Regie: Brian de Palma
Liebes Tagebuch...
Jetzt habe ich "Femme Fatale" zum zweiten Mal erleben dürfen. Meine erste Reaktion: "Scheiße, was hast Du da beim ersten Kinobesuch alles übersehen...". Gut, ich hatte Peter Coyote im Flughafenhotel bereits erkannt. Aber weder das Zimmermädchen mit Champagnerflasche noch die junge Lily mit Glaskugel auf dem Laptop sind mir bewußt aufgefallen. Usw, usw...
Danach wollte ich ganz genau aufpassen und stellte eine abenteuerliche Theorie auf. Der scheinbar geträumte Mittelteil, bestand meiner Meinung nach, aus zwei parallel laufenden und bunt gemischten Handlungen über die beiden weiblichen Hauptcharaktere, die in den Jahren 2001 und 2008 eine ähnliche Geschichte erleben. Als dann zum zweiten Mal der Showdown kam, mußte ich diese Theorie wieder verwerfen.
Doch dann kam mir eine weitere Idee. Der Mittelteil besteht aus einer willkürlichen Mischung aus Realität und Lüge - die gleiche Art von Lüge, die auch den Juwelendiebstahl verfremdet hat und dem Zuschauer die heiße Sexszene in der Toilette bietet. Als Laure in der Badewanne wieder erwacht setzt die Realität wieder ein. Lily wird die Frau des Botschafters. Ihr großes Geheimnis ist der Tod des Kindes und Laure kehrt ebenfalls wieder zurück um das Geld abzuholen (???). Dies ist aber nur ein Zwischenstand - ich werde die Spurensuche fortsetzen, sobald ich eine DVD von dem Film habe.
Mittlerweile habe ich auch Immo's Beitrag zu Femme Fatale gelesen und muß sagen, daß mir diese Foto-Collage nie so wichtig erschien, wie es doch tatsächlich ist. Problem erkannt - Problem gebannt.
Das Kino war diesmal voller. Der Saal war voller Zuschauer und somit auch voller Fragen. Diesmal durfte ICH mir die Hände reiben und mir denken: "Leute, gebt Euch keine Mühe - ihr werdet es sowieso nicht verstehen..."
"Femme Fatale": Auch beim zweiten Mal ein schier unergründliches Sammelsurium filmischer Finessen. Ist halt wie ein Sprung in einen Ballpool...
















