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Ubaldo Terzanis Schreibstube Volume 2

Hier polemisiert der Meista!

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INNKEEPERS, THE


INNKEEPERS, THE Obwohl der Film im Heute spielt wirkt er doch sehr nostalgisch - und dass nicht nur weil die Handlung in einem alten Hotel angesiedelt ist, in dem seit Jahrzehnten nur sehr wenig verändert und mordernisiert worden scheint. Passieren tut in den 100 Minuten eigentlich nichts, und das was passiert ist eh nicht überraschend, weil: recht klassische Spukhaus-Plotte. Dieser langsam gepacte Film lebt auch eher von seiner starken Atmosphäre und der langsamen, aber stätigen Steigerung von Grusel, Beklemmung und nervöser Anspannung, die dann erst in den letzten 10 Minuten in einem horror- und blutlastigen Finale kulminieren. Diametral verhält es sich mit dem Humor: Wirkt INNKEEPERS am Anfang wie eine (wenn auch tonal gedämpfte und die Figuren niemals lächerlich machende) Quasi-Komödie über zwei geekige Hotel-Rezeptionisten, verschwinden die humoristischen Elemente nach und nach fast unmerklich aus dem Film, während der Grusel, der Spuk immer stärker die Oberhand gewinnt.

Neben dem nostalgischen Setting in einem alten Hotel und der unaufgeregten Ruhe und tonalen Gedämpftheit dieses Films spielen vor allem noch zwei Faktoren für die dichte, gruselige Atmosphöre eine Rolle: Zum einen sind es die ständingen Figuren Tracking Shots sowie das creepige Abfahren von Hotelkorridoren mit der Kamera -- zwei simple, aber in dem Fall sehr effektive Mittel. Zum Anderen ist es die Empathie: Ti West nimmt seine beiden Hauptfiguren ernst, so dass der Zuschauer sich für diese Menschen tatsächlich interessiert und bange mitfiebert, weil sie in diesem Spuk-Hotel in Gefahr sind.

Mit seiner Schlichheit, seiner Verweigerung jedem Spektakel und jeder Effekthascherei gegenüber sowie seiner ruhigen Gemächlichkeit und den ernstzunehmenden Figuren setzt sich THE INNKEEPERS tatsächlich angenehm ab von den anderen heutigen US-Horrorfilmen ab. Es ist schon erstaunlich mit welchen bescheidenen Mitteln die Produzenten einen Film gemacht haben, der wirklich sehr gruselig, spannend, menschlich involvierend ist und von der ersten bis zur letzten Minute ein herausragendes Filmerlebnis darstellt.

8/10 (gut)

text nicht korrekturgelsen. schließlich bin ich kein flauschhandtuchbenutzer oder sockensortierer

Horror Komödie Drama Geist(er)


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MAGIC TO WIN - 開心魔法


MAGIC TO WIN - 開心魔法 Heute nur kurz, weil keine Lust:

Wenn ich einen Film über eine Schülerin sehe, die plötzlich magische Kräfte bekommt, dann ich will ich natürlich verzaubert werden, ich will staunen, will Phantastisches oder Phantasieanregendes sehen. Aber dieser gotterbärmlichen Schulzauber-Posse fehlt es an Seele, Herz und Verstand. Langweilige blitzeblank polierte Optik, undprickelnde digitale Spezialeffekte, dem amerikischen Kino entliehende Kömpfe (u.a. Star Wars), eine unsympathiache Protagonistin, zweidimensionale Figuren, eine unprickelnde Geschichte, die der Drehbuchautor vermutlich mittags mal schnell in der Kantine auf ne Serviette geschrieben hat. Beim Betrachten dieser allglatten und seelenlosen Banalität von Film dachte ich die ganze Zeit nur: Wen juckt's?

3/10 (Rohrkrepierer)

Magie Action Schule Hirnfurz


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HEUREUX ÉVÉNEMENT, UN


HEUREUX ÉVÉNEMENT, UN Der Anfang in der Videothek, wo Mann und Frau, zwei Fremde, bloß durch das Zeigen von DVD-Covern und Filmtiteln miteinander kommunizieren, ist wirklich sehr sehenswert und charmant. Aus den Beiden wird bald ein Paar, und sie beschließen aus lauter Verliebtheit ein Baby zu bekommen, obwohl sie beide weder finanziell gefestigt noch charakterlich reif für ein Kind sind.
Bei diesem Film handelt es sich um eine "Ernst des Lebens"-Dramödie a la Judd Apatow mit einer Mixtur aus (teils krüdem) Humor, lebensreflektierenden Passagen, bitterer Dramatik und einem recht großen Cast of Characters mit zahlreichen Nebenfiguren. Nur halt dass die dramatischen Passagen dieses französischen Films wesentlich runder und greifbarer sind als bei Apatows Filmen "Funny People" oder "Knocked Up".

