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FakeShemp's Blog

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Der Herr Der Ringe: Die Rückkehr des Königs, USA/Neuseeland 2003



Nun habe auch ich es vollbracht und was vor 2 Jahren mit Posaunen begann, klang nun etwas leise aus. Bin eh schon total spät in den Film und in der Nachtvorstellung gerade eben waren insgesamt vielleicht 5 Leute, mich mitgerechnet. Aber das machte nichts. Mit dem “krönenden“ Teil der Saga bin ich total zufrieden. Hatte der zweite Teil doch einige Macken, die durch die Extended etwas glatt gebügelt werden konnten, so finde ich diesmal bereits die Kinofassung von Teil III gelungen und annähernd rund. Gröbere Schnitzer hielten sich in Grenzen. Und neben den fulminanten Schlachtplatten, die abermals wie gemalt wirkten, waren es diesmal eher Bestandteile der eigentlichen Story, die sich in den Vordergrund drängten und die Oberhand behielten. Ich will jetzt gar keine besonderen Momente aufzählen, das erscheint mir momentan nicht so wichtig und auch kaum möglich. Hervorheben hingegen möchte ich jetzt einfach mal den wunderbaren Schluss, der sehr ausgedehnt wird und letztendlich gar nicht anders hätte ausfallen dürfen, nachdem man sich derart lange auf dieser düsteren Reise und fernab der Heimat befunden hatte. Um die Rettung des Auenlandes und ums Heimkehren ging es vornehmlich aus der Perspektive der Hobbits und natürlich auch der Zuschauer. Und so verabschiedet sich der Film verdientermaßen sehr besinnlich, das Gefühl endlich Zuhause zu sein besonders lange auskostend. Für meinen Geschmack hätte es ruhig noch ein wenig so weitergehen können, man hätte vielleicht noch zeigen sollen, wie die Abenteuer um unsere untersetzten Superhelden über die Jahrhunderte langsam zur Legende werden, die man sich im Shire erzählt und besingt, irgend so etwas…, aber okay. Die letzte Einstellung auf Sams Haustüre ist in ihrer bescheidenen Schlichtheit auch sehr stimmig und schließt den Kreis. Tja, richtig verarbeiten kann man den Film nach einmal Sehen wohl nicht. Die englische Fassung wäre jetzt interessant, aber da schaut’s bis zur Extended wohl düster aus.

Dennoch muss ich sagen, dass für mich der erste Teil unerreicht bleibt. Aber Kunststück, ist der Anfang der Geschichte ja auch am schönsten und die ersten Auftritte der Ringgeister und Moria wunderherrlich unheimlich. Die im Zentrum stehenden Schlachten der letzten beiden Teile dagegen sind dann halt eher was zum Staunen, aber spannend sind sie kaum und sie nutzen sich dann auch irgendwann etwas ab. Ich mag’s eben doch mehr unheimlich und düster…

Scheiße fand ich lediglich diese zwei “Astlöcher“ von der Kino-Polizei, die mich mitten im Film rausschleiften und meine Eintrittskarte sehen wollten, die ich dann beinahe nicht fand, in meinem Durcheinander. Weil ich angeblich falsch saß, wäre der Eindruck entstanden, ich sei “Schwarzseher“. Ich stellte bei meiner Rückkehr allerdings fest, dass ich sehr wohl auf dem richtigen Platz gesessen hatte. Frage mich, was gewesen wäre, wenn ich die Karte nicht mehr gefunden hätte…


Nachtrag - irgendwann 2007

Ich habe lange gewartet, bis ich mir nun alle drei Extended-Fassungen im Laufe einer Woche gab, jeden Tag einen halben Film sozusagen..., und eigentlich änderte sich an meiner Meinung nicht allzu viel. Bis auf dass der dritte und letzte Teil keinen ganz so runden Eindruck mehr machte. Vielmehr wirkte er diesmal auf mich, als leide er etwas unter der Erschöpfung Jacksons und seiner Leute, die nach dem Dreh-Marathon sozusagen mit letzten Kräften über das Ziel taumeln. Irgendwie ging da etwas im Zuge aufwendiger Szenen in der zweiten Hälfte verloren und es wirkte manchmal alles ein bisschen ungeduldig und hastig, als wolle man endlich Feierabend machen. Trotzdem bleibt es noch ein guter Abschluss.

Tolkien Fantasy Mittelerde



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