Filmforen: CAN ... - Filmforen

Zum Inhalt wechseln

  • (3 Seiten)
  • +
  • 1
  • 2
  • 3
  • Du kannst kein neues Thema erstellen
  • Du kannst auf dieses Thema nicht antworten

CAN ... abgespaltetes Thema

#1 Mitglied ist offline   Nemo 

  • exaltierter Choro-Florist
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • Gruppe: Senior-Member
  • Beiträge: 1.795
  • Registriert: 03.05.2005
  • Ort:Euphonia
  •  Votes

Geschrieben 04. Januar 2006, 09:49

Diskussion von hier abgespaltet. Der Admin.
-----
@Phibes
In der Liste das Ableben von Robert Sheckley vorzufinden hat mich überrascht. Der hatte ja als Autor seinerzeit auch Das Millionenspiel mit Hallervorden (Musik: The Can) zu verantworten. Der Stoff tauchte als Gespenst immer mal wieder auf (The Running Man).
Ich habe lange Zeit eine Platte gesucht, die Sheckley mit Brian Eno aufgenommen hat. Die von ihm gelesene Kurzgeschichte ist auch im beigefügten großformatigen Buch enthalten, das der Lyriker und Sänger Peter Sinfield (King Crimson, 1. Bestzung) illustrierte. Mittlerweile gibt es In A Land Of Clear Colors wohl auch auf CD.

Eingefügtes Bild

Dieser Beitrag wurde von maX bearbeitet: 04. Januar 2006, 23:07


#2 Mitglied ist offline   Phibes 

  • PIPPIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • Gruppe: Senior-Member
  • Beiträge: 4.303
  • Registriert: 21.03.2005

Geschrieben 04. Januar 2006, 15:12

Ich war auch überrascht, von seinem Tod zu lesen. Immerhin war ein bekannter SF-Autor und sein Ableben wurde nicht großartig besungen.

Wurde bei Das Millionenspiel sein Name nicht auch unterschlagen? Jedenfalls ist der Film zum Teil bei mir um die Ecke und zwar in Osnabrück gedreht worden. Davon fehlt auch noch eine DVD (Hallervordens beste Rolle!)

Danke für den Tipp bezüglich der Eno-Platte. Die kannte ich mal wieder nicht.

#3 Mitglied ist offline   Nemo 

  • exaltierter Choro-Florist
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • Gruppe: Senior-Member
  • Beiträge: 1.795
  • Registriert: 03.05.2005
  • Ort:Euphonia
  •  Votes

Geschrieben 04. Januar 2006, 17:18

Sehr lustig auch, dass der deutsche Fernsehzuschauer seinerzeit mitwetten wollte und der sich anschließende Fernsehskandal die Ausstrahlung des Films über Jahre verhinderte. Ich hab ihn vor ca. einem Jahr erstmals gesehen und aufgenommen.

#4 Mitglied ist offline   Phibes 

  • PIPPIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • Gruppe: Senior-Member
  • Beiträge: 4.303
  • Registriert: 21.03.2005

Geschrieben 04. Januar 2006, 17:23

Ungefähr zu dem Zeitpunkt habe ich ihn auch das erste Mal gesehen. Die CAN-Musik für das Fernsehballet hätte ich gerne auf CD.

#5 Mitglied ist offline   Nemo 

  • exaltierter Choro-Florist
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • Gruppe: Senior-Member
  • Beiträge: 1.795
  • Registriert: 03.05.2005
  • Ort:Euphonia
  •  Votes

Geschrieben 04. Januar 2006, 17:45

Ja, die ist klasse. Ist aber meines Wissens leider nirgends erschienen. Sie lässt sich lediglich zeitlich etwas eingrenzen, da dort jemand Flöte spielt. Zu Anfang hatten die nämlich noch den Flötisten David Johnson dabei. Der verließ die Band aber schon 1968 und ist lediglich auf dem hervorragenden inoffiziellen ersten Album Delay 68 und auf dem Bootleg CAN - Prehistoric Future zu hören.
Wäre mal interessant zu erfahren, ob die Musik aus der Zeit stammt, denn der Film selbst ist ja später entstanden.

