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diary of a lobbykiller


410 Antworten in diesem Thema

#331 Lobbykiller

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Geschrieben 05. Januar 2009, 22:59

Further 70s SF-Joints Pt. 1:

Eingefügtes Bild


Rollerball (USA 1975) R: Norman Jewison

Mit James Caan, John Houseman, Maud Adams, John Beck, Moses Gunn, Pamela Hensley, Barbara Trentham, Ralph Richardson, u.a.

Buch: William Harrison
Kamera: Douglas Slocombe
Schnitt: Antony Gibbs
Musik: André Previn

Ungefähr genauso lange auf der Kuckliste stand dieser Film. Ein SF-Klassiker der 70er mit diesem gewissen Bildgroove, der solche Filme ausmacht, wie auch WESTWORLD oder FLUCHT INS 23. JAHRHUNDERT. Atmosphärisch sehr goutierbar mit der Idee des Spieles "Rollerball" als Pulp-Aspekt, wenn auch ein wenig zu sehr in die Länge gezogen. Halbe Stunde kürzer hätte auch diesem Film gut getan.

Ansonsten wohl ein gesellschafts- oder systemkritischer Streifen, aber derlei "Messages" in Filmen haben mich noch nie interessiert, weil, was soll ein Film schon großartig aussagen? Und wenn etwas angeprangert wird, was bewirkt's? Nottingham! Das ist ausschließlich was für Pseudointellektuelle, für die es etwas besonderes darstellt, sich auf adulte Weise vom Kindsein abzugrenzen, so Trashtypen, die stolz drauf sind, erwachsen zu sein.

Nee, lass mal. Für tatsächlich Erwachsene, also erwachsene Kinder, also jene, die das innere Kind nicht zugunsten einer gesellschaftlichen Köterherde abusiert haben, ist diese Spule schon eine recht unterhaltsame Angelegenehit und bei Minute 46 groovts auch kurz auf einer dieser 70er-Jahre Lounge-Parties, obwohl das hier scripttechnisch betrachtet ja erst 2018 spielt.

:D

Was noch erwähnt werden sollte ist, dass die Schriftart im Vorspann eine dope ist, was man ja von den meisten heutigen Schriftarten nicht behaupten kann, aber in den 70ern waren die Leutz ja noch weit näher an der Öffnung des Dritten Auges dran als nowadays, von daher nicht verwunderlich.

4,5/5

IMDB
OFDB
Soundtrack

Synchronsprecher:

John Beck (Moonpie) - Tommi Piper
James Caan (Jonathan E.) - Klaus Kindler
Moses Gunn (Cletus) - Herbert Weicker
John Houseman (Bartholomew) - Wolf Ackva
Ralph Richardson (Librarian) - Leo Bardischewski
Alfred Thomas (Team-Trainer) - Alexander Allerson
Spielkommentatator - Manfred Schott
Maud Adams (Ella) - Helga Truemper
Pamela Hensley (Mackie) - Viktoria Brams
Barbara Trentham (Daphne) - Dagmar Heller

Bearbeitet von Lobbykiller, 05. Januar 2009, 23:19.


#332 Lobbykiller

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Geschrieben 06. Januar 2009, 09:17

Further Private Eye Nuggets Vol. 1:

Eingefügtes Bild


Kein Koks für Sherlock Holmes (UK/USA 1976) R: Herbert Ross

Mit Nicol Williamson, Alan Arkin, Robert Duvall, Vanessa Redgrave, Jeremy Kemp, Laurence Olivier, Joel Grey, Samantha Eggar, Charles Gray, Gertan Klauber, u.a.

Buch: Nicholas Meyer
Kamera: Oswald Morris
Schnitt: Chris Barnes
Musik: John Addison

Einer jener Filme, die damals bei einer meiner Videorekorder-Anfangszeit-Sessions liefen. Das war so 1988 rum. Da liefen u.a. auch DIE SCHWARZE MAMBA, NACHTFALKEN, HÄNDE VOLLER BLUT und auch die GEFRIERSCHOCKER-Reihe auf Sat 1. Jetzt nach 20 Jahren mal wieder angeschaut.

Hier wird die Kokainsucht von Sherlock Holmes thematisiert, welche in den Originalgeschichten von Sir Arthur Conan Doyle lediglich erwähnt wird. Zum Zwecke der Heilung trifft er auf keinen Geringeren als auf Siegmund Freud, der versucht, ihn durch Hypnose von dem Pulver wegzukriegen. Doch es ist letztlich die Arbeit, ein neuer Fall in der zweiten Hälfte des Films, die/der Holmes am meisten hilft.

Eine wirklich interessante Holmes-Verfilmung mit guten Darstellern, die sich nicht zu ernst nimmt, aber auch nicht in Klamauk abdriftet. Das einzige, was bemängelt werden muss, ist, dass der Hauptdarsteller überhaupt nicht glaubwürdig erscheint. Von allen Holmes-Darstellern der mit Abstand Unpassendste (der ebenfalls mit Abstand Beste ist nach wie vor Basil Rathbone). Sieht man darüber hinweg, ergeben sich 1:46 Stunden kurzweilige Unterhaltung mit einem Ausflug ins Abenteuerfilm-Genre im letzten Drittel, was allerdings überhaupt nicht stört, sondern im Gegenteil überraschend sympathisch rüberkommt.

Neben DAS PRIVATLEBEN DES SHERLOCK HOLMES und MORD AN DER THEMSE eine der besten Nicht/Conan/Doyle/Holmes Verfilmungen.

4,5/5

IMDB
OFDB

Synchronsprecher

Alan Arkin (Siegmund Freud) | Claus Jurichs
Robert Duvall (Dr. Watson) | Norbert Langer
Jeremy Kemp (Baron von Leinsdorf) | Heinz Petruo
Nicol Williamson (Sherlock Holmes) | Harry Wuestenhagen

Bearbeitet von Lobbykiller, 06. Januar 2009, 09:28.


#333 Lobbykiller

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Geschrieben 07. Januar 2009, 11:57

Der große Spiderman Feature Day:

Eingefügtes Bild


Die Spinne - Comic-Taschenbuch Nr. 1 (Condor Verlag)

Zunächst hatte ich neulich das Glück, den ersten und besten Band von "Die Spinne" aka Spiderman für nur 2 Euro zu erhaschen. Dieser Band war ein absolutes Kultobjekt meiner Jugend und enthält folgende Kultstories:

01. Die Spinne und die Fackel - Der Sandmann wünscht ein frohes Weihnachtsfest (Z: Ross Andru)
02. Die Spinne - Zweimal sticht Tarantula (Z: Sal Buscema)
03. Die Spinne - Kraven ist der Jäger (Z: Sal Buscema)
04. Die Spinne - Der Laser taucht auf (Z: Sal Buscema)
05. Die Spinne und die Fackel - Drei und eins macht vier (Z: Ross Andru)

06. Der Hulk - Ein Titan steuert den Zug (Z: Steve Ditko)
07. Der Hulk - Im Kampf mit den Humanoiden (Z: Steve Ditko)
08. Der Hulk - Angriff aus dem All
09. Der Hulk - Gefangene der Krötenwesen
10. Der Hulk - Bruce Banner - Ein Hochverräter!
11. Der Hulk - Der Hulk läuft Amok
12. Der Hulk - Das Ende des Hulk?
13. Der Hulk - In den Weltraum verbannt
14. Der Hulk - Der Hulk entsteht

15. Die Spinne - Betet, wenn der Geier kommt (Z: Sal Buscema)
16. Die Spinne - Das Ende der Spinne? (Z: Sal Buscema & Mike Esposito)

Alle Geschichten: 1971-1972 (Die Spinne und die Fackel), 1976-1977 (Die Spinne), 1978 (Der Hulk).

Das war die Zeit, als Marvel noch Underground war. Dope gezeichnet und tolle Superschurken. Der Sandmann, Kraven, der Jäger, Tarantula, Der Laser, Der Schläger, Der Hexer und Der Geier.

