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Kurzkommentare Juni 2014 - Filmforen.de

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Kurzkommentare Juni 2014

geteiltes leid is halbe freud been there seen it

70 Antworten in diesem Thema

#1 The Critic

    Mad rabbits, mad world

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Geschrieben 02. Juni 2014, 01:14

(1) Hier kommen alle Kurzurteile über gerade gesehene Filme rein, die man zwar mitteilen will, aber eben nicht in einem neuen Filmtagebuch-Eintrag oder Forenthema.

(2) Falls sich eine Diskussion aus einem solchen Urteil entwickeln sollte, behalten sich die Moderatoren das Recht vor, diese in einen eigenen Thread abzuspalten.

(3) Jeden Monatsanfang wird ein neuer Kurzkommentar-Thread mit dem Thementitel "Kurzkommentare [Monat] [Jahr]" erstellt. Jedes Mitglied darf dies machen, soweit es noch nicht geschehen ist. Wichtig ist dabei nur, diesen Text immer als ersten Beitrag einzufügen!

(4) Hier ist das Archiv der bisherigen Kurzkommentare.

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#2 Ubaldo Terzani

    Reader discretion is advised, lan

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Geschrieben 03. Juni 2014, 21:52

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#3 sicomastik

    Schlundforscher

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Geschrieben 03. Juni 2014, 22:26

DIE EINSTEIGER



#4 Ubaldo Terzani

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Geschrieben 03. Juni 2014, 22:34

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#5 Mr. Bungle

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Geschrieben 04. Juni 2014, 09:26

zuletzt gesehen? die french open. irgendwer schlug auf. bin eingeschlafen.
Radieschen waren die Cleveren und Kartoffeln die Polizisten

#6 wowie

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Geschrieben 04. Juni 2014, 16:20

die stöhnen da mehr rum als in jedem porno :D
naja, maybe sm porno, da kenn ich mich aber nich so aus... gebe weiter an ... ;)
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#7 sicomastik

    Schlundforscher

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Geschrieben 05. Juni 2014, 22:55

ZWEI VOM ALTEN SCHLAG

Wow, das hätte ich nicht erwartet. Ich dachte eine typische auf Zoten und Arschloch-Gags ausgerichtete Komödie präsentiert zu bekommen und dann war es ein Film über das Altern, Verantwortung und Neubeginne. Angenehm ruhig und schlitzohrig inszeniert und fantastisch gespielt. Alan Arkin, mein Schauspielgott, in einem Film mit Stallone (mein Kampfidol) und Robert DeNiro.

#8 Mr. Bungle

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Geschrieben 05. Juni 2014, 22:55

die vernehmliche äußerung körperlicher anstrengung, und sei sie auch nur vorgetäuscht, dient der fortwährenden konsolidierung eines spielcharakterisierenden schlagrhythmus'.
Radieschen waren die Cleveren und Kartoffeln die Polizisten

#9 sicomastik

    Schlundforscher

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Geschrieben 05. Juni 2014, 23:06

Beitrag anzeigenMr. Bungle sagte am 05. Juni 2014, 22:55:

die vernehmliche äußerung körperlicher anstrengung, und sei sie auch nur vorgetäuscht, dient der fortwährenden konsolidierung eines spielcharakterisierenden schlagrhythmus'.
Halte ich für zweifelhaft in den meisten Punkten der Aussage.

#10 Mr. Bungle

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Geschrieben 06. Juni 2014, 06:24

Beitrag anzeigensicomastik sagte am 05. Juni 2014, 23:06:

Halte ich für zweifelhaft in den meisten Punkten der Aussage.
in bezug auf den tennissport...meiner erfahrung nach...
Radieschen waren die Cleveren und Kartoffeln die Polizisten

#11 Mr. Bungle

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Geschrieben 06. Juni 2014, 06:26

oder: wenn dich diese einschränkung nicht zufrieden gestellt haben sollte, wüsste ich gern inwiefern.
Radieschen waren die Cleveren und Kartoffeln die Polizisten

#12 sicomastik

    Schlundforscher

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Geschrieben 06. Juni 2014, 07:54

