"You want sunglases..."
#1
Geschrieben 04. Juli 2003, 21:37
Vorhang auf und dann erstmal das: eine gefühlte Stunde lang Werbung! Und da man ja oft ins Kino rennt, kennt man dann die aktuelle Werbung auch schon in und auswendig und langweilt sich (meist) zu tode.
Was sind zur Zeit so Eure Hasswerbefilmchen, auf die ihr am liebsten verzichten würdet?
#2
Geschrieben 04. Juli 2003, 21:54
Binnen kürzester Zeit konnte sich aber auch der neue Langnese-Spot zum Hass-Spot etablieren. Dieser mit der Mucke von Westbam. Hauptsächlich natürlich wegen dem ekelhaften Körperfaschismus, der da mal wieder bedient wird, andererseits aber auch wegen diesem absolut unerträglichen "techno-rock"soundtrack, der da in Frankfurter Kokser-Studios verbrochen wurde! :angry:
Vollkommen zum Kotzen ist auch dieser Amnesty-International-Spot mit Franke Potente, da kriege ich regelmäßig Lust drauf, willkürlich elementare Menschenrechte zu verletzten. Wie überhaupt manche "anspruchsvolle Kinos" hier in Berlin einen mit ihrem augenscheinlichen Engagement auf die Säcke gehen: Da kann es einem echt passieren, dass man vor einem Film mehr Werbung für Tibet, A.I., Junge Linke, Obdachlosenhilfen, etc. zu sehen bekommt als für kommerzielle Produkte!
Überaus nett finde ich aber die Allianz-Werbung mit der seltsamen WG, deren Wohnung auseinander fällt. Die ist so schön unbekümmert destruktiv.
Witzig fand ich mal die Werbung vom Schüren Verlag in einem Berliner Programmkino. Super simpelste Minimalwerbung - grauer Bildschirm, 8-Bit-Digitalschrift: "Sciene Fiction", Schüren Verlag - mit Charme. Schade, dass man die nicht öfter zu sehen kriegt!
Cheers
IMMO
PS: Nette Threadidee, wollte ich eigentlich auch mal schreiben, sowas.
#3
Geschrieben 04. Juli 2003, 22:03
maX
#4
Geschrieben 04. Juli 2003, 23:32
wieder zu gehen,als nach einer geschlagenen stunde
der film immer noch nicht angefangen hatte, und zu allem überfluss
dann noch der eismann seinen auftritt zelebrierte, hätte ich in diesem moment
eine magnum griffbereit gehabt,ein ungleiches duell
"magnum gegen magnum" wäre unausweichlich gewesen....
aber mal im ernst, was glauben die multis eigentlich,
was sie den besuchern zumuten könne, da lobe ich mir doch die
kleinen sympathischen programmkinos...
cheers
rocknrollriot
alle zur ältesten Festfreude des Menschen gehörend, alle insgleichen im anfänglichsten
»Künstler« überwiegend.
#5
Geschrieben 04. Juli 2003, 23:48
rocknrollriot sagte am 05.07.2003, 00:32:
was sie den besuchern zumuten könne, da lobe ich mir doch die
kleinen sympathischen programmkinos...
Aber eine Stunde, das ist ja echt die Hölle!
Auf jeden Fall finde ich 20 Minuten (und mehr dürfte es eigener erfahrung nach wirklich nicht sein) noch ganz okay.
Cheers,
IMMO
#6
Geschrieben 05. Juli 2003, 00:21
"Lassen Sie diesen Mann in Ruhe!"
Diese Selbsthilfegruppe für gescheiterte Gutmenschen in der U-Bahn - unerträglich. Wofür werben die? Für mehr Zivilcourage? Ich mache da immer die Augen zu.
(Klaus Theweleit)
"I was always killing myself, but it was always the bystander who died."
(Dennis Nilsen)
#7
Geschrieben 05. Juli 2003, 00:35
Mr. Room's Kindheitstrauma, erweckt durch folgenden Slogan:
"Schuhmoden im Rialto-Palast" - ist aber schon 15 Jahre her...
