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Kurzkommentare 08 2013 - Filmforen.de

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Kurzkommentare 08 2013



118 Antworten in diesem Thema

#1 Ubaldo Terzani

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Geschrieben 01. August 2013, 22:02

(1) Hier kommen alle Kurzurteile über gerade gesehene Filme rein, die man zwar mitteilen will, aber eben nicht in einem neuen Filmtagebuch-Eintrag oder Forenthema.

(2) Falls sich eine Diskussion aus einem solchen Urteil entwickeln sollte, behalten sich die Moderatoren das Recht vor, diese in einen eigenen Thread abzuspalten.

(3) Jeden Monatsanfang wird ein neuer Kurzkommentar-Thread mit dem Thementitel "Kurzkommentare [Monat] [Jahr]" erstellt. Jedes Mitglied darf dies machen, soweit es noch nicht geschehen ist. Wichtig ist dabei nur, diesen Text immer als ersten Beitrag einzufügen!

(4) Hier ist das Archiv der bisherigen Kurzkommentare.

#2 Ubaldo Terzani

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Geschrieben 01. August 2013, 22:07

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#3 Ubaldo Terzani

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Geschrieben 03. August 2013, 15:02

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#4 The Critic

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Geschrieben 03. August 2013, 21:52

Gimme Gimme Gimme

Vermutlich zu Recht verrissen von aller Welt. ABER: Kathy Burke als Lindy ist abso-fucking-lutely hilarious. Die Gesichter, die sie zieht, selbst wenn sie gar nicht im Zentrum des Geschehens ist. Am besten gefällt mir ihr "Ich bin total leer, aber vollkommen zufrieden mit mir" Gesicht. James Dreyfus dagegen ist eine grauenvolle Parodie auf ein Schwulenklischee.

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#5 Ubaldo Terzani

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Geschrieben 04. August 2013, 14:23

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#6 The Critic

    Mad rabbits, mad world

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Geschrieben 05. August 2013, 06:50

Kill list

Mysteriös, magisch, monströs. Fordert den Zuschauer zur Mitarbeit, was leider heute eine seltene Qualität ist. Wir können nie hundertprozentig unserer Einschätzung des Geschehens trauen, neue Begebenheiten stellen alte Gewißheiten infrage. Stoff, aus dem Klassiker gemacht werden.

Sightseers

Die boshafte Variante von Nuts in May und hat auch Elemente von Muxmäuschenstill. Oder auch Bonnie und Clyde des englischen Hinterlandes in Regenmänteln. Während Clyde von Anfang an ausgeformt ist, durchläuft Bonnie alle Stufen der Entwicklung bis zum ultimativen Mord. Stilistisch ähnlich gelagert wie Kill list, trägt den Film eine gänzlich andere, melancholische Stimmung. Und hat Muttter es nicht vorher gewußt? Hat sie nicht? Eben.

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#7 Frank Raber

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Geschrieben 05. August 2013, 12:06

Gestern Zweitsichtungen im TV.


Wall Street: Money Never Sleeps

Goethe setzte sich bekanntlich auch mit dem Werk John Lockes auseinander und hatte beruflich mit dem Arbeitsbereich Wirtschaft zu tun. Den Gesamt-Faust kann man mit diesem Hintergrund auch auf andere Weise interpretieren. Diesen Zusammenhang im Hinterkopf behaltend, sollte man sich diesen Film durchaus mal anschauen.

Trotz mancher Schwächen eines LaBeouf und manchen Hirnschmerzes, den der Handlungsstrang der Lovestory bereitet, ist dieser Film fast brilliant, jedoch mindestens deutlich herausragend.

85% mit ganz klarer Sichtungsempfehlung


Shooter

Bei der Erstsichtung eher unscheinbar mit Tendenz zur Rambo-mäßigen Übertreibung und Gewöhnlichkeit der allgegenwärtigen Verschwörungstheorien im Stile von Fletchers Visionen.

