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Kotzt euch aus - Filmforen.de - Seite 6

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Kotzt euch aus


174 Antworten in diesem Thema

#151 bekay

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Geschrieben 16. Juni 2009, 15:47

Vielleicht sind es ja gar nicht so viele Filme - das wäre umso besser. SAW III kann gerade wegen seiner "Qualitäten" als abstrakte Blaupause für die Art von Film herhalten, die ich meine.

Beitrag anzeigenscarlett_fan123 sagte am 16.06.2009, 16:35:

alle Horrorfilme, in denen Menschen anderen Menschen Gewalt antun,
Habe ich so nicht gesagt. Das würde ja für äußerst viele Filme zustimmen.

Beitrag anzeigenscarlett_fan123 sagte am 16.06.2009, 16:35:

Na ja, da machste es Dir aber recht einfach,
Ja, wie soll man darauf antworten/reagieren? Genau: Man hört lieber schnell auf mit Antworten/Reagieren.

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#152 Bastro

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Geschrieben 16. Juni 2009, 16:24

Beitrag anzeigenbekay sagte am 16.06.2009, 15:21:

Bei dem sogenannten "Folter-Porno" (oder wie immer man es denn nun nennen will) liegt der Horror wohl in der eigentlichen Sichtung selbst und dem, was man von den ablaufenden Schweinereien ertragen kann - "Folter-Porno" als Testfilm. Was natürlich nur solange funktioniert, solange man den Film ernst nimmt. Ich konnte das bei SAW III nicht besonders lange - dann musste ich eine belustigende und kritisch-arrogante Perspektive einnehmen. Ich vermute fast, darauf laufen die Seherlebnisse dieser Filme meist hinaus. Und mithin glaube ich, dass diese Welle auch wieder abebbt.

Ist das nicht auch (1 Aspekt) das Ärgerliche an diesen Filmen, dass die einen dazu zwingen, sich so zu verhalten? Ich möchte mich als Zuschauer ja nicht über den Film stellen.

#153 bekay

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Geschrieben 16. Juni 2009, 16:32

Beitrag anzeigenBastro sagte am 16.06.2009, 17:24:

Beitrag anzeigenbekay sagte am 16.06.2009, 15:21:

Bei dem sogenannten "Folter-Porno" (oder wie immer man es denn nun nennen will) liegt der Horror wohl in der eigentlichen Sichtung selbst und dem, was man von den ablaufenden Schweinereien ertragen kann - "Folter-Porno" als Testfilm. Was natürlich nur solange funktioniert, solange man den Film ernst nimmt. Ich konnte das bei SAW III nicht besonders lange - dann musste ich eine belustigende und kritisch-arrogante Perspektive einnehmen. Ich vermute fast, darauf laufen die Seherlebnisse dieser Filme meist hinaus. Und mithin glaube ich, dass diese Welle auch wieder abebbt.

Ist das nicht auch (1 Aspekt) das Ärgerliche an diesen Filmen, dass die einen dazu zwingen, sich so zu verhalten? Ich möchte mich als Zuschauer ja nicht über den Film stellen.
Aus meiner Sicht: Ja, genau das empfinde ich so. Wenn es einem nur bei solchen Maßnahmen gelingt, sich von der expliziten Gewalt zu distanzieren, und diese Gewalt trotzdem ohne Unterlass auf einen niederprasselt, dann finde ich das höchst ärgerlich.

Und irgendwie muss man sich ja distanzieren ...

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#154 scarlett_fan123

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Geschrieben 16. Juni 2009, 16:57

Beitrag anzeigenbekay sagte am 16.06.2009, 16:47:

Vielleicht sind es ja gar nicht so viele Filme - das wäre umso besser. SAW III kann gerade wegen seiner "Qualitäten" als abstrakte Blaupause für die Art von Film herhalten, die ich meine.

Beitrag anzeigenscarlett_fan123 sagte am 16.06.2009, 16:35:

alle Horrorfilme, in denen Menschen anderen Menschen Gewalt antun,
Habe ich so nicht gesagt. Das würde ja für äußerst viele Filme zustimmen.


Aufgrund des Diskussionsthemas in diesem Thread (Horrorfilme mit übersinnlichen Elementen versus Horrorfilme mit *rein* zwischenmenschlicher Gewalt) müsste eigentlich klar, was ich mit "Horrorfilme, in denen Menschen anderen Menschen Gewalt antun" meine.

