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kurzkommentare mai 2014 - Filmforen.de

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kurzkommentare mai 2014



100 Antworten in diesem Thema

#1 Ubaldo Terzani

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Geschrieben 05. Mai 2014, 23:36

Beitrag anzeigenwowie sagte am 03. April 2014, 09:19:

(1) Hier kommen alle Kurzurteile über gerade gesehene Filme rein, die man zwar mitteilen will, aber eben nicht in einem neuen Filmtagebuch-Eintrag oder Forenthema.

(2) Falls sich eine Diskussion aus einem solchen Urteil entwickeln sollte, behalten sich die Moderatoren das Recht vor, diese in einen eigenen Thread abzuspalten.

(3) Jeden Monatsanfang wird ein neuer Kurzkommentar-Thread mit dem Thementitel "Kurzkommentare [Monat] [Jahr]" erstellt. Jedes Mitglied darf dies machen, soweit es noch nicht geschehen ist. Wichtig ist dabei nur, diesen Text immer als ersten Beitrag einzufügen!

(4) Hier ist das Archiv der bisherigen Kurzkommentare.

:sof:

#2 Ubaldo Terzani

    Reader discretion is advised, lan

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Geschrieben 05. Mai 2014, 23:36

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#3 Ubaldo Terzani

    Reader discretion is advised, lan

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Geschrieben 05. Mai 2014, 23:37

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#4 Antoine Doinel

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Geschrieben 06. Mai 2014, 18:22

Per qualche dollaro in piu Sergio Leone IF

habe ich nach Jahren wiedergesehen, wenn auch nur auf einem Bildschirm, was aber das Vergnügen
nicht wirklich trüben konnte. Wie sehr dieser Film in gewisser Weise ein Antiwestern ist, weil er die
traditionellen Werte des klassischen Hollywood-Westerns auf den Kopf stellt, ist mir erst gestern
so richtig bewusst geworden. Gerade die erste Hälfte des Filmes erinnerte mich stark an Lucky Luke.
Es ist aber vor allem die Figur des El Indio verbunden mit dem innovativen Einsatz von Musique Concrete
(die Spieluhr) die aus dem Film mehr macht, als einen coolen, zeitlosen Spaß, der primär
ein männliches Publikum anspricht. Der Film ist auf alle Fälle viel besser als sein Vorgänger
Per un pugno di dollari. Und seinen Nachfolger Il buono, Il brutto, il cattivo werde ich in bald im
Ö. Filmmuseum, auch nicht zum ersten mal, anschauen.

#5 The Critic

    Mad rabbits, mad world

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Geschrieben 06. Mai 2014, 18:46

The centerfold girls

Interessante Struktur, wirkt fast wie ein Episodenfilm der Marke Amicus. Nur, daß der Meuchler immer der Gleiche ist in jedem Teil. Unangenehm hingegen die Weltsicht, die zynisch ein "Alle Menschen sind Schweine" rausrotzt.

Voyage of the rock aliens

Stumpfer Highschoolaliensingsang, der wohl Pia Zadora von ihrem reichen Ehemann zum Geburtstag geschenkt wurde. Faszination des Grauens, dann aber irgendwie. Frage mich nur, ob der Film um alle "Hits" von PZ gestrickt wurde oder ob alle Musiknummern des Filmes in die Charts gepreßt wurden. Der Boß der Clique, Frankie, hat nen bizarren Wackeltick, wenn er singt. Auch seltsam: Alles soll so hypermodern 80ies newwavig sein, aber dann ist doch alles nur 50er rocknrollig.

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#6 Funxton

    Avanti, Popolo

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Geschrieben 06. Mai 2014, 20:20

Beitrag anzeigenThe Critic sagte am 06. Mai 2014, 18:46:

Auch seltsam: Alles soll so hypermodern 80ies newwavig sein, aber dann ist doch alles nur 50er rocknrollig.

So seltsam ist das gar nicht: Die Achtziger hatten inmitten all ihrer Neon-Kantigkeit stets auch ein Faible für die Fifties. Anders wären Typen wie Shakin' Stevens, Bands wie die Stray Cats oder das damals grassierende James-Dean-Revival ja auch gar nicht denkbar gewesen. Man denke auch an Filme wie "Back To The Future", "Stand By Me" die die Fünfziger-Ästhetik teils sehr liebevoll idealisierten.

