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Kurzkommentare April 2012



117 Antworten in diesem Thema

#31 Puni

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Geschrieben 14. April 2012, 14:33

BATTLESHIP - narrative ist das Ganze natürlich eine Totalkatastrophe, selbst für Blockbusterverhältnisse und war sogar mir teilweise zu doof. Doch wie will man ein "Brettspiel" großartig anders auf die Leinwand bringen? Mal ganz davon abgesehen, dass die high-concept-Prämisse ohnehin nur als Rahmen für die Militärpornografie dient (Sebastian Selig nannte die in Zeitlupe auf den Zuschauer fliegenden Cruise Missiles folgerichtig "Cum Shots"), die so auch von Bay stammen könnte. Selbst wenn mal kein hochmodernes Militärgerät gezeigt wird, macht BATTLESHIP keinen Hehl aus seiner Ideologie: Der Verlierer mit gutem Herzen wird erst durch den Eintritt in die Streitkräfte zum guten Menschen und durch die Gefahr und den Konflikt zum Mann. Ist Taylor Kitsch anfangs noch der langhaarige Hippie, der seinen Bruder - selbst Marine-Offizier - stets in Verlegenheit bringt, steht er diesem nun mit schneidigem Haarschnitt und in Uniform tapfer zur Seite. Keine Zielgruppe bleibt hier vom Militär unangesprochen: Die kleinen Jungen werden mit allerlei Technik und markigen Sprüchen direkt angesprüchen und rekrutiert, die Invaliden bekommen ein Taylor-Kitsch-Pendant, das auf Metallbeinen Ärsche tritt und die Veteranen zeigen den jungen Rebellen, dass man Kriege auch ohne hochmodernes Kriesgerät gewinnen kann - ist der Wille nur stark genug und das Rohr (welches kann man sich nun aussuchen) lang genug. Dazu donnert stets Steve Jablonskys Score zu den Feuersalven. Das Pentagon veranstaltet diese Woche BATTLESHIP-Sondervorstellungen für Streitkräfte-Angehörige. Volltreffer, Mr. Berg!

#32 Puni

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Geschrieben 14. April 2012, 22:52

BACK TO THE FUTURE - nach fast 30 Jahren das erste Mal gesehen (ich geb's ja zu!) und gleich verliebt! Kann man solche Filme eigentlich nicht mögen!? Ich meine, der hat einfach alles, ja, ALLES - inklusive geilem Huey-Lewis-Song! Wie er am Ende ein Hindernis nach dem anderen in den Weg legt, toll. Nur die Vorbereitung auf das Sequel hat ein klein wenig gestört - sowieso habe ich vor diesen etwas Angst (begründet?). Ansonsten war ich auch überrascht, dass er ja gar nicht mal so dated wirkt wie ich dachte: Marty McFlys in Skinny-Jeans, Weste und Chucks - davon sieht man heute zumindest mehr als George McFlys. Sieht auf Blu-ray übrigens fantastisch aus!

#33 Howie Munson

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Geschrieben 15. April 2012, 07:07

Na, geht doch! :) Und wie ich schon schrub: Teil 2 ist vom plot her überragend, Teil 3 ist dann weniger toll. ;)

#34 Bastro

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Geschrieben 15. April 2012, 09:25

AKTION MUTANTE - spätpubertäre Hirnfurziade, die man nach fünf Minuten verstanden hat und nach fünfzehn das erste Mal ausmachen möchte. Im zweiten Anlauf immerhin bis Minute 20 durchgehalten.

#35 Der Außenseiter

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Geschrieben 15. April 2012, 22:01