Deshalb dachte ich, Du meinst das gleiche und würdest in Deinem Posting all diese Filme pauschal über einen Kamm scheren und auf "Folter-Porno" und "Möglichkeiten, einen Menschen möglichst schmerzhaft und deformierend aus dem Leben zu katapultieren" reduzieren. So las sich das jedenfalls bei Dir.

Solltest Du die Sache differenzierter sehen und in Deinem ersten Beitrag zum Thema bloß unpräzise formuliert haben, tut es mir leid Dich missverstanden zu haben.


Beitrag anzeigenbekay sagte am 16.06.2009, 16:47:

Ja, wie soll man darauf antworten/reagieren? Genau: Man hört lieber schnell auf mit Antworten/Reagieren.

Ach komm, so ein popeliges Missverständnis ist doch kein Grund, dass wir jetzt zu Mimosen werden. :rolleyes:
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#155 bekay

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Geschrieben 16. Juni 2009, 21:08

Beitrag anzeigenscarlett_fan123 sagte am 16.06.2009, 17:57:

Deshalb dachte ich, Du meinst das gleiche und würdest in Deinem Posting all diese Filme pauschal über einen Kamm scheren und auf "Folter-Porno" und "Möglichkeiten, einen Menschen möglichst schmerzhaft und deformierend aus dem Leben zu katapultieren" reduzieren. So las sich das jedenfalls bei Dir.

Nein, nein. :) Ich meinte auch wirklich nur die Filme, die man als "Folter-Porno" bezeichnen könnte. Gibt es denn aktuell außer diesen allzu viele "Horrorfilme, in denen Menschen anderen Menschen Gewalt antun" - dass Horror nicht zwangsläufig auf das Übersinnliche angewiesen ist, will ich nicht bestreiten. Aber deine Umschreibung würde vielleicht eher in das Genre des Thrillers fallen? Derzeit jedenfalls will mir die hervorstechendste Strömung des Horrors, in der Gewalt unabhängig von übernatürlichen Kräften ausgeübt wird, der "Folter-Film" erscheinen.

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#156 scarlett_fan123

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Geschrieben 16. Juni 2009, 21:53

Zitat

Gibt es denn aktuell außer diesen allzu viele "Horrorfilme, in denen Menschen anderen Menschen Gewalt antun" - dass Horror nicht zwangsläufig auf das Übersinnliche angewiesen ist, will ich nicht bestreiten. Aber deine Umschreibung würde vielleicht eher in das Genre des Thrillers fallen?

Diese Frage nach der Einordnung ist eine gute Frage, die ich mir allerdings noch gar nicht gestellt habe. Ob ich einen Film unter "Horror" oder unter "Thriller" klassifiziere, hängt wohl auch davon ab, was ich bei der Filmbetrachtung empfunden habe. Dies ist natürlich subjektiv. Besonders bei Filmen wie "Transiberian", wo man durchaus verschiedener Meinung sein kann. (Apropos "Transsiberian": Unabhängig davon, ob man das Ding nun Horror, Kriminalfilm oder Thriller nennen will, würdest Du den als "Folter-Film" bezeichnen, weil dort (falls ich richtig erinnere) in zwei Szenen Menschen beim Verhör gefoltert werden?)

Aber nehmen wir mal jene Filme, welche vom Studio/von den Produzenten als "Horror" vermarktet werden und in denen keine übersinnlichen Dinge vorkommen:

Da gebe ich Dir Recht, dass in ihnen meist harte und sadistische Gewalt statt findet. Aber kann man den Horror in jenen Filmen wirklich immer auf diese Folter beschränken? Fängt der Horror in (da kommta wieder) "Hostel" wirklich erst bei den Folter-Szenen an, oder fängt der Horror in "Hostel" schon damit an, dass dumme Touristen in einem klischeehaft böse überzeichneten Osteuropa verführt und in das eigene Verderben angelockt werden (was wohlgemerkt noch ohne jegliche Gewaltdarstellung statt findet, denn gefoltert wird erst, nachdem sie angelockt wurden -- vorher spürt man ja nur das Unheil, das auf sie zukommen wird)?

Oder was ist mit dem von Azazel erwähnten "The Strangers"? Der zieht seine Wirkung ja nun wirklich nicht primär aus den (recht wenigen) Gewaltszenen, sondern aus der Ungewissheit, ob hinter der nächsten Zimmertür schon der Eindringling steht.