Ach, eigentlich wollte ich Dich nur mal zu einer direkten Reaktion bewegen. Tatsächlich hatte ich Dich aber so verstanden, dass Du meintest, dass das Stöhnen der Spielerinnen nicht vonnöten wäre bzw. dass es körperliche Anstrengung suggerieren könne, wo keine ist und ich einfach nur der Annahme bin, dass das Stöhnen der Spielerinnen immer bedeutet, dass sie sich anstrengen und während des Spiels keine vorgetäuschten Anstrengungen zu vernehmen sind. Und das es zu einem Konsolidierungsprozess führt halte ich, wenn man selbst spielt, eher für etwas, was man während des Spiels lediglich so wahrnimmt weil es zu einem Ineinandergreifen motorischer und rezeptorischer Mechanismen kommt, die höhere Hirnfunktionen rationalen Denkens eher fließen lassen, aber der Wunsch nach Struktur dieser Funktionen der lediglichen Äußerung körperlicher Anstrengung mehr konsolidierende Funktion zusprechen möchte, als tatsächlich vorhanden. Was im Zeitalter von Power-Tennis anders sein mag, wo das Stöhnen Ende der 80er gezielt von einigen Trainern eingeführt wurde, aber auch da denke ich, dient es eher einem "Herausstöhnen" und nicht unbedingt einer Konsolidierung. Wenn man nicht selbst spielt, ist man in seiner Wahrnemung eines Tennis-Matchs ja sowieso soweit davon distanziert, dass alles wie ein Räderwerk ineinandergreifen kann. Dann können auch die Bewegungen der Balljungen zum Spielrhythmus beitragen. Letztlich bin ich auf diese Überlegungen auch mehr aufgrund der Art Deiner Formulierung gekommen, da diese mich ein wenig an eine Gebrauchsanleitung erinnert hat.

#13 Mr. Bungle

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Geschrieben 06. Juni 2014, 10:11

die der zu bewältigenden bewegung inhärente anstrengung kann als solche aufgrund der individuellen, bedarfstypischen umgestaltung ihrer voraussetzungen an spürbarer bedeutung verlieren. vielmehr bliebe dann eine imaginierte zurück. verschmelzung findet statt. das tatsächlich anstrengende, mitnichten erlitten, vielmehr routiniert beherrscht, unaufgeregt ertragen, scheint nicht mehr anzustrengen, erfährt sublimierung, nunmehr dem zwecke dienend, die eigene wehrhaftigkeit dem gegenüber, gegen dessen widerstand man ankämpft, zu demonstrieren, diesem demnach mitzuteilen, steigerungsfähiger, aggressiver als dieser handeln zu können. um dies zu erreichen, ist es unerlässlich, sich gänzlich zu überantworten, und zwar dem rhythmitisierenden streben immergleicher, aufeinander abgestimmter bewegungen, in richtung einer sich näher aneinander drängenden zuspitzung, vereinenden vereinheitlichung, finalen entladung. ich erlebte solche momente sekundenlang. sie waschen mich rein von all dem zähen überzug, der schlacke, die sich angesammelt, auf meinen breiten schultern, dank der zahllosigkeit ermattender stunde. beispiel: rafael nadal hebt zuweilen nicht deswegen an, zu stöhnen, weil er glaubt, kundtun zu müssen, es ginge schwer (das gegenteilige ist gleichwohl ebenso denkbar: nadal gibt zu, dass es für ihn schwieriger geworden sei, er aber trotz allem und gerade deshalb erst recht nicht willens wäre, aufzustecken), sondern um anzuzeigen, sogleich einen ganz besonderen schlag vorbereiten zu wollen oder um dem kombattanten zu antworten, da der bereits zuvor angemeldet, bald nicht mehr zu können. nadals replik also wäre dann: ich kann länger.
Radieschen waren die Cleveren und Kartoffeln die Polizisten

#14 sicomastik

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Geschrieben 06. Juni 2014, 12:13

Beitrag anzeigenMr. Bungle sagte am 06. Juni 2014, 10:11:

die der zu bewältigenden bewegung inhärente anstrengung kann als solche aufgrund der individuellen, bedarfstypischen umgestaltung ihrer voraussetzungen an spürbarer bedeutung verlieren. vielmehr bliebe dann eine imaginierte zurück.
Genau, eine imaginierte, keine vorgetäuschte.

