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Ubaldo Terzanis Schreibstube Volume 2

Hier polemisiert der Meista!

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MEDIANERAS


MEDIANERAS Es geht um Einsamkeit in der Masse, um Anonymität und Isolation iund aneinander Vorbeileben n der Großstadt, sowie um moderne Kommunikations-Technologie, die die Menschen sowohl verbinden als auch von einander trennen kann. Nichts Neues also, was die Filmemacher hier verhandeln. Dazu nehme man noch zwei sympathisch schrullige Neurotiker, Nachbarin und Nachbar, die von der Existenz des jeweils Anderen nichts wissen, durch eine Verkettung von blödsinnigen Zufällen am Ende jedoch zueinander finden. Und fertig ist ein sehr mainstreamiger, bemüht sympathischer, traurig anrührender und lustig gefälliger Arthouse-Film, der es jedem Zuschauer recht machen will und konsequenterweise mit Publikumspreisen überschüttet wurde.

Was aber wirklich sehr gut gelungen ist, ist die süßlich märchenhafte Atmosphäre und Bildsprache des Ganzen, die latent an Sofia Coppola erinnert. Ebenfalls die Vermischung von Film, Photographie, Skizzen, Zeichnungen und Animationen weiß in ihrer Kreativität zu gefallen. Und der Prolog des Films, wo die Architektur Buenos Aires' en detail beleuchtet und erklärt wird wie sie sich auf die Befindlichkeiten und das Leben der Menschen auswirke, ist nicht nur visuell herausragend.

Summa Summarum ist MEDIANERAS trotz inhaltlicher Schwächen und trotz seiner bemüht gefälligen Protagonisten ein sehenswerter, weit überdurchschnittlicher, sehr kreativer, bisweilen faszinierender Film. Es kommt manchmal halt nicht so sehr darauf an, was vermittelt wird, sondern wie es vermittelt wird. Und letztendlich hatten die beiden Fremden auch ein paar *wirklich* lustige und sympathische Momente zwischen all den Publikums-anbiedernden Drehbuch-Einfällen.

knappe 7/10 (noch gut)

text nicht korrekturgelesen und rechtschreibprüfung nicht eingeschaltet

Drama Komödie Isolation Einsamkeit Liebe Metropole Traurigkeit seelische Buhbuhs


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MY WEEK WITH MARILYN


MY WEEK WITH MARILYN Einerseits thematisiert der Film die (angebliche) Psyche der M. Monroe sehr ausführlich -- ihre fast unmerklich von Statten gehenden Stimmungsschwankungen, ihre Depressionen, ihre Angst vor dem Startum, ihre Sucht nach dem Startum, ihre Verletzlichkeit, ihre Traurigkeit darüber dass sie sich objektisiert fühlt, ihre Offenheit und Gutherzigkeit -- und schafft so ein sehr differenziertes Persönlichkeitsbild. Auf der anderen Seite schafft es dieser Film, den Mythos Marilyn Monroe nicht zu entmystifizieren, indem er sich seiner Protagonistin nicht zu sehr nähert, ihr gar eine unnahbare Aura verleiht. Dieser Balanceakt zwischen psychologischer Sezzierung und Aufrechterhaltung des Mythos dieser Person ist sehr gut geglückt. Und Michelle Williams spielt - anderer Körperbau hin oder her - sehr gut, gibt ihrer Rolle eine teils laszive, teils mädchenhaft schüchterne Ausstrahlung und vermag exakt zu vermitteln, was an Marilyn Monroe die Menschen dermaßen fasziniert hat und noch immer fasziniert

Abgesehen davon ist MY WEEK WITH MARILYN schreiberisch und inszenatorisch ein recht gediegener, aber doch typischer Award Season-Film, wie man sie in diesem Stil alle Jahre wieder im Winter zu sehen bekommt. Nicht mehr, nicht weniger.

knapp noch 6/10 (ordentlich, sehenswert)

P.S.: Dafür dass Emma Watson mimisch was auf dem Kasten hat, erscheint mir ihre Rolle hier zu klein. Hätte gerne mehr von ihr gesehen, denn sie war gut.


text nicht korrekturgelesen

based on true events period piece Drama award season movie




Filmtagebuch von...

Ubaldo Terzani

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