Angeregt durch die erneute Lektüre nach nun über 25 Jahren, gab es im Anschluss die ersten Folgen der Anime-Serie SPIDERMAN 5000:

Spider-Man 5000 Pt. 01 - In den Fängen von Dr. Octopus (USA 1981)
Spider-Man 5000 Pt. 02 - Dr. Doom - Herrscher der Welt (USA 1981)
Spider-Man 5000 Pt. 04 - Katz und Maus (USA 1981)


Erstere wurde hier bereits besprochen, damals noch auf englisch goutiert, jetzt auf deutsch. Wir haben die Superschurken Dr. Octopus (01), Dr. Doom (02) und in Folge 04 Die schwarze Katze. Wie bereits damals erwähnt, ist der Sound dieser Animeserie recht groovig geraten, das ganze sehr gut gezeichnet, so dass ein hohes Maß an Freude aufkommt. Insgesamt hat die erste Staffel 26 Folgen á 25 Minuten, die alle in kürzester Kürze konsumiert werden.

Insgesamt gibts hier mindestens 4/5, in Einzelfällen auch mal 4,5/5 oder 5/5. Die Serie kommt vom Spirit her fast ran an die große Zeit der 70er, als Sal Buscema, Mike Esposito und Ross Andru die Zeichner waren bzw. lässt diesen auf jeden Fall erahnen, das nämlich, was den Kult von Marvel früher ausgemacht hat, der ja durch die blasphemischen Blockbuster-Digitalpeitschen-Verfilmungen in ein verzerrtes Licht gesetzt wurde, so dass der heutige Mainstream nicht mal ansatzweise die Chance hat, den Pulp & Groove-Karakter dieser Epoche nachzuvollziehen.

Was anderes bietet sich da an, als zum Vergleich den letzten der drei Blockbuster, den ich noch nicht gesehen hatte, als hinweisenden Vergleich, genau jetzt anzuschauen?


Nulla Joints Pt. 3 - Digitalpeitschen-Funghi Pt. 6:

Photo entfällt aufgrund von Unfunkiness

Spider-Man 2 (USA 2004) R: Sam Raimi

Mit Tobey Maguire, Kirsten Dunst, James Franco, J.K. Simmons, Rosemary Harris, Alfred Molina, u.a.

Buch: Alfred Gough, Miles Millar, Michael Chabon, Alvin Sargent
Kamera: Bill Pope
Schnitt: Bob Murawski
Musik: Danny Elfman

Hier kann man nun sehen, wie eine ursprünglich dope konzipierte Figur undope gemacht wurde. Die Rede ist natürlich von Peter Parker. Schon der Hauptdarsteller bürgt dafür, dass er niemals dope hätte gezeichnet werden können, das unfunkige Neo-Kostüm tut sein übriges. Ferner wird hier, wie schon im ersten und auch später im dritten Teil, der Liebesgeschichten-Aspekt hollywoodgemäß dermaßen ausgeschlachtet, dass man zwischendurch schon mal die ein oder andere Pause einlegen muss, um das ganze überhaupt durchzuhalten. Zwischen der Mary Jane aus den 70er Jahre-Heften und Kirsten Dunst als Mary Jane besteht übrigens ein Unterschied wie zwischen Pam Grier und sagen wir Britney Spears oder Paris Hilton oder anderen heutigen substanzlosen "Super-Verwesungen".

Nein, nein, nein, mit diesen ganzen Blockbuster-Verfilmungen hat sich Stan Lee wirklich keinen Gefallen getan, seine Credibility, die er früher durchaus hatte, ist er dadurch in Pulp & Groove-Kreisen auf jeden Fall losgeworden. Das ist nun wirklicher Schund und nicht etwa das, was Pulp meint. Einzig allein die räumliche Tricktechnik muss schon gelobt werden. Wenn Spiderman sich durch die Hochhäusergassen schwingt, in schwindelerregender Höhe, hat man durchaus das Gefühl, wirklich dabei zu sein. Ansonsten hat sich aber auch Sam Raimi keinen Gefallen getan, sein einzig doper Film bleibt in meinen Augen nach wie vor TANZ DER TEUFEL.

2,5/5

PS: Der Vorspann ist allerdings für einen Nulla Film recht retro gehalten, gibt da weitaus Schlimmere.

IMDB
OFDB

:D

Bearbeitet von Lobbykiller, 07. Januar 2009, 12:01.


#334 Lobbykiller

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Geschrieben 08. Januar 2009, 10:30

Nachtrag Spider-Man 2:

Ist natürlich Nulla Joints Pt. 8 nicht Pt. 3.

Auch muss noch erwähnt werden, dass der Dr. Octopus hier einen ganz miserablen Darsteller bekommen hat, auch eine totale Verhunzung der Original-Dopeness dieser Figur, die in den 70er Jahre Comics einer meiner Lieblingsschurken war.

#335 Lobbykiller

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Geschrieben 08. Januar 2009, 18:20

Beitrag anzeigenLobbykiller sagte am 08.01.2009, 10:30:

Nachtrag Spider-Man 2:

Ist natürlich Nulla Joints Pt. 8 nicht Pt. 3.

Auch muss noch erwähnt werden, dass der Dr. Octopus hier einen ganz miserablen Darsteller bekommen hat, auch eine totale Verhunzung der Original-Dopeness dieser Figur, die in den 70er Jahre Comics einer meiner Lieblingsschurken war.

2,5/5 ist natürlich viel zu hoch für so einen Scheißfilm.

Edit: 1/5

:D

#336 Lobbykiller

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Geschrieben 12. Januar 2009, 10:23

Der große "Der Kommissar - Pinnchen-Count"!


Damals zusammengestellt von den leider nicht mehr aktiven cineastischen Vier, jetzt wiederveröffentlicht auf der Kommissar Keller-Seite und natürlich auch hier:

Schluckspechte:

Kommissar Keller:

Bier: 33
Whisky: 22
Cognac: 10
Rotwein: 43
Weißwein: 2
Sekt: 1
Schnaps etc.: 14
Total: 125

Walter Grabert:

Bier: 45
Whisky: 11
Cognac: 2
Rotwein: 9
Weißwein: 2
Sekt: 2
Schnaps etc.: 6
Total: 75

Robert Heines:

Bier: 38
Whisky: 4
Cognac: 2
Rotwein: 5
Weißwein: 2
Sekt: 2
Schnaps etc.: 4
Total: 57

Harry Klein:

Bier: 25
Whisky: 8
Cognac: 1
Rotwein: 1
Weißwein: 1
Sekt: 1
Schnaps etc.: 4
Total: 41

Erwin Klein:

Bier: 10
Whisky: 5
Cognac: 0
Rotwein: 2
Weißwein: 2
Sekt: 2
Schnaps etc.: 1
Total: 22

Käthe Rehbein:

Bier: 0
Whisky: 0
Cognac: 1
Rotwein: 2
Weißwein: 0
Sekt: 1
Schnaps etc.: 3
Total: 7

Helga Lauer:

Bier: 1
Whisky: 0
Cognac: 0
Rotwein: 0
Weißwein: 1
Sekt: 0
Schnaps etc.: 2
Total: 4

Franziska Keller:

Bier: 0
Whisky: 0
Cognac: 0
Rotwein: 0
Weißwein: 1
Sekt: 0
Schnaps etc.: 2
Total: 3

Sonstige:

Bier: 137
Whisky: 156
Cognac: 19
Rotwein: 21
Weißwein: 38
Sekt: 18
Schnaps etc.: 94
Total: 483

Total:

Bier: 289
Whisky: 206
Cognac: 35
Rotwein: 83
Weißwein: 47
Sekt: 27
Schnaps etc.: 130

TOTAL: 817

Schnitt:

97 Folgen, ergo:

817/97 = 8,42

:D

Bearbeitet von Lobbykiller, 12. Januar 2009, 10:31.


#337 Lobbykiller

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Geschrieben 12. Januar 2009, 11:08

Die vollständige Auflistung befindet sich hier:

http://kommissar-kel...de/alkohol1.htm

#338 Lobbykiller

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Geschrieben 12. Januar 2009, 20:45

Obvious Comedy Trash Triple Feature Pt. 1:

Eingefügtes Bild


Dick und Doof in der Fremdenlegion (USA 1939) R: A. Edward Sutherland

OFDB


Dick und Doof auf hoher See (USA 1940) R: Gordon Douglas

OFDB


Dick und Doof und die Wunderpille (USA 1943) R: Malcolm St. Clair

OFDB

Mit Stan Laurel und Oliver Hardy.


Nach so viel Spiderman brauchte ich zum Ausgleich :D mal was lustiges. Was bietet sich da besser an, als sich DIE Komödienklassiker schlechthin noch mal reinzuziehen, zumal momentan scheinbar jeden Tag ein neuer Film online sichtbar ist. Nein, ernsthaft, lachen kann man hier nicht wirklich, außer vielleicht, wenn Doof mit der Stimme von Walter Bluhm anfängt, zu heulen, aber die beiden sind ganz einfach gute Freunde, die kann man sich immer mal geben.