Beitrag anzeigenMr. Bungle sagte am 06. Juni 2014, 10:11:

verschmelzung findet statt. das tatsächlich anstrengende, mitnichten erlitten, vielmehr routiniert beherrscht, unaufgeregt ertragen, scheint nicht mehr anzustrengen, erfährt sublimierung, nunmehr dem zwecke dienend, die eigene wehrhaftigkeit dem gegenüber, gegen dessen widerstand man ankämpft, zu demonstrieren, diesem demnach mitzuteilen, steigerungsfähiger, aggressiver als dieser handeln zu können.
Eine Art von "erleiden" geht mit jeder körperlichen Anstrengung einher, auch wenn dies durch Routine verdrängt wird. Ich denke, ich verstehe Dich schon, sprichst Du hier von einem Zustand bewusster Transzendenz, der das Stöhnen an sich zu einem übergeordneten Prinzip erhebt. Sublimierung kannst Du wohl nicht wirklich meinen, denn dann würde das Stöhnen allein das Spiel entscheiden (selbst wenn Du den Schläger nicht in die Hand nimmst) und das ist dann doch etwas komplexitätsreduzierend bzw. lädt den Vorgang ungehörig durch Eigenempfinden auf. Und als "unaufgeregt ertragen" ist das Geschreie zweier Kontrahenten für eine Außenwelt wohl eher nicht zu bezeichnen.

Beitrag anzeigenMr. Bungle sagte am 06. Juni 2014, 10:11:

um dies zu erreichen, ist es unerlässlich, sich gänzlich zu überantworten, und zwar dem rhythmitisierenden streben immergleicher, aufeinander abgestimmter bewegungen, in richtung einer sich näher aneinander drängenden zuspitzung, vereinenden vereinheitlichung, finalen entladung.
Ich war nie ein intensiver Tennis-Spieler (mein Sport war Badminton), aber was Du weiter oben benennst, ist ja eher eine Umdeutung des Begriffs in Richtung Kommunikationsmittel. Was Du in diesem Absatz beschreibst, geht ja wieder in Richtung der Imagination. Ob Du diese Empfindungen ohne beim Spiel zu stöhnen nicht hättest oder, um auf den tatsächlich utilitaristischen Aspekt zu kommen, das fehlende Stöhnen Dein Spiel nachweislich verschlechtern würde, ist die Frage. Aber sowas voneinander zu trennen ist schwer und muss ja auch gar nicht beantwortet werden. Es war nur ein Gedankenspiel meinerseits. Zumal es in Deiner Beschreibung ja wohl auch vorrangig um eine Leistungssteigerung geht. Wenn das Stöhnen Deinen Schlagrhythmus konsolidiert, wäre die Frage, wie Du aus diesem wieder rauskämest, wenn der Gegner das Tempo verlangsamt. Dann würden ja Deine Reflexe und Deine Motorik den Rhythmus bestimmen, nicht das Stöhnen. Aber, ich glaube, ich denke da zu weit und zu sehr Fürwort.

Beitrag anzeigenMr. Bungle sagte am 06. Juni 2014, 10:11:

beispiel: rafael nadal hebt zuweilen nicht deswegen an, zu stöhnen, weil er glaubt, kundtun zu müssen, es ginge schwer (das gegenteilige ist gleichwohl ebenso denkbar: nadal gibt zu, dass es für ihn schwieriger geworden sei, er aber trotz allem und gerade deshalb erst recht nicht willens wäre, aufzustecken), sondern um anzuzeigen, sogleich einen ganz besonderen schlag vorbereiten zu wollen oder um dem kombattanten zu antworten, da der bereits zuvor angemeldet, bald nicht mehr zu können. nadals replik also wäre dann: ich kann länger.
Auch da befinden wir uns ja wieder im Bereich des Stöhnens als Kommunikationsmittel, nicht der motorischen Konsolidierung, welches von einer nativen Ausdrucksform in eine interindividuelle und spielabhängige Bedeutung der Ausdrucksform übertragen wird.

Beitrag anzeigenMr. Bungle sagte am 06. Juni 2014, 10:11:

sie waschen mich rein von all dem zähen überzug, der schlacke, die sich angesammelt, auf meinen breiten schultern, dank der zahllosigkeit ermattender stunde.
Jetzt bedauere ich Atlas, dass ihm die Möglichkeit verweigert war Tennis zu spielen.

