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IRREVERSIBLE - Filmforen.de - Seite 3

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IRREVERSIBLE


91 Antworten in diesem Thema

#61 Hick

    mit extrem hoher Leistungsfähigkeit

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Geschrieben 15. Januar 2004, 23:14

rocknrollriot sagte am 15.01.2004, 23:10:

emotionale neutronenbombe (noch nie so ein intensives
filmerlebnis gehabt
Ich weiß schon, warum ich den nicht guck ...

maX

#62 rocknrollriot

    höhenflieger

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Geschrieben 15. Januar 2004, 23:24

Eingefügtes Bild

der hier...

@max : weiser entschluß... :D
Drei Elemente vornehmlich: der Geschlechtstrieb, der Rausch, die Grausamkeit -
alle zur ältesten Festfreude des Menschen gehörend, alle insgleichen im anfänglichsten
»Künstler« überwiegend.

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#63 Immo

    zombie

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Geschrieben 15. Januar 2004, 23:24

Oskar sagte am 15.01.2004, 23:13:

Edit: Wer ist der olle Siggi?
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#64 StephenDedalus

    liebt solche Hautschmiere

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Geschrieben 17. Januar 2004, 12:31

Prof K sagte am 15.01.2004, 21:39:

Ippolit sagte am 15.01.2004, 21:34:

Prof K sagte am 15.01.2004, 21:19:

Immo sagte am 15.01.2004, 21:12:

In der Kritik des Filmbulletin werden auch viele Bezüge von IRREVERSIBLE zum Werk Kubricks nachgezogen (v.a. zu A CLOCKWORK ORANGE, man vergleiche auch den Namen von Monica Belluccis Figur mit dem von McDowells ;) ). Auch Noé selbst scheint in Interviews offen darüber zu sprechen.
Und was hat das nun mit Eyes Wide Shut zu tun :haeh: :D
Außerdem dachte ich, es interessiert uns nicht, was der Regisseur sagt :P
meine antwort wurde von einem systemfehler gefressen...:(
Hier scheint gerade einiges drunter und drüber zu gehen, bekomm andauernd solche Systemfehler zu sehen.

Aber evtl. kannst du dir ja nochmal was schönes einfallen lassen :haeh: :)
noe zeigt, dass es (ihm) möglich ist, binnen weniger wochen intensivere eheszenen zu inszenieren, als kubrick, der jahre brauchte; dass es weder zeitlupe noch klassischer musik oder gar expliziter details wie einem aufgeschnittenen pullover bedarf, um eine der brutalsten szenen der filmgeschichte zu erschaffen; dass kubricks vision vom weltjenseitigen übermenschen, in einer welt wie dieser nicht geboren werden kann (das ist das statement, welches sich hinter dem 2001 poster verbirgt (es ist ja nicht irgendein 2001 poster, sondern das einzige, auf dem das baby drauf ist; ein ultrarares obendrein), unter dem alex von ihrer schwangerschaft erfährt, die so jäh beendet wird); dass die ach so-smoothen kamerafahrten in eyes wide shut einer selbstgewählten askese gleich kommen, wo sich doch die kamera im zeitalter ihrer freien beweglichkeit befindet.
noe nimmt die eyes wide shut situation also als ausgangspunkt, um über das kubricksche kino herzuziehen; das er ein fan des meisters ist, tut dem keinen abbruch, kubrick ist schließlich zunehmend zu einem übergroßen monolithen stilisiert worden, von dessen schatten sich seine nachfolger in irgendeiner weise befreien müssen. der befreiungsschlag ist gleichermaßen hommage.

Bearbeitet von Ippolit, 17. Januar 2004, 12:38.


#65 Prof K

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Geschrieben 17. Januar 2004, 12:48

Ippolit sagte am 17.01.2004, 12:31:

Prof K sagte am 15.01.2004, 21:39:

Ippolit sagte am 15.01.2004, 21:34:

Prof K sagte am 15.01.2004, 21:19:

Immo sagte am 15.01.2004, 21:12:

In der Kritik des Filmbulletin werden auch viele Bezüge von IRREVERSIBLE zum Werk Kubricks nachgezogen (v.a. zu A CLOCKWORK ORANGE, man vergleiche auch den Namen von Monica Belluccis Figur mit dem von McDowells ;) ). Auch Noé selbst scheint in Interviews offen darüber zu sprechen.
Und was hat das nun mit Eyes Wide Shut zu tun :haeh: :D
Außerdem dachte ich, es interessiert uns nicht, was der Regisseur sagt :P
meine antwort wurde von einem systemfehler gefressen...:(
Hier scheint gerade einiges drunter und drüber zu gehen, bekomm andauernd solche Systemfehler zu sehen.

Aber evtl. kannst du dir ja nochmal was schönes einfallen lassen :haeh: :)
noe zeigt, dass es (ihm) möglich ist, binnen weniger wochen intensivere eheszenen zu inszenieren, als kubrick, der jahre brauchte; dass es weder zeitlupe noch klassischer musik oder gar expliziter details wie einem aufgeschnittenen pullover bedarf, um eine der brutalsten szenen der filmgeschichte zu erschaffen; dass kubricks vision vom weltjenseitigen übermenschen, in einer welt wie dieser nicht geboren werden kann (das ist das statement, welches sich hinter dem 2001 poster verbirgt (es ist ja nicht irgendein 2001 poster, sondern das einzige, auf dem das baby drauf ist; ein ultrarares obendrein), unter dem alex von ihrer schwangerschaft erfährt, die so jäh beendet wird); dass die ach so-smoothen kamerafahrten in eyes wide shut einer selbstgewählten askese gleich kommen, wo sich doch die kamera im zeitalter ihrer freien beweglichkeit befindet.
noe nimmt die eyes wide shut situation also als ausgangspunkt, um über das kubricksche kino herzuziehen; das er ein fan des meisters ist, tut dem keinen abbruch, kubrick ist schließlich zunehmend zu einem übergroßen monolithen stilisiert worden, von dessen schatten sich seine nachfolger in irgendeiner weise befreien müssen. der befreiungsschlag ist gleichermaßen hommage.
Sehr schöne Auslegung, muss ich gestehen.
Das das nicht irgendein Poster ist war mir ja auch aufgefallen, ;) deshalb dachte ich ja, dass er dies einfach als kleinen Gag eingebaut hat, da der Zuschauer ja weis, das das Kind nie geboren wird (Sternenkind), daher meine Vermutung die ich vorgestern gepostet habe.
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"Up to now -- since shortly after the Bolshevik Revolution -- most movie makers have been assuming that they know how to make movies. Just like a bad writer doesn't ask himself if he's really capable of writing a novel -- he thinks he knows. If movie makers were building airplanes, there would be an accident every time one took off. But in the movies, these accidents are called Oscars." - Jean-Luc Godard

