Regie: Sofia Coppola
Liebes Tagebuch...
Kaum war ich aus dem überraschend leeren Kino mit „Samba in Mettmann“ raus, bin ich in ein überraschend volles Kino zu „Lost in Translation“ rein. Und jetzt kann ich das sagen, was ich schon vielerorts gelesen habe: Was für ein wunderschöner Film!
Eine anrührende und melancholische Reise durch Tokyo wird hier gezeigt. Flüchtige Momentaufnahmen vermischen sich mit diversen meist unspektakulären aber dennoch ergreifenden Erlebnissen. Dazu gibt es beeindruckend schöne und gleichsam spontan unperfekte Einblicke in das Leben in der japanischen Metropole. Manchmal hätte ich mir gewünscht, die Geschichte würde an manchen Orten etwas länger verweilen, weil noch viel mehr aus den Bilder geschöpft hätte werden können. Aber auch so, wo man meist nur Ausschnitte aus dem Leben zu sehen bekommt, trifft der Film ins Herz. An fast jeder Stelle könnte man sagen, „Augenblick, verweile doch.“. Zu schön sind die Erlebnisse, die diese Menschen hier machen durften und die Freude ist groß, daß man als Zuschauer previligiert war, diese miterleben zu dürfen.
Sicher wären noch mehr Details aus „Lost in Translation“ erwähnenswert, doch viele Eindrücke sind in der Zeit vom Sehen bis zum Niederschrieben als Worte verloren gegangen.
Was man nach diesem Film unbedingt machen sollte: Sich in einer Großstadt alleine in ein Straßenbistro setzten und den Leuten zusehen.
Samstag, 31.01.2004/18:00 - 19:45 Uhr
















