Kim Basinger spielt eine Mutter und Hausfrau, die von ihrem aggressiven Börsen-Arschloch-Ehemann diskriminiert wird. Nach einer weihnachtlichen Auseinandersetzung fährt sie zum Einkaufszentrum, wo sie auf äußerst dumme (und unwahrscheinliche) Weise mit einer Jugendgang (besser gesagt: Spätzwanziger-Gang!) aneinandergerät. Ein Wachmann interveniert und kassiert eine Kugel in den Kopf. Nun sind die Spätzwanziger hinter Kim her und wollen sie killen.
Wo ist er nur, der einsamste Ort, an den man sich zusammen mit den entmenschten Asozialen verziehen kann? Dies ist nun mal wirklich der dümmste Film, den ich seit langer Zeit gesehen habe. Schade eigentlich, denn handwerklich kann man ihm nichts Schlechtes nachsagen. Inhaltlich aber biegen sich die Balken. Spätestens ab jenem Zeitpunkt, an dem sich Frau Basinger – mit einem annehmbaren Vorsprung auf der Habenseite – vor dem fiesen Jungvolk verdrückt und sich dafür ausgerechnet eine abgelegene Baustelle (am letzten Weihnachtseinkaufstag!) aussucht, war ich nur noch am Jaulen. Der Film ist zwar von einer Frau inszeniert worden, aber sie scheint Frauen nicht sonderlich zu mögen. Frau Basinger benimmt sich närrisch hoch zehn. Die ist so blond, daß sie sogar geduldig auf das Eintreffen der eiskalten Killer wartet und nicht etwa die Beine in die Hand nimmt, als ihr Auto abkrekelt. Meine erste Reaktion wäre: verpissen, verstecken, Waffe organisieren. Sie fummelt erst einmal stundenlang am Motor rum und haut dann, als die Schurken fast schon vor ihr stehen, mit einem roten Werkzeugkasten ab. Groß, leuchtend, unhandlich. Topp, die Watte quillt! Sie jammert und ramentert, macht auf jede denkbare Weise auf sich aufmerksam und entwickelt dann, wenn's drauf ankommt, völlig unerwartete Killerinstinkte. Dann wird wieder gejammert. Au Mann. Ein Wunder, daß Jodie Foster nicht mitspielt, denn nach FLIGHTPLAN und DIE FREMDE IN MIR hat jene sich immer mehr zur Spezialistin für dümmlich geskriptete Hochglanzware entwickelt. WHILE SHE WAS OUT ist leider nur ein mittelmäßig spannender, völlig unlogischer, erzkonservativer Murks, der eine Gruppe von ethnisch bedenklichen Außenseitern (Poor White Trash, Schwarzer, Latino und Vietnamese) als Bürgerschrecks anbietet, damit sie dann abgemetzelt werden können. Das Ganze versteckt sich dann (=Ehegeschichte Basinger) auch noch hinter jämmerlichen pseudopsychologischen Mätzchen. PARTY DES GRAUENS z.B. war schmierig, schmierig, schmierig, und das ist wenigstens ehrlich. Dieser Film hier hat fast gar nichts, verbockt das wenige, das er hat, und tut sich auch noch groß damit. Ein Gnadenpunkt für die Verwendung von Roxy Musics „In Every Dream Home A Heartache“ im Abspann, aber selbst der Song bekommt noch einen unangenehmen Beigeschmack. Murks!
P.S.: Vor einiger Zeit gesichtet, aber ungleich besser: die Parkhaus-Nervenmühle P2. Der hatte zwar inhaltlich auch nicht viel auf Lager, leistete sich aber eine Heldin, die sich in der Stunde der Not wenigstens mal einigermaßen smart verhält. Man möchte die Menschen ja bewundern. Und einen Schockeffekt hatte der in petto, den ich heute noch nicht verwunden habe...
Bearbeitet von Cjamango, 24. Februar 2009, 23:40.
