#66 StephenDedalus

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Geschrieben 17. Januar 2004, 13:30

Zitat

Dass Du Teile des Filmes als "albern und gestellt" kritisierst, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Du kannst sie als albern und gestellt kennzeichnen, aber die Kritik an dieser übrigens typisch Kubrickschen Artifizialität geht am Ziel vorbei, weil sich Kubrick bloßstellender Mechanismen bedient, um auf die lächerliche Armseligkeit der Moral und Ethik dieser Leute aufmerksam zu machen. Ganz genial ist die Szene mit Kidman, wo sie von diesem peinlichen deutschen Schauspieler angemacht wird, dessen Name mir leider entfallen ist. Im ersten Moment ist man geschockt von dem unsäglichen Manierismus, mit dem beide ihre Dialogsätze sprechen - doch erst im nachhinein versteht man, wie subtil hier Kidman ihre Begierde verschleiert - und zwar mit gänzlich unsubtilen Mitteln!

es stellt hier die frage, warum er erst ins artifizielle entfremden muss, um kritisieren zu können. wenn du der gesellschaft ihre scheisse präsentieren willst, warum dann vorher mit parfum und schminke 'drübergehen? wer soll sich denn in diesen maskenspielchen wiedererkennen? die gesellschaft, die kubrick kritisiert, gibt es nicht. deshalb ist eyes wide shut als "gesellschaftskritik", als politischer film völlig unbrauchbar.
das problem bei filmen wie clockwork orange ist, dass sie in der übertreibung erst noch jenen gefällt, die eigentlich karikiert werden sollten (wie sonst ist es möglich, dass clockwork orange und natural born killers unter jugendlichen zum kult wurden?) und so ihr ziel verfehlen, während eyes wide shut durch sein, obendrein zigfach in metaphern vermaskiertes, understatement schlicht nicht kritisieren kann und will.

Zitat

Nun zu Irreversible: Dass Du in diesem Film eine Ehe realistisch dargestellt siehst, verwundert mich noch mehr als Dein abschätziges Statement bzgl. EWS, der meiner Meinung nach die Wünsche und Ängste des Ehepaars hervorragend zur Sprache bringt, indem er die beiden Protagonisten gerade sehr glaubwürdig charakterisiert. Irreversibles Ehepaar hingegen scheint mir so blutleer dargestellt wie der Film es über weite Strecken selbst ist. Ein paar Plattitüden da, ein paar nichtssagende Sätze hier und fertig ist eine banale Ausgangsposition, so dass ich mich in nachhinein fragen musste, warum er derart in Rage gerät und die ganze Welt am liebsten ausradieren würde, um die Vergewaltigung (und den Mord?) seiner Frau zu rächen, wo er doch davor (im Film also danach) als arrogantes Arschloch dargestellt wird - aber auch nicht als richtiges Arschloch, dem man seinen leichtfertigen Umgang mit dem Vertrauen, welches ihm von seiner Frau entgegengebracht wird, abnehmen will.

und hier spricht aus dir eben jene künstler-arroganz, die ich durch das nietzsche zitat bloßstellen wollte (und die mir im übrigen auch nicht fremd ist): wie kannst du einem menschen wie marcus unterstellen, er würde, ob seines daseins als oberflächliches arschloch, nicht lieben können? selbst wenn sie nicht der einzige mensch wäre, den er liebte, wäre sie nicht allein als menschliches wesen wert, über ihren verlust auszurasten? wie kannst du behaupten, dass ehepaar sei blutleer, befinde sich in einer banalen position?

die vorstellung von ehe, wie du sie in irreversible findest, trifft -und da bin ich
mir ganz sicher-, auf nahezu jede liebesbeziehung zu.
liebe hat keinerlei substanz, außer sich selbst.
die kunst verfälscht den eigentlichen wert allerdings seit jahrhunderten, indem sie die liebe zum absoluten wert, als zu erreichenden ziel, welches quelle allen glücks darstellt, idealisiert, so dass an diesem ideal gemessen die wirklichkeit geradezu schal wirken muss.
jeder beliebige typ in jeder beliebigen disco wird sich in marcus wiederfinden und wir sollten uns eingestehen, dass diese art von mensch nunmal die bedürfnisse und sehnsüchte unserer gesellschaft in sich verkörpert- wenn sich film nicht als reines unterhaltungs oder (auch geistiges) genußmittel versteht (wobei hier der film dann tatsächlich zur lüge verkommen würde, da er nunmal die realität so wiedergibt, wie wir sie erfahren- film, der nur film sein will, würdest du also nur bei godard und ähnlichen finden, während alle anderen ein albernes schauspiel abbilden, dass nur so tut als ob. noes kino wäre dagegen eine art filmisches pendant zum epischen theater) sondern den anspruch erhebt, gesellschaftskritik sein zu wollen, dann müssen wir uns mit diesen menschen auseinandersetzen- denn was liegt an uns, den ausnahmen?

Bearbeitet von Ippolit, 17. Januar 2004, 13:46.


#67 StephenDedalus

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Geschrieben 18. Januar 2004, 13:46

darauf wollte ich ja auch noch antworten ;)

Zitat

Aber es freut mich, dass Du Panic Room in ein positives Licht zu rücken versuchst. Könntest Du bitte etwas genauer ausführen, welche technischen Aspekte des Filmes Du so revolutionär findest?