Was die Synchronstimme von Oliver Hardy betrifft, bin ich mir grad noch nicht sicher, welche der Stimme ich als Köttel immer so sympathisch fand. Es ist entweder Arno Paulsen (50er Jahre Synchro) oder aber Michael Habeck (70er Jahre Synchro). Jedenfalls war es genau die Stimme, die in der aktuellen Sichtung auch zu hören war. Ich vermute mal, es ist Michael Habeck.

Walter Bluhm hat Gott sei Funk beide Synchros mitgemacht. Da gibts von dem einen oder anderen Dick und Doof Film auch noch eine Spät-80er-Synchro, die ist komplett Schrott. Solche Fassungen kuck ich mir gar nicht erst an, aber die 70er Synchros, selbst von alten Schwarzweißfilmen, waren ja meistens sehr atmosphärisch in Deutschland.

Von den drei Filmen hier würd ich sagen, ist AUF HOHER SEE der beste. Ich verteil mal 4,5/5 für das Feature. Hat Spass gemacht, obwohl ich nicht gelacht hab. So muss das sein.

:D


Fanpage

Bearbeitet von Lobbykiller, 12. Januar 2009, 20:58.


#339 Lobbykiller

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Geschrieben 13. Januar 2009, 07:53

Blaxploitation Joints Pt. 12:

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Sheba, Baby (USA 1975) R: William Girdler

Mit Pam Grier, Austin Stoker, D'Urville Martin, Rudy Challenger, Dick Merrifield, Christopher Joy, Charles Kissinger, Charles Broaddus, u.a.

Buch: William Girdler, David Sheldon, Gordon Cornell Layne
Kamera: William L. Asman
Schnitt: Bub Asman, Jack Davies
Musik: Monk Higgins, Alex Brown & Barbara Mason
Produktion: AIP

Hier haben wir einen weiteren tollen groovigen 70s Flick mit Pam Grier als Privatdetektivin Sheba Shayne, die den Tod ihres Vaters, dem Chef einer Kreditbank, rächen will. Neben Pam Grier überzeugt auch D'Urville Martin als Pilot (feiner, pulpiger Rollenname) und in einer Nebenrolle Charles Broaddus als Hammerhead.

Die Musik von Monk Higgins ist als Soundtrack erschienen und enthält mehrere Highlights, u.a. den Super Soul Smasher "A Good Man Is Gone", der bei der Beerdiggung von Sheba's Vater läuft, gesungen von Barbara Mason.

Insgesamt kommt der Film nicht ganz an COFFY oder FOXY BROWN ran, weiß aber durchaus bei der Stange zu halten.

4,5/5

IMDB
OFDB
Soundtrack
Blaxploitation
Trailer

PS: Wer den Streifen noch nicht kennt, kann ihn sich bei Youtube ganz ankucken, in der OF.

Bearbeitet von Lobbykiller, 13. Januar 2009, 09:14.


#340 Lobbykiller

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Geschrieben 15. Januar 2009, 10:37

Further Caper Nuggets Pt. 1 - Blaxploitation Joints Pt. 13:

Eingefügtes Bild


Der Diamanten-Clou aka Diamond Shaft (USA/ISR 1975) R: Menahem Golan

Mit Robert Shaw, Richard Roundtree, Barbara Hershey, Shelley Winters, Joseph Schiloach, u.a.

Buch: Menahem Golan, David Paulsen
Kamera: Adam Greenberg
Schnitt: Dov Hoenig
Musik: Roy Budd

Capermovie. Die Diamantenbörse in Tel Aviv soll ausgeraubt werden und Richard Roundtree darf zeigen, was er kann. Mit SHAFT hat das natürlich nix zu tun, dennoch ist DIAMOND SHAFT natürlich ein kultiger Titel für diesen relativ unbekannten Groover mit einem äußerst dopen Crime Funk Soundtrack von Roy Budd. Das Stück "The Thief" gehört zu den absoluten Meilensteinen des Crime Funk Genres, ein Pflichtsoundtrack für alle Connaisseure. Wir haben hier also einen "waschechten" Shaftploitation-Flick. :D

Neben dem Sound ist auch der Bildgroove hervorzuheben, der ein bischen an französische Gangsterfilme dieser Epoche erinnert. Schöne, atmosphärische Angelegenheit, das, zudem nicht unspannend, so dass man diesem Werk durchaus

4,5/5

Punkte geben darf.

IMDB
OFDB
Soundtrack
Trailer

Bearbeitet von Lobbykiller, 15. Januar 2009, 10:37.


#341 Lobbykiller

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Geschrieben 15. Januar 2009, 21:13

Dope Keller Pt. 11:

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Der Kommissar 032 - Die Anhalterin (GER 1971) R: Wolfgang Staudte

Mit Ode, Schramm, Glemnitz, Wepper, Seitz, sowie Peer Schmidt, Werner Pochath, Friedrich G. Beckhaus, Lambert Hamel, Karin Baal, Hans Michael Rehberg, Max Mairich, u.a.

Buch: Herbert Reinecker
Kamera: Rolf Kästel, Rüdiger Meichsner
Schnitt: Werner Preuß
Musik: Peter Thomas Sound
Tunes: Sandy Nelson: Drums a gogo, Simon & Garfunkel: Song For The Asking

Und ein weiterer Staudte-Kommissar, wiederum ein starker, eine der stärksten Folgen überhaupt. Mit durchgehendem Groovesound, dopen Kameraeinstellungen und einigen bizarren Vögeln. So sehen wir u.a. Werner Pochath mit Matte (s. Bild oben). Dann haben wir Peer Schmidt, die deutsche Stimme des frühen Belmondo als Mordverdächtigen. Und wir haben Lambert Hamel, der uns schon in DERRICK 004 - MITTERNACHTSBUS begeisterte. Zudem wohnt auch noch Friedrich G. Beckhaus, die deutsche Stimme von Grag dem Roboter aus Captain Future, dieser Folge bei.

Sehr gelungen.

5/5

Kommissar Keller

#342 Lobbykiller

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Geschrieben 15. Januar 2009, 22:56

Hongkong Cinema meets Blaxploitation Joints Pt. 1 - Blaxploitation Joints Pt. 14:

Eingefügtes Bild


Cleopatra Jones gegen die Drachenlady (HK/USA 1975) R: Charles Bail

Mit Tamara Dobson, Stella Stevens, Ni Tien, Norman Fell, Albert Popwell, Caro Kenyatta, Tony Lee, u.a.

Buch: William Tennant, nach Figuren von Max Julien (The Mack)
Kamera: Alan Hume
Schnitt: Willy Kemplen
Musik: Dominic Frontiere

Aka "Cleopatra Jones & The Casino Of Gold". Beim zweiten Cleo-Film handelt es sich um eine Koproduktion mit den Shaw Brothers. Blaxploitation meets Hongkong Cinema. Eine geglückte Liaison, wie ich finde. Ausgestattet mit einer recht trashig daherkommenden Hauptdarstellerin (eine Art Prä-Grace Jones), Tamara Dobson, die in nahezu jeder neuen Einstellung ein neues, von Farbpathos nur so strotzendes Kostüm aufträgt, gutem groovigen Sound von Dominic Frontiere (inkl. dem Soul Smasher "Playing With Fire"), leider un-VÖ und der tollen 70s Hongkong-Kulisse. Was will man mehr?

4,5/5

IMDB
OFDB
Blaxploitation

#343 Lobbykiller

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Geschrieben 15. Januar 2009, 23:15

Hongkong Cinema meets Blaxploitation Joints Pt. 2 - Blaxploitation Joints Pt. 15:

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Das Geheimnis der goldenen Nadeln (USA 1974) R: Robert Clouse

Mit Joe Don Baker, Elizabeth Ashley, Jim Kelly, Burgess Meredith, Ann Sothern, Tony Lee, Roy Chiao, Alice Fong, Edgar Justice, u.a.

Buch: S. Lee Pogostin, Sylvia Schneble
Kamera: Gil Hubbs
Schnitt: Michael Kahn
Musik: Lalo Schifrin

Aka "Der Bulle von Hongkong". Mit dem schmierigen Joe Don Baker, Burgess Meredith und als Gaststar Blaxploitation-Ikone Jim Kelly, der hier allerdings nur nebenrollig auftritt.