Aber: Shooter gehört zu der Sorte Film, die bei nochmaliger Sichtung gewinnen, weil man mehr in seiner verborgenen Tiefe erkennt und die Actionsequenzen besser erscheinen.

75% mit Sichtngsempfehlung für einen eher lockeren Sonntagnachmittag in guter Runde

#8 Ubaldo Terzani

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Geschrieben 06. August 2013, 23:30

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ubaldo empfiehlt, beyotchez

#9 Ubaldo Terzani

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Geschrieben 06. August 2013, 23:45

ps:


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ubaldo empfiehlt die nicht, beyotchez

#10 The Critic

    Mad rabbits, mad world

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Geschrieben 07. August 2013, 07:55

Sherlock

Was für eine aufgeblasene Stilonanie. Postmoderne frißt sich selbst.

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#11 Mr. Bungle

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Geschrieben 07. August 2013, 14:21

GANGSTER SQUAD
Die gelackte Kopie von jemandem, der glaubte zu wissen, was sich gehöre: kalkuliertes Ineinanderschütten von Ingredienzien.
Radieschen waren die Cleveren und Kartoffeln die Polizisten

#12 Ubaldo Terzani

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Geschrieben 08. August 2013, 15:19

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#13 Ubaldo Terzani

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Geschrieben 08. August 2013, 20:51

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#14 Bastro

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Geschrieben 08. August 2013, 21:18

Ich fänd's cool, wenn Du eine kurze Einschätzung geben könntest, zur Not auch als Zahlenbewertung.

#15 Ubaldo Terzani

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Geschrieben 08. August 2013, 22:02

ich poste ja gerade deshalb filmposter, damit ich nicht machen muss, was du cool fändest. also mich mit einschätzungen angreifbar machen, mich in diskussionen verwickeln lassen, etc. ich informiere einfach nur darüber, was ich gesehen habe. muss reichen. sorry, lan

#16 Short Cut

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Geschrieben 08. August 2013, 22:42

Body Heat
1981
(Lawrence Kasdan)
9/10

Lange nicht mehr gesehen und immer als einen guten Neo Noir abgetan. Diesmal ist mir bewusst geworden wie dermaßen gut Kasdans Debut eigentlich ist. Ich hab mich ja immer gewundert, warum der in jeder 80er Kanon Liste auftaucht, jetzt weiß ichs. Dabei würde ich ihn nochnichtmal unbedingt als Meisterwerk bezeichnen aber schon wesentlich mehr als ein bloßes 80er Jahre Double Indemnity Double. Kasdans Film ist die totale Verschmelzung des fiebrigen Noirs der 40er und der kalten Ästhetik der 80er. Kathleen Turner ist hier nicht nur Femme Fatale sondern sie ist Teil eines Systems an dem Willie Hurt nur zu gern dran verdienen würde. Das Gesetz des Geldes. Rourkes „Feel like a number“ Einlage ist da schon eine gute Vorlage. Meisterhaft auch die Szene in der Hurt im Nebel die Leiche wegfährt um dann später mit dem Anwalt und allen Beteiligten in einem Raum zusitzen und jeder sich gleichzeitig seine Kippe anzündet. Wie hier Postmodernismus und Zitatenspiel zusammenläuft ist meisterlich. Ganz, großer Film !

The Rules of Attraction
2002
(Roger Avary)
9/10
Zweitsichtung noch besser als die erste letztes Jahr. Avarys Film ist stilistisch so brillant, dass es zum niederknien ist. Schüttelt ganz locker, nebenbei eine der schönsten Split Screen Szenen neuerer Zeit aus dem Ärmel und läßt mich in vielen Szenen pure Poesie erkennen. Zum Soundtrack braucht man nix mehr sagen und dass die Zeitspanne der Vorlage verlegt wurde ist mir mittlerweile auch schnurzpiepe. Bis zum nächsten Mal :)