#7 sicomastik

    Schlundforscher

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Geschrieben 06. Mai 2014, 21:38

Die 80er haben die 50er und frühen 60er klar als Referenz aufgegriffen, allerding einen eigenen, wenn auch von vielen später verlachten, Stil etabliert. Das gilt in der Modeszene als alter Hut und diese postuliert auch, dass die 80er, so scheußlich sie auch von späteren Generationen empfunden werden mögen, das letzte Jahrzehnt mit einem völlig eigenen, neuartigen Stil waren. Die 90er griffen die späten 60er und 70er auf, modifizierten allerdings nur. Ab Mitte der 2000er wurden die 80er aufgegriffen. Fraglich wie's weitergeht, galten die 90er doch als das erste "Recyclingjahrzehnt".

#8 The Critic

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Geschrieben 06. Mai 2014, 22:01

Wohl wahr, Funxton. Aber zum einen habe ich dies nie so komprimiert wie hier gesehen. Und dann ist da noch diese eklige Konnotation im Film: Besser einen RocknRoller zum Freund als einen emotional verkrüppelten New-Waver - selbst wenn der Teddyboy ein Schläger ist. Früher war eben alles besser.

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#9 sicomastik

    Schlundforscher

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Geschrieben 06. Mai 2014, 22:35

DER UNGLAUBLICHE BURT WONDERSTONE

Lieb! :love:

ANGST UND EINSAMKEIT

Ein Film der verschenkten Möglichkeiten.

PACO - KAMPFMASCHINE DES TODES

Hat uns zu hier nicht nacherzählbaren Ereignissen geführt.

DIE WEISSE BESTIE

Schwierig!

EIN GANZ VERRÜCKTER FREITAG

Herrlich!

HÄUTET SIE LEBEND - UNTERNEHMEN WILDGÄNSE

Alter Schwede! :angst:

SAHARA

Alter Schwede! :wacko:

ZWEI WIE PECH UND SCHWEFEL

Alter Schwede! :muhaha:

ZWEI TOLLE HUNDE IN HONGKONG

Alter Schwede! :el_schwitzo:

DIE CLIQUE

Unterschätzer Lumet, der die Narration aus CITIZEN KANE im Hyper-Speed-Mode durchzieht und als Verbindungsglied keinen Journalisten, sondern die analoge Ebene des Internets hat. Weiterhin ein Film, der uns matriarchalische Strukturen auf alle erdenklichen Weisen aufzeigt.

MARSCHIER ODER STIRB

Schauspielerisch grandioser, letztlich nicht zu einer genau definierten Linie findender Film, der uns patriarchalische Strukturen auf alle erdenklichen Weisen aufzeigt.

#10 wowie

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Geschrieben 07. Mai 2014, 18:06

Resolution
gelungener low budget mystery drama horror crossover film
"This film is courtesy..." am ende, sehrt gut!
6,8

Justin Benson actual projects:
SPRING (sci-fi)
VHS Viral

mal sehn was da so kommt ...
http://www.avaaz.org/ --- "the world in action" --- https://www.campact.de/ --- "Demokratie in Aktion"

#11 wowie

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Geschrieben 08. Mai 2014, 09:16

Kleine wahre Lügen
wow!!! high intense SUBkontext!!!
grandioses bobo drama!!!
an alle heulsusen, rettungsanker bereit halten, hier ist schiff unter ;)
9
http://www.avaaz.org/ --- "the world in action" --- https://www.campact.de/ --- "Demokratie in Aktion"

#12 sicomastik

    Schlundforscher

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Geschrieben 10. Mai 2014, 00:12

ALVIN PURPLE

Der Film um Alvin Purple, dem Wasserbettenverkäufer, dem alle Frauen verfallen sind und der Tausende von Frauen vögelt. Leider kann ich nur noch erahnen was für eine Bombe der Film 1973 in Australien gewesen sein muss. Da er im Stile des "free cinema" inszeniert ist, macht es aber auch heute noch viel Spaß ihn anzuschauen.

MAN OF STEEL

An heutige Standards angelehnte Reaktivierung des Stählernen. Für den Moment unterhaltsam, aber hohl wie die meisten Superhelden-Filme der letzten 15 Jahre.

DR. DETROIT

Weitere Anarcho-Klamotte aus den 80er Jahren. Vor 25 Jahren war mir der Film zu abgedreht. Jetzt bedauere ich es, dass es nicht zu der angekündigten Fortsetzung gekommen ist: DR. DETROIT II: THE WRATH OF MOM.

