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Kurzkommentare 01-2014 - Filmforen.de - Seite 2

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Kurzkommentare 01-2014



96 Antworten in diesem Thema

#31 Noruberuto

    Die mise en scène war wirklich schön!

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Geschrieben 07. Januar 2014, 23:05

Magical History Tour: Contraband - Michael Powell, GB 1940

Der Film aus der Frühphase des Zweiten Weltkriegs, geradezu "live dabei", spielt ´39 und hat das Thema Schmuggel und Spionage auf dem Meer zwischen GB und Europa zum Thema, spielt aber hauptsächlich im verdunkelten London (amerikanischer Titel: "Blackout") und wirkt sehr atmosphärisch und routiniert, driftet aber gegen Ende vom eigentlich ernsten Thema immer stärker in Richtung einer humoristischen Spionagekomödie ab. Die Hauptdarsteller Conrad Veidt (zwei Jahre später dann Casablanca) und Valerie Hobson geben ein adrettes Agentenpaar ab. Alles in allem ein (für das Thema) eigentlich unglaublich leichtfüßiger Film, der durchaus in der Hitchcock-Tradition (Stichwort 39 Steps) gelesen werden kann.

#32 Keitel

    Gestern war Gestern – Heute beginnt die Zukunft!

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Geschrieben 07. Januar 2014, 23:51

Beitrag anzeigenAntoine Doinel sagte am 07. Januar 2014, 21:35:

Nun ist aber Short Cuts Einschätzung erstens natürlich zu respektieren und ...

Nicht nur Short Cuts Einschätzung, mein lieber Freund, nicht nur Short Cuts Einschätzung ;)
"Halt! Wer trabt so spät durch Nacht und Wind ?" - "Ich habe den Sachsen das Angeln beigebracht. Seitdem heissen sie Angelsachsen!" - "Ich bin der König aller Angler!"

#33 wowie

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Geschrieben 08. Januar 2014, 11:23

Cairo Time
BEAUTIFUL & MEANINGFUL!!!
8,x
btw sehr gute synchro!

beware kitsch tribute video ;)



Patricia Clarkson ... omHUMAN :D


http://watch.accessh...s/1315602360001
http://www.avaaz.org/ --- "the world in action" --- https://www.campact.de/ --- "Demokratie in Aktion"

#34 wowie

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Geschrieben 08. Januar 2014, 12:21

edit
http://www.avaaz.org/ --- "the world in action" --- https://www.campact.de/ --- "Demokratie in Aktion"

#35 Ubaldo Terzani

    Reader discretion is advised, lan

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Geschrieben 08. Januar 2014, 20:06

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#36 Short Cut

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Geschrieben 08. Januar 2014, 22:47

Okuribito
(Nokan – Die Kunst des Ausklangs)
2008
(Yôjirô Takita)
5-6/10


Der Auslandsoscar Gewinner von 2009 hat ein ernstes Thema zu bieten, dass der letzten Reise; der japanischen Totenzeremonie. Anhand eines arbeitslosen Cellisten, der sich einen neuen Job suchen muss und ihn als Leichenbestatter findet erzählt der Film in ruhiger und gemächlicher Art von diesem Handwerk. Da ist auch Komik drin, die meist leicht und akzentuiert daherkommt. Allerdings erzählt der Film auch die Geschichte dieses Mannes und in dieser Konstruktion scheitert er. Allzu vorhersehbare Konflikte mischen sich mit äußerst kitschigen Szenen. Irgendwie Schema F, Hollywood Screenwriting und das ist eigentlich schade, denn der Film hat dabei doch ein paar ehrliche und schöne Szenen zu bieten. Apropos, dann lieber doch nochmal Six Feet Under gucken.

