BITE THE BULLET (Richard Brooks/USA 1975)
von Funxton ·
16 Mai 2011
Kategorie:
Western
Aufrufe: 1.431
"Hell, I'm unamerican."
Bite The Bullet (700 Meilen westwärts) ~ USA 1975
Directed By: Richard Brooks
Der Westen der USA, kurz nach der vorletzten Jahrhundertwende. Die Tageszeitung "Western Press" veranstaltet ein Preisrennen zu Pferde über 700 Meilen Distanz. Neben dem 2.000-Dollar-Gewinn winken dem Sieger noch zahlreiche Wetteinsätze und ein hohes Maß an Popularität. Neun Teilnehmer wagen sich an die gewaltige Strecke und nicht alle schaffen es bis zum Schluss.
Nachdem diverse kurz zuvor entstandene Genrefilme bereits den Schwanengesang des Western angekündigt oder gar gleich zelebriert hatten, kam von Richard Brooks nochmal ein sehr traditionsbewusstes Werk voller Enthusiasmus, ausstaffiert mit einer ganzen Kohorte sympathischer und ehrbarer Charaktere. Mit Ausnahme vielleicht des jungen Heißsporns Carbo (Jan-Michael Vincent), der seine große Klappe im Laufe des Rennens zu zügeln lernt, sind alle Teilnehmer zwar Individualisten, dafür aber höchst faire, hilfsbereite und durch die Bank sympathische Menschen, die sich in Notlagen gegenseitig stützen und zum möglichen Sieg tragen. Anlass für die obligatorischen Shoot-outs liefern einige üble Desperados, die die Rennreiter bei ihrem Geschäft stören. Eine solch großherzige und pionierfreundliche Zeichnung des alten Westens hat man lange Jahre zuvor nicht sehen können; umso schöner und entspannter nimmt sich Brooks' versöhnliches Alterswerk aus. Die finale Einstellung schließlich bleibt als eine visuelle Ode an die Freundschaft im Gedächtnis haften. Inmitten all der cineastischen Misanthropie, mit der ich zuweilen das Gefühl habe mich zu umgeben, tut ein solch humanes Pamphlet manchmal durchaus wohl. Allen nicht wegzudiskutierenden Amerikitschs zum Trotze.
8/10
Richard Brooks Pferderennen Freundschaft Pioniere
Bite The Bullet (700 Meilen westwärts) ~ USA 1975
Directed By: Richard Brooks
Der Westen der USA, kurz nach der vorletzten Jahrhundertwende. Die Tageszeitung "Western Press" veranstaltet ein Preisrennen zu Pferde über 700 Meilen Distanz. Neben dem 2.000-Dollar-Gewinn winken dem Sieger noch zahlreiche Wetteinsätze und ein hohes Maß an Popularität. Neun Teilnehmer wagen sich an die gewaltige Strecke und nicht alle schaffen es bis zum Schluss.
Nachdem diverse kurz zuvor entstandene Genrefilme bereits den Schwanengesang des Western angekündigt oder gar gleich zelebriert hatten, kam von Richard Brooks nochmal ein sehr traditionsbewusstes Werk voller Enthusiasmus, ausstaffiert mit einer ganzen Kohorte sympathischer und ehrbarer Charaktere. Mit Ausnahme vielleicht des jungen Heißsporns Carbo (Jan-Michael Vincent), der seine große Klappe im Laufe des Rennens zu zügeln lernt, sind alle Teilnehmer zwar Individualisten, dafür aber höchst faire, hilfsbereite und durch die Bank sympathische Menschen, die sich in Notlagen gegenseitig stützen und zum möglichen Sieg tragen. Anlass für die obligatorischen Shoot-outs liefern einige üble Desperados, die die Rennreiter bei ihrem Geschäft stören. Eine solch großherzige und pionierfreundliche Zeichnung des alten Westens hat man lange Jahre zuvor nicht sehen können; umso schöner und entspannter nimmt sich Brooks' versöhnliches Alterswerk aus. Die finale Einstellung schließlich bleibt als eine visuelle Ode an die Freundschaft im Gedächtnis haften. Inmitten all der cineastischen Misanthropie, mit der ich zuweilen das Gefühl habe mich zu umgeben, tut ein solch humanes Pamphlet manchmal durchaus wohl. Allen nicht wegzudiskutierenden Amerikitschs zum Trotze.
8/10
Richard Brooks Pferderennen Freundschaft Pioniere