#6 Mitglied ist offline   Phibes 

  • PIPPIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • Gruppe: Senior-Member
  • Beiträge: 4.303
  • Registriert: 21.03.2005

Geschrieben 04. Januar 2006, 18:01

Könnte gut sein, dass dort bereits existierendes Material verwendet wurde. Es wäre aber auch möglilch, dass für die Aufnahmen noch weitere Musiker verplichtet wurden.

#7 Mitglied ist offline   Nemo 

  • exaltierter Choro-Florist
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • Gruppe: Senior-Member
  • Beiträge: 1.795
  • Registriert: 03.05.2005
  • Ort:Euphonia
  •  Votes

Geschrieben 04. Januar 2006, 18:11

Das Verpflichten anderer Musiker war bei denen lange Zeit nicht möglich, weil die auf komplizierte Weise miteinander musizierten/improvisierten. Andererseits wurde dies von Profi-Musikern oft nicht akzeptiert, darüber hinaus hausten sie in ihrem aus akustischen Gründen vermüllten Innerspace-Studio Tag und Nacht - eine Lebensweise, die kaum noch mit einem neuen Bandmitglied oder Gastmusiker teilbar war - jedenfalls Anfang der 70er.

Neben der Musik gibt es ganz interessante Literatur über THE CAN:

Meierding, Gabriele: Can: Die Magier oder: Funksprüche aus Tago Mago, in Idole 8 - Rock & Schock, Frankfurt 1986
Cope, Julian: Krautrocksampler, Löhrbach, 1995
Schmidt, Hildegard & Kampmann, Wolf: Can Box: Book, Münster 1998

Dieser Beitrag wurde von Nemo bearbeitet: 04. Januar 2006, 18:22


#8 Mitglied ist offline   Phibes 

  • PIPPIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • Gruppe: Senior-Member
  • Beiträge: 4.303
  • Registriert: 21.03.2005

Geschrieben 04. Januar 2006, 18:19

Insofern doch verwunderlich, dass man dieser Gruppe damals diverse Film- und Fernsehprojekte zum Vertonen gab, obwohl sie doch bei solch einer Arbeitsweise nur schwierig zu kontrollieren waren.

#9 Mitglied ist offline   Nemo 

  • exaltierter Choro-Florist
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • Gruppe: Senior-Member
  • Beiträge: 1.795
  • Registriert: 03.05.2005
  • Ort:Euphonia
  •  Votes

Geschrieben 04. Januar 2006, 18:27

Das hat natürlich mit einer neuen Generation von Filmemachern zu tun, deren Vorstellungen sich mit denen der ästhetischen Grenzgänger "The Can" trafen.

#10 Mitglied ist offline   Phibes 

  • PIPPIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • Gruppe: Senior-Member
  • Beiträge: 4.303
  • Registriert: 21.03.2005

Geschrieben 04. Januar 2006, 18:35

Wobei deren Musik dann im Laufe der 70er ja auch in relativ normalen TV-Programmen auftauchte. Aber es dürften wohl vor allem Leute wie Roland Klick für diesen kurzen Trend verantwortlich gewesen sein.

#11 Mitglied ist offline   Nemo 

  • exaltierter Choro-Florist
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • Gruppe: Senior-Member
  • Beiträge: 1.795
  • Registriert: 03.05.2005
  • Ort:Euphonia
  •  Votes

Geschrieben 04. Januar 2006, 18:46

Roland Klick, Thomas Schamoni, Hark Bohm, Reinhard Hauff, Alexander von Eschwege...
Irmin Schmidt war als ehemaliger Kapellmeister und Dirigent schon vor Can ein etablierter Künstler und verhalf mt seinen Kontakten zu manchem Auftrag.

#12 Mitglied ist offline   Phibes 

  • PIPPIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • Gruppe: Senior-Member
  • Beiträge: 4.303
  • Registriert: 21.03.2005

Geschrieben 04. Januar 2006, 18:49

Jerzy Skolimowski und Samuel Fuller kann man auch noch zu der illustren Liste fügen. Wobei bei Fullers Tatort wohl eher die Produzenten die Band haben wollten.