die digitale kamerafahrt natürlich! schon in fight club hat fincher diese technik verwendet, doch in panic room hat er erstmals an das eigentliche potential gerührt: die entwicklung eines allwissenden erzählers, welcher den menschen (und seine umgebung) vollständig durchschaut, d.h. jede zelle seines körpers jederzeit durchleuchten könnte und sich zudem nonverbal bzw. jenseits der methoden der literatur artikuliert. stell dir vor, wir würden in zukunft nicht mehr gebrabbel aus dem off hören, durch welches der protagonist sein begehren gegenüber einer frau zum ausdruck bringt (ein absolut unfilmisches stilmittel; offkommentare sollten verboten werden :D) sondern die kamera fährt mühelos in das gehirn des protagonisten, wo allerlei nervenzellen flackern, gleitet ins herz hinab, dass schneller zu schlagen beginnt und schließlich zwischen die beine, wo's sich wölbt, um dann wieder auf das harmlose lächeln des protagonisten zu springen. natürlich kannst du das auch durch schnitte erzeugen, bzw. in der literatur beschreiben, aber es geht mir vor allem um die unmittelbaren bezüge, die sich so herstellen lassen. noch ein beispiel: ein fetter typ sitzt vor der glotze und frisst sich voll, die kamera stürzt nach hinten, gleitet durch mehrere gesteinsschichten und kommt bei einem verhungernden kind in der ehemaligen dritten welt wieder aus dem boden- das beispiel ist blöd (ist mir gestern im halbschlaf eingefallen), aber du verstehst vielleicht, was ich mit unmittelbaren bezüge meine; durch schnitte müsstest du die wirklichkeit erst zerstückeln, um sie dann wieder zusammenzusetzen.
panic room nutzt erstmals die möglichkeit, sich an jedem einzelnen phänomen in einem raum in dessen eigene sphäre hinabgleiten zu lassen, ohne dabei die wirklichkeit zu verlassen, (ein wenig wie die szene mit den käfern in blue velvet, nur beschränkt sich lynch auf unheimliche elemente, dabei ist theoretisch jedes phänomen wert, auf diese weise erforscht zu werden) was diese bis in die unendlichkeit ausweitet...
so zumindest meine vision von der ganzen sache :D

#68 Oskar

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Geschrieben 22. Januar 2004, 14:21

Ich würde eigentlich nicht behaupten, dass Kubricks Filme kritisieren, und erst recht nicht kritisieren wollen- falls ich das so ausgedrückt habe (kann mich nicht mehr genau entsinnen), habe ich mich in der Wortwahl vergriffen. Am passendsten fände ich es, zu sagen, dass seine Filme bloßstellen. Indem er keine moralische, ja noch nicht mal eine ästhetische Position zum Gezeigten bezieht (das ist meine Meinung, nicht selten wird ja seine Ästhetik als wertend empfunden) und er die Geschehnisse in seinen Filmen mit dem Auge (oder den Händen? :D ) eines Wissenschaftlers analysiert, objektiviert und geradzu seziert, ist keine Grundlage gegeben, auf der man seine Filme als handfeste Kritik deuten könnte. Ob es die in EWS gezeigte Gesellschaft tatsächlich gibt, sei dahingestellt - woher wollen wir das wissen? Aber natürlich betrifft sie so, wie sie im Film dargestellt ist, nur die elitärsten Elemente unser Gesellschaft und ist wohl oder übel karikiert worden, was aber auch mit der Grundstimmung des Filmes einhergeht, die offenbar als luzider Realismus verstanden werden will.
Ich denke aber auch, dass letztendlich dieser Vagismus auf der Interpretationsebene das ist, was einen Kubrick-Film ausmacht und weswegen mir der Großteil seiner Filme gefällt. Vordergründig sind es hervorragende, (aufgrund ihrer Kunstfertigkeit für mich zumindest höchst) unterhaltsame Filme, die den Zuschauer aber hintergründig mit einem Schwall an Deutungsmöglichkeiten bombardieren, die dieser einfach nicht vernünftig einordnen kann und deshalb als Deuter vor dem Fill kapitulieren muss. Übrigens finde ich, dass sich EWS und The Shining sehr stark ähneln - abgesehen von ähnlichen Sets sind sie zusammen mit 2001 die auf der Interpretationsebene diffusesten und ziellosesten Filme Kubricks.

Unsere Irreversible-Diskussion empfinde ich als sehr mühsam. Ich habe den Film nur einmal gesehen und tue mich mit der Kritik, für die Du ihn so lobst, schwer. Was Marcus angeht, hast Du mich überzeugen können. Aber welche Vorzüge liegen in diesem, wie Du es ausdrückst, "epischen Theater"? Ich fürchte mich vor dem Realismus in Irreversible, weil ich glaube, dass jede Kritik ihr Subjekt überzeichnen und verzerren muss, da sonst die Gefahr besteht, dass sie als zynisch untertreibend empfunden wird.

#69 StephenDedalus

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Geschrieben 22. Januar 2004, 17:28

Oskar sagte am 22.01.2004, 14:21:

Ich fürchte mich vor dem Realismus in Irreversible, weil ich glaube, dass jede Kritik ihr Subjekt überzeichnen und verzerren muss, da sonst die Gefahr besteht, dass sie als zynisch untertreibend empfunden wird.
dazu erstmal heftigen widerspruch-
wie kannst du dir erklären, dass starship troopers -der meisterlich überzeichnet-, als spaßiger blockbuster gilt und zuweilen als kriegsverherrlichend indiziert wird, während irreversible als emotionale neutronenbombe bezeichnet wurde?
das erschreckendste, was es an bildmaterial gibt, sind diverse aufnahmen aus den kzs des dritten reiches- und daran ist nichts verzerrt.
wenn du der heutigen gesellschaft schmerzen zufügen wolltest, müsstest du ihr authentische bilder von hungernden kindern zeigen (stell dir mal vor, welche wirkung dieses szenario unter der regie eines gaspar noe entfalten könnte.)- während sie über karikierte us-soldaten lachen würde (ein leider befreiendes lachen-: "wir stehen ja über diesen deppen."). das habe ich auch mal in meinem tagebucheintrag zu cannibal holocaust beschrieben, der ähnlich vorgeht wie irreversible...

desweiteren verzerrt noe sein subjekt ebenfalls, aber -wie gesagt- auf der ebene des darstellenden, wobei das dargestellte (auch in ihrer zeitlichen faktizität, da er ohne schnitte arbeitet) intakt bleibt.

später mehr zum rest...