#13 sicomastik

    Schlundforscher

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Geschrieben 10. Mai 2014, 01:43

DIE NONNE UND DAS BIEST

Der Versuch (Black) Emanuelles eine gestörte Minderjährige auf den Pfad der Tugend zurückzubringen.

Der Kuss zwischen Mutter und Tochter
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Die Kleine lässt sich gerne von mehreren gleichzeitig nehmen
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Die Verführung der Nonne klappt nicht
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Als Ausweichhandlung bläst sie einem alten Sack den Schwanz

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Ihr Zimmernachbarin verführt sie
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Auch andere Kommilitoninnen vernascht sie
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Sie ist enttäuscht als sie zusehen muss, wie sich die Nonne ficken lässt.
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Alles in allem also der übliche Kram, der in den 1970ern im Massenstart in den Kinos lief.

#14 sicomastik

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Geschrieben 10. Mai 2014, 23:38

THE BLACK WATCH

Der erste Tonfilm John Fords - 1928 entstanden, 1929 uraufgeführt - leidet ein wenig an Mirna Loys Stumm-Film-Schauspielerei, ist aber als Spionage-Film vor allem durch einige Wendungen am Schluss höchst ungewöhnlich, durch einige expressionistische Elemente und eine geniale Szene, in der Ford den Gesang eines schottischen Regiments mit dem Gesang eines Muezzins parallelisiert und die Ähnlichkeit der Kulturen so durch die Musik im Geiste evoziert. Selten wurden mir Übernatürlichkeiten mit solch einer Selbstverständlichkeit präsentiert. Meines Wissens auch der einzige Film Fords, mit klar gezeichneten übernatürlichen Elementen. Auch anderes ist interessant...

Da es damals noch keine Tiefenschärfenverlagerung gab, entwickelt Ford diese durch die Bildkomposition


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Anonyme Schützen, die ins Nichts feuern

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Yasmani ist die Göttin und doch nicht Göttin, die durch männliche Destruktion gestürzt wird, obwohl sie den Frieden gebracht hätte
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Anonymes Abschlachten Hunderter
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#15 sicomastik

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Geschrieben 11. Mai 2014, 01:10

COBRA VS. NINJA

Hier kombiniert Godfrey Ho seine Ninja-Hampeleien mit einem thailändischen Revenge-Krimi aus den 70er Jahren. Besonders fesselnd durch die geklaute Musik Tangerine Dreams und Alephs "Fire on the moon".



#16 Ubaldo Terzani

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Geschrieben 11. Mai 2014, 02:06

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#17 Ubaldo Terzani

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Geschrieben 11. Mai 2014, 02:09

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#18 The Critic

    Mad rabbits, mad world

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Geschrieben 11. Mai 2014, 14:34

Effects

Eine Filmcrew dreht einen Horrorfilm. Nun erwartet man das italienische Konzept, daß hier ein irrer Schlächter durch die Kulissen schleicht. Doch der Film entwickelt sich in eine vollkommen andere Richtung. Interessant in seiner Verunsicherungsstrategie und seiner Zeit voraus; teilweise gibt es sogar Anklänge an die Reality-TV-Scheiße von heute, found footage Konzepte und Truman Show, obwohl der eigentliche Aufhänger für das Konzept offensichtlich Snuff von 1976 gewesen sein dürfte.

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#19 The Critic

    Mad rabbits, mad world

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Geschrieben 11. Mai 2014, 19:57

The dorm that dripped blood

Dreißigjährige Teenager? ✔
Lahmes Schleichen durch unbeleuchtete Korridore? ✔
Eklige Betonarchitektur en masse? ✔
Zusammengezimmerte Motivation des Mörders? ✔
Von Bernard Herrmann geklaute Musik? ✔
Scheußliche Frisuren und Klamotten? ✔
Achtziger Film, der nach Siebzigern aussieht? ✔
Offensichtlich falscher Verdächtiger? ✔
Splattereffekte aus Omas Küchenarsenal? ✔
Mörder bekommt seine gerechte Strafe? - Oh, da haben sie wohl was von der Liste vergessen.