Die fetten Jahre sind vorbei
2004
(Hans Weingartner)
8/10

Ein Film, den ich damals im Kino so leidlich mochte und der mich nun doch letztendlich überzeugen konnte. Dies liegt vor allem daran, dass ich mich mit der Hand-Kameraarbeit anfreunden konnte, die genau wie in Weingartners Debut-Abschluss Film penetrant allgegenwertig ist, aber man sie in der 2. Hälfte, auf der Hütte in Tirol, nicht mehr merkt. Da sind wir draußen. Natur. Zudem kommt noch hinzu, dass mich auch jetzt wieder die Hobby Autonomen so annerven, dies aber keine Rolle mehr spielt, wenn Burghart Klaußner als Bonze und Alt-68er ins Spiel kommt und man nie so richtig weiß ob er Schwein ist oder doch wie gezeigt, ja eigentlich n lieber ist. Das Ende ist wesentlich mehr als nur Plot Twist. Gefällt !
Jeder Film schreibt Geschichte. Um Filmgeschichte zu verstehen muss man Film immer im geschichtlichen und natürlich im Genrespezifischen Kontext sehen. So ist das und nicht anders.

#37 Ubaldo Terzani

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Geschrieben 09. Januar 2014, 23:55

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#38 Antoine Doinel

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Geschrieben 10. Januar 2014, 12:52

Beitrag anzeigenKeitel sagte am 07. Januar 2014, 23:51:

Nicht nur Short Cuts Einschätzung, mein lieber Freund, nicht nur Short Cuts Einschätzung ;)


Na selbstverständlich ABER

trotzdem wird man nicht damit aufhören, Filme die man sehr schätzt zu verteidigen und ihre Vorzüge
anzupreisen.

#39 wowie

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Geschrieben 10. Januar 2014, 13:23

DAS LETZTE EINHORN!!!!

lol

Ihr werdet euch noch wundern
spätwerk ... früh abgebrochen

Delicious for Sympathy
guter streifen!
min 8
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#40 Antoine Doinel

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Geschrieben 12. Januar 2014, 12:10

Confessione di un commissario di polizia al procuratore della repubblica OmU Damiano Damiani

Geständnis eines Polizeikommissars beim Staatsanwalt heißt das auf Deutsch, während der deutsche
Verleihtitel "Der Clan, der seine Feinde lebendig einmauert" (wie so oft) vollkommen vertrottelt ist.
Dies stellte auch Regisseur (zuletzt ein Tatort) Dominik Graf fest, der eine hochinteressante Einführung
hielt. Dieser Politthriller um mafiöse Verstrickungen in Sizilien, die bis zum Bürgermeister und den
Spitzen der Justiz reichen, konnte mich in jeder Beziehung überzeugen. Schafft er es doch seine
komplexe Geschichte ohne Hoffnung auf Besserung unterhaltend und spannend zu erzählen. Einen
nicht geringen Anteil daran haben die beiden Hauptdarsteller Martin Balsam, mit dem ich vor allem
Psycho verbinde, als Kommissar, und "Django" Franco Nero als Staatsanwalt.
Ein wirklich toller Film!

Gesehen habe ich ihn im Rahmen von "Thriller-Politik" dem jetzt angelaufenen Jänner-Programm des
Filmmuseums, das sich den italienischen und französischen Polit-Thrillern der Siebziger widmet.
Um 18.30 h sollte die Vorstellung beginnen, eine dreiviertel Stunde später begann sie mit Dominik Grafs
tatsächlich. Grund für die Verspätung war nur die Tatsache, dass viele Leute die Vorstellung sehen wollten,
und die eine Frau an der Kassa dem Publikumsansturm(auch Veronika Franz, Seidls Alma Reville war im
Publikum) nicht gewachsen war. Das Filmmuseum ist eine wunderbare Einrichtung, aber die Organisation
wäre verbesserungswürdig.
großartige

#41 Smergo

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Geschrieben 12. Januar 2014, 12:45

Irgendwo ganz hinten in der Schlange stand ich. Bin dann aber wieder gegangen. :glare: Toller Film, wird beim zweiten Termin nachgeholt.