Und muss man z. B. "Saw III" auf seine Folter-Szenen beschränken? Nun, ich tue das (denn alles andere in diesem Film halte ich für bloßes Alibi). Aber es mag ja Zuschauer geben, die "Saw III" auch spannend findet und die es interessiert, was da über diesen Jigsaw und seine Philosophie erzählt wird. Wie gesagt: Ich gehöre nicht zu jenen Zuschauern.

Lange Schreibe, kurzer Sinn: Einordnungen sind schwierig, besonders pauschale.

Soweit meine Meinung zum Thema.:)
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#157 bekay

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Geschrieben 16. Juni 2009, 22:41

Nur weil in einem Film gefoltert wird, würde ich ihn nicht als Folter-Film/Folter-Porno bezeichnen. Er muss, wie SAW III (was du ja gerade selbst sehr schön beschrieben hast), ein strukturelles Element des Pornos enthalten: Die Aneinanderreihung von explizit zu sehenden Foltereien, zusammengehalten von einem Hauch von Handlung. (Dass Menschen den Moral-Diskurs der SAW-Reihe ernstnehmen, ist für mich nun wirklich der eigentliche Horror am Film...) Das Genre Porno definiere ich ja nicht über die Wirkung: Ein Porno bleibt ein Porno, selbst wenn er einen sexuell nicht erregt - also muss das, was einen Porno ausmacht, in seiner Struktur liegen, und nicht in meiner Reaktion darauf. Insofern ist die Bezeichnung Folter-Porno für mich nicht verwerflich - ich unterstelle damit niemandem sexuelle Stimulation. Ich unterstelle dem Film nur eine gewisse innere Struktur. Ich gucke sowas übrigens nicht allzu oft. Letztens erst MARTYRS gesehen - war halt das, was ich einen ganz typischen Folter-Porno nennen würde.

@HOSTEL: Der würde mich ja sowieso mal interessieren, habe ihn aber noch nicht sehen können. Was den Horror betrifft: Wenn man davon ausgeht, dass Horror in einem ein gewisses Gefühl auslösen soll (welches - äußerst weit gefasst - horrorhaft ist), dann beginnt der Horror in HOSTEL wahrscheinlich wirklich erst mit den Foltereien. (Eben wieder samt: Ertragbarkeitstestspielchen.) Wenn man Horror weiter als Genre mit bestimmten Strukturen fasst, dann beginnt er gewiss schon mit den stereotypen Figuren, die einen dann wohl irgendwie an den Slasher erinnern. Ist eine Frage der Perspektive, vermute ich.

@THE STRANGERS: Nach allem, was ich bisher gelesen habe, scheint mir der eher klassische Kost zu sein. Kann mich aber auch irren.

Aber um den Bogen zum Anfang zu spannen: Ich kenne zwar DRAG ME TO HELL nicht, aber grundsätzlich finde ich es löblich seitens Raimi, mal wieder etwas klassisch Anmutendes mit übernatürlichen Tohuwabohu zu inszenieren. Im Folter-Porno kann m.E. nicht die Zukunft des Horrors liegen...

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#158 scarlett_fan123

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Geschrieben 17. Juni 2009, 12:06

Beitrag anzeigenbekay sagte am 16.06.2009, 23:41:

@HOSTEL: Der würde mich ja sowieso mal interessieren, habe ihn aber noch nicht sehen können. Was den Horror betrifft: Wenn man davon ausgeht, dass Horror in einem ein gewisses Gefühl auslösen soll (welches - äußerst weit gefasst - horrorhaft ist), dann beginnt der Horror in HOSTEL wahrscheinlich wirklich erst mit den Foltereien. (Eben wieder samt: Ertragbarkeitstestspielchen.) Wenn man Horror weiter als Genre mit bestimmten Strukturen fasst, dann beginnt er gewiss schon mit den stereotypen Figuren, die einen dann wohl irgendwie an den Slasher erinnern. Ist eine Frage der Perspektive, vermute ich.

OK, ich seh schon: Ich habe zu schlampig formuliert und nicht klar gemacht, was ich konkret als "Horror" definiere. Nämlich mehr als das explizite Zeigen des nackten Grauens.