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#20 sicomastik

    Schlundforscher

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Geschrieben 11. Mai 2014, 23:10

DER GANG IN DIE NACHT

Murnaus ältester, vollständig erhaltener Film. Seine "Meditation" über die Affektsteuerung und die Expression intrinsischer Dispositionen, die in der Zurschaustellung hysterischer Konzepte gipfeln und es den Figuren unmöglich machen zu kommunizieren, eher nur zu alternieren, um die Konsequenz emotionaler Reflexion durch Agieren zu externalisieren. Das Dispositiv des Stummfilms als Vakanz zwischen somatischer Kommunikation und non-verbaler Rezeption.

#21 Noruberuto

    Die mise en scène war wirklich schön!

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Geschrieben 12. Mai 2014, 19:26

Magical History Tour: Fängelse / Gefängnis // Ingmar Bergman, Schweden 1949

Ein Mann, Mathematikprofessor, frisch aus der Klapse entlassen, wandert durch eine kahle Hügellandschaft hinunter zu einem Filmstudio. Schlägt seinem ihm freundschaftlich verbundenen Schüler (ein Regisseur) vor, doch einen Film zu drehen nach einer Idee, die er im Kopf hat: eine Welt darzustellen, in der die Hölle auf Erden herrsche, Gott abwesend sei. Und schon ist der Zuschauer mittendrin. Die Erzählebenen überlagern sich. Formal genial (allein die Eröffnungssequenz hat als eine der besten überhaupt zu gelten), inhaltlich, trotz oder wegen seiner alltäglichen Ausgangssituation, schwerer Tobak. Die Erstsichtung lässt einen benommen und beklommen zurück. Am Ende dann: Licht aus, Tür zu, der Film im Film ist nicht entstanden.

Vielleicht kann Short Cut als Bergman-Experte ja mehr zu diesem unglaublichen Film sagen.

#22 Short Cut

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Geschrieben 12. Mai 2014, 19:40

Fühl mich jetzt ein wenig geschmeichelt :blush: Würde mich jedenfalls nie als Bergman Experten bezeichnen und kann leider auch nichts zum Film sagen, da ich ihn erstens nicht kenne und zweitens wir ihn auch leider nicht rückblickend sichten werden, im Gegensatz zu so ein paar anderen Frühwerken, die bei Kinowelt/Arthaus just erschienen sind. Wo hast Du den denn gesehen ? Laut ofdb gibt es ne UK DVD, die für uns wohl nicht in Frage kommt, da nur englische Untertitel vorkommen. Für mich weniger das Problem aber für meinen Mitstreiter.

Zitat

eine Welt darzustellen, in der die Hölle auf Erden herrsche, Gott abwesend sei.
Allein das ist ja schon Bergman pur. Ein Thema, welches einige Filme streift.
Jeder Film schreibt Geschichte. Um Filmgeschichte zu verstehen muss man Film immer im geschichtlichen und natürlich im Genrespezifischen Kontext sehen. So ist das und nicht anders.

#23 Noruberuto

    Die mise en scène war wirklich schön!

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Geschrieben 12. Mai 2014, 19:48

Also ich bin jetzt einfach mal davon ausgegangen, dass du den kennst :)



Mir scheint sowieso (von dem wenigen, was ich bisher von Bergman kenne), dass alle seine Werke die gleiche Grundthematik haben.

#24 Smergo

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Geschrieben 12. Mai 2014, 20:11

:cheers: Gefängnis habe ich auch für die MHT gesehen*. Wollte die Tage noch was dazu schreiben, kann aber jetzt eigentlich Noruberuto nicht viel hinzufügen. Außer vielleicht, dass der Film von einem (für mich) erstaunlich giftigen Humor durchzogen ist, der sich auch stark gegen sich selbst (also die Welt des Films und die Künstler) richtet. Kann man das auch als ein Bergman-Thema begreifen? Die Frage was die Kunst in einer Welt macht, die in ein dunkles Tal strudelt. (Ich denke etwa an Die Stunde des Wolfs.) Inhaltlich ist der Film wirklich sehr, sehr hart. War direkt schockiert. Möglicherweise ist der Film, den der Mathematikprofessor vorgeschlagen hat, doch entstanden.