In den 9 Moneten vor und in den 12 Monaten nach der Geburt, die der Film umspannt, geht es um das Schwanken zwischen Liebe und Ablehnung des Kindes durch die Schwangere, es geht um eine sich immer stärker abzeichnende Beziehungskrise der Eltern, es geht um die psychische Krise einer jungen Mutter und Hausfrau, die sich völlig überfordert, monotonisiert und im Haus quasi angekettet fühlt.
Mit diesem Film ist das so eine Sache: Einerseits ist er die rundum gelungene Apatow-Dramödie, die Apatow nie gemacht hat. Andererseits wirken die Sequenzen mit den Leiden der jungen Mutter und Hausfrau einfach wie eine abgeschwächte und mainstreamisierte Version von "De Gelukkige Huisvrouw" (Die glückliche Hausfrau) mit der wunderbaren Clarice van Houten.

6,5/10 (ordentlich, sehenswert)

text nicht korrekturgelesen. schließlich bin ich kein badekappenträger oder zehenzwischenraumabtrockner, lan

Komödie Drama Familie Schwangerschaft


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HAPPY END


HAPPY END Ein bis zum Schluss interessantes und in vielen Szenen ein mulmiges Gefühl verursachendes Multi-Handlungsstrang-Drama über fünf Personen, die teils in familiärer Beziehung zueinander stehen, teils anderweitig miteinander verflochten sind. Nach und nach deckt der Film ein pessimistisches Bild von Ausnutzung, persönlicher Vorteilsnahme auf und skizziert Menschen, die allesamt Geiseln ihrer jeweiligen verfahrenen Lebenssituation sind. Mag sich am Ende auch Veränderung / Neubeginn abzeichnen, wirkt der Titel HAPPY END nichtsdestotrotz recht zynisch.

Nicht nur das durchgängig sehr gute und emotional agierende Schauspieler-Ensemble, sondern vor allem auch die präzise Inszenierung, welche die Tristesse des Alltags in langen Einstellungen und kühlen Farben stilisiert, trägt sehr dazu bei dass man vom Geschehen absorbiert wird und tatsächlich ein Unbehagen spürt angesichts des depressiven Gezeigten. Neben den sehr expliziten Szenen häuslicher Gewalt, die sich unweigerlich auf die Netzhaut einbrennen, ist vor allem eine Bildkomposition interessant: Ein Baum mittig im Bildvordergrund verdeckt das männliche Opfer einer Attacke; links sieht man die flehende Freundin des Opfers, rechts sieht man die Angreifer, die zu Schlägen und Tritten ausholen. Die Einschläge an sich hört man bloß, ebenso die Schreie des Opfers. Diese bewusste Auslassung ist sehr effektiv, weil sie die Szene umso intensiver und unangenehmer macht und Kopfkino provoziert. Da der Film auch ansonsten viele gelungene inszenatorische Ideen hat, welche die Wirkung der pessimistischen Erzählung auf den Zuschauer intensivieren und die Filmbetrachtung zu starkem Tobak machen, gebe ich:

gute 7/10 (Ansehen lohnt sich unbedingt)

text nicht korrekturgelesen. schließlich bin ich kein gulaschkleinschneider oder lollipopper.