In "Hostel" würde ich bereits die beklemmende Atmosphäre und das sich langsam zum Unabwendbaren aufbauende Bedrohungsszenario als Horror bezeichnen. Oder anders: Wie sich die Reise für die Touristen immer mehr zum Albtraum entwickelt. Und der Film bedient ja die Vorurteile von uns Westlern und spielt geschickt mit unseren Ängsten, indem er uns mit ernster Mine ein klischeehaftes, zum Bösen überzeichnetes Osteuropa als wahr gewordenen Albtraum verkauft.

Ne, also, Horror (zumindest das, was ich darunter verstehe) fängt nicht erst bei brachialer Gewaltdarstellung an, sondern ist eine Stimmungslage, die ein Film bei mir entweder erzeugen kann (dann hat er seine Funktion erfüllt) oder bei mir eben nicht erzeugen kann (dann hat er seine Funktion halt nicht erfüllt).
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#159 bekay

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Geschrieben 17. Juni 2009, 12:41

Schließt doch das, was ich meinte, nicht aus. Wenn ich die Funktion des Horrorfilms u.a. darin sah, ein "horrorhaftes Gefühl" auszulösen (was für eine Tautologie! :D ), und du von Anfang an in HOSTEL eine Bedrohung spürtest, wer bin dann ich, dir das zu nehmen? Beklemmungs- und Bedrohungsszenarien kommen in vielen Formen - eben u.a. auch in der Zuschaustellung von Folter, aber selbstverständlich nicht nur.* Das hätte ich auch nie behaupten wollen. Aber es ist ein Hauptaspekt, der sich die Folter-Pornos ebenfalls bedienen. Mit für mich eben ermüdendem Effekt, welcher letztendlich zur "Dialektik des Horrors" führt. Ein Umschlagen des Ekels und der Gräuel in Desinteresse und Distanz. Das muss nicht immer so sein. Klar können Filme dieser Sparte einen doch mehr bieten, ihre Bedrohung auch aus anderen Quellen und Strukturen speisen. Das wollt ich HOSTEL jetzt wirklich nicht nehmen. :cheers:

* Ausland als als wahrgewordener Alptraum, wie du es beschrieben hast, gibt es auch etc.

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#160 The Critic

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Geschrieben 13. September 2009, 14:42

scarlett: Wenn bekay die box nicht aktiviert hätte, wüßtest Du doch gar nichts von der theoretischen Möglichkeit. bekays Entscheidung, die Box eingeschaltet zu lassen, ist genauso ein Eingriff in die Kommunikationsstruktur wie seine Entscheidung, die Box wieder auszuschalten.

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#161 Bob

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Geschrieben 02. November 2009, 18:53

Beitrag anzeigenscarlett_fan123 sagte am 01. November 2009, 19:45:

Die meiste Zeit während der Filmbetrachtung habe ich aus lauter Langeweile übrigens damit verbracht, zu überschlagen wie groß das Haus ist. 2500 bis 3000 Quadrat-Fuß, schätze ich mal.
Also erstmal: :))

Dann: Warum rechnest du in Quadrat-Fuß? Abneigung gegen das metrische System?!

#162 Bastro

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Geschrieben 08. November 2009, 20:32

@ORPHAN: "Denn hier ist alles beliebig. Warum das Ehepaar ein weiteres Kind adoptieren will (immerhin die Prämisse des sich anbahnenden Unheils), bleibt völlig unklar."
Im Gegenteil: das Adoptivkind ist der "Ersatz" für das totgeborene Kind; eine Sehnsucht der Mutter, ihrer Liebe Erfüllung finden zu lassen. Insofern ist das also sehr nachvollziehbar.

#163 scarlett_fan123

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Geschrieben 12. November 2009, 09:18

Ja, ja. So wie Du es schreibst, war es zumindest in vielen mir bekannten Filmen, die thematisch ähnlich gelagert sind. Aber das muss ich ja nicht auf "Orphan" projizieren. Der Punkt ist doch einfach: Dieser Film handelt die Entscheidungsfindung der Eltern ziemlich lasch und psychologisch wenig fundiert ab. So wie es in diesem familiären Drama meines Erachtens auch an vielen anderen Stellen mit dem Drama hapert.
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#164 scarlett_fan123

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Geschrieben 12. November 2009, 09:31

Beitrag anzeigenBob sagte am 02. November 2009, 18:53:

Beitrag anzeigenscarlett_fan123 sagte am 01. November 2009, 19:45:

Die meiste Zeit während der Filmbetrachtung habe ich aus lauter Langeweile übrigens damit verbracht, zu überschlagen wie groß das Haus ist. 2500 bis 3000 Quadrat-Fuß, schätze ich mal.
Also erstmal: :))

Dann: Warum rechnest du in Quadrat-Fuß? Abneigung gegen das metrische System?!