#15 Mr. Bungle

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Geschrieben 07. Juni 2014, 10:07

meines erachtens ist der dialog zwischen den kombattanten, der durch das stöhnen angestossen wurde, auch ein imaginierter. meinem empfinden nach entwickelt sich das denken vor allem während des schreibens und in einer endgültigen aussage wie dieser verbirgt sich die pflicht, sie zu revidieren, auszudifferenzieren. insofern geht dein denken sicherlich nicht zu weit und meines greift nicht zu kurz (sicherlich schon, für den jeweiligen moment) bzw. bilde ich mir ein, dem wäre so. eine spielentscheidende verbesserung führt die sublimierung gebündelter kräfte mitunter herbei, gleichwohl ist dies nicht vorrangig ihr ziel. vom spielgeschehen per se enfternt man sich idealerweise währenddessen, obschon gleichzeitig tiefer in dieses eindringend.

gerade die anstrengung, auslöser des stöhnens, wird davon überlagert, verliert an festigkeit und wandelt sich zu etwas fließendem, gebiert ein eigentümliches, wirkmächtiges fluidum, das energetisches potential entfaltet. daraus entsteht erneut bewegung, jedoch verändert.
eine verlangsamung des schlagrhythmus` unterbricht diesen zwangsläufig sogar, vor allem aber gebietet sie steter potenzierung einhalt.
besagtes stöhnen, welches zuvor motorische ablaufmuster wesentlich mitbestimmte, verstummt. zurück bliebe nackte bewegung, unbestritten.

„unaufgeregt erträgt“ er, der spieler, es, poetisch gesprochen. was der zuschauer darüber denken mag, scheint mir zweitrangig.
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#16 sicomastik

    Schlundforscher

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Geschrieben 07. Juni 2014, 11:20

Es hat für mich sowohl etwas Erstaunliches, wie aber auch Beruhigendes, wie wir hier geistig harmonieren. Schade, dass Du Dich so rar machst, da Deine Gedanken, wenn man sich von Deinem Stil nicht beirren lässt, so klar und nachvollziehbar sind.

#17 sicomastik

    Schlundforscher

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Geschrieben 08. Juni 2014, 22:05

UNTER DER SEE

Der sechste Tonfilm Fords ist ein absolutes Routineprodukt. Die FOX wollte gerne einen U-Boot-Film, doch anders als MEN WITHOUT WOMEN sollte hier alles ganz konventionell in Ereignisse um WWI eingewoben sein. So inszeniert Ford das Ganze als Gentleman-Fight, bei dem kaum jemand zu Schaden kommt. Vielmehr interessant, weil Ford alle Beteiligten, ganz auf Authentizität bedacht, in ihrer jeweiligen Landessprache sprechen lässt, ohne Untertitel und so Figuren wie Zuschauer in einem sprachlichen Babylon leben. Auch die Verweigerung des Happy Ends mit einem konsterniert dreinblickenden George O'Brien ist erwähnenswert.


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NINJA TERMINATOR

Einer der besten "Godfrey Hos".

EINER GEGEN DAS IMPERIUM

Die Kinderquatsch-Version von Fulcis CONQUEST.

ENEMIES CLOSER

Insgesamt enttäuschender, kleiner Film eines Regie-Titanen. Van Damme jedoch ist herrlich.

12 UHR MITTAGS

Nach 30 Jahren, mehr als 20 Sichtungen und einem Berg an mehr Wissen über das Kino wurde ich bei dieser Betrachtung so abgefickt und umarmt, dass ich nur sagen kann: MEISTERWERK!

THE BRAT

Fords siebter Tonfilm handelt von einer 17-jährigen, frühreifen Göre, die einem älteren Schriftsteller nicht nur den Kopf verdreht, sondern seine Spießerfamilie ordentlich auf Vordermann bringt. Inszenatorisch zurückhaltend, orientiert Ford sich sehr am Theaterstück, aber scheint es zu mögen genüßlich mit der Aufbrechung moralischer Konventionen zu spielen.