#42 The Critic

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Geschrieben 12. Januar 2014, 13:46

Don't go in the woods ... Alone!

Jemand sah Texas Chainsaw Massacre und Straw Dogs und dachte sich: "Das kann ich auch!". So kann man sich irren.

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#43 Antoine Doinel

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Geschrieben 12. Januar 2014, 19:00

Beitrag anzeigenSmergo sagte am 12. Januar 2014, 12:45:

Irgendwo ganz hinten in der Schlange stand ich. Bin dann aber wieder gegangen. :glare: Toller Film, wird beim zweiten Termin nachgeholt.

Mein Beileid! Es war aber sicher besser wieder zu gehen, als sich auf die Restkartenlotterie einzulassen, und noch
mehr Zeit dabei zu verplembern.Wie du ja selbst schreibst, wird der Film eh noch einmal gezeigt. Die Kopie ist
übrigens in einem sehr guten Zustand.

Die Frau an der Kassa war ja durchaus kompetent, es wäre aber eine zweite Kraft.nötig gewesen.

So, ich mach mich jetzt auf den Weg zum Filmmuseum, und schau ob es heute besser funktioniert
Io ho paura, wieder von Damiani, ist heute dran. Die Karten habe ich, so wie gestern
schon vorab reserviert..

#44 Short Cut

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Geschrieben 12. Januar 2014, 19:32

Zitat

Gesehen habe ich ihn im Rahmen von "Thriller-Politik" dem jetzt angelaufenen Jänner-Programm des
Filmmuseums, das sich den italienischen und französischen Polit-Thrillern der Siebziger widmet.

Hach ! Da würde ich mich ja am liebsten einschließen lassen :)
Jeder Film schreibt Geschichte. Um Filmgeschichte zu verstehen muss man Film immer im geschichtlichen und natürlich im Genrespezifischen Kontext sehen. So ist das und nicht anders.

#45 Ubaldo Terzani

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Geschrieben 13. Januar 2014, 00:39

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#46 Settembrini

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Geschrieben 13. Januar 2014, 16:36

Die sieben Samurai
Mit solchen Begriffen wie "Jahrhundertwerk" sollte man sparsam umgehen, aber im Fall von Kurosawas überragendem Film halte ich ihn für angemessen. Kurosawa zeigt sich hier auf der Höhe seiner Kunst: Die Bildkompositionen und die Inszenierung von Bewegung sind überwältigend, aber auch die Charakterisierung der titelgebenden Samurai (wobei der siebente, der gar kein echter Samurai ist, sicherlich zu den interessantesten und einprägsamsten Figuren zählt) sowie mancher der Bauern ist ungemein nuanciert und facettenreich (was natürlich auch den tollen Darstellern zu verdanken ist), und die keineswegs spannungsfreie Beziehung zwischen den Bauern und den Samurai wird so vielschichtig dargestellt, daß man dem Film durchaus soziologische Qualitäten zusprechen kann. Daß der Film trotz seiner tragischen Weltsicht, die ihm zugrundeliegt, auch noch jede Menge Humor zu bieten hat, steigert den Genuß, ihn zu sehen, noch zusätzlich. Dabei weist das so kraftvolle Gesamtwerk zudem eine Fülle großartiger Einzelszenen auf, insbesondere auch Wald- und Regenszenen, die ja beide besondere Spezialitäten Kurosawas sind: besonders herauszustreichen ist dabei die im strömenden Regen stattfindende Entscheidungsschlacht, die von elementarer Wucht ist. Fraglos einer der besten Filme, die je gedreht wurden, ein epochales Meisterwerk, dessen filmgeschichtliche Bedeutung man kaum hoch genug einschätzen kann.

