Der gute Steven hat die Geschichte prächtig in Szene gesetzt und gut demonstriert, dass Effeketorgien sehr wohl im Dienst einer Geschichte stehen können und nicht nur umgekehrt. Indem er den üblichen Pathos weitgehend ausspart und abgetakelte Gefühlswuseligkeiten auf ein Minimum reduziert, die gemeinhin mit dem Zaunpfahl dem Kinogänger die passenden Emotionen reinprügeln sollen, bleibt einem nichts übrig, als das mit den Emotionen selbst zu erledigen, was sich sogleich bedeutend echter anfühlt. Wenn man es gut anstellt, dann braucht es dazu nicht einmal einen dokumentarischen Stil mit Wackelkamera und Rauschebild. Macht man es ein klein wenig anders, als die anderen, dann merkt man, wie kraftvoll ein Film sein kann und es muss dabei noch nicht mal auf die Zutaten des großen millionenschweren Kinos verzichtet werden. Die Weltuntergangsstimmung, die heraufbeschworen wird, fühlt sich hier einigermaßen echt an.
Der Regisseur inszeniert seinen Weltenkrieg als nüchternes Drama und verzichtet wirklich nahezu auf alles, was einen Blockbuster sonst auszeichnet, bzw. stigmatisiert. Bis auf extravagante Effekte natürlich, aber die fügen diesmal hinzu und lenken nicht ab. Was will ich sagen? In Sachen SciFi dieser Prägung bekommt man was Ordentliches auf die Sinne. Einen Klassiker vielleicht, falls es das heute für morgen überhaupt noch geben kann. Spielberg hat endlich gezeigt, dass er in der Thematik rund um Außerirdische auch dunklere Töne anzuschlagen weiß. Im Prinzip liegt ihm das unterhaltsame Angstkino ja auch seit jeher am besten. Gerade das erste Drittel von „WOTW“ bietet tolle Bilder und mitreißend arrangierte Szenen, die mich an Hitchcock und seine „Vögel“ denken ließen. Schon allein deswegen, weil er der außerirdischen Brut mal einen rabenschwarzen Peter unterjubelt und keine Botaniker-Hippies landen lässt, die die Menschen aus Versehen mit unansehnlichen Blattläusen verwechselten und zur Versöhnung am Schluss ein Mittel gegen Akne spendieren, während schön das Horn geblasen wird..., gebührt ihm Absolution. Es wird zwar durchaus, wie man es von ihm schon kennt, ins Horn gestoßen, aber diesmal ist es das dunkle Horn des garstigen Todes. Und das ist in Spielbergs Fall ja wohl mal wirklich erfrischend.
War of the Worlds
Der Regisseur inszeniert seinen Weltenkrieg als nüchternes Drama und verzichtet wirklich nahezu auf alles, was einen Blockbuster sonst auszeichnet, bzw. stigmatisiert. Bis auf extravagante Effekte natürlich, aber die fügen diesmal hinzu und lenken nicht ab. Was will ich sagen? In Sachen SciFi dieser Prägung bekommt man was Ordentliches auf die Sinne. Einen Klassiker vielleicht, falls es das heute für morgen überhaupt noch geben kann. Spielberg hat endlich gezeigt, dass er in der Thematik rund um Außerirdische auch dunklere Töne anzuschlagen weiß. Im Prinzip liegt ihm das unterhaltsame Angstkino ja auch seit jeher am besten. Gerade das erste Drittel von „WOTW“ bietet tolle Bilder und mitreißend arrangierte Szenen, die mich an Hitchcock und seine „Vögel“ denken ließen. Schon allein deswegen, weil er der außerirdischen Brut mal einen rabenschwarzen Peter unterjubelt und keine Botaniker-Hippies landen lässt, die die Menschen aus Versehen mit unansehnlichen Blattläusen verwechselten und zur Versöhnung am Schluss ein Mittel gegen Akne spendieren, während schön das Horn geblasen wird..., gebührt ihm Absolution. Es wird zwar durchaus, wie man es von ihm schon kennt, ins Horn gestoßen, aber diesmal ist es das dunkle Horn des garstigen Todes. Und das ist in Spielbergs Fall ja wohl mal wirklich erfrischend.
War of the Worlds