#13 Mitglied ist offline   Nemo 

  • exaltierter Choro-Florist
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • Gruppe: Senior-Member
  • Beiträge: 1.795
  • Registriert: 03.05.2005
  • Ort:Euphonia
  •  Votes

Geschrieben 04. Januar 2006, 19:20

Vielleicht interessiert dich noch folgender Nebenpfad: Ende der 70er Jahre machte Irmin Schmidt eine Platte namens "Toy Planet", darauf enthalten auch einige Filmmusiken (Rapido De Noir usw.). Aufgenommen wurde in Zürich, in Bruno Spoerris STUDIO FÜR ELECTRONISCHE MUSIK. Spoerri gehörte schon Anfang der 70er Jahre zu den aufgeschlossenen Bastlern im Dunstkreis Dr. Moogs. Er erfand selbst das elektronische Blasinstrument Lyricon, das dann von Bands wie Weather Report weltweit bekannt gemacht wurde.

Eingefügtes Bild

Auch seine Platten suche ich schon seit Jahren.

#14 Mitglied ist offline   Phibes 

  • PIPPIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • Gruppe: Senior-Member
  • Beiträge: 4.303
  • Registriert: 21.03.2005

Geschrieben 04. Januar 2006, 19:33

Also wurden die wohl auch nur sehr begrenzt vertrieben.

Was elektronische Blasinstrumente angeht, ich glaube, dass der 2004 verstorbene Gil Mellé auch eines entworfen hat.

Müsste man mal seine Website durchforsten.

Gil Melle

#15 Mitglied ist offline   Nemo 

  • exaltierter Choro-Florist
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • Gruppe: Senior-Member
  • Beiträge: 1.795
  • Registriert: 03.05.2005
  • Ort:Euphonia
  •  Votes

Geschrieben 04. Januar 2006, 21:24

Schöne Seite und natürlich stimmts!

Eingefügtes Bild

Tome VI

#16 Mitglied ist offline   Phibes 

  • PIPPIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • Gruppe: Senior-Member
  • Beiträge: 4.303
  • Registriert: 21.03.2005

Geschrieben 04. Januar 2006, 21:50

Melle hat ja auch einige elektronische Konzeptalben herausgebracht. Unglücklicherweise gibt es von Melle bisher nur die Blue Note-Alben auf CD. Alle seine anderen Arbeiten (inkl. Filmscores) sind niemals auf CD veröffentlicht, von den Filmmusiken gibt es auch nur seinen legendären The Andromeda Strain auf LP.

#17 Mitglied ist offline   Nemo 

  • exaltierter Choro-Florist
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • Gruppe: Senior-Member
  • Beiträge: 1.795
  • Registriert: 03.05.2005
  • Ort:Euphonia
  •  Votes

Geschrieben 04. Januar 2006, 21:53

Ich war noch ein bisschen enttäuscht von den paar Sounddateien die dort abgelegt waren. Outtakes aus dem Jahre 2004 - aufgeblasen und um Anschluss bemüht.

#18 Mitglied ist offline   Phibes 

  • PIPPIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • Gruppe: Senior-Member
  • Beiträge: 4.303
  • Registriert: 21.03.2005

Geschrieben 04. Januar 2006, 21:56

Er hat später abgebaut. Auch seine späteren TV-Scores sind nicht mehr der Rede wert, aber zumindest hat er noch rechtzeitig damit aufgehört.

#19 Mitglied ist offline   Nemo 

  • exaltierter Choro-Florist
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • Gruppe: Senior-Member
  • Beiträge: 1.795
  • Registriert: 03.05.2005
  • Ort:Euphonia
  •  Votes

Geschrieben 04. Januar 2006, 22:01

Um noch einmal auf Spoerri zurückzukommen - vorhin hab ich die Seite nicht gleich gefunden - auf seiner Homepage beschreibt der Chronist der Schweizer Jazzgeschichte auch seine fast 50 jährige (!) Auseinandersetzung mit der elektronischen Musik in einem kleinen Aufsatz.

