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The Cronicles of D.C.L. - Reloaded

Immer noch uninteressante Gedanken rund ums Thema Kino, häufig gestört durch geschwätzige Anekdoten und müde Kalauer




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Men in Black III...



...weist dahingehend Parallelen mit "Dark Shadows" auf, dass der Regisseur, Barry Sonnenfeld, dessen Filme ja sowieso immer eine gewisse Deckungsgleichheit mit den Werken Tim Burtons aufwiesen, stur seinem Stil, seinem Humor, seinen inszenatorischen Mätzchen treu bleibt. Nur: anders als bei Burton (der btw. einen kleinen, schnell übersehbaren und wahrscheinlich unfreiwilligen Kurzauftritt hat) funktioniert dieses Konzept immer noch prächtig und wirkt nicht angestaubt, was wohl dafür spricht, dass Sonnenfeld in den 90ern seiner Zeit voraus war. Das Wichtigste zuerst: der Film schafft es immer wieder, sehr witzig zu sein, ein Verdienst, der zum einen einem sehr gut aufgelegten Will Smith (der wahrscheinlich durch irgendeinen tollen Scientologie-Gedankentrick wieder so aussieht, wie Agent J im ersten Teil von 1997), dem herrlich grumpigen Tommy Lee Jones und Josh Brolin mit der überzeugendsten Charakter-Kopie seit Jamie Foxx als Ray Charles zu verdanken ist, zum anderen aber auch ganz klar Sonnenfelds Gespür für Situationskomik und absurdem Humor, wobei mich die vielen optischen Gags, die eigentlich keine Pointe besitzen und auch meistens im Hintergrund des Geschehens anzutreffen sind, am meisten erheitert haben. Außerdem mochte ich die rasante Action, den ganzen Zeitreiseunsinn, der sogar immer wieder einige echt clevere Fragen aufwarf, sowie die beiden "Benjamin Button"-Momente (Football-Schicksalsgeschichte in der Mitte des Filmes, ein Bild am Ende, welches mein absolutes Lieblingsbild am Ende von "Button" zitiert), wobei vor allem der zweite erstaunlich anrührend war. Braucht diese Fortsetzung irgendjemand? Nö. Aber als jemand, der weder Fan des ersten Teils noch des Franchises insgesamt ist, darf ich anmerken, dass ich diesen Film hier genauso gut, bisweilen sogar besser finde, als die Vorgänger.

D.C.L.




Oh, also vielleicht doch anschauen. Bin großgeworden mit dem ersten Film, hab mich als 10-jähriger in diesen Film "ab 12" geschlichen. Alleine deshalb verdient die Fortsetzung es natürlich, dass ich mein Geld dafür ausgebe. Der zweite Teil hat mich damals aber ziemlich kalt gelassen.

Finde die Anmerkungen über Sonnenfeld irgendwie erhellend. Ich glaube auch, dass er auf seltsame Art und Weise seiner Zeit voraus war.
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Ob Zeit voraus ? Hin oder her. Auf jeden Fall war (und ist) er ein begnadeter Kameramann und visueller Erzähler.
(Im Gegensatz zu Tim Burton, der Zeichner und Setdesigner war ... dann einen Ausflug ins Regiefach machte ... und seit "Planet der Affen" immer mehr und immer deutlicher wieder zu einem begnadeten Ausstatter wird, der nicht erzählen kann.

Ich erinnere: zwei der am besten aussehenden Coen-Filme wurden von Sonnenfeld geschossen. (Blood Simple und Miller's Crossing)
Wenn man dann auch noch den verspielten, aber nicht so toll aussehenden "Raising Arizona" dazu nimmt (der unwahrscheinlich deutlich die Handschrift von Sonnenfeld trägt) ... kriegt man die Richtung. Und absurderweise trägt auch vieles in "Pushing Daisies" seine Handschrift als visueller Erzähler. Auch wenn er bei der (leider viel zu kurzlebigen Serie mit der tollen Prämisse) "nur" der Produzent war.
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