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#18 sicomastik

    Schlundforscher

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Geschrieben 09. Juni 2014, 00:00

ARROWSMITH

Fords achter Tonfilm ist ein weiterer Sprung nach vorn und bedeutete einen enormen Boost für seine Karriere. Da man ihn bei FOX einfach nicht an die ganz großen Filme, die Aushängeschild-Produktionen fürs jeweilige Kinojahr, ranließ musste jemand anders seine Fähigkeiten erkennen. So war es ausgerechnet Samuel Goldwyn, der sich Ford ausborgte, um eine Anspruchs-Produktion umsetzen zu lassen. Außer MEN WITHOUT WOMEN, den Ford an sich gerissen hatte, waren seine sonstigen Tonfilme eher dem einfachen Unterhaltungssegment zuzuordnen. ARROWSMITH wurde nicht nur in wesentlich aufwendigeren Kulissen gedreht, er bot auch schon die literarisch komplexere Vorlage. Ford schafft es tatsächlich einen Brückenschlag von fast 100 Jahren in 4 Minuten abzuhandeln, wenn der durch den Pioniergeist seiner Großmutter inspirierte Knirps Martin Arrowsmith den Gedanken verfolgt Arzt zu werden. Doch er will nicht nur Arzt werden, er will die Welt retten. Angetrieben vom Forschergeist bittet er als junger Student bei dem deutschen Genie Max Gottlieb um eine Assistenzstelle. Dieser verweist darauf, dass man es im Blut haben muss, Wissenschaftler zu sein. Sonst dümpelt man nur vor sich hin. Im Weiteren wird Ford in diesem hyperkomplexen Film aufzeigen, inwiefern "das Forschergen" selbst zur Seuche wird, die Arrowsmith versucht zu bekämpfen. Nach einer gescheiterten Karriere als Landarzt, nach einer überstürzten Heirat, aber der gleichzeitigen Entdeckung eines neuen Serums gegen Rinderseuche, wird er an ein Elite-Institut berufen, um etwas zu entwickeln, von dem er nicht weiß, wie es wirkt. Es heilt, aber niemand weiß warum. Als auf den west-indischen Inseln die Beulenpest ausbricht, kommt das Institut, welches an einen Verkauf des neuen Serums an einen Konzern interessiert ist, auf die Idee Tausende von Menschen als Versuchskaninchen zu nutzen, um den Wirkstoff besser zu erforschen. Arrowsmith selbst soll entscheiden, wie viele die Kontrollgruppe sein dürfen, die das Placebo bekommen. An einer Heilung der Seuche ist niemand interessiert. Es bedarf einer persönlichen Katastrophe, dass Arrowsmith allen das Serum verabreicht, im Suff und Wahn jedoch, und am Ende die Bankrotterklärung seines Lebens unterschreiben darf, die er versucht in einem regressiven Anfall naiver Weltflucht zu überspielen. Vor allem Murnaus DER GANG IN DIE NACHT lässt sich hier öfters finden (der Schlaganfall des Mentors ist übergriffig inszeniert), eine unglaubliche Abrechnung mit einem Mann, der erst erkennt, was ihm das Wichtigste war, als es zu spät ist und dann die Karre schließlich absichtlich gegen die Wand fahren lässt, um sich in Selbstverklärung noch als Helden zu interpretieren. Voll von codierten, gesellschaftskritischen Anspielungen. Die Zensur entfernte noch Arrowsmiths Liebesaffäre zu einer femme fatale, aber das schadet nicht. John Ford, der in seiner Karriere beispiellose 6 (!) Oscars als bester Regisseur erhielt (wird wohl nie übertroffen werden) wurde hier, für die Fachwelt völlig überraschend, zum ersten Mal überhaupt für einen nominiert und alle fragten sich nur: "Eine Oscar-Nominierung für John Ford? Soll das ein Witz sein?" Der Film änderte seine Reputation in Hollywood in einem so entscheidenden Maße, wie dies erst DER VERRÄTER steigern konnte. Nebenbei auch interessant, weil Ford die erste schwarze Hauptfigur und den ersten schwarzen Hauptdarsteller in einer Hollywood-A-Klasse-Vorzeige-Produktion inszenierte, der kein "Bimbo" ist.