#20 Mitglied ist online   Hick 

  • mit extrem hoher Leistungsfähigkeit
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • Filmtagebuch ansehen
  • Gruppe: Senior-Member
  • Beiträge: 8.070
  • Registriert: 09.01.2003
  • Ort:Berlin
  •  Weblog

Geschrieben 04. Januar 2006, 23:12

Ich habe irgendwo im Keller noch ein 60-minütiges Interview mit Holger Czuckay über die Geschichte von CAN auf Tape. Kam mal im "Radio FFN - Grenzwellen" (Mod.: Ekki Stieg) anlässlich einer neuen Czuckay-Platte ("Moving Pictures")

#21 Mitglied ist offline   Nemo 

  • exaltierter Choro-Florist
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • Gruppe: Senior-Member
  • Beiträge: 1.795
  • Registriert: 03.05.2005
  • Ort:Euphonia
  •  Votes

Geschrieben 04. Januar 2006, 23:23

Dem Czukay hört man gerne zu finde ich. Der hat eine angenehme Art zu sprechen und einen sehr herzlichen Kontakt zu seinen Maschinen. Als die Platte rauskam war der auch schwer mit Diktaphon und Waldhorn zugange.
Es gab in Berlin mal einen Themenabend unter dem Titel "Komische Musik". Da wurde allerhand vorgestellt (von Hans Reichels Daxophon bis zu Zappa-Konzertausschnitten). Organisiert hat das Frieder Butzmann. Holger Czukay hat sich im Laufe der Jahre definitiv zu einem sehr komischen Musiker entwickelt.

#22 Mitglied ist online   Hick 

  • mit extrem hoher Leistungsfähigkeit
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • Filmtagebuch ansehen
  • Gruppe: Senior-Member
  • Beiträge: 8.070
  • Registriert: 09.01.2003
  • Ort:Berlin
  •  Weblog

Geschrieben 04. Januar 2006, 23:27

Ja, "komisch" trifft es voll und ganz. Sein "All Night Long" (von obiger Platte) gehört seit Jahren zu meinen Favoriten und ich könnte mich jedes Mal wieder über die sonore, leicht amüsierte SingSprechstimme beömmeln.

#23 Mitglied ist offline   Nemo 

  • exaltierter Choro-Florist
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • Gruppe: Senior-Member
  • Beiträge: 1.795
  • Registriert: 03.05.2005
  • Ort:Euphonia
  •  Votes

Geschrieben 04. Januar 2006, 23:34

Ja, es gibt eine Platte von ihm die heißt "On The Way To The Peak Of Normal". So lässt sich seine ganze Karriere zusammenfassen. Der hat ja anfangs bei Stockhausen Musik studiert und war als Privatlehrer in der Schweiz tätig und seine erste Platte war ein sehr ambitioniertes Stück Musik. Aber er konnte mit seinem Bass nie die komplizierten Rhythmusstrukturen von Jacki Liebezeits Schlagzeug aufnehmen und so ist er allmählich aus der Gruppe heraus in den Schneideraum gewandert. Er hat Can zuerst verlassen und angefangen mit einem Kurzwellen-Radio zu musizieren. Da sind schön verrauschte Sachen mit persischen Sängern rausgekommen. Die aktuellen Stücke mit einer Sängerin die Nico sehr ähnelt hab ich nicht mehr so verfolgt.

Dieser Beitrag wurde von Nemo bearbeitet: 04. Januar 2006, 23:35


#24 Mitglied ist offline   Phibes 

  • PIPPIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • Gruppe: Senior-Member
  • Beiträge: 4.303
  • Registriert: 21.03.2005

Geschrieben 05. Januar 2006, 15:29

Habe gerade mal nachgeschaut. Irmin Schmidts Filmkompositionen gibt es nur auf LP. Wäre das nicht mal ein Job für ein deutsches Label, die auf CD zu veröffentlichen?

#25 Mitglied ist offline   Nemo 

  • exaltierter Choro-Florist
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • Gruppe: Senior-Member
  • Beiträge: 1.795
  • Registriert: 03.05.2005
  • Ort:Euphonia
  •  Votes

Geschrieben 05. Januar 2006, 15:35

Guck doch mal hier. Da bist du direkt an der Quelle. Das Label wird von Irmins Frau geleitet und hat eine Mail-Order-Möglichkeit. Die Filmmusiken sind als Dreier-CD-Boxset erhältlich. Persönlich kann ich nicht alle Sachen empfehlen.

Dieser Beitrag wurde von Nemo bearbeitet: 05. Januar 2006, 15:41


#26 Mitglied ist offline   Phibes 

  • PIPPIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • Gruppe: Senior-Member
  • Beiträge: 4.303
  • Registriert: 21.03.2005

Geschrieben 05. Januar 2006, 15:43

Jau, danke.