Auch hier gilt: Blaxploitation meets Hongkong Cinema, obwohl es sich um keine Koproduktion handelt. Sehr gelungen, das ganze, mit großartiger Performance von Burgess Meredith ("Wird Ihnen das nicht gelingen, werde ich Sie beide von dieser schönen Erde entfernen lassen.", "Und wissen Sie, warum ich ihr vertraut habe? Weil sie keine Seele hat."), einem Top Notch Crime Funk Soundtrack von Lalo Schifrin (leider auch un-VÖ) und tollem Endspurt in den steilen Gassen von Hongkong. Geheimtipp!

5/5

IMDB
OFDB
Trailer

Synchronsprecher

Joe Don Baker (Dan Mason) - Wolfgang Hess
Roy Chiao (Lin Toa) - Hartmut Neugebauer
Jim Kelly (Jeff) - Tommi Piper
Tony Lee (Kwan) - Leo Bardischewski
Burgess Meredith (Mr. Winters) - Paul Buerks
Alice Fong (Lotus) - Eva Kinsky

Bearbeitet von Lobbykiller, 15. Januar 2009, 23:31.


#344 Lobbykiller

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Geschrieben 19. Januar 2009, 14:21

Blaxploitation Joints Pt. 16:

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Cotton Comes To Harlem (USA 1970) R: Ossie Davis

Mit Godfrey Cambridge, Raymond St. Jacques, Calvin Lockhart, Judy Pace, Redd Foxx, Cleavon Little, u.a.

Buch: Chester Himes, Ossie Davis, Arnold Perl
Kamera: Gerald Hirschfeld
Schnitt: Robert Q. Lovett
Musik: Galt MacDermot

Aka "Wenn es Nacht wird in Manhattan", was natürlich ein schlechter Scherz der deutschen Titelschmiede ist, da der gesamte Film in Harlem spielt.

Im Endeffekt haben wir es hier mit dem ersten Blaxploitationfilm zu tun, einer Verfilmung eines Chester Himes-Romans. Chester Himes war DER schwarze Pulp-Autor der 60er und quasi derjenige, der den gesamten Pulp & Groove-Gehalt der Filme der 70er bereits schriftlich vorwegnahm, der eigentliche Begründer dieses Genres.

Die Bücher seines Harlem-Zyklusses sind allesamt zu empfehlen (vor allem "Die Geldmacher von Harlem") und sind allesamt um die beiden schwarzen Kult-Cops Gravedigger Jones und Coffin Ed Johnson aufgebaut. So auch hier. In der deutschen Sprachfassung werden sie allerdings Grubengräber und Sargnagel genannt, was ungefähr genauso trashig ist, wie in gewissen deutschen Versionen von anderen Blaxploitation-Filmen immer wieder der Muttaficka vorkommt.

Alles in allem ist das eine sehr unterhaltssame Angelegenheit mit gutem Sound von Galt MacDermot. Der Originaltitel kommt daher, dass verschiedene Interessengruppen ein Bündel Baumwolle jagen, in dem sich ein satter Batzen Bargeld befindet, welches ein falscher Reverend seinen leichtgläubigen Anhängern abgeluchst hat.

5/5

IMDB
OFDB
Soundtrack
Trailer


Eingefügtes Bild


Synchronsprecher

John Anderson (Capt. Bryce) - Wolfgang Lukschy
Godfrey Cambridge (Gravedigger Jones) - Hans Dieter Zeidler
J.D. Cannon (Calhoun) - Gerd Martienzen
Leonardo Cimino (Mafia Boss Tom) - Curt Ackermann
Redd Foxx (Onkel Budd) - Herbert Weissbach
Maxwell Glenville (Caspar) - Manfred Grote
Lou Jacobi (Schrotthändler Goodman) - Arnold Marquis
Cleavon Little (Lo Boy) - Joachim Kemmer
Calvin Lockhart (Rev. Deke O'Malley) - Michael Chevalier
Eugene Roche (Lt. Anderson) - Klaus Miedel
Dick Sabol (Det. Jarema) - Heinz Palm
Raymond St. Jacques (Coffin Ed Johnson) - Martin Hirthe
Theodore Wilson (Barry) - Rolf Schult
Judy Pace (Iris Brown) - Heidi Treutler
Mabel Robinson (Billie) - Almut Eggert
Emily Yancy (Mabel) - Emely Reuer


Bearbeitet von Lobbykiller, 19. Januar 2009, 14:34.


#345 Lobbykiller

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Geschrieben 19. Januar 2009, 22:25

Gestatten Sie, dass ich umchronologisiere Pt. warte Pt. 1276 - Next European 60s Groove Nuggets Pts 1 & 2 - Sax Rohmer Double Feature Pt. 1:

Eingefügtes Bild


Ich, Dr. Fu Man Chu (/UK/GER 1965) R: Don Sharp

Mit Christopher Lee, Nigel Green, Joachim Fuchsberger, Karin Dor, James Robertson Justice, Howard Marion-Crawford, Tsai Chin, Walter Rilla, Harry Brogan, Poulet Tu, u.a.

Buch: Sax Rohmer, Harry Alan Towers (Drehbuch/als Peter Welbeck)
Kamera: Ernest Steward
Schnitt: John Trumper
Musik: Christopher Whelen, Gert Wilden

Da ich mir vorgenommen hatte, 2009 dem 60s Groove ein wenig mehr Beachtung zu schenken als 2008, wo der 70s Groove doch extrem dominant war (138 von 191 Titeln), und wir sowieso gerade bei Pulpautoren sind, was bietet sich da anderes an, als einem weiteren großen Autor neben Chester Himes ein Ständchen zu singen, ein Ständchen in Form eines Double Features?

Dieser Autor heißt Sax Rohmer. Er hat zwei große Pulp-Roman-Figuren kreiert: Dr. Fu Man Chu und als weibliches Gegenstück Sumuru. Gemeinsam ist ihnen, dass sie beide nur ein Ziel haben, die Welt zu beherrschen. Letztere allerdings primär aus Männerhass-Motiven, quasi eine Feministin im Superheldinnen-Gewand.

In den 60ern wurden fumpf Dr. Fu Man Chu Filme und zwo Sumuru-Filme gedreht. Hier haben wir den ersten dieser Fu Man Chu Filme mit Christopher Lee in der Hauptrolle. Es gab auch schon frühere Verfilmungen aus Amerika (u.a. mit Boris Karloff), doch die sollen uns nicht primär interessieren, da 1932 die Pulp & Groove-Kultur noch nicht mal in den Kinderschuhen steckte. Diese bekam im Endeffekt ihre ersten Sonnenstrahlen mit den Sherlock Holmes-Verfilmungen mit Basil Rathbone ab 1939 und ihre zweiten mit der Film-Noir-Reihe um den Whistler ab 1944. Sonst war da nicht all zu viel bis 1959.

Wie ich las, soll der erste Teil der beste der fumpf 60er Outputs sein und pro Teil soll exaktchronologisch das Niveau abnehmen. Da dies mein erster 60er Fu Man Chu war, kann ich das noch nicht beurteilen. Es war aber eine durchaus angenehme Unterhaltungsart, wenngleich die Muse, obschon von Gert Wilden, hier noch nicht zwingend groovt. Von daher lautet meine momentane Vermutung, dass sich aus der Pulp & Groove-Sicht unter den Sequels eher die Offenbarung befinden könnte, zumal zwei davon vom Jess, dem Franco stammen.

Aber für den Anfang nicht schlecht.

4/5

IMDB
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Sax Rohmer


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Die sieben Männer der Sumuru (GER/SPA 1969) R: Jess Franco

Mit Shirley Eaton, Richard Wyler, George Sanders, Maria Rohm, Herbert Fleischmann, Marta Reves, Elisa Montés, Walter Rilla, u.a.

Buch: Sax Rohmer, Franz Eichhorn, Bruno Leder, Harry Alan Towers (Drehbuch/als Peter Welbeck)
Kamera: Manuel Merino
Schnitt: Allan Morrison, Karin Vietinghoff, Ángel Serrano
Musik: Daniel White

Das hier ist dann schon die Offenbarung, der zweite Teil der Sumuru-Filme. Die Titelmusik ist die gleiche, ansonsten gibt Jess Francos Hauskomponist Daniel White Vollgas und untermalt die gleichso swingenden Kamerasequenzen auf optimale Weise. Das ist fraglos einer der groovigsten und damit besten Francos, die ich bisher gesehen habe. Ich würd ihn gar direkt als Mini-Klassiker bezeichnen, bzw. ich würde den Franco-Kult verstehen, wenn er sich aus dieser Spule heraus ergeben hätte, denn hier ist der Pulp-Faktor tatsächlich groove, auf allen Ebenen.