#47 Antoine Doinel

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Geschrieben 13. Januar 2014, 18:33

Es ist zwar schon einige Jahre her, dass ich die 7 Samurai gesehen habe (im Filmmuseum, wo sonst?), trotzdem
möchte ich in einem Punkt widersprechen..Eine tragische Weltsicht kann ich nicht wirklich entdecken.
Und zwar, weil ich das Ende der Samurai, einer elitären Kriegerkaste, nicht als negativ empfinde
Dafür blühen die Bauern mit neuem Selbstbewusstsein auf, nachdem sie sich am Beginn des Filmes noch
so tölpelhaft benommen haben.


Io ho paura Omu Damiano Damiani

der auf Deutsch tatsächlich und unglaublicherweise einfach "Ich habe Angst" heißt, hat mich nicht vom Sitz gerissen.
Wenn ich ihn nicht gesehen hätte, würde mir nichts fehlen. Und dies nicht nur, weil ich Gian Maria Volonte in
der Hauptrolle für eine krasse Fehlbesetzung halte. Erstaunt war ich, dass Mario Adorf, der einen "bösen Staatsanwalt"
spielt, fast akzentfrei Italienisch spricht, und ich bin sicher, dass er selbst gesprochen hat. In Olaf Möllers interessanter
und launiger Einführung konnte man die realen politischen Hintergründe dieses 1977 gedrehten Filmes erfahren.
Ich finde, dass Damianis Film zu "reisserisch" ist, um diesen Hintergrund gerecht zu werden. Was aber nichts an meiner Bewunderung für "Confessione di un commissario..." ändert, der ist wirklich äußerst gelungen.

#48 The Critic

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Geschrieben 15. Januar 2014, 09:28

Cat's Eye

Unterhaltungsfilm, im positiven Sinne. Nichts, was einem den Atem verschlagen würde, aber professionell angegangen. Nur weniger Drew Barrymore hätte ich mir gewünscht, muß aber eingestehen, daß ihre Darstellung für ein Kind eine überraschende Flexibilität an den Tag legt.

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#49 Settembrini

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Geschrieben 15. Januar 2014, 15:23

Antoine, ich sehe da schon eine tragische Weltsicht, denn Kurosawa kritisiert die Samurai nicht nur, sondern feiert sie gleichzeitig auch, wenn sie, deren Zeit schon abgelaufen ist (was besonders deutlich daran wird, daß alle die, die dabei sterben, durch Schußwaffen getötet werden), in die Schlacht mit den Banditen ziehen, um für eine Sache zu kämpfen, die nicht die ihre ist. Aber natürlich habe ich, wenn ich so etwas schreibe, immer auch noch andere Filme Kurosawas im Kopf, wie etwa "Kagemusha" oder "Ran", die wohl unbestreitbar große Tragödien sind.

Eine solche ist dann auch, und damit komme ich zu meinem gestrigen Filmabend,

Das Schloß im Spinnwebwald
"Macbeth" ist sicherlich eines der größten Werke Shakespeares, was die Dramaturgie betrifft, vermutlich sogar das beste, dichteste und konsequenteste. Kurosawa hat von Shakespeares Text nichts übernommen, sondern nur die (leicht veränderte) Story in die Welt der Samurai verlegt - und ein (weiteres) bildgewaltiges Meisterwerk geschaffen. Überragend sind etwa die Szenen mit dem bösen Geist im Spinnwebwald, der zum Ort wird, in dem die geheimsten und dunkelsten Wünsche, die sich in einem menschlichen Herzen verbergen können, deutlich werden. Großartig ist auch Toshiro Mifune, dessen Spiel anfangs, wenn den Feldherrn Washizu noch Skrupel plagen, noch recht zurückgenommen wirkt, und dann mit dem zunehmenden Größenwahnsinn und Machtrausch Washizus immer exaltierter wird. Letztlich ist Kurosawa mit diesem hinreißenden Film Shakespeares Geist näher gekommen als die meisten "echten" Shakespeare-Verfilmungen. Ein düsterer Film über das Böse.