* Finde diese Zufälle übrigens toll. Bringen ein wenig Schwung in die Angelegenheit, zeigen aber auch die engen Pfade, auf denen wir Filmfans uns bewegen. Interessant :critic:

#25 Settembrini

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Geschrieben 12. Mai 2014, 20:29

Zu Gefängnis kann ich jetzt leider nichts beisteuern, weil ich den auch nicht kenne, aber grundsätzlich würde ich sagen, daß es bei Bergman drei Grundthemen gibt: Beziehungsprobleme (dies sehr oft in Gestalt von Eheproblemen, da hat der fünfmal verheiratete Bergman ja auch reichlich Erfahrungen gesammelt...), dann die Künstlerthematik (es gibt ja Unmengen von Künstlern in den Bergman-Filmen, und es wird von allen Seiten ausgeleuchtet, was das für Persönlichkeiten sind, welchen Platz sie in der Gesellschaft einnahmen usw.) und natürlich die Auseinandersetzung mit der Religion. Das sind für mich die drei Bergman-Kernthemen, und manchmal, wie in Fanny und Alexander tauchen sogar alle innerhalb eines Films auf.

#26 Short Cut

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Geschrieben 12. Mai 2014, 21:21

Letzten Mittwoch bei uns im KOKI :

Freaks (Kino)
1932
(Tod Browning)
9/10 *

Mann ist das lange her, das ich den gesehen habe. Damals auf RTL im Nachtprogramm aufgenommen, mindestens 2x gesehen und nun diese Perle im Kino wiedergesehen. Die Kopie war zwar alt aber ok. Leider ohne UT. Bisher kannte ich den nur in der Synchro und hatte gar nicht auf dem Schirm, dass sich das ganze Geschehen in Frankreich ereignet und so viele Akzente vorhanden sind. Die Handlung kannte ich ja, aber einige Dialoge hätte ich auch gern besser verstanden. Der Ton war zudem auch sehr verrauscht. Trotzalledem war Freaks ein ziemliches Highlight und geht natürlich als ein absolutes Unikat in die Filmgeschichte ein. Diesmal ist mir um einiges mehr die Kürzung dieses Dramas aufgefallen sowie das es hier ja auch eine kleine Love-Story unter den Normalen gibt. Hatte die Story um den netten Clown total vergessen. Unvergesslich dagegen die Hochzeitsparty, die Rache im Schlamm und die gaffenden Zuschauer, die die lebende Ente sehen wollen. Exzellenter Film !

White Zombie
1932
(Victor Halperin)
8/10

Da ich den Abend noch nicht müde war, schmiß ich mir zu Hause noch diesen schönen Film rein. Zufällig aus dem selben Jahr, womit ich eine richtige Entdeckung machte. Bisher war mir der Film nämlich nur ein Begriff aus einem der, meines Erachtens nach, schönsten Tim Burton Filme, nämlich Ed Wood. Traumwandlerisch, im wahrsten Sinne hypnotisch gebiert der Film eine Atmosphäre zum niederknien. Zudem kommt noch der wunderschöne Score, der ein echter Ohrwurm ist, Bela Lugosi in einer Classic-Role sowie bemerkenswerte Blenden und frühes Split-Screen. Die Story ordnet sich vollkommen der Atmosphäre unter und ist ganz den Gesten und dem wohligen Schauer verschrieben. Feiner Grusler. Muß Bela Lugosi aufarbeiten.

House on Haunted Hill
1959
(William Castle)
7/10

Führt einen ziemlich an der Nase rum und dürfte mittlerweile Referenz sein was das Personen-Setting im modernen Horrorfilm angeht. Vincent Price rettet den Film aus dem doch durchschaubaren Plot und dem Spooky-Theater, auf das der Film baut. Auch hier schöne Atmo und Haken auf der Liste : Muß noch andere William Castle Filme sehen.

Prince of Darkness
1987
(John Carpenter)
8-9/10 *

Auch lange nicht mehr gesehen. Mit The Thing und The Fog definitiv einer der besten Horror-Carpenters aus den 80ern. Der großartige Score und die formvollendete Inszenierung hält die teils krude Story zusammen. Hat mich früher mehr gefesselt und begeistert. Nichtsdestotrotz ist dies ein echt unterschätzter Carpenter und vieles ist hier typisch. Man könnte fast von einem Crossover Mix aus seinem bisherigen (bis ´87) Schaffen sprechen. Würd ich sogar gern ne Fortsetzung von sehen, was das letzte Bild ja auch hergibt.