Der Pioniergeist der Großmutter schwebt über allem

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Lee setzt durch, dass man ihren Mann gefälligst unterstützt

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Brechen mit der Landarzt-Idylle. Arrowsmith konnte ein Kind nicht retten

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Pandemien sind ein globales Problem

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Die weißen Regierungsvertreter sind entsetzt, dass sie als Versuchskaninchen herhalten sollen

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Marchand ist bereit Arrowsmith zu helfen, wenn der seinen Leuten hilft

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Lee droht an den ständigen Toten-Prozessionen wahnsinnig zu werden

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Lee geht selbst ins Totenreich ein

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Arrowsmith gibt das Serum nicht aufgrund menschlicher Nächstenliebe, sondern aufgrund von Suff und Wahnsinn frei

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Sein Mentor fällt bei der Dämmerstunde des Schlaganfalls in die deutsche Sprache zurück

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DIe allerletzte Einstellung zeigt Arrowsmith in der Unschärfe. Sein Handeln folgt einem Wunschtraum

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#19 Short Cut

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Geschrieben 09. Juni 2014, 17:16

Hey Sico, sag mal willst Du Deine umfangreichen, extrem aufschlussreichen Ford Texte nicht lieber innerhalb des FTBs veröffentlichen, wo man sie auch gleich in das Register einspeisen kann ? Besonders im Hinblick auf Deinen letzten Text macht das doch Sinn oder ? :)
Jeder Film schreibt Geschichte. Um Filmgeschichte zu verstehen muss man Film immer im geschichtlichen und natürlich im Genrespezifischen Kontext sehen. So ist das und nicht anders.

#20 Ubaldo Terzani

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Geschrieben 10. Juni 2014, 16:40

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#21 Ubaldo Terzani

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Geschrieben 10. Juni 2014, 16:41

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#22 Ubaldo Terzani

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Geschrieben 10. Juni 2014, 16:44

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#23 Ubaldo Terzani

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Geschrieben 10. Juni 2014, 16:46

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#24 Ubaldo Terzani

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Geschrieben 10. Juni 2014, 16:48

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#25 Ubaldo Terzani

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Geschrieben 10. Juni 2014, 16:50

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#26 sicomastik

    Schlundforscher

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Geschrieben 10. Juni 2014, 23:27

GUNMAN

Enttäuschende Fortsetzung des Krachers KALIBER 38 - GENAU ZWISCHEN DIE AUGEN. Da reißt auch Antonio Sabato nix.

TRANSFORMERS III

Wie die meisten Michael-Bay-Filme sind die ersten 60 - 70 Minuten ganz unterhaltsam und die zweiten 60 - 70 Minuten versinken zunehmend in uninspiriert inszeniertem Getöse. Dazu geradezu popelig in der Ausstattung. Bei MASTERS OF THE UNIVERSE (1986) regten sich einige Personen auf, als Skeletor, mitten in der Nacht, durch ein Dimensionstor in unsere Welt eindringt und keine Menschen auf der Straße zu sehen sind, oder aus Fenstern gucken. Das war eine Einkaufsstraße in einer Kleinstadt, wo er ankam, wo die Geschäfte nachts geschlossen waren und eben kein Mensch auf der Straße war. Hier findet mitten am Tag ein Kampf im Zentrum von Chicago statt - allein im Zentrum haben wir eine Einwohnerzahl von über 2,7 Millionen - und wir sehen nicht einen Menschen während des Kampfes, der die gesamte Stadt zerstört, davonlaufen oder aus dem Fenster gucken. Dies schien niemanden zu verwundern. Die Kulissen sind jederzeit als solche erkennbar, die Effekte undifferenziert. Der Film funktioniert nicht mal als Spektakel.

SARTANA - NOCH WARM UND SCHON SAND DRAUF

Dritter Teil der Sartana-Filme. Rainer Brandt hat sich vor der Dialogregie einen reingekifft und lässt Sprüche ab wie:

Sartana, bevor er vier Typen abknallt:

Typ: "Verschwinde, oder wir blasen dich weg."

Sartana: "Wer bläst hier wem einen?"

Sartana, als er ein Anwesen in die Luft sprengt:

Typ 1: "Wasn das fürn Krach?"

Typ 2: "Das ist der Nikolaus. Der scheißt dir ins Stiefelchen!"

Sartana erklärt seinen Reichtum:

Tussie: "Sind Sie auch Goldsucher?"

Sartana: "Ja, nur suche ich es in den Taschen anderer, mit meine Jebetbuchse, ..., nech, ... (unverständliches Gemurmel), ..., Woale,... hmmm,...."