Weil ich mit dem Inneren amerikanischer Wohn-Immobilien ein kleines Bisschen vertraut bin und das automatisch in square feet rechne/schätze. Aber nein, einen tieferen Sinn hat das nicht.
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#165 The Critic

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Geschrieben 27. November 2009, 01:56

Ich mag mich irren, aber der juristische Terminus heißt "Verbrechen gegen die Menschheit" und wurde in Deutschland in ein "Menschlichkeit" umgebogen.

Hatte ansonsten nicht den Eindruck, hier hätte Haneke aus didaktischem Kalkül heraus die unterkühlte Atmosphäre des Filmes geschaffen. Er zeigt emotionale Krüppel und er zeigt sie passgenau in einem emotional verkrüppelten Film. Wenn ich etwas dem Film vorwerfen würde, dann doch eher, daß man sich an die Abwesenheit von Empathie zwischen den und für die Figuren in dem Teil des Filmes gewöhnt, in dem die bodenlose Zerstörtheit der zwischenmenschlichen Beziehungen offenbart wird. Daß sich in dem Teil das Gefühl einstellt, der Film würde sich in die Länge ziehen, ist konzeptionell untragbar. Dennoch einer der besseren Hanekes, allein wegen der famosen Kinderdarsteller.

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#166 scarlett_fan123

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Geschrieben 27. November 2009, 10:45

Mag ja sein, dass ich durch "Funny Games" geschädigt bin, aber ich sehe vor meinem geistigen Auge den Haneke immer mit erhobenem Zeigefinger rumlaufen, sich und seine Filme furchtbar wichtig nehmend. Und ich halte diesen meinen Eindruck für nicht ganz falsch. Dem Mann fehlt die Lässigkeit und Coolness. "Das weiße Band" ist, und das meine ich jetzt nicht wertend, ein konstruierter Film, in dem Haneke seine zig Figuren übers Schachbrett schiebt, so dass ein weit gefächertes Bild von negativer Sozialisation, Macht-/Abhängigkeitsverhältnissen und Repression entsteht. Wenn man so etwas macht, sollte man m. E. darauf achten, dass der Film nicht zu "theoretisch", also nicht zu verkopft gerät. Und genau das ist hier passiert. Dem Film fehlt das gewisse Etwas, so dass ich als Zuschauer sagen könnte: Boom, ja, das hat mich gepackt, das hat mich fasziniert, das werde ich noch lange nach der Filmbetrachtung im Detail erinnern und gerne reflektieren. Doch leider sah ich bloß eine -- handwerklich bemerkenswerte -- penible Sezierung eines sozialen Raumes, die mit eiserner Mine betrieben wird.
Haneke scheint dem Trugschluss erlegen zu sein, dass ein strenger Film den Zuschauer intellektuell mehr beschäftigt als ein (wie auch immer) emotional ansprechender Film, dessen Bilder/Szenen man lange nicht aus dem Kopf kriegt. Mit Zweites beschäftigt man sich längerfristig, mit ersterem nicht.
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#167 The Critic

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Geschrieben 27. November 2009, 21:54

Mit der eisernen Mine hast Du es ja wiederholtermaßen. Da paßt dann das Boom! gut. :happy:

Prinzipiell stimme ich Dir zu und deshalb hat auch Das weiße Band für mich nicht die Relevanz von, sagen wir mal, seinem Die Klavierspielerin. Dennoch empfand ich in der ersten Hälfte die erschaffene Stimmung sehr gelungen, wie sich dieses Gefühl übertrug, daß einem die Luft abgeschnürt wird. Insofern kann ich Deinem Verdikt nicht so viel abgewinnen, das ist mir zu erfahrungsbelastet.