Ich sehe gerade, dass Schmidt auch eine Oper komponiert hat. Ist Ghormenghast nicht so eine legendäre Gothic Novel, die vor einigen Jahren auch für das britische TV adaptiert wurde?

#27 Mitglied ist offline   Nemo 

  • exaltierter Choro-Florist
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • Gruppe: Senior-Member
  • Beiträge: 1.795
  • Registriert: 03.05.2005
  • Ort:Euphonia
  •  Votes

Geschrieben 05. Januar 2006, 15:50

Das mag sein. Schmidt bezieht sich auf Peakes Ghormenghast Trilogy.

#28 Mitglied ist offline   Phibes 

  • PIPPIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • Gruppe: Senior-Member
  • Beiträge: 4.303
  • Registriert: 21.03.2005

Geschrieben 05. Januar 2006, 15:52

Jau, dass müsste der Roman(e) sein.

#29 Mitglied ist offline   Phibes 

  • PIPPIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • Gruppe: Senior-Member
  • Beiträge: 4.303
  • Registriert: 21.03.2005

Geschrieben 05. Januar 2006, 15:55

Weisst du in welche Richtung dieser Oper geht?

#30 Mitglied ist offline   Nemo 

  • exaltierter Choro-Florist
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • Gruppe: Senior-Member
  • Beiträge: 1.795
  • Registriert: 03.05.2005
  • Ort:Euphonia
  •  Votes

Geschrieben 05. Januar 2006, 15:59

Zitat

Gormenghast
A fantasy opera by Irmin Schmidt
Libretto by Duncan Fallowell
Inspired by the trilogy by Mervyn Peak

Irmin Schmidt founder of the legendary group CAN has written an opera: GORMENGHAST.
Commissioned by Wuppertaler Bühnen, the work was performed in the English language and premiered at the Wuppertal Opera House in 1998 and ran for nine months in Wuppertal and at the Musiktheater Gelsenkirchen.
Times critic Rodney Milnes wrote: "If Richard Strauss had written rock music, this is what it would have sounded like - gloriously, unashamedly lush." Excerpts were released as a CD in January 2000 (Spoon 44). A new production of the work premiered at the UNESCO World Heritage Site Völklinger Hütte on the 2nd of June 2004 and continued to run in both Saarbrücken and Luxembourg.

Inspired by Mervyn Peake's masterpiece of gothic fantasy, English novelist Duncan Fallowell wrote the libretto in St. Petersburg, combining romance, comedy and futurism into an adventure of epic strangeness peopled by unforgettable characters.

The opera is in 3 acts and centres on the rise and fall of Steerpike, a courageous, clever and charming kitchen-boy who becomes by degrees the murderous tyrant of Gormenghast Castle and its domain. In the process he bewitches and destroys Fuchsia the daughter of Gormenghast's opium-addicted ruler. Finally he meets his own dramatic death. The other inhabitants of this vivid decaying realm are drawn into the terrible tale.

Irmin Schmidt, who studied under Ligeti and Stockhausen, not only created in CAN one of the most influential of avant garde groups, but is also a classical conductor and pianist and has composed music for over 100 film productions. His work transforms elements of the popular, ethnic and classical into a wholly original musical language .

In both libretto and music, this integration of high culture and popular culture is not like anything which has gone before: it is achieved with perfect naturalness, carrying the art of opera forward into a new phase. The result is both accessible and magically unexpected : GORMENGHAST is a major addition to the world of musical theatre.

Irmin Schmidt about his opera :

Gormenghast is a gigantic castle, ancient and labyrinthine. A world unto itself - and like all fantasy worlds, which deal with myths and history, it's an image of ours.

The story is a Gothic tale of wild beauty, concerning the rise and fall of the kitchenboy Steerpike, a parable of power and seduction, of the eternal return of tyranny, whereby youth's rebellious dreams of a better world are corrupted by the lust for power and twisted into murder and destruction.

And so images of our history appear in all the poetic, comic, and fantastic guises of the characters, eg. Steerpike as the incarnation of utter rationalism, of self-obsessed urges which inevitably lead to destruction of traditional culture, ancient wisdom and ultimatly nature.

But fantasy is also a play on myths and Steerpike also a mythical hero, who, akin to the trickster, provokes chaos in order to bring about the transformation of an exhausted system.

