"Friend or soldier?"
Saskatchewan ~ USA 1954
Directed By: Raoul Walsh
Kurz nach dem vernichtenden Sieg Sitting Bulls über General Custers 7. Kavallerie am Little Big Horn kommen die Sioux über die kanadische Grenze um auch die friedliebenden Cree gegen die hier rotberockte Polizei aufzuwiegeln. Der einst von Häuptling Dark Cloud (Antonio Moreno) adoptierte Mountie Thomas O'Rourke (Alan Ladd) beäugt diese Entwicklung mit höchster Sorge. Als seine Einheit nach dem mehrere Meilen entfernten Fort Walsh ausrückt, ergeben sich neben den sie belagernden Sioux noch weitere Probleme: Die als Mörderin gesuchte Grace Markley (Shelley Winters) soll von dem zwielichtigen Marshall Smith (Hugh O'Brian) nach Montana überführt werden. O'Rourke wittert, dass auch hier etwas nicht stimmt...
"Saskatchewan" dürfte eher eine Fußnote in Walshs riesigem Schaffen markieren als eines seiner Hauptwerke. Dennoch demonstriert der Regisseur hier wiederum, dass er es versteht, mit Farbdramaturgie ebenso großzügig hauszuhalten wie mit den in Mode gekommenen Drehs on location. Der Film entstand zu großen Teilen vor Ort in den kanadischen Rocky Mountains, für Walsh und seinen d.p. John Seitz eine fabelhafte Gelegenheit, die gewaltige Landschaft zu einem weiteren der ohnehin bereits vielköpfig vorhandenen Hauptdarsteller zu machen, wie seine Kollegen John Ford (dem "Saskatchewan" bis in die Charakterzeichnung überhaupt viel verdankt) und Anthony Mann es ebenso erfolgreich praktizierten. Tatsächlich erweist sich das alte 4:3-Format in diesem Falle sogar als wirkungsvoll, denn die Perspektiven scheinen eher noch mehr Vertikale zu fordern: Berge und Gipfel nebst der auf ihnen umherreitenden kleinen Soldaten-Eskorte wirken fast wie hochkantige Stiche. Weniger ein Film des inneren Zugs als ein Film der Bilder und der äußeren Gestaltung. Als solcher aber immer noch sehr sehenswert.
7/10
Raoul Walsh Indianer Kanada
Saskatchewan ~ USA 1954
Directed By: Raoul Walsh
Kurz nach dem vernichtenden Sieg Sitting Bulls über General Custers 7. Kavallerie am Little Big Horn kommen die Sioux über die kanadische Grenze um auch die friedliebenden Cree gegen die hier rotberockte Polizei aufzuwiegeln. Der einst von Häuptling Dark Cloud (Antonio Moreno) adoptierte Mountie Thomas O'Rourke (Alan Ladd) beäugt diese Entwicklung mit höchster Sorge. Als seine Einheit nach dem mehrere Meilen entfernten Fort Walsh ausrückt, ergeben sich neben den sie belagernden Sioux noch weitere Probleme: Die als Mörderin gesuchte Grace Markley (Shelley Winters) soll von dem zwielichtigen Marshall Smith (Hugh O'Brian) nach Montana überführt werden. O'Rourke wittert, dass auch hier etwas nicht stimmt...
"Saskatchewan" dürfte eher eine Fußnote in Walshs riesigem Schaffen markieren als eines seiner Hauptwerke. Dennoch demonstriert der Regisseur hier wiederum, dass er es versteht, mit Farbdramaturgie ebenso großzügig hauszuhalten wie mit den in Mode gekommenen Drehs on location. Der Film entstand zu großen Teilen vor Ort in den kanadischen Rocky Mountains, für Walsh und seinen d.p. John Seitz eine fabelhafte Gelegenheit, die gewaltige Landschaft zu einem weiteren der ohnehin bereits vielköpfig vorhandenen Hauptdarsteller zu machen, wie seine Kollegen John Ford (dem "Saskatchewan" bis in die Charakterzeichnung überhaupt viel verdankt) und Anthony Mann es ebenso erfolgreich praktizierten. Tatsächlich erweist sich das alte 4:3-Format in diesem Falle sogar als wirkungsvoll, denn die Perspektiven scheinen eher noch mehr Vertikale zu fordern: Berge und Gipfel nebst der auf ihnen umherreitenden kleinen Soldaten-Eskorte wirken fast wie hochkantige Stiche. Weniger ein Film des inneren Zugs als ein Film der Bilder und der äußeren Gestaltung. Als solcher aber immer noch sehr sehenswert.
7/10
Raoul Walsh Indianer Kanada