#70 Immo

    zombie

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Geschrieben 22. Januar 2004, 18:01

Ippolit sagte am 18.01.2004, 13:46:

die digitale kamerafahrt natürlich! schon in fight club hat fincher diese technik verwendet, doch in panic room hat er erstmals an das eigentliche potential gerührt: die entwicklung eines allwissenden erzählers, welcher den menschen (und seine umgebung) vollständig durchschaut, d.h. jede zelle seines körpers jederzeit durchleuchten könnte und sich zudem nonverbal bzw. jenseits der methoden der literatur artikuliert. stell dir vor, wir würden in zukunft nicht mehr gebrabbel aus dem off hören, durch welches der protagonist sein begehren gegenüber einer frau zum ausdruck bringt (ein absolut unfilmisches stilmittel; offkommentare sollten verboten werden :D) sondern die kamera fährt mühelos in das gehirn des protagonisten, wo allerlei nervenzellen flackern, gleitet ins herz hinab, dass schneller zu schlagen beginnt und schließlich zwischen die beine, wo's sich wölbt, um dann wieder auf das harmlose lächeln des protagonisten zu springen. natürlich kannst du das auch durch schnitte erzeugen, bzw. in der literatur beschreiben, aber es geht mir vor allem um die unmittelbaren bezüge, die sich so herstellen lassen. noch ein beispiel: ein fetter typ sitzt vor der glotze und frisst sich voll, die kamera stürzt nach hinten, gleitet durch mehrere gesteinsschichten und kommt bei einem verhungernden kind in der ehemaligen dritten welt wieder aus dem boden- das beispiel ist blöd (ist mir gestern im halbschlaf eingefallen), aber du verstehst vielleicht, was ich mit unmittelbaren bezüge meine; durch schnitte müsstest du die wirklichkeit erst zerstückeln, um sie dann wieder zusammenzusetzen.
panic room nutzt erstmals die möglichkeit, sich an jedem einzelnen phänomen in einem raum in dessen eigene sphäre hinabgleiten zu lassen, ohne dabei die wirklichkeit zu verlassen, (ein wenig wie die szene mit den käfern in blue velvet, nur beschränkt sich lynch auf unheimliche elemente, dabei ist theoretisch jedes phänomen wert, auf diese weise erforscht zu werden) was diese bis in die unendlichkeit ausweitet...
so zumindest meine vision von der ganzen sache :D
Und inwiefern macht sich das an der digitalen Kamerafahrt fest? Im Zeichentrick bestanden doch seit jeher die gleichen Möglichkeiten und im japanischen Anime wurden sie doch zum Teil auch schon genutzt. Und wenn ich ehrlich bin, klingt das auch alles nicht so revolutionär, wie Du das verkaufen willst: Eine assoziative Montage von Fettsack/Kind in der 3. Welt (um dieses, wie Du selber ja schon sagst, weniger gute Beispiel beizubehalten) wird auch, denke ich, von einer "Kamerafahrt aus einem Guss" in ihrer Wirkmächtigkeit (zunächst) wohl nicht angegriffen werden. Eine solche Kamerafahrt würde doch vermutlich nur als bloßer Effekt wahrgenommen, als manieristische Umsetzung, was mit weit weniger Hokuspokus genauso, wenn sogar nicht noch prägnanter, auf den Punkt zu bringen gewesen wäre (ich gebe aber natürlich gerne zu, dass solche Assoziationen einem historischen Wandel unterworfen sind): Der Bezug der beiden Phänomene zueinander ist durch den Schnitt bereits gegeben, wie auch der Schnitt zwischen beiden Bildern den Kontrast unterstreicht ("Hier" <=> "dort", mit einer Vebindung gedacht, die es zu ergründen gilt). Eine Kamerafahrt im vonDir beschriebenen Sinne würde ungleich marinierter auf das gleiche hinauswollen, indes aber ein Nebeneinander suggerieren, das sich in bloßer Raumorganisation erschöpft ("hier ist dicker mensch und dann ist da dort noch ein dünner.").

Und anhand des Schnitt wird "Wirklichkeit" ja auch nur insofern "zerstückelt", dass sich Film von der Alltagswahrnehmung des Menschen entfernt und dem Ideal nach Realitäten hinter den Sinneswahrnehmung des Alltags aufdeckt, die sich dem Einzelnen mit seien Augen und Ohren so nicht erschließen würden. Die Überwindung des Raumes, wie sie der Schnitt ermöglicht, ist meines Erachtens dazu besser geeignet, als das Wieder-Ankoppeln des Bildes an räumliche Verbindlichkeiten, wie sie Dir hier vorschweben. (Was im übrigen nicht heißt, dass ich "langen Kamerafahrten" deswegen Gültigkeit abspreche oder ähnliches: Ich denke nur, dass sie in dem von Dir dargelegten Sinne keinen sonderlichen Mehrwert zu "klassischen Mitteln" darstellen, vom Mehrwert des Portfolios der Produtkionsbeteiligten mal abgesehen ;))

Mal ganz davon abgesehen, dass ich solche Biologisierungen wie von Dir beschrieben ideologisch (und künstlerisch) ziemlich fragwürdig finde: Um wieviel interessanter wäre eine Kamerafahrt, die den gesamten literarischen und motivischen Kanon des Abendlandes zum Diskurs "Liebe" (oder "Begehren") in sich zusammenfasst und die Artikulation (oder die Symptome) der Liebe oder des Begehrens als Folge dieser Traditionen darstellt, beispielsweise in einem nicht als "realistisch konnotierten" ortlosen Ort, in dem das innere Bild vor Augen zu seiner illustrierten Geltung kommt. :)

Cheers,
IMMO

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#71 Opagraui

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Geschrieben 22. Januar 2004, 18:54

Zitat

Eine assoziative Montage von Fettsack/Kind in der 3. Welt (um dieses, wie Du selber ja schon sagst, weniger gute Beispiel beizubehalten) wird auch, denke ich, von einer "Kamerafahrt aus einem Guss" in ihrer Wirkmächtigkeit (zunächst) wohl nicht angegriffen werden

ein schnitt hat es aber merklich schwerer den minimalen raumunterschied derart zu betonen wie die von ippolit angesprochene kamerafahrt. gerade durch die nicht-zerstückelung des raumes wird das gefühl des nebeneinander verstärkt(hast du ja auch schon erwähnt). und in diesem beispiel ist nicht nur der kontrast, sondern auch das nebeneinander wichtig, da hierdurch der kontrast noch verstärkt wird(arm und reich in unmittelbarer nähe).

Bearbeitet von opagraui, 22. Januar 2004, 19:03.