WITCHCRAFT - DAS BÖSE LEBT

Statt dem zweiten Superman haben wir uns die Fortsetzung von Umberto Lenzis Horrorkracher GHOSTHOUSE angesehen. Leider führt nicht Lenzi Regie, sondern Fabrizio Laurenti, der sich mit seiner Filmographie als Dilettant vor dem Herrn empfiehlt, und hier mit seinem Debut gleich klar macht, dass er nicht mal rein zufällig eine gute Einstellung filmen könnte. Erheiternd eine Szene, als ein Neugeborenes von zwei alten Schachteln über einer brennenden Ghettomülltonne geröstet und anschließend gefressen wird, sowie eine alte Oma, der der Mund zugenäht wurde und die dann in den Kamin gehängt wird. Als die Hauptfiguren, im Spukhaus gefangen, Feuer machen wollen, fackeln sie die Alte dann auch gleich ab. Als die Umstehenden sich über den eigenartigen Geruch wundern, meint The Hoff nur: "Der zieht doch prima." Laurenti darf in diesem Hexenirrsinn aus dem Jahr 1988 nämlich David Hasselhoff, Linda Blair und Hildegard Knef dirigieren und wie's scheint, hatte er dabei noch seinen Taktstock quer im Arsch stecken. Das Erlebnis glich dann auch einem Eiweißbierschiss, der irgendwie nicht so recht rausgequetscht werden kann und den Darmausgang empfindlich kitzelt, gar zum Brennen bringt. Wohl dem, der im Dezember 1988 diese Perle in den deutschen Kinos sehen konnte.

"Der Unterschied zwischen dem Kino damals und heute ist, dass man heute die Kackwurst zeigt."


#36 Mr. Bungle

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Geschrieben 15. April 2012, 22:37

ROCHE & BÖHMERMANN

rocko schamoni ist ein schwieriger gegner-gast.
Radieschen waren die Cleveren und Kartoffeln die Polizisten

#37 Settembrini

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Geschrieben 16. April 2012, 12:42

Der Sonntagabend ist bei mir typischerweise ein Zeitpunkt, wo ich gnädig gestimmt und bereit bin, mir auch haarsträubenden Blödsinn anzusehen. Ein solcher Blödsinn ist z.B. Percy Jackson - Diebe im Olymp. Die Idee, daß ein amerikanischer Teenager erfährt, daß er der Sohn des Meeresgottes Poseidon und selbst demzufolge ein Halbgott ist, fand ich so haarsträubend, daß sie beinahe schon wieder gut ist. Der Film selbst ist allerdings keineswegs gut, auch nicht beinahe: zu viel Schnitzeljagd, zu viele uninspirierte Kampfszenen mit Monstern aus der griechischen Mythologie, usw.. Davon war ich nun nicht wirklich überrascht, denn wo soll es denn herkommen, gerade auch, wenn Chris Columbus, aus dem nun mal kein guter Regisseur mehr wird, Regie führt? Dadurch, daß alle Schauplätze in den USA liegen, sagt das harmlose Filmchen natürlich auch etwas über das sich vor allem in Nabelschau erschöpfende amerikanische Selbstbild aus, wobei ich die Idee, daß der Zugang zur Hölle in Hollywood liegt, dann aber doch wieder gut fand. Kurz gesagt: wirklich kein guter Film, ganz und gar nicht. trotzdem fühlte ich mich ganz gut unterhalten - ich war wohl gestern wirklich sehr gnädig gestimmt.

Bearbeitet von Settembrini, 16. April 2012, 12:44.


#38 djmacbest

    lässt sich doch nicht öffentlich als Satire beschimpfen!

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Geschrieben 17. April 2012, 00:43

THE AVENGERS - Rundum höchst liebenswerter Film, der es schafft, bei all dem Feuerwerk überraschend überschaubar und konzentriert zu bleiben... Wohl auch, weil Whedon schon wieder das Kunststück gelingt, die Abziehbildhaftigkeit seiner Figuren so lange auszuwalzen, bis daraus quasi von hinten tatsächlich wieder spannende Charaktere werden. Was außerdem nett war: Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Film auch als Serie von Freeze-Frames funktionieren würde, so nahe ist die Bildästhetik am Comic-Medium. Für so etwas ähnliches wie einen Actionfilm finde ich das schon ein starkes Stück. Tatsächlich sind mir hauptsächlich Stand- statt Bewegtbilder im Kopf geblieben.

#39 Funxton

    Avanti, Popolo

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Geschrieben 17. April 2012, 12:56

Das zu lesen macht mich schonmal prophylaktisch glücklich :)

#40 Der Außenseiter

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Geschrieben 17. April 2012, 14:44

DON CAMILLO UND PEPPONE

Pünktlich zu Ostern, wie jedes Jahr, sahen wir auch wieder dieses Geschenk an die Menschheit. :love:

"Der Unterschied zwischen dem Kino damals und heute ist, dass man heute die Kackwurst zeigt."