Ken Park
2002
(Larry Clark, Edward Lachman)
7-9/10

Ich weiß nicht, ich weiß nicht. Hab mich lange nicht mehr mit einem Film so schwer getan. Zuletzt war das bei glaub ich Martyrs von Laughier. Nja..Clarks Film ist natürlich ne ganz andere Nummer. Was ich gut finde und das kann man dem Film auch vorwerfen, dass er nicht in s/w Malerei verfällt und die Eltern als Monster zeigt. Wobei ich mir auch da nicht ganz sicher bin. Es sind die Gegebenheiten, die Verhältnisse, die nicht vorhandene Kommunikation, wie als ob die Teenager auf nem ganz anderen Planeten wohnen als die Eltern und das ins Krasse gewandelt. Deshalb ist die Sex Szene am Ende auch so wichtig in diesem Film. Es gibt allerdings wiederum Szenen in denen es mir schwerfällt hier nicht von Voyeurismus zu sprechen, die wie, Close Up Shots im Splatter Film platziert sind und wiederum gewollte Provokation der reinen Provokation wegen hervorrufen. Ist jetzt zwei Wochen her und der Film grübelt immer noch in meinen Kopf. Wiederum auch ein gutes Zeichen.

How I won the war
1967
(Richard Lester)
9/10

Richard Lesters Frühwerk hat leider immer noch nicht den Stand, der ihm eigentlich gebührt und ist nur durch John Lennons Nebenrolle nicht komplett in Vergessenheit geraten. Zu sehr steht er im Schatten, der ihn überragenden, späteren Filme Mash & Catch 22. Dabei kann man einmal durchaus von einem Vorläufer sprechen. Weiterhin war diese Pop-Art Farce seiner Zeit komplett voraus. Man hat diese Böswilligkeit damals einfach nicht verstanden. Zu surreal und sich über alle britischen Idealvorstellungen, sowie Kriegsfilm-Klischees lustigmachend, konnte dieser Film nicht als Anti-Kriegsfilm gutgeheißen werden. Zugegeben, Lester treibt es auch arg bunt. Tote Soldaten erscheinen in knallbunten Uniformen wieder in der Truppe, Kaugummi-Sammelbildchen von Dünkirchen, Arnheim etc. werden von den Offizieren getauscht („i want school-bombings“), der Score von Lawrence von Arabien während die Truppe durch die Wüste zieht um das perfekte Cricket Feld zu errichten, ein Soldat im Clownskostüm, der zur Unterhaltung der Truppe dient, stützt den guten Ruf der britischen Armee während ein anderer seine Uniform nicht mehr anziehen will und beschimpft wird. Sympathiefiguren gibt es keine und immer wenn eine Szene emotional wird, wird sie gebrochen durch die zb. Herbeieilende Ehefrau des sterbenden Soldaten, die mit ihm schimpft oder die Kamera schwenkt aus dem Geschehen hinaus ins Kino hinein, wo zwei alte Damen sich über das Gesehene auslassen. Lesters Stil ist hier derselbe wie in seinen großartigen Beatles Filmen oder in „The Knack“, den ich auch lange nicht mehr gesehen habe. Was bleibt ist ein pazifistischer Film, der so böse ist, dass er schon fast keinen Spaß mehr macht. Irres, augenöffnendes Kino.
Jeder Film schreibt Geschichte. Um Filmgeschichte zu verstehen muss man Film immer im geschichtlichen und natürlich im Genrespezifischen Kontext sehen. So ist das und nicht anders.

#17 Ubaldo Terzani

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Geschrieben 08. August 2013, 22:50

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#18 The Critic

    Mad rabbits, mad world

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Geschrieben 09. August 2013, 08:51

Riff-Raff

Ken Loach wie immer mit dem Gespür fürs wahre Leben. Fühlt sich echt an, auch wenn der Filmfluß nicht hundertpro gewährleistet ist. Aber scheiße noch mal - Endmaggie sieht aus wie Anfangcameron.

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#19 Noruberuto

    Die mise en scène war wirklich schön!