#72 StephenDedalus

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Geschrieben 22. Januar 2004, 19:36

Immo sagte am 22.01.2004, 18:01:

Und inwiefern macht sich das an der digitalen Kamerafahrt fest? Im Zeichentrick bestanden doch seit jeher die gleichen Möglichkeiten und im japanischen Anime wurden sie doch zum Teil auch schon genutzt.
IMMO
hier lässt du außer acht, dass es mir ja um die möglichkeit eines politischen film mit unmittelbarem realitätsbezug ging. zeichentrick ist dazu gänzlich ungeeignet, weil er nicht die audiovisuellen erfahrungen des menschen abbildet. auch die "Kamerafahrt, die den gesamten literarischen und motivischen Kanon des Abendlandes zum Diskurs "Liebe"" illustriert geht an diesem anspruch vorbei. (wäre natürlich auch interessant, aber hat eben nix mit dem kino noes zu tun)

Zitat

Eine solche Kamerafahrt würde doch vermutlich nur als bloßer Effekt wahrgenommen
so, wie ich es beschrieben habe, wäre es freilich nicht mehr als ein unbeholfenes experiment. der punkt ist, dass der film nunmal die möglichkeit hat, auf eine art und weise (räumliche) beziehungen darzustellen, wie es kein zweites medium vermag -einen schnitt kannst du beschreiben, ohne dabei informationen zu verlieren: "ein auge. ein messer. blut."; eine kamerafahrt nicht-, und diese möglichkeit wurde durch diese technische neuerung unglaublich erweitert. ob daraus dann tatsächlich etwas revolutionäres entsteht, bleibt abzuwarten, aber zunächst gilt es dass experiment zu wagen.
zumal wir uns in einer zeit befinden, in welcher wir uns zunehmend der unendlichkeit innerhalb des menschen annehmen; statt, der unendlichkeit -beispielsweise- des weltenraumes. diese neue sicht hätte in diesem filmischen mittel seine möglichkeit zur ästhetischen gestaltung gefunden. ob das biologische innenleben des menschen tatsächlich material bietet, sei dahingestellt; aber daraus resultierte nunmal die erkenntnis, dass sich jedes phänomen ins unendlich aufspaltet und die digitale kamerafahrt bietet so die möglichkeit zu einer anderen art von analyse als bisher.
durch die digitale kamerafahrt hast du die möglichkeit, dich der realität als eine art verflechtung von seins-schichten anzunähern und diese zu analysieren (sartres "neuen dualismus" visualisieren) der schnitt abstraktifiziert dieses sein, da er es und seine zeitliche wirklichkeit spaltet.
durch sie kannst du auch eine ganz neue art von ekel erzeugen, indem du das sein eines menschen unerbittlich ergründest. man filme eine schöne frau, fahre ihr durch die hose in den arsch, den darm hinauf und komme durch einen speiserest zwischen den zähnen wieder heraus- und du hast sie durch bloße analyse der wirklichkeit (ohne jegliche überzeichnung oder karikierung) absolut bloßgestellt und erniedrigt. diese art von nacktheit, die dem blick der kamera absolut ausgeliefert ist, -die transparenz des seins- kannst du mit bloßen schnitten nicht erzeugen.

ich sage ja nicht, dass diese technik den schnitt ablösen soll, aber sie bietet nunmal möglichkeiten, die ergründet sein wollen.

Bearbeitet von Ippolit, 22. Januar 2004, 19:41.


#73 Opagraui

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Geschrieben 22. Januar 2004, 20:38

Zitat

zeichentrick ist dazu gänzlich ungeeignet, weil er nicht die audiovisuellen erfahrungen des menschen abbildet

die von dir geschilderten kamerafahrten sind aber ebenfalls nur durch cgi zu bewerkstelligen und als solche zumindest heute noch leicht zu entlarven. aus diesem grund mag ich die kamerafahrten finchers auch nicht soo gern.

#74 Oskar

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Geschrieben 22. Januar 2004, 23:11

Ippolit sagte am 22.01.2004, 17:28:

dazu erstmal heftigen widerspruch-
wie kannst du dir erklären, dass starship troopers -der meisterlich überzeichnet-, als spaßiger blockbuster gilt und zuweilen als kriegsverherrlichend indiziert wird, während irreversible als emotionale neutronenbombe bezeichnet wurde?
das erschreckendste, was es an bildmaterial gibt, sind diverse aufnahmen aus den kzs des dritten reiches- und daran ist nichts verzerrt.
wenn du der heutigen gesellschaft schmerzen zufügen wolltest, müsstest du ihr authentische bilder von hungernden kindern zeigen (stell dir mal vor, welche wirkung dieses szenario unter der regie eines gaspar noe entfalten könnte.)- während sie über karikierte us-soldaten lachen würde (ein leider befreiendes lachen-: "wir stehen ja über diesen deppen."). das habe ich auch mal in meinem tagebucheintrag zu cannibal holocaust beschrieben, der ähnlich vorgeht wie irreversible...

desweiteren verzerrt noe sein subjekt ebenfalls, aber -wie gesagt- auf der ebene des darstellenden, wobei das dargestellte (auch in ihrer zeitlichen faktizität, da er ohne schnitte arbeitet) intakt bleibt.
Auf die Gefahr hin, dass ich mich hier unbeliebt mache, muss ich zugeben, dass ich Irreversible keinesfalls als emotional extrem aufwühlend empfand. Anhand der Vergewaltigungsszene möchte ich versuchen, meine mangelhafte Empathie mit den Geschehnissen in Irreversible zu erklären: 1. Erfahre ich vor der Vergewaltigung so gut wie gar nichts über Alex, so dass es mir schwer fällt, eine emotionale Bindung zu ihr aufzubauen. Ja klar, Du wirst jetzt natürlich sagen, dass es im wahren Leben häufig so ist, dass wir Zeuge eines Verbrechens an einem Menschen werden, den wir wenig bis gar nicht kennen und trotzdem ob der Untat moralisch empört sind. Noes bewusster Verzicht auf eine ausreichende Charakterisierung, die wir aus "Filmen des guten Willens" (ich mag diese Bezeichnung :D ) gewöhnt sind, riecht meiner Meinung nach bloßer Provokation: "Schaut her, ich zeige Euch dieses Verbrechen aus dem Kontext gerissen. Mal sehen, ob Ihr trotzdem mitleiden werdet." Und wie die Vergewaltigung gefilmt ist... einfach bewegungslos Kamera draufgehalten und jetzt werden wir sehen, wie das Publikum reagiert. 2. Das bringt mich zum zweiten Punkt - zur quasi-dokumentarische Inszenierung der Vergewaltigung. Verzicht auf Musik, Verzicht auf Montage, Kamerabewegung - das finde ich fürchterlich prätentiös, vor allem, weil es so überdeutlich die in der ersten halben Stunde vorherrschende Unruhe kontrastiert. Also meiner Meinung nach geht Noe keinesfalls, wie so oft behauptet wird, "respektvoll" mit dem Verbrechen Vergewaltigung um, sondern beutet dieses für seine ziemlich naiv anmutende Botschaft aus, die er am Ende auch noch in riesigen, Epilepsie verursachenden Lettern propagiert. :haeh:

#75 Rookie887

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Geschrieben 15. März 2004, 18:14

Oskar sagte am 22.01.2004, 23:11:

Ippolit sagte am 22.01.2004, 17:28:

dazu erstmal heftigen widerspruch-
wie kannst du dir erklären, dass starship troopers -der meisterlich überzeichnet-, als spaßiger blockbuster gilt und zuweilen als kriegsverherrlichend indiziert wird, während irreversible als emotionale neutronenbombe bezeichnet wurde?
das erschreckendste, was es an bildmaterial gibt, sind diverse aufnahmen aus den kzs des dritten reiches- und daran ist nichts verzerrt.
wenn du der heutigen gesellschaft schmerzen zufügen wolltest, müsstest du ihr authentische bilder von hungernden kindern zeigen (stell dir mal vor, welche wirkung dieses szenario unter der regie eines gaspar noe entfalten könnte.)- während sie über karikierte us-soldaten lachen würde (ein leider befreiendes lachen-: "wir stehen ja über diesen deppen."). das habe ich auch mal in meinem tagebucheintrag zu cannibal holocaust beschrieben, der ähnlich vorgeht wie irreversible...

desweiteren verzerrt noe sein subjekt ebenfalls, aber -wie gesagt- auf der ebene des darstellenden, wobei das dargestellte (auch in ihrer zeitlichen faktizität, da er ohne schnitte arbeitet) intakt bleibt.
Auf die Gefahr hin, dass ich mich hier unbeliebt mache, muss ich zugeben, dass ich Irreversible keinesfalls als emotional extrem aufwühlend empfand. Anhand der Vergewaltigungsszene möchte ich versuchen, meine mangelhafte Empathie mit den Geschehnissen in Irreversible zu erklären: 1. Erfahre ich vor der Vergewaltigung so gut wie gar nichts über Alex, so dass es mir schwer fällt, eine emotionale Bindung zu ihr aufzubauen. Ja klar, Du wirst jetzt natürlich sagen, dass es im wahren Leben häufig so ist, dass wir Zeuge eines Verbrechens an einem Menschen werden, den wir wenig bis gar nicht kennen und trotzdem ob der Untat moralisch empört sind. Noes bewusster Verzicht auf eine ausreichende Charakterisierung, die wir aus "Filmen des guten Willens" (ich mag diese Bezeichnung :D ) gewöhnt sind, riecht meiner Meinung nach bloßer Provokation: "Schaut her, ich zeige Euch dieses Verbrechen aus dem Kontext gerissen. Mal sehen, ob Ihr trotzdem mitleiden werdet." Und wie die Vergewaltigung gefilmt ist... einfach bewegungslos Kamera draufgehalten und jetzt werden wir sehen, wie das Publikum reagiert. 2. Das bringt mich zum zweiten Punkt - zur quasi-dokumentarische Inszenierung der Vergewaltigung. Verzicht auf Musik, Verzicht auf Montage, Kamerabewegung - das finde ich fürchterlich prätentiös, vor allem, weil es so überdeutlich die in der ersten halben Stunde vorherrschende Unruhe kontrastiert. Also meiner Meinung nach geht Noe keinesfalls, wie so oft behauptet wird, "respektvoll" mit dem Verbrechen Vergewaltigung um, sondern beutet dieses für seine ziemlich naiv anmutende Botschaft aus, die er am Ende auch noch in riesigen, Epilepsie verursachenden Lettern propagiert. :haeh:


vor der vergewaltigung erfährt man kaum was über alex, dass ist richtig, aber was man danach alles über sie erfährt, lädt die emotionen doch noch viel mehr hoch als umgekehrt. das verbrechen wird doch auch nicht aus dem kontext gerissen gezeigt, sonder fügt sich nadlos in das ganze geschehen ein. der vorwurf, noé würde exploitativ vorgehen, weil er die vergrewaltigung 8 minuten ohne schnitte etc. zeigt, greift auch nicht, da die gesamten kapitel so aufgebaut sind und das zeigen dieser szene eben auch auf logistischer funktion basiert. daher auch die "starre" kamera. der verzicht auf musik ist hier alles, nur nicht prätenziös. die überdeutlich vorherrschende stimmung im ersten teil des films resultiiert eben auch daraus, dass alex und seine freund auf koks sind und somit das geschehen intensiver, chaotischer wahrnehmen. noé geht mit dem verbrechen nicht respektvoll um, das stimmt. wieso sollte er auch respektvoll damit umgehen, er geht vile lieber mit seinen drei protagonisten respektvoll um, da wird nichts ausgebeutet, das ist auch keine definitive aussage am ende, zumindest nicht die kernaussage (also liebe und so). die aussage des films ist eigentlich eine andere, nämlich die, dass man den lauf der dinge nie wieder rückgängig machen kann. deswegen wird in der schwulenkaschemme auch dem falschen der kopf zu brei geschlagen, der übeltäter steht grinsend daneben. zu spät: nixhts kann mehr rückgängig gemacht werden und deswegen rollt der film die story auch von hinten auf.
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#76 Fuck up Evil

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Geschrieben 09. April 2004, 11:37

Eingefügtes Bild

So ich habe gestern den neusten franz. Skandal-Film gesehen und hätte gerne eure Meinung gelesen.
Meine Meinung wird in Kürze in meinem Tagebuch erscheinen.
Hey, es ist doch nur ein Film !?

#77 Deep Red

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Geschrieben 09. April 2004, 12:41

Gibt hier bereits einen ausführlichen Thread zum Film. ;)
"Was für Idioten, was für eine Dreckskaste. Ein solcher Korpsgeist wie in der deutschen Presse findet sich allenfalls noch bei alten Wehrmachtsoffizieren."
(Klaus Theweleit)


"I was always killing myself, but it was always the bystander who died."
(Dennis Nilsen)

#78 kørken

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Geschrieben 09. April 2004, 12:46

Danke für den Hinweis, Deep Red!
Ich habe die beiden Themen nun verschmolzen.

#79 Fuck up Evil

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Geschrieben 10. April 2004, 20:01

Also ich bin sehr beeindruckt von dem Film, diese bedrückende Atmosphäre habe ich bisher bei noch keinem Film gespürt ( und da waren auch sehr tragische und sehr brutale dabei) .
Nur die Frage nach der Message bleibt etwas offen, das kann doch nicht NUR Provokation sein !?
Hey, es ist doch nur ein Film !?

#80 Groucho Marx

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Geschrieben 11. April 2004, 13:34

Ich kann mir irgendwie keinen Reim auf die, wie ich finde recht deutliche, Analfixierung des Films machen. :haeh:

Was meint Ihr?