#41 hoolio21

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Geschrieben 17. April 2012, 15:41

Beitrag anzeigenDer Außenseiter sagte am 17. April 2012, 14:44:

Geschenk an die Menschheit.

:cheers:
(mein Weihnachtsfilm)

Eingefügtes Bild


#42 Puni

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Geschrieben 17. April 2012, 20:49

BACK TO THE FUTURE PART II - ist ja im Prinzip ein Remake/Best-of des Ersten, das leider schon etwas abbaut, was aber wohl genau darin begründet liegt. Die Chemie zwischen Marty und Doc stimmt aber nach wie vor, und auch Biff darf wieder ordentlich auf die Glocke hauen. Highlights: JAWS 19 und die '80s Retrobar mit Jacko! Am Ende war ich dann aber doch etwas überrascht, denn "To Be Concluded" inklusive Szenen aus dem Sequel (das ja "back to back" gedreht wurde) sieht man nicht alle Tag vor dem Abspann. Hat großen Spaß gemacht!

#43 Der Außenseiter

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Geschrieben 18. April 2012, 01:18

@ THE FRENCH CONNECTION

Beitrag anzeigenBastro sagte am 07. April 2012, 18:25:

Die Gangster spiegeln sich im Lüster des Edelrestaurants, während die Cops draußen frierend eine ölige Pizza runterschlingen.

Abseits dieses Impacts fand ich es immer noch interessanter, dass mit dieser Szene an anderer Stelle der Höhepunkt des Kinorealismus erreicht wird bzw. die Unmöglichkeit der Vorhersage, was geplant ist und was nicht. Friedkin steht in Perfektionismus einem Kubrick in nichts nach und wir sehen nur ein einziges Mal den Obdachlosen im Hauseingang liegen, als Doyle das Restaurant observiert und er nur einmal die Kadrage "verlässt" und wir den Obdachlosen dort liegen sehen. Es ist einfach brillant, wie er da unter all seinen Zeitungen liegt und es einfach nicht festzustellen ist, ob er dort drapiert wurde, in diesem unglaublich perfekten Aussehen eines New Yorker Penners, der unter Zeitungen liegt, oder ob er echt ist. Nach einer solchen Szene, einem solchen Sekundenhöhepunkt, konnte sich das Kino nur wieder reaktionär in die Stilisierung bewegen.

"Der Unterschied zwischen dem Kino damals und heute ist, dass man heute die Kackwurst zeigt."


#44 Bob

    social assassin

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Geschrieben 18. April 2012, 14:59

Beitrag anzeigenBastro sagte am 15. April 2012, 09:25:

AKTION MUTANTE - spätpubertäre Hirnfurziade, die man nach fünf Minuten verstanden hat und nach fünfzehn das erste Mal ausmachen möchte. Im zweiten Anlauf immerhin bis Minute 20 durchgehalten.
Einspruch: Bei weitem nicht mein liebster von Iglesia, aber so unanguckbar, wie du ihn darstellst, finde ich ihn auf keinen Fall. Der ist halt etwas ungelenk; vor allem der dystopische Entwurf viel zu forciert auf vor den Kopf stoßen und Kontraste getrimmt. Der Humor auch ein Tickchen zu albern Richtung Facepalm. Aber noch ein ansehnliches Frühwerk. und immer noch besser als jeder zweite Hochglanzmist aus dem Kino. Da tippe ich ja noch eher darauf, dass du einen schlechten Tag hattest oder auf Kriegsfuß mit dem Regisseur stehst.

#45 Short Cut

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Geschrieben 18. April 2012, 18:55

Monsieur Lazhar (Philippe Falardeau)

Mit meiner Freundin in Montreal gesehen. Ein sehr schöner und leiser Franko-kanadischer Film über einen algerischen Grundschullehrer der eine Klasse übernimmt, deren Lehrerin sich erhängt hat. Zutiefst humanistisch und auch ein wenig politisch ist er ganz dicht an seinen Figuren und schlachtet nichts aus. Sehr schöner Film !
Der für den besten fremdsprachigen Film nominierte, dürfte in den nächsten Tagen auch hier rauskommen.