The scenario, which I developed from the epic scope of the novel, condenses Steerpike's tale into a series of scenes (based on Peake's tableaux) that follow a strict and almost ritual pattern.

Three acts, each separated by a period of seven years.

The sequence and location of the scenes in the first act are inversely mirrored in the third act, but there they have become scenes of decay, devastation or magical transformation. The second act is symmetrically mirrored in itself.

I.
1. Lady Gertrude's chamber
2. The Great Kitchen
3. Facade
4. Fuchsia's bedroom
5. The Tree of the Twins

II.
1. Library
2. Facade
3. Library (burned)

III.
1. The Tree of the Twins
2. Fuchsia's bedroom
3. Facade
4. The Great Kitchen
5. Lady Gertrude's chamber


The final form of the scenario was completed in co-operation with Klaus Emmerich and Claus Henneberg.

Duncan Fallowell has taken this formal rigidity and breathed into it vitality and rhythmic flow laced with grotesque comedy, dark poetry, crazy frolics and sombre drama. A libretto that is a composer's delight. A wealth of inspiring images with a diverse blend of formal, contextual and symbolic associations and relationships. Above all, it's a singers text, almost completely rhymed, bursting with melodic intonation and furious rhythms: his words dance.

My music is basically rhythm-orientated; the groove holds together a diversity of styles.
The soundscape is unusual. The orchestra was recorded and reprocessed in order to reach a sound continuum in which electronic and natural sounds blend or transform into each other. The percussion is also a complex mix of traditional (also ethnic) instruments, objects such as stones , logs, china, metal etc. and synthetic sounds, such as samples, breakbeats. All in all this produces a rich and original soundworld.

In performance this prerecorded mix is enhanced by the addition of a string quartett (obligatory) and a percussionist (ad lib).
The pre-production has been in collaboration with soundengineer und programmer Jono Podmore, whose own solowork under the name KUMO belongs to the drum'n bass avantgarde. He has intertwined and enriched my music with fresh and current ideas, especially in the developement of the rhythms and grooves.

All parts are sung, there is never any spoken dialogue, melisma are rare except for the bizarre strains of the Twins and Prunesquallor.

Steerpike sings rock songs; the Earl-turned-owl intones a romantic impressionistic kunstlied that floats on clouds of electronic sound; Fuchsia sings dreamy and tragic ballads; Barquentine roars out a wild rocker about chaos; the Twins twitter madly through musical history. Musical styles - or the remnants of them - are juxtaposed in abrupt succession. Nevertheless, there are also melodies that serve as leitmotifs and give shape to the characters, and there are other motifs, harmonic associations and single chords, all of which weave a net of relationships and meanings.

In Gormenghast there is no such thing as "normal" behaviour: every gesture and movement is carried out in a more or less stylised or ritualised manner, creating forms of dance. Steerpike prances in frenzied rapture at being liberated from his kitchen confines, performs acrobatic tricks to impress Fuchsia, or assumes the form of the Grim Reaper to subdue the Twins. In the final duet with Gertrude, his evil rooster dance culminates in rage and madness. Fuchsia dances back into her secret world of dreams, yearning for a brighter life. The Twins skip, trip and fidget around like a couple of crazed marionettes, Barquentine stamps out a frenetic ritual dance on the tabletop, Swelter fences a whirling war dance at his rival Flay. At the end of the first act the Twins, Fuchsia, Prunesquallor and Steerpike perform a romping dance number on the tree overhanging the abyss. And of course, all rituals are grotesque group dance numbers.

Gormenghast is, both in spirit and form, Grand Opera. But elements and characteristics of Musical, the rock concert, and modern dance theatre play equally important roles within it. A new genre? In order to preserve the wondrous form of opera we have to explore ever new possibilities to transform it. This is what I've tried to do. Therefore I call Gormenghast, simply, a Fantasy Opera.

Roussillon 1998


Auf der Seite kann man Ausschnitte hören und ich hab irgendwo noch einen Aspekte-Bericht über die Uraufführung.

Thema verteilen:


  • (3 Seiten)
  • +
  • 1
  • 2
  • 3
  • Du kannst kein neues Thema erstellen
  • Du kannst auf dieses Thema nicht antworten

1 Besucher lesen dieses Thema
Mitglieder: 0, Gäste: 1, unsichtbare Mitglieder: 0