#50 Ubaldo Terzani

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Geschrieben 15. Januar 2014, 23:31

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#51 Short Cut

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Geschrieben 16. Januar 2014, 00:14

@Antoine & Settembrini : Zwischen negativ und tragisch liegt schon n Unterschied ! Ich glaube aber ihr sitzt beide in einem Boot ;)

Komme gerade aus dem Kino und bin überrollt worden.

12 Years a Slave
2013
(Steve McQueen)
10/10

Ich hoffe ich hänge mich nicht zu sehr aus dem Fenster aber McQueens psychologisches Martyrium ist wichtig und meines Erachtens nach einer der wichtigsten Beiträge zum Thema Sklaverei in den noch nicht Vereinigten Staaten von Amerika.
Mehr gibts für mich da erstmal nicht zu sagen.
Jeder Film schreibt Geschichte. Um Filmgeschichte zu verstehen muss man Film immer im geschichtlichen und natürlich im Genrespezifischen Kontext sehen. So ist das und nicht anders.

#52 The Critic

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Geschrieben 16. Januar 2014, 10:57

Trog

Joan Crawford ist wirklich nicht zimperlich, sich ins rechte Licht rücken zu lassen. Sie, nicht der titelgebende Troglodyt, ist das Monster. Und: Sie ist die Anti-These einer Wissenschaftlerin: Sie weiß alles besser, ohne Beweise zu haben, und lächelt milde über die Ansichten anderer. Der Film soll vermutlich auch Position im Konflikt Religion vs. Wissenschaft beziehen, tut der Sache aber keinen Gefallen.

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#53 Noruberuto

    Die mise en scène war wirklich schön!

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Geschrieben 16. Januar 2014, 20:29

Zu Sieben Samurai: es gibt da schon eine tragische Dimension, vor allem wenn man die Verbindung von Bauern, Samurai und Banditen in den Blick nimmt! Das erscheint mir, nach meiner erneuten Sichtung von Kinoshitas Fuefukigawa, wo die die Bauernsöhne Samurai werden wollen und gnadenlos auf den Schlachtfeldern verheizt werden, mehr als plausibel. Dort sind die siegreichen Samurai weiters selbst Banditen, welche die Verlierer ausplündern, brandschatzen und so weiter. Wie gegen Ende von Shichinin no samurai ja auch klar wird, dass die Bauern keineswegs nur die Opfer sind, sondern selbst einiges auf dem Kerbholz haben. Und ein weiterer Aspekt: Die Ronin/Samurai werden durchwegs als eigenständige Charaktere mit ganz spezifischen Eigenheiten gezeichnet, und am Ende, so sie überleben, auch ihre individuellen Stärken verlieren, während die Bauern, obzwar am Ende als scheinbare Sieger dastehend, wie auch die Banditen seltsam unscharf bleiben. Die Samurai haben also tragischerweise alles verloren, ihre ursprüngliche Aufgabe und ihre Individualität... Aber meine letzte Sichtung der Langfassung liegt schon einige Zeit zurück, sodass ich mich da vielleicht täusche (wird bei Gelegenheit nachgeholt).

#54 Bastro

    * peng *

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Geschrieben 17. Januar 2014, 00:27

Beitrag anzeigenNoruberuto sagte am 16. Januar 2014, 20:29:

Die Samurai haben also tragischerweise alles verloren, ihre ursprüngliche Aufgabe und ihre Individualität...
Sehe ich nicht so. Dadurch, dass sie sich in den Dienst der Sache stellten, haben sie ihre moralische Integrität ein Stück weit wiedererlangt - auch wenn sie unter zweifelhaften Vorzeichen aufgebrochen waren.