Nick of Time (John Badham)

Schade eigentlich, dass diese Perle von Thriller so untergegangen ist. Dabei geht das Experiment Thriller in Echtzeit voll auf. Christopher Walken in Höchstform und Johnny Depp als Familienvater, der mit seiner Situation total überfordert ist runden diesen finsteren Blick auf politstrategische Planspielchen ziemlich gut ab. Die Endsequenz in der, der Drahtzieher schnell in die Limousine steigt und dabei noch symbolisch über die Armbanduhr latscht, hatte ich gar nicht mehr präsent. Klasse !
Jeder Film schreibt Geschichte. Um Filmgeschichte zu verstehen muss man Film immer im geschichtlichen und natürlich im Genrespezifischen Kontext sehen. So ist das und nicht anders.

#46 pasheko

    Hypnosemaschinen AG

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Geschrieben 18. April 2012, 19:39

Beitrag anzeigenBob sagte am 18. April 2012, 14:59:

oder auf Kriegsfuß mit dem Regisseur stehst.

Wenn einer keinen Kriegsfuß hat, dann der gute Bastro! :doc:
Hab AM damals gesehen, als er rauskam und als der "neue kranke Geheimtip" galt, fand ihn aber auch eher anstrengend und hatte seitdem auch nie wieder Lust, ihn noch mal zu kucken (ähnlich verhält es sich mit dem für meinen Geschmack zu hysterischen PERDITA DURANGO). LA COMUNIDAD und EL DIA DE LA BESTIA vom Iglesia finde ich aber richtig toll.

#47 hoolio21

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Geschrieben 18. April 2012, 19:41

Beitrag anzeigenpasheko sagte am 18. April 2012, 19:39:

Hab AM damals gesehen, als er rauskam und als der "neue kranke Geheimtip" galt, fand ihn aber auch eher anstrengend und hatte seitdem auch nie wieder Lust, ihn noch mal zu kucken (ähnlich verhält es sich mit dem für meinen Geschmack zu hysterischen PERDITA DURANGO). LA COMUNIDAD und EL DIA DE LA BESTIA vom Iglesia finde ich aber richtig toll.

Würde ich en detail genauso unterschreiben. Und "Crimen ferpecto" hinzufügen. Der hatte seine Momente. Und einen wunderhübschen Titel.

Eingefügtes Bild


#48 Bastro

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Geschrieben 18. April 2012, 20:28

Beitrag anzeigenBob sagte am 18. April 2012, 14:59:

Einspruch: Bei weitem nicht mein liebster von Iglesia, aber so unanguckbar, wie du ihn darstellst, finde ich ihn auf keinen Fall. Der ist halt etwas ungelenk; vor allem der dystopische Entwurf viel zu forciert auf vor den Kopf stoßen und Kontraste getrimmt. Der Humor auch ein Tickchen zu albern Richtung Facepalm. Aber noch ein ansehnliches Frühwerk. und immer noch besser als jeder zweite Hochglanzmist aus dem Kino. Da tippe ich ja noch eher darauf, dass du einen schlechten Tag hattest oder auf Kriegsfuß mit dem Regisseur stehst.

Beitrag anzeigenpasheko sagte am 18. April 2012, 19:39:

Wenn einer keinen Kriegsfuß hat, dann der gute Bastro! :doc:
Hab AM damals gesehen, als er rauskam und als der "neue kranke Geheimtip" galt, fand ihn aber auch eher anstrengend und hatte seitdem auch nie wieder Lust, ihn noch mal zu kucken (ähnlich verhält es sich mit dem für meinen Geschmack zu hysterischen PERDITA DURANGO). LA COMUNIDAD und EL DIA DE LA BESTIA vom Iglesia finde ich aber richtig toll.
:)
Interessanterweise sehe ich das genauso wie pasheko. Kenne die gleichen Filme, würde sie ebenso bewerten.

Warum du hier einen Abgleich mit "Hochglanzmist" machen willst, verstehe ich übrigens nicht. AM ist ja nicht weniger inszeniert und künstlich, wie andere Filme hochglänzend sind. Und meine Kinogewohnheiten kennst du ja ein bißchen vielleicht; Mist versuche ich generell zu vermeiden.

#49 Bastro

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Geschrieben 18. April 2012, 20:37

HARAKIRI (Kobayashi) - einer der besten Filme, die ich kenne. Die Blu-ray von MoC ist genial.

#50 Keitel

    Gestern war Gestern – Heute beginnt die Zukunft!