Wie schon in ICH spielt auch hier Walter Rilla mit, zudem haben wir den stets beliebten teutonischen B-Movie-Schergen Herbert Fleischmann als B-Gangster. Das ist im übrigen auch noch ein definitiver Kandidat für eine Würdiggung, was in Kürze folgt.

Mini-Klassiker kriegen bei mir ebenfalls

5/5

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Sax Rohmer

Bearbeitet von Lobbykiller, 19. Januar 2009, 22:38.


#346 Lobbykiller

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Geschrieben 20. Januar 2009, 12:12

Gestatten Sie, dass ich umchronologisiere Pt. warte Pt. 932 - 50s-SF-Trash-Klassiker Pt. 1:

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Gesandter des Grauens (USA 1957) R: Roger Corman

Mit Paul Birch, Beverly Garland, Morgan Jones, William Roerick, Jonathan Haze, Pat Flynn, Dick Miller, Anna Lee Carroll, u.a.

Buch: Charles B. Griffith, Mark Hanna
Kamera: John J. Mescall
Schnitt: Charles Gross
Musik: Ronald Stein

Schwarzweiß. Aka "Not Of This Earth". Endlich auf deutsch gekuckt.

Hier haben wir eine richtige Killer-B-Movie-Granate. Zwei Jahre, bevor Roger Corman sein Meisterwerk, DAS VERMÄCHTNIS DES PROFESSOR BONDI schuf, legte er hier quasi eine hundssolide Fingerübung ab. In Sachen Atmosphäre und Hidden Pulp Karakter steht dieser Science Fiction Flick um einen außerirdischen Vampir dem BUCKET um nichts nach. Von allen 50er Jahre SF-Trash Filmchen und allen 50er Jahren Corman-Schwarzweiß-Ergüssen ist GESANDTER auf jeden Fall der stärkste und damit auch kultigste Streifen, wobei ich sagen muss, dass ich DIE WESPENFRAU und PLANET DER TOTEN SEELEN noch nicht gesehen habe. Ob man die jemals auf deutsch bekommt? Diesen hier gabs jedenfalls überraschenderweise auf teutonisch, was mich sehr zufrieden stimmt.

:D

5/5

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#347 Lobbykiller

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Geschrieben 22. Januar 2009, 20:56

Pulp & Groove-Duell Vol. 2 - Part 1 - Cool Comedy Joints Pts 23 & 24:

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Sartana - Töten war sein täglich Brot (ITA 1969) R: Giuliano Carnimeo

Mit Gianni Garko, Frank Wolff, Klaus Kinski, Gordon Mitchell, Ettore Manni, Sal Borgese, u.a.

Buch: Tito Carpi, Enzo Dell'Aquila, Ernesto Gastaldi
Kamera: Giovanni Bergamini
Schnitt: Ornella Micheli
Musik: Vasco & Mancuso

Sehr guter Spag mit Gianni Garko und Klaus Kinski, wenn auch nicht absolute Top Ten, aber Top 30 würd ich schon sagen. Obs der beste Sartana ist, kann ich noch nicht sagen, da das hier mein erster Sartana war.

4,5/5

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Django - Die Totengräber warten schon (ITA 1968) R: Enzo G. Castellari

Mit Andrea Giordana, Gilbert Roland, Horst Frank, Ennio Girolami, Ignazio Spalla, Françoise Prévost, u.a.

Buch: Tito Carpi, Francesco Scardamaglia, Enzo G. Castellari, Bruno Corbucci, Sergio Corbucci (Idee), William Shakespeare
Kamera: Angelo Filippini
Schnitt: Tatiana Casini Morigi
Musik: Alessandro Alessandroni, Francesco De Masi, Audrey Nohra

Der Shakespeare-Django! Sehr schön. Horst Frank zwar nicht mit eigener Stimme, aber fein evil. Guter Score von Bassmaster Francesco de Masi, starke Performance auch von Gilbert Roland. Guter Film einfach.

5/5

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Somit steht's 1:0 für Horst.

:D

Bearbeitet von Lobbykiller, 22. Januar 2009, 21:32.


#348 Lobbykiller

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Geschrieben 25. Januar 2009, 16:23

Pulp & Groove Duell Vol. 1 - Part 1:

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The Fuzz aka Auf leisen Sohlen kommt der Tod (USA 1972) R: Richard A. Colla

Mit Burt Reynolds, Yul Brynner, Jack Weston, Tom Skerritt, Raquel Welch, Dan Frazer, u.a.

Buch: Ed McBain
Kamera: Jacques Marquette
Schnitt: Robert L. Kimble
Musik: Dave Grusin

Hier haben wir es mit einer Realverfilmung eines der berühmten Polizeiromane von Ed McBain aka Evan Hunter zu tun, dessen Output man durchaus auch zum Pulp-Kosmos zählen darf.

Der Film beginnt recht atmosphärisch, bzw. fängt die Atmosphäre des Polizeireviers, von wo alle Handlungsstränge ausgehen, auf angenehme Weise ein, so in etwa, dass man sich tatsächlich dortfühlt. Der Haupthandlungsstrang ist eine dreischichtige Erpressung seitens eines taubstummen Glatzkopfes, der zunächst für einen entführten Polizisten 5000 Dollar verlangt, dann für den Bürgermeister 50000 Dollar und schließlich für eine weitere wichtige Person des Wirtschaftslebens gar 500000 Dollar. Falls nicht gezahlt wird, tötet er die Entführten. Dieser Glatzkopf wird gepielt von Yul Brynner, einem der wenigen A-Movie-Schauspieler mit der definitiven Aura eines B-Schergen. Wie immer, grundsolide.

Burt Reynolds, der hier werbekampganentechnisch sehr hauptdarstelleroid eingesetzt wurde, spielt nicht wirklich die Hauptrolle, wenn er auch durchgehende Präsenz zeigt. Der wirkliche Hauptdarsteller ist in diesem Fall das Polizeirevier selbst, alle Akteure sind irgendwie gleichwertig, während Yul Brynner mit seiner Gang den Anti-Star mimt.

So verheißungsvoll das Ganze beginnt, so spannungsarm ist dann leider der Mittelteil inszeniert, da merkt man dem Regisseur schonn an, dass er ansonsten fürs Fernsehen dreht. Das Schlussdrittel, wenn dann alle Handlungsstsränge wieder zusammenlaufen, ist dann wieder okay, doch muss man sich ca. eine halbe Stunde dort hinbemühen.

Dafür überzeugt hier die Musik, die von Dave Grusin stammt. Ein richtig tighter Crime Funk Soundtrack, leider un-VÖ. Eine Schande, das. Dave Grusin hat ansonsten auch noch die Filme INDIANAPOLIS, YAKUZA, DIE DREI TAGE DES CONDORS und einige Folgen der Crime-Serie BARRETTA vergroovt, ist also kein Zu- bzw. Einzelfall.

Da das ganze trotz der Längen ganz gut kuckbar ist, gibts freundliche

4/5

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Ein Mann räumt auf (USA 1979) R: Stuart Rosenberg

Mit Charles Bronson, Henry Silva, Rod Steiger, Jill Ireland, Strother Martin, Bradford Dillman, Michael V. Gazzo, u.a.

Buch: Wendell Mayes, John Melson
Kamera: Fred J. Koenekamp, Anthony B. Richmond
Schnitt: Michael F. Anderson
Musik: Lalo Schifrin

Dieses spätere Bronson-Vehikel besticht zunächst einmal durch sein Setting, die wunderbare Schweizer-Schnee-Landschaft, gebirgig, dörflich, ländlich. Der Plot selbst ist sehr auf Bronson zugeschnitten, bringt aber mit dem Italo-erprobten Henry Silva als eiskalter Auftragskiller einen adäquaten Antagonisten. Silva transportiert seinen in den Jahren zuvor in italienischen Polizeifilmen einstudierten Rollentypus auf hervorrgande Weise nach Amerika, bzw. in die Schweiz.