#55 Antoine Doinel

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Geschrieben 17. Januar 2014, 13:39

Ich habe eure Anmerkungen bezüglich 7 Samurai mit Vergnügen und Interesse gelesen. Wahrscheinlich
kann nur ein großer Film wie dieser eine derartige Diskussion auslösen. Auch möchte ich meine
ursprüngliche Aussage insofern relativieren, als das der Film den Untergang der Samurai sicherlich
mit Wehmut betrachtet. Den Anbruch neuer Zeiten und den damit verbundenen Untergang der
Krieger(im weitesten Sinne) findet man auch in C'era una volta il west. Das wird keine zufällige
Ähnlichkeit sein.



#56 Settembrini

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Geschrieben 17. Januar 2014, 14:55

Beitrag anzeigenAntoine Doinel sagte am 17. Januar 2014, 13:39:

Den Anbruch neuer Zeiten und den damit verbundenen Untergang der
Krieger(im weitesten Sinne) findet man auch in C'era una volta il west. Das wird keine zufällige
Ähnlichkeit sein.

Wohl kaum, denn daß Leones Werk von Kurosawa stark beeinflußt ist, zeigt sich ja schon sehr deutlich daran, daß "Für eine Handvoll Dollar" ein Remake von Kurosawas "Yojimbo" ist, daß den Plot des Originals nahezu unverändert übernimmt. Die formale Gestaltung läßt dann freilich schon sehr deutlich den eigenständigen, typischen Leone-Stil erkennen, den Leone dann in seinen weiteren Filmen perfektioniert hat.

Und weiter geht es mit Kurosawa, denn gestern habe ich seinen Rotbart gesehen:
Ein junger, arroganter Arzt, der danach strebt, Leibarzt des Shoguns zu werden, wird im Japan des frühen 19. Jahrhunderts sehr gegen seinen Willen an eine Armenklinik versetzt, ändert dann aber unter dem Einfluß des "Rotbart" genannten Chefarztes und zunehmend geprägt auch von den z.T. erschütternden Patientenschicksalen seine Haltung. Kurosawas letzter Schwarzweißfilm ist eher ein Melodram als ein Historienfilm, dabei ein sehr menschlicher und bewegender Film, der sich auch eingehend mit sozialen Mißständen auseinandersetzt. Ein Meisterwerk, das im Gegensatz zu vielen anderen Kurosawa-Klassikern bisher noch nicht zu richtig entdeckt worden ist. Offenbar kam es bei diesem Film zu Mißtönen zwischen dem bis dahin so großartig zusammenarbeitenden Duo Kurosawa/Mifune, die danach auch keinen Film mehr gemeinsam gedreht haben, dem Film ist davon aber nichts anzumerken.

#57 Short Cut

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Geschrieben 18. Januar 2014, 21:04

In the Cut
2003
(Jane Campion)
7/10

Was hat man den Film nur getreten und geschmäht. Meg Ryan, die Blowjobszene dazu ein lapidarer Thriller Plot etc. Zugegeben ist der Thriller-Plot auch lapidar, weil man das "Opfer verliebt sich in vermeindlichen Killer" alles schon mal gesehen hat (Sea of Love, Blue Steel etc.). Aber Jane Campion nimmt diese Genre Hülle und ist eigentlich gar nicht wirklich interessiert an ihr. In Jane Campions Filmen geht es immer um weibliche Befindlichkeiten, so auch hier. Hier geht es um Sex und die Sehnsucht danach. Das Jane Campion die schon fast a-sexuelle Meg Ryan in dieser Rolle besetzt hat, empfinde ich als großes Plus. Ähnlich wie Hitchcock seine Darstellerinnen auch oft gegen ihr Image besetzte, tu sie es hier gleich. Campion drückt diese Befindlichkeiten in grandioser Farbdramaturgie aus (Farbe Rot) und dennoch bleibt vieles rätselhaft in ihrem Film. Satte 4 mal schwenkt die Kamera um uns eine USA Flagge zu zeigen. Ist das ein Statement für Prüderie und was hat es mit den Schlittschuh Flashbacks von Meg Ryan auf sich ?
Ein faszinierender und rätselhafter Film zugleich aber beileibe kein schlechter.

