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kurzkommentare juli 2014 - Filmforen.de - Seite 2

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kurzkommentare juli 2014



75 Antworten in diesem Thema

#31 Short Cut

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Geschrieben 17. Juli 2014, 09:37

Hey Critic, ich danke Dir für die Antwort, werde aber erst heut Abend auf Deine Punkte eingehen, welche mir völlig reichen.
Habe mich nur gewundert, dass Ihr den Film so einheitlich mies findet und ich den Ende letzten Jahres zum zweiten Mal sah (!) und für gut befand.
Also, bis heut Abend :)
Jeder Film schreibt Geschichte. Um Filmgeschichte zu verstehen muss man Film immer im geschichtlichen und natürlich im Genrespezifischen Kontext sehen. So ist das und nicht anders.

#32 The Critic

    Mad rabbits, mad world

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Geschrieben 17. Juli 2014, 09:59

n=2 ist einheitlich?

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#33 Funxton

    Avanti, Popolo

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Geschrieben 17. Juli 2014, 10:55

Ich glaube, ich fände ihn auch mies :D

#34 Short Cut

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Geschrieben 17. Juli 2014, 11:11

Jo, na klar. DAMIT seid ihr schon zu viert :zora:
Jeder Film schreibt Geschichte. Um Filmgeschichte zu verstehen muss man Film immer im geschichtlichen und natürlich im Genrespezifischen Kontext sehen. So ist das und nicht anders.

#35 Short Cut

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Geschrieben 17. Juli 2014, 21:25

@ Hard Candy : Also erstmal kann ich einfach einem Film nicht böse sein, der innerhalb seiner Pädophilie, Revenge Story, so gemein mit der Sympathie-Ebene des Zuschauers spielt und das bis zum Schluss. Ich empfinde das bei dem Film als sehr gewagt aber auch als großen Pluspunkt, da der Film sich in eine ethisch-moralische Zwickmühle begibt in die er auch den Zuschauer schickt. Ich fühlte mich jedenfalls mehrmals geneppt was die emotionale Sympathievergabe gerade der männlichen Figur gegenüber angeht. Vom "männlichen-Hetero" Standpunkt ganz zu schweigen. Getragen wird das in diesem Kammerspiel von zwei wirklich guten Darstellern und einem recht cleveren Skript, das gegen Ende hin durchaus einige Brüche zu verzeichnenen hat und nicht immer ganz konform ist.

Zitat

die Vermischung des reflexiven "Denkt denn hier niemand an die Kinder" mit "einer hat exemplarisch für alle Schuldigen zu leiden"
Vielleicht war das der Hintergedanke des Drehbuchautors, vielleicht wollte er aber auch nur einen kleinen, ekligen, polemischen Psychoschocker schreiben. Als moralische Anklage habe ich den Film jedenfalls nicht gesehen. Was das "einer hat für alle zu leiden" angeht, so hast Du vielleicht sogar Recht, doch obwohl es einen klaren Schlussstrich am Ende gibt (soweit ich mich erinnere) ist das, wie ich finde, allles andere als klar, da die Opferrolle nicht 100% eindeutig ist. Gerade weil Ellen Page so biestig spielt zwingt sie einen geradezu auf die Seite des männlichen Gepeinigten (Patrick Wilson) bzw. des männlichen Täters.

Zitat

Stilistisch hat mich, wenn ich mich recht erinnere, die hippe, aber eklektische Inszenierung abgestoßen. Das war weder einheitlich in der Wahl seiner Mittel noch irgendeinem Ziel untergeordnet, wenn man mal davon absieht, daß man alle Instrumente des angesagten Filmemachers unbedingt zeigen will.
Ich fand den Stil des Films ziemlich klasse und dies vor allem was die Farben und die Farbänderungen angeht. Das Digital Coloring von Jean-Clement Soret, der auch bei 28 Days later zuständig war, ist immer auf die Emotionen der Schauspieler und deren Situationen zugeschnitten, was die Fühlbarkeit des Ganzen noch unterstreicht. Etwas, das man heutzutage wohl in äußerst vielen Filmen wiederfindet, sich das hier aber, innerhalb des Kammerspiels, als eklatanter Baustein der Filmatmosphäre darstellt.
Gerade weil der Film in seiner Stilistik so oft wechselt, passt er sich hervorragend dem Rythmus des Films, der, wie ich schon schrieb, meiner Meinung nach, einer rumpeligen, emotionalen Talfahrt gleicht und zudem noch ohne unnötige Splatting Images auskommt.