Das ist auf jeden Fall einer derjenigen, die durch bloße Präsenz einen ganzen Film tragen können und so gibt es in Kürze dann folgerichtig das Pulp & Groove Duell Vol. 4 - Henry vs Tomas. Gemeint sind natürlich Silva und Milian, zwei der prägnantesten Mimen der Filmgeschichte überhaupt.

Der Film ist angenehm ruhig erzählt von Stuart Rosenberg, der uns auch mit dem Horrorlangweiler AMITYVILLE HORROR beglückte. Dennoch ist dieser Film keineswegs einschläfernd, sondern hält konstant bei der Stange und endet in einem tollen Showdown am Genfer See.

Ein Film, in den ich auf Anhieb gut reingekommen bin, wenngleich Lalo Schifrin hier nicht gerade mit Crime Funk Grooves glänzt.

4,5/5

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Fazit:

1:0 für Charles. Vom musikalischen Faktor her gewinnt allerdings THE FUZZ.

:D

Bearbeitet von Lobbykiller, 25. Januar 2009, 16:35.


#349 Lobbykiller

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Geschrieben 02. Februar 2009, 12:10

Sniper Joints Pt. 1:

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Der Schakal (UK/FRA 1973) R: Fred Zinnemann

Mit Edward Fox, Terence Alexander, Michel Auclair, Alan Badel, Tony Britton, u.a.

Buch: Frederick Forsyth, Kenneth Ross
Kamera: Jean Tournier
Schnitt: Ralph Kemplen
Musik: Georges Delerue

Auftragskillerfilme, im besten Fall Snipermovies, also Filme, in denen der Killer ein Scharfschütze mit Zielfernrohr ist, haben ähnlich wie Caper-Movies eine schon in der Thematik liegende Grundspannung. Dieser Film hier, im Gewande des Politthrillers daherkommend, lässt diese mitgegebene Grundspannung ganz gut ent-wickeln. Langsam, sehr langsam, fast schon doucement, wird der Coup vorbereitet. Charles De Gaulles soll liquidiert werden, weil dieser in den Augen einer patriotischen Terrorfront sein Vaterland verraten hat, indem er dem besetzten Algerien die Unabhängigkeit gab. Doch das wie gesagt ist nur das Gewand. Worum es hier geht, sind die Thrill-Elemente, die das Auftragskiller-Genre bereithält und wenn man nicht zu viel Action erwartet, kann man sich an diesen genügend erfreuen. Wie gesagt, doucement...

4,5/5

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Bearbeitet von Lobbykiller, 02. Februar 2009, 12:16.


#350 Lobbykiller

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Geschrieben 02. Februar 2009, 12:37

Cool Comedy Joints Pt. 25:

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Heute ich... morgen Du! (ITA 1968) R: Tonino Cervi

Mit Brett Halsey, Tatsuya Nakadai, Bud Spencer, William Berger, Wayde Preston, Franco Borelli, Jeff Cameron, u.a.

Buch: Dario Argento, Tonino Cervi
Kamera: Sergio D'Offizi
Schnitt: Roberto Gianandre, Sergio Montanari
Musik: Angelo Francesco Lavagnino

Hier haben wie es mit einem der ernsteren Auftritte von Bud Spencer zu tun und mit einem richtig guten Spag zugleich, welcher Motive des Rachefilms und des Samuraifilms auf wunderbare Weise zu kombinieren vermag. Letzterer Aspekt wird durch die Anwesenheit des Japaners Tatsuya Nakadai als Hauptvillain sinnvoll unterstrichen und im abschließenden Showdown im samuraiesquen Birkenwald hervorragend fotographiert.

Auch die anderen Schergen geben ihr bestes, wenngleich Hauptdarsteller Brett Halsey ein wenig wie ein C-Django rüberkommt, weil ihm diese gewisse Markanz im Antlitz fehlt, die bspw. ein Anthony Steffen oder ein Franco Nero hat, geht aber noch klar. Die haben dafür William Berger, eins der prägnantesten B-Movie-Gesichter überhaupt (Caution: stark würdiggungsgefährdet!), ebenso Tatsuya Nakadai und eben unser Freund Carlo Pedersoli, besser bekannt als der Dicke mit dem Bart. Ich warte immer noch auf den Film, in dem der Bart ab ist, DIE LETZTE RECHNUNG ZAHLST DU SELBST mit Rattengesicht Lee van Cleef.

Dieser Film ist jedenfalls erledigt, ein echter Geheimtipp mit teils schon surrealen Elementen, thus

5/5

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Bearbeitet von Lobbykiller, 02. Februar 2009, 12:38.


#351 Lobbykiller

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Geschrieben 03. Februar 2009, 11:43

Straßenfeger Joints Pt. 2:

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Verräter 1-3 (GER 1967) R: Michael Braun

Mit Chariklia Baxevanos, Paul Albert Krumm, Walter Kohut, Hans Caninenberg, Günther Schramm, Eva-Ingeborg Scholz, Alexander Kerst, Heinz Schubert, Karl-Michael Vogler, Robert Dietl, Franz Rudnick, Reinhard Glemnitz, u.a.

Buch: Victor Canning
Kamera: Gernot Roll
Schnitt: Hilde Sokal
Musik: Peter Thomas

Dreiteilige TV-Mini-Serie nach einem Roman von Victor Canning. Läuft grad aktuell im ZDF Theaterkanal. MI, 4.2. bis DO, 6.2.2009 werden alle drei Teile noch mal wiederholt. Wer kein Digital-TV hat, kann sich das auf Zattoo anschauen.

Schwarzweiß. Sehr feine Angelegenheit, das. Ein Artistenzwillingspaar, von welchem die Frau, Miss Memoria, unter Hypnose das absolute Gedächtnis besitzt, wird von zwei Geheimdiensten missbraucht, 4 Zahlenfolgen abzuspeichern, die für die Namen von jeweils zwei Verrätern stehen, welche beide Seiten unbedingt herausfinden müssen. Ebenso schaltet sich eine dritte Seite ein und erpresst die beiden Geheimdienste dadurch, dass sie Miss Memoria und ihren Bruder in ihre Gewalt bringen...

Besonders gefallen hat mir hier Walter Kohut (1927-1980), den wir auch schon aus der Eurogang-Folge DIE LETZTE LIEFERUNG kennen und der ebenso im Haferkamp-Tatort DER FEINKOSTHÄNDLER auftrumpfte. Kennen tun wir ihn leider nicht aus dem deutschen Pulp-Crime-Klassiker HEISSES PFLASTER KÖLN (1967), da wir die bislang einzige öffentliche Vorstellung des Films vor ein paar Jahren in einem Kölner Kino verpasst haben. Wenn den Film jemand hat, bitte umgehend benachrichtigen!

Auch sehr stark performt Paul Albert Krumm (1924-1990) als alkoholabhängiger Morphinist, der während des Hypnotisiervorganges aber immer klar bei Verstand zu sein scheint. Den kennen wir auch aus dem deutschen Pulp & Sleaze-Klassiker SIEBEN TAGE FRIST (1969) und aus dem allerersten Tatort, TAXI NACH LEIPZIG (1970). Ebenso wirkt er in einem anderen Straßenfeger mit, BABECK (1968), welcher hier hoffentlich demnächst auch präsentiert werden kann.

Dieser Straßenfeger bekommt auf jeden Fall die volle Punktzahl:

5/5

Krimiserien

#352 Lobbykiller

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Geschrieben 04. Februar 2009, 10:48

Cool Comedy Joints Pt. 26:

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Ein Einsamer kehrt zurück (SPA/ITA 1972) R: Alfonso Balcázar, George Martin


Mit George Martin, Klaus Kinski, Marina Malfatti, Daniel Martín, Francisco José Huetos, Fernando Sancho, u.a.

Buch: Enzo Doria, Giovanni Simonelli
Kamera: Jaime Deu Casas
Schnitt: Teresa Alcocer
Musik: Ennio Morricone

Und weiter gehts mit unserer Kinski-Werkschau. Den hier hab ich neulich live auf Tele 5 gekuckt und das sogar ohne Werbeunterbrechung. Das scheint bei der Wiederholung in der Nacht auf Donnerstag immer so zu sein bei den Spags, da die dann später laufen.

EINSAMER ist dann ein überraschend guter Spag geworden mit einem sehr starken Kinski mit gefärbter Matte als Kopfgeldjäger. Der Hauptdarsteller George Martin, der auch an der Regie beteiligt gewesen sein soll, erinnert ein wenig an Gilbert Roland, der ja auch einige Abstecher ins Italo-Western-Gefilde gemacht hat (zb im grandiosen DAS GOLD VON SAM COOPER) und wird synchronisiert von Klaus Kindler, der sich hier in seiner Zenitphase befindet.