häusliche Gewalt Familie Bourgeoisie Alltag


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SEEKING JUSTICE


SEEKING JUSTICE Als vom kotzenden Nic Cage ein Schnitt auf einen Wischmob erfolgt, ist das durchaus zum Schmunzeln. Auch so Sachen wie die Parallelmontage von Mann im Schachclub und Frau in der Orchesterprobe sind einigermaßen ordentlich. Es ist zwar nichts Bemerkenswertes dabei herausgekommen, aber immerhin geben sich die Filmemacher Mühe, visuell kreativ zu sein und versuchen zumindest, die Geschichte in Bildern zu erzählen. Diese Geschichte über einen moralisch nicht ganz integren, aber letztendlich sympathischen Normalbürger, der über sich hinaus wachsen muss, nachdem er einen Pakt mit dem "Teufel" abgeschlossen hat, besteht aus vielen hinlänglich bekannten Versatzstückchen des Verschwörungs-Thrillers und Actionkinos. Über die vielen Unwahrscheinlichkeiten und Logigschwächen kann man gerade noch so hinwegsehen, denn Nic Cage und Guy Pearce sind als Protagonist und Antagonist durchaus sehenswert. Mag das auch kein guter Film sein, ist er immer noch besser und kurzweiliger als viele andere amerikanische Direct To DVD-Actionfilme. Und er ist so laut, schnell und plakativ dass man sich von ihm ganz gut berieseln lassen kann, ohne dabei müde zu werden.

5/10 (kann man gucken, muss man aber nicht)

text nicht korrekturgelesen. schließlich bin ich kein auffoliegriller oder zahnarztspritzenbettler.

Thriller Action Verschwörung


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GIRL WITH THE DRAGON TATTOO, THE


GIRL WITH THE DRAGON TATTOO, THE Schon klar: Wissen ist Macht und unsere Vergangenheit holt uns ein. Doch wenn ich wirklich zweieinhalb Stunden lang zwei Leuten beim Recherchieren, Stöbern in Archiven, Analysieren von Photos, Rumgoogeln, ellenlangen Befragen von Personen und dem Zusammenführen von Puzzle-Teilen zugucken wollte, könnte ich mich genau so gut auch in eine Universitätsbibliothek setzen und das dortige Treiben betrachten. Was für ein langer und weiliger, emotional distanzierter Porno für Recherche-Fetischisten. ZODIAC: Reloaded so zu sagen. Es ist schon lächerlich, mit welchem Ernst hier eine exorbitante Fülle an Namen und Personen-Verflechtungen auf einer Bonzen-Insel im Fjord ausgebreitet wird, die sich eh kein Zuschauer alle merken könnte, selbst wenn es ihn wirklich interessierete, ob der Serien-Mörder nun der eine Bruder, oder der andere Bruder, oder der Onkel, oder die Frau vom Onkel, oder der Hausmeister, oder vielleicht der verfickte Weihnachtsmann ist und wer mit wem warum verflechtet ist.
Erstaunlich übrigens wie die Filmbesprechung auf critic.de versucht, diesen Film zu einer anspruchsvollen Abhandlung über menschliche Erinnerung, das Vergessen und die dennoch vorhandene Allgegenwärtigkeit der Vergangenheit zu stilisieren. Da muss ich fragen: Trifft das nicht auf jeden Film zu, in dem ein Ermittler in der nahen oder fernen Vergangenheit einen Fall recherchiert?

Hach ja, David Fincher. Aber was nützt mir eine herausragende Inszenierung, eindrucksvolle Bildsprache, wenn ich zweieinhalb Stunden lang uninteressante Recherchen sehe über Dinge und Personen, die mich nicht interessieren?

Zudem ist das leider ein Film mit Stock im Arsch. Seine aufgesetzt wirkende monotone Ernsthaftigkeit, Grimmigkeit, distanzierte Kühle und seine getragene, bedächtliche Andachts-Atmosphäre, die den Zuschauer in wachkomatöse Trance versetzt, mögen manche ja als Anspruch mystifizieren. Meiner Meinung nach hingegen bräuchte Fincher einfach mal dringend eine lustige Soiree mit viel Vodka und Musik bei Freunden, um mal lockerer zu werden. Und Chris Nolan kann er dorthin auch gleich mitnehmen, lan.

1/10 (Zelluloidverschwendung)

text nicht korrekturgelesen. schließlich bin ich kein hemdindenschlüpferstecker oder schattenparker

Banalitäten Langeweile lächerliche Ernsthaftigkeit


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TOMIE UNLIMITED 富江 アンリミテッド


TOMIE UNLIMITED 富江 アンリミテッド An ihrem 1. Todesjubiläum klingelt die 18 jährige Schülerin Tomie plötzlich an der Tür und schockiert damit ihre um sie trauernde Familie. Tomie ist als Dämon zurückgekehrt, der die Psyche von Menschen beliebig manipulieren kann und mit dem familiären und gesellschaftlichen Status Quo nicht zufrieden ist. Ergo ist die Kacke alsbald mächtig am dampfen, lan.