Als ich den letztes Jahr mit 8/10 bewertet habe, war ich vielleicht auch zu großzügig, da der Film gerade zum Ende hin etwas offenlegt, was ihm nicht bekommt, aber schlecht finde ich den wirklich nicht.
Nicht viel, aber das mußte ich dann doch mal loswerden.......
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#36 hoolio21

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Geschrieben 17. Juli 2014, 23:50

Beitrag anzeigenShort Cut sagte am 17. Juli 2014, 21:25:

aber schlecht finde ich den wirklich nicht.
Nicht viel, aber das mußte ich dann doch mal loswerden.......

Stand your ground. Ebert fand den auch gut. Und Ebert ist Chef.

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#37 Ubaldo Terzani

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Geschrieben 18. Juli 2014, 00:08

Beitrag anzeigenFunxton sagte am 16. Juli 2014, 11:05:

Ich werde es in Kürze mit "Pain & Gain" versuchen, von dem verspreche ich mir halbwegs etwas.

recht so

#38 sicomastik

    Schlundforscher

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Geschrieben 18. Juli 2014, 12:54

ZOMBIE

Den habe ich ja nun schätzungsweise mehr als 70-mal gesehen. Heute zum ersten Mal als Blu. Es war, als hätte sich im 1.85:1-Format das Tor zu einer Parallelerde geöffnet, die halt ein paar Jahrzehnte bzgl. Kleidung und Technik hinterher hängt. Das Erlebnis war so übergriffig, dass ich nach Verlassen des Raumes beim Blick auf die Straße Wahrnehmungsstörungen hatte und meinte ein paar Untote dort rumlaufen zu sehen. Dieser unglaubliche angelsächsische Realismus, dem alle anderen Zombie-Filme von heute so hinterherlaufen. Bei Wohnzimmerlicht ein Kind zu töten. Romero schafft es, Ford'sche Bildmetaphorik mit Eisenstein'scher Montage zu kreuzen. Heute werde ich keinen Film mehr sehen können. Ich bin voll.

#39 Short Cut

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Geschrieben 18. Juli 2014, 20:15

Letztes Wochenende mal wieder Filmabend :

Angustia
(Im Augenblick der Angst)
1987
(Bigas Luna)
8/10 *
Der spanische Kino-im Kino Horrorfilm zum zweiten. Diesmal in 1A Blu Ray Qualität. Hat nicht mehr ganz so viel Eindruck hinterlassen wie beim ersten Mal, trotz großflächigem Angriff aufs Auge, aber immer noch ein richtig gutes Filmchen.

Kiss of the Damned
2012
(Xan Cassavetes)
6-7/10
Das Debut der nicht mehr ganz so jungen Cassavetes Tochter. Hat sich Vampyros Lesbos, Entefesselte Begierde und Blut an den Lippen wohl 100x angesehen. Die Bilder und der Score sind exzellent. Sehr europäisch das Ganze. Da macht es auch nix wenn die Story nur mehr Fassade ist. Ohne die Originale zu kennen ist das wohl auch sehr ähnlich angelegt. Fazit : Teils tolle Bilder, schöne Einstellungen und Winkel, dann wieder ein wenig einfallslos und oftmals ohne Biss. Netter Retro Film, der mich aber nicht wirklich überzeugen konnte.

Baise moi
(Fick mich !)
2000
(Virgine Despentes & Coralie)
5/10
Danach wollten wir eigentlich Harry Kümel schauen doch es kam anders. Der Skandalfilm von 2000 wurde eingelegt nachdem mein Freund noch meinte „Den musste sehen, das ist fast n moderner Godard.“ Zugegeben er hat ihn auch lange nicht mehr gesehen. Ernüchterung machte sich breit. Es wird viel gefickt und geballert in dreckigsten Videobildern. 2 Schlampen, die vergewaltigt wurden, vögeln sich durch Frankreich und ballern die Typen teilweise noch im Orgasmus weg. Da kann man sich natürlich seinen Feministenstreifen draus basteln. Ist aber mehr ne laute Punknummer, die am Ende einen schalen Nachgeschmack hinterlässt. Im Ganzen ein mediokres Vergnügen.

Perdita Durango
1997
(Álex de la Iglesia)
7/10
Im Alleingang dann diesen Iglesia gesehen. Perez und Bardem vs. stupid white America. Die Rache der Ausgestoßenen. Ist eine postmoderne Farce, die leider manchmal zuviel Farce ist aber dennoch teilweise wunderbare Ideen und Bilder inne hat, wie zb. die Flashbacks in die Kindheit oder die popkulturellen Versatzstücke innerhalb der Figuren. Das Ende ist wunderschön als Rosie Perez zu einem Screamin Jay Hawkins Song, der auch mitspielt, durch Las Vegas taumelt und ihr Leben durch all die Vergnügungssucht um sie herum ausgesaugt wird. Da wird der Film wahnsinnig poetisch genauso wie er Bardem und Burt Lancaster in Vera Cruz verschmelzen läßt. Hab hier noch drei andere von ihm liegen, die werd ich dann wohl mal mit einstreuen.

