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Ich habe dir niemals einen Hasenbraten versprochen

Cjamangos neues Filmtagebuch




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Die Banane im Po



Human Experiments (US-Video)

Rachel Foster ist eine blonde Sängerin, die sich mit ihrem Töfftöff durch ländliche Regionen quält. Durch einen mißlichen Zufall gerät sie in eine Familientragödie hinein, für die sie verantwortlich gemacht wird. Unschuldig wird sie zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verknackt. Nach den üblichen Eingewöhnungsproblemen im Frauenknast dämmert ihr, daß die eigentliche Bedrohung von der Gefängnisleitung ausgeht. Die Direktorin arbeitet nämlich mit einem sinistren Arzt zusammen, der mit den Gefangenen seltsame Verhaltensexperimente anstellt...

Keine Ahnung, warum dieser ernsthafte und ernstzunehmende kleine Psychothriller solch eine lausige Bewertung in der IMDb abbekommen hat. Ich führe das jetzt mal auf den Umstand zurück, daß HUMAN EXPERIMENTS in Großbritannien eine Zeit lang als „Video Nasty“ geführt wurde und die Leute sich vielleicht eine Blutorgie erhofft haben. Diese bleibt aus. Tatsächlich wird der Film recht langsam entwickelt, was aber hinhaut, zumal die Fährnisse, denen die Protagonistin sich ausgesetzt sieht, nachfühlbar sind. Obendrein spielt Linda Haynes die gebeutelte Sängerin recht gut. Abgesehen von einer unnötig schmierigen Nacktszene enthält sich der Film auch weitgehend sleaziger Elemente, so daß man den Vorgängen mit der gebotenen sittlichen Reife folgen kann. Nach einem befriedigenden Höhepunkt der mittleren Kreisch-Liga setzt es dann eine – allerdings etwas gewagt konstruierte – Schlußwendung, für die es bei mir einen leichten Punktabzug gibt. Ansonsten aber war ich von HUMAN EXPERIMENTS positiv überrascht. Produziert wurde dieser kleine, aber sehr ordentliche Thriller von dem Pornoproduzenten-Ehepaar Ed und Summer Brown, die u.a. einige Male mit Annette Haven zusammengearbeitet haben. Als böser Doktor versieht Juliette Lewis´ Vater Geoffrey seinen Dienst mit Verve und erinnert etwas an den jungen Lance Henriksen. In Nebenrollen tauchen die Veteranen Aldo Ray und Jackie Coogan auf. Und für die Kameraarbeit zeichnet Joao Fernandes verantwortlich, der ebenfalls aus Pornesien stammt und sich zu einem gefragten Hollywood- „Director Of Photography“ entwickelt hat. Nö, ich fand den Film eigentlich sehr brauchbar, und ich meine, ihn irgendwann auch mal als deutsche Videopremiere gesehen zu haben, wo er – meine ich – GEHIRNWÄSCHE hieß. Ich tippe auf VMP.




Deine Erinnerung trügt nicht.
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