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#168 The Critic

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Geschrieben 28. November 2009, 12:20

Richtig, scarlett. Aber Emmerich meint erkannt zu haben, daß gute Filme episch (=lang) sind und ist deshalb der Meinung, daß folglich lange Filme episch (=gut) sind. Ein weiterer Irrglaube, über den man ihn mal langsam aufklären sollte. Aber so in der zweiten Hälfte hat der Film schon einigermaßen unterhalten. Man sollte The day after tomorrow (1. Hälfte) und 2012 (2. Hälfte) zusammenschrauben. Das würde verlustfrei unterhalten.

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#169 scarlett_fan123

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Geschrieben 28. November 2009, 14:00

Deiner absoluten Formulierung zum Trotz hat mich die zweite Hälfte nicht unterhalten. ;-)
Den ersten Akt mit dem Vorgeplänkel fand ich so lala mau, den zweiten Akt mit der Katastrophe sehr spaßig, den dritten Akt im chinesischen Geheimdingsbums-Hangar nur noch nervig. Da fragte ich mich: WTF? Noch mehr weinerliches Rumgesülze? Noch mehr Heldentaten? Und wen interessiert eigentlich die uninspiriert rein gequetschte Dramatik des defekten Tores und des Rumtauchens von Cusack and Son, um es wieder flott zu kriegen.

Ich weiß nicht, ob der Drang zur Überlänge nur ein Problem des Emmerich ist. Jedenfalls erinnere ich nicht einen "großen Blockbuster" der vergangenen Jahre, der mit weniger als zwei Stunden ausgekommen wäre. Dauert doch alles mindestens 2h20, und oftmals wird diese Länge nicht durch den Inhalt gerechtfertigt.

Der Irrglaube, durch lange Spieldauer ein tolles Epos erschaffen zu haben, scheint also weit verbreitet zu sein. Vielleicht erliegen diesem Irrglauben aber nicht die Filmemacher, sondern der gemeine Zuschauer, die überlange Blockbuster dufte findet. Wer weiß. Jedenfalls könnte man sich in vielen Fällen kürzer halten für meinen Geschmack.

Bearbeitet von scarlett_fan123, 28. November 2009, 14:09.

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#170 The Critic

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Geschrieben 28. November 2009, 22:01

Beitrag anzeigenscarlett_fan123 sagte am 28. November 2009, 14:00:

Deiner absoluten Formulierung zum Trotz hat mich die zweite Hälfte nicht unterhalten. ;-)
Den ersten Akt mit dem Vorgeplänkel fand ich so lala mau, den zweiten Akt mit der Katastrophe sehr spaßig, den dritten Akt im chinesischen Geheimdingsbums-Hangar nur noch nervig. Da fragte ich mich: WTF? Noch mehr weinerliches Rumgesülze? Noch mehr Heldentaten? Und wen interessiert eigentlich die uninspiriert rein gequetschte Dramatik des defekten Tores und des Rumtauchens von Cusack and Son, um es wieder flott zu kriegen.

:eek:

Obwohl es erst zwei Wochen her ist, hatte ich das ganze Gewürge um die verklemmte Heckklappe schon wieder vergessen. Scheint mich ja sehr beeindruckt zu haben. Dann muß er also noch einen dritten Katastrophenfilm drehen, dessen Ende man dann an den Emmerich-Remix hängen kann. Dauer: 4 h 27 min. Kolossal guter Film also.

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#171 scarlett_fan123

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Geschrieben 30. November 2009, 22:45

:D
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#172 The Critic

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Geschrieben 09. Dezember 2009, 23:02

scarlett, als Bildungsbürger muß ich logischerweise was zu Barry Lyndon sagen. Zuerst einmal - natürlich. Die Bildkomposition entspricht derjenigen des Barock/Rokoko und eine Ansicht des Filmes würde ich jedem Galerienrundgang vorziehen, weil hier die sonst so statischen Bilder plötzlich mit einer Geschichte gefüllt werden und die sonst toten Personen mit einer Biographie verküpft werden. Dann aber: Den Film auf die Komposition der Bilder zu beschränken, springt zu kurz. Er ist nicht nur ein Ausstattungswunder und ein Meisterwerk der Simulation (Kubrick hat bekanntermaßen auf Kunstbeleuchtung vollständig verzichtet, selbst die phantastischen Szenen im Soldatenzelt und Spielsalon bei Kerzenlicht sind ohne Scheinwerfer aufgenommen), sondern auch auf der narrativen Ebene imitiert er perfekt die Aufstieg-und-Fall-Geschichten der damaligen Zeit. Nur der Sarkasmus und die misanthropische Note ist typisch Kubrick. Kennst Du einen anderen Film, der sich solch eine Mühe gibt, eine Epoche wiederauferstehen zu lassen, um dann am Ende den Spruch zu bringen, den Kubrick bringt? Ich bin immer wieder ganz hingerissen von der Detailtreue des Filmes und muß dann am Ende lachen darüber, wie Kubrick seine eigenen Anstrengungen ad absurdum führt.