Gun Crazy
1950
(Joseph H. Lewis)
10/10
Wahnsinn ! Besonders die Verschmelzung von Psyche und Stilistik in den vielen Close Ups. Die Autoszenen, teilweise lange Fahrten ohne Schnitt und ein dreckiges und poetisches Ende zugleich. Wunderbarer Film. Hätte ich so nicht erwartet.

They Live by Night
1948
(Nicholas Ray)
9/10 *
Danach mußte ich Ray´s poetischen Noir nachschieben, der ja quasi schon eine Brücke zu Rebel without schlägt. Die jungen Gejagten für die in dieser Welt kein Platz ist. War mir ehrlich gesagt nie bewusst, dass es dieselbe Vorlage wie für Altmans Thieves like us gewesen ist.
Jeder Film schreibt Geschichte. Um Filmgeschichte zu verstehen muss man Film immer im geschichtlichen und natürlich im Genrespezifischen Kontext sehen. So ist das und nicht anders.

#40 The Critic

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Geschrieben 20. Juli 2014, 21:03

Trust

Leere Gesten in leeren Bildern. Niemand spricht so, niemand handelt so. Warum sollte ich mich für die Charaktere in diesem Hirnwichsfest interessieren?

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#41 The Critic

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Geschrieben 20. Juli 2014, 22:46

The brain

Die Teenagervariante eines Cronenbergfilms mit Anleihen von Body Snatchers, Elm Street und natürlich Fiend without a Face. Aber kann man darob erbost sein? Sicherlich nicht. Interessant auch die Erkenntnis, daß Kanadier entweder interessante Gebäude haben oder deren Innenräume gut zu inszenieren verstehen.

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#42 Noruberuto

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Geschrieben 21. Juli 2014, 19:46

Stopover In Dubai

Found Footage, letztes Video von Chris Marker. Der eigentlich mit dem Bildmaterial nicht viel mehr getan hat, als es mit einem zeitgenössischen Streichquartett-Soundtrack zu unterlegen.

Trotzdem, creepy. Die Bilder mit der Musik ergeben ein fast schon surreales, expressionistisches Kleinod zum Hotel-Topos. Mit einem sehr realpolitischen Hintergrund freilich.

#43 Ubaldo Terzani

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Geschrieben 22. Juli 2014, 00:20

scary finde ich das nicht, sondern einfach zum totlachen. schiebt ein mann seine reisetasche am flughafen durchs röntgengerät, das sicherheitspersonal hat am inhalt der tasche offensichtlich nichts auszusetzen und lässt den mann mitsamt tasche passieren. das hält den film aber nicht davon ab, diese szene mit den worten "suspicious bag" per schrifteinblendung zu kommentieren. toll auch, wie in verschiedenen niedrigauflösenden überwachungsaufnahmen leute an ihrer bekleidung rumfummeln oder sich kratzen, was der film kommentiert mit den worten, diese leute würden irgendwelche versteckten "communication devices" benützen. interessant auch, wie viele verschiedene "suspects" und "surveillance teams" da im laufe des unscharfen films zu sehen sein sollen. ja, herrgott, ist da ne ganze armee angerückt, um einen typen um die ecke zu bringen? aber die lustigste szene ist: geht ein mann in den waschraum, kommt ein anderer wieder raus. in wirklichkeit sei das ein und derselbe mann, der sich auf dem klo eine perrücke angezogen habe. aber im laufe dieses bildmatsches werden leute ja eh großzügig als wiederkehrende figuren bezeichnet.
der eifer, mit dem die araber dem einzigen rechtsstaat in der region so eine angebliche verschwörung anlasten, ist schon bemerkenswert. den mossad wird's aber freuen -- nähren solche dubiosen videozusammenschnitte doch die urban legends von der angeblichen allmacht dieses geheimdienstes. es geht mir zwar herzlich am arsch vorbei, aber mich würde es nicht wundern, wenn der typ in seinem hotelzimmer tatsächlich eines natürlichen todes gestorben wäre. sind dubaier obduktionsberichte genauso objektiv wie dieser überwachungsvideovideozusammenschnitt der dubaier polizei?
freut mich übrigens dass deutsche medien so eine verschwörungskacke als objektive nachricht verkauft haben. die wissen halt wie man page impressions und werbeeinnahmen generiert

