Zum Inhalt wechseln


Ubaldo Terzanis Schreibstube Volume 2

Hier polemisiert der Meista!

Foto

TENGOKU KARA NO ERU - 天国からのエール


TENGOKU KARA NO ERU - 天国からのエール Der Schul- und Catering-Koch Hikaru erfährt dass eine Schüler-Band keinen Ort zum Proben hat, weil überall Ruhestörung. Also baut er ihnen auf eigene Kosten ein schallisoliertes Musikstudio und verschuldet sichund seine Familie dabei (klingt weit hergeholt, aber der Film basiert auf tatsächlichen Ereignissen). Die Schüler dürfen das Studio kostenlos nutzen, solange sie bestimmte Verhaltensregeln und konservative Werte einhalten. Hikaru möchte die Schüler nämlich - Zitat - "zu anständigen Bürgern erziehen", und natürlich ihren musikalischen Ergeiz fördern. Selbst als er an Krebs erkrankt, stellt er das Wohl der Schüler über sein eigenes und ist für die Jugendlichen da, anstatt sich um seine Krebs-Therapie zu kümmern...

Dieser Film über einen konservativen Kleinbürger mit harter Schale und weichem Kern schafft es gerade noch so, einfache Gutmenschelei zu vermeiden und in der Darstellung der Ereignisse und Figuren facettenreich zu sein. Problematisch ist aber dass die Filmemacher sich vieler Gepflogenheiten amerikanischer "based on true events"-Filme bedienen und man genau sieht, was von der Realität abweicht und aus dem kleinen Drehbuch-Einmaleins entliehen wurde. Sprich: Viele Szenen sind prototypisch. Die Inszenierung hingegen weiß öfters zu überzeugen. Es ist ein kleiner, reduzierter, offenbar nicht sonderlich hoch budgetierter Film, der keine großen Sprünge machen kann, aber doch einigen Wert auf interessante Bilder und skurrile Situationen legt (Luftgitarre-Spiel auf der Felsenklippe, zum Beispiel).
Den von einem charismatischen Schauspieler dargestellten Protagonisten schließt man bald ins Herz, die Schüler-Figuren mit ihren Problemen auch, aber weniger. Das ständige Pendeln zwischen Drama und Komödie kriegt der Film gut hin, auch wenn der Humor nicht immer auf meiner Wellenlänge ist und das melodramatische Finale für meinen Geschmack etwas übertrieben weinerlich ist. Schade ist dass der Film nicht mehr Zeit auf die Musik der Jugendlichen verwendet und ihm in musikalischer und Bandproben-atmosphärischer Hinsicht etwas die Coolness fehlt -- da hätte ich mir mehr gewünscht.
Summa Summarum aber ein sehenswerter und menschlich ansprechender Coming of Age-Film über die Befindlichkeiten von Jugendlichen und über das bemerkenswerte ehrenamtliche Engagement eines einfachen Kochs.

6/10 (ordentlich, sehenswert)

Drama Musik Komödie Jugend Schule Band schlechte ärztl. Nachrichten based on true events ehrenamtlicher Einsatz




Filmtagebuch von...

Ubaldo Terzani

    Reader discretion is advised, lan

  • Senior-Member
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 1.267 Beiträge

Filmtagebuch durchsuchen

Aktuelle Besucher

Mitglieder: 0, Gäste: 0, unsichtbare Mitglieder: 0

Letzte Besucher

Mai 2012

M D M D F S S
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031