Das Duell mit dem Stiefsohn finde ich übrigens sehr schön. Ist Dir aufgefallen, wie die Kreuze in der Scheune durch die Sonne von beiden Seiten aufleuchten? Natürlich eine physikalische Unmöglichkeit, aber darum geht es überhaupt nicht; es geht nur um den Bildeindruck, der produziert wird. Auch gibt die Szene Barry, der nicht unbedingt ein Sympath ist, eine moralische Größe, die ihm vorher (durch sein Schicksal?) verwehrt blieb. Ebenfalls die Sterbeszene finde ich nicht so daneben wie Du. Mein Gott, ihr Kind stirbt. Nicht nur das, damit ist auch ihr Bindeglied hinfort. Und seine Zukunftssicherung, was nicht unwesentlich ist, wenn wir den weiteren Lauf der Dinge verfolgen. Nein, nein. Der Film ist eine klare 100.

So, und weil ich Dich nun genug indoktriniert habe, nenne ich Dir auch meine Top 3 der Lieblingsszenen.
3) Die Soldaten marschieren mit den Gewehren im Anschlag in einer Reihe auf die gegnerische Armee zu.
Die Szene ist von einer unglaublichen Grausamkeit. Dieses mechanische Vorwärtsschreiten, im Angesicht dessen was um die Soldaten herum passiert, ist kaum auszuhalten. Ich konnte lange nicht verstehen, warum Menschen so etwas machen. Natürlich ist mir klar gewesen, daß der Leitspruch war, der preußische Soldat solle mehr Angst vor seinem Offizier als vor dem Gegner haben. Aber warum nur? Das ist mir erst bei Barry Lyndon klar geworden - die Nachladezeit der Gewehre ist zu lang gewesen. Die einzige Möglichkeit war, eine Maschinerie aus Biorobotern aufzufahren, die ein Maschinengewehr simulierten und bei denen der einzelne Soldat nichts mehr zählte.
2) Bei der Schlägerei zwischen Stiefsohn und Barry gibt es einen kurzen Moment, in dem auf den jüngeren Sohn geblendet wird, dessen Gesicht voller Begeisterung strahlt.
Ich weiß nicht genau, warum ich die Szene so liebe. Es ist ein Moment von totaler Anomie. Die Gesellschaft ist von dem Ausbruch der Emotionen, die die Schichten des gesellschaftlich Akzeptablen durchschlagen, vollkommen verunsichert; man beachte die Ächtung der Familie anschließend. Dennoch - in den Augen des jüngeren Sohnes spiegeln sich Interesse und Neugier für diese primären Reaktionen, was ich bewundere.
1) Die Szene am Spieltisch, als er seine spätere Frau kennenlernt.
Gott, was für ein Monster dieser Moment doch ist. Für einen Augenblick fällt man fast darauf herein. Die Kerzen, die Blicke, der spätere Kuß. Aber was Kubrick eigentlich in dem Moment sagt ist: Liebe findet überhaupt nicht statt, man setzt nur auf Vorteilsoptionen. Das ist so Kubrickian, daß es schmerzt. Gerade, weil es auch so wunderschön aussieht, daß man ihm eigentlich gar nicht zuhören möchte.

(Entschuldigung, aber kürzer ging es bei diesem Film nicht.)

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#173 scarlett_fan123

    Ich habe immer Recht

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Geschrieben 10. Dezember 2009, 00:04

Critic,

vielen Dank für Deine Eindrücke des Duells und der Szene mit dem Kennenlernen der zukünftigen Frau. Obwohl mir bewusst ist, dass besonders in der zweiten Hälfte des Films in der britischen High Society viel Berechnung im Spiel ist, ist mir nach einmaliger Filmbetrachtung nicht das aufgefallen, was Du in der Kennenlernszene siehst. Wenn ich den Fall ein zweites Mal sehen werde, werde ich darauf achten.