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Geschrieben 09. August 2013, 17:06

Beitrag anzeigenUbaldo Terzani sagte am 08. August 2013, 22:02:

ich poste ja gerade deshalb filmposter, damit ich nicht machen muss, was du cool fändest. also mich mit einschätzungen angreifbar machen, mich in diskussionen verwickeln lassen, etc. ich informiere einfach nur darüber, was ich gesehen habe. muss reichen. sorry, lan

Das ist ein cooles statement, einerseits. Andererseits: warum dann nicht gleich nur die Filmtitel posten, und sonst nüscht?

Selbst: Contagion.

#20 Bastro

    * peng *

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Geschrieben 09. August 2013, 18:42

GROWN UPS 2: überraschend lustig.

#21 Bastro

    * peng *

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Geschrieben 09. August 2013, 22:43

MAN OF TAI CHI: überraschend toll.

#22 Ubaldo Terzani

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Geschrieben 09. August 2013, 23:02

Beitrag anzeigenNoruberuto79 sagte am 09. August 2013, 17:06:

Das ist ein cooles statement, einerseits. Andererseits: warum dann nicht gleich nur die Filmtitel posten, und sonst nüscht?

wegen der ästhetik des beitrags. und weil filmposter in diesem forum ansonsten nicht sonderlich gewürdigt werden (ist zumindest mein eindruck).

#23 Ubaldo Terzani

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Geschrieben 09. August 2013, 23:30

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#24 Ubaldo Terzani

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Geschrieben 10. August 2013, 01:43

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#25 Funxton

    Avanti, Popolo

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Geschrieben 10. August 2013, 13:06

Beitrag anzeigenShort Cut sagte am 08. August 2013, 22:42:

Body Heat
1981
(Lawrence Kasdan)
9/10

Lange nicht mehr gesehen und immer als einen guten Neo Noir abgetan. Diesmal ist mir bewusst geworden wie dermaßen gut Kasdans Debut eigentlich ist. Ich hab mich ja immer gewundert, warum der in jeder 80er Kanon Liste auftaucht, jetzt weiß ichs. Dabei würde ich ihn nochnichtmal unbedingt als Meisterwerk bezeichnen aber schon wesentlich mehr als ein bloßes 80er Jahre Double Indemnity Double. Kasdans Film ist die totale Verschmelzung des fiebrigen Noirs der 40er und der kalten Ästhetik der 80er. Kathleen Turner ist hier nicht nur Femme Fatale sondern sie ist Teil eines Systems an dem Willie Hurt nur zu gern dran verdienen würde. Das Gesetz des Geldes. Rourkes „Feel like a number“ Einlage ist da schon eine gute Vorlage. Meisterhaft auch die Szene in der Hurt im Nebel die Leiche wegfährt um dann später mit dem Anwalt und allen Beteiligten in einem Raum zusitzen und jeder sich gleichzeitig seine Kippe anzündet. Wie hier Postmodernismus und Zitatenspiel zusammenläuft ist meisterlich. Ganz, großer Film !

The Rules of Attraction
2002
(Roger Avary)
9/10
Zweitsichtung noch besser als die erste letztes Jahr. Avarys Film ist stilistisch so brillant, dass es zum niederknien ist. Schüttelt ganz locker, nebenbei eine der schönsten Split Screen Szenen neuerer Zeit aus dem Ärmel und läßt mich in vielen Szenen pure Poesie erkennen. Zum Soundtrack braucht man nix mehr sagen und dass die Zeitspanne der Vorlage verlegt wurde ist mir mittlerweile auch schnurzpiepe. Bis zum nächsten Mal :)