#8
Geschrieben 05. Juli 2003, 07:22
Ne bessere Anti-Werbung gibts "gar nicht". (Da waren jetzt zwei Häkchen zu viel)
"maX"
#9
Geschrieben 05. Juli 2003, 10:41
Und diese "Becks Gold" - Werbung nervt auch ab. Weiss irgendwer, was das eigentlich sein soll??? Normales Becks, abgefüllt in pissgelben Flaschen? Und diese hippen Leute, die um diese diskothekentaugliche Buddel rumtanzen! Da kommts einem dann schon wieder hoch... und dieser Joe Cocker Soundtrack mit Dudeltechno aufgemotzt... der Song hat einen schon in der ursprünglichen Version etliche Jahre bei "ran" auf Sat1 fast zum Selbstmord getrieben...
#10
Geschrieben 05. Juli 2003, 10:50
Lebowsky sagte am 05.07.2003, 11:41:
(Klaus Theweleit)
"I was always killing myself, but it was always the bystander who died."
(Dennis Nilsen)
#11
Geschrieben 05. Juli 2003, 12:35
Deep Red sagte am 05.07.2003, 11:50:
Lebowsky sagte am 05.07.2003, 11:41:
Ich nehme mal an, dass sich dahinter Export verbirgt, was ja gegenüber dem Pilsner das minderwertigere Bier is, dennoch zum gleichen Preis verkauft wird.
#12
Geschrieben 06. Juli 2003, 14:51
Hab gestern auch ein paar davon getrunken. Keine Ahnung obs besser schmeckt. Wenn man davor eine Istanbul-Pide ißt, schmecks aber auch wie... Na ja, daß erspar ich mir lieber mal...
Hab gestern übrigens ne wirklich gute Werbung im Kino gesehen. Es ging um eine mir nicht bekannte Handymarke - Name konnte ich nicht lesen. Ist ein schlecht lesbares Logo, welches man nur ganz kurz sehen konnte. Jedenfalls wurde sämtliche Personen von dem selbem Mann gespielt. Erinnerte mich an "Being John Malkovich". War wirklich gelungen...
Bearbeitet von Mr. Room, 06. Juli 2003, 14:54.
#13
Geschrieben 06. Juli 2003, 16:05
Mr. Room sagte am 06.07.2003, 15:51:
#14
Geschrieben 06. Juli 2003, 17:15
die tv-spielfilm spots, die eine gute idee
effektiv umsetzen...
mögen sie filme oder so ähnlich...
cheers
rocknrollriot
alle zur ältesten Festfreude des Menschen gehörend, alle insgleichen im anfänglichsten
»Künstler« überwiegend.
#16
Geschrieben 06. Juli 2003, 21:37
Bitburger: Diese zwei Möchtergern-Ficker, die zu blöde sind, die Tusse anzulabern und ihr deswegen Drinks bestellen, die sie immer zurückgehen läßt. Diese zwei traurigen Gestalten sollten mir besser nicht begegnen.
Deutschländer (allein der Name!): Der Junge und der alte Sack, die sich diese fiesen Würstchen ins Gesicht stecken. Dabei hat der alte Sack eine Hackfresse, da meint man ihm richtig ansehen zu können, wie der aus reiner Lust an der Freude die Schweine nicht mit der Elektrokeule umlegt, sondern ihnen die Schädel lieber mit einem Vorschlaghammer einschlägt.
(Klaus Theweleit)
"I was always killing myself, but it was always the bystander who died."
(Dennis Nilsen)
#17
Geschrieben 09. Juli 2003, 22:00
Äußerst debil finde ich auch die Werbung von Fa mit den entblößten Silikontitten (denen man sogar noch die Operationsnarbe am Ansatz ansieht
#18
Geschrieben 09. Juli 2003, 22:02
Immo sagte am 09.07.2003, 23:00:
(Klaus Theweleit)
"I was always killing myself, but it was always the bystander who died."
(Dennis Nilsen)
#19
Geschrieben 09. Juli 2003, 23:33
http://www.filmforen.de/index.php?act=ST&f=51&t=853
#20
Geschrieben 10. Juli 2003, 06:32
maX
#21
Geschrieben 17. Juli 2003, 16:45
Die Beck's-Brauerei im "Gold"-Rausch
Hamburg (rpo). Mit der neuen Sorte "Gold" macht die Beck's-Brauerei der Branche vor, wie man Bier an den Mann bringt. Mittels neuer Verpackung haben die Bremer aus einem ganz normalen Bier eines der derzeit angesagtesten Szenegetränke gemacht.
Und das in Zeiten, da die Brauer allegemein klagen: Auch im ersten Quartal dieses Jahres ist der Bierabsatz in Deutschland weiter zurück gegangen. Nicht nur das Dosenpfand, auch der Trend macht den Bierproduzenten zu schaffen. Vor allem junge Leute scheinen moderne Mixgetränke einem gepflegten Pils vorzuziehen.