#44 Antoine Doinel

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Geschrieben 22. Juli 2014, 09:29

The Man Who Knew Too Much (die 34er Urversion) SW OF Alfred Hitchcock

Sergio Leones "Per un pugno di dollari" fällt mir dazu als Vergleich ein. So wie dieser bietet er eine noch
etwas ungeschliffene Rohversion dessen, was das Werk des Regisseurs zukünftig prägen wird.
Und so wie dieser war ein großer Erfolg und letztendlich der künstlerische und kommerzielle
Durchbruch. Der Film ist zwar noch unendlich weit von der Qualität des Nachfolgefilms(Schnitt,Tonspur u.v.a) "The 39 Steps" entfernt, und fällt auch zur 56er Hollywood-Version(besonders die Konzertszene)
des selben Stoffes klar ab, hat aber trotzdem seine eigenen Qualitäten. Peter Lorre ist als Oberbösewicht fantastisch, und die Mutterrolle, die 56 durch die biedere Doris Day verkörpert wird, ist hier ganz anders und völlig unbieder angelegt. So ist auch "The Man Who Knew Too Much" der nun der älteste mir bekannte Hitchcock-Film ist, trotz der unübersehbaren Mängel sehenswert.


Workingman's Death Michael Glawogger

Eigentlich mag ich Dokus nicht, das filmische Bild ist meiner Meinung nach zu manipulativ und daher ungeeignet, um eine Realität wiederzugeben. Außerdem sind sie meistens auch noch fad. Dadurch ist Zelig die einzige Doku, die mich voll und ganz überzeugen kann.
So war es mehr das Vorprogramm, ein Gespräch mit dem Freund und künstlerischen Wegbegleiter Glawoggers, Ulrich Seidl, der Grund, diesen Film anzuschauen. Das Gespräch wär dann auch wirklich hochinteressant, aber der Film enthält beeindruckende (und schön arrangierte) Bilder die einen nicht mehr so leicht loslassen. Sei es der apokalyptisch wirkende Schlachthof in Nigeria, der jeden Splatterfilm in den Schatten stellt, seien es die Schwefelträger in Indonesien, um nur zwei der fünf Episoden hervorzuheben. Es gibt keinen erklärenden Kommentar, sondern nur unglaubliche Bilder und Gespräche mit und zwischen den Schwerstarbeitern.
Ein besonderer Film, der übliche Dokus weit in den Schatten stellt, aber meine Vorbehalte bleiben trotzdem aufrecht.



Mann im Schatten SW Arthur Maria Rabenalt

Das ist ein österreichisch(deutscher) Krimi aus dem Jahr 1961, gedreht von einem Routinier jener
unsäglichen, verlogenen österreichischen (deutschen) "Heile-Welt-Filmen" der Nachkriegszeit.
Obwohl filmisch nicht der Rede(Schreibe) wert, ist er trotzdem halbswegs erträglich.
Hauptverantwortlich dafür sind der imposante Helmut Qualtinger als Kommissar und der Umstand, dass alleine schon das Krimi-Genre keinen typischen Heile-Welt-Film zulässt. Außerdem gibt es manch netten Dialog und Bilder aus Wien des Jahres 61.


Alle drei Filme habe ich beim "Kino unter Sternen", einem engagierten kostenlosen Freiluftkino
vor der imposanten Karlskirche gesehen. Das war eine angenehme Art um einen warmen
Sommerabend in der Großstadt zu verbringen.

#45 Noruberuto

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Geschrieben 22. Juli 2014, 19:51

Habe mir "Stopover in Dubai" noch einmal angesehen. Rein filmisch gesehen genial, dass die dubaier Behörden hier - absichtlich oder unfreiwillig - das Bildmaterial so montiert haben, dass sich daraus ein dramaturgisches Ganzes, zusammen mit den Zwischentiteln, freeze frames, Blenden usw. sowie Markers Idee (was auch immer seine Motivation gewesen sein mag), dem Material mit der Hinzufügung der Tonspur etwas entgültig Filmisches zu verpassen, sozusagen ein kruder Murnau-Lynch-Soderbergh mashup ergibt.

Was nun tatsächlich passiert ist, wie es politisch interpretiert wird usw. steht natürlich auf einem anderen Blatt.

