REYKJAVIK ROTTERDAM (Óskar Jónasson/IS, D, NL 2008)
von Funxton ·
08 August 2013
Kategorie:
Thriller
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Zitat entfällt.
Reykjavík Rotterdam ~ IS/D/NL 2008
Directed By: Óskar Jónasson
Kristófer (Baltasar Kormákur), vormals Matrose und Schmuggler, ist auf Bewährung draußen. Sein Geld als Wachbediensteter reicht jedoch hinten und vorne nicht, um eine vierköpfige Familie zu ernähren. Also lässt er sich von seinem betuchteren Kumpel Steingrímur (Ingvar Eggert Sigurðsson) überreden, eine weitere Tour nach Rotterdam und zurück als Alkoholschmuggler durchzuziehen. Dabei hat Steingrímur nur eines im Kopf: Er will Kristófer verpfeifen und so seine frühere Freundin Íris (Lilja Nótt Þórarinsdóttir), die schon seit Jahren mit Kristófer verheiratet ist, zurückgewinnen. Ferner zur Durchsetzung dieses Ziels lässt er Íris und ihre Kinder in Kristófers Abwesenheit von dem Ecstasy-Dealer Eiríkur (Jóhannes Haukur Jóhannesson) terrorisieren. In letzter Sekunde durchschaut Kristófer Steingrímurs böses Spiel.
Gut, einen Originalitätspreis mag Óskar Jónasson für seinen "Reykjavík Rotterdam" nicht eben gewinnen. Der Film ist vielmehr eine recht offensichtliche Nabelschau seiner prägenden Einflüsse: Deutliche, teilweise gar überdeutliche Reminiszenzen an "Once Upon A Time In America", Schroeders "Kiss Of Death"-Remake, Ritchies "Lock, Stock And Two Smoking Barrels" und Refns "Pusher"-Trilogie sind unübersehbar: Eine kleinkriminelle, hierarchisch gegliederte Subkultur entfaltet sich vor dem Zuschauerauge mit einem in Lebensfragen naiven Szeneaussteiger im Mittelpunkt, der jedoch nichts von seiner Profession verlernt hat, hinzu diverse mehr oder minder sympathische Gestalten, Drogenfreaks, Soziopathen und Gewalttäter sowie Subplots um Ecstasyschmuggel und den Raub eines unbezahlbaren Pollock. Doch Jónasson hat - zum Glück - ein großes Herz für seinen Antihelden und lässt ihn am Schluss, nachdem er sämtliche Hindernisse, bis auf sein eigenes Banausentum bezüglich großer amerikanischer Kunst, bravourös überwunden oder umschifft hat, mit seiner Familie glücklich werden. Ein wenig Optimismus tut auch dem Kleingangsterfilm mal ganz gut, speziell seinem spannungsgebeutelten Klienten. So wie Jónassons ganzer Film eine frische, gediegen komische Windböe im europäischen Genrekino darstellt. Wie erwähnt nicht sonderlich innovativ, aber doch blendend unterhaltend.
8/10
Familie Madness Óskar Jónasson Island Reykjavík Rotterdam Schmuggel Seefahrt
Reykjavík Rotterdam ~ IS/D/NL 2008
Directed By: Óskar Jónasson
Kristófer (Baltasar Kormákur), vormals Matrose und Schmuggler, ist auf Bewährung draußen. Sein Geld als Wachbediensteter reicht jedoch hinten und vorne nicht, um eine vierköpfige Familie zu ernähren. Also lässt er sich von seinem betuchteren Kumpel Steingrímur (Ingvar Eggert Sigurðsson) überreden, eine weitere Tour nach Rotterdam und zurück als Alkoholschmuggler durchzuziehen. Dabei hat Steingrímur nur eines im Kopf: Er will Kristófer verpfeifen und so seine frühere Freundin Íris (Lilja Nótt Þórarinsdóttir), die schon seit Jahren mit Kristófer verheiratet ist, zurückgewinnen. Ferner zur Durchsetzung dieses Ziels lässt er Íris und ihre Kinder in Kristófers Abwesenheit von dem Ecstasy-Dealer Eiríkur (Jóhannes Haukur Jóhannesson) terrorisieren. In letzter Sekunde durchschaut Kristófer Steingrímurs böses Spiel.
Gut, einen Originalitätspreis mag Óskar Jónasson für seinen "Reykjavík Rotterdam" nicht eben gewinnen. Der Film ist vielmehr eine recht offensichtliche Nabelschau seiner prägenden Einflüsse: Deutliche, teilweise gar überdeutliche Reminiszenzen an "Once Upon A Time In America", Schroeders "Kiss Of Death"-Remake, Ritchies "Lock, Stock And Two Smoking Barrels" und Refns "Pusher"-Trilogie sind unübersehbar: Eine kleinkriminelle, hierarchisch gegliederte Subkultur entfaltet sich vor dem Zuschauerauge mit einem in Lebensfragen naiven Szeneaussteiger im Mittelpunkt, der jedoch nichts von seiner Profession verlernt hat, hinzu diverse mehr oder minder sympathische Gestalten, Drogenfreaks, Soziopathen und Gewalttäter sowie Subplots um Ecstasyschmuggel und den Raub eines unbezahlbaren Pollock. Doch Jónasson hat - zum Glück - ein großes Herz für seinen Antihelden und lässt ihn am Schluss, nachdem er sämtliche Hindernisse, bis auf sein eigenes Banausentum bezüglich großer amerikanischer Kunst, bravourös überwunden oder umschifft hat, mit seiner Familie glücklich werden. Ein wenig Optimismus tut auch dem Kleingangsterfilm mal ganz gut, speziell seinem spannungsgebeutelten Klienten. So wie Jónassons ganzer Film eine frische, gediegen komische Windböe im europäischen Genrekino darstellt. Wie erwähnt nicht sonderlich innovativ, aber doch blendend unterhaltend.
8/10
Familie Madness Óskar Jónasson Island Reykjavík Rotterdam Schmuggel Seefahrt