The Man Between
1953
(Carol Reed)
6/10

4 Jahre nach Odd Man Out und 2 Jahre nach Third Man, wiederholte Carol Reed seinen Spionage-Plot, diesmal im Nachkriegs Berlin. Wieder mit James Mason, der hier die Hälfte des Films gebrochen deutsch spricht, verhält sich der Film auch wie eine unausgegorene Mischung aus Odd Man Out und The Third Man. Man wird das Gefühl nicht los, das man hier etwas wiederholen wollte. Leider geht die Rechnung nicht auf. Reeds Film wirkt oftmals sehr spannungsarm, zudem wird Mason eine versehentlich entführte Engländerin als Love Interest geradezu angehängt. Hildegard Knef spielt die zwielichtige deutsche Mittlerin und wenn etwas gut aussieht, dann ist es die Stadt, die auch hier zum Hauptcharakter gemacht wird.

Die Mörder sind unter uns
1946
(Wolfgang Staudte)
7/10

Bekays FTB Eintrag habe ich absolut nix hinzuzufügen. Groß aber auch mit leichten Mängeln.

Des Teufels General
1955
(Helmut Käutner)
5/10

Langweiliges, fast schon verklärendes NS-Kasperle Theater. EIn Abgesang des großen deutschen Fliegers. Kann man sich eigentlich nur wegen Curd Jürgens anschauen, der die Zuckmayr Verfilmung nur so an sich reißt und den Luftwaffe General von echtem preußischem Korn bis ins letzte adelt. Allerdings wird der Bruch mit dem System nur in einer kleinen Sequenz fühlbar, als er im Gefängnis, das Erschießungskommando sieht. Überhaupt ist das schon interessant, wie in diesem deutschen 50er Film, die alten Säcke, die jungen 18-20 jährigen Küken angraben als obs kein Morgen gäbe. Curd Jürgens Beziehung zu der kleinen Puppe ist schon sehr gruselig. Interessant auch die Einrichtung der Flieger Helden : Lauter Sachen aus Afrika, Tigerfelle ohne Ende.
Insgesamt ein eher zwiespältiger Film. Da hat die DEFA Vergangenheitsbewältigung in der Zeit wesentlich besser betrieben.
Jeder Film schreibt Geschichte. Um Filmgeschichte zu verstehen muss man Film immer im geschichtlichen und natürlich im Genrespezifischen Kontext sehen. So ist das und nicht anders.

#58 The Critic

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Geschrieben 19. Januar 2014, 15:55

Because of the Cats

Hinterläßt den angenehmen Eindruck, hier handele es sich um einen Fernsehfilm der 70er. Tatorte aus der Zeit hatten dieselbe Wirkung auf mich, wobei Rademakers Film noch einen Zacken unnachgiebiger ist. In Sachen Beobachtung des Alltags haben wir glaube ich seit den 70ern erheblich abgebaut.

Jack the Giant Killer

Nathan Juran variiert seinen Film Sindbads siebente Reise. Eine Seeräuberpistole also der magischen Art und damit gefällige Sonntagnachmittagsunterhaltung. Der Held ist wieder Kerwin Mathews, der Bösewicht Torin Thatcher. Dummerweise holte Juran diesmal nicht Ray Harryhausen an Bord, was dem Monsterdesign nicht gut tut. Man vergleiche nur die Troglodyten in beiden Filmen, das Design und die Beweglichkeit ist hier dem früheren Film deutlich unterlegen. Von der Krake wollen wir lieber gar nicht erst anfangen zu reden.

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#59 Funxton

    Avanti, Popolo

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Geschrieben 19. Januar 2014, 16:14

Sind schon zähe Biester, diese Kraken.

#60 Settembrini

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Geschrieben 19. Januar 2014, 18:31

Mein liebster Filmkrake ist ja der aus "Bride of the Monster"...





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