Insgesamt sehr gut kuckbar und das Ende ist so süß wie ein guter Nachtisch. Geheimtipp!

4,5/5

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#353 Lobbykiller

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Geschrieben 05. Februar 2009, 08:25

Cool Comedy Joints Pt. 27:

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Drei Amen für den Satan (ITA 1971) R: Pasquale Squitieri

Mit Leonard Mann, Ivan Rassimov, Klaus Kinski, Elizabeth Eversfield, Steffen Zacharias, u.a.

Buch: Pasquale Squitieri, Monica Venturini
Kamera: Angelo Lotti
Schnitt: Antonietta Zita
Musik: Piero Umiliani

Dieser Spag ragt aus dem üblichen Kanon heraus, weil er einer der wenigen Italo-Western ist, in dem Indianer vorkommen und logischerweise auch richtig mies behandelt werden. Dafür sorgt zunächst irrtümlicherweise Leonard Mann, den man aus DIE KILLER-MEUTE kennt, da er nicht weiß, dass es keine Indianer waren, die einst seine Familie auslöschten. In Wirklichkeit war es Despot und Ausbeuter Perkins, gespielt von Ivan Rassimov. Dem versucht Leonard dann das Handwerk zu legen...

Kinski spielt einen der Lakaien von Perkins, den Zeitungsmacher Prescott, recht nebenrollig, aber gut, anfangs sogar mit intellektueller Brille (siehe Cover) und vor allem mit ziemlich langen Haaren. Im Jahr 1971, in dem Kinski sage und schreibe 9 Genrefilme drehte, schien er überhaupt nicht zum Frisör gegangen zu sein, die Matte wuchs und wuchs von Film zu Film und wurde im darauffolgenden Jahr sogar gefärbt (siehe EIN EINSAMER KEHRT ZURÜCK).

Sage und schreibe! Man staure und höhne!

:D

4/5

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#354 Lobbykiller

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Geschrieben 06. Februar 2009, 18:12

Giallo Joints Pt. 26 - Dope Kinsk Pt. 20:

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Das Schloss der blauen Vögel (ITA 1971) R: Fernando Di Leo

Mit Klaus Kinski, Margaret Lee, Rosalba Neri, Jane Garret, Sandro Rossi, Fernando Cerulli, Monica Strebel, John Ely, u.a.

Buch: Fernando Di Leo, Nino Latino, Heinz G. Konsalik
Kamera: Franco Villa
Schnitt: Amedeo Giomini
Musik: Silvano Spadaccino

Zuweilen etwas zähflüssiger Mix aus Sleazefilm und Giallo, eher für Okolytenfans geeignet als für Freunde des Thrills. Nichtsdestofotz gibts aber schöne stimmungsvolle Bilder, Kinski als Bernd und ein Ende, das es wahrlich in sich hat. Ebenso groovt die Mucke ganz gut, vor allem bei der lesbischen Tanzszene.

Irgendwie weit entfernt von Di Leo's Meisterwerken wie MILANO KALIBER 9 oder DER MAFIABOSS, die er wohl direkt im Anschluss drehte, aber durch die hervorragende Kameraarbeit von Franco Villa und den Secondary Pulp-Gehalt insgesamt dann doch ganz gut goutierbar.

3,5-4/5

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Bearbeitet von Lobbykiller, 06. Februar 2009, 19:28.


#355 Lobbykiller

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Geschrieben 06. Februar 2009, 19:46

Poliziotteschi Joints Pt. 20:

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Die gnadenlose Hand des Gesetzes (ITA 1973) R: Mario Gariazzo

Mit Philippe Leroy, Klaus Kinski, Tony Norton, Silvia Monti, Fausto Tozzi, u.a.

Buch: Mario Gariazzo
Kamera: Enrico Cortese
Schnitt: Alberto Gallitti
Musik: Stelvio Cipriani

Polizeifilm mit einem äußerst wortkargen, aber durchaus brutalen Kinski als Gangster (er foltert hier die Antwort mit einem Bunsenbrenner genitalwärts heraus). Zudem Phillipe Leroy (MILANO KALIBER 9) als der nicht minder brutale Bulle. Insgesamt ganz okaye Angelegenheit, wenngleich man den Eindruck der Langatmigkeit zwischenzeitlich nicht ganz wegwischen kann. Der Score von Stelvio Cipriani gehört auch nicht unbedingt zu seinen stärksten.

3,5/5

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#356 Lobbykiller

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Geschrieben 07. Februar 2009, 10:23

Poliziotteschi Joints Pt. 21:

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Im Dutzend zur Hölle (ITA/SPA 1973) R: Alberto De Martino

Mit Tomas Milian, Martin Balsam, Francisco Rabal, Dagmar Lassander, Nello Pazzafini, Perla Cristal, Carlo Tamberlani, John Anderson, u.a.

Buch: Adriano Bolzoni, Alberto De Martino, Vincenzo Flamini, Leonardo Martin
Kamera: Joe D'Amato, Rafael Pacheco
Schnitt: Otello Colangeli
Musik: Riz Ortolani

Guter Mafiafilm mit einem guten Tomas Milian. Schöner Crime Funk Score auch vom Ritz, dem Ortolani weswegen der Flick natürlich den Eintrag in die Groove-Database verdient hat. Leider keine Soundtrack-VÖ, wie so oft bei den wirklich guten Grooves. Insgesamt ist dieser Milian-Joint sehr gut kuckbar, wenn auch nicht der absolute Oberknaller. Jedoch: wenn man ihn einem amerikanischen Lobbyfilm wie DER PATE gegenüberstellt, natürlich jederzeit vorzuziehen. ;)

Was noch erwähnt werden kann, dass der berüchtigte Joe D'Amato hier die Kamera gehalten hat.

4,5/5

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#357 Lobbykiller

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Geschrieben 10. Februar 2009, 17:03

Correction!

Da hab ich doch Gott sei Funk falsch recherchiert.

Von IM DUTZEND ZUR HÖLLE aka IL CONSIGLIORI gibts doch ne Soundtrack-VÖ:

http://www.soundtrackcollector.com/catalog...p?movieid=36691

vom guten alten Ritz.

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Hab ich mir dann auch gleich zugelegt, is klar. :D

#358 Lobbykiller

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Geschrieben 18. Februar 2009, 23:31

Blaxploitation Joints Pt. 17:

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Mister Deathman (USA 1977) R: Michael Moore

Mit David Broadnax, Stella Stevens, Arthur Brauss, John Parsonson, Lena Nichols, Brian O'Shaugnessy, u.a.

Buch: David Broadnax, Emmett Murphy
Kamera: ?
Schnitt: ?
Musik: ?

Sehr pulpige Blaxploitation-Granate von und mit David Broadnax, zudem mit Arthur Brauss. Das ganze ist eine Art Agentengeschichte, die sich in Südafrika abspielt. Extrem grooviger Crime Funk Sound all around, scheint alles Library zu sein. Das wird dauern, bis man das identifiziert hat. Fraglos ein Hidden Gem und somit ein klarer Kandidat fürs Festival.

4,5/5

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Bearbeitet von Lobbykiller, 18. Februar 2009, 23:32.


#359 Lobbykiller

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Geschrieben 19. Februar 2009, 00:01

Groovy AIP Joints Pt. 1:

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Chrom und heißes Leder (USA 1971) R: Lee Frost

Mit William Smith, Tony Young, Michael Haynes, Peter Brown, Kathrine Bauman, Wes Bishop, Marvin Gaye, u.a.

Buch: Michael Haynes, David Neibel, Don Tait
Kamera: Lee Frost
Schnitt: Paul LaMastra
Musik: Porter Jordan, David Angel, Billy Sprague
Produktion: AIP

Eine gerade aus Vietnam entlassene Soldatenhorde jagt die Wizards, eine 26köpfige Rockerbande, weil einer von denen die Braut des Seargents auf dem Gewissen hat. Trashspektakel mit hohem Unterhaltungswert, coolen groovigen Sounds inkl. einem richtigem Soul Smasher, der jedoch nicht von Marvin Gaye gesungen wird, der hier einen Soldaten mimt. Man hat richtig gelesen, der große Soulsänger hier als Schauspieler und darf im Schlussdrittel richtig brutal sein. Bikerfilme dieser Art sollte man als B-Movie-Freund schon mal gesehen haben, wie eigentlich alles, was AIP in dieser Zeit auf den Markt geschmissen hat.