#46 Ubaldo Terzani

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Geschrieben 22. Juli 2014, 21:19

nee, auch dramaturgisch und filmisch fand ich das ausgesprochen dürftig. was sieht man denn im film? ich sehe da nur ne gruppe leute, die nicht in demselben, sondern in verschiedenen hotels untergekommen sind und sich dann gegenseitig besuchen. mehr zeigt der film bei licht betrachtet doch wirklich nicht.
dieser inhaltsleere der bilder versucht er dann durch suggestive texteinblendungen einen sinn, eine zusammenhängende geschichte zu geben. und durch dramatishe musik soll eine angespannte atmosphäre erzeugt werden. das ist dürftig und überzeugt mich nicht.
was da angeblich an kriminellen handlungen passiert ist, findet offscreen statt. was hingegen an bildmaterial vorhanden ist, kann man beliebig so oder anders interpretieren, weil in diesen aufnahmen wie gesagt nichts, aber wirklich nichts konkretes gezeigt wird. dadurch wirkt der film doch sehr behauptet. eine "true story" rein in texteinblendungen zu erzählen, ohne das filmisch untermauern zu können, ist doch völlig uninteressant für mich als zuschauer.

#47 The Critic

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Geschrieben 22. Juli 2014, 22:44

Beitrag anzeigenAntoine Doinel sagte am 22. Juli 2014, 09:29:

Workingman's Death Michael Glawogger

Eigentlich mag ich Dokus nicht, das filmische Bild ist meiner Meinung nach zu manipulativ und daher ungeeignet, um eine Realität wiederzugeben. Außerdem sind sie meistens auch noch fad. Dadurch ist Zelig die einzige Doku, die mich voll und ganz überzeugen kann.
So war es mehr das Vorprogramm, ein Gespräch mit dem Freund und künstlerischen Wegbegleiter Glawoggers, Ulrich Seidl, der Grund, diesen Film anzuschauen. Das Gespräch wär dann auch wirklich hochinteressant, aber der Film enthält beeindruckende (und schön arrangierte) Bilder die einen nicht mehr so leicht loslassen. Sei es der apokalyptisch wirkende Schlachthof in Nigeria, der jeden Splatterfilm in den Schatten stellt, seien es die Schwefelträger in Indonesien, um nur zwei der fünf Episoden hervorzuheben. Es gibt keinen erklärenden Kommentar, sondern nur unglaubliche Bilder und Gespräche mit und zwischen den Schwerstarbeitern.
Ein besonderer Film, der übliche Dokus weit in den Schatten stellt, aber meine Vorbehalte bleiben trotzdem aufrecht.

Sehr gut, daß der Film einen Zweifler überzeugen konnte. Ich mag Dokumentationen in den letzten zehn Jahren zunehmend gerne, da hat sich viel bei den Stilmitteln getan.
Gib mal auch Glawoggers Whores' glory eine Chance. Der hat mich auch in der Mitte zwischen betörend und verstörend zurückgelassen.

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#48 jackIII

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Geschrieben 22. Juli 2014, 22:52

THE PURGE ist wirklich der schlimmste film der letzten zehntausend jahre, und jetzt teil 2? guck ich mir niemals an.
die ganze prämisse ist schon nervig, die darsteller furchtbar. dass ich trotzdem durchgehalten hab bis zum ende...

#49 Ubaldo Terzani

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Geschrieben 23. Juli 2014, 00:10

Beitrag anzeigenjackIII sagte am 22. Juli 2014, 22:52:

THE PURGE ist wirklich der schlimmste film der letzten zehntausend jahre, und jetzt teil 2? guck ich mir niemals an.
die ganze prämisse ist schon nervig, die darsteller furchtbar. dass ich trotzdem durchgehalten hab bis zum ende...

:tornhau:

#50 sicomastik

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Geschrieben 23. Juli 2014, 00:29

NINJA - PFAD DER RACHE

Eigentlich hatte ich mal ganz große Erwartungen in Isaac Florentine gesetzt. Aber irgendwie enttäuscht er mich in letzter Zeit. Vielleicht hätte er doch THE EXPENDABLES III inszenieren sollen.

DIDI - DER SCHNÜFFLER

MEIN Lieblings-Didi.

KARATE TIGER II

Chinesen machen Gweilo-Kino. Diesmal à la Rambo.

NINJA-JÄGER

Köstlich-schlechter Philippino-Reißer von der Silver Star mit Richard Harrison in der Hauptrolle.

KEATON'S COP

Lee Majors in einem sympathischen kleinen 80er-Actionkrimi, der (fast) alles richtig macht.

DER TOLLWÜTIGE

Weder Fisch, noch Fleisch. Zündet nie wirklich, trotz der genialen Titelmelodie.

KOMMANDO U.S. SEALS

:dissed:

DAYLIGHT

In HD überwältigend. Darüber hinaus wieder einmal so herzzerreißend wie Sly immer wieder seine Under-Dog-Story unterbringt.