"Der Verkauf von 'Beck's Gold' läuft fantastisch", erzählt denn auch Unternehmenssprecher Michael Hoffmann begeistert, "die Absatzsituation ist weit über unseren Erwartungen". Absolute Zahlen nennt die Brauerei wohlweislich nicht: Das erste deutsche Bier in einer transparenten Flasche scheint vor allem deswegen so begehrt zu sein, weil es bis vor kurzem noch Seltenheitswert besaß. "Es soll vorgekommen sein, dass kurz nach der Einführung 'Beck's Gold' bei E-bay versteigert wurde - weil es so selten zu bekommen war", berichtet Hoffmann stolz.
Das Geheimnis der neuen Marke ist im Grunde recht unspektakulär: Weil die Brauerei, die mittlerweile zum belgischen Interbrew-Konzern gehört, vor einigen Jahren herausgefunden hatte, dass viele Verbraucher das ursprüngliche Beck's-Bier als zu herb empfinden, musste eine mildere Sorte her. Die Brauerei hätte das Bier jetzt einfach in die üblichen grünen Flaschen füllen und neben das normale Pils in die Supermärkte stellen können. Wahrscheinlich wäre nicht viel passiert.
Flasche mit integriertem UV-Schutz
Aber Verpackung ist Teil des Wettbewerbs, und Beck's hat sich offenbar von den in der Gastronomie seit langem sehr beliebten mexikanischen Bieren inspirieren lassen, die in transparenten Flaschen serviert werden. Bislang war das für deutsche Brauereien nicht möglich, da das Reinheitsgebot den Zusatz von Konservierungsstoffen unmöglich macht. Die grünen und braunen Flaschen der deutschen Brauereien sind ein wichtiger Lichtschutz. Die neuen schicken "Beck's Gold"-Mehrweg-Flaschen besitzen dagegen einen integrierten UV-Schutz.
Dass die Marke als Fassbier nicht wirken würde, ist dabei kein Problem. Während es früher als absolut unfein galt, Bier aus der Flasche zu trinken, ist das heute eher der Normalfall. "Bei jungen Szenegängern können Sie mit Gläsern nix mehr reißen", weiß ein Branchenkenner. "Versuchen Sie heutzutage mal, in einem Club zu einer Flasche 'Beck's Gold' ein Glas dazu zu bestellen, da können Sie gleich wieder gehen."
Neidisch blickt man in der Branche auf das "eingespielte Distributionsnetz" der Bremer Brauerei, sprich: auf die zahlreichen Gaststätten, die Beck's ausschenken. Besonders in den Großstädten gilt die Marke als angesagt. Vor allem in Berlin ist Beck's in vielen Clubs die Standard-Biermarke. Genau dieses Netz hat die Brauerei bei der Markteinführung geschickt genutzt.
Der Reiz des Limitierten
So gab es das trendige neue Bier seit Juni letzten Jahres zunächst nur in 250 "ausgewählten" Clubs und Gaststätten zu trinken. Streng limitiert sozusagen - wie begehrte Luxus-Armbanduhren. Das weckte natürlich Begehrlichkeiten: Als das Produkt, das übrigens genau wie das herkömmliche Beck's im obersten Preissegment rangiert, im Februar endlich in die Supermarktregale kam, war der Markt längst da. Hin und wieder kommt es sogar zu Lieferschwierigkeiten, weil die Brauerei nach eigenen Angaben nicht mit diesem Erfolg gerechnet hatte.
Branchenkenner warnen schon seit längerer Zeit davor, Brauereien nur nach den abgesetzten Hektolitern zu beurteilen. Entscheidend sei doch, wie erfolgreich die Unternehmen sich auf dem Markt behaupten würden. Erfolgreich heißt dabei auch, ein Bier nicht unbedingt massenweise, aber dafür teuer genug abzusetzen. Das macht sich dann auch für Brauereien bezahlt, die zu einem speziellen Anlass eine Bier-"Sonderedition" herausbringen, wie beispielsweise Weihnachts- oder Schützenfestbier. Die Erfahrung zeigt: Diese Biere sind erstens sehr teuer und zweitens ziemlich schnell ausverkauft.
[Quelle: www.rp-online.de]
(Klaus Theweleit)
"I was always killing myself, but it was always the bystander who died."
(Dennis Nilsen)
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