Zu Gefallen weiß erstmal der Prolog mit der photographierenden Schwester und Tomies Ableben. Sehr reizvoll kombiniert der Film hier bewegte und unbewegte Bilder, was sich auch fortsetzt in der darauf folgenden Vorspann-Sequenz. Eindrucksvoll ist auch die darauf folgende Einstellung mit Vater, Mutter, Schwester am Esstisch, Geburtstagstorte und Tomies Photo auf dem Tisch.

Ab dem Moment, als Tomie als Dämon nach Hause zurückkehrt, wird der Film leider etwas unausgegoren. Einerseits sind die Horrorszenen bis ins Groteske übersteigert (und zudem von den Spezialeffekten her sehr billig), so dass man sie nicht wirklich ernst nehmen, aber auch nicht über sie lachen kann.

Auf der anderen Seite jedoch versucht der Film durchaus ernsthaft, menschliche Beziehungen und familiäre wie schulische Strukturen zu beleuchten, und es werden immer wieder Gesellschaftskommentare abgelassen.
Schade dass das (genau so wie die emotionale Komponente dieses Schwestern-Dramas) bisweilen untergeht in all dem grotesk überkandidelten Unsinn von wegen aus Schultern wachsenden Geschwüren, sprechenden Köpfen in der Blumenvase und sonstigem Quark.

Wesentlich besser zu gefallen weiß da schon die Darstellung des familiären Horrors und der häuslichen Gewalt, die die psychisch manipulierten Familienmitglieder sich antun. Sowieso hat der Film - zumindest in seinen besseren Momenten - ordentliche Creepiness zu bieten. Die gruselige Szene mit den beiden Schwestern in der Badewanne ist atmosphärisch sehr dicht inszeniert und wird wohl dem gehören, das mir aus diesem Film mit am längsten im Gedächtnis bleiben wird.

Faszinierend ist auch Miu Nakamura in der Rolle der Tomie. Ohne ihre bemerkenswerte Darstellung würde der Film nicht so beklemmend sein. Sie stellt sowohl die verführerischen, kindlichen naiven als auch angsteinflößenden Seiten der Tomie sehr eindringlich dar. Wenn Blicke töten... Lan, ist die Frau scary.

Fazit:
Etwas unausgegorene Mischung aus Gefühls-Drama, gesellschaftlichem Kommentar, effektivem Grusel, grenzdebilem Brachial-Horror und Betrachtung menschlicher Beziehungen. Trotz zahlreicher guter Momente wirkt der Film als Ganzes völlig überladen und besitzt eine unaufgeräumte Struktur. Zudem hat er schlicht zu viele tonale Schwankungen, was oftmals die Atmosphäre zerstört, und mit seiner comichaft grotesken Brachial-Horror-Scheiße schießt er sich letztendlich selbst ins Bein. Nichts Halbes, nichts Ganzes. Weil andererseits aber vieles in desem Film sehr effektiv, gruselig oder beeindruckend ist, gebe ich:

6/10 (ordentlich, sehenswert)

text nicht korrekturgelesen. schließlich bin ich kein haustürzweimalabschließer oder beckenrandschwimmer.

Horror Komödie Gesellschaftskommentar Dämon Drama Schwestern


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THE DAY HE ARRIVES - 북촌방향


THE DAY HE ARRIVES - 북촌방향 Sung-Joon, gescheiterter Filmregisseur und nun Filmprofessor in der Provinz, kehrt nach Seoul heim, um einen alten Freund zu besuchen. Er scheint ein sehr unglücklicher Mann zu sein. Dass es in seinem Leben nicht wirklich vorangeht und er in Lethargie erstarrt ist, mag aber einfach eine Art selbsterfüllende Prophezeiung sein; immerhin glaubt Sung-Joon, alles sei eine Verkettung nicht kontrollierbarer Ereignisse und der Mensch habe keinen Einfluss auf sein Schicksal.

Wie Sung-Joon kommt auch der Film nicht wirklich von der Stelle. Es wird mit Wiederholungen und Kreisbewegungen gearbeitet. Zum Teil werden dieselben Person einander mehrmals im Filmverlauf vorgestellt. Fast schon zeitschleifenartig, auf jeden Fall aber surreal wirkt es, wie Regisseur Sang-soo Hung die Starre im Leben seiner 4 Hauptfiguren sowie die Austauschbarkeit ihrer Treffen zwecks Konversation und Besäufnis skizziert. Es ist ein sehr interessanter Film über menschliche Beziehungen.