#81 Opagraui

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Geschrieben 11. April 2004, 14:07

Groucho Marx sagte am 11.04.2004, 14:34:

Ich kann mir irgendwie keinen Reim auf die, wie ich finde recht deutliche, Analfixierung des Films machen. :haeh:

Was meint Ihr?
in einem interview von noe sagte dieser, die analfixierung sei aus bestimmtem grund betrieben worden. es geht darum, dass sich so auch männer in alex hineinversetzen können. ebenfalls für eine derartige interpretation spricht der name. "alex" ist ja normalerweise erstmal maskulin konnotiert oder lieg ich da falsch?

#82 Mr. Room

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Geschrieben 11. April 2004, 14:16

Fuck up Evil sagte am 10.04.2004, 21:01:

Also ich bin sehr beeindruckt von dem Film, diese bedrückende Atmosphäre habe ich bisher bei noch keinem Film gespürt ( und da waren auch sehr tragische und sehr brutale dabei) .
Nur die Frage nach der Message bleibt etwas offen, das kann doch nicht NUR Provokation sein !?
Ich denke, die Provokation war nur Beiwerk. Noe legt das Hauptaugenmerk auf die rückwärts erzählte Geschichte und die abenteuerliche Erfahrung die der Zuschauer dadurch erfährt...
Out of Signature.

#83 StephenDedalus

    liebt solche Hautschmiere

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Geschrieben 01. Juni 2004, 10:06

Da ich mich wohl kaum mehr aufraffen werde, das ganze zu einem tagebucheintrag oder gar essay zu verknüpfen und mir die fäden der einzelnen bestandteile schon auseinanderzulaufen drohen, will ich den splittern wenigstens vorläufig etwas halt geben, indem ich meine ideen, die vielleicht in dieser zersplitterten form onehin mehr sinn ergeben, als in einem argumentativen gefüge, hier zugänglich mache –

„die zeit vergeht, das leben ist ein strom, sagen die menschen usw. ich merke nichts davon, die zeit steht still und ich mit. Alle pläne, die ich entwerfe, fliegen geradewegs auf mich zurück; wenn ich speien will, speie ich mir selbst ins gesicht“ (kierkegaard, entweder - oder. S. 35)

der gegensatz zwischen seul contre tous und irreversible besteht darin, dass ersterer von einem stream of consciousness, bestehend aus den worten des protagonisten angetrieben wird, der das, wovon er spricht allerdings nie ausführt, also in der reflektion (Der sprachstrom wird zum zum strudel, der sich stets nur vor dem inneren auge dreht.) in der reflektion gefangen bleibt und zweiterer ausgehend von einem satz (le temps derstruit tout) eine folge von unreflektierten taten, begangen im rausch der emotionen, zeigt, die am ende (das am anfang steht) in den verlust allen gleichgewichtes mündet; alles schwankt und bewegt sich.
Der zusammenhang zwischen kierkegaard und noe besteht nicht nur in dem selben entweder - oder zwischen in das die personen sich spalten, sondern auch in der musiktheorie: die musik begrenzt die sprache, weilche die sphäre der reflektion und des ethischen umfasst, während sie das emotionale und gänzlich unreflektierte ist, dass laut kierkegaard in mozarts don juan seinen höhepunkt erlebt, weil dort thema und medium den höchst möglichen einklang erreichen. „nur auf die art kann don juan episch werden, dass er beständig fertig wird und beständig von vorne anfangen kann; denn sein leben ist die summe der repellierenden momente, die keinerlei zusammenhang haben, sein leben ist als der moment die summe von momenten, als die summe von momenten der moment,“ (entweder – oder. S. 117)
Dies ist gleichbedeutend mit dem knochen in kubricks 2001 und der theorie von der ewigen wiederkunft zarathustras: das leben an sich wiederholt sich. Das abstraktum „leben“ lässt sich nicht an einem konkreten beispiel darstellen, sondern braucht eine eigene form der darstellung – diese darstellung ist das theater der grausamkeit artauds: „das theater der grausamkeit ist keine repräsentation. Es ist das leben selbst in dem, was an ihm nicht darstellbar ist.“ „das leben ist die nachamung eines transzendenten prinzips, mit dem uns die kunst wieder in kommunikation bringt.“ Das theater der grausamkeit hat das manko, dass die aufführungen sich abnutzen und nur beim ersten mal das sind, was sie sein sollten – darin liegt der ansatz der scriptlosigkeit und der improvisation bei irreversible begründet.
„die seelische liebe ist ein bestehen in der zeit, die sinnliche ein verschwinden in der zeit.“ (entweder – oder. S.115)
„die sinnliche liebe kann alles in einen topf werfen“ (entweder – oder. S.115))
der satz le temps destruit tout kann in dieser allgemeinen form dastehen, da die menschen, wie sie in irreversible beschrieben werden, zermalmt werden unter dem rad der zeit, wobei es -zunächst offensichtlich- keine rolle spielt wer sie sind – ihr schicksal wiederholt sich onehin. Der titel seul contre tous beschreibt die außenseiterrolle des protagonisten, welche in dem obigen (allerersten) zitat zum ausdruck kommt – sein reflektieren wirft in aus disem prozess heraus, die musik deutet ihm zwar immer wieder auswege an (durch die schussgeräusche, die nichts anderes sind als ein aufflammen der idee von einem gewaltsmen ausbruch) doch er bleibt gefangen in der reflektion (jegliche bewegung die er erfährt wird durch musik begleitet: die zusammenfassung seines lebens, die reise nach paris, die zusammenkunft mit seiner tochter) was seine immer wiederkehrende position in noes werk begründet – er ist der kommentator, der irreversible beschließt mit dem satz „das leben muss weitergehen“. ein satz, in dem kein pathos liegt.
„was wenn alles in der welt ein missverständniß wäre“ (entweder –oder. s.29) „so denke ich, wird die welt zugrunde gehen unter dem allgemeinen jubel witziger köpfe, die da glauben, es sei ein ‚witz’“ (entweder – oder. S. 41)
es ist die deutung nietzsches durch kubrick, die noe in frage stellt: das feierliche, der ewigen wiederkunft, die den übermenschen gebärt und dem niederen manne beim untergang zusieht, um „noch darüber lachen“ zu können. Und es ist ein nietzsche, wie adorno in versteht: „der amoralist dürfte sich endlich wieder gestatten, so gütig, zart unegoistisch und aufgeschlossen zu sein, wie nietzsche damals schon“ (minima moralia. S. 109) auf den noe sich und seine zutiefst humanistische botschaft bezieht. deshalb führt er das übermenschen-baby aus 2001 und das totgeweihte baby in belluccis bauch in einem bild zusammen, aus dem die frage schreit, ob denn das gewöhnliche wirklich weniger wert sein kann, zumal es sich so verhält, wie es adorno darstellt: "stünde cesare borgia heute auf, so gliche er er david friedrich strauß und hieße adolf hitler. amoralität predigen ward zur selben sache der darwinisten, die nietzsche verachtete, und die den barbarischen kampf ums dasein krampfhaft als maxime proklamieren, gerade weil es seiner nicht mehr bedurfte." (minima moralia. s. 109) deshalb zeigt irreversible auch szenen einer ehe, wie sie vielleicht teil eines transzendenten prinzips, aber auch von unglaublicher schönheit sind.
„die wahre menschliche güte kann sich in ihrer absoluten reinheit und freiheit nur dem gegnüber äußern, die keine kraft darstellen sein [nietzsches] wahn (sein bruch mit der menschheit) beginnt in dem moment als er um ein pferd weint.“ (milan kundera, die unerträgliche leichtigkeit des seins. S.264)
kunderas bezug auf das tier lässt sich hier nicht nachvollziehen (zumal wir von einem metzger sprechen), aber es ist die liebe zu seiner behinderten tochter, die dessen endgültigen bruch mit der menschheit begründet – und noes hinwendung zu den krüppeln der gesellschaft, die seinen ruf als skandalfilmer zur folge hat.

