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Watch Those Candles - Part 2





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Kramer vs. Kramer/Vera Cruz



Kramer vs. Kramer (Robert Benton/USA/1979)


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Wirklich ausgezeichnetes Scheidungsdrama, das nicht zu dick aufträgt aber auch nichts beschönigt. Der Film wirkt realistisch und geht zumindest mir auch nahe. Da ich mittlerweile selbst verheiratet bin und Kinder bei uns auch nicht mehr lange auf sich warten lassen sieht man einen solchen Film vielleicht dann mit anderen Augen. Jedenfalls hat der Film mich berührt, jedoch ist er auch ohne diese persönliche Komponente einfach sehr gelungen und in jeder Hinsicht sehenswert, vor allem Dustin Hoffman hat mir sehr gut gefallen. Ok, formal sollte man jetzt keine Sensation erwarten aber das ist bei solchen Dramen ja keine Neuheit, da zählt auch für mich der Inhalt mehr als andere Punkte. Doch auch in der Hinsicht ist "Kramer vs. Kramer" ordentlich!

9/10




Vera Cruz (Robert Aldrich/USA/1954)


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Besonders wegen der Darsteller sehenswert, vor allem Burt Lancaster sticht heraus, ein wirklich sehr vielseitiger Darsteller! Auch sonst ist der Film prominent besetzt, so gibts natürlich Gary Cooper aber auch Ernest Borgnine oder Charles Bronson in kleineren Rollen. Ansonsten muss ich sagen das der Film zwar unterhaltsam ist, mich aber nichts besonders begeistert hat. Ich bin zwar der Handlung gefolgt aber ein besonderes Maß an, ja, einfach Begeisterung konnte sich nicht einstellen. Alles in allem ein solider Film der in solidem Maße unterhält und auch optisch nett anzusehen ist! Hört sich jetzt aber schlechter an als er ist!

7/10




Interessant! Erst neulich zeigte sich einer meiner virtuellen Bekannten, der sämtliche "Best Pictures" durchackern will, begeistert über "Kramer vs. Kramer". Ich empfand den Film seinerzeit als gnadenlos kitschig und erinnere mich nur noch an den 'Armen Ritter', den Papi für seinen Sohnemann zubereitete. - Dass du meinen Gefühlen und Erinnerungen auch widersprichst, lässt auf ein Vorurteil meinerseits gegen die US-Filme als Sozialstudien in den späten 70ern schliessen. Ich muss mich also noch einmal durch das Ding durchkämpfen. :)
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Es mag manchmal komisch anmuten, wenn soziale Probleme im amerikanischen Mainstream angekommen sind, aber die 70er haben aufgrund ihres naturalistischen Charakters da sehr interessante Filme hervorgebracht. Allein, dass Meryl Streep ihre Familie - IHR KIND - verlässt, um einen eigenen Weg zu gehen und dann später das Kind zurückfordert, sogar besser verdient als ihr Mann und das alles, ohne "die Böse" zu sein, wie es nach klassischer Hollywood-Logik üblich wäre und der Mann den Wandlungsprozess einer neuen Gesellschaftsrolle durchschreiten muss, ist weit mehr, als der hoffnungslos konservative Backlash, den wir im heutigen Ami-Kino ertragen müssen.
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Zodiac sagte am 27. April 2012, 22:20:

Interessant! Erst neulich zeigte sich einer meiner virtuellen Bekannten, der sämtliche "Best Pictures" durchackern will, begeistert über "Kramer vs. Kramer". Ich empfand den Film seinerzeit als gnadenlos kitschig und erinnere mich nur noch an den 'Armen Ritter', den Papi für seinen Sohnemann zubereitete. - Dass du meinen Gefühlen und Erinnerungen auch widersprichst, lässt auf ein Vorurteil meinerseits gegen die US-Filme als Sozialstudien in den späten 70ern schliessen. Ich muss mich also noch einmal durch das Ding durchkämpfen. :)

Ja, vielleicht solltest du dich wirklich mal wieder "durchkämpfen":). Andererseits ist das mit dem Kitsch auch immer Ansichtssache, für die einen ist das hier Kitsch und für die anderen eben nicht. Ist ja kein Ding. Ich fand den Film, bis auf wenige Ausnahmen (die mich aber nicht störten), relativ unkitschig.
Muss übrigens auch dem zupflichten was AUßENSEITER sagt, fand diese Konstellation auch eher ungewöhnlich und interessant!
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Vermutlich liegt ihr beide richtig, Jungs. Wir empfanden "Kramer vs. Kramer" seinerzeit nach grossen Oscar-Gewinnern einfach ein wenig als Beginn eines Absturzs, der mit dem unsäglichen "Terms of Endearment" seinen vorläufigen Tiefpunkt erreichen sollte (mir passte schon "One Flew Over the Cuckoo's Net" nicht). Hinzu kam,dass man sich Dustin Hoffman nach seiner bisherigen Filmographie einfach nicht als Papi in einem Scheidungsdrama vorstellen konnte (passte sich der Kerl zunehmend an?). - Dies nur, um euch unser damaliges Empfinden zu erklären, das in meinem Fall nach einmaliger Sichtung zur Ablage unter der Rubrik "Love Story" führte.

Ich bin aber gern lernbereit. Eure Begeisterung überzeugt mich, und ich werde dem Ding bei Gelegenheit eine zweite Chance geben. :)
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