Regie: Hideo Nakata
Liebes Angstprotokoll...
„The Ring” spielt gekonnt mit der Angst des Zuschauers. Der Regisseur baut eine knisternde Atmosphäre auf. Recht schnell ist es egal, was dem Zuschauer gezeigt wird. Man erschreckt so oder so. Allein das Verschwinden einer Gabel (nur als Beispiel) würde da genügen, um kalte Schauer den Rücken herunter zu jagen.
Der Film ist gekonnte Suspense, gepaart mit drastischen Bildern und einer noch dazu hübsch verstickten Geschichte, die es zu entpflücken gibt. Dazu ist das alles noch recht ansehnlich gemacht und wirklich als gelungen zu bezeichnen. Ein absolut gutes Erlebnis, das ich unbedingt mal wieder wiederholen sollte. Denn bei dieser ersten Sichtung war ich nicht nur viel zu müde sondern wurde auch unterbrochen...
Es muß so um 22:00 Uhr gewesen sein. Draußen war die Dämmerung schon weit fortgeschritten und der Film schon an einem recht hohen Gruselfaktor angelangt, als urplötzlich das Telefon klingelte. Was war jetzt zu erwarten? Ich unterbrach den Film, machte das Licht an und begann mich auf dem Weg zum Telefon zu machen, das unaufhörlich weiterklingelte. Wer denkt, ich habe mich durch die Dunkelheit gekämpft, der irrt. Ich habe so ziemlich jeden Lichtschalter betätigt, der mir in die Quere kam. Beim Telefon angekommen fiel mein erster Blick auf das Display, in der Hoffnung dort eine Nummer erblicken zu können. Dort stand aber nur: Unbekannter Teilnehmer ruft an . Also drückte ich den grünen Knopf und sagte brav aber auch mutig meinen Namen. Darauf entgegnete mir eine leise und aggressiv flüsternde Stimme: „In einer Woche wirst du sterben“ ...
Ich hätte meinem Lieblingsarbeitskollegen vorhin besser nicht so nebenbei erzählen sollen, welchen Film ich mir gleich ansehen werde...
27.06.2003/21:00 - 22:35 Uhr
