Angesichts des Umstands, dass ich in meinem FTB-Eintrag die Aufstieg und Fall-Geschichte dieses Films wesentlich umfangreicher abhandle als die visuelle Gestaltung, verstehe ich Deinen Einwand, ich würde den Film auf seine Bilder reduzieren, so überhaupt nicht. Wie kommt's? Z.B., dass der Film ein (eher negatives und kritisches) Porträt der damaligen Zeit und Gesellschaft ist, habe ich ja lobend angemerkt in dem FTB-Eintrag.

Bei den beiden kritisierten Szenen (Sterbebett, Duell) ging es mir doch vor allem um eines:

Sie passen für mein Empfinden nicht so recht in den erzählerischen Rhythmus dieses Films, weil sie auf dem Augenblick verweilen, während der Rest von "Barry Lyndon" um Straffheit bemüht ist und es versteht, lange Zeiträume und eine Dichte an Informationen konzis zu kommunizieren. Ich kann mich nicht des Eindrucks erwehren, man hätte den Film an diesen beiden Stellen bewusst verlangsamt, um dramatische Momente auszukosten und den Zuschauer emotional zu bedienen.

(Das soll aber nicht heißen, dass ich das Duell zwischen Barry und Stiefsohn nicht spannend und erschreckend gefunden hätte. Im Gegenteil. Die Sterbebettszene hingegen fand ich, ähm, na ja)

Die Szene mit den marschierenden und fallenden Soldaten fand ich auch grausam und habe sie deshalb in meinem Eintrag erwähnt. Ich wäre da schon längst desertiert. So viel Angst vor dem Offizier könnte ich nicht haben.</div>

Edit:

Grummel. Jedes Editieren des Beitrags bringt die Formatierung durcheinander. Filmoren.de hat ja voll die Bugs in der Forensoftware.

Bearbeitet von scarlett_fan123, 10. Dezember 2009, 00:17.

HÄLFTE DER DEUTSCHEN ZEICHENSETZUNGSREGELN ABSCHAFFEN!

#174 Zodiac

    Da Blogga

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Geschrieben 10. Dezember 2009, 21:37

Und nun stellt euch mal vor, dass man auf “Barry Lyndon” seinerzeit vor allem herumhackte! Nichts vom “2001: A Space Odyssey”-Trip sei da, schon gar nichts von “A Clockwork Orange”; nur “schöne Bildchen” - wie untypisch für Kubrick! - attestierte man ihm. Aber eine Hauptdarstellerin (Marisa Berenson), die nicht ein einziges Mal ihr dummes Maul aufreissen dürfe, ein Ryan O’Neal, der hier zeige, dass er nur sinnlos in der Gegend herumstehen könne und nicht zum Schauspieler tauge (niemand kam auf die Idee, dass ihn Kubrick genau den “tumben”, wenn auch zunehmend rücksichtslosen “Thor” spielen liess, als den W.M. Thackeray den Helden seines im Grunde genommen pittoresken Romans angelegt hatte). --- Ich befand mich damals auf der Schwelle vom Gymnasium zur Uni und vernahm diese Worte, mit denen zugleich die Karrieren von O’Neal und eigentlich auch von Kubrick, der doch mit jedem Film etwas Einzigartiges schuf, ad acta gelegt wurden, aus aller Munde. Und ich getraute mich nicht zu widersprechen, obwohl mich der Film schlicht hinriss! Aber wer war ich denn, dem “2001: A Space Odyssey” nie unter dem Einfluss von Drogen zu höheren Einsichten verholfen hatte, der “A Clockwork Orange” zwar faszinierend fand, aber eben nur als offensichtlich hinterwäldlerischer Geniesser von Historienspektakeln durchging? - Ich werde den Eindruck nicht los, die Zeiten hätten sich doch etwas zu meinen Gunsten geändert...

@The Critic
Die Kommentare aus dem Off wurden übrigens zum grossen Teil vom Roman übernommen, was zeigt, dass Thackeray’s Frühwerk eben nicht nur ein “historischer”, sondern wie die Becky Sharp-Episoden in “Vanity Fair” ein satirisch und gesellschaftskritisch angelegter Roman ist.

Bearbeitet von Zodiac, 10. Dezember 2009, 21:43.


#175 The Critic

    Mad rabbits, mad world

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  • 3.893 Beiträge

Geschrieben 11. Dezember 2009, 01:07

Ich weiß.

Und:

Ich weiß.

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