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Geschrieben 18. April 2012, 20:40

Die TV-Produktion "The Baby's Room" von Ihm kann man sich auch ansehen
"Halt! Wer trabt so spät durch Nacht und Wind ?" - "Ich habe den Sachsen das Angeln beigebracht. Seitdem heissen sie Angelsachsen!" - "Ich bin der König aller Angler!"

#51 Bob

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Geschrieben 18. April 2012, 20:43

@Bastro:

Den Hochglanzmist habe ich aus dem Hut gezaubert, weil das meist die Filme sind, die ich wiederum nach so 15 Minuten getrost verabschiede. Bei kleineren, dreckigeren Sachen sitzt meine Toleranzgrenze einfach höher. Und ich war ja auch nicht so über den Film begeistert, aber mir kam dein Kommentar zu abschreckend für Mitleser vor; dazu noch das 'gefällt' von Außi. Musste hier spontan für den Iglesia in die Bresche springen. Ich mag den einfach. Macht keine Überfilme, aber amüsiert mich mit eigentlich jedem neuen, weil sie so gerne aus der Reihe fallen. So ein bisschen wie bei Vincenzo Natali. In der Erhitzung meiner Ereiferung sah es dann wohl nach einem Vorwurf auf - sorry. Weiß natürlich, dass du in der Regel offen bist für alles. Ich glaube das mit dem Pubertätsding hast du schon mal gegenüber Apatow gebracht und daher habe ich hier per Kurzschluss eine pauschale Asympathie vermutet.

#52 Der Außenseiter

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Geschrieben 18. April 2012, 21:06

Vorrangig gefiel mir an Bastros Posting eigentlich die Direktheit und das Wort Hirnfurziade. Gegen Álex de la Iglesia wollte ich gar nicht wettern, auch wenn auch ich pasheko vorbehaltlos zustimmen würde.

"Der Unterschied zwischen dem Kino damals und heute ist, dass man heute die Kackwurst zeigt."


#53 Groucho Marx

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Geschrieben 18. April 2012, 21:10

Ich habe mich damals durch sein gesamtes Ouvre geschaut und würde jederzeit EL DIA DE LA BESTIA den Vorzug geben. Für meine Begriffe herrscht hier das ideale Gleichgewicht zwischen dem Ungestüm des vordergründig-plakativen Jungfilmers und der gesetzten Gravtät seines Spätwerkes.

#54 Keitel

    Gestern war Gestern – Heute beginnt die Zukunft!

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Geschrieben 18. April 2012, 21:38

Recherche dans l'Intérêt des Familles (R.I.F. - Ich werde dich finden!) - Frankreich, 2011:

Zwischen dem durch seinen Beruf gestreßten Polizisten Stéphane (glaubhaft gespielt von Yvan Attal) und seiner Frau Valerie (sexy Valentina Cervi) herrscht keine Harmonie mehr ... Der gemeinsame Urlaub soll das Paar wieder versöhnen. Nach einer Autopanne wartet Valerie allein an einer Tankstelle, während Stéphane mit dem gemeinsamen Sohn das Auto abholen ... Als Stéphane und Sohn zurück sind, ist Valerie spurlos verschwunden ...
Wer "Spoorloos" oder "Breakdown" (mit Kurt Russel) schon gesehen hat, erlebt bei R.I.F. zwar keine Überraschungen, hat aber an einem sehr soliden Krimi mit realitätsnaher Darstellung der Polizeiarbeit und hervorragenden Schauspielerleistungen seine helle Freude. Der Film ist während der gesamten Laufzeit spannend und ist von Regisseur Franck Mancuso (ehemaliger Polizist) schnörkellos insziniert (keine Einstellung zu viel). Die Handkamera sorgt zwar für eine unruhige, besorgniserregende Stimmung ist jedoch nie hektisch. Schwächen des Filmes: 1. Der zu frühe und eindeutige Hinweis auf den/die Täter reduziert die Spannung an der finalen Auflösung. 2. Man merkt das geringe Budget des Filmes manchmal an seinem TV-Look, was mich nicht stört. Keitel war zufrieden mit dem Film: Note 7/10 Punkte
"Halt! Wer trabt so spät durch Nacht und Wind ?" - "Ich habe den Sachsen das Angeln beigebracht. Seitdem heissen sie Angelsachsen!" - "Ich bin der König aller Angler!"