KICK-BOXER II - BLOOD BROTHERS

Der dritte Film der chinesischen Seasonal Films. Diesmal ein Gweilo-Film auf MIAMI VICE gemacht.

LATIGO

R.I.P. James!

REALITY BITES - VOLL DAS LEBEN

Vor allem, da ich ja eigentlich die Zielgruppe bin, kann ich nur sagen: Was für ein Schrott!

DER GOTT DES GEMETZELS

Auch bei zweiter Betrachtung amüsant.

LASS JUCKEN, KUMPEL III - MALOCHE, BIER UND BETT

Interessantes filmisches Werk der Aufarbeitung und Versöhnung. Hitler-Zeit, Gastarbeiter, Maloche in der Zeche, deutsche Vorort-Tristesse. Am schönsten das Ende. Da der italienische Gastarbeiter und die deutsche Kellnerin den ganzen Tag "malochen", damit ihr Kind es mal besser hat, kümmert sich als Babysitter das schwule Paar um den Kleinen, welches auch in der Zeche arbeitet. Der männliche Part des Schwulenpärchens hat dafür den Baby-Kurs besucht, der weibliche sieht sich in seinen "angeborenen mütterlichen" Kompetenzen beschnitten.

Der Film entlässt mich mit einem wunderschönen Bild von Verständnis, wenn die Beiden den Kinderwagen vor sich herschieben.

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#51 sicomastik

    Schlundforscher

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Geschrieben 24. Juli 2014, 19:18

GAMER

Jawollja! So hab ich mir das vorgestellt.

#52 Noruberuto

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Geschrieben 25. Juli 2014, 18:42

Beitrag anzeigenUbaldo Terzani sagte am 22. Juli 2014, 21:19:

nee, auch dramaturgisch und filmisch fand ich das ausgesprochen dürftig. was sieht man denn im film? ich sehe da nur ne gruppe leute, die nicht in demselben, sondern in verschiedenen hotels untergekommen sind und sich dann gegenseitig besuchen. mehr zeigt der film bei licht betrachtet doch wirklich nicht.
dieser inhaltsleere der bilder versucht er dann durch suggestive texteinblendungen einen sinn, eine zusammenhängende geschichte zu geben. und durch dramatishe musik soll eine angespannte atmosphäre erzeugt werden. das ist dürftig und überzeugt mich nicht.
was da angeblich an kriminellen handlungen passiert ist, findet offscreen statt. was hingegen an bildmaterial vorhanden ist, kann man beliebig so oder anders interpretieren, weil in diesen aufnahmen wie gesagt nichts, aber wirklich nichts konkretes gezeigt wird. dadurch wirkt der film doch sehr behauptet. eine "true story" rein in texteinblendungen zu erzählen, ohne das filmisch untermauern zu können, ist doch völlig uninteressant für mich als zuschauer.

Na, soweit, dass man überall "live dabei" ist, geht das Filmische hier freilich nicht. Ist ja keine Exploitation, sondern echte "Found Footage" eines realen Ereignisses. Die Texteinblendungen geben meiner Ansicht nach (nach einer dritten Sichtung, diesmal in einer Version mit "actionlastiger" Musik, welche bei weitem nicht die Intensität der Marker Version erreicht) eigentlich nur das wieder, was im Bild zu sehen ist, auch wenn man im Gewusel die Protagonisten nicht immer sofort ausmachen kann. Und um auf den Punkt der "Umständlichkeit" zurückzukommen (eine ganze Schar an Agenten, diverse Teams, "nur" um einen Menschen "auszuschalten". Hier könnte man fast schon eine Parallele zu Limits of Control ziehen, ein Film, welcher ebenso die Umständlichkeit einer Geheimdienstaktion darstellt. Ganz so einfach wie bei James Bond wird es im realen Leben - und es dürfte unzweifelhaft feststehen, dass die diversen Nachrichtendienste der Welt tagtäglich irgendwelche Leute exen, ohne dass dies auch nur den Hauch des öffentlichen Interesses weckt, welches eben den Dubai-Fall ausgezeichnet hat - nicht funktionieren.

Zumal es sich bei diesem Video - sei es nun wie schon gesagt bewusst oder unbewusst so geschnitten worden, wie es vorliegt (wer weiß, vielleicht gibt es ja den einen oder anderen Filmfreak, Murnau und Lynch Fan, unter den Dubaierschen Behörden?) - wie gesagt um echte "found footage" handelt. Denn dass es sich um echtes Filmmaterial von Überwachungskameras handelt, und hier keine Schauspieler agierten, dies dürfte wohl unzweifelhaft sein. Alles andere - bewiesen ist die Mossad-Beteiligung natürlich nicht (wenn auch sehr wahrscheinlich, es gibt auch eine Reihe anderer Spekulationen, lässt sich ja alles nachlesen), aber immerhin ist alles durchgehend stringent und widerspruchsfrei dargestellt. Und somit, nimmt man den "Film", oder das Video, als das was es ist, rein filmisch für mich durchaus interessant. Was man von diversen viral verbreiteten Gewaltvideos (Stichwort Syrien, Irak) nicht behaupten kann.