Ken Park
2002
(Larry Clark, Edward Lachman)
7-9/10

Ich weiß nicht, ich weiß nicht. Hab mich lange nicht mehr mit einem Film so schwer getan. Zuletzt war das bei glaub ich Martyrs von Laughier. Nja..Clarks Film ist natürlich ne ganz andere Nummer. Was ich gut finde und das kann man dem Film auch vorwerfen, dass er nicht in s/w Malerei verfällt und die Eltern als Monster zeigt. Wobei ich mir auch da nicht ganz sicher bin. Es sind die Gegebenheiten, die Verhältnisse, die nicht vorhandene Kommunikation, wie als ob die Teenager auf nem ganz anderen Planeten wohnen als die Eltern und das ins Krasse gewandelt. Deshalb ist die Sex Szene am Ende auch so wichtig in diesem Film. Es gibt allerdings wiederum Szenen in denen es mir schwerfällt hier nicht von Voyeurismus zu sprechen, die wie, Close Up Shots im Splatter Film platziert sind und wiederum gewollte Provokation der reinen Provokation wegen hervorrufen. Ist jetzt zwei Wochen her und der Film grübelt immer noch in meinen Kopf. Wiederum auch ein gutes Zeichen.

How I won the war
1967
(Richard Lester)
9/10

Richard Lesters Frühwerk hat leider immer noch nicht den Stand, der ihm eigentlich gebührt und ist nur durch John Lennons Nebenrolle nicht komplett in Vergessenheit geraten. Zu sehr steht er im Schatten, der ihn überragenden, späteren Filme Mash & Catch 22. Dabei kann man einmal durchaus von einem Vorläufer sprechen. Weiterhin war diese Pop-Art Farce seiner Zeit komplett voraus. Man hat diese Böswilligkeit damals einfach nicht verstanden. Zu surreal und sich über alle britischen Idealvorstellungen, sowie Kriegsfilm-Klischees lustigmachend, konnte dieser Film nicht als Anti-Kriegsfilm gutgeheißen werden. Zugegeben, Lester treibt es auch arg bunt. Tote Soldaten erscheinen in knallbunten Uniformen wieder in der Truppe, Kaugummi-Sammelbildchen von Dünkirchen, Arnheim etc. werden von den Offizieren getauscht („i want school-bombings“), der Score von Lawrence von Arabien während die Truppe durch die Wüste zieht um das perfekte Cricket Feld zu errichten, ein Soldat im Clownskostüm, der zur Unterhaltung der Truppe dient, stützt den guten Ruf der britischen Armee während ein anderer seine Uniform nicht mehr anziehen will und beschimpft wird. Sympathiefiguren gibt es keine und immer wenn eine Szene emotional wird, wird sie gebrochen durch die zb. Herbeieilende Ehefrau des sterbenden Soldaten, die mit ihm schimpft oder die Kamera schwenkt aus dem Geschehen hinaus ins Kino hinein, wo zwei alte Damen sich über das Gesehene auslassen. Lesters Stil ist hier derselbe wie in seinen großartigen Beatles Filmen oder in „The Knack“, den ich auch lange nicht mehr gesehen habe. Was bleibt ist ein pazifistischer Film, der so böse ist, dass er schon fast keinen Spaß mehr macht. Irres, augenöffnendes Kino.

Diese "Kurzkommentare" gehören ins FTB und mit dem Register verlinkt :doc:

gez. Suppa-Funx :P

#26 Short Cut

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Geschrieben 10. August 2013, 14:03

Zitat

Diese "Kurzkommentare" gehören ins FTB und mit dem Register verlinkt :doc:

gez. Admin Funx :P

Aye Aye Captain :blush:
Jeder Film schreibt Geschichte. Um Filmgeschichte zu verstehen muss man Film immer im geschichtlichen und natürlich im Genrespezifischen Kontext sehen. So ist das und nicht anders.

#27 Noruberuto

    Die mise en scène war wirklich schön!

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Geschrieben 10. August 2013, 16:52

Contagion

lotto-fix

creepy

#28 Ubaldo Terzani

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Geschrieben 11. August 2013, 01:32

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#29 Ubaldo Terzani

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Geschrieben 11. August 2013, 10:07

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#30 Ubaldo Terzani

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Geschrieben 11. August 2013, 22:16

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edit: was hier vor dem edit stand, bezog sich auf einen anderen, ungenannten film





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