Man of Steel
2013
(Zack Snyder)
7-8/10

Fand ich in seiner elliptischen Erzählweise nicht ganz so doof wie sicomastik. Fand Snyders Film sogar recht mutig, dafür das er 2 Stunden auf seinen eigentlichen Anfang, den Mythos zusteuert, der in einem Urschrei kollabiert, weil er seinesgleichen getötet hat. Die Kameraarbeit ist zudem exzellent. Allein werfe ich dem Film vor, dass er in seiner Inszenierung plottechnisch Vorwissen als Selbstverständnis suggeriert und Lücken in den Sprüngen läßt, die ein Michael Bay affines Publikum vielleicht hinnehmen, ich streckenweise aber doch als Manko empfunden habe.
Jeder Film schreibt Geschichte. Um Filmgeschichte zu verstehen muss man Film immer im geschichtlichen und natürlich im Genrespezifischen Kontext sehen. So ist das und nicht anders.

#27 Short Cut

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Geschrieben 12. Mai 2014, 21:38

Zitat

Das sind für mich die drei Bergman-Kernthemen, und manchmal, wie in Fanny und Alexander tauchen sogar alle innerhalb eines Films auf.

Die tauchen geballt auch schon vorher auf ;)

Zitat

Außer vielleicht, dass der Film von einem (für mich) erstaunlich giftigen Humor durchzogen ist, der sich auch stark gegen sich selbst (also die Welt des Films und die Künstler) richtet. Kann man das auch als ein Bergman-Thema begreifen?

Jap ! Bergmans Künstler Thema wendet sich auch immer gegen sich selbst. Das Künstler Dasein, sprich das Spielen (ob Film oder Theater), hat immer etwas mit pesönlicher Preisgabe zu tun und ist immer eine Erniedrigung. Ein Thema was sich in einer Vielzahl Bergman Filme wiederfindet, von Abend der Gaukler über das Siebente Siegel, das Gesicht bis hin zu Persona..... :)
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#28 sicomastik

    Schlundforscher

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Geschrieben 13. Mai 2014, 15:30

Beitrag anzeigenShort Cut sagte am 12. Mai 2014, 21:21:

Man of Steel
2013
(Zack Snyder)
7-8/10

Fand ich in seiner elliptischen Erzählweise nicht ganz so doof wie sicomastik.
Ich fand den Film keinesfalls doof, nur hohl. Wenn man hinter die von Dir genannten Aspekte blickt, die ich so auch sehe, bleibt am Ende nicht viel übrig. Das ist ja gerade das Problem mit diesen im Gegenteil clever produzierten High-Concept-Blockbustern. Sie täuschen so geschickt eine intelligente Ebene vor, sind dafür sehr genau konstruiert - also alles andere als doof - aber es lohnt nicht wirklich sie öfter zu sehen. Und genau das ist ein weiterer Punkt ihrer Cleverness: Das soll man ja auch gar nicht. Denn sonst würde man im nächsten Jahr nicht ins Kino rennen, um mehr zu sehen.

Das ist fast so wie mit einer gezielt geführten "Abhängig-Machung" von einer Droge.

Und eigentlich auch nur eine Übertragung des seriellen Prinzips der 1900er, 10er, 20er und 30er Jahre in die heutige Zeit. Nur jetzt sind es keine 30-Minüter mehr, sondern 2-1/2-Stunden-Spektakel.

#29 Funxton

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Geschrieben 13. Mai 2014, 17:14

Von der sympathisierenden Warte aus zu argumentieren ist da in der Tat steinig...

#30 Short Cut

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Geschrieben 13. Mai 2014, 22:39

@Sico : Sorry, dann habe ich Dich schlichtweg missverstanden. Im Grunde sehe ich das zwar ähnlich aber nicht ganz so finster. Ich freu mich jedenfalls schon wenn so ein High-End-Produkt dann mal, auf der visuellen Ebene, sattes Überwältigungskino bietet und dabei nicht unbedingt den typischen Weg anderer Blockbuster geht. Wenn so ein Film dann auch noch aneckt, macht ihn das, für mich zumindest, interessant.

Würd mich ja trotzdem interessieren, was Funxton als Comic Fan dazu sagt :)

A torinói ló
2011
(Béla Tarr)
10/10

:zora:
Alter Schwede ! Das nenn ich mal konsequent. Habe 2,5 Stunden mir ein Bier holen wollen und bin von der Tiefensogwirkung dieser Apokalypse nicht weggekommen. DAS ist wirklich kompromissloses Kino. Unglaublicher Film.
Jeder Film schreibt Geschichte. Um Filmgeschichte zu verstehen muss man Film immer im geschichtlichen und natürlich im Genrespezifischen Kontext sehen. So ist das und nicht anders.





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