Das triste, facettenlose Schwarzweiß wirkt sehr depressiv und lässt die den Film auf Handlungsebene durchziehende Traurigkeit besonders deutlich spürbar werden. Die meisten Szenen sind undynamisch aufgebaut, bestehen nur aus einer einzigen Einstellung, was die Starre und Wehleidigkeit des Protags wunderbar transportiert. Doch anstatt zermürbend zu wirken, besitzt dieser Film eine große Faszination und kann mit seiner melancholischen Atmosphäre für sich einnehmen und bietet einiges an Interpretations- und Reflexionspotential.

8/10 (gut)

text nicht korrekturgelesen. schließlich bin ich kein innentaschenbügler oder karussellbremser

Drama Schwarzweiß Doppelungen


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猛鬼愛情故事


猛鬼愛情故事 Was für ein unterhaltsames B-Movie! HONGKONG GHOST STORIES macht sehr viel Laune -- besonders nach ein paar Bieren. Der Film besteht aus zwei jeweils 45 minütigen, in sich abgeschlossenen Kurzfilmen zweier Regisseure.

Die erste Episode (junge Aushilfslehrerin trifft an ihrer neuen Schule auf Spuk) glänzt vor allem durch unfreiwillige Komik, die sich aus den billigen Produktionswerten der Effektszenen, den scheißigen Dialogen sowie vor allem dem schmierentheatralischen Schauspiel einiger Darsteller ergibt. Das macht durchaus Laune. Nichtsdestotrotz ist der Film in gewissen Punkten ernst zu nehmen: Erstmal sind einige der Horrorszenen durchaus scary (nämlich jene, die am hellichten Tag in der öffentlichen Schule spielen und der Protagonistin klar machen: du bist niemals und nirgendwo sicher, niemand kann dir helfen). Zweitens ist die Geschichte dieser Episode trotz einiger Unebenheiten recht elaboriert, besitzt Wendungen und doppelte Böden und packt viel Inhalt in ihre 45 Minuten Laufzeit, ohne überladen zu wirken. Ganz klar: In dieser Episode wird mehr gezeigt und erzählt als in vielen amerikanischen Horrorfilmen, die eine doppelte Länge haben.

Die zweite in sich abgeschlossene Episode (eine Gruppe junger Frauen aus Hong Kong tuckert im Reisebus durch Thailand, um sich von männlichen Huren durchbürsten zu lassen) ist ebenfalls sehr spaßig. Allerdings resultiert der Spaß hier nicht aus unfreiwilliger Komik, sondern aus schamlos überkandideltem, exzentrischem Brachial-Humor, der schon dermaßen kacke ist dass es wieder lustig ist. Auf ziemlich verschwurbelte Weise erzählt dieser Kurzfilm eine krass verschachtelte Geschichte, die auf mehreren Zeitebenen spielt und nach und nach offenbart, wer da eigentlich warum tot gemacht wurde und wer bei wem warum spukt. Auch hier gilt: Die 45 Minuten sind proppevoll.

5/10 (kann man sich ansehen, muss man aber nicht)

text nicht korrekturgelesen. schließlich bin ich kein saunauntensitzer oder teletubbyzurückwinker.

Horror Komödie Geist(er)


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O THANATOS POU ONIREFTIKA


O THANATOS POU ONIREFTIKA Ein Regiekino-Hirnfurz, der mit seiner epileptischen audiovisuellen Gestaltung nur in einigen Momenten Bedeutung und Atmosphäre erzeugen kann, ansonsten bloß Kopfschmerzen und Augenkrebs verursacht. Jumpcut-Staccato, extremes Zoomen, Fast Forwarding, elendes Bildgewackel, Spielchen mit der Farbsättigung -- ich bin zu alt für so nen Scheiß, lan. Wirklich *sehen* und erkennen kann man in diesem Film jedenfalls kaum was, weil man sich nicht lange auf diese unruhigen Amok-Bilder konzentrieren kann. Davon abgesehen versucht der Film verzweifelt, eine maue und durchsichtige Geschichte möglichst intellektuell aufgeblasen zu erzählen. Das war mal gar nix.



2/10 (Rohrkrepierer)


text nicht korrekturgelesen. schließlich bin ich kein streuwagenhinterherfahrer oder kassenbongucker.

Horror Drama based on true events





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