut auf schwarzem Markt

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Geschrieben 07. Mai 2006, 19:51

Das ist ein generelles Problem, dass zum Thema Zombies im Grunde alles gesagt ist. LAND gewinnt allerdings, wenn man ihn als Fortführung des Untoten-Filmfolge des Herrn Romero begreift und nicht "nur" als Beitrag zum Subgenre. Die Endzeit-Anwandlung mit KAMPFKOLOSS-Thematik fand ich so unspannend nicht. Im Gegensatz zu dir fand ich jedoch Asia Argento einfach nur ziemlich grausam in dem Film, zumal ihre Figur auch ohne nennenswerte Verluste hätte getilgt werden können.
Aber wie du es schon selber andeutest: Es ist natürlich ein Unding, einen Film der 70er mit einem aus dem Jahre 2005 in Einklang zu bringen. Ein solches Kino gibt es einfach nicht mehr. Abstriche sind allein deshalb schon zu machen - oder besser: die Erwartungshaltung den Umständen anpassen. Weiß aber selber nur zu gut, dass das nicht immer unbedingt einfach ist oder gar vor Enttäuschungen schützt.

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#176 The Critic

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Geschrieben 07. Mai 2006, 20:48

pasheko, neben den Qualitäten, die Land of the dead als Film für mich hat, finde ich auch sehr angenehm, mit welcher Wut und Kompromißlosigkeit George A. Romero seinen Film gestaltet hat und auch als bald Siebzigjähriger nicht Frieden mit seinem Land schließen will. Als Vergleich mag ich nicht mal die Legionen von Regisseuren anbringen, die nach dem ersten Erfolg taktisch ihr Konzept dem vermeintlichen Massengeschmack anpassen, sondern auf seinen Namensvetter verweisen, der ungefähr zur selben Zeit mit derselben Intention angefangen hat, Filme zu machen, und nach einem kurzen Zwischenstop im kuschligen Wundermärchenland der Zukunft im Ökonomismus der Gegenwart angekommen ist. Gerade vor zwei Tagen hat Mr. *Es wird nie eine DVD mit der ursprünglichen Star Wars Fassung geben denn sie entspricht so gar nicht meinem künstlerischen Wesen* gezeigt, worum es ihm geht.
Nicht mal der obercoole Maori-Macker und Two-Face konnten was reißen? Wie schade.

P.S.: Ach ja, Du warst doch der Initiator der Kure Kure Takora Welle, oder? Danke für diese drogeske Seherfahrung.

Bearbeitet von The Critic, 07. Mai 2006, 20:51.

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#177 Funxton

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Geschrieben 07. Mai 2006, 21:43

Ich habe auch schon die ganze Zeit überlegt, wie ich meine Verwunderung über deine "Land"-Verhackstückung zum Ausdruck bringen sollte. Aber das haben molotto und Critic nun ja zur Genüge getan, will sagen, ich unterschreibe das voll und ganz. Auch ich fand "Land" als wirklich langjähriger Liebhaber der Ur-Trilogie zunächst befremdlich, muss aber besonders aus der Distanz ganz unleugbare Qualitäten konstatieren. Vielleicht kannst du ja irgendwann nochmal deinen Frieden mit dem Film machen. Alles andere würde ihm, glaube ich, nicht gerecht.

F.

#178 pasheko

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Geschrieben 07. Mai 2006, 22:12

Hmm ja. Vielleicht gebe ich dem Ganzen noch mal eine Chance...aber vermutlich nicht so bald. Bei dieser Sichtung wollte das Ganze bei mir weder als Horrorfilm noch als spaßige Popcorn-Unterhaltung funktionieren. Von Wut und Kompromißlosigkeit konnte ich auch nicht viel fühlen - wenn ich das im Vergleich von Critic angeführte auch selbstverständlich nachvollziehen kann, da ist das Alterwerk einiger anderer Regisseure definitv erschreckender und weichgespülter - beim Abspann fühlte ich mich vollkommen leer und fade, wie nach einem Film, der weder Fisch noch Fleisch ist.

@Takora: Möglicherweise war ich der erste, der die Seuche hier ins Forum getragen hat, aufmerksam geworden bin ich aber durch die Entdeckung dieses Wahnsinns durch einige Blogger, z.b. dem Unheilpraktiker.

#179 molotto

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Geschrieben 08. Mai 2006, 08:52

Pasheko, es gibt Filme, die wachsen mit der Zeit. Im Kino (und dank der etwas lustlosen Synchro) hat mich der Film auch nicht absolut überzeugen können, bei wiederholter Sichtung hat LAND aber durchaus sehr viel Land bei mir gewinnen können. Der Film hat jedoch wesentlich mehr Angriffsfläche als die vorangegangenen Werke Romeros, was sich für mein Dafürhalten aber vornehmlich aus den nicht wirklich immer sonderlich überzeugenden Schauspielern speist und weniger aus der Vision an sich.

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#180 The Critic

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Geschrieben 25. Mai 2006, 20:55

Zwar habe ich nicht so eine gute Begründung wie ein Fischsammler für ein ausgiebiges Quallenstudium, aber dennoch hat Dein Text mein Interesse an Sting of death geweckt. Gibt es da was anderes als die DVD von Image Entertainment (die man ja eigentlich nur im Zustand der äußersten Verzweiflung kauft)?

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