Sartana zum chinesischen Gangsterboss, den er bittet genauer hinzusehen:

"Wenn du mal das Geschlitzte darauf werfen würdest."

Weiterhin:

Sartana: "Hast ja Malessen middie Füße. Oi, da widde Linse feucht, der janze Nuttenkoffer voller Knete."

Als Sartana den gefälschten Gold-Nugget dem chinesischen Gangsterboss auf den Tisch legt:

"Das kannst du deinem Konfusius zu Ostern als Praline schenken. Sieht zwar aus wie Pferdeapfel, riecht aber anders."

#27 sicomastik

    Schlundforscher

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Geschrieben 11. Juni 2014, 01:45

Beitrag anzeigenShort Cut sagte am 09. Juni 2014, 17:16:

Hey Sico, sag mal willst Du Deine umfangreichen, extrem aufschlussreichen Ford Texte nicht lieber innerhalb des FTBs veröffentlichen, wo man sie auch gleich in das Register einspeisen kann ? Besonders im Hinblick auf Deinen letzten Text macht das doch Sinn oder ? :)
Mit der Aufgabe meines Außenseiter-Accounts habe ich auch jegliche FTB-Ambitionen aufgegeben. Entweder mache ich es noch mal richtig, oder gar nicht. Gar nicht bedeutet eben, höchstens mal Geschreibsel hier in diesem Thread, weil ich noch irgendwas loswerden muss. Aber auch das ist nicht beständig, weil unvollständig. Mein Bedürfnis anderen meine Eindrücke mitzuteilen ist in den letzten 15 Jahren gen Null gegangen.

#28 wowie

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Geschrieben 11. Juni 2014, 06:00

grandioser stöhn-diskurs, seh ich ja jetz erst.
Gibts eigentlich interviews von Tennisspielern dazu :D muss gleich mal gucken....


@sico
done is better then perfect ;)
Unterstützer der Petition zur aufnahme sico's "imperfekten" filmbesprechungen ins ftb bei einem 1:1 Verhältnis plus etwaigem Hinweis.

Alternative Sammlung in speziellem Thread auch möglich.

:D
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#29 wowie

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Geschrieben 11. Juni 2014, 06:46

Metropia
sehr interessanter mix
8.3

Le Weekend
hm ja schwierig zu bewerten. An sich gut, aber irgendwo auch nicht neu, recht "unpraktisch" und unglaubwürdig.

Grudge Match
ich fands herrrlich, diese Transition zwischen film, film hommage, zeitgeist etc
Dazu die zwei alten, neben Sean Connery wohl bekanntesten männlichen Ur-Typen und Autoritäten des maskulinen Geschlechts... entfaltet seine ganz eigene lyrische Qualität ;)
DeNiro im Ring am Ende ... wow!!!
8...

hab neulich noch einen gesehen mit einer ähnlich krassen Transition ... kann mich nicht erinnern.
Der Lego Film is aber auch recht gut was das angeht.

Michael Kohlhaas
"und man nimmt keine Geschenke an. Es schenken nur die die Angst haben"
das einzig halbwegs kritisierbare an dem film ;)
8...
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#30 The Critic

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Geschrieben 11. Juni 2014, 10:08

Beitrag anzeigensicomastik sagte am 11. Juni 2014, 01:45:

Mit der Aufgabe meines Außenseiter-Accounts habe ich auch jegliche FTB-Ambitionen aufgegeben. Entweder mache ich es noch mal richtig, oder gar nicht. Gar nicht bedeutet eben, höchstens mal Geschreibsel hier in diesem Thread, weil ich noch irgendwas loswerden muss. Aber auch das ist nicht beständig, weil unvollständig. Mein Bedürfnis anderen meine Eindrücke mitzuteilen ist in den letzten 15 Jahren gen Null gegangen.

Verständlich. Wenn ich aber anmerken dürfte: Deine Texte sind kein Geschreibsel und geben weit mehr als Eindrücke wieder. Häufig beinhalten sie analytische Gedanken und Fakten, die mir unbekannt waren. Insofern finde ich es schade, daß, so unvollständig Dir diese Texte auch erscheinen, sie auf dem Boden des Kurzkommentarthreads verstreut liegen.

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