#53 hoolio21

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Geschrieben 25. Juli 2014, 19:31

"Taffe Mädels" ist sicher der seit langem ordinärste, öbszönste und gewalttätigste Film mit einer FSK-12-Freigabe. Danke, Sandra Bullock.

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#54 Howie Munson

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Geschrieben 25. Juli 2014, 19:38

Und da beschwert sich noch einer über die FSK... ich wette, dass 90% der Sachen, die in den 70ern - 80ern auf dem Index landeten heute problemlos ab 16 freigegeben werden. Ist doch schön, wenn sich der Laden etwas liberalisiert. Müsste nur noch die Zensur abgeschafft werden.

#55 Short Cut

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Geschrieben 25. Juli 2014, 20:26

An dem lauf ich oft vorbei, wenn ich bei Netto einkaufe. Sollt ich wohl mal mitnehmen !

Zwei Sichtungen vom letzten WE :

The Crowd
1928
(King Vidor)
10/10 *

Sah ich mir als Vorbereitung für The Big Parade letzten Freitag an. Zuletzt hatte ich den irgendwann mal mit 16 gesehen. An die Anfangsszenen im Büro und die aufwendigen Kamerafahrten an den Hochhäusern entlang konnte ich mich noch gut erinnern. Auch daran, dass der Film fast eine Stunde lang einen himmelsschreienden Optimismus fährt, was aber so dermaßen wichtig ist, da er dann in der Hälfte kippt. Als der Lastwagen auf einmal wie aus dem Nichts über die Straße jagte und die kleine Tochter überfuhr, bin ich fast vom Sofa gefallen. Ein ergreifendes, wahrhaftiges und symmetrisches Erlebnis, welches in diesen frühen Hollywood Jahren, wohl nur John Ford (Sico) und Griffith so hinbekommen haben. Würde ja gerne alle 9 Enden mal sehen, die King Vidor für MGM angefertigt hatte.

The Big Parade (Kino)
1925
(King Vidor)
10/10

Innerhalb einer kleinen 4 Filme Reihe zum Thema WWI, bei mir im Sprengel Kino, um die Ecke gesehen. Der Film ist großartig ! Bei aller Megalomanie, die der Film auffährt ist und bleibt er doch sehr nüchtern und ehrlich. Mehr noch : Er vollbringt das Wunder, eine epische Kriegsgeschichte zu erzählen, alle Richtungen auf einem Level, im Auge zu behalten und dabei ein großes Plädoyer gegen den Krieg und für die Liebe zu bringen ohne das es kitschig wird. Verwiesen sei hier auch auf die Einträge hier und dort
Was mir allerdings den Film sehr verhunzt hat, war die Vertonung des Duos Dr. Proll. Von Vertonung kann auch gar nicht die Rede sein, eher von einem DJ-Set welches über den Film, der in einer restaurierten 16mm Kopie lief, gelegt wurde. Songs von Laibach, Einstürzende Neubauten, Frankie goes to Hollywood, Pink Floyd, Frank Zappa, PJ Harvey, Status Quo, Beatles dudelten über den Film hinweg, was ich als ziemlich ärgerlich empfand, da es mich oft total aus dem Film brachte. Oft bei Dialog Szenen, sprich Texttafeln, setzten dann die Lyrics des Songs ein und ich wurde fast wahnsinnig. Fast wär ich rausgegangen und hätte mir den Film zu Hause zu Ende angesehen. Der Film hielt mich dann natürlich bis zum Ende. Später im Anschluß moserte ich ein wenig, war aber noch viel zu nett. Witzigerweise redete auch keiner von den Zuschauern über den grandiosen Film sondern nur wie geil die Songs ja dazu gepasst hätten. Oh mann ! Dabei hab ich ja nix gegen die Bands aber doch bitte nicht als Musikuntermalung eines Stummfilms. Mußte jedenfalls während des Sehens innerlich sehr gegen eine Videoclip Ästhetisierung kämpfen. Ziemlich übel.
Jeder Film schreibt Geschichte. Um Filmgeschichte zu verstehen muss man Film immer im geschichtlichen und natürlich im Genrespezifischen Kontext sehen. So ist das und nicht anders.