#55 Bob

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Geschrieben 18. April 2012, 21:51

Dann ist hier ja doch alles bestens, bezüglich Iglesia. :blush:

#56 Zodiac

    Da Blogga

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Geschrieben 18. April 2012, 22:47

The Big Lebowski (1998)

War wohl an der Zeit, mich des angeblich besten Films der Coen-Brüder anzunehmen. Was soll ich sagen? Es gibt bessere. Aber ich habe die DVD hinter mir und muss mir das Ding wohl gelegentlich noch einmal anschauen, weil man sich schlecht den Arsch damit putzen kann. Ehrenplätze behalten jedoch weiterhin "The Hudsucker Proxy", "Intolerable Cruelty", "No Country For Old Men" und der Film, der mit dem herannahenden Wirbelsturm endet.

Euer Filmbanause

#57 Der Außenseiter

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Geschrieben 18. April 2012, 22:51

Als der Film damals rauskam, habe ich eigentlich mehr Kritiken gelesen, die den Film als den schwächsten Coen eingestuft haben, der nur eher ein großes Publikum finden wird. Aber vermutlich hat man da jetzt zur Publikumsmeinung umgeschwenkt. Die Massenkompatibilität hat diesen Film ja zu einem Bestandteil unserer Popkultur gemacht.

"Der Unterschied zwischen dem Kino damals und heute ist, dass man heute die Kackwurst zeigt."


#58 Zodiac

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Geschrieben 18. April 2012, 22:54

Beitrag anzeigenDer Außenseiter sagte am 18. April 2012, 22:51:

Als der Film damals rauskam, habe ich eigentlich mehr Kritiken gelesen, die den Film als den schwächsten Coen eingestuft haben, der nur eher ein großes Publikum finden wird. Aber vermutlich hat man da jetzt zur Publikumsmeinung umgeschwenkt. Die Massenkompatibilität hat diesen Film ja zu einem Bestandteil unserer Popkultur gemacht.

Sic transit... - Hoffentlich wird das mit "Burn After Reading" nie passieren. :D

#59 Bastro

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Geschrieben 19. April 2012, 12:36

Beitrag anzeigenDer Außenseiter sagte am 18. April 2012, 01:18:

@ THE FRENCH CONNECTION



Abseits dieses Impacts fand ich es immer noch interessanter, dass mit dieser Szene an anderer Stelle der Höhepunkt des Kinorealismus erreicht wird bzw. die Unmöglichkeit der Vorhersage, was geplant ist und was nicht. Friedkin steht in Perfektionismus einem Kubrick in nichts nach und wir sehen nur ein einziges Mal den Obdachlosen im Hauseingang liegen, als Doyle das Restaurant observiert und er nur einmal die Kadrage "verlässt" und wir den Obdachlosen dort liegen sehen. Es ist einfach brillant, wie er da unter all seinen Zeitungen liegt und es einfach nicht festzustellen ist, ob er dort drapiert wurde, in diesem unglaublich perfekten Aussehen eines New Yorker Penners, der unter Zeitungen liegt, oder ob er echt ist. Nach einer solchen Szene, einem solchen Sekundenhöhepunkt, konnte sich das Kino nur wieder reaktionär in die Stilisierung bewegen.
Habe jetzt länger über deine Worte nachgedacht - und verstehe sie dennoch nicht. Nur weil der Film an realen Schauplätzen spielt ist er doch nicht real - oder nicht nicht stilisiert, ästhetisch durchgearbeitet (und wieso ist das ein Höhepunkt mit dem Obdachlosen? Wird der hier nicht auch als Dekor missbraucht?). Was ist an Stilisierung reaktionär?

#60 Bastro

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Geschrieben 19. April 2012, 12:45

OUR IDIOT BROTHER - herzerwärmende, unterhaltsame Komödie, die größtenteils ohne albernen Klamauk auskommt oder doofe Sprüche. Dennoch begreife ich nicht so ganz, weshalb der Protagonist so naiv gezeichnet werden musste und nicht stärker idealistisch geskriptet wurde. So gerät dem Film dann doch die eine oder andere Überforcierung dazwischen, etwa mit der Nacktszene mit Tatjana und seiner Begriffsstutzigkeit. Insgesamt etwas zu viel Gutmenschenkino für mich.





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