Bearbeitet von Ippolit, 01. Juni 2004, 11:07.


#84 Oskar

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Geschrieben 01. Juni 2004, 10:13

Rookie887 sagte am 15.03.2004, 19:14:

die aussage des films ist eigentlich eine andere, nämlich die, dass man den lauf der dinge nie wieder rückgängig machen kann.
Hast recht. Ich frage mich allerdings, ob man das als Filmemacher so überdeutlich ausformulieren muss. Ist natürlich Geschmackssache, ich für meinen Teil kann mit solchen pentrant daherkommenden Botschaften nichts anfangen, zumal mir die Aussage "Le temps détrouit tout" zu banal ist, um damit die Produktion eines ganzen Filmes zu rechtfertigen.

#85 rocknrollriot

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Geschrieben 01. Juni 2004, 10:25

werd mich mal äußern, sobald ich seul nachgeholt habe...
ansonsten macht das nicht viel sinn... :)
Drei Elemente vornehmlich: der Geschlechtstrieb, der Rausch, die Grausamkeit -
alle zur ältesten Festfreude des Menschen gehörend, alle insgleichen im anfänglichsten
»Künstler« überwiegend.

Eingefügtes Bild

#86 StephenDedalus

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Geschrieben 01. Juni 2004, 10:27

Oskar sagte am 01.06.2004, 10:13:

Rookie887 sagte am 15.03.2004, 19:14:

die aussage des films ist eigentlich eine andere, nämlich die, dass man den lauf der dinge nie wieder rückgängig machen kann.
Hast recht. Ich frage mich allerdings, ob man das als Filmemacher so überdeutlich ausformulieren muss. Ist natürlich Geschmackssache, ich für meinen Teil kann mit solchen pentrant daherkommenden Botschaften nichts anfangen, zumal mir die Aussage "Le temps détrouit tout" zu banal ist, um damit die Produktion eines ganzen Filmes zu rechtfertigen.
der satz ist doch viel reicher, sofern man den nietzsche bezug erkennt - wenn etwas zerstört wird, kommt es nicht wieder, heißt es ist einzigartig und fällt nicht unter ein prinzip, dass das individuum des "niederen menschen" auf dem weg zum "übermenschen" entwertet.

#87 StephenDedalus

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Geschrieben 01. Juni 2004, 10:37

nachtrag:

irgendwie sollte da auch noch wittgenstein mit rein:

"die grenzen meiner sprache, sind die grenzen meiner welt"
"ich bin meine welt"
"die ethik ist transzendental und lässt sich nicht aussprechen" (was das verneinen der metaphysik durch den positivismus, in dem kontext, in die nähe der verneinung der ethik durch den kapitalistischen sozialdarwinismus rückt)

(alles: tractatus)

und pessoa (in gestalt alberto caeiros) vielleicht auch:

"die natur ist teile ohne ein ganzes
dies ist das sogenannte geheimnis, von dem sie reden

dies hab' ich ohne grübeln und klügeln
herausgebracht, muß die wahrheit sein,
die alle finden wollen und doch nicht finden,
und die nur ich, weil ich nicht danach suchte, gefunden habe."

(alberto caeiro - dichtungen. s.79)

außerdem gibt es bei kierkegaard die formulierung, er wolle nicht mit linguistischer geilheit die impotenz der sprache verraten, wohingegen sich der metzger als penis beschreibt, der hart bleiben muss, weshalb ihm aber alles immer nur durch den kopf geht, ihm nie über den kopf wächst und er so unfähig ist zur ejakulation - also aktion - und impotent wird; weshalb auch sex die finale erlösung sein wird.

das mal so als vorläufige schlusspointe ;)

Bearbeitet von Ippolit, 01. Juni 2004, 11:41.


#88 StephenDedalus

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Geschrieben 01. Juni 2004, 17:23

rocknrollriot sagte am 01.06.2004, 10:25:

werd mich mal äußern, sobald ich seul nachgeholt habe...
ansonsten macht das nicht viel sinn... :)
trotz internet und all dem kram noch nicht gesehen ? :D
(du hast das beste noch vor dir)

#89 Oskar

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Geschrieben 01. Juni 2004, 17:34

Ippolit sagte am 01.06.2004, 18:23:

trotz internet und all dem kram noch nicht gesehen ? :D
(du hast das beste noch vor dir)
Du findest MENSCHENFEIND also noch besser als IRREVERSIBLE? Falls ja, dann würde ich mir ersteren trotz meiner Abneigung zu letzterem doch noch anschauen. :D

#90 StephenDedalus

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Geschrieben 01. Juni 2004, 17:38

Oskar sagte am 01.06.2004, 17:34:

Du findest MENSCHENFEIND also noch besser als IRREVERSIBLE? Falls ja, dann würde ich mir ersteren trotz meiner Abneigung zu letzterem doch noch anschauen. :D
derzeit ja, aber das mag auch an der versauten zweiten sichtung (lag am publikum) von irreversible liegen, welche die erste ein wenig überlagert hat, während der ich ebenso fertig war, wie nach seul contre tous.
ich könnte mir aber gut vorstellen, dass dir menschenfeind trotzdem besser gefällt.

Bearbeitet von Ippolit, 01. Juni 2004, 17:41.






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