4/5

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#360 Lobbykiller

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Geschrieben 03. Mai 2009, 12:05

Meanwhile Part 1:


Nach längerer Auszeit mal wieder hier. Kurze, eher listige Zusammenfassung, was in der Zwichenzeit okuliert wurde, Teil 1:


Tatort 013 - Der Boss (GER 1971) R: Heinz Schirk

Kasulkes erster Fall. Der B-movigste aller Tatorte, schön kurz & asozial. U.a. mit Gerhard Wollner, den man aus NONSTOP NONSENS kennt.

4/5


Tatort 113 - Schussfahrt (GER 1980) R: Wolfgang Staudte

Der letzte Haferkamp, den ich noch nicht gesehen hatte. Jetzt fehlen nur noch die beiden Essen-Tatorte ohne Haferkamp, TATORT 111 - DER ZEUGE mit Urlaubsvertretung Enders und TATORT 119 - HERZJAGD mit Assistent Kreutzer als Hauptermittler. Dieser Tatort jedenfalls ist ein starker Abschluss meiner persönlichen Haferkamp-Werkschau, der u.a. mit einem Auftritt von Asi-Ikone Burkhardt Driest auftrumpft, den man aus DIE VERROHUNG DES FRANZ BLUM (1974) kennt und der das Verruchte in Romy Schneider wachgekitzelt hat während und nach einer Folge der WDR-Talkshow JE SPÄTER DER ABEND (1974).

5/5


Der Bulldozer (USA 1979) R: Paul Aron

Einer der groovigsten Filme von Mr. Brusthaarteppich, Chuck Norris, der zweifelsohne zu den ganz Großen des 70er Jahre Pulp&Groove Cinemas zählt.

5/5


Rolling Thunder aka Der Mann mit der Stahlkralle (USA 1977) R: John Flynn

Der Film, der der Company von Quentchen Tarantino den Namen gab. Auch das ein schönes Stück 70s B-Movie Cinema. Wirklich gut. Script: Paul Schrader.

5/5


Ti Lung - Duell ohne Gnade (HK 1971) R: Chang Cheh

Ein weiterer Shaw Brothers-Klassiker mit Ti Lung und David Chiang, die in den 70ern zahlreiche gemeinsame Auftritte hatten, wovon dieser hier eindeutig zu den stärksten zählt, wenngleich der Film sich ein bischen zu sehr in die Länge zieht. Dennoch:

4,5/5


Tepepa (ITA/SPA 1968) R: Giulio Petroni

Hier stört die Länge keineswegs. Starker Revolutionswestern mit Tomas Milian, Orson Welles und John Steiner.

5/5


Django kennt kein Erbarmen (ITA/SPA 1966) R: Leon Klimovsky

Italo-Western mit Anthony Steffen als Django. Wird Leon Klimovsky zugerechnet, der allerdings in den 60ern öfter mal als Nameholder einsprang. Ordentlich.

4,5/5


Spiel mir das Lied vom Tod (ITA/USA 1968) R: Sergio Leone

Nach 20 Jahren mal wieder gekuckt. Nach wie vor Vollkult, wenngleich Henry Fonda auch hier seine amerikanische Herkunft nicht ganz verbergen kann, dennoch natürlich seine beste Rolle.

5/5


Keoma (ITA 1976) R: Enzo G. Castellari

Hab ich mir ebenfalls nach Jahren mal wieder gegeben. Wird von einigen Leuten richtig abgefeiert. Ganz so gut find ich ihn nicht, aber bei Leibe nicht schlecht. Bei Leibe!

4,5/5


The Boys From Brazil (USA 1978) R: Franklin J. Schaffner

Nach dem grandiosen Auftritt als Nazi-Doktor in DER MARATHON-MANN kehrt Sir Laurence Olivier seine Rolle hier um, was ihm so gar nicht stehen will. Wie auch der gesamte Film an keiner Ecke wirklich zünden will, was mit Sicherheit auch dem grausamen Hollywood-Gedudel zuzuschreiben ist, welches die Einseitigkeit der propagandistischen Grundaussage ("Der Nazi ist der rein Böse, der Jude ist der rein Gute") jedoch äußerst adäquat untermalt. Mit anderen Worten: von Grooves nicht die geringste Spur.

1/5


Polizeiruf 110 - Reklamierte Rosen (DDR 1976) R: Thomas Jacob

Die erste Folge der sechsten Staffel. Die 70er Jahre-Folgen dieser ostdeutschen Crime-Serie, dem Quasi-Adäquatum zum Tatort, werden seit geraumer Zeit dienstags im MDR ausgestrahlt und sind eine lohenswerte Angelegenheit, da hier desöfteren Amiga-Beats zum Einsatz kommen. Amiga Records war das DDR-Label schlechthin, auf dem hin und wieder mal ein paar Ost-Funk-Grooves veröffentlicht wurden. Zudem laufen hier doch einige skurrile Gestalten rum, mit anderen Worten: die Schauwerte entsprechen den Hörwerten.

4,5/5


Cannabis - Engel der Gewalt (FRA/GER/ITA 1970) R: Pierre Koralnik

Ganz hervorragender, sehr düsterer Early 70s French-Crime Flick mit Serge Gainsbourg, Jane Birkin und Curd"St. Pauli-Doktor"Jürgens. Serge Gainsbourg hat auch den Soundtrack gemacht, der ebenfalls lohnt.

5/5


Charlie Chan in London (USA 1934) R: Eugene Forde

Ein weiterer Charlie Chan mit Warner Oland. Gaststar ist Ray Milland.

Proverbs:

"Lob ist verschwenderisch."
"Angewohnheit, manchmal unsichtbar zu machen, bringt Vorteil. Orientalisch, nicht britisch."
"Fall wie Inneres von Radio - sehr viel Drähte und doch ein Gerät."
"Wenn Tod durch Fenster kommt, keine Zeit mehr für Leben durch Tür zu gehen."
"Wenn Sie wollen, wilder Vogel soll singen, dann nicht sperren in Käfig."

4,5/5


Charlie Chan in Ägypten (USA 1935) R: Louis King

Und noch einer. Gaststar diesmal: Rita Hayworth.

Proverbs:

"Winzige Mücke manchmal von größerer Bedeutung als riesiger Elefant."
"Wer auf das Morgen wartet, verschwendet das Heute."
"Theorien verhindern klare Sicht wie beschlagene Brille."
"Gute Wünsche haben ein schweres Gewicht auf der Waage von Leben und Tod."

4,5/5


Der Kommissar 072 - Drei Brüder (GER 1974) R: Theodor Grädler

Starke Folge mit Horst Frank, Ralf Schermuly und Manfred Seipold als die Gebrüder Jork. Zudem mit Wolfgang Völz, den man als die Stimme von Otto aus CAPTAIN FUTURE kennt. Hier als Wirt. Musik: Erich Ferstl.

5/5


Der Kommssar 043 - Traum eines Wahnsinnigen (GER 1971/72) R: Wolfgang Becker

Noch stärkere Folge mit Horst Frank in einer 5fach-Rolle als flüchtiger Psychopath. Der Anstaltsarzt wird gemimt von Onkel Kurt aka Curd"St.Pauli-Doktor"Jürgens und ist ebenfalls irre. Auch dabei: Günther Stoll und Christine Kaufmann.

5/5


Der Kommissar 044 - Die Tote im Park (GER 1972) R: Wolfgang Staudte

Kommissar-Folge mit dem Alten, Siegfried Lowitz. Zudem mit Heidelinde Weis ("Der Supermann", "Freundliche Aufforderung"). Nicht ganz so stark wie die beiden Horst Frank-Folgen, aber durchaus solide.

4/5


Derrick 046 - Kaffee mit Beate (GER 1978) R: Alfred Vohrer

In Derrick-Fan-Kreisen eine der hochgelobtesten Folgen. In der Tat eine gute, vor allem für Leutz, die Wert auf eine gute Story legen. Pulptechnisch betrachtet gibts hier abermals Fritz Wepper als Bitchhunter, sowie den früheren Erzähler der DREI FRAGEZEICHEN, Peter Pasetti, herrlich bieder wie immer. Eine der besten Folgen, wenngleich nicht wirklich die aller allerbeste.

5/5





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