#56 sicomastik

    Schlundforscher

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Geschrieben 25. Juli 2014, 21:59

Beitrag anzeigenShort Cut sagte am 25. Juli 2014, 20:26:

The Crowd
1928
(King Vidor)
10/10 *

Ein ergreifendes, wahrhaftiges und symmetrisches Erlebnis, welches in diesen frühen Hollywood Jahren, wohl nur John Ford (Sico) und Griffith so hinbekommen haben.
Absoluteste Zustimmung. Vidor war in Hollywood in den 1920ern vielleicht der Größte. Sein Manko ist, dass er so unbeständig war und dieses enorm hohe Niveau nicht durchhalten konnte.

Beitrag anzeigenShort Cut sagte am 25. Juli 2014, 20:26:

The Big Parade (Kino)
1925
(King Vidor)
10/10

Was mir allerdings den Film sehr verhunzt hat, war die Vertonung des Duos Dr. Proll. Von Vertonung kann auch gar nicht die Rede sein, eher von einem DJ-Set welches über den Film, der in einer restaurierten 16mm Kopie lief, gelegt wurde. Songs von Laibach, Einstürzende Neubauten, Frankie goes to Hollywood, Pink Floyd, Frank Zappa, PJ Harvey, Status Quo, Beatles dudelten über den Film hinweg, was ich als ziemlich ärgerlich empfand, da es mich oft total aus dem Film brachte. Oft bei Dialog Szenen, sprich Texttafeln, setzten dann die Lyrics des Songs ein und ich wurde fast wahnsinnig. Fast wär ich rausgegangen und hätte mir den Film zu Hause zu Ende angesehen. Der Film hielt mich dann natürlich bis zum Ende. Später im Anschluß moserte ich ein wenig, war aber noch viel zu nett. Witzigerweise redete auch keiner von den Zuschauern über den grandiosen Film sondern nur wie geil die Songs ja dazu gepasst hätten. Oh mann ! Dabei hab ich ja nix gegen die Bands aber doch bitte nicht als Musikuntermalung eines Stummfilms. Mußte jedenfalls während des Sehens innerlich sehr gegen eine Videoclip Ästhetisierung kämpfen. Ziemlich übel.
WAS!?!

Die Musik des Films wurde extra für ihn komponiert. Das Thema für Melisande hat mich berührt wie kaum ein anderes musikalisches Figurenthema. Die Verantwortlichen sollte man an ihren Eiern bzw. an Fleischerhaken aufhängen. :mad:

#57 sicomastik

    Schlundforscher

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Geschrieben 26. Juli 2014, 02:20

ICH SPUCK' AUF DEIN GRAB

Erschütternde Selbstfindung einer Frau. Roger Ebert meinte, dass ICH SPUCK' AUF DEIN GRAB (1978) der schlechteste Film sei, der je gedreht wurde. Ein weiterer Grund, warum er was Kritik an Filmen angeht ein Vollidiot war.

#58 Short Cut

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Geschrieben 26. Juli 2014, 13:24

Zitat

Die Musik des Films wurde extra für ihn komponiert. Das Thema für Melisande hat mich berührt wie kaum ein anderes musikalisches Figurenthema. Die Verantwortlichen sollte man an ihren Eiern bzw. an Fleischerhaken aufhängen.
Das macht es demnach ja noch schlimmer. Habe im Grunde ja nichts gegen eine Neuvertonung aber bitte nicht so, denn das hatte mit Vertonung nichts zu tun und arbeitete nur gegen den Film. Ein Freund, der eigentlich mitkommen wollte, war auch schwer am meckern, der wär, wie ich ihn kenne, auch wirklich aufgestanden und hätte den Machern eins in die Schnauze gehauen. Nun denn....
Jeder Film schreibt Geschichte. Um Filmgeschichte zu verstehen muss man Film immer im geschichtlichen und natürlich im Genrespezifischen Kontext sehen. So ist das und nicht anders.

#59 Ubaldo Terzani

    Reader discretion is advised, lan

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Geschrieben 26. Juli 2014, 18:28

ubaldo nachher:

Eingefügtes Bild

#60 Smergo

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Geschrieben 28. Juli 2014, 07:54

Snuff (1976)
Was für ein dreckiges, überhitzt-fiebriges Stück Exploitation auf dem schmalen Grat zwischen Trash (die englische Synchro!) und hochexplosivem Wahnsinn (Etwa die Szene, in der plötzlich, wie aus heiterem Himmel, eine Diskussion gestartet wird, ob es moralisch vertretbar ist, dass der deutsche Waffenhändler Waffen an